27.09.-03.10.2021

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  • Corrosion (Pegasus, 2021)

    Über das unknows-Forum kam ich dazu, das neue Spiel „Corrosion“ zu viert auf Tabletopia zu spielen. Das Thema von „Corrosion“ ist, dass wir in unserer Fabrik Arbeiterinnen anstellen können, die uns Zahnräder oder Dampf erzeugen, mit denen wir Maschinen bauen können. Über einen Zeitmechanismus „verrosten“ die Maschinen und Zahnräder aber und sollten deswegen zur rechten Zeit eingesetzt werden.


    Zentrales Spielelement in „Corrosion“ ist das eigene Werkhallen-Tableau, auf dem ein Rad mit vier Sektoren liegt (der Startsektor ist die 4). In meinem Zug spiele ich in der Regel eine meine Arbeiterinnenkarten von der Hand, welche es in drei Farben (blau, orange, grün) und unterschiedlichen Werten (am Anfang 1-3, später auch 4) gibt und führe deren Aktion aus. Je nach Wert der Karte (1-4) wird sie in einen anderen Sektor gelegt. Karten mit Wert 3 erhalte ich beispielsweise erst zurück, wenn mein Schichtrad dreimal gedreht wurde. Ein (nicht neuer) Kniff ist, dass meine Mitspielerinnen die gleiche Aktion ausführen dürfen, wenn sie eine Karte der gleichen Farbe, aber mit höherem Wert legen. Als Aktionen auf den Karten gibt es die Möglichkeit neue Arbeiterinnen anzuwerben, Dampf zu produzieren, Zahnräder herzustellen oder Maschinen zu bauen. Die Maschinen gibt es in drei Ausführungen: Einmalmaschinen werden in Sektor 3 gelegt und erst, wenn das Rad dreimal gedreht beziehungsweise die Maschine dreimal verschoben wurde, sodass sie im Startsektor liegt, wird deren Aktion ausgeführt und sie dann abgelegt. Drehmaschinen (unter denen ich definitiv etwas anderes verstehe als das Spiel) werden auch in Sektor 3 gelegt, kommen aber bei jeder Drehung des Rades oder Verschiebung zur Ausführung, werden aber ebenfalls bei der Ankunft im Startsektor abgelegt. Als Drittes gibt es Chrom-Maschinen, die separat gelegt werden, einen dauerhaften Bonus bringen und nie abgelegt, aber überbaut werden können. Die Besonderheit bei Einmal- und Chrom-Maschinen ist, dass diese erst Instand gesetzt werden müssen, bevor sie aktiviert werden können. Alternativ zum Ausspielen einer Karte kann ich auch einfach mein Schichtrad einen Sektor weiterdrehen, um Maschinen schneller zur Ausführung zu bringen und ausgespielte Karten schneller wieder auf die Hand zu bekommen. Daneben gibt es noch Zielkarten, die ich durch eine Einmalmaschine nehmen darf und die mir am Spielende Punkte bringen.


    Zum Spielende haben wir es leider nicht geschafft. Das Spiel endet, sobald im Vierpersonenspiel von 36 Siegpunktmarkern nur noch 3 ausliegen oder wenn von den 12 Zielkarten nur noch 3 ausliegen. Nach der guten Erklärung starteten wir ca. gegen 21:30 Uhr. Nach zwei Stunden brachen wir die Partie dann ab, weil kein einziges Ziel genommen wurde und immer noch 28 Siegpunktmarker auslagen. Grob extrapoliert hätten wir als noch ca. 6 Stunden Spielzeit vor uns gehabt. Das ist natürlich unsinnig, denn es wäre vielleicht irgendwie schneller zu Ende gegangen. Aber ein großer Kritikpunkt meinerseits ist es, dass die Spielmechanik sehr wenig dafür tut, dass das Spiel dem Ende entgegenschreitet. Die Siegpunktmarker kommen durch bestimmte Ereignisse (Chrom-Maschine kaufen oder Rad viermal gedreht haben) auf alle Fälle ins Spiel, aber das geschieht so langsam, dass eine Partie theoretisch einen halben Tag gehen könnte. Solche Spiele missfallen mir, weil den Spielerinnen eine Selbstdisziplin auferlegt wird, eigenständig durch bestimmte Aktionen das Spielende forcieren zu müssen. Für alle am virtuellen Spieltisch fühlte es sich so an, als hätten wir etwas falsch gemacht oder irgendeine Regel übersehen. Und das hinterließ ein sehr unbefriedigendes Gefühl. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Langatmigkeit in den Spieletests nicht aufgefallen ist, und kann kaum glauben, dass dies hingenommen wurde.


    Ein zweiter Kritikpunkt meinerseits ist neben der Langatmigkeit die Monotonie des Spiels. In meinen einzelnen Zügen mache ich ziemlich wenig: Ich erhalte mal einen Dampf, dann mal zwei Zahnräder, kann mir irgendwann eine Maschine leisten, dann sammel ich wieder ein paar Runden die Ressourcen für die Instandsetzung, aber eine Einmalmaschine beispielsweise bleibt dann immer noch unproduktiv. Es passiert einfach sehr wenig in dem Spiel und die einzelnen Züge waren mir zu kleinteilig. Und nicht nur das. Weil die Drehmaschinen und Einmalmaschinen beim Erreichen des Startsektors abgelegt werden, sieht meine Werkstatt nach drei Raddrehungen exakt gleich aus wie zu Beginn des Spiels. Der Aufwand zur Beschaffung der Ressourcen und Maschinen steht bei mir in keinem Verhältnis zum Ergebnis der Werkhalle.


    Der dritte, große Kritikpunkt betrifft die Folgen-Mechanik. In guten Spielen wie „Puerto Rico“ oder „Race for the Galaxy“ sorgt sie für eine geringe Downtime, da alle Spielerinnen im Spielzug jeder Spielerin unter Umständen etwas tun können. Das funktionierte bei uns in „Corrosion“ aber nicht. Der einfache Grund war, dass ich nur folgen kann, wenn ich eine Karte gleicher Farbe mit höherem Wert ausspiele. Die Karten mit höheren Werten haben aber oft die besseren Aktionen. Das heißt, wenn ich folge, verliere ich dadurch eine eigentlich bessere Aktion. Aber selbst als wir folgen wollten, ging dies oft nicht, da es von der Startkartenverteilung nur ganz selten passiert, dass man folgen kann, wenn zuerst die hohen Karten ausgespielt werden. Nur, wenn jemand eine Karte mit einer 1 oder 2 ausspielt, kann ich mit den Standardkarten überhaupt folgen. Und das war natürlich selten der Fall, weil wir ja die guten Aktionen der höherwertigen Karten ausführen wollten. In unserer Partie funktionierte das Folgen also gar nicht, was mir komisch vorkam, weil es vermutlich eine zentrale Mechanik sein sollte.


    Ich habe noch einige andere, kleinere Kritikpunkte, auf die ich aber nicht im Detail eingehe: Die Grafiken der Arbeiterinnen fand ich zu generisch und wiederholend. Die rostenden Zahnräder in den Farbtönen Hell- und Dunkelorange konnte ich oft nur ganz schwer unterscheiden. Die Farben der Arbeiterinnenkarten wirken willkürlich, das hätte man thematischer machen können (bestimmte Farbe = bestimmte Aktionsart; Wert bestimmt die Stärke der Aktion). Es gibt viele Symbole und Detailregeln, ich bin froh, das Spiel niemanden erklären zu müssen.


    Gibt es auch was Gutes? Ja, die Spielidee finde ich nach wie vor interessant. Das Schichtrad mit den Arbeiterinnen, die ich wieder auf die Hand bekomme, erinnerte mich stark an mein Lieblingsspiel „Barrage“. Und auch das Weiterdrehen des Rades, sodass ungenutzte Zahnräder irgendwann verfallen, erinnerte mich an mein zweites Lieblingsspiel „Tzolk'in“. Auch der neue Aspekt, dass es unterschiedliche Maschinen gibt, die zu verschiedenen Zeitpunkten aktiviert werden und teilweise auch erst Instand gesetzt werden müssen, klingt gut und spannend. Aber das hilft leider alles nichts.


    Natürlich kann jetzt jemand nach alle den Kritikpunkten sagen „Ihr habt das Spiel auch nicht durchdrungen und zwar nach den Regeln korrekt, aber nach dem Sinn falsch gespielt.“ Das ist natürlich sehr gut in einer Erstpartie möglich. Es führt bei mir aber dazu, dass es keine zweite Partie geben wird und ich niemanden das Spiel auch nur ansatzweise empfehlen kann. (3,5)


  • Arnak & Fantastische Reiche


    Am Freitag gab's beim Spieletreff Tecklenburger Land eine Partie #DieverlorenenRuinenvonArnak und eine Partie #FantastischeReiche, jeweils zu viert. Beides hat Spaß gemacht, was nicht zuletzt an der Runde lag, zu den Spielen selbst muss ich wohl nichts mehr schreiben.



    Help


    Am Sonntag gab es zwei Runden #Help von Amigo, auch zu viert.

    Help ist ein sehr einfaches Kartenablegespiel mit einem besonderen Twist: Man legt Karten aufsteigend in einer Reihe ab und muss dabei immer den Wert der bereits ausgelegten Karte übertreffen. Schafft man dies nicht, darf man seinen Vordermann um Hilfe bitten und ggf eine Karte mit ihm Tauschen. Ist dieses ebenfalls nicht möglich, haben beide den Durchgang verloren und die Mitspieler bekommen einen Punkt. Dazu kommen ein paar Sonderkarten mit verschiedenen Effekten.

    Help macht grundsätzlich Spaß. Der Kniff, dass man nicht einfach die höchste Karte spielt, um seinen Gegner aus dem Spiel zu kicken, sondern man auch immer noch einen Notnagel parat haben sollte, ist schon richtig gut. Allerdings ist man aber stark von den Karten abhängig und mit etwas Pech kann ein Durchgang frustrierend kurz sein, so dass die Neuverteilung der Karten zur neuen Runde fast schon länger dauert, als der Durchgang selbst.

    Ein weiteres Manko: Die Karten, mit denen man durch Drehen die Punkte nachhält. Es ist mir ein Rätsel, warum die billigen Plastik-Chips nicht mit in der Packung sind. Jeder bekommt drei, hat man verloren, gibt man einen ab und gut. Die Punktekarten verdrehen sich beim Spielen schnell, und dass die Gewinner des Durchgangs Punkte gewinnen anstatt dass die Verlierer Chips verlieren, fühlt sich auch irgendwie nicht so ganz richtig an.

    Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum hat er Stiefel im Gesicht nicht gern!

    Er will unter sich keinen Sklaven sehn und über sich keinen Herrn.


    (Bertolt Brecht)

  • Wie üblich haben wir viel gespielt:


    #ImhotepDasDuell

    Kurzer Absacker mit sehr einfachen Grundregeln, aber durchaus kniffligen Entscheidungen. Man stellt seine Arbeiter in ein 3 x 3 Felder-Spielfeld und entlädt angrenzende Schiffe, um sich möglichst punkteträchtige Waren zu sichern. Funktioniert prima und ist als Absacker immer willkommen. :7_10:


    #7WondersDuel

    Und noch ein Duell, das mit einfachen Grundregeln spannende Entscheidungen produziert. Da neben Punktsieg auch noch auf K.O. gespielt werden kann (Militär und Kultur), ist es eigentlich immer spannend. Diesmal habe ich einen meiner seltenen K.O. - Siege über die Kultur hinbekommen, mit freundlicher Unterstüzung des Mausoleums (mit dem man sich eine abgeworfene Karte holen kann). Meiner Meinung nach eines der besten 2-Spieler-Spiele ever. :9_10:


    #AeonsEndEternalWar

    Natürlich durfte nach dem durchschlagenden Erfolg des Grundspiels auch der Nachfolger nicht fehlen. Ich habe ihn mit den beiden Erweiterungen bestellt, um direkt die volle Auswahl zu haben. Den Ritter des Schreckens haben wir im zweiten Versuch bezwungen. "Für die Ewigkeit" knüpft nahtlos an den Vorgänger an, das ist mehr vom Gleichen und damit genau das, was ich haben wollte. :9_10:


    #Scythe

    Gehört wenig überraschend zu meinen Lieblingsspielen und ist für mich auch nach 50+Partien immer noch ein Highlight. Diesmal musste ich mich mit den Nordlichtern ganz knapp Rusviet geschlagen geben. War aber wirklich Pech, denn in den entscheidenden Kämpfen hat Crimea jedesmal meine höchste Kampfkarte geklaut. :10_10:




    #GloomhavenJawsoftheLion

    Nachdem das Spiel hier so gelobt wurde habe ich es im Marktplatz sehr günstig und in hervorragendem Zustand von yet1Bumbler erworben. Und in der Tat macht es nach den ersten vier Partien richtig Spaß, zumal auch meine Frau gerne dabei ist. Von daher habe ich die Hoffnung, die Kampagne auch durchspielen zu können. Und dann schauen wir mal weiter, wie es mit dem großen Bruder aussieht... :8_10:



    #Unsettled

    Bei der Kampagne war ich damals nicht dabei. Vindication hat mir zwar gefallen, war mir aber letztlich zu abstrakt. Nach den ausschließlich positiven Rezensionen habe ich dann aber doch auf dem Zweitmarkt zugeschlagen und Wenora in der A-Variante angespielt. Und ich kann mich den Lobeshymnen nur anschließen. Das Spiel funktioniert prima, erzählt dabei eine durchaus interessante Geschichte und war auch spielerisch herausfordernd. Wir haben mit zwei überbleibenden Zeiteinheiten gewonnen. Auf dem Photo ist kaum was zu sehen, um nicht zu spoilern ;) Wer nach einem ungewöhnlicheren Koop-Spiele sucht, der hat hier eine interessante Alternative mit humorvoll geschriebenen Abenteuern. Wie lange das Ganze trägt, kann ich natürlich nach einem Spiel nicht sagen, aber der Ersteindruck ist super! :9_10:


     

    Einmal editiert, zuletzt von Scythe ()

  • Am Wochenende wieder mal etwas entspanntere Baby-Phase gehabt (wie so oft zum Glück).

    Dabei konnte meine Frau und ich die folgenden zwei Spiele etwas auskosten:


    #SpaceBase

    wie bereits viele geschrieben haben, ein Spiel mit Machi Koro-Mechanismen. Meiner Frau gefällt es trotzdem besser als Machi Koro. Mag daran liegen, dass sie mich in 4 Spielen 3x besiegt hat oder daran, dass es ihr einfach mehr Spass macht :)

    Grundsätzlich ein solides Spiel, das zu zweit sehr flott gespielt werden kann und Laune macht. Bin gespannt auf Mehrspieler-Partien.


    #EinFestfuerOdin

    eine Kennenlernpartie zu zweit gespielt. Am Anfang wird man von den Möglichkeiten etwas erschlagen. Schlussendlich ist es aber nach 1-2 Runden relativ klar und einfach, was zu tun ist. Die Herausforderung kommt aber erst später, mit welcher Strategie man hier gross punkten kann. Für uns war es nach der ersten Partie noch ein Rätsel, wie man die Zusatzinseln überhaupt nutzen kann, dass sich hier genügend Teile erwirtschaften lassen, dass keine Minuspunkte eingefahren werden.

    Was für uns auch irgendwie komisch war, war bei der Endwertung die Einnahmen sowie das Vermögen. Da Silber nicht explizit aufgeführt wird zum verpuzzeln am Schluss kam die Frage auf, ob dies noch möglich ist, wenn ja steht das irgendwie im Widerspruch mit folgendem Satz bei der Schlusswertung:

    Schlusseinkommen: Einnahmen, die ihr in der letzten Runde noch bekommt, braucht ihr euch nicht auszahlen zu lassen. Ihr könnt sie stattdessen in der Rubrik „Letzte Einnahmen“ notieren.


    Grundsätzlich kanns so weiter gehen mit dem Nachwuchs :)

    Einmal editiert, zuletzt von Jackyl ()

  • Grundsätzlich kanns so weiter gehen mit dem Nachwuchs :)

    Das liegt ja grundsätzlich in deiner Kompetenz - egal, wie diese Aussage nun gemeint war. :lachwein:

    Wohl war... jedoch sind Kleinkinder da eher unberechenbar... Entweder es bleibt so ein "Anfänger-Baby" oder es ändert sich zu einem Racker, welches nicht mehr lange so friedlich mit sich selbst beschäftigt ist und die Aufmerksamkeit der Eltern mehr einfordert... Dann sind die Spieletage eher kürzer oder beschränkter :)

  • Das liegt ja grundsätzlich in deiner Kompetenz - egal, wie diese Aussage nun gemeint war. :lachwein:

    Wohl war... jedoch sind Kleinkinder da eher unberechenbar... Entweder es bleibt so ein "Anfänger-Baby" oder es ändert sich zu einem Racker, welches nicht mehr lange so friedlich mit sich selbst beschäftigt ist und die Aufmerksamkeit der Eltern mehr einfordert... Dann sind die Spieletage eher kürzer oder beschränkter :)

    :lachwein::lachwein::lachwein::lachwein:

    Da wo du gerade bist, da war ich schon 2x - mit 10 Jahren Pause dazwischen.

    Und glaube mir, ihr habt es selbst in der Hand!

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Da der andere Wochenthread ja nicht mehr existiert, hier nur nochmal kurz meine Meldung zur Woche:

    Diese Woche durch Renovierungsstress zur Abwechslung mal wirklich gar nichts gespielt. Mal schauen, ob nächste Woche mehr geht...

    Mögest Du in uninteressanten Zeiten leben...

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  • Letzte Woche 2 Partien #Parks - War fast ein Blindkauf, wusste aber dass sowohl Artwork als auch Thema meiner Frau entgegenkommen und der ganz grobe Spielablauf war bekannt. Die erste Partie zu zweit hat schon Spaß gemacht, auch wenn es sich etwas am Thema oder besser an der Spielmechanik vorbei angefühlt hat: Einzig das Foto-Feld war in jeder Runde heiß umkämpft, Ressourcen gab es für beide quasi mehr als genug. Richtig aufgetrumpft hat es dann zu viert in der Runde mit der kompletten Familie. Nicht nur optisch, sondern auch spielerisch für die Runde in der Familie ein kleines Schmuckstück.

    Dann noch 'ne kleine gemütliche Partie #BrassLancashire kurz vor dem Wochenende - War meine erste Runde, aber wer Birmingham gespielt hat fühlt sich gleich wie zuhause, Ein wenig umdenken und das Spiel versprüht die gleiche dichte Atmosphäre und steht dem Zwillingsbruder um nichts nach. Karten meinten es extrem gut mit mir und mein Plan ging (fast) komplett auf - Selten eine so gut planbare Runde Brass gespielt. Wüsste jetzt spontan nicht, welcher Teil der bessere ist - Für mich steht aber fest, wenn du einen im Regal hast, braucht man den anderen eigentlich nicht unbedingt. Es sei denn man ist Sammler... und weiter will ich da auch nicht drüber nachdenken ^^^^^^

  • Alle Spiele zu dritt:

    #Witchstone Punktesalat bei Knizia. Man muss echt aufpassen, dass man alle Punkte auch vermerkt. Kam gut an denn man kann das Spiel trotz der vielen Möglichkeiten recht flüssig spielen. Erste Partie. 8,3/10 im Schnitt.

    #RuneStones Hatte ich schon immer drauf geschielt und jetzt gebraucht gekauft. Sehr flüssig lazfendes Spiel. Ich mag so etwas. Zwei Partien. 8,3/10 im Schnitt.

    #DieverlorenenRuinenvonArnak 3mal gespielt. 9/10 im Schnitt sagt eigentlich alles. Trotzdem bleibt bei mir ein ganz leichter Nachgeschmack, weil ich die Forschung zu dominat empfinde.

    #Blätterrauschen Ich gebe eine glatte 9. Ich mag das Spiel. Wenn es jetzt auch noch eine schönere Grafik hätte und übersichtlicher wäre, wäre es perfekt. 8mal gespielt. 8,4/10 im Schnitt.

    #JuicyFruits Erstes Spiel. Läuft ganz gut runter. Werde es mal mit Muggeln versuchen. 8/10 im Schnitt.

    8oKinners, das waren noch Zeiten, als Republic of rome bei mir ein Absacker war 8))

  • Letzte Woche 2 Partien #Parks - War fast ein Blindkauf, wusste aber dass sowohl Artwork als auch Thema meiner Frau entgegenkommen und der ganz grobe Spielablauf war bekannt. Die erste Partie zu zweit hat schon Spaß gemacht, auch wenn es sich etwas am Thema oder besser an der Spielmechanik vorbei angefühlt hat: Einzig das Foto-Feld war in jeder Runde heiß umkämpft, Ressourcen gab es für beide quasi mehr als genug. Richtig aufgetrumpft hat es dann zu viert in der Runde mit der kompletten Familie. Nicht nur optisch, sondern auch spielerisch für die Runde in der Familie ein kleines Schmuckstück.

    Dann noch 'ne kleine gemütliche Partie #BrassLancashire kurz vor dem Wochenende - War meine erste Runde, aber wer Birmingham gespielt hat fühlt sich gleich wie zuhause, Ein wenig umdenken und das Spiel versprüht die gleiche dichte Atmosphäre und steht dem Zwillingsbruder um nichts nach. Karten meinten es extrem gut mit mir und mein Plan ging (fast) komplett auf - Selten eine so gut planbare Runde Brass gespielt. Wüsste jetzt spontan nicht, welcher Teil der bessere ist - Für mich steht aber fest, wenn du einen im Regal hast, braucht man den anderen eigentlich nicht unbedingt. Es sei denn man ist Sammler... und weiter will ich da auch nicht drüber nachdenken ^^^^^^

    Ich habe noch die alte #Kohle Version und möchte mir zumindest ein Brass zulegen.

    Welches ist denn das bessere?

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Welches ist denn das bessere?

    Kann ich dir nicht sagen - Ich liebe mein Birmingham, war aber auch von Lancaster sehr angetan. Du kannst mit beiden absolut nichts falsch machen. Gem. BGG ist Birmingham allerdings höher im Ranking (Rang 3 gegenüber Rang 19). Wenn du #Kohle schon hast, dann haste ja eigentlich schon ein Lancaster im Schrank...


    Mich dürfte man nachts für beide Spiele wecken!

    Einmal editiert, zuletzt von IamStein ()

  • Wohl war... jedoch sind Kleinkinder da eher unberechenbar... Entweder es bleibt so ein "Anfänger-Baby" oder es ändert sich zu einem Racker, welches nicht mehr lange so friedlich mit sich selbst beschäftigt ist und die Aufmerksamkeit der Eltern mehr einfordert... Dann sind die Spieletage eher kürzer oder beschränkter :)

    :lachwein::lachwein::lachwein::lachwein:

    Da wo du gerade bist, da war ich schon 2x - mit 10 Jahren Pause dazwischen.

    Und glaube mir, ihr habt es selbst in der Hand!

    natürlich hat man es selbst in der Hand, vor allem wenn sie grösser werden... aber mit 6 Monaten ist das noch ein wenig schwierig... wie gesagt, wie wir es im Moment handhaben können, gibts nichts besseres... und ich hoffe unsere "Hand" wird es so weiter gehen lassen :) :) :)

  • Hier kam in der vergangenen Woche nur ein Spiel auf den Tisch


    Arkham Horror - Das Kartenspiel

    Solo, Kampagne: Das Vermächtnis von Dunwich

    Mit meinem Ermittlerduo Rex Murphy und Zoey Samaras habe ich mich daran gemacht, die Geheimnisse und den Schrecken um das Vermächtnis von Dunwich aufzuklären. Am Ende konnten sich beide Ermittlys (Entgendern nach Hermes Phetberg, google!) über eine erfolgreich bezwungene Kampagne freuen, lässt man mal schwere seelische und körperliche Traumata außer Acht, die die beiden erlitten haben.

    Mir hat die Kampagne insgesamt sehr gut gefallen, thematisch und atmosphärisch find ich ich alle Szenarien gut gelungen. Besonders schön sind die vielen Referenzen zur Originalgeschichte, die ich parallel dazu auch erneut gelesen habe.

    Am besten gefallen hat mir „Blut auf dem Altar“, gefolgt von „Der Essex-County-Express“ und „Das Haus gewinnt immer“ aus dem Grundspiel.

    Die Kombination aus Seeker und Guardian hat gut funktioniert, spielt sich aber recht geradlinig, ohne Tricks. Hier bin ich auf die anderen Klassen gespannt.

    Zu denen kam ich dann gestern, denn nach zwei Tagen Deckbau, dieses Mal weitgehend eigenhändig, war das Ermittlerduo startbereit für die zweite Kampagne.

    Für den Deckbau kann ich nur Arkham DB empfehlen, da man hier einfach auswählt mit wem man spielen will und welchen Kartenpool man hat und man man schließlich alle verfügbaren Karten angezeigt bekommt. Es gibt dazu auch eine App (Arkham Cards).

    Jedenfalls haben sich Akachi Onyele und William Yorick, ihres Zeichens Schamanin und Totengräber, in Schale geworden, denn der König (in Gelb) gastiert als Theaterspiel in der Stadt. Eine etwas ungewöhnliche Mischung für einen stilvollen Auftritt in feiner Abendgesellschaft, aber die feine Kleidung wurde schon rausgelegt:

    Das erste Szenario des Carcosa-Zyklus bildete jedenfalls einen gelungen Auftakt. Ich bin neugierig, wie es weitergeht und so könnte auch nächste Woche Arkham Horror das einzige Spiel sein, das ich gespielt habe.

    2 Mal editiert, zuletzt von jaws ()

  • Bei mir gab es (endlich mal von der richtigen Woche zuvor!)

    am Donnerstag

    #LittleFactory

    Spielt im selben Universum wie #LittleTown .

    Es ist eine Mischung aus #OhMyGoods und #Splendor , weis aber mit mehr Entscheidungen doch komplexer zu sein als Splendor und geht mit dem Umwandeln der Ressourcen und dem Aktivieren viel besser um als OMG.

    Das müsste ja bedeuten (bei Spiele finde ich super gut trotz ihre Macken und Kannten) das dieses Spiel das nächste große kleine Ding für mich ist. Aber leider wagt dieses Spiel nicht mehr. Es fehlt etwas am Fleisch / Substanz im ganzen Spielverlauf.


    Ziel ist es 10 Siegpunkte zu bekommen, dann hat man gewonnen. Das macht man in dem man Ressourcen gegen andere Ressourcen tauscht um dann für Geld oder höherwertige Ressourcen Gebäude kauft. Diese wiederum geben noch bessere Ressourcen und manche können diese Verarbeiten zu Siegpunkten.

    Interessant ist das man Gebäude am Anfang seines Zuges aktivieren kann, dann macht man eine Hauptaktion und dann nochmal Gebäude aktivieren, die man jetzt vllt zu hinzubekommen hat bzw jetzt nutzen kann (jedes Gebäude pro Zug einmal max.).

    Außerdem werden Ressourcen meist abgeworfen und wenn der Stapel leer ist wird gemischt und wieder neu nachgelegt.

    Die Auslage erinnert sehr an Splendor aber Ressourcen der selben Art können sich stapeln.


    Ich muss das Spiel noch etwas öfter Spielen um sagen zu können ob es was noch besseres wird. Aber so ist es erstmal solide. Es hat grafisch jetzt nicht so schöne Zeichnungen wie Little Town zu bieten und die Karten sind nicht die hübschesten. Beispiel: EIne Kuh auf blauem Hintergrund. Da hätte man auch einfach den Kartenrand so machen können und dann die Kuh auf der Weide etc.. .

    Außerdem gefällt mir nicht, dadurch das man zusätzlich Siegpunkte zu Gebäuden generieren kann durch Gebäude, das nicht alle oft genug dran sind. Hier würde ich vllt das Hausregeln. Solche Regeln wer zuerst X erreicht hat gewonnen, mögen bei Spielen wo es keine Tiebraker und keine Extrapunkte, funktionieren (sogar Kemet beweist das es geht immer wieder aufs neue mit 1 Runde warten Regel) noch funktionieren aber sonst finde ich das Altbacken (siehe Dominion...)


    Ich würde das Spiel 0,2 unter Splendor für mich auf BGG bewerten. Also irgendwas im 7er Bereich.


    Als kleine Nebeninfo für #LittleTown : In Japan gibt es eine erweiterte Version mit neuen Gebäuden und 2 neuen Karten. Hoffen wir mal das es auch nach USA/Europa kommt irgendwann.



    Dann gab es online #BrassBirmingham über TTS mit 2 Unknownsern. War eine recht friedliche Partie. Jeder konnte machen was er wollte und da war ca. 150 Punkte wieder drin.


    Außerdem über Tabletopia (TTP?) #Corrosion plus nochmal eine Partie einen Tag später gegen mich selber.


    Man kann viel dazu bei Dee lesen aber ich muss sagen, wir haben nicht wirklich optimal gespielt, wir wussten es aber auch nicht besser. Immer wieder folgen folgen folgen und nachdem man die Ressourcen gesammelt hat bauen. Bei uns war es aber meist umgekehrt. So kam kein Flow zustande.

    Wenns läuft läufts in meinem 2 Spieler test. Aber der zweite Spieler kam garnicht in die Gänge.


    Ich schätze mal die Auslage spielt auch eine große Rolle und mal eben Dampf haben um was neues in die Mitte zu legen ist auch nicht einfach. Ich bin ja kein Fan wenn man sich in Tote Ecken verennen kann aber naja so ist das halt.




    Dann gestern (geschrieben am Montag) am Tisch zu 4t #BrassLancashire wieder war ich letzter und die drei ersten 130-120 Punkte und ich und 94 Punkte. War aber ok. War sehr viel Interaktion drinne und mir wurde jedesmal was weggeschnappt weil ich nicht das Geld hatte fürs passende Timing.


    Hätte ich mein 2tes Schiff (3 Geld zu wenig) geschafft hätte ich wenigtes die 100 geschafft.


    Danach gab es eine 4rer Partie XIA und ich muss sagen die beste bisher die ich gespielt habe. Weil nix zu ernst genommen wurde und alles fleißig ausprobiert wurde egal was für konsequenzen kommen mögen damit.


    Wir haben auch mit 6k statt 4k Credits gestartet (Anfänger Variante wenn man so will) und das man keinen im selben Zug angreifen darf wenn man ihm geholfen hat (was nie auftrat).


    Ich habe mit 10 zu 7 Punkten zu 2 anderen gewonnen aber es war knapp (Erst hatte ich das schiff wo man mit Blastern sich auch bewegen kann und dann Mach Horror (aber nie Sentry Gun benutzt). Sie hatten schon LVL3 Schiffe und ich noch LvL2 . Ich hab nur einmal gehandelt. Ansonsten habe ich 2 Missionen gemacht erledigt, 4 Erkundungsmarker für 2 Punkte abgegeben. Dazu das Schiff 1 Punkt. Dann hab ich 4x eine 20 auf einem W20 gewürfelt über das gesamte Spiel.


    Eine Bombe an einem Mitspieler gezündet und aus einem Shady Deal perfekt rausgekommen mit einem anderen.


    Einer der Spieler ist fröhlich mit einer LvL3 Engine und GTS 2 runden lang ge-blind-jumped und überlebte und tada der Tisch war voll mit Sektoren.


    Ich bin einmal in einen Eisasteroiden gejumped und ein anderer ist auf einem toten Planeten erfroren.


    Ansonsten vielen ab Runde 3 für 3 Runden die Schilde aller Planeten wegen einer Power Crisis aus was gut für uns alle war.


    Und Später konnte ein Spieler die Cold Phoenix (LvL3) als führerloses Geisterschiff abschleppen zum Kiln und für sich beanspruchen ohne weitere Kosten.

    Meine BGG Sammlung

    Meine aktuelle Top 10:

    1 Starcraft: Das Brettspiel | 2 Twilight Imperium: Fourth Edition | 3 Kemet: Blood and Sand

    4 Terraforming Mars | 5 Brass: Lancashire & Birmingham | 6 Mahjong |7 Gaia Project

    8 Viticulture Essential Edition |9 Food Chain Magnate | 10 Ascension: Deckbuilding Game

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  • Bei uns gab es die letzten Tage an zwei Abenden je eine Partie #Tapestry inkl. Erweiterung.

    Einmal ein Sieg und einmal eine Niederlage.

    Es ist für uns immer noch ein tolles Spiel auch wenn wir beide da nicht die Vollprofis werden.

    Am Ende standen wie üblich 200-230 Punkte.

    Meine Sammlung


    Meine 10er : Fields of Fire - High Frontier 4all - Labyrinth-War on Terror - Obsession - Space Empires 4x

    Meine 9+er: Abomination - BIOS-Megafauna - BIOS-Origins - Empires of the Void II - Kingdom Rush - Legendary Encounters:Alien&Predator - Navajo Wars - Nemos War - SpaceCorp - Space Infantry:Resurgence - Star Trek-Ascendancy - Stellar Horizons - Teotihuacan - Tiger Leader - Warfighter-PMC - Yedo - Zero Leader

  • #EinFestfuerOdin .

    Was für uns auch irgendwie komisch war, war bei der Endwertung die Einnahmen sowie das Vermögen. Da Silber nicht explizit aufgeführt wird zum verpuzzeln am Schluss kam die Frage auf, ob dies noch möglich ist, wenn ja steht das irgendwie im Widerspruch mit folgendem Satz bei der Schlusswertung:

    Schlusseinkommen: Einnahmen, die ihr in der letzten Runde noch bekommt, braucht ihr euch nicht auszahlen zu lassen. Ihr könnt sie stattdessen in der Rubrik „Letzte Einnahmen“ notieren.

    Hat mich am Anfang auch verwirrt, aber du musst das letzte Einkommen gar nicht mehr verpuzzeln, da sich die Punkte ja eh aufheben.

    Bedeutet: Wenn du noch -10 Punkte vom Heimatplan bekommen würdest und 12 Münzen in der letzten Einnahme bekommst, hebt sich das ja eh auf. Also entweder verpuzzelst du die 10 Münzen und hast noch 2 zusätzliche Siegpunkte oder du schreibst 10 Minuspunkte auf und als letzte Einnahmen 12 Punkte = auch am Ende des Tages 2 Siegpunkte

    Du kannst ja keine wesentlichen Vorteile mehr durch das Puzzeln der letzten Einnahmen bekommen, also macht es kein Sinn diese noch zu erhalten.

    The Tiger and the Lion may be more powerful ... but the Wolf doesn´t perform in the circus.

    Regelmäßig kann man mir beim Datteln zuschauen twitch.tv/imaginewolfi

  • Es gibt doch soweit ich weiss Felder die -2 Punkte geben. Da würde es schon Sinn machen. Letzte Partie ist schon was her hoffe das hab ich noch richtig im Kopf.

  • Vielen Dank… irgendwie ist das ganze einfach etwas verwirrend… man spielt die Runde zu Ende, bekommt da noch Einkommen und auf dem Wertungsblock ist dann doch wieder eine Zeile mit letzte Einnahmen… irgendwie ist für mich da etwas zu viel oder zu wenig formuliert.

  • Es gibt doch soweit ich weiss Felder die -2 Punkte geben. Da würde es schon Sinn machen. Letzte Partie ist schon was her hoffe das hab ich noch richtig im Kopf.

    Also im Grundspiel gibt es keine, da bin ich mir sicher. Wie es auf den Erweiterungsplänen aussieht, müssen die #EinFestfuerOdin Veteranen beantworten :)

    The Tiger and the Lion may be more powerful ... but the Wolf doesn´t perform in the circus.

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  • Mit der Holden:

    #DieLegendenvonAndor

    Partie Nr. 3

    Legende Nr. 3, erste Niederlage. Mich persönlich hauts nicht vom Hocker, da es die Frau mitspielt will ich’s zumindest durchspielen bevor es verkauft wird.


    Mit den Jungs zu dritt:

    #Gloomhaven

    Partien Nr. 21-22

    Weiter geht es gegen die Verderbnis, ein zweiter Bossgegner konnte diesmal ohne Probleme gelegt werden. Man merkt dass die neuen Chars besser im Spiel sind.


    Gegen den Neffen:

    #StarQuest

    Partie Nr. 4

    Hat er sich gewünscht und auch mit den Marines gegen mich gewonnen. Es stand zuletzt nur noch der Commander. Hab eher so lala gespielt aber passt, der Bub ist motiviert. Ne zweite Mission gleich hinterher musste aber dann doch nicht sein.


    #DungeonMayhem

    Partien Nr. 1-7

    King of Tokyo für Arme, deutlich einfacher, schneller u die Schachtel kompakter. Dem Neffe, der auch KoT spielt hat’s auf jeden Fall gefallen u wir haben mal alle Klassen durchgetestet.

    Einmal editiert, zuletzt von Fedamin ()

  • Reise durch Mittelerde

    Wir sind in der Kampagne im fünften Szenario und das lief eigentlich recht gut. Wir erweiterten unser Wissen, töteten Orks und mit dem eigentlichen Missionsziel lief es auch sehr gut. Nur ... irgendwie hatten es die Bösewichte immer auf Beravor abgesehen und während es denn anderen Helden noch halbwegs blendend ging vermasselte Beravor leider ihr drittes "Letztes Aufgebot" und die Helden hatten verloren.


    Die verlorenen Ruinen von Arnak

    Zu dritt in ca. 80 Minuten.

    Dank sehr netter Mitspieler beim Spieletreff konnte ich endlich mal die verlorenen Ruinen von Arnak anschauen. Und ich war da ja skeptisch weil die Schlagworte im Hinterkopf "interaktionsarm", "Workerplacement" und "Ressourcentauscher" klangen für mich jetzt erstmal ziemlich langweilig. Aber ... Arnak ist echt nett. Das Spiel hat einen schönen Flow und es ist richtig cool gemacht wie die Karten das Spiel unterstützen. Nach meinem ersten Spiel wirkt es so, als sollte man immer auf beiden Hochzeiten tanzen, also die Entdeckerleiste klettern und neue Orte entdecken und Monster bezwingen. Das Problem: das kostet so viele Ressourcen. Und das Schöne: Man spielt vor sich hin und die Ressourcen kommen von allen Seiten angeflogen, man kann einen Haufen Zeug machen. Besonders schön finde ich ja wie das mit den Karten funktioniert. Das Deck unterstützt so schön die anderen Aktionen, ist irgendwie wichtig aber nicht zu dominant, das ist cool gemacht.


    Euphrat und Tigris

    Zu viert in ca. 2 Stunden gespielt.

    Gut. Die Hälfte des Forums kennt das Spiel seit ewigen Zeiten, es ist ja auch schon ewig alt ... schon so alt, dass es auch am Spieletreff für die meisten Anwesenden schon wieder eine Neuheit war. Ich gehörte bisher zur Hälfte fie es nicht kannte und kann es jetzt nur allen wärmstens ans Herz legen. Ein sehr schönes elegantes Spiel. Aber ein bisschen Frusttoleranz sollte man mitbringen.

    Im Spiel legt man Plättchen auf eine Landkarte. Die Plättchen repräsentieren jeweils einen Aspekt einer antiken Kultur des Zweistromlands (Landwirtschaft, Handel, Tempel oder Bevölkerung) und zusammenhängende Plättchen ergeben mit einem Anführer ein Königreich. Anführer gibt es auch in den vier Farben bzw. Aspekten und jeder Anführer erhält Siegpunkte für platzierte Plättchen seiner Farbe. Nun hat aber jeder Spieler einen ganzen Satz Anführer und in jedem Königreich kann es pro Farbe nur einen geben. Legt man einen zweiten rein ... interner Konflikt! Oder noch schlimmer... man legt ein Plättchen so, dass zwei Königreiche verbunden werden ... externer Konflikt! Beide Arten von Konflikten laufen darauf hinaus das gewisse Plättchen gezählt werden und die Spieler aus ihrem geheimen Vorrat noch welche hinzulegen dürfen. Das kann immer wieder eine ganz schöne Zocker-Komponente enthalten. Denn während man interne Konflikte mehr strategisch einzusetzen versucht, gibt es bei den externen auch teilweise dicke Belohnungen. Am Ende gewinnt, wer in seinem schlechtesten Aspekt am meisten Punkte hat.

    Bei uns ist so einiges passiert, Königreiche wurden erorbert, durch Katastrophen wieder geteilt, Monumente errichtet, ein Königreich eines Monuments ging unter, alle Anführer und benachbarten Plättchen wurden zerstört und es bildete sich ein großes Königreich in der Mitte welches nach diversen internen Konflikten von Katstrophen heimgesucht wieder in seine Einzelteile zerfiel.

    Was lich sagen will: Auf dem Anfangs quasi leeren Brett passiert eine ganze Menge. Nur aus den Spieleraktionen entwickelt sich da eine ganz wunderbare Dynamik. Und ich steh ja total auf solche Spiele die eine hohe Interaktion aus der Dynamik auf dem Spielbrett entwickeln. Und dadurch, dass man alle Bereiche entwickeln muss, der schwächste wird schließlich gewertet, müssen sich die Spieler auch ständig wieder neu ausrichten. Eine starke Position lange auszunutzen lohnt meist nicht, da man so ja nur in ein bis zwei Farben punktet.


    Ich hatte eine starke Position bei dem Tempeln und dort am Ende 20 Punkte ... tat mir aber mit grün und blau sehr schwer. Dort kam ich jeweils nur auf sechs Punkte. In unserer ersten Partie reichte das für einen zweiten Platz. Und denkbar knapp. (Der Gewinner hatte auch zweimal sechs und erst in der dritten Farbe mehr.)

    Aber da wären wir im nächsten Spiel sicher besser. Fies waren auch einige Konflikte in denen der Verteidiger sich trotz guter Vorbereitung des Angreifers behaupten konnte in dem er selbst drei oder vier Plättchen der entsprechenden Farbe aufdecken konnte. (Das hat fast was von der Spannung in Blood Rage.)

    Also Fazit: Ganz tolles Spiel.


    #HerrDerRingeReiseDurchMittelerde

    #DieVerlorenenRuinenVonArnak

    #EuphratUndTigris

  • Hallo zusammen,


    wir haben in wechselden Runden gespielt:


    1. #KlongmitMumie einmal -- zu viert. Wir hatten #Klong schon seit einem Jahr nicht mehr gespielt und mußten die Anfangsbedingungen wieder nachlesen. Den Rest kannten wir alle. Es zeigte sich sofort, daß der Startspieler einen Riesenvorteil hat, da er meist zuerst die lukrativen Fragezeichen abräumen konnte. Es macht keinen Spass hinter einem anderen herzuziehen. Also habe ich mir einen Weg abseits von Gedränge gesucht. Das nützte aber gar nichts, da ein Mitspieler den Pfeil nutzte um auf die andere Brettseite zu kommen. Dummerweise hatte sie auch manchmal mehr Stiefel als ich und somit den Vorteil bei den Fragezeichen.


    #Klong hat mit Strategie oder sogar Taktik nicht viel zu tun, dafür umso mehr mit Emotionen. Die Mumie machte das Spiel nur etwas komplizierter, hatte aber ansonsten kaum Auswirkungen. Wir werden wohl wieder die Grundversion spielen. Es ist wichtig, wer auf dem Markt die begehrten Schlüssel und Taschen oder Kronen einkaufen kann und wer höherwertige Schätze aus dem Dungeon holen kann und es dann noch ins Freie schafft. Zum Schluß gab es einen Gleichstand, aber nur weil auch das Manangement der gekauften Karten eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Unsere Punkte lagen zwischen 74 und 107. (7,2/10).


    2. #Fresko einmal -- zu viert. Dies ist ein Spiel, das immer mal wieder auf den Tisch kommt. Dabei bin ich meist ein sehr spät Aufsteher -- entgegengesezt zum wirklichen Leben. Anfangs versuche ich , möglichst viele Ressourcen billig zu ergattern, um später viele teure Aufträge (mit Bischof und Zusatzpunkt bis zu 14 Punkte) zu erfüllen. Billige Aufträge bringen nicht sehr viel und man gerät schnell ins Hintertreffen. Bei drei Leuten war es es enges Rennen. Ein Mitspieler war so weit hinten, daß er seine Punkte gar nicht mehr ausrechnen wollte. (78 - 82) (76/10).


    3. #Qwixxverrückt zweimal -- zu viert. Das ist kein Spiel für mich -- Würfeln eben.


    4. #BuntesBurano einmal -- zu viert. Nachdem wir die Regeln wieder verstanden hatten (es gab dazwischen immer wieder Nachfragen) konnte es losgehen. Man baut eine Häuserzeile mit 5 Häusern mit drei Teilen (Erdgeschoß, erste Etage und Dachgeschoß). Dabei sollten die Häuser jeweils aus einer von 6 Farben bestehen und das Nebenhaus sollte eine andere Farbe haben. Wenn man sich nicht daran hält muß man Marker (drei Siegpunkte) opfern, um es doch machen zu können. Wenn einer alle seine Häuser fertig gebaut hat, ist das Spiel zuende (wird am Ende der Runde überprüft) und es wird gewertet.


    Der Witz bei dem Spiel sind die Zeichnungen auf den Hausteilen (Geschäfte, Leute, Katzen, Schornsteine, Blumen, Kräuter, Markisen rot und blau,...) Es gibt jeweils 4 Gäste (dreimal) und 8 Einheimische (zweimal). Sobald ein Haus fertig ist, darf man sich ein Leut aussuchen und darunter legen. Die Gäste darf man mehrmals haben, Einheimische nur einmal. Gäste wirken nur auf die darüberliegende Spalte (alle Blumen in diesem Haus), Einheimische über die gesamte Häuserzeile (alle Paare von blau und roten Markisen oder alle Besucher vor den Häusern). Ziel ist es, möglichst viele Punkte durch die Kombination der Häuser mit den Leuten zu erreichen.


    Uns gefällt es recht gut. Es dauert nicht lange (ca. 40 Minuten), ist ein kleines Spiel und doch nicht ohne Überlegung und Interaktion (man muß schnell sein, um die gewünschten Leute noch zu erwischen). Unsere Punkte lagen zwischen 54 und 73 Punkten. (7,5/10).


    5. #Micropolis einmal -- zu viert. Das ist ein kleines Spiel mit niedlichen kleinen Ameisen und Keile mit Ameisen, Königin, Früchten, Architekt, Hebamme, Sergeant,.. darauf, die um den Ameisenhof mit den Kämpfern (anfangs 5) gelegt werden. Ist der Kreis beendet, endet das Spiel und es wird gewertet. Jede Figur gibt besondere Boni und zuletzt Siegpunkte. Man versucht in einem Bau (durchgehende Linie) möglichst viele Früchte aber nur eine Königin zu haben. Ein Bau mit möglichst vielen eingezeichneten Ameisen gibt bei Mehrheit Punkte sowie die Anzahl der Ameisen im Ameisenhof, jeweils 5. Die Hebammen sorgen dafür, daß neue Ameisen ins Spiel kommen, mit dem Sergeanten kann man die Kasernen füllen (so man sie hat und genügend Ameisen im Ameisenhof).


    Bei dem Spiel kommt es schon darauf an, wann man an der Reihe ist und welche Keile dann ausliegen. Man kann Ameisen opfern, um nicht die vorne liegende Teile nehmen zu müssen -- macht man aber ungern. Es ist ein netter kleiner Absacker (wir hatten gedacht, daß es auch schon für Kinder geeignet ist, aber man muß sich doch zu viele Dinge merken und beachten). Unsere Werte lagen zwischen 41 und 47. (7,2/10)


    Ciao

    Nora

    Einmal editiert, zuletzt von nora ()

  • Explorers (Ravensburger, 2021)

    Die Welle der Roll- oder Flip'n'Write-Spiele nimmt auch dieses Jahr nicht ab. Für die Messe in Essen stehen bereits einige Genrevertreter in den Startlöchern (BGG Preview Liste SPIEL '21), eines davon ist „Explorers“ von Phil Walker-Harding (unter anderem bekannt für die guten Spiele „Bärenpark“, „Imhotep“ und „Cacao“).


    In „Explorers“ entdecken ein bis vier Spielerinnen ihre eigene kleine Spielewelt. Auf dem Spielplan sind in einem Raster vier Landschaftstypen und darauf unterschiedliche Symbole (Pferd, Diamant, Schlüssel, Tempel, Apfel, Karotte, Fisch, Landkarte) abgebildet. In einem Zug wird eine Karte aufgedeckt, die zwei Landschaftstypen zeigt, wovon eine markiert ist. Entweder setze ich drei Kreuze in den markierten Landschaftstyp oder zwei Kreuze in den anderen, jeweils angrenzend an vorhandene Wege auf meinem Plan. Erreiche ich bestimmte Symbole, bringt mir das etwas – meistens Punkte am Runden- oder Spielende. So benötige ich Schlüssel, um Tempel zu betreten, oder ich jage und sammle Nahrung oder ich sammle Edelsteine etc. Vier Runden lang wird gespielt, am Rundenende gibt es eine Zwischenwertung für manche Symbole. Am Spielende wird dann zusammengerechnet, was jeder angekreuzt und an Punkten eingesammelt hat.


    „Explorers“ gibt es als Online-Solo-Version zum Ausprobieren. Da die Interaktion im Mehrpersonenspiel vermutlich ebenfalls nicht existiert, konnte ich hier also das Spiel gut antesten. Und wie einige andere Flip'n'Write-Spiele fällt es für mich in die Kategorie „tut nicht weh und spiel ich mit“, aber so richtig besonders ist es auch wieder nicht. Die Wahl der Wege finde ich gut, vor allem die Abwägung, ob ich lieber drei oder zwei Kreuze mache. Andere Spiele, wie „Trails of Tucana“, an welches mich „Explorers“ auch sehr erinnert hat, geben da weniger oder gar nur eine Option vor, was ich machen kann. Mit der Landschaft und den drei Kreuzen erinnert es mich auch ein bisschen an „Kingdom Builder“. Durch die zufällige Startaufstellung ergibt sich genügend Varianz, die zusätzlich auch über die zufällig gezogenen Landschaftskarten hereinkommt. Die Regeln sind recht leicht zu verstehen, das Niveau hätte ich leicht über „Trails of Tucana“, aber unter „Welcome to“ angesiedelt.


    Ein bisschen Kritik gibt es auch: Grafisch ist eher funktional und das Thema kam für mich auch nicht wirklich heraus. Ich setze nun einmal nur Kreuze auf ein Stück Papier und optimiere dabei meinen Weg anhand der Vorgaben. Auf die Art und Weise würde ich nie ein echte Erkundungstour starten – und auch nicht können, weil ich nicht an X Stellen gleichzeitig meinen Weg fortsetzen kann.


    Das schnelle 10-minütige Solospiel war aber in Summe ein netter Zeitvertreib. Als Alternative zu meinem aktuellen Lieblings-Flip'n'Write-Spiel „Welcome to“ könnte ich mir das sogar ab und an vorstellen. (7,5)



    #Explorers

  • Nach längerer Spieleflaute haben es in den letzten 2 Wochen immerhin mal wieder 2 Spiele auf den Tisch geschafft. Und beide verweilten zum Ausgleich dann auch gleich ein bisschen länger dort. Und was mir gerade beim Schreiben auffällt: Lustigerweise spielten wir bei beiden Spielen Mission/Quest/Szenario Nummer 4. ^^


    Kommen wir also zu Spiel Nummer 1: City of Kings!

    Trotz seiner nicht zu widerlegenden Puzzeligkeit mag ich dieses Spiel ausgesprochen gerne. Kein anderes Spiel bietet diese überaus unterhaltsame Kombination aus Erkundung, umfangreicher Charakterentwicklung, Ressourcenmanagement, Landschaftsentwicklung, Quests, extrem variablen und herausfordernden Gegnern, alles illustriert von hübschen Grafiken und mit hübschem Material und abgerundet von einem würzigen Quäntchen Glück. Unsere Aufgabe bestand darin, das in der vorhergehenden Mission frisch (und mühsam) aufgebaute Fort vor einer berüchtigten Werbären-Königin zu beschützen.

    Wäre City of Kings jetzt irgendein anderes Fantasy-Spiel, dann würden wir uns die Hände reiben, fette Waffen und durchschlagskräftige Zauber einpacken und auf die Monsterjagd gehen. Es ist aber eben kein anderes Fantasy-Spiel, weshalb wir schon bei den zwei vorhergehenden Versuchen mächtig kassiert haben und die Werbär-Königin sehr(!) deutlich gezeigt hat, wer hier was zu melden hat und wer nicht. Versuch Nummer 3 also, diesmal mit anderen Helden. Die Heldin meiner Frau ausgerichtet auf Heilung, vorsichtige Erkundung und Aktionsreichtum, mit zwei Arbeitern für den Ressourcenabbau. Mein Held als Tank und Damage-Dealer, für Alternativen blieb dann leider nicht mehr viel übrig.

    Vorsichtig, sehr vorsichtig erkundeten wir das Umland, eliminierten in auch schon harten Kämpfen die Offiziere der Werbär-Königin, rüsteten uns aus, bauten Fallen... Und dann fanden wir sie. Oder besser: Sie fand uns. Massig Hitpoints (45, wenn ich mich recht entsinne), viel Verteidigung (blockt ausserdem noch 5 Schaden eines Angriffs). Teilt selbst natürlich auch ordentlich aus (einen ihrer Angriffe überlebte ich gerade so mit 2 HP, einen zweiten hätte ich nicht überstanden). Und das bei inklusive Glück zu diesem Zeitpunkt maximal erreichbaren 12 Schaden.

    Dank guter Skillung und gutem Teamwork konnten wir sie nach einem langen, zähen Kampf über mehrere Runden, inklusive Einsatz von Fallen, dann schliesslich besiegen. Mein Damage-Dealer-Tank überlebte ihre Angriffe gerade so, und meine Frau konnte mich wieder rechtzeitig hochheilen, um eine weitere Runde durchzuhalten.

    Sieg! Oder?

    Ja, schon. Aber es gibt ja bei City of Kings noch die Epic Challenges... Da wir dank guter Vorausplanung bisher gut durch die Story durchgekommen sind, wagten wir uns mal an die Epic Challenge. BÄM. Direkt nochmal zwei Gegner vor die Nase. Zu allem Überfluss auch noch mit Schadensreflektion. Mein Charakter würde sich also bei einem All-Out-Angriff selbst nahezu ausschalten, bevor dann der Gegner selbst dann nochmals mit seinen zwei Angriffen nachlegt. Glücklicherweise bewegten sich beide Gegner nicht, wir konnten uns also etwas vorbereiten und sie dann einzeln ausschalten.

    Sieg! Oder?

    Ja, schon. Aber es gibt ja bei City of Kings noch die Legendary Challenges... Da wir dank guter Vorausplanung etc usw usf... :D Wir konnten es also nicht lassen und mussten uns auch noch ander Legendary Challenge versuchen. BÄMBÄM. Nochmals zwei Gegner direkt vor die Nase. Zwar nur normale Gegner, aber so langsam waren wir auch bei normalen Gegnern in einem Bereich von Hitpoints, Verteidigung und Sonderfähigkeiten, vor dem sich auch Bosse nicht mehr verstecken mussten. Und nun mussten wir uns mit teleportierenden, Feuerwände und Blizzards beschwörenden Gegern herumärgern, von denen der eine zusätzlich zu seinem vielen Leben auch noch viel Damage Reflect UND obendrauf noch einen Schadensoutput hatte, der meinen Char auch so schon instant aus den Latschen hauen würde...

    Mit Fallen, viel Überlegen, guter Positionierung, der richtigen Ausrüstung und der richtigen Skillung schafften wir es schliesslich tatsächlich, beide Gegner zu besiegen und Story 4 mit der Legendary Challenge erfolgreich abzuschliessen.


    Bevor nun das Fazit kommt, noch zwei Fotos, die dem Spiel natürlich nicht gerecht werden. Einmal das Spielfeld am Ende des Spiels, das andere mit meinem Charakter am Spielende.


    Fazit:

    Knüppelhartes Spiel, aber wie eingangs schon geschrieben ist es in seiner Veranlagung und Spielweise doch so einzigartig und - trotz der nötigen Vorausplanung - so unterhaltsam, dass ich es immer wieder gerne aus dem Schrank hole. Auch wenn es dann vielleicht mal für zwei Abende den Tisch besetzt. Oder nur für 45 Minuten. Für mich das (deutlich) bessere Mage Knight.



    Spiel Nummer 2 wollte natürlich auch was Besonderes sein und unter Beweis stellen, dass es auch ein toller Brecher ist. Und mindestens genausoviel Platz auf dem Tisch verbrauchen kann. Infinity Defiance kann beides.

    Auch hier steht Mission 4 an. Ein über dem Planet Paradiso abgeschossenes Schiff der Combined Army (die "Bösen") ist ungewöhnlicherweise noch intakt und beherbergt Antriebstechnologie, die unser Team braucht. Dringend braucht, denn wir sollen später in der Kampagne durch das Wurmloch der Combined Army springen - und ohne diese Antriebstechnologie geht das zwar, aber es wird uns und unser Schiff ziemlich in Mitleidenschaft ziehen. Also besser vorbereiten und an Technologie einsammeln, was nur geht.

    Der Job der vier Protagonisten Quiang Gao, Jazz, Uma und Cadin ist klar: Das Schiff CA-3 infiltrieren, Navigationsdaten extrahieren, Antriebstechnologie extrahieren, zum Shuttle zurückfallen und exfiltrieren. Zeit ist kritisch, weshalb eine Aufteilung in zwei Teams vorgenommen wird: Jazz wird südlich abgesetzt werden und sich so schnell wie möglich im Schiff in Position bringen, um allfällige Defensivmassnahmen abzuschalten, die sich beim Hochfahren des Reaktors zwangsläufig aktivieren werden. Der Rest des Teams dringt von Norden vor, fährt den Reaktor hoch, beseitigt Opposition und bereitet den Weg für eine möglichst schnelle Extraktion von sowohl Navigationsdaten als auch Antriebstechnologie.

    Das klappt zunächst einmal ganz gut. Das Team bringt sich in Position und Jazz fährt mit Hilfe ihres kleinen Remotes Billy den Reaktor hoch. Die Combined Army reagiert umgehend, aktiviert automatisierte Geschütze, schickt eine Patroullie los und lässt ihre Version von Kampfhunden von der Leine. Soweit alles gut, nichts kommt unerwartet. Jazz hackt die Geschütze und deaktiviert sie, Cadin kümmert sich um die Kampfhunde, muss dabei aber ziemlich einstecken. Quiang Gao gibt Deckungsfeuer und verzögert den Vormarsch einer schweren gegnerischen Einheit lange genug, damit Uma den Jayth endgültig ausschalten kann.


    Soweit, so gut. Nun beginnt der schwierige Teil: Navigationsdaten und Antriebstechnologie extrahieren. Uma lässt sich zurückfallen, nimmt die vorrückende Patroullie dabei unter Feuer. Das sind aber keine Anfänger - zwar verlieren sie einen der Ihren, aber Uma muss auch ordentlich einstecken. Cadin wird in der Zwischenzeit von den Kampfhunden so übel zugerichtet, dass der kleine Billy ihm ein Erste-Hilfe-Kit vorbeibringt. Jazz kümmert sich in der Zwischenzeit um die Navigationsdaten und Quiang Gao hält auf dem Weg zum Antrieb mit der schweren Shotgun auf die Kampfhunde drauf.

    Zum Bild: Noch ist alles halbwegs unter Kontrolle...


    Das ganze Geballer sorgt nicht gerade dafür, dass die Alarmsituation entspannen würde. Der Alarmlevel steigt weiter, die Patroullie wird von frischer Verstärkung aufgefüllt, im Norden taucht ebenfalls Combined Army Verstärkung auf. Es wird klar, dass Geschwindigkeit von essentieller Bedeutung ist. Quiang Gao entnimmt den Antriebskern, Jazz startet die Selbstzerstörung des Schiffs. Wenn schon Zeitdruck, dann richtig.

    Und nun wird auch klar, warum dieses Schiff noch nicht völlig zerstört war wie die anderen abgeschossenen Schiffe der Combined Army: Ein Cadmus - ein Elite-Operator der Combined Army - taucht auf und sorgt dafür, dass es Jazz plötzlich auch nicht mehr so gut geht. Das Team versucht sich unter Dauerfeuer nach Norden zum Shuttle durchzuschlagen. Nach Norden, wo immer mehr Verstärkung der Combined Army auftaucht...

    Der Absetzpunkt im Süden ist keine Extraktionsoption mehr - nicht, seit dieser Teil des Schiffs bereits von der Selbstzerstörung dahingerafft wurde. Das Team opfert Billy und versucht, Abstand zwischen sich und die von allen Seiten anrückenden Gegner zu bringen. Zumindest für die zwei schwer angeschlagenen Frauen - Uma und Jazz - funktioniert der Plan. Billy wird unterdessen von der Combined Army in Altmetall verwandelt. Quiang Gao vertraut auf seine Rüstung und bringt den Antriebskern im Kugelhagel in Richtung Shuttle - unbeschadet geht dies jedoch nicht vonstatten, und lange darf es so nicht weitergehen. Erst recht nicht jetzt, wo noch zwei weitere Cadmus auftauchen...

    Die Situation sieht nicht gut aus. Zwar haben alle Teammitglieder das Combined-Army-Schiff inzwischen verlassen, doch der Weg zum Shuttle ist voller Gegner. Und nicht irgendwelche Gegner - tödliche Gegner. Mit einem Cadmus ist schon nicht zu spassen, und der zweite ist nicht weit weg. Cadin wählt aus den im Weg stehenden Gegnern den schwächsten aus und tötet ihn zusammen mit Uma. Nicht, dass das viel nützt, aber es verschafft dem Team genug Zeit, um ins Shuttle zu kommen. Quiang Gao spielt dort lebendes Schild und stellt sich in die Tür, um die verbleibenden Angriffe der Combined Army zu schlucken. Kurz darauf hebt das Shuttle ab, gerade noch rechtzeitig, um nicht von der Explosion des sich selbst zerstörenden Schiffs erwischt zu werden.



    Knappe Sache. Wir hätten keine Runde länger brauchen dürfen. Denn dann hätten uns die Gegner einfach auseinandergenommen. Zwar hat jeder Charakter ein Auto-Medikit, aber neben Heilen macht man dann eben auch nicht mehr soooo viel. Zumal es immer mit unerfreulichen Konsequenzen einhergeht... Aber egal, geschafft ist geschafft! Und im Gegensatz zur Vorgängermission haben wir diesmal alle Ziele erfüllt. :)


    Fazit:

    Infinity Defiance war bereits ein sehr guter Dungeoncrawler, der aber mit Regelunklarheiten zu kämpfen hatte. Seitdem es das FAQ gibt, sind viele Fragen eindeutig geklärt und man kann es jetzt sehr gut spielen. Nicht, dass es einfach oder ein Wohlfühl-Spiel wäre. Das Spiel fordert durchaus, die Gegner sind keine Statisten, sondern arbeiten mit den gleichen Fähigkeiten und der gleichen Ausrüstung wie die Helden. Sprich: Ein schweres MG beim Held ist sicherlich toll, aber es kann genau das Gleiche, wenn es der Gegner ausgerüstet hat. Und dann ist Vorsicht angebracht. Und auch die Gegner haben Helden. Dann ist erst Recht Vorsicht angebracht.

    Nachdem meine Frau es nach dem ersten Spiel regelrecht gehasst hat, gefällt es uns inzwischen beiden sehr gut. Skills, Equipement, Progression fühlen sich gut durchdacht an. Dabei sind Ausrüstung und Skills eher nach dem gewünschten Spielstil des Charakters zu wählen, vieles sind eher Alternativen mit anderen Stärken und Spielweisen denn "schlicht besser", und die Skills sind die Möglichkeit, das Ganze dann feinzutunen. Und das Ganze nimmt dann recht schnell ordentlichen Umfang an - je nach Charakter natürlich. Siehe Jazz...


    Oder die Defiance:


    Mit simplem "Reinrennen und Draufhauen" kommt man nicht weit, dazu sind die Gegner zu stark und kommen zu schnell wieder. Teamwork ist gefragt, und Supporter wie Jazz sind nicht die langweiligen Heiler im Hintergrund, sondern oft absolut zentral für den Missionserfolg.


    Sehr cooles Spiel, ich bin sehr froh habe ich es unterstützt. :)

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Die letzten Tage konnten wir 3 spiele zocken .


    #Arboretum


    Wunderschönes Karten spiel mit echt Spaß machenden Mechaniken.

    Hauptmechanik ist tile(card) placement und rout building.

    Allein das wäre schon cool aber das Spiel hat noch ein weiteren Hand Management/Mehrheiten kniff was das Spiel auf ein anderes Level hebt .

    Immer noch mein top aufwärm/absacker Kartenspiel .

    10/10 Punkten



    #Wasserkraft


    Wasserkraft ist mittlerweile mein top 1 spiel zur Zeit vorbei gezogen an brass,underwater cities und gwt.

    Kenne kaum ein Spiel was einen das Gehirn zum schmelzen bringt und dabei so unglaublich belohnt wenn ein Plan aufgeht und man sich ein Wasserkreislauf aus Dämmen, Rohrsystemen und Turbinenhäusern aufgebaut hat was einem ordentlich Energie liefert und andere auf dem Trockenen sitzen lässt .


    10/10 Punkten



    #Explorers


    Nach bärenpark Endlich mal wieder ein gutes Spiel von p.w.h .

    Das Spiel ist wie eine Mischung aus Silver and Gold und trails of Tucana .

    Das Spiel macht auch Spaß mit meinen kiddis (5&7) .


    7,5/10


    Wünsche euch noch ne schöne Rest Woche

  • Mit „meinen Jungs“, verstärkt durch zufälligen Besuch vom Nachbarn, kümmerten wir uns um die Versorgungskrise in England und spielten #Railways_of_the_World auf der Englandkarte. Anfangs als Berater für den werten Nachbarn unterwegs, gingen alle 3 Bonikarten vom Start samt und sonders an mir vorbei. Mühsam, aber durch frühzeitigem abschotten der nördlichen Gebiete, konnte ich für längere Zeit meine Städte vor fremder Warenabfuhr „beschützen“. So landete ich dann am Ende doch noch mit 4 Punkten vor dem bis dahin führenden. Als thematischer Startspielerpöppel wurde diesmal eine englische Lok aus meinem Modellfundus ausgewählt - das Ende sah wie folgt aus (die Strecken ohne Loks wurden vorher schon durch Wegnahme ausgezählt)


       

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  • ...und mit mir spielte Torlok dann netterweise gestern auch noch den ganzen Tag. Nachdem er ja jetzt schon mehrfach die 75km zu uns mit dem Motorrad angereist ist, war es nun meine Freude, ihn zuhause besuchen zu dürfen. Gespielt wurde bei bester Verpflegung zunächst "Imperium Legends", ein Civ-Deckbuilder, der mich auf den ersten Blick sehr stark an Imperial Settlers erinnerte, das verlor sich dann aber doch mit weiterer Spielpraxis und machte eher dem Eindruck Platz, dass hier jemand ein Best-of aller jemals ausgedachten Dominon-Clone produzieren wollte. Ein Spiel, bei dem man sein Deck kennen muss, um es gut zu spielen, viele der Karteninteraktionen versteht man erst hinterher. Jedes Volk spielt sich offenbar völlig anders, bei uns waren es die Olmecs gegen die Minoans, wobei mir als Anfänger das leichter zu spielende Volk der Minoaner zugedacht wurde, mit dem ich trotzdem hoffnungslos baden ging (104:77 Punkten). Ich hatte das Gefühl, dass die Minoans wesentlich schneller das Spielende herbeiführen können und so wahrscheinlich niedrigpunktig siegen könnten, bevor die Gegenseite ihre Engine ans Laufen bringt - andererseits sind sie in der Lage, alle einzeln erworbenen Siegpunkte in der Endwertung zu verdoppeln, was zu reicher Punkteernte führen könnte. Negative Interaktion gibt es in kontrolliertem Maße auch, aber eher auf der "ich stopf Dir Dein Deck zu"-Stufe der Flüche bei Dominion. Gefällt mir leider sehr sehr gut, so dass ich bei der deutschen Version dann wohl leider auch zugreifen muss.


    Im Anschluss durfte ich dann endlich eine Erstpartie "One Small Step" spielen, jenen Worker-Placer von Academy Games, der in der Spieleschmiede an der Finanzierung einer deutschen Version gescheitert ist. Dabei treten die USA und die UDSSR im Space Race um die erste Mondlandung gegeneinander an, viele Karten zeigen historische Ereignisse und tatsächliche Bestandteile des Wettrennens ins All. Optisch also sehr schön, spielerisch einer der komplexeren und biestigeren Vertreter seines Genres: Nur 10 Einsetzpositionen gibt es jede Runde, von denen 8 genutzt werden. Jeder Spieler hat 2 Ingenieure und 2 Administratorinnen, die die jeweiligen Einsatzfelder jeweils unterschiedlich nutzen können und die andere Verwendungsmöglichkeit bei Benutzung sperren. Ressourcen müssen erwürfelt werden und sind daher eher schwierig zu erhalten, zumindest die, die man gerade braucht, um die ziemlich starken Eventkarten auszuspielen, sein Personalaktionen durchführen zu lassen oder am Ende die anstehenden Missionen (die auf einer Countdownleiste unbeirrt nach vorne rücken) zu bestehen. Der wenig für Worker-Placement zu begeisternde Torlok hatte glaube ich nur begrenzt Spaß an diesem "Mangelspiel", wobei wir nur das Standardspiel gespielt haben (im Expertenmodus können die 10 Standardaktionen individuell aufgewertet werden) und die Hazard-Ärgerkarten quasi nicht genutzt haben. Für Menschen, die den Mechanismus mögen, und die (wie z.B. bei Flügelschlag) mit dem Glücksmoment des Würfelns leben können, wartet hier allerdings einer der komplexesten und thematischsten Worker-Placer, die ich bisher gespielt habe. Einziger echter Kritikpunkt: Man braucht die Kickstarter-Promokarten, sonst gehen einem am Ende (wenn man nicht hypereffizient spielt) Karten und Bonustoken einfach aus, bevor das Spiel zuende ist. Außerdem ist eine Situation denkbar, in der man zuviele seiner Crewmissionen scheitern lässt und so niemand das Spielende auslösen kann. Dafür müsste man allerdings schon ziemlich schlecht spielen. In jedem Fall ein sehr spezielles Spiel.


    Alles in allem nochmal vielen lieben Dank für die freundliche Aufnahme in die heiligen Hallen und hoffentlich bald wieder!


    Außerdem diese Woche bei einem offenen Treff gespielt: Nach fast 10 Jahren wieder eine Partie Agricola zu viert. Ich habe jetzt offenbar endlich den Punkt erreicht, wo ich als Vielspieler über die Komplexität von Agricola nur noch müde lächeln kann, während ich es früher als es rauskam für wahnsinnig schwer zu erklären oder zu verstehen hielt ;). Jedenfalls kam ich mühelos wieder rein (trotz eines Denkfehlers, der auf dem häufigen Spielen des 2er-Agricolas basierte, wo ja Häuser auch Zaunseiten haben - im alten Agricola ist das nicht so, das hatte ich völlig vergessen). Spannend war die Kombi an Anschaffungen und Ausbildungen, durch die ich schon in der dritten Runde einen Lehmofen anschaffen konnte, womit meine Nahrungsprobleme der Vergangenheit angehörten - und auch der Holzankäufer war extrem hilfreich, um andere in ihren Anschaffungen zu behindern. Am Ende ging die Partie mit meinem wahrscheinlich höchsten Ergebnis das ich je in dem Spiel erreicht habe (54 Punkte) an mich, wobei ein Mitspieler mit einer Anschaffung, die Siegpunkte für das Nichterringen von Minuspunkten versprach, noch einmal unfreiwillig mithalf. War eine schöne Partie, Agricola muss jetzt auch bei mir wieder aus dem verstaubten Regal gerettet werden.

  • #OneSmallStep

    Jeder Spieler hat 2 Ingenieure und 2 Administratorinnen, die die jeweiligen Einsatzfelder jeweils unterschiedlich nutzen können und die andere Verwendungsmöglichkeit bei Benutzung sperren.

    Das ist Workerplacement nochmal auf die Spitze getrieben - nicht nur das die jeweils andere hälfte der 5 Aktionsfelder (je 2 Möglichkeiten) gesperrt wird, nein, man muss auch noch auf männlich oder weibliche Meeples achten! Das kann einem schon die Lust etwas verhageln, wenn einem für seine Leute die sinnvollen Optionen versperrt sind. Auch ein Catch-Up Mechanismus scheint hier nicht vorhanden zu sein, es war mir nicht möglich den Punkteabstand zu verkürzen - auch wenn es gut lief. Schade eigentlich, Thema ist wirklich gut umgesetzt, auch die Grafik der Eventkarten mit originalen SW-Fotos weiß zu gefallen. Man könnte es auch als „Auskopplung“ von Twilight Struggle beim Race to the Moon betrachten.

    Gespielt wurde bei bester Verpflegung zunächst "Imperium Classics" Legends

    Ftfy ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von Torlok ()

  • #OneSmallStep

    Auch ein Catch-Up Mechanismus scheint hier nicht vorhanden zu sein

    Nachdem ich mir die vollen regeln nochmal angeguckt habe, kann ich mir vorstellen, dass das ein Problem der Standardversion ist, das durch das Expertenspiel gelöst würde - dort kann man durch das Erfüllen von Missionen parallel auch die Arbeitereinsetzmöglichkeiten individuell aufwerten. Vorrangig bin ich beim Standardspiel vorbeigezogen, weil ich eine Runde früher mit den Crewmissionen angefangen hatte; wenn aber auch die leichter zu erfüllenden Satellitenmissionen diesen Vorteil bringen kann ich mir gut vorstellen dass das dann einen Ausgleich herstellt. Allerdings gewinnt das eh schon komplexe Spiel dadurch nochmal ordentlich Komplexität dazu (die 3,2 Weight auf BGG halte ich für einen Witz, im Expertenspiel geht das schon eher in Richtung 4).

  • Anachrony (Mindclash Games, 2017)

    „Anachrony“ von Dávid Turczi und Co. ist ein Heavy-Euro-Game, bei dem bis zu vier Fraktionen um die Vorherrschaft kämpfen, bevor ein Asteroid die Erde trifft und alles zerstört. Erstmals konnte ich das Spiel im Februar zu zweit kennenlernen. Die Erfahrung war damals durchwachsen und ich wünschte mir eine zweite Partie, die nun mit vier Fraktionen erfolgte.


    Richtig gute Freunde werden „Anachrony“ und ich aber nicht. Ich sehe die positiven Aspekte des Spiels wie das Ausleihen von Ressourcen aus der Zukunft, die zwei Arbeitereinsetzbereiche (global und lokal), variable Ziele und Eigenschaften und eine schöne Aufmachung. Dennoch springt bei mir der Funke nicht über. Ich wollte die Fehler aus der ersten Partie besser machen, aber dies gelang mir einfach nicht. Mit 29 Punkten stand ich zum einen wesentlich schlechter als in der ersten Partie da, zum anderen lagen die restlichen Plätze bei 54:58:63 Punkten. Ich hatte also gerade einmal die Hälfte der Punkte. Das ging mir bei „Barrage“ anfänglich auch so, aber ich wusste, woran es lag. „Anachrony“ lässt mich dabei ratlos zurück, wieso ich so wenig Punkte hatte. Und dementsprechend ist meine Motivation für eine dritte Partie auch nahe bei Null.


    Ich sehe zwar anhand des Wertungsblock am Spielende, wo ich wenig oder keine Punkte erhalten habe, aber wieso das so war bzw. wieso das bei den anderen nicht so war, ist mir schleiferhaft. Einen Spielfehler in der vorletzten Runde hatte ich, der unter anderem dafür sorgte, dass ich noch 5 Warp-Plättchen liegen hatte und nicht bezahlen konnte. Aber auch das waren „nur“ 10 Siegpunkte und ich wäre immer noch weit abgeschlagen.


    Ich halte für mich daher einfach fest, dass ein „Anachrony“ ein gutes Spiel ist, das ich aber nicht mehr mitspielen möchte. (7,5)


    #Anachrony

    Remember our Trip (dlp Games, 2020)

    Leider erst die dritte Partie von „Remember our Trip“ seit Erhalt an Weihnachten 2020, dafür aber endlich einmal zu viert. Die Kritikpunkte bleiben: Grafisch echt nicht der Hit und zumindest die Städte Kyoto und Singapur kommen thematisch nicht hervor. Und die Anleitung ist echt grauenvoll und stellenweise unpräzise und schwammig. Die positiven Punkte bleiben aber auch: Anfangs kann ich noch frei entscheiden, welche Plättchen ich wo lege, aber der Zwang wird zum Spielende hin immer größer. Die Wertung mit dem zentralen Spieltableau ist immer noch innovativ und lässt eigene Baupläne im Spiel auch gerne über den Haufen werfen, was positiverweise möglich ist.


    Zu viert spielt es sich noch enger und konfrontativer, da der zentrale Spielplan sehr schnell mit „Erinnerungen“ gefüllt wird. Wir konnten beispielsweise nur eine einzige Sehenswürdigkeit platzieren, weil immer etwas im Weg war. Meine Erklärung des Spiels war wohl nur zu schnell: Ein Mitspieler lag mit 20 Punkten gegenüber 32:33:37 recht weit hinten. Mir hat die Partie aber wieder gut gefallen. (7,5)


    #RememberOurTrip

    Werwörter (Ravensburger, 2019)

    Zum Abschluss gab es zahlreiche Runden „Werwörter“. Obwohl wir nur zu viert waren, funktionierte es sehr gut und wir hatten eine Menge Spaß. Schade war, dass von den ca. sieben Partien sechsmal der Werwolf gewann. Immerhin das Wort „Brettspiel“ konnte die Dorfgemeinschaft richtig erraten und die Seherin blieb unerkannt. (9,0)


    #Werwörter

  • Da ich schon wieder etwas hinterherhinke, hier ein gestraffter Bericht aus den letzten 3 Wochen:


    Zunächst war da ein ganz wunderbarer Spieletag bei WarFred, auf dessen Wiederholung ich mich am nächsten Wochenende schon sehr freue.


    Für mich erstmals auf den Tisch kam #TidalBlades zu viert mit der Anglers Cove Erweiterung in der KS Deluxe Ausgabe. Ein echter Augenschmaus, in Sachen Material geht kaum mehr, da macht das Spielen gleich doppelt Spaß. Das Spiel selbst ist nach einiger Regelerklärung nicht übermäßig komplex sondern spielt sich mit kurzen Zügen locker leicht. Hat uns allen am Tisch großen Spaß gemacht und würde ich gerne wieder mitspielen. Da ich Zuhause meist alleine oder zu zweit spiele und auch im Alltag etwas von dem ausufernden Spielaufbau und entsprechender Aufbauzeit abgeschreckt bin, werde ich hier wohl selbst aber nicht zugreifen. Das Spiel macht den Eindruck, mit mehr als 1-2 Personen besonders stark zu sein und würde hier dann nicht die nötige Aufmerksamkeit erhalten.



    Weiter ging es noch mit je einer Runde #DerKartograph , #DieverlorenenRuinenvonArnak und als Absacker #KingofTokyo


    Alles mir gut bekannte Spiele, gerade Arnak, das ich zuletzt Anfang des Jahres gespielt hatte, hat mir wieder großen Spaß gemacht. Das Spiel ist einfach ein tolles, rundes Spielerlebnis mit schöner Ausstattung. Habe mir nun auch noch die Eurohell Münzen und Kompasse bestellt und werde nach deren Lieferung dann mal langsam die Solo-Kampagne angehen.



    Dazu kamen dann in den letzten Wochen noch 28 Partien #Cascadia

    Leider bin ich nun bereits 16x an Szenario 13 gescheitert, habe aber nach wie vor solo einen riesen Spaß an dem Spiel. Die kurze Spielzeit von 10-15 Minuten erlaubt eigentlich regelmäßig noch ein Ründchen, gerade wenn ich es aufgebaut lassen, kommt da einiges zusammen. Volle Empfehlung, auch für Nichtsolisten, die gerne Plättchen aneinander puzzlen.



    3x #Sagrada zu zweit

    Nachdem mir Bergziege von ihrem Spontankauf des Spiels berichtete und am selben Abend mein Mann den Wunsch nach einem leichten Spiel äußerte, fiel die Wahl mal wieder auf Sagrada. Immer noch ein gutes Knobelspiel mit kurzer Spieldauer und dem Wunsch nach Revanche.



    59x #Obsthain solo

    Jup, richtig gelesen. Frisch gekauft und in 5 Minuten gezockt eine echte kleine Perle für nebenbei, zwischendurch oder wenn es schnell gehen soll. Habe die letzten 2 Wochen quasi jede Gelegenheit genutzt, sei es beim Kaffee trinken oder auch beim Warten beim Arzt. Dank Corona hat man ja nun häufiger Sitzflächen neben sich frei ^^



    2x #UnderwaterCities mit der Erweiterung Neue Entdeckungen solo

    Ich liebe dieses Spiel. Und ich bin einfach unglaublich schlecht darin. Egal, weiter geht's!



    5x #Maracaibo solo

    Für Maracaibo habe ich mir letztes Wochenende, an dem ich einige Stunden babyfrei hatte, mal wieder Zeit genommen und bin nochmal neu die Kampagne angegangen. Ich bekomme zwar jede 2. Partie von Jean die Grenzen aufgezeigt, habe aber richtig Spaß dabei. Schade, dass es meinem Mann etwas zu thinky ist und ganz besonders schade, dass der Aufbau so langwierig ist und es dann immer wieder im Regal verschwindet. Habe mir jetzt etwas mit Beuteln für die Kampfplättchen und die Questplättchen ausgeholfen und zudem kleine Tabellen gefertigt, sodass ich die Nationenmarker und die Scheiben auf das Automatableau nicht mehr legen muss, es ist aber immer noch recht aufwändig. Ich hoffe jedoch, dass ich es nun schaffe, hier mal weiter am Ball zu bleiben. Ob ich die nun bald erscheinende Erweiterung kaufe, vermag ich jedoch noch nicht zu sagen. Könnte rausgeschmissen Geld sein, wenn das Spiel dann wieder monatelang nur rumliegt. Andererseits wenn ich es spiele, finde ich es toll. Naja, muss ich ja heute zum Glück nicht entscheiden :)



    2x #Riftforce

    Gegen meinen Mann, ich würde es mal als ganz nett bezeichnen. Mir persönlich hilft die ganze Story nix, das ist und bleibt abstraktes Werte und Symbole sammeln. Mein Mann hat mir hierbei auch zwischendurch zu lange überlegt, das hat mich bei diesem an sich kurzen Spiel dann zwischendurch auch gelangweilt. Kommt für mich an andere 2-Personen-Spiele nicht heran und werde ich wohl auch nicht mehr vorschlagen. Wenn mein Mann es nochmal spielen mag, bin ich aber gerne mit dabei. Ansonsten zieht es halt wieder aus



    Heute dann, nachdem ich es 2 Tage auf dem Tisch stehen hatte und babybedingt zu nix kam, haben wir unsere erste gemeinsame Partie #Scythe gespielt. Mein Mann schlich die letzten Tage schon immer drumherum, die Mechs und Anführerfiguren haben gut Eindruck gemacht ^^ Spielerisch spielten Polonia gegen die Krim, das war für uns so eine Art Abstandskompromiss um uns nicht sofort gegenseitig in Kämpfe zu verwickeln aber uns auch nicht gänzlich aus dem Weg zu gehen. Hat gut geklappt, wir hatten ein paar Kämpfe, konnten uns aber auch vielfach ganz in Ruhe mit unseren Plänen und Aktionen befassen. Toll finde ich, wie schnell die Aktionen abgehandelt sind, die Downtime war für mich hier gefühlt viel geringer als bei Riftforce. Und auch wenn einen das Regelheft in seiner Länge erstmal ein wenig erschlägt, so ist es doch gut geschrieben und das Spiel selbst ist alles andere als kompliziert. Sehr guter erster Eindruck, auch wenn ich eine geradezu beschämende 44:90 Niederlage kassiert habe. Das schreit nach Revanche, die es hoffentlich angesichts der überschaubaren Spielzeit (1:15h in der Erstpartie) auch sehr bald gibt :wikinger:

  • So, leider fiel der Spieletag bei Alan Smithee für mich aus da meine Frau sich ne Magen-Darm Erkrankung eingefangen hat und ich sie so nicht mit unserem Wirbelwind allein lassen wollte.

    Dafür hatte ich dann Vormittags und Abends Zeit um meiner Solosucht nachzukommen.


    Vormittags gab es mal wieder ne Runde #LabyrinthWaronTerror im Let’s Roll! Szenario.

    Diesmal als Jihadist gegen den US Bot.

    Ich konnte mir früh Pakistan sichern und damit WMD Plots aber es ergab sich nie die Gelegenheit nach Amerika zu kommen.

    Anstelle dessen versuchte ich 6 Islamic Ressources zu verschaffen was mir am Ende zu Beginn von Runde 6 gelang.

    Mir kam der switch von von Hard zu Soft von US Seite sehr gelegen aus dem sich der Bot nicht befreien konnte/wollte.

    Dafür gab es in Runde 5 ne knackige Situation. Hätte der US Bot da bei 5! Würfelwürfen ein Land auf Good Ressources gedreht hätte ich aufgrund von Oil Spike verloren aber just diese fünf Würfe gingen schief. Ansonsten hab ich für mich sehr schlecht gewürfelt und es war echt ein Wunder das Spiel zu gewinnen.

    Der US Bot kann was wenn man ihm in gewissen Situationen unter die Arme greift (gilt umgekehrt auch).

    Eins meiner liebsten Solospiele und ich freue mich hier mal auf ne echte 2er Partie irgendwann mal.

    Eventuell werde ich das nächste mal Awekaning testen.



    Und am Abend gab es noch #SpaceCorp2025-2300AD inkl. Ventures Erweiterung.

    Hier war es doch eine recht klare Sache und ich muss sagen GravTech ist schon ein starkes HQ wobei ich gerade in Ära 3 doch gute Discoverys erbeutet habe.

    In Ära 3 konnte ich der AI wichtige Bases bei Jupiter und Uranus abluxen.

    Tolles Spiel. Freue mich hier iwann mit Torlok und seiner Runde ne volle MP Runde zu erleben.

    Meine Sammlung


    Meine 10er : Fields of Fire - High Frontier 4all - Labyrinth-War on Terror - Obsession - Space Empires 4x

    Meine 9+er: Abomination - BIOS-Megafauna - BIOS-Origins - Empires of the Void II - Kingdom Rush - Legendary Encounters:Alien&Predator - Navajo Wars - Nemos War - SpaceCorp - Space Infantry:Resurgence - Star Trek-Ascendancy - Stellar Horizons - Teotihuacan - Tiger Leader - Warfighter-PMC - Yedo - Zero Leader