Le Havre - Strategie und andere Karten

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  • Tach Profis,


    ich wollte mal wissen, ob sich bei euren Le Havre-Partien irgendwelche Strategien hervorgetan haben. Ich habe bei BGG jemanden gefunden, der meint, eine Kohle-Strategie durchziehen zu können. Ich finde irgendwie, dass man in dem Spiel schon alles schön kombinieren muss. Klar: Am Anfang braucht man Holz, zum Schluß Energie und Stahl. Aber gibt es was (wie z.B.bei Caylus die Geld-Strategie), dass sich als erfolgversprechend auszeichnet?


    Anderes Thema: Die Karten, die ins Spiel kommen sind für jede Spielerzahl optimiert. Ich spiele ja meistens solo, hin und wieder mal zu zweit. Da ändert sich an den Standartkarten nicht so wahnsinnig viel. Oft genug gibt es zudem Sondergebäude, die nicht allzuviel bringen. Daher hab ich mir jetzt mal den Rest der Standartgebäude angesehen. Meint ihr, dass es da Karten gibt, die man auch alleine verwenden kann oder gerät das Spiel da zu sehr aus der Balance? Was ist mit dem Baumarkt? Oder dem Schwarzmarkt? Wenn man dafür den Marktplatz rausnimmt. Oder die Schreinerei scheint mir auch ganz gut zu sein, wenn man mal dringend Geld braucht! Warum nicht am Spielende mal die Seine-Brücke besuchen, statt einen Luxusliner zu kaufen oder die Reederei? Das kann man ja evtl. auch vorher noch machen.


    Wie seht ihr das?

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  • ich denk das es im solo spiel ganz egal ist ,nur das dir jede zusätzliche karte die sache wesentlich einfacher macht! beim zweispieler spiel würd ich glaub ich davon abraten , weil die karten doch glaub ich vernünftig auf die unterschiedlichen gegebenheiten abgestimmt sind , mehr spieler=weniger ressourcen und züge pro spieler , also würd ich mal vermuten das die höheren gebäude einen tick stärker sind oder strategien ermöglichen die sonst nicht möglich sind.
    was mir auf anhieb einfallen würde wäre das dock , wo man für jedes schiff vier punkte bekommt , bei der anzahl an schiffen die ich in einem zweispielerspiel habe ,ist das glaub ich echt eine bisschen zu starke karte.


    momentan halte ich das schulden aufnehmen und auf ernährung verzichten für ziemlich stark , weil man so ständig geld bekommt und mit den ersparten runden viel sinnvollere sachen machen kann, find ich zumindestens.
    was ich noch gemerkt habe ist das man holzkohle nicht unterschätzen sollte ganz schön nützlich manchmal.

  • Zitat

    Original von ode
    Sonst keine Strategen oder Kartenfüchse hier? :sos:


    Hallo ode,


    das schöne an Le Havre ist, dass es keine einfachen bzw. einfach erklärbaren Strategien gibt - jedenfalls habe ich noch keine gefunden.
    Ein Schlüssel zum Erfolg ist es, am Ende des Spiels möglichst wenig Rest-Resourcen zu haben - für alles, was jetzt da noch liegt, hätte man sinnvollere, siegpunktbringendere Methoden wählen können.


    Eine "Strategie" ist es jedenfalls, mehrere Schiffe zu bauen, fleißig Energie zu sammeln und gegen Ende des Spiels mindestens zwei Mal die Reederei zu nutzen. Und vorher mindestens einmal Fell in Leder gewandelt zu haben.
    Ich persönlich nehme gerne Vieh: das lässt sich bei Nahrungsengpässen gut umwandeln und bei Nichtgebrauch recht lukrativ verschiffen - ist also sehr flexibel.


    Wenn man wenig Schiffe hat oder nichts wertvolles für die Reederei, kann man auch mal die Seinebrücke in Erwägung ziehen. Dafür nimmt man sich bevorzugt Fische, die am Ende des Spiels oft stapelweise liegenbleiben, und räuchert diese kurz vor Schluss. Das kann dann deutlich mehr einbringen als die Reederei.


    Man kann auch viel Eisen sammeln, das Stahlwerk bauen und auf die Luxusliner gehen - meist erliege ich dann aber vorher der Versuchung, mir Eisenschiffe zu kaufen...


    Die "Hungerstrategie" scheint (in der "Langversion") auch recht erfolgversprechend - da ich aber meist die Kurzversion spiele, wo das Gebäude zum Abwerfen der Schuldscheine nicht enthalten ist, habe ich das bisher kaum probiert.


    Insgesamt ist Le Havre aber eher ein taktisches als ein strategisches Spiel. Es ist oft wichtiger, aus dem gerade vorhandenen Angebot das Beste auszuwählen, als krampfhaft an einer Strategie festzuhalten.


    Na - ob Dir das jetzt weitergeholfen hat ... :-)

  • Na, das ist doch schon mal etwas!


    Ich habe in den letzten Tagen öfters Mal gespielt. Dreimal solound einmal mit meiner Frau. So langsam hab ich den Dreh raus.


    Am Anfang wars etwas komplizierter, da ich eine eigentlich recht logische Schlußfolgerung nicht gefolgert habe: "Gebaute" Gebäude gehören dem, der sie gebaut hat. Guckt bitte nach, aber es steht so nicht in der Regel. Okay, man hätte es schlußfolgern können. Aber da es noch explizit den Unterschied zwischen "kaufen" und "bauen" gibt, der extra in der Regel nochmal erläutert wird (auch hier steht nix davon, dass nach beiden Varianten die Gebäude dem Spieler gehören, der sie gebaut oder gekauft hat). Das fand ich so verwirrend, dass ich annahm, dass "gebaute" Gebäude im Besitz der Stadt bleiben. So was gibts nämlich auch noch!!! Nicht nur "meins" und "deins"! Sondern auch noch "der Stadt ihrs"!


    Na, ich habs ja jetzt gerafft und so hat es auch viel mehr Sinn...


    Ich habe jetzt auch mal die Vorzüge des Marktplatzes kennengelernt. Die ersten zwei Züge sind seitdem vorgezeichnet: Holz nehmen, Bauunternehmen kaufen, Marktplatz bauen. Mit dem Markt kommt man früh an Rohstoffe, die man sinst erst spät hat. Und es sind immer recht viele. Die Hungersorgen, die ich sonst immer hatte, die sind so oft recht gering, da immer Fleisch nachkommt, regelmäßig auch durch die Ernte und so zwischendurch auch noch Fell abfällt. Allein das ist schon ne schöne Sache, die man dann auch recht früh nutzen kann um an ein wenig Geld zu kommen.


    Was ich noch nicht so auf dem Schirm habe, ist Ziegel. Davon hab ich eigentlich immer recht wenig. Die sollte man ja auch so im Mittelspiel langam mal haben, weil dann ein paar wichtige Gebäude kommen, die man leicht bauen kann.


    Also, meine erste Strategie war (wenn man das so nennen will): Hunger durch Fleisch stillen und mit dem Fell schnell zu Geld kommen. Oft den Marktplatz nutzen um auch am Ende genug Eisen zu haben um richtig absahnen zu können. Entweder per Luxusliner oder Reederei.


    Die Sache weshalb ich hier nachfrage ist, dass meine Frau das Spiel bisher zwar immer gegen mich gewonnen hat, aber nachher immer gesagt hat:"Schlag mich tot, aber warum ich gewonnen habe, weiß ich echt nicht. Was hab ich so groß anders gemacht als du?"


    Und ich hatte bisher keine zufriedenstellende Antwort...


    Was keinesfalls heißen soll, dass ich das Spiel nicht mag! Im Gegenteil! Dieses wirtschaften, Rohstoffe veredeln und bestmöglich einsetzen macht derbe Spaß!


    Aber so ganz erschloeen hat sich mir die Sache noch nicht...

  • Zitat

    Original von ode
    Am Anfang wars etwas komplizierter, da ich eine eigentlich recht logische Schlußfolgerung nicht gefolgert habe: "Gebaute" Gebäude gehören dem, der sie gebaut hat. Guckt bitte nach, aber es steht so nicht in der Regel. Okay, man hätte es schlußfolgern können. Aber da es noch explizit den Unterschied zwischen "kaufen" und "bauen" gibt, der extra in der Regel nochmal erläutert wird (auch hier steht nix davon, dass nach beiden Varianten die Gebäude dem Spieler gehören, der sie gebaut oder gekauft hat). Das fand ich so verwirrend, dass ich annahm, dass "gebaute" Gebäude im Besitz der Stadt bleiben. So was gibts nämlich auch noch!!! Nicht nur "meins" und "deins"! Sondern auch noch "der Stadt ihrs"!


    Das stimmt - den Satzteil " ... und legt das Gebäude vor sich ab." hätte man noch ergänzen sollen. Ich geb das mal an Uwe weiter (ich hatte die Regel korrekturgelesen - aber das ist mir nicht aufgefallen :peinlich:)
    Ehrlich gesagt sind wir gar nicht auf die Idee gekommen, dass man ein Gebäude baut und NICHT zu sich legt - das würde ja gar keinen Sinn machen. Schließlich geht es ja darum, über die Gebäude Siegpunkte zu bekommen und sie nebenbei als Einnahmequelle zu nutzen.


    Zitat

    Original von ode
    Aber so ganz erschlossen hat sich mir die Sache noch nicht...


    Sei froh - es soll Leute geben, die mögen ein Spiel nicht mehr, sobald es sich ihnen erschlossen hat ... ;)

  • Ich habe das Problem ins StudiVZ-Forum von Le Havre geschrieben. Scheint wirklich eher mein Problem gewesen zu sein. Wenn man etwas logisch nachdenkt, dann kommt man sicherlich auch auf die richtige Lösung. Allerdings wär ein Nebensatz, wie von dir erwähnt, sicherlich nicht das Schlechteste. Und vor allem kaum Aufwand, oder?


    Ich mag auch Spiele, bei denen ich weiß, wie ich eine gute Chance auf den Sieg habe. Es kommt ja auch immer drauf an, ob mir das gelingt! Gutes Beispiel ist Dominion. Da gibts ja auch einen ganz guten Weg. Kommt nur immer drauf an, ob ich ihn durchziehen kann oder ob ich umplanen muss und flexibel reagieren. [Übrigens gibts da im Spielbox-Forum gerade nen Thread wo jemand Atti beispringt und die Geldstartegie protegiert.]

  • Zitat

    Original von ode


    Ich habe jetzt auch mal die Vorzüge des Marktplatzes kennengelernt. Die ersten zwei Züge sind seitdem vorgezeichnet: Holz nehmen, Bauunternehmen kaufen, Marktplatz bauen. Mit dem Markt kommt man früh an Rohstoffe, die man sinst erst spät hat. Und es sind immer recht viele. Die Hungersorgen, die ich sonst immer hatte, die sind so oft recht gering, da immer Fleisch nachkommt, regelmäßig auch durch die Ernte und so zwischendurch auch noch Fell abfällt. Allein das ist schon ne schöne Sache, die man dann auch recht früh nutzen kann um an ein wenig Geld zu kommen.


    vielleicht interpretiere ich jetzt was falsch aber nimmst du dir mit dem marktplatz auch fleisch ? weil das darf man nicht ,nur unveredelte waren! und den schlachthof sollte man wenn auch nur 1-2 mal im ganzen spiel nutzen ,weils sonst rausgeschmissene aktion=punkte wären.



    ich halte hungern irgendwie nicht mehr als strategie sondern als teil des spiels , hab bisher noch keine partie erlebt wo man nicht sehr davon profitiert hätte.

  • Nein, damit nehme ich mir Vieh. Aber daraus wird über kurz oder lang Fleisch. Denn der Schlachthof kommt früh ins Spiel und wenn man mit dem Marktplatz immer sein Vieh und Korn nimmt, dann kann man früh die Erntzeiten nutzen. So kommt man relativ leicht an viel Fleisch und Korn.


    Ich nutze den Marktplatz solo auch ein paar Mal öfters. Das lohnt sich wirklich, wenn man viele Handwerksbetriebe hat. Komme so meist an 5 bis 8 Rohstoffe. Quasi einmal durch die Bank. Uwe Rosenberg denkt im SudiVZ-Forum daher offen darüber nach (und stellt die Überlegungen zur Diskussion), den Marktplatz für das Solospiel zu entschärfen. Es sollen höchstens vier Waren genommen werden können. Sinn der Marktplatzaktionen ist:


    a) früh auch Rohstoffe zu sammeln, die spät lohnend im Angebot sind.
    b) das Angebot ruhig mal etwas wachsen zu lassen und später lohnender zuschlagen.


    Hab ich das mit dem Hungern richtig verstanden? Man profitiert davon? Kann das mal einer näher ausführen?

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  • Also ich habe mir in einer Partie mal so viel Fleisch besorgt, daß ich bereits 5 Spielrunden vor dem Ende meine Ernährung sichergestellt hatte und mich auf andere Dinge konzentrieren konnte. Hat auch gut funktioniert. Aber auch nur, weil ich am Ende noch so einen Luxusdampfer abbekommen habe. Bei uns hat der bisher immer den Spielausgang entschieden...


    Die Reederei wird so gut wie gar nicht benötigt - keine Ahnung warum? Aber das führt dazu, daß wir am Ende immer ein volles Lager vor uns liegen haben... Das kann man bestimmt auch noch in Siegpunkte umwandeln und damit sein Ergebnis optimieren.


    @ode: Mir ist völlig schleierhaft, wie Du auf Deinen Highscore bei LeHavre gekommen bist... Wie setzen sich die Punkte ungefähr zusammen (Gebäude, ...)

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • @ sankt peter:
    was im 1 personenspiel alles möglich ist möcht ich gar nicht wissen ,hab aber bei meiner ersten partie 323 gehabt ,also da geht sicher was um die 400-500 punkte ,ich hoff ich lehn mich jetzt nicht zuweit aus dem fenster mit meiner schätzung. kommt ganz natürlich auf die sonderkarten an .


    @ ode:
    zum thema hungern. du verzichtest einfach am anfang darauf dir nahrung zu nehmen oder sie zu produzieren ,konzentriest dich dafür ganz auf bauen und rohstoffe sammeln, später auch schiffe bauen ,sammelt halt ordentlich schuldscheine ,die dir dann immer den eintritt ter ermöglichen ,später zahlst die schulden (bei mir meistens um die 10 scheine ) mit einmal verschiffen zurück und kaufst um den rest noch ein paar gebäude.

  • @st.peter: ich hatte fast alle gebäude, habe wenig verschifft (zwischendurch mal das anfallende leder), dafür aber am ende noch nen luxusliner gekauft. war eigentlich gar nicht so schwer. ich les aber ständig von anderen spielern (im studivz-forum des spiels), die über ganz andere beträge reden. denke stonie hatda recht... hat mich auch gewundert, dass ich die liste jetzt anführe...


    Stonie: es lohnt sich 50 Franc zum Schluss zurück zu zahlen? das kommt mir sehr waghalsig vor! dabei musst du bedenken, dass du jede Runde auch noch e Franc in wenig geld zurückzahlen musst. das sind dann aber ne ganze menge gelder! und trotzdem lohnt es sich? dazu kommt, dass du immer bei der ernährung deine francs und nahrungseinheiten verbraucht haben musst! sonst musst du ja immer die bezahlen!


    das mit dem eintritt versteh ich nicht. was wird mir da ermöglicht?

  • @ode:
    ich kann wenn ich die aktionen dafür habe mit fünf aktionen über 50 franc(dreimal zeche,einmal kokserei und dann verschiffen = mehr als 60 france) machen. und da ich auf ernähren verzichte erspare ich mir wesentlich mehr als fünf aktionen! oder ich geh ein paar mal während des spiels auf das rathaus oder wie auch immer das heisst.jedesmal zwei schuldscheine weg=10 punkte pro aktion.


    wegen dem ernähren:
    im idealfall hab ich immer soviel geld oder nahrung,am ende einer runde, das ich schuldscheine bekomme mir dann aber noch geld übrig bleibt mit dem ich dann meinen nächsten eintritt bezahle und ich schau natürlich darauf möglichst schnell schiffe zu bauen ,weil sie die anzahl der schuldscheine vermindern und mir später beim schnellen geldmachen helfen.