Roter November-Frust im Dezember

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  • Hallo Verbraucher,


    heute hat mir der freundliche Postbote u.a. das Spiel Roter November gebracht. Ich wollte einmal ein kooperatives Spiel ausprobieren, und weil Vorbehalte gegen dieses Spielprinzip bestehen, habe ich das billigste gekauft.


    Das „billigste“ schießt einem dann gleich durch den Kopf, wenn man das Spielmaterial auspackt. Der Spielplan liegt so unplan auf, dass er praktisch unbrauchbar ist. Fünf der acht Plastikgnome sind vollkommen windschief. Sie scheinen bereits vor oder in der Verpackung zuviel Wodka getrunken zu haben. Bei Zweien ist bereits abzusehen, dass sie nicht auf, sondern vom Sockel brechen werden. Ein Luke blockiert-Marker fehlt, hat vielleicht ein Gnome verschluckt.


    Insgesamt vermittelt die gesamte Packung den Eindruck eines Mitbringspiels, wo der Kunde kleinere Unbilligkeiten in Kauf nimmt. Wahrscheinlich lachen sich die Gnome gerade in geselliger Runde über meine vollkommen überzogene Vorstellung kaputt, bei einen 15,00 Euro teuerem Spiel zufrieden stellendes Spielmaterial zu fordern.


    Natürlich könnte ich jetzt das Spiel zum Händler zurück schicken oder den Heidelberger Spielverlag kontaktieren, will ich aber nicht, weil ich sauer bin. Da auch von der Gestaltung des Spielmaterials überhaupt keine Aufforderung zum Spielen ausgeht, habe ich es mir einfach gemacht und das Spiel in die Tonne geschmissen.


    Danach wurde voller Zuversicht der Deckel von Chicago-Express gelüftet. Nach Herausnahme des Spielplans schlägt einem dann jede Menge lauwarme Luft entgegen und man muss verdammt tief herunterschauen, um das weitere Spielmaterial zu entdecken.


    Die viel zu hohe Schachtel habe ich schnell wieder verschlossen, mein Spieltrieb ist für heute befriedigt. Eigentlich wollte ich noch ein paar Spiele kaufen, wie One more Barrel, Sutter`s Mill, Wasabi! oder Saigo no Kane, aber bei solchen Vorkommnissen reagiere ich sehr lange Zeit mit Konsumverzicht. Heidelberger wird mir wahrscheinlich nie mehr ein Spiel verkaufen können.


    Aber jetzt ist genug gejammert, eigentlich habe ich ja nur geschrieben, um zu sehen, ob auch hier bei geäußerter Kritik die Mafia der Verlagsangehörigen zuschlägt. Abgesehen von Einkaufstipps und der Beantwortung von Regelfragen ist das Spielboxforum doch für Verbraucher unbrauchbar.

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  • Hallo,


    ich musste erstmal überlegen, was du mit "das billigste" meinst. Das billigste Roter November, das angeboten wurde? Ach so, das billigste kooperative Spiel.


    Wenn jetzt jede Ausgabe dieses Spiels so aussehen würde (was ich nicht weiß), dann könnte ich dich verstehen und hätte es auch in die Tonne gekloppt (oder zumindest hier verschenkt). Aber ich nehme mal an, dass du einfach Ausschuss bekommen hast. Darf nicht sein, klar. Ich fand die Heidelberger immer ganz gut, was Spielqualität und auch Kontaktaufnahme anging. Hatte einen Spielplan von Marvel Heroes, der auch nicht plan auflag - Heidelberg kontaktiert und ohne Fragen Ersatz geschickt bekommen (Sankt Peter, das hab ich dir übrigens noch gar nicht erzählt - hat jedenfalls wunderbar geklappt. Erinnerst du dich?).


    Das mit Chicago Express - ich besitze das Spiel nicht, aber naja, nur weil die Schachtel zu hoch und breit ist, würde ich nicht gleich das Spiel verdammen. Das kannst du nach dem Spielen doch immer noch :). Kann sein, dass das nicht gerade dein Glückstag war, aber immerhin hast du ja das Zeug bezahlt; also würde ich es nicht gleich vorschnell in die Tonne treten. Pech kannst du bei jedem Verlag haben. An sich ist es aber ganz gut, andere auf "Misstände" aufmerksam zu machen. Falls es sich herausstellen sollte, dass "Roter November" eher schlecht produziert wurde, dann werden die wohl nicht so viel verkaufen und hoffentlich draus lernen.


    Gruß


    Mat

  • Auch bei mir (und bei anderen, siehe BGG-thread, oder war`s eine review ...) waren die Gnome zum Teil ausgesprochen windschief. Folgendes hilft:


    Zange nehmen, Gnom an der Fußbodenplatte packen und vor einen Fön halten - schön dicht. Dann vorsichtig aufrichten. Mehrmals machen, bis er wieder nüchtern ist. Nach 10 Minuten hatten meine 5 torkelnden Gnome wieder eine realere Aussicht auf ein Überleben ...

    Es gibt keine guten oder schlechten Spiele. Nur Spiele, die mir liegen und welche, die nicht meine Tasse Tee sind.

  • Kannste sicherlich auch so beheben wie das BattleLore Problem. Heißes Wasser, kurz reinlegen, gerade biegen und in kaltes.


    Roter November fand ich von der Thematik witzig. Haben es letzten einmal gespielt. Fand es echt ganz gut, allerdings zwei Negativpunkte:
    1. Das Material ist echt ein wenig zu klein, der Plan hätte einfach ein wenig größer sein können und somit auch die Schachtel
    2. Das Spiel kam mir etwas zu lang vor, gerade weil es möglich ist, das Teammitglieder sterben und dann da ne halbe Stunde oder noch länger dum rumsitzen und waren, finde ich nicht so prickelnd...
    Das aber nur nach einer Runde, mal sehen wann ich das nächste mal dazu komme, dann kann ich auch mehr darüber berichten (nach einmal spielen ist es noch nicht so ganz mit der Objektivität!)


    Zu Chicago Express, das ist das übliche Queen Games Schachtelformat, daran sollte man inzwischen gewöhnt sein :-). Das Spiel ist aber echt sehr gut gemacht und lohnt sich!

  • Hiho,


    Also ich finde Roter November von der Verpackung her super! - Das ist doch mal eine effektive Verpackung! Queen hätte da sicherlich eine Packung a'la Chicago Express/Dschunke/etc draus gemacht ! - Queen ist echt mit das beschissenste Schachtelformat was ich kenne - und zwar in allen grössen! - Die kleinen wie, die mittleren, grossen oder ganz grossen ... 70% Luft - Minimum! - Könnte ich mich tagelang drüber aufregen! :-)


    Von daher stimme ich Smuker bei: Das ist ist man von Queen her doch gewöhnt. Und zwar im negativen Sinne.


    Zurück zu Roter November: Also das Spiel ist sicher nicht zu gross, aber ich finde man kann damit gut spielen, von daher hätter der Plan sicher was grösser sein können, aber stören tut es nicht wirklich. Da stört mich so ein Schachtelformat wie Chicago Express viel mehr - den Störfaktor "Platz weg" bemerke ich halt jeden Tag - das ein Spiel vom Handling her filigran ist bemerke ich nur wenn ich es Spiele!


    Atti

  • Also ein Freund von mir hat auf der Messe Roter November gespielt und fand es richtig schlecht - keine Ahnung was der Grund war - schien aber ziemlich beliebig zu sein. Eigentlich spielt er Pandemie und Ghost Stories ganz gerne - also kann es am kooperativen Element nicht gelegen haben.


    Chicago Express habe ich mir geholt, weil ich Wabash Cannonball hatte und richtig gut fand. Das Material von WC war nun wirklich schlecht - Papierplan, ...


    Mit den Schachtelgrößen verstehe ich auch nicht, wobei eine volle Schachtel auch nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist (siehe Agricola). Oder erinnert sich noch jemand an Gloria Mundi ;)


    Also: Chicago Express unbedingt ausprobieren vor dem Wegschmeißen - kann sich für Dich lohnen, wenn Du Eisenbahnspiele mit Wirtschaftscharakter magst.


    Roter November hätte ich reklamiert... wobei ich wahrscheinlich kein Ersatzexemplar nehmen würde sondern Geld-zurück oder anderes Spiel...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Die Methode mit dem heißen und dann kalten Wasser hat bei mir innerhalb von Sekunden die Gnome aufgerichtet.
    Nur kurz am Schädel packen und in kochendes Wasser halten, der Sockel bringt sich durch sein Eigengewicht in die richtige Position und dann in kaltes Wasser tauchen......fertig !


    Mein Spielplan lag zwar Plan auf, ist aber meiner Meinung nach wirklich zu klein, wenigstens die doppelte Größe hätte es sein dürfen.
    Dann hätte zwar auch die Schachtel etwas größer und der Preis etwas höher sein müssen, aber die Gnome hätten dann wahrscheinich auch keine Quetschungen erlitten.
    Es gab schon Spiele mit höherem Preis und weniger Material, alles in allem ist es schon erstaunlich was so alles in der kleinen Schachtel drin ist.
    Was das Problem der frühzeitig sterbenden ( und dann untätig herumsitzenden ) Mannschaftsmitglieder angeht, so kann ich nur sagen das bei unseren Spielen meist dann erst die ersten nicht mehr von ihren Kameraden gerettet werden konnten, wenn es auch für den Rest der Besatzung schon rapide in Richtung Meeresgrund ging. spätestens 1 - 2 Runden später war dann auch der letzte tot :sos:
    Wir hatten bis jetzt etwa ebensoviele Partien mit gutem, wie mit schlechtem Ausgang, aber Spaß hatten wir immer.
    Allerdings habe ich mir auch den Spielplan auf A3 vergrößert und einlaminiert.


    Wegschmeißen halte ich allemal für übertrieben, zur Not hätte man es auch einer sozialen Einrichtung schenken können.
    Aber das kann jeder halten wie er will :-)

  • wozu schmeisst man ein spiel weg, besonders wenns neu ist ???? ?( ?( da kann man es ja wirklich vorher jemanden schenken ,aber 15 euro einfach wegwerfen , das tut ja niemanden weh außer dir selbst weil du 15 euro wegwirfst.

  • emotional konsequent würde ich sagen... manchmal besser, als sich darüber totzuärgern oder sich mit dem Verlag darüber auseinanderzusetzen...

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  • 15,- Euro wegschmeißen - da würde ich lieber mit dem Verlag / Händler um einen Ausgleich streiten :box::box: , obwohl ich dieses Frustgefühl leider auch selber kenne! Zum Glück konnte ich es dann immer noch überwinden, anstelle z. B. das Spiel wegzuschmeißen!

    Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
    uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.

  • Ich muss mich ja in fast allen Punkten St. Peter anschliessen.


    Roter November fand ich garnicht gut, auch wenn ich die anderen Kooperativen (außer dem Hexer von Salem, den ich sogar noch schlechter finde) gerne spiele.


    Chicago Express kann ich nur empfehlen, die Schachtel hab ich mir nicht näher angeschaut - das es in einer Standard Queen Verpackung daherkam, hatte ich ja irgendwie schon erwartet...
    Wenn du gerne Luft kaufst, kann ich dir auch Planet Steam empfehlen :P



    Bei Nichtgefallen nicht zu reklamieren weil man sauer ist, nunja, damit erreichst du nichts.
    Allerdings kann ich auch verstehen, wenn man das Kapitel schnell von einem schieben möchte, wobei ich die Reaktion erstmal für übertrieben halte.

  • Also, ich hab ja schon gelernt, dass einige Schachteln einfach günstiger sind. Auch, wenn sie dann viel mehr Platz bieten, als das Spiel verlangt.


    Bei einigen Spielen verstehe ich das trotzdem nicht. Z.B. Darjeeling von Abacus. Das ist riesig, obwohl das Spielmaterial zwar schön ist, aber durchaus auch in einer kleineren Schachtel Platz gehabt hätte. Man hätte bloß den Plan knicken oder kleiner gestalten können. Und da sind wir wieder beim Thema: Ich geh einfach mal davon aus, dass "Plan knicken" teurer gewesen wäre, als "kleinere Schachtel nehmen".


    Bei HiG sind die Schachteln ja auch regelmäßig viel größer, als nötig. Seit Stone Age nicht mehr. Nicht nur, dass das Spiel nicht ganz in die Schachtel passte. Sie haben das Innenleben verändert. Jetzt gibts keine Tiefzieteile mehr, sondern einfach nett gestaltete Fächer, die durch Pappwände getrennt sind. Tolle Änderung.


    Bei Queen Games ist mir das noch gar nicht so aufgefallen. Ich weiß noch, dass das Tiefziehteil von Alhambra so doof ist, weil alles gerade so reinpasst und rausfällt, wenn man den Karton dann bewegt.

  • Warum habe ich so extrem reagiert? Nun, ich bin offensichtlich der Meinung, dass dieses Spiel generell in mangelhafter Qualität zum Verkauf angeboten wird. Da ich unterstelle, dass selbst Heidelberger sich gelegentlich anschaut, was sie produzieren, liegt hier ein Systemfehler vor, der von Verlagsseite aus zumindest billigend in Kauf genommen wird.


    Ich konnte an der gesamten Präsentation des Spieles nichts liebevolles erkennen, und verspürte deshalb keine Lust, Kontakt mit einem Verlag aufzunehmen, der entweder chaotisch geführt wird oder dem es an Respekt vor seinen Kunden mangelt. Scheinbar setzt man auch hier auf das offensichtlich nicht vorhandene Langzeitgedächtnis der Verbraucher, wie es eben so in der Politik, im Falle von Nokia usw. bestens funktioniert.


    Was die umstrittene Entsorgung des Spiels angeht, bekenne ich mich schuldig. Zur Buße überweise ich einen Geldbetrag an ein Kinderheim.

  • Naja, für die grafische Präsentation ist ja wohl eher Fantasy Flight Games zuständig. Da kannst Du gerne den Amis mal den Marsch blasen. Für die Produktionsfehler der Figuren wird wohl eher die Plastikmännchenfakrik in China zuständig sein, da Amis und Deutsche aber wohl dieselben Figuren haben, dürften die Amis auch diese Probleme kennen.


    Also solltest Du meiner Meinung nach direkt an der Quelle Dampf ablassen: Fantasy Flight Games.

  • Die Amerikaner kennen das Problem in der Tat. Auf Boardgamegeek gibt es zur Zeit sechs Reviews zu Red November, eine davon auf portugiesich, eine Sprache, die ich überhaupt nicht verstehe.


    Review 1: Figuren und Board werden bemängelt, zusatzlich zu dünne Karten. Trotzdem findet der Verfasser das Material wunderbar.
    Review 2: Karten sind so dünn, dass beim Mischen eine Karte geknickt wurde.
    Review 4: Board: Zeitmarker tendieren dazu, auf der Zeitleiste zu verrutschen.
    Review 5: Mehrere Gnome stark verbogen.


    Im übrigen finden alle das kleine Format und die bis an Rand gefüllte kleine Box sehr gut, und auch das Spiel an sich kommt sehr gut weg. Alle sehen die angesprochenen Mängel recht locker. Warum mir das nicht auch gelingen wollte, weiß der Teufel. Wahrscheinlich war ich noch so verärgert darüber, dass Heidelberger sich dagegen gesträubt hat, echte Geldscheine ins Planet Steam zu legen, so dass sich jetzt ein armer Künstler in seiner Villa die Havanna-Zigarren mit EUREM Geld anzünden muss, und wenn er um diese Jahreszeit nicht erfrieren will, auch noch den offenen Kamin.


    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, reklamiere ich die bei C & A gekaufte mich zwickende Unterhose in Indien, weil sich dort das Bauwollfeld befindet? Ich habe mir die Anleitung zu roter November nochmal auf mein Desktop geholt und daraus geht nichts anderes hervor, als das für die Deutsche Ausgabe der Heidelberger Spieleverlag zuständig ist, egal woher die Männlein kommen.

  • Da muß ich dotcom Recht geben, Eric. Für den Käufer tritt der Heidelberger Verlag als Hersteller auf. Wo der produzieren läßt, ist in erster Linie sein Problem.


    Ich glaube, die Amis sind schäbiges Spielmaterial historisch gewöhnt.

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  • Sorry, so wie die Produktion der deutschen FFG Spiele läuft, ist FFG der einzig richtige Ansprechpartner für die Kritik, weil die als einziges etwas daran ändern können.

    Einmal editiert, zuletzt von Eric ()

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  • Hallo erik,

    Du scheinst die ja besser auszukennen über die Aufgabenverteilung zwischen Heidelberger und Fantasy flies. In welchem Verhältnis stehst Du zu Heidelberger oder Fantasy bzw. woher hast Du die Informationen? Unter der Rubrik "Über uns" auf der Heidelberger Spieleverlagsinternetseite steht leider nur, dass am Inhalt noch gearbeitet wird.


    Darf ich Dich dahingehend interpretieren, dass der Heidelberger Spieleverlag ein unmündiger Erfüllungsgehilfe von Fantasy Flies ist, der in Deutschland die Spiele an die Händler verteilt, denen die Kritik von Kunden am A... vorbeigeht und folglich auch nicht an Fantasy Flies herangtragen wird.


    Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel, wenn ich versuche es so auf den Punkt zu bringen. Leider werde ich mit zunehmendem Alter nicht komischer sondern komisch. Sorry!

  • Zitat

    Original von dotcom
    Hallo erik,

    Du scheinst die ja besser auszukennen über die Aufgabenverteilung zwischen Heidelberger und Fantasy flies. In welchem Verhältnis stehst Du zu Heidelberger oder Fantasy bzw. woher hast Du die Informationen? Unter der Rubrik "Über uns" auf der Heidelberger Spieleverlagsinternetseite steht leider nur, dass am Inhalt noch gearbeitet wird.


    Darf ich Dich dahingehend interpretieren, dass der Heidelberger Spieleverlag ein unmündiger Erfüllungsgehilfe von Fantasy Flies ist, der in Deutschland die Spiele an die Händler verteilt, denen die Kritik von Kunden am A... vorbeigeht und folglich auch nicht an Fantasy Flies herangtragen wird.


    Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel, wenn ich versuche es so auf den Punkt zu bringen. Leider werde ich mit zunehmendem Alter nicht komischer sondern komisch. Sorry!


    Ich weiß nicht, wann der Heidelberger Verlag das letzte mal selbst als Hersteller aufgetreten ist. Die letzten Spiele, die ich von Ihnen gekauft hatte waren alle fremdproduziert. Die Heidelberger sind vor allem Vertriebspartner und haben wenn überhaupt etwas mit der Lokalisierung zu tun, aber vor allem sind sie für das Marketting und den Verkauf der Spiele im deutschsprachigem Raum zuständig. Wenn nun Roter November Materialschwächen aufweist, liegt es sicherlich an FFG, und FFG ist für schwankende Qualität bekannt. Mein Exemplar von Condottiere 3.Ed. (selbe Schachtelgröße, auch FFG, deutsch, Vertrieb Heidelberger) ist auf jedem Fall einwandfrei.


    Edit- Ich weiß nicht warum hier überhaupt so ein Aufriss gemacht wird. Amerikanische Spiele sind nicht gerade für gute Materialqualität bekannt, und die von dir genannten Aspekte sind schon seit dem Release vor einigen Wochen bekannt.

    2 Mal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Es geht doch gar nicht darum, an wem es liegt, sondern, an wen man (dotcom) sich mit einer Reklamation wendet.


    Konsequenterweise habe ich mich für eine Reklamation bezügliche meiner FFG (US) Ausgabe von StarCraft als in Deutschland lebender an die Heidelberger gewandt, die mir auch anstandslos Ersatz geschickt haben.

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  • Internetseite Heidelberger Spieleverlag:


    Ansprechpartner für die Produkte von Fantasy Flight Games ist Heiko Eller.


    Roter November ist als Spieleprojekt von FFG/Heidelberger Spieleverlag gelistet. Projekt heist Entwurf, Plan, Vorhaben, also muss man es als gemeinsames Projekt sehen. Die Aufgabenverteilung in diesem Projekt wird nicht deutlich.


    Als Ravensburger Hans im Glück Käufer muss ich die Qualität von dem amerikanischen Verlag Fantasy Flight Games nicht kennen. Ist auf dieser Seite die Materialqualität von Roter November bereits diskutiert worden und ich habe es verpasst?


    In der Bedienungsanleitung zu roter November kann ich auf die schnelle keine Altersempfehlung entdecken, der Verkauf erfolgt also auch an Minderjährige. Dann muss ich also davon ausgehen, dass achtjährige Kinder wie hier geschildert kleine Gnome in kochend heißes Wasser halten, um das Spiel spielbar zu machen.

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Es geht doch gar nicht darum, an wem es liegt, sondern, an wen man (dotcom) sich mit einer Reklamation wendet.


    Doch, genau darum geht es.


    Die Reklamation hat zum Ziel brauchbares Austauschmaterial zu bekommen. Da ist der Händler oder Heidelberger die richtige Adresse.


    Die Beschwerde hat zum Ziel, dass es in Zukunft besser gemacht wird, und da ist wichtig zu wissen an wem es liegt. Und das ist in dem Fall Fantasy Flight Games.


    Das kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein?

  • Hm, da muss mein Roter Oktober an einem Glückstag gepackt worden sein. Der Plan liegt zwar auch nicht absolut plan, was mein 3kg Stahllocher aber über die Zeit regeln wird, aber die Gnome stehen alle grade.


    Chicago Express finde ich übrigens noch recht gut "verpackt".


    Aber ich habe mit "Engel und Bengel" und "El Caballero" zwei der größten Luft-Schachteln überhaupt, da wundert einen kaum noch etwas an überdimensionaler Verpackung...


    ...vielleicht von Galaxion abgesehen, obwohl da kaum Luft in der Schachtel ist. *g*

  • Eric,
    wir haben da grundsätzlich verschiedene Ansichten, die ausführlich zu diskutieren uns a) wahrscheinlich auch nicht zu einer Einigung brächten und b) hier nicht der richtige Rahmen ist.
    Trotzdem.
    Aus meiner Sicht hat ein die "Verantwortung" für ein Produkt. Ich glaube sogar, die Heidelberger sehen das ähnlich. Schließlich wollen die Heidelberger ja, daß ich das Spiel bei ihnen kaufe und nicht von vorneherein in den USA.
    Auch sonst halte ich die Wirkung bei FFG für größer, wenn sich die Heidelberger mit einem "Hey Kumpelz, hier häufen sich die Beschwerden" an sie wenden, als wenn irgendjemand aus Ol' Germany an eine Info@ffg Adresse ein Mail schickt. Aber ich weiß das natürlich nicht.
    Ich weiß nur, daß ich mich immer (zuerst) an den Händler wende. Soll der sich doch mit dem Hersteller herumschlagen...

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Ich weiß nur, daß ich mich immer (zuerst) an den Händler wende. Soll der sich doch mit dem Hersteller herumschlagen...


    Sehe ich auch genauso. Christoph vom CosimShop wird das kennen und oft genug deswegen ins Essen kotzen, wenn er mal wieder für etwas gequält wird, das er gar nicht verantworten kann. Aber so ist die Welt nun einmal. An die wirklich Verantwortlichen kommt man nur mit genügend Druck über die letzten in der Kette ran... Kundenbindungsmanagement findet meist nur auf der letzten Ebene statt (die Ebene, die den direkten Kontakt zum Endkunden hat). Dabei ist es Angelegenheit der gesamten Wertschöpfungskette und insbesondere inklusive der kompletten Supply Chain (China läßt grüßen...)!!!


    Aber am Ende sind wir Kunden wahrscheinlich viel zu faul den zugegebenermaßen notwendigen hohen Druck aufzubauen. Leichter ist es dann das Spiel einfach weiterzuverkaufen (um dann selber vom Käufer angeranzt zu werden) oder wegzuschmeißen und konsequent den Verlag zu boykottieren. Allerdings hat man dann dem Verlag auch keine Chance zur Besserung eingeräumt...

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  • Ich bin der Meinung, dass man sich jetzt wieder anderen Themen widmen sollte. Natürlich war es meine Absicht dieses Thema über mehrere Tage präsent zu halten, damit es von möglichst Vielen gelesen wird. Grundsätzlich ist es aber destruktiv jeden kleinen Fehler öffentlich zu machen und auf den Verlag rumzuhacken.


    Zwei Dinge wollte ich erreichen:


    1. Der Heidelberger Spieleverlag soll sich um besseres Material, eine andere Art der Verpackung usw., also alles was Fehlerquelle sein könnte, kümmern. Ich bin sicher, dass Sie das tun werden. Kein Unternehmen dieser Welt wird tatenlos zusehen, wie der eigene Ruf beschädigt wird, weil man ein Produkt verkauft, dass man vielleicht fertig eingeschweißt zum Weiterverkauf erhält, auf dem aber groß und deutlich der eigene Firmennamen prangert.


    2. Betroffene Kunden sollen nicht mit kochend heißem Wasser rumspielen und den Notarzt wegen Verbrühungen aufsuchen, sie sollen das Spiel auch nicht in Tonne schmeißen, sondern rigoros das Spiel zurück geben. Wenn der Händler sich querstellen möchte wegen aufgerissener Verpackung usw., kann vielleicht ein Hinweis auf bereits veröffentlichte Materialdiskussionen wie hier weiterhelfen.


    Folglich wollte ich mich auch nicht soll schnell geschlagen geben und bin mit Sicherheit stellenweise etwas ekelhaft geworden, wofür ich mich entschuldige. Dieses Aussagen nicht einfach ungeprüft hinnehmen, hat natülich auch etwas mit einer über lange Jahre ausgeübten beruflichen Tätigkeit zu tun. Mir geht es grundsätzlich nicht besser, weil es anderen Menschen schlecht geht, und es bereitet mir auch kein gesteigertes Vergnügen, wenn man sich über mich ärgert.


    Vielleicht trifft man sich einmal, dann gebe ich ein paar Bierchen aus und Ihr dürft prost A...loch zu mir sagen oder Ihr haut mit mir ein Paar auf's Maul.