Hessen Landtagswahl

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  • CDU bleibt konstant, Ypsilanti tritt zurück und die Linke bangt um den Einzug in den Landtag...


    Was für ein Wahlabend.


    Da passt wohl der Satz: Der Wähler vergisst nicht so schnell; btw weiß jemand wie hoch die Wahlbeteiligung war?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Nicht in Zahlen, sie soll aber enttäuschend gewesen sein.
    Dazu passt dass die CDU absolut ja sogar Stimmen verloren hat! Und sie hatte 2008 ja schon ein sehr schlechtes Ergebnis.


    Mich ärgert, dass eine Partei ohne Programm wie die FDP der wahre Gewinner ist. Nur weil die Wähler frustriert von der SPD weggelaufen sind. Aber immer noch besser, als zu den Rechten zu laufen.


    Übrigens denke ich, dass der Wähler sehr schnell vergisst, sonst wäre so mancher Politiker schon lange nicht mehr im Amt.


    Mandras

  • Zitat

    Original von Mandras



    Übrigens denke ich, dass der Wähler sehr schnell vergisst, sonst wäre so mancher Politiker schon lange nicht mehr im Amt.


    Das sehe ich auch so - wäre es anders, dann wäre der verlogene radikalst mögliche Aufklärer schon lange nicht mehr in irgendwelcen Ämtern....


    Für mich ist Koch der übelste Politiker, den wir haben. Bei ihm bekomme ich richtige Aversionen wenn ich ihn nur sehe - würg

  • Ich wa eigentlich bei der Arbeit, konnte aber ein paar Fetzen eines Interviews mit Roland "Pinocchio" Koch (Zitat Volker Pispers) erhaschen. Da fragte der Frager zu meiner Überraschung und zu Kochs Belustigung, ob dieser sich vorstellen könnte, tatsächlich zurückzutreten, weil er ja ein noch schlechteres Ergebnis erreicht hätte, als beim letzten Mal. Und er hätte ja kürzlich öffentlich über so etwas nachgedacht.


    Das muss man sich mal vorstellen: Da spricht der Mann mit dem Wahlgewinner, der mit Sicherheit der neue Ministerpräsident sein wird (und man kann wohl in diesem Falle von Wählerauftrag sprechen, denke ich). Dieser kostet mit süffisantem Lächeln den Wahlsieg aus und dieser minderbemittelte Journalist fragt ihn tatsächlich, ob er nicht doch lieber zurücktreten möchte, statt einer dritten Amtspersiode entgegenzuschreiten... Der Koch konnte sich kaum halten vor Lachen. Hat seine Fratze noch mehr verzogen... Widerlich dieser Anblick... Nicht im ästhetischen Sinne. Ist mir völlig egal, ob jemandc den für häßlich hält. Bin sicher selber keine Schönheit... Aber, wenn ich den sehe, denke ich immer: "Der lügt doch schon wieder!"


    Es scheint, dem Volk ist es völlig egal, wer es regiert. Wie kann man so einen rückgradlosen Ausländerfeind zum dritten Mal zum Ministerpräsidenten machen? Na, wenigstens bleibt er uns auf Bundesebene erspart...

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Zitat

    Original von ode
    Das muss man sich mal vorstellen: Da spricht der Mann mit dem Wahlgewinner, der mit Sicherheit der neue Ministerpräsident sein wird (und man kann wohl in diesem Falle von Wählerauftrag sprechen, denke ich). Dieser kostet mit süffisantem Lächeln den Wahlsieg aus und dieser minderbemittelte Journalist fragt ihn tatsächlich, ob er nicht doch lieber zurücktreten möchte, statt einer dritten Amtspersiode entgegenzuschreiten...


    Ich fand den keineswegs minderbemittelt sondern sehr erfrischend. Seine Fragen und Vergleiche ("Koch ist doch eher Bremsklotz als Zugpferd") haben mir diesen bitteren Abend etwas versüsst.
    In der Tat hat Koch ja absolut gesehen sogar Stimmen verloren und das auf einer bereits desaströsen Basis!
    Da ist doch tatsächlich die Frage, ob die Wähler Koch wollen oder nur die SPD bzw. Rot/Rot verhindern wollten.
    Sein Sieg ist m.E. nur das Resultat aus der Niederlage der SPD.


    Mandras
    der Volker Pispers im Dezember live gesehen hat :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Mandras ()

  • Pispers hätte ich auch gerne live gesehen - war aber ausverkauft...


    Ich denke man sollte ein Spiel zur Hessenwahl machen. Es gibt 1960 The Making of the President und jetzt soll noch ein Spiel zur Obama Wahl rauskommen. Da könnte man auch wirklich eines zur Hessen Wahl machen ;)

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  • Was ist mit DIE MACHER?
    Immer noch eines der besten Spiele meiner Sammlung, und in der rückgratlosen Art und Weise, wie man sein Wahlprogramm ständig den wechselnden Bedürfnissen der Wähler anpaßt, entlarvend. Leider gibt es nie jemand, der es mit mir spielen will...


    Hessen: Ode, ich sehe es auch nicht wie Du. Koch ist keinesfalls der Gewinner und ich sehe auch nicht so den Wählerauftrag; vielmehr scheint er für den Wähler das in Kauf zu nehmende geringere Übel. Wie schon angemerkt, er hat ja faktisch Wähler verloren (und wie viele Nicht-Wähler sind nur deswegen nicht zur Wahl gegangen, weil "es sowieso der Koch wird"?). Ein Rücktritt Kochs ist natürlich (zu) viel verlangt, aber eine Provokation, die sich Koch angesichts des Ergebnisses durchaus ertragen muß. Seine Ausländerfeindlichkeit hat ihm meiner Meinung nach übrigens Stimmen gebracht, das ist in weiten Teilen der Bevölkerung zumindest kein Grund, jemanden nicht zu wählen. Die Bürgerlichen, die sich daran gestört haben, sind ja dann wohl zur FDP.


    Die SPD hat sich leider selbst geschadet und wird es noch weiterhin tun. Ich halte schwarz-gelb für die wahrscheinlichste nächste Regierung auf Bundesebene...

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Pispers hätte ich auch gerne live gesehen - war aber ausverkauft...


    Ich denke man sollte ein Spiel zur Hessenwahl machen.


    1.
    Für Pispers muss man die Karten 6 Monate vorher kaufen, der ist immer gnadenlos ausverkauft.
    Diesmal gab es fast einen Eklat, weil er sich mit einem Zuschauer angelegt hat. Ging um Beschimpfungen der Linken, ist in Berlin nicht bnur populär :-) Ich hatte aber diesmal meine Schwierigkeiten mit ihm, er schien mir fast schon zu hetzerisch zu sein. Seine Ausführungen waren zwar treffend, aber oftmals eher beleidigend als intelligent.


    2.
    Spiel zur Hessenwahl? Gibt es schon! Erschien als Zeitungsbeilage in einer hessischen Zeitung. Grafik ist von Christoph Tisch.


    Mandras

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Hessen: Ode, ich sehe es auch nicht wie Du. Koch ist keinesfalls der Gewinner und ich sehe auch nicht so den Wählerauftrag; vielmehr scheint er für den Wähler das in Kauf zu nehmende geringere Übel. Wie schon angemerkt, er hat ja faktisch Wähler verloren (und wie viele Nicht-Wähler sind nur deswegen nicht zur Wahl gegangen, weil "es sowieso der Koch wird"?).


    Hm? Nur weil er Stimmen verloren hat, heißt es nicht, dass die Wähler ihn nicht mehr wollen. Wer statt SPD die FDP wählt wünscht sich eine CDU-geführte Regierungskoalition mit der FDP. In der die FDP dann zwar nur Koalitionspartner ist, mit 16% aber schonrecht stark ist. Das ist für mich ein glasklarer Wählerauftrag für eine CDU/FDP-Koalition mit Koch als Ministerpräsidenten.


    Zu dem Interviewer nochmal: Im Grunde war der Typ nicht schlecht. Die wenigsten trauen sich mal solche Fragen zu stellen. Im Grunde zielten sie darauf ab, dass Koch ja nicht unbedingt der beliebteste ist und das Wahlergebnis nunmal noch schlechter als zuvor. Man muss die Fragen aber in den Kontext setzen. Und sie in der Situation zu stellen, war Spott und Hohn...

  • Also wenn A aktuell eine "schwache" Partei ist und es vor der Wahl so aussieht, dass A nur in Verbindung mit B überhaupt regieren kann, dann ist die Wahl von A eine klare Wahl für eine B/A Regierung?


    Na, das wird B aber sicherlich freuen, wenn nach der Wahl A eine alleinige Mehrheit hat und dennoch verpflichtet ist sich mit B abzugeben, die bei der Wahl wohl eine vernichtende Niederlage erhalten hat.



    Ich jedenfalls wähle eine Partei, weil mir deren Parteiprogramm gefällt (besser formuliert: weniger Unbehagen auslöst als andere) und nicht weil ich deren Koalitionspartner eigentlich wählen wollte. Denn dann, das traue ich mir zu, wähle ich den Koalitionspartner direkt...

  • Zitat

    Original von ode
    [quote] Im Grunde zielten sie darauf ab, dass Koch ja nicht unbedingt der beliebteste ist und das Wahlergebnis nunmal noch schlechter als zuvor. Man muss die Fragen aber in den Kontext setzen. Und sie in der Situation zu stellen, war Spott und Hohn...


    ???


    Also das Ergebnis 2008 war 36,8% (42 Sitze) und 2009 37,2% (46 Sitze).
    Was ist daran nun schlechter geworden???


    Atti

  • Ja, ich finde die Sache mit dem Wählerauftrag auch immer gut. Insbesondere wenn es heißt: Der Wähler hat einen klaren Wählerauftrag für die Koalition XY ausgesprochen.


    Welches einzelne Individuum wählt bitte zielgerichtet eine Koalition. Und wie soll das gehen.


    Neben dem angeblichen Wählerauftrag sind auch die Analysen der Politiker immer wieder spannend. Jeder hat gewonnen. Da werden kreative Summen gebildet und Vergangheitswerte rezitiert... Einfach klasse. Glaube keiner Statikstik, die du nicht selber gefälscht hast ;)

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    Original von Sankt Peter
    Er meint die absoluten Wählerzahlen. Die Wahlbeteiligung ist rückläufig (64% -> 60%).


    Naja, das die Wahlbeteiligung schlechter ist, kann man imo kaum einer einzelnen Partei anlasten. Das Ergebnis der CDU ist besser geworden - da kann man nix dran rumdeuteln von wegen "ja aber die Absolute Anzahl der Stimmen ist ja weniger" - die haben jetzt 46 Sitze im Landtag und vorher 42 - man muss schon eine ausschweifende Phantasie haben um das ernsthaft als verschlechterung (auch sicht der CDU) hinzustellen.


    Atti

  • Weniger Wähler sind weniger Wähler!
    Die gestiegene Anzahl der Sitze resultiert alleine daraus, dass erstmals in der hessischen Geschichte Überhangmandate vergeben wurden!


    Mandras


    PS: Und bevor wir über Begriffe disktutieren/streiten: Natürlich ist Koch irgendwo der Sieger. Aber um es in der Fuballsprache zu formulieren: Es ist schon ein Unterschied, ob Du ein Spiel souverän gewinnst oder Dich erst im Wiederholungsspiel durch ein Eigentor des Gegners durchsetzt!

    Einmal editiert, zuletzt von Mandras ()

  • Meiner Meinung nach hat die CDU und FDP die Wahl gewonnen, deshalb werden sie wohl auch die nächste Regierung in Hessen stellen - dass mit der absoluten Zahl, tja als Nichtwähler bestimmt man halt nicht direkt mit und daher wird der Prozentsatz von den zur Wahl gegangenen Personen ermittelt! Somit haben die CDU, FDP, Grünen & Linken bei dieser Wahl im Vergleich zur Wahl 2008 gewonnen und die SPD und die Sonstigen haben verloren!
    Ansich wollte ich aber auf die Wahlbeteilung hinaus und anmerken, dass es in anderen Länbern dazu eine Lösung gibt, nämlich Wahlpflicht, z. B. in Griechenland! :-D (man hat natürlich auf dem Wahlschein die Möglichkeit, keine der Parteien zu wählen, aber man muss ins Wahllokal und sich über die Demokratie Gedanken machen)


    Gruß
    Leonidas

    Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
    uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.

  • Zitat

    Original von Leonidas
    ...


    Ansich wollte ich aber auf die Wahlbeteilung hinaus und anmerken, dass es in anderen Länbern dazu eine Lösung gibt, nämlich Wahlpflicht, z. B. in Griechenland! :-D (man hat natürlich auf dem Wahlschein die Möglichkeit, keine der Parteien zu wählen, aber man muss ins Wahllokal und sich über die Demokratie Gedanken machen)


    Gruß
    Leonidas


    Wahlpflicht erinnert mich irgendtwie an eine ehemalige deutsche Republik, die Wirkung einer solchen Maßnahme halte ich für fraglich. Ich frage mich was die Partei-Analysten eigentlich tun, IMO ist die sinkende Wahlbeteiligung auf die wachsende Entfremdung der Politik zu ihrer Basis und Wählerschaft rückzuführen. Dieses Problem existiert auch in Griechenland, genau deshalb kam es auch zu den Eskalationen im letzten Jahr.

  • Ich denke mal, du spielst damit auf die DDR an, jedoch gab es dort einen fundamentalen Unterschied: du konntest dort nur die SED oder deren Blockparteien wählen und dies ist weder in Griechenland noch in der BRD der Fall!

    Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
    uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.

  • Also, Wahlpflicht finde ich wirklich mies! Außerdem erreicht man dadurch doch bloß noch mehr Anhäufungen in der Mitte! Lasst die großen Parteien ruhig mal etwas von den kleinen Abhängig sein...

  • Wenn man die Diskussion um die Verwicklungen des sächsischen Ministerpräsidenten verfolgt hat, merkt man dass gerade die CDU die CDU-Blockpartei im nachhinein als eine Art Opposition darstellen will.
    Aber wie sieht es denn heute aus, es kommt einen so vor, dass egal was man wählt, eine ähnliche Politik gemacht wird. Die Drang zur "Mitte" ist bei allen etablierten Parteien auszumachen.