Spieleerfolg planbar?

  • Wie seht Ihr das?


    Ist ein Spieleerfolg planbar? In der Musik kann man ja wohl mittlerweile Ohrwürmer und Erfolgshits vom Computer berechnen lassen (oder Bohlen wird aktiv).


    Bei Spielen müsste das doch auch machbar sein. Ein paar bekannte und erfolgreiche Mechanismen mischen und fertig ist der neue Klassiker?


    Ich hatte z.B: bei Maestro Leonardo und Säulen der Erde das Gefühl, daß diese Spiele nach dem Prinzip entstanden sind. Und sie feiern ja einen gewissen Erfolg in der Spielewelt.


    Wenn denn ein Spieleerfolg planbar ist, so muß man die Determinanten des Erfolgs auch benennen und beschreiben können. Das könnten z.B. sein:


    - Spielautor
    - Spielähnlichkeit mit anderen erfolgreichen Spielen
    - Spielgrafik und -thema
    - Werbung für das Spiel


    Also? Kann man einen Spielehit vorausplanen?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

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  • Ist eine interessante Frage..... prinzipiell muß man -denke ich- von Seiten des Verlags ein Spiel evaluieren. Macht es Sinn? Würde das Spiel eine größere Masse ansprechen? etc. ...ist demnach rein marktwirtschaftliches Denken ;)


    Zu deinen Beispielen:


    - Spielautor
    Denke schon, dass ein Herr Knizia oder ein Herr Teuber diesbezüglich einen besonderen Status im gemeinen Volk und bei den Verlagen genießen, wenngleich in letzter Zeit einfach von R. Knizia eine Spieleflut auf den Markt kam und sich hierbei Quantität ist nicht gleich Qualität in meinen Augen bestätigen lies


    - Spielähnlichkeit mit anderen erfolgreichen Spielen
    Gute Frage, bzw. guter Punkt. Hier sprichst du auch indirekt Inovation in neuen SPielen an...... Letzendlich ist bei vielen Spielen altbewährtes nur anders und neu verpackt und zudem anders zusammengemischt. Manila ist ein gutes Beispiel: Ist irgendwie von allem etwas....dennoch macht es mir wirklich großen Spaß.....
    Oder Khronos....ist mE stark mit einem Euphrat und Tigris vergleichbar......
    Ich will mal so sagen: Richtig Neues (a la Space Dealer etc.) gibts wenig Neues.....aber wenn das alte ansprechend verpackt ist...wieso nicht...?! ;)


    - Spielgrafik und -thema
    Spielegrafik (Spiel ist grafisch vergleichbar eines anderen Spiels) denke ich hat keinen Einfluß auf den Erfolg eines Spiel.....
    Spielthema schon eher: Oft kommen Themenblöcke jedes Jahr angeschwemt (dieses Jahr sind`s mE z.B. die Wikinger). Zum Spielethema: Hat mE def. einen direkten Einfluß auf den Erolg eines Spiel. Würde ein "Säulen der Erde" z.B. heißen "Bau mir die Hütte" so behaupte ich einfach mal, dass der große Erfolg ausgeblieben wäre.. ;)


    - Werbung für das Spiel
    Definitiv! Große Verlage machen meines Wissens ja gerade aus diesem Grund auch mehr Gewinn mit einem Spiel. Das hat nicht immer mit der Qualität zu tun ;)

  • Persönlich finde ich, das sich die FIRMA Knizia keinen guten Ruf erarbeitet hat.


    Mehr dazu später
    Muß Los :)

  • Also nehmen wir mal an, wir alle hier wären eine Spieleverlag (ich weiß, das ist doof, weil auch ein Schankwirt nicht unbedingt Alkoholiker sein sollte) - aber nur mal theoretisch.


    Also ich würde vorschlagen einen klanghaften Spieleautor zu nehmen, das Thema an einem derzeit erfolgreichen Buch auszurichten (Harry Potter, ... - je nach Höhe der dann fälligen Lizenzgebühr). Als Grafiker kommt Menzel in Betracht. Die Mechanismen würde ich aus erfolgreichen Spielen adaptieren (Reihenfolge Mechanismus von Theben, ...). Die Spieleranzahl sollte zwischen 2 und 6 liegen. Es müssen Standardregeln (für die breite Masse und Familien) und Expertenregeln (mit geringerem Glücksanteil und strategischeren Elementne) beiliegen. Ich würde sehr viel Zeit auf die Spielregel verwenden, damit diese keine Einstiegshürde für Wenigspieler darstellt. Die Spieleschachtel sollte nicht zu groß und damit gut lagerbar sein (vielleicht sogar in Buchform für das Regal). Die Spielzeit darf 90 Minuten nicht überschreiten. Das Spiel sollte abwechslungsreich verlaufen, verschiedene Wege erlauben und einen dezenten Interaktionsteil haben. Ideal wären in diesem Zusammenhang auch unterschiedliche Startaufstellungen und variable Entwicklung des Spielplans. Das Spielmaterial sollte in Qualität gut und in Quantität überschaubar sein. Es ist zu überlegen, ob man in den Standardregeln einen Gleichmachermechanismus verankert, um unterschiedliche Spielniveaus anzupassen und damit den Spaß für alle erhält....


    Werbung und Vertriebskanal, sowie zu druckende Stückzahl sind dann je nach Risikofreude wählbar. Eine Fernsehwerbung für ein Spiel ist ja nun eher selten und würde wahrscheinlich viele Leute ansprechen (zumindest deren schlechtes Gewissen mal wieder mehr mit der Familie zu machen).


    Was fehlt oder seht Ihr anders?

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Ich hatte z.B: bei Maestro Leonardo und Säulen der Erde das Gefühl, daß diese Spiele nach dem Prinzip entstanden sind. Und sie feiern ja einen gewissen Erfolg in der Spielewelt.


    Ich muss gestehen, dass mir das bei PORTOBELLO ROAD in den Sinn kam.


    • Hippodice-Fame
    • derzeit angesagter Grafiker
    • extrem lange vor der Messe veröffentlichte Neuigkeiten
    • entsprechender Presserummel



    Am Ende ist das sicherlich so. Man konnte es ja schon in Essen06 beobachten wieviele Bauspiele es gab. Auch ein Trend zu eher Familienbetonten spielen glaube ich schon länger zu erkennen.

  • Zitat

    Original von ode
    Ich muss gestehen, dass mir das bei PORTOBELLO ROAD in den Sinn kam.


    Nur zum Verständnis: Meinst Du Portobello Market???


    Aber was auch eine gute Strategie ist: Spiele ankündigen und dann verschieben... das erhöht die Begierde bis in die Unermesslichkeit - bis ein "das muß ich auch haben" Gefühl eintritt.


    Parallel natürlich die Foren unterwandern mit positiven Beiträgen über das Spiel und neuen Gerüchten ;)

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  • Zitat

    Original von Spiderblood
    Persönlich finde ich, das sich die FIRMA Knizia keinen guten Ruf erarbeitet hat.


    Mehr dazu später
    Muß Los :)


    Erst neugierig machen und dann nichts mehr schreiben ;) Wie ungerecht!

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  • Logo, schau Dir doch mal an was auf den Markt kommt.


    Meine Kriterien für ein erfolgreiches Spiel sind:


    - breite Zielgruppe
    - Altersempfehlung möglichst ab 8 Jahren
    - Spielzeit zwischen 30-75 Minuten
    - schön eingepackt
    - zeitgemäßes Thema
    - einfache Regel, mundgerecht aufbereitet
    - bekannter Verlag (Ravensburger, Kosmos, etc.)
    - und am besten noch irgendein Titel (SdJ o.ä.)


    Der Autor, wenn nicht gerade Teuber, ist eigentlich egal. Kein Mensch im breiten Volk kennt Knizia & Co. namentlich.


    Und ganz wichtig:
    Am besten erweiterbar damit die Kunden nach 1 Jahr ein Stück weit gelangweilt sind aber doch noch so begeistert, dass sie lieber eine Erweiterung kaufen als ein neues Spiel.


    Das trifft auf die meisten Spiele im Familienspiel segment zu und das bestätigt:


    Es funktioniert.


    @ spiderblood:


    Ich stimme Dir zu, Knizia ist nicht der Hit, aber Deine Meinung warum das so ist interessiert mich brennend.


    Bei mir ist es Gefühlssache:
    Ich mag schlicht weg die meisten seiner Spiele nicht. Diese mathematisch super korrekten Mechanismen und Präzision mit der diese ausgetüftelt werden erweckt bei mir den Eindruck einer Spielefabrik die mit androidenmäßiger Genauigkeit Spiele auswirft um kohle zu verdienen. Das mag vielleicht nicht zutreffen aber so fühle ich mich bei den meisten Knizia-Spiele.
    So stelle ichs mir vor wenn Data von der Enterprise ein Spiel entwirft. Es wird alles genau durchgerechnet, aber das Feeling kommt einfach nicht rüber.

    heffernan
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    We have to wear these shorts !
    It's an offical company issue !!!

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  • Also für einige Spiele von Knizia kann ich das nachempfinden. Aber er hat auch viele Spiele, die gerade aus dem Grund sehr schön sind: Weil sie eine interessante Wertungsmechanik haben.


    Bei Palazzo fand ich das eigentlich ganz okay, so ziemlich an der Grenze. Aber bei Einfach Genial ist es total super!


    Auch Blue Moon hat keine großartig komplizierte Wertung.


    Aber das mit der Maschine, die Spiele ausspuckt (oder als Profi ausspucken muss um genug Geld zu verdienen) ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Vielleicht auch etwas bei der jetzt kommenden Alturien-Saga von Wolfgang Kramer (von dem ich auch sehr viele Spiele liebe und der zu meinen liebsten Autoren zählt), wo ja alte Spiele "überarbeitet" werden. Klar: Die Fürsten von Florenz oder Tikal oder Euphrat und Tigris (von Knizia) sind auch wieder aufgelegt worden. Aber dafür gabs doch definitiv Vielspielerbedarf!


  • --> Logo, gibts auch von Knizia Spiele, die schön sind und Vielspieler Publikum ansprechen. Mir ging es um die Flut seiner Spiele die er rausgebracht hat.

    heffernan
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  • Nebenbei meinte ich gar nicht Blue Moon, sondern Blue Moon City....



    Naja, er macht das halt professionell. Was willste erwarten? Da kann nicht jedes Spiel der Burner sein.


    Die Spiele, die ich von ihm kenne und gut finde, empfinde ich nicht als mathematisch extrem konstruiert. Schon mehr als bei anderen Autoren, aber das ist halt seine Eigenheit. Es gibt aber auch schlechtere, bei die mir auch etwas konstruiert erscheinen. Ich finde halt, man kann da nicht grundsätzlich sagen, bei ihm ist das so und so...

  • Zitat

    Original von heffernan
    So stelle ichs mir vor wenn Data von der Enterprise ein Spiel entwirft. Es wird alles genau durchgerechnet, aber das Feeling kommt einfach nicht rüber.


    Du meinst Data macht das Spiel und Spock testet es :hahaha:


    Mir wären auch Spiele von Worf recht!

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Du meinst Data macht das Spiel und Spock testet es :hahaha:


    Mir wären auch Spiele von Worf recht!


    ... dann wär aber was los auf dem Brett. Immer feste auf die Mütze.
    Eine gewisse aggressive Komponente die ein völlig neues Spielgefühl vermittelt :stop: :shoot: :pleased2: :butcher:

    heffernan
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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Mir wären auch Spiele von Worf recht!


    Mir mit "Seven of Nine" ...... *)

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Erst neugierig machen und dann nichts mehr schreiben ;) Wie ungerecht!


    Zurzeit wird jetzt auch nichts kommen :)
    Wenn ich wieder mal mehr auf Kritikkurs bin, schreibe ich hier was rein.


    Auf jedenfall sind mir zuviele "ghostwriter" dabei.

  • über knizia reden aber samurai nicht erwähnen?


    ich glaube gerade das familientauglich machen macht viele spiele kaputt, versteh auch nicht warum glück dabie sein muss damit die familie freude dran hat?


    ich will ein spiel gemacht von friedemann ,rosenberg und knizia ! die eierlegende wollmilchsau!

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