Ghost Stories vs. Arkham Horror

  • Beide Spiele interessieren mich: Ghost Stories und Arkham Horror was so viel heißen will das ich sie noch nicht habe.


    Nun stellt sich mir jedoch die Frage ob Arkham Horror nicht einfach ein etwas komplexeres Ghost Stories ist bei dem besonders der Rollenspielcharakter im Vordergrund steht. Ergo frage ich mich ob beide Spiele auf den Tisch kommen würden oder man sich auf eines von beiden einschießt. Klar...Ghost Stories mag vielleicht etwas kurzweiliger sein und man würde sicher an einem Spieleabend auch noch ein anderes Spiel auf den Tisch bringen können, AH dagegen dauert schon etwas länger.


    Beide Spiele habe ich noch nicht gespielt, kenne bislang nur Rezensionen. Was sind eure Erfahrungen und Meinungen zu beiden Spielen?


    LG
    velvre

    Mb_adastra.JPG Mb_rftg.jpg


    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

  • ANZEIGE
  • Kann beide sehr empfehlen.
    Spieldauer ist bei Ghost Stories deutlich kürzer.


    Arkham ist eines der besten Kooperativen Spiele auf dem Markt (wenn nicht sogar das BESTE), allerdings braucht man hier viel viel Zeit (3-6 Stunden). Ghost Stories ist da deutlich knapper bemessen (ca. 1 Stunde). Sterben kann man bei beiden schon nach 10-20 Minuten :-).


    Regelerklären Arkham (30-60 Minuten für Newies)
    Regelerklären Ghost Stories (10-15 Minuten)


    Von der Stimmung kommt bei Arkham etwas mehr Rüber, da die Texte auf den Karten sehr ausführlich sind und für die passende Atmosphäre sorgen.


    Bei beiden hat man weniger Chancen, wenn wenig Spieler mitspielen. Beiden machen sehr viel Spaß. Ich würde es zum einen davon abhängig machen was eher dein Thema ist (Chinesisch oder Horror). Zum zweiten von deinen Mitspielern (eher lang oder eher kurz) und zum dritten von der Dauer.


    Falls dich nichts schreckt, kann ich beide wärmstens empfehlen, werden beide auf Dauer nicht langweilig und sind Grundlegend sehr sehr verschieden.


    Gruß
    Smuker

  • Hallo,


    meiner Meinung nach kann man die beide Spiele nur schlecht mit einander vergleichen. Du kannst also mit ruhigem Gewissen beide Spiele kaufen ohne zwei mal die gleiche Suppe in einer anderen Dose zu bekommen.


    Bei Ghost Stories steht im Vergleich zu Arkham Horror mehr der Spielmechanismus im Vordergrund. Bei dem Spiel ist man eher damit beschäftigt den optimalen Zug zu machen. Wozu man wegen des relativ hohen Schwierigkeitsgrad auch gezwungen ist, falls man das Spiel gewinnen will. In meinen Augen ist es eher ein kooperatives Knobelspiel, bei dem die Geister und Mönche ein nettes Beiwerk, aber nicht unbedingt notwendig sind.


    Arkham Horror lebt im Gegensatz dazu von seiner Atmosphäre. Wenn sich die Spieler auf die Geschichte, welche das Spiel erzählt nicht einlassen, dann ist das Gebotene viel zu wenig für die Spielzeit von mehreren Stunden. Falls ja bekommt man ein Spiel das einem in eine andere Welt entführt, was so nur sehr wenige Spiele schaffen. Durch die vielen Erweiterungen die es bereits gibt kann man sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Unabhängig von der empfohlenen Spieleranzahl würde ich Arkham Horror auch nicht mit mehr als vier Spieler spielen.


    Mir persönlich gefällt Arkham Horror etwas besser allerdings muss man mehr Zeit beim erlernen der Regeln aufwenden und braucht mehr Zeit für das Spiel und die geeigneten Mitspieler.


    Gruß


    Marcus

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus ()

  • Hi,


    ich kenne Ghost Stories leider nicht, bin aber absoluter Arkham-Fan. Allein die Zeit (Amerika der 20-er Jahre) spricht mich sehr an, aber auch das ganze Drumherum stimmt einfach. Man braucht etwas Einarbeitung, um das Spiel zu erlernen, wenn man aber einmal geschnackelt hat, wie der Spielmechanismus funktioniert, spielt sich das Spiel wunderbar flüssig. Nachteil: Dauert recht lange und könnte manchen Spieleneuling doch überfordern. Dafür wird man mit einer wunderbaren Geschichte belohnt ( zumindest, wenn man mit Lovecrafts Universum einigermaßen was anfangen kann; man muss ihn aber nicht gelesen haben, Herr der Ringe reicht auch :-) ).


    Und man kann es auch wunderbar allein oder zu zweit spielen, dann übernimmt jeder einfach so viele Charaktere, dass ingesamt 3 oder 4 auf dem Spielplan sind.


    Gruß


    Mat

  • Ad AH - da trifft es Marcus recht genau:
    Arkham Horror lebt im Gegensatz dazu von seiner Atmosphäre. Wenn sich die Spieler auf die Geschichte, welche das Spiel erzählt nicht einlassen, dann ist das Gebotene viel zu wenig für die Spielzeit von mehreren Stunden.
    wie es von uns nach der Partie der FFG Version empfanden. Entweder hatten wir zu hohe Erwartungen und/oder einen schlechten Tag... ganz generell hab ich derweilen festgestellt, dass Spiele, die davon leben, dass die Spieler mitleben, funktionieren bei uns nie.


    Nicht dass wir grundfade sind. Mag schräg klingen, aber bei Spielen wie meinetwegen Caylus haben wir schon mehr Hetz gehabt und rollenspielartig agiert, als eben bei Spielen, wo 'Mitspielen' fast zwangsläufiges Beiwerk zum Spielegenuss sind.

  • Dazu muss man sagen, Arkham geht schon stark in die Richtung Rollenspiel (Ändern von Fähigkeiten; Gegenstände sammeln usw.). Und jedes Rollenspiel lebt halt davon, dass die Spieler es mitleben. Kann also gut sein, dass ihr vielleicht keine Rollenspiele mögt.


    Die Achillesferse bei Arkham ist und bleibt die Spielzeit. Wer nach den 4-6 Stunden froh ist, das dieses "Würfeln und Rumlaufen" (darauf könnte man es nämlich reduzieren, wenn man sich nicht drauf einlässt) zu Ende ist, wird das Spiel sicher nicht wieder anrühren. Der Rest holt es halt immer wieder vor, wenn es die Zeit zulässt.



    Gruß


    Mat

  • ANZEIGE