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  • Gestern gabs bei uns u. a. eine Partie Chicago Express. Irgendwie hatte ich ein seichtes Spiel erwartet, aber das war es ganz und gar nicht - obwohl die Regeln einfach sind.
    Meine Erfahrung mit Eisenbahnspielen mit Aktien beschränken sich auf Union Pacific, sind also rudimentär. Also hatte ich erstmal keinen Plan was die Gesellschaften wert sind und hielt die Gebote der anderen auf die Startaktien für überzogen (was sie nicht waren).
    Deswegen hatte ich auch zu Beginn des Spiels keine Aktie und wenig Interesse daran irgendwas auszubauen. Ich hab also im Prinzip im ganzen Spiel fast nur Aktien versteigert und das war eher langweilig.
    Dazu kam, dass die anderen die Preise dann entsprechend hochgeboten haben um ihre Gesellschaften zu sanieren und irgendwann der Punkt für mich erreicht war um auch wieder auszusteigen. "Das müssen die erstmal wieder reinholen..." dachte ich mir dann. Sie hatten genug Geld (30 Startgeld bei 4 Spielern) um auch bei mir noch mitzubieten und boten teilweise mehr als für ihre Startaktien.
    Insgesamt schaffte ich es Mitte des Spiels also auf 1 grüne Aktie und ich holte 1 Runde vor Schluß die 1. Wabash Aktie.
    Gottseidank haben eigentlich alle bei der Wabash Auktion vergessen, dass ja die Wabash nochmal eine Sonderausschüttung bekommt, wenn sie nach Chicago kommt - deshalb konnte ich sie für halbwegs günstige 8 ergattern.
    Das Spiel endete 72,71,69 und 59 (für mich :mmhh:)
    Ich tat mir schwer den Wert einer Aktie zu bestimmen, da er 1. in hohem Maß von der restlichen Spieldauer und 2. auch von der Anzahl der Mitaktionäre abhängig ist.
    Beispiel Wabash Versteigerung:
    Es war klar, dass das die vorletzte Runde war. Die Gesellschaft musste mindestens 8 haben um nach Chicago zu kommen (grün stand schon drin).
    Es würde 3 Ausschüttungen geben:
    1 durchs Rundenende (was kurz bevor stand)
    1 Sonderausschüttung für das Erreichen von Chicago
    1 Endausschüttung
    Das Rundenende würde 1 Punkt bringen (keine Chance auf vorherigen Ausbau), die Sonderausschüttung höchstwahrscheinlich 8 (wenn bis dahin nicht ein anderer die 2. Aktie versteigert). Die Endauschüttung würde ich nicht als alleiniger Aktionär erleben was bedeuten würde, dass ich mit einem kleinen Ausbau sehr wahrscheinlich nicht über 6 Siegpunkte kommen werde.
    Der Knackpunkt ist, wann der 2. Aktionär einsteigt bzw. die Wabash Chicago erreicht. In manchen fällen kann man das anhand der Spielerreihenfolge leicht vorhersehen (wenn man z.B. als nächster dran ist ;)) aber ansonsten brauch man eigentlich garnicht erst groß mitbieten. Wenn alle gut rechnen geht man mit Minimalstgewinn (oder -verlust) aus der Geschichte raus. Wenn man selbst zu viel riskiert hat man ruckzuck einen satten Verlust eingefahren. Da Geld ja auch nicht knapp ist, werden einem die anderen immer bis ans Limit bieten.
    Bei der Wabash war die Berechnung noch einfach, bei allen anderen ist der Grad zwischen Verlust und Gewinn noch schmaler und sehr schwer zu bestimmen wieviel man bieten kann.
    Ich weiß auf jeden Fall, dass ich im nächsten Spiel eine Startaktie ersteigere, damit ich mir den Stress irgendeiner Aktie hinterherzurennen nicht geben muss. Allerdings: Je kürzer ein Spiel dauert desto besser ist es eigentlich wenige Aktien zu kaufen. Ich hätte also schneller auf das Spielende drängen können und dann wäre ich noch vorne mit dabei gewesen...
    Hat mir das Ganze Spaß gemacht? Naja ich weiß noch nicht. Ich werde es auf jeden Fall nochmal spielen, aber mir erscheint das ganze Spielsystem sehr sensibel und es gerät leicht aus den Fugen. Sicherlich wird bei einem nächsten Spiel mehr für die Startaktien geboten...

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  • Ich habe Chicago Express nun 3 mal gespielt, und muss nur vor dem "überteuerten" Kauf der roten Aktie warnen. In den letzten beiden Spielen wurden auch die restlichen 2 Aktien der roten Gesellschaft schon in der ersten Runde verteigert, was den Besitzer der ersten roten Aktie quasi für mehrere Runden aus dem Spiel geworfen hat, weil dieser so kaum an neues Kapital kommt und andere Aktien zu kaufen. Außerdem ist das Geld der Gesellschaft durch eine solche Aktion auch recht knapp. Ich habe noch keine Ahnung wie man damit umgehen kann, auf das "Wohlwollen der Mitspieler" zu vertrauen ist wohl eher unrealistisch.

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Zitat

    Original von stmountain
    Ich habe Chicago Express nun 3 mal gespielt, und muss nur vor dem "überteuerten" Kauf der roten Aktie warnen. In den letzten beiden Spielen wurden auch die restlichen 2 Aktien der roten Gesellschaft schon in der ersten Runde verteigert, was den Besitzer der ersten roten Aktie quasi für mehrere Runden aus dem Spiel geworfen hat, weil dieser so kaum an neues Kapital kommt und andere Aktien zu kaufen. Außerdem ist das Geld der Gesellschaft durch eine solche Aktion auch recht knapp. Ich habe noch keine Ahnung wie man damit umgehen kann, auf das "Wohlwollen der Mitspieler" zu vertrauen ist wohl eher unrealistisch.


    Bei uns war die rote auch die schlechteste Gesellschaft am Ende. Gottseidank hatte ich davon keine Aktie ;).