Bezugsquellen der Händler?

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  • Jetzt nach Essen habe ich mal beobachtet, welcher Online Versender welches Spiel zu welchem Zeitpunkt bereits im Angebot hatte... Da sind ja teilweise deutliche Diskrepanzen...


    Woran liegt das? Kennt sich da jemand aus?


    Ich dachte es gibt eine handvoll Großhändler, bzw. wenn direkt vom Verlag bezogen wird liegen vielleicht zwischen den Verfügbarkeiten 1-2 Tage...


    Es ist auch nicht unbedingt so, daß die Händler, die die Sachen später haben unbedingt billiger sind - also einen längeren Vertriebsweg für einen besseren Preis tolerieren.


    Ich denke bei emotionalen Alles-Haben-Wollen Käufern wie einigen Brettspielgeeks zählt jeder Tag, um den Umsatz zu machen. Wie an der ebay Auktion für Planet Steam zu sehen sind die Spieler ja auch bereit den 3fachen Preis zu bezahlen - Hauptsache sie haben das Spiel sofort! Kann sich da ein Händler überhaupt noch "leisten" erst ein paar Tage nach den anderen Händlern die Essen-Neuheiten zu haben? Der frühe Vogel fängt doch den Wurm. Die Strategie müsste doch sein: früh anbieten (aber bitte keine Verfügbarkeit anzeigen ohne Verfügbarkeit zu haben) und dafür ein paar Euro mehr nehmen. Oder sind die Spieler sogar so ungeduldig, dass sie vorher bereits alles vorbestellt haben?


    Auch da würde ich doch als Händler bereits schnell die Möglichkeit einer Vorbestellung einräumen. Mir ist aufgefallen, dass die Online Händler auch dort unterschiedlich schnell agieren. Einige stellen Vorbestellungsmöglichkeiten mit ?-Preis, während andere Händler teilweise Produkte erst einstellen, wenn sie diese am Lager haben. Auch verschenktes Umsatzpotential - oder?


    Es geht hier übrigens nicht darum namentlich die Händler miteinander zu vergleichen - deswegen habe ich auch bewußt Namen weggelassen. Eine schnelle Verfügbarkeit bedeutet ja letztendlich auch nicht, dass der Händler "besser" ist.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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    Original von Sankt Peter
    Jetzt nach Essen habe ich mal beobachtet, welcher Online Versender welches Spiel zu welchem Zeitpunkt bereits im Angebot hatte... Da sind ja teilweise deutliche Diskrepanzen...


    Woran liegt das? Kennt sich da jemand aus?


    Ich kenne mich nicht aus und kann nur vermuten.
    Wenn ich das richtig beobachtet haben, sprechen einige Händler immer davon, dass sie Spiele aus Essen mitgebracht haben.
    Könnte mir vorstellen, dass hier einer der Gründe liegt.
    Kaufe ich die Spiele in Essen direkt ein oder bestelle ich sie dort.


    Mandras

  • Die Frage ist, wie stark konkurrieren die Online-Händler untereinander?
    Ich z.B. bin viel zu bequem, um die Preise mehrer Shops zu vergleichen. Ich schaue bei meinem Stammhändler A nach, ob der das Spiel hat, und bestelle es nur woanders, wenn A es nicht hat (nicht gelistet oder ausverkauft).
    Ausnahmen sind Sonderangebote/Schnäppchen oder z.B. Hinweise von anderen Usern oder vom Hersteller (z.B. SNOW TAILS).


    Wenn man beobachtet (ich führe das Beispiel gerne an), daß z.B. auf eBay DVDs teurer verkauft werden (können), als bei Amazon (sicher kein Leichtgewicht im Onlinehandel, wo man bedenken haben könnte, sein Geld zu verlieren), dann frage ich mich, ob nicht vielen anderen Menschen ein weiterer Mausklick schon zuviel ist.


    Also hängt es vermutlich vom Ehrgeiz des Shopinhabers ab (oder von seiner Software!). Manche sind halt mit Leidenschaft bei der Sache, andere überlassen das Onlineportal vielleicht einem Studenten, der das eben nur einmal die Woche aktualisiert oder so?

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  • Die Frage ist in der Tat, wie viele der Online Spielehändler das alles machen, um davon zu leben. Bei einigen Projekten hat man ja eher das Gefühl, dass da nebenher aus der Garage verkauft wird!


    Komisch finde ich auch, dass sich keine Ketten bilden. Also ein dominanter Anbieter sich durchsetzt!

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  • Wie definierst Du "durchsetzen".
    Ich glaube schon, daß bei den online umgesetzten Brettspielen (Stückzahl/Umsatz) Platzhirsch Amazon an erster Stelle sitzt, dann kommt lange nix, und dann so eine Handvoll Internetplattformen wie Buch.de oder so.
    Kleine Nischenanbieter dann am Schluß, mit deren Jahresbilanz man vermutlich nicht mal ordentlich Urlaub machen kann! :-)

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  • MIt durchsetzen meine ich, dass einer der reinen Spiele Händler sich in der Art am Markt positioniert, dass er bei den Verlagen einen hohen Stellenwert hat, bessere Preise verlangen kann und einen Marktanteil um die 50% hat. Sowie UGG eine zeitlang bei Importspielen.


    Ich denke spieleoffensive versucht derzeit so etwas anzustreben... werben zumindest ziemlich aggressiv (ohne Kommentar).


    Vielleicht ist aber auch der Zielmarkt einfach zu klein. Oder die Verlage wollen keinen Platzhirsch.


    Die Verlage schimpfen ja teilweise über die Online Händler, die die Preise kaputt machen. Alternativ könnten die Verlage ja auch ihren eigenen Vertrieb machen. Anscheinend erzielt man aber als Verlag durch die Erhöhung der Wertschöpfungskette keine auskömmlichen Margen?


    Ist schon ein seltsamer Markt?!?!

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ist schon ein seltsamer Markt?!?!


    Schau Dir "Die Prinzen von Machu Picchu" an.
    Produzent ist der PD-Verlag.
    Die verkaufen es an ihren Vertrieb den Heidelberger Spieleverlag.
    Die verkaufen es an diverse Händler.
    Und die an uns.


    Nennt man das Wertschöpfung? :-)


    Mandras

  • Ich denke, das siehst du falsch.


    PD-Verlag produziert. Er gibt das Produkt an einen Vertrieb, weil er selbst keinen hat (was also auch nicht in die Kosten mit einfließt) und muss dem Vertrieb für die Dienstleitung was bezahlen (was dann wieder in den Preis mit einfließt). Dieser Vertrieb verteilt das Produkt an die Händler. Diese geben es an uns weiter.


    Unter dem Strich kommt allerdings das gleiche raus! Insofern siehst du es dann doch ganz richtig.


    Wenn man ein Produkt zur Verfügung stellen will, muss man das leider so machen, und so entsteht dann ein Preis, der weit höher ist, als das Produkt wert (allein vom Materialpreis, allerdings zählt der ideelle Wert und der Wert der reingesteckten Arbeit zählt ja auch) ist...

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Das sind Nuancen.
    Ich weiß, dass der PD-Verlag das Spiel an Heidelberger verkauft.
    Natürlich liegt das daran dass PD, wie Du sagst, keinen eigenen Vertrieb in dieser Branche hat.
    Oder sich vermutlich nicht auf dieses Feld begeben möchte. Denn Sie verkaufen ja durchaus Bücher.


    Mandras

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    Original von Mandras


    Ich weiß, dass der PD-Verlag das Spiel an Heidelberger verkauft.


    Mandras


    Oh, das ist glaube ich eher ungewöhnlich und wundert mich. Wieso macht Heidelberger das Spiel nicht gleich selber? Wenn es so läuft, wie du sagst, wird es sicher teurer...