Warum wird in den (inzwischen nicht mehr ganz so) neuen Bundesländern nicht gespielt?

  • Hab mir grade die Karte hier auf Unknowns angeguckt und mir ist aufgefallen, dass die alten Bundesländer (besonders der Pott) voller Spieler ist, dagegen die neuen Bundesländer ziemlich arm da stehen.
    Woran liegts? Mir ist schon klar, dass im Ruhrpott auch mehr Leute leben als in der Uckermarck, trotzdem scheint mir das Verhältnis überspitzt.


    Ansätze?

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

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  • Ich hab mal gerade hier in Berlin aus dem Fenster geschaut und niemanden spielen gesehen, schon traurig das hier in der Hauptstadt niemand spielt.


    Spaß beiseite, ich glaube schon das in den ( nicht mehr ganz so ) neuen Bundesländern auch genug gespielt wird, aber es finden von denen einfach nicht ganz so viele zu Unknowns und deswegen tauchen sie auch nicht auf der Karte auf.
    Sehr repräsentativ ist diese Karte meiner Meinung nach nicht.
    Möglicherweise gibt es dort etwas weniger Spieler von Importspielen, da zumindest meine Altersgruppe dort in der Schule eher russisch als englisch gelernt hat und der Großteil der Importspiele nunmal englischsprachig ist.
    Die nachwachsende Generation dürfte rein sprachlich da kein Problem mehr haben ( mein Gott, die sind jetzt auch alle schon im Vermehrungsfähigen Alter ) und wenn erstmal bei jedem Brettspiel eine Beilage enthalten ist auf der die Adressen von BGG, Unknowns u.ä. zu finden sind, dann dürfte auch auf der Karte mehr los sein.


    So sehe ich es zumindest, aber das kann jeder halten wie er will.

  • Mal abgesehen davon, dass die Karte hier wohl kaum repräsentativ ist, so ganz unrecht hast du wahrscheinlich nicht. Ich selbst komme aus den neuen Ländern und früher haben wir eigentlich immer nur Karten (Skat etc.) gespielt. Wir sind "leider" nicht mit Monopoly, Risiko und Cluedo groß geworden. Heutzutage wird es da sicher keine großen Unterschiede zwischen Ost und West Kinderzimmern mehr geben.


    Zum Ruhrgebiet: Das liegt ganz klar an Essen. In Frankfurt gibts ja schliesslich auch deutlich mehr Leseratten als im restlichen Deutschland. Und die Berliner schauen bestimmt auch mehr fern als der normale Deutsche :-)

  • Die Fähnchen auf unserer Karte sagen rein gar nichts aus. Lange nicht jeder User hier hat sich auch eingetragen. Solange wir keinen verbindlichen Stand auf der Karte haben können wir sie bestefalls als Schätzeisen zurate ziehen.


    Lustig an der Sache ist:


    Ich hab mir heute morgen die Karte angesehen und genau das gleiche gedacht wie Leololo. Komische Sache ist das manchmal mit den Zufällen ...

    heffernan
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  • Hiho,


    Das gute an der Statistik ist, sie funktioniert auch hervorragend, wenn man NICHT die vollständigen Informationen besitzt.


    Atti

  • Also ich gebe zu, dass die Karte nicht zwingend repräsentativ sein muss.
    Sie könnte es aber sein.
    Man müsste dazu mal eine Bundesländerübergreifende Kette fragen.
    Galeria Kaufhof oder Müller...
    Die müssten ja, falls meine These stimmt viel weniger oder ganz andere Spiele im Osten verkaufen als hier.
    Hat jemand Kontakte???

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  • Ich weiß nur, dass die Ketten immer mehr ihre Auswahl einschränken, bei Toys'R'Us gibt ist bspw. in Magdeburg und Günthersdorf (nähe Leipzig) so gut wie nur noch Kinderspiele und das übliche Queen Games Gedöns. Müller ist an beiden Standorten die Kette mit der größten Auswahl, aber selbst sehr gute Angebote werden nur sehr schleppend ausgenutzt, oft kauf ich dann für Verwandschaft oder Bekanntschaft. :)


    Klar ist das nicht representativ, aber was gerade in meinem Umfeld zählt Spielen immernoch als Kinderkram. Und spiele werden vordergründig nur dafür gekauft, dass sich die Kinderchen selbst beschäftigen könne, da erfahren die meisten Eltern gar nicht was sie manchmal für bunten Plastikschrott (bevorzugt von MB) kaufen.


    Die Entwicklung des Spielens hier im Osten der Republik, hinkt, denke ich mal, um einiges hinterher. Das liegt vor allem daran, dass es zu DDR Zeiten spieltechnisch nichts wirklich aufregendes gab. Wenn man heutzutage auf den Flohmärkten schlendert sieht man zwar viele "VEB-Spiele" :P , die meisten davon waren im Grunde nichts anderes als simple Laufspiele mit Würfel. "West-Spiele" hat man wahrscheinlich damals im Osten nicht gesehen, höchsten wenn mal eines im Westpaket drin war. Auf den Tisch kamen Klassiker: Mensch ärger dich nicht, Halma, Dame, MauMau, Rommé, Skat, Doppelkopf. Zu diesen Spielen lassen sich die meisten auch noch überreden, zu etwas neuem meist nur mit äußerster Hartnäckigkeit.

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  • Zitat

    Original von stmountain
    ...Und spiele werden vordergründig nur dafür gekauft, dass sich die Kinderchen selbst beschäftigen könne, da erfahren die meisten Eltern gar nicht was sie manchmal für bunten Plastikschrott (bevorzugt von MB) kaufen.


    Das ist tatsächlich so. Wenn ich manchmal mit ratlosen Eltern vorm Spieleregal spreche, sind die teilweise echt vor den Kopf geschlagen, wenn ich sage:


    H.: - Überlegen Sie sich gut ob sie dieses Spiel wirklich schenken möchten.
    E.: - Warum?
    H.: - Weil Sie es mit Ihren Kindern spielen müssen...
    E.: - Ähm, dann nehmen wir doch das andere das Sie uns empfohlen haben.


    Manche Eltern würden echt jeden Scheiß kaufen nur um keine Zeit mit Ihren Kindern verbringen zu müssen. Das ist aber glaub ich in ganz Deutschland so.


    Zitat

    Die Entwicklung des Spielens hier im Osten der Republik, ... Auf den Tisch kamen Klassiker: Mensch ärger dich nicht, Halma, Dame, MauMau, Rommé, Skat, Doppelkopf.


    Das heißt aber nichts. Bei mir zu Hause kam auch nichts anderes auf den Tisch. Meine Spielerische ader hab ich eigentlich erst richtig vor knapp 10 Jahren entdeckt.

    heffernan
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  • Zitat

    Original von PJS


    Wie kommst Du denn darauf?


    Nun, es ist schliesslich die Aufgabe der Statistik aus einer Stichprobe auf das ganze zu schliessen.


    Atti

  • Zitat

    Zitat: Original von PJS Zitat: Hiho, Das gute an der Statistik ist, sie funktioniert auch hervorragend, wenn man NICHT die vollständigen Informationen besitzt. Atti Wie kommst Du denn darauf?


    Original von Atti:
    Nun, es ist schliesslich die Aufgabe der Statistik aus einer Stichprobe auf das ganze zu schliessen. Atti



    Nun, das ist bestenfalls ein Teilbereich der Statistik, aber es stimmt.


    Nur: Hier ging es doch darum, ob man aus den auf der unknowns-Karte eingetragenen Usern Rückschlüsse ziehen kann auf die Verteilung der Spieler in den verschiedenen Bundesländern - und das kann man nicht.


    Die vorliegende Stichprobe (alle Einträge in der Karte) läßt bestenfalls Rückschlüsse auf die Verteilung der unknowns-user zu und auch nur dann, wenn man davon ausgeht, das es keine anderen zusätzlichen bzw unbekannten Faktoren gibt, die eine Eintragung in die Karte beeinflussen.


    Ansonsten kann man mit Statistiken freundlich ausgedrückt viel herumspielen oder krass gesagt viel manipulieren, aber wenn man seriös arbeitet solllte immer eine Fragestellung da sein, die es zu beantworten gilt. (Ende der wissenschaftstheoretischen Vorlesung :floet::blumen:)


    Petra

  • Zitat

    Original von PJS
    Nur: Hier ging es doch darum, ob man aus den auf der unknowns-Karte eingetragenen Usern Rückschlüsse ziehen kann auf die Verteilung der Spieler in den verschiedenen Bundesländern - und das kann man nicht.


    Interessant ist aber dennoch, dass vorwiegend in der ehemaligen DDR keine/kaum Fähnchen zu sehen sind. Das läßt ja auch Raum für Spekulationen warum dem so ist.


    Könnte das auch damit zusammenhängen, dass sich die Bürger im ehemaligen Westen "freier" bewegen konnten und entsprechend Ihre Meinung äußern? Organisationen die die Bürger ausspionierten und deren Vorlieben überprüften kannte der Westdeutsche bestenfalls noch aus Gestapozeiten. Ostdeutsche Bürger hatten dahingehend jedoch andere Erfahrungen machen müssen. Könnte das der Grund für die mangelnde öffentliche Bekenntnis (hier:unknowns-Landkarte) zum Thema Gesellschaftsspiele sein? Oder liegt es doch eher am eingeschränkten Angebot auf dem damaligen DDR-Spielemarkt, wie St.Mountain vermutet.

    heffernan
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  • Zitat

    Original von heffernan
    Könnte das auch damit zusammenhängen, dass sich die Bürger im ehemaligen Westen "freier" bewegen konnten und entsprechend Ihre Meinung äußern? Organisationen die die Bürger ausspionierten und deren Vorlieben überprüften kannte der Westdeutsche bestenfalls noch aus Gestapozeiten. Ostdeutsche Bürger hatten dahingehend jedoch andere Erfahrungen machen müssen. Könnte das der Grund für die mangelnde öffentliche Bekenntnis (hier:unknowns-Landkarte) zum Thema Gesellschaftsspiele sein?


    LOL, selten so gelacht. War hier schon ganz schön schlimm, im Unrechtsstaat.

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Zitat:
    Original von PJS
    Nur: Hier ging es doch darum, ob man aus den auf der unknowns-Karte eingetragenen Usern Rückschlüsse ziehen kann auf die Verteilung der Spieler in den verschiedenen Bundesländern - und das kann man nicht.


    Original von hefernan:
    Interessant ist aber dennoch, dass vorwiegend in der ehemaligen DDR keine/kaum Fähnchen zu sehen sind. Das läßt ja auch Raum für Spekulationen warum dem so ist.


    Könnte das auch damit zusammenhängen, dass sich die Bürger im ehemaligen Westen "freier" bewegen konnten und entsprechend Ihre Meinung äußern? Organisationen die die Bürger ausspionierten und deren Vorlieben überprüften kannte der Westdeutsche bestenfalls noch aus Gestapozeiten. Ostdeutsche Bürger hatten dahingehend jedoch andere Erfahrungen machen müssen. Könnte das der Grund für die mangelnde öffentliche Bekenntnis (hier:unknowns-Landkarte) zum Thema Gesellschaftsspiele sein? Oder liegt es doch eher am eingeschränkten Angebot auf dem damaligen DDR-Spielemarkt, wie St.Mountain vermutet.


    Klar ist das interessant.


    Und Spekulationen sind immer möglich, schließlich ist Neugier eine der wichtigsten Voraussetzungen für wissenschaftliche Erkenntnisse!


    Es könnte schon sein, daß sich ehemalige Westdeutsche freimütiger äußern, aber daß es im Westen keine Angst vor dem Ausspionieren der Bürger gegeben hätte stimmt leider nicht.
    Gerade in der Zeit der Jugendzentrumsbewegung und der beginnenden Anti-AKW- und pro Umweltschutzbewegung, ganz zu Schweigen von den Anti-Kriegsdemos wurde häufig (und meistens zu Recht, wie einige dann später am eigenen Leib erfahren durften) auf den Demos skandiert: "Wir grüßen unsere Freunde vom Verfassungsschutz!", die dort auch ganz unverblümt filmenderweise auf diversen Brücken und iHochhäusern auftauchten.
    Vermutlich hatte das Ganze trotz allem nicht das Ausmaß wie in der ehemaligen DDR. Ich maße mir da keinen Vergleich an - nur der Klarstellung halber. Bedroht gefühlt haben wir uns trotzdem.


    Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl das der Spielemarkt in meiner Kinder- und Jugendzeit viel hergeben hätte. Als ich mit circa 14 Jahren Malefiz und mit circa 18 Trivial Pursuit entdeckte waren wir jedesmal total begeistert.
    (Malefiz! - Ich bitte Dich!)


    Zugang zu "anspruchsvollen" Spielen bekam ich erst Anfang der 80er als ich durch Zufall meine (bis heute) Spielegruppe kennlernte, die bereits seit einigen Jahren Rollenspiele und Importspiele spielte.


    Grundsätzlich lassen sich einige - mehr oder weniger naheliegende - Hypothesen aufstellen:


    - Die Bürger der ehemaligen DDR sind grundsätzlich mißtrauischer und geben ihren Wohnsitz nicht so einfach preis


    - Die neuen Bundesländer sind dünner besiedelt und deshalb nicht so häufig vertreten


    - In den neuen Bundesländern wird weniger gespielt


    - Der Internetzugang ist in den neuen Bundesländern immer noch schwieriger als in den Alten


    - Die Bürger in den neuen Bundesländern stehen dem Internet generell skeptischer gegenüber


    - Die Kosten für einen Internetziugang ( inklusive PC) sind in für die Bürger in den neuen Bundesländern aufgrund der hohen Arbeitsllosenquote schwieriger aufzubringen


    - Es gibt in den neuen Bundesländer (möglicherweise) viel mehr alte als junge Bürger und die interessieren sich nicht für Technik (Internet) und/oder neue Freizeitbeschäftigungen (spielen)


    etc
    etc
    etc


    Das sind nur die Hypothesen, die mir so spontan eingefallen sind.


    Schade, daß uns für diese Untersuchung niemand Geld geben wird. Interessant wäre es schon.


    Petra

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  • Hallo liebe Unknowns,


    ich melde mich zu dieser Diskussion ausnahmsweise auch mal zu Wort, weil wir (ich bin Admin) in der WorldofBattlelore genau die gleichen Tendenzen haben: der Osten ist terra incognita. Und wir führten in unserem Forum auch schon eine ähnliche Diskussion.
    Als Ostdeutscher (bin Jahrgang 1976) kann ich einiges an persönlicher Erfahrung hinzufügen/beitragen.


    Ich glaube, dass es im Osten keine Spielkultur gibt. Auch wenn die großen Brettspielerfolge, z.B. Siedler von Catan und Carcassonne erst nach der Wende einsetzten, gibt und gab es keinen Nährboden für Gesellschaftsspiele. Ich persönlich kenne niemanden aus meinem relativ großen ostdeutschen Freundeskreis, der regelmäßig spielt. Spiele wie "Monopoly" oder "Risiko", die bei allem berechtigten spielerischen Einwand doch bereits in den 70ern die Basis für das heutige Interesse schufen, waren im Osten verpönt, es gab meines Wissens meistenteils nur Klassiker wie Schach, Dame, Mühle oder eben diverse MÄDN-Ableger.


    Nun ist die Wende schon zwanzig Jahre her, aber warum sollten Jugendliche, deren Eltern schon nicht spielten, heute spielen? Da fehlt einfach die Grundlage. Z.B. war ich gerade am Wochenende auf einer Hochzeit im Osten. Ein paar Kinder (ca. 8-12 Jahre) spielten im Laufe des Abends "Monopoly"! Dabei gibt es so viele gute Spiele für das Alter. Und die haben sich das Spiel sicher nicht selbst ausgesucht. Aber wenn Mama und Papa eben nur "Monopoly" kennen, was sollen die Kinder dann spielen?


    Ebenfalls nicht unerwähnt lassen möchte ich die Tatsache, dass es viel weniger kirchliche Jugendgruppen gab und die Freizeitgestaltung im Osten oft in staatlicher Hand lag.


    Was ich nicht glaube, ist, dass die Ostdeutschen kritischer mit ihren Daten im Internet, dem Internet selbst o.ä. umgehen. Ganz im Gegenteil. Es gibt einen Haufen sozialer Netzwerke (studiVZ, Facebook, etc.), in denen viele meiner ostdeutschen Freunde vertreten sind - die spielen nur eben nicht :-)


    Meine Meinung ist natürlich wenig representativ, sicher müsste man mal Statistiken bemühen und Absatzzahlen vergleichen. Da sind eher Leute aus dem Vertrieb gefragt. Aber wenn man sich mal anschaut, wo die Verlage (z.B. Pegasus, Kosmos) ihre Stationen für Touren oder besondere Events machen, dann scheint der Osten generell kein lukrativer Absatzmarkt zu sein (abgesehen von Ballungszentren wie Berlin (Westberlin!) und Leipzig (Uni!). Hier sehe ich noch viel Arbeit für die Verlage.


    Es grüßt
    DamonWilder

  • Dem kann ich fast vollkommen zustimmen. Nur:


    Zitat

    Original von DamonWilder
    Ebenfalls nicht unerwähnt lassen möchte ich die Tatsache, dass es viel weniger kirchliche Jugendgruppen gab und die Freizeitgestaltung im Osten oft in staatlicher Hand lag.


    Darin sehe ich jetzt keinen Nachteil. Es gab sehr viele Jugendclubs, fast in jedem Ort einen. Ob diese nun kirchlich oder staatlich geleitet sind halte ich für vernachlässigbar. Dies waren ja keine Pionierzentren, zumindestens nicht in meiner Region, und dass die Kirche keinen große Rolle im Osten spielte und auch immer noch nicht spielt ist Tatsache.

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Zitat

    Original von PJS
    Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl das der Spielemarkt in meiner Kinder- und Jugendzeit viel hergeben hätte. Als ich mit circa 14 Jahren Malefiz und mit circa 18 Trivial Pursuit entdeckte waren wir jedesmal total begeistert.
    (Malefiz! - Ich bitte Dich!)


    Na immerhin Malfiz! Kannst Du Dir vorstellen wie es ist als Teenie mit den Eltern 14 Tage in Skiurlaub zu gehen (natürlich 2 Zimmer-FeWo) und jeden Abend Romee zu spielen? Jedes Jahr? :zip:


    Ich hätte getötet um ein Malefiz spielen zu dürfen :shoot:


    Zitat

    Nun ist die Wende schon zwanzig Jahre her, aber warum sollten Jugendliche, deren Eltern schon nicht spielten, heute spielen? Da fehlt einfach die Grundlage


    Nach dieser Theorie dürfte ich also kein Interesse an Spielen haben.

    heffernan
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  • Zitat

    Nun ist die Wende schon zwanzig Jahre her, aber warum sollten Jugendliche, deren Eltern schon nicht spielten, heute spielen? Da fehlt einfach die Grundlage. Z.B. war ich gerade am Wochenende auf einer Hochzeit im Osten. Ein paar Kinder (ca. 8-12 Jahre) spielten im Laufe des Abends "Monopoly"! Dabei gibt es so viele gute Spiele für das Alter. Und die haben sich das Spiel sicher nicht selbst ausgesucht. Aber wenn Mama und Papa eben nur "Monopoly" kennen, was sollen die Kinder dann spielen?



    Was ist jetzt so schlimm daran das die Kinder Monopoly spielen? - Sind sie deswegen keine "echten" Spieler oder wie? - Also ich finde es ist doch völlig egal was die spielen, solange sie spielen.
    Ich hab manchmal das gefühl das es hier eine grosse Spieleschublade mit Monopoly, Mädn, Risiko und Trivial Pursiut gibt. Die Schublade der "unwürdigen Spiele" - welche man keinesfalls gut heissen kann, ohne aus dem elitären Kreis der Spieler auszuscheiden.


    Atti

  • Zitat

    Zitat: Nun ist die Wende schon zwanzig Jahre her, aber warum sollten Jugendliche, deren Eltern schon nicht spielten, heute spielen? Da fehlt einfach die Grundlage Nach dieser Theorie dürfte ich also kein Interesse an Spielen haben.


    Stimmt! Das wäre bei mir und eigentlich allen aus meiner Gruppe ebenfalls so.

  • Zitat

    Original von Attila
    ...Ich hab manchmal das gefühl das es hier eine grosse Spieleschublade mit Monopoly, Mädn, Risiko und Trivial Pursiut gibt. Die Schublade der "unwürdigen Spiele" - welche man keinesfalls gut heissen kann, ohne aus dem elitären Kreis der Spieler auszuscheiden...


    Weiß nicht ob ich's so formulieren würde.


    Monopoly und Risiko haben Ihre nachteile punkto Spieldauer und Abwechslung. Sind sie deswegen unwürdig?


    Meiner schon, ja. Aber eben nur meiner. Das ist persönlicher Geschmack, keine Schublade.

    heffernan
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  • Zitat

    Original von PJS


    Stimmt! Das wäre bei mir und eigentlich allen aus meiner Gruppe ebenfalls so.


    :denk: Dann sind wir also Mutanten. Oder die Theorie ist widerlegt.

    heffernan
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  • Zitat

    Original von heffernan


    :denk: Dann sind wir also Mutanten. Oder die Theorie ist widerlegt.


    Ich finde es immer spaßig wenn Leute die Statistiken direkt auf sich beziehen. Irgendwie wird auch zuviel von Statistiken erwartet.


    Btw, ich finde die Stichprobe könnte durchaus hinreichend repräsentativ für die Vielspielerverteilung (Ost-West) in Deutschland sein. Es spricht doch einiges dafür. Das Internet ist ein neutraler "Ort". Die prozentuale Zahl privater Internetanschlüsse im Osten ist nicht so unglaublich viel niedriger und ich habe noch nichts davon gehört, dass man sich eher nicht ins Maps einträgt wenn man aus dem Osten kommt. Auch das Surfverhalten dürfte ähnlich sein.


    Die Größe der Stichprobe ist m.E. hinreichend (auch wenn sich die ideale Größe nur schwerlich bestimmen lässt) - die Gesamtheit der Vielspieler dürfte aber auch nicht so überragend hoch sein. Was natürlich zu beachten ist, ist die generelle Bevölkerungsverteilung (ca. 80:20 (W:O)) - man würde aber wohl letztenendes zu dem Ergebnis kommen, dass es anteilig im Osten weniger Vielspieler gibt - rein statistisch aufgrund dieser Stichprobe. Man sollte allerdings vorsichtig sein, was man darauf schließt.


    Bevor jemand aber diese Studie ganz zerreißt sollte er erstmal eine bessere machen ;).


    Ich gebe zu wissenschaftstheoretisch kann man einige Kritik üben und man würde das Ganze anders aufziehen, aber hey wenn ich das damit vergleiche wie es so an der Uni bzw. überhaupt in der "Wissenschaft" läuft (zumindest da wo keine Millionen oder mehr fließen), dann wäre das fast eine saubere Untersuchung und nicht deutlich weniger kritikwürdig als andere Statistiken.

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    Original von stmountain
    (...)Ob diese nun kirchlich oder staatlich geleitet sind halte ich für vernachlässigbar. (...)


    Das zeigt aus meiner Sicht nur, daß die Kollegen damals gute Arbeit geleistet haben! :-)
    Wie heißt es so schön: "Es ist der größte Trick des Teufels, daß die Menschen nicht an ihn glauben."

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    Original von Sternenfahrer


    Das zeigt aus meiner Sicht nur, daß die Kollegen damals gute Arbeit geleistet haben! :-)
    Wie heißt es so schön: "Es ist der größte Trick des Teufels, daß die Menschen nicht an ihn glauben."


    LOL Ich glaube da fehlte noch der Satz: Mir persönlich sind die staatlichen bei weitem lieber.
    Ich weiß nicht, ob das mir noch vom damaligem "Regime" in die Wiege gelegt wurde oder nicht. Ich nenne das einfach mal persönliche, rationale Überzeugung.

  • Zitat

    Original von stmountain
    (...). Ich nenne das einfach mal persönliche, rationale Überzeugung.


    Das ist jetzt schon sehr weit off topic, aber so etwas ist meiner Erfahrung nach ein Widerspruch. Ich habe noch nie ein Individuum kennengelernt oder von jemandem gehört, das/der rational handelt - was es für mich so viel spannender macht, mit Menschen statt mit Computern zu spielen! :-)

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    Original von Sternenfahrer


    Das ist jetzt schon sehr weit off topic, aber so etwas ist meiner Erfahrung nach ein Widerspruch. Ich habe noch nie ein Individuum kennengelernt oder von jemandem gehört, das/der rational handelt - was es für mich so viel spannender macht, mit Menschen statt mit Computern zu spielen! :-)


    Ja das ist ziemlich off topic. Ich habe nicht behauptet, dass ich rational handele, auch wenn ich das oft genug, meist vergebens, versuche. Und darüber, ob man nun lieber mit dem PC/ der Konsole spielt oder gemütlich in Gesellschaft spielt, ist man sich bestimmt in diesem Forum einig.

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

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