Spielen ein preiswertes Hobby?

  • Ich meine ja, denn



    - nicht jeder Mitspieler muß zahlen, will heißen, daß der Preis eines Spiels nicht linear mit der Anzahl der Spieler ansteigt (wie z.B. beim Kino)


    - ein Spiel kann man beliebig oft spielen, ohne das man dafür jedes Mal bezahlen muß (nur Zeit)


    - ein durchschnittliches Spiel unterhält mich und meine Mitspieler bis zu 2,5 Stunden (inklusive Diskussion nach dem Spiel) zu einem Preis meist unter 40 Euro


    - ich lerne bei einigen Spielen anschaulich und mittendrin etwas über z.B. Geschichte, ... (bereits im Ladenpreis enthalten)


    - ich kann das Spiel auch nach X Jahren mit Glück zu einem über dem eigenen Einstandspreis liegenden Verkaufspreis verkaufen (und mir ein neues Spiel holen) - sonst habe ich zumindest einen geringen Wertverlust.


    Das alles gilt natürlich nicht für die Sammler unter Euch, die jedes Spiel nur einmal anschauen.


    Wie seht Ihr das. Spielen ist ein preiswertes Hobby. Eigentlich müßten die Spiele teurer sein ;)

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Ja, wenn man bedenkt, dass sogar die neuesten Spiele wie Notre Dame oder Wikinger nur knapp über 20 Euro kosten und wieviel Spaß man damit hat (über Jahre hinweg) find ichs auch recht günstig. Z.B. für Videospiele gibt man viel mehr aus, da kostet eins mindestens 50 Euro, ohne die Konsole eingerechnet, und irgendwann wirds langweilig, weil man alles kennt oder durchgespielt hat.
    Ein Brettspiel kann man nach 10 Jahren noch rausholen, viele Spiele verlieren ihren Reiz einfach nicht, wenn ich da an Puerto Rico oder Euphrat und Tigris denke, die kann man 1000 Mal spielen und hat immer noch keine Siegstrategie.
    So ne Spieleperle würde ich aber nie bei ebay verkaufen, auch nicht bei Gewinn, höchstens Spiele die ich überhaupt nicht mehr spiele.

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ich meine ja,...


    Wie seht Ihr das. Spielen ist ein preiswertes Hobby. Eigentlich müßten die Spiele teurer sein ;)


    !!! Ketzer !!!! :stop: :stop:

    heffernan
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    We have to wear these shorts !
    It's an offical company issue !!!

  • Ketzer???


    Sei mal ehrlich... am Ende ist es doch aber wirklich so! Natürlich möcjhte niemand von uns mehr bezahlen. Die Frage ist nur, ob Spiele noch besser sein könnten, wenn die Beteiligten der Wertschöpfungskette mehr verdienen würden und somit auch andere Leute beginnen würden Spiele zu entwickeln (und das halt nicht nur nebenher als Hobby...).

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  • Ja, ein Stück weit geb ich Dir auch Recht. Aber sei Du auch mal ehrlich. Du vergleichst Spielen mit kino, Computerspielen u.ä. Der Vergleich hinkt.
    Wie hoch sind denn die Produktionskosten für die großen Verlage bei den Stückzahlen die aufgelegt werden? Entwicklungskosten sind wohl relativ gering, denn die meisten Spiele werden nicht von den Verlagen entwickelt, sondern von den Autoren. Es bleibt also das Material das mittlerweile standartisiert ist ebenso wie die Schachtel für die das gleiche gilt (Deshalb haben wir ja Schachteln alla Kontor, viel Schachtel wenig Material). Was kostet denn bei SVC seit Jahren knapp 50 Mark??
    Es stimmt dass Spiele vom Verhältnis Nuzungseffekt-Anschaffungspreis besser Abschneiden als z.B. das neueste NfS, PES oder ein Kinobesuch. Im Vergleich zu den Entwicklungs-& Herstellungskosten aber manchmal überteuert rüberkommen. Zumindest ich empfinde das so.


    P.S.: Aber der Ketzer war im Spass gemeint :)

    heffernan
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    Einmal editiert, zuletzt von heffernan ()

  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Die Frage ist nur, ob Spiele noch besser sein könnten, wenn die Beteiligten der Wertschöpfungskette mehr verdienen würden und somit auch andere Leute beginnen würden Spiele zu entwickeln (und das halt nicht nur nebenher als Hobby...).


    Die Frage würde ich mit einem klaren NEIN beantworten.


    Die versuchst gerade einen Zusammenhang zwischen der Güte eines Spieles und dem monetären Gewinn aller Beteiligten zu ziehen. Wenn überhaupt, so würde ich eine negative Korrelation sehen, also dass die Güte nachlässt je mehr Gewinn am Ende rausspringt. Ansonsten würde Hasbro ja die besten Spiele der Welt herstellen...


    Insbesondere sehe ich es so, dass ein Autor, der möglicherweise wenig verdient, ein solches Spiel aus ganz anderen Gründen macht (Spass, für die Spielefans, Anerkennung) und sehr viel mehr Herzblut dort reinsteckt also ein Profientwickler, der darauf schaut mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn einzufahren, weil man ja plötzlich mit Spielen viel Geld verdienen kann.



    Ich persönlich finde Spiele jetzt schon jetzt zu teuer, sodass ich dazu übergegangen bis sie fast nur noch bei Onlineshops zu kaufen. Auf dabei von Verlagen vorgeschriebene Mindestverkaufspreise reagiere ich eher allergisch.


    Und so nebenbei: wer Internetrezensionen schreibt und deshalb vermutlich (!) von Verlagen Rezensionsexemplare für lau bekommt, den halte ich ehrlich gesagt nicht für qualifiziert zu fordern, Spiele, die er selbst teilweise kostenlos erhält, sollten für andere mehr kosten... Falls ich mit der Annahme falsch liege, bitte ich um Entschuldigung ;) Dann wird es aber fix Zeit für die Internetseiten hier die Sache mit den Rezensionsexemplaren anzuleiern.... :)




    Und als humoristischen Gegenpol möchte ich mit denselben gebrachten Argumenten einmal darlegen, warum LESEN ein preiswertes Hooby ist:


    - nicht jeder Leser muß zahlen, will heißen, daß der Preis eines Buches nicht linear mit der Anzahl der Leser ansteigt (wie z.B. beim Kino), weil man ja die Bücher an Freunde verleihen kann


    - ein Buch kann man beliebig oft lesen, ohne das man dafür jedes Mal bezahlen muß (nur Zeit)


    - ein durchschnittliches Taschenbuch unterhält mich und meine Folgeleser bis zu 10 Stunden (inklusive Diskussion über das Buchl) zu einem Preis meist unter 8 Euro


    - ich lerne bei einigen Büchern anschaulich und mittendrin etwas über z.B. Geschichte, ... (bereits im Ladenpreis enthalten)


    - ich kann das Buch auch nach X Jahren mit Glück zu einem über dem eigenen Einstandspreis liegenden Verkaufspreis verkaufen (und mir ein neues Buch holen) - sonst habe ich zumindest einen geringen Wertverlust.



    Das alles gilt natürlich nicht für die Sammler unter Euch, die jedes Buch nur einmal anschauen und nie Bücher verleihen.


    Wie seht Ihr das. Lesen ist ein preiswertes Hobby. Eigentlich müßten die Bücher teurer sein.

  • Also ich erhalte derzeit keine Rezensionsexemplare - wäre also auch von einer Preiserhöhung betroffen.
    Aber letztendlich möchte ich halt in meiner Meinung unabhängig bleiben.

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  • Zitat

    Original von Eric
    Auf dabei von Verlagen vorgeschriebene Mindestverkaufspreise reagiere ich eher allergisch.


    Als Verfechter der freien Marktwirtschaft sehe ich das natürlich genauso. Was interessiert den Verlag, wie der Händler seine Spanne kalkuliert?


    Ich denke aber schon, daß mindestens das Spielmaterial besser wäre, wenn die Verlage nicht mit aller Macht versuchen müßten, ein Spiel noch unter 20 Euro in den Handel zu bringen.


    Die leidige Frage ist ja immer: Sind mehr Exemplare mit einem geringeren Deckungsbeitrag pro Exemplar in der Summe mehr, als wenige Exemplare mit hohem Stückdeckungsbeitrag?


    Ich befürchte nur, daß die Spielepreise am Ende gar nicht wirklich kalkuliert sind, sondern sich oft auch an vergleichbaren Spielen im Markt orientieren/ orientieren müssen. Solange damit die Kosten gedeckt und ein kleiner Gewinn erwirtschaftet wird ist das ja gut, aber wenn ein Verlag heutzutage ein Spiel mit hervorragender Materialqualität zu einem dann logischerweise höheren Preis verkaufen muß, zahlt dies keiner, weil ja Thurn und Taxis auch nur 7,99 Euro kostet und gutes Material hat. Das tötes über kurz oder lang die Kleinverlage und führt zu einer Konzentration im Spielemarkt und das kann dann schon zu steigenden Preisen führen...

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Also ich erhalte derzeit keine Rezensionsexemplare - wäre also auch von einer Preiserhöhung betroffen.
    Aber letztendlich möchte ich halt in meiner Meinung unabhängig bleiben.


    Das ist ein interessanter Aspekt. Du glaubst mit Rezensionsexemplaren wäre Deine unabhängige Meinung gefährdet? Siehst Du die Gefahr bei anderen Rezesenten oder Spiel-Zeitschriften wie der Spielbox auch?


    Ich persönlich glaube schon, dass man das ganz gut trennen kann, aber jeder geht damit etwas anders um. Es gibt zum Beispiel dann Leute, die schreiben über schlechte Spiele lieber gar nichts. Ich glaube aber eher, dass im Falle eines schlechten Spieles der Veriss dann einfach nicht so extrem ausfällt, weil man etwas wohlwollender an das Spiel herangeht...


    Wobei offiziell gibt es ja gar keine schlechten Spiele. Wenn jemandem ein Spiel nicht gefällt, gehört er einfach nur nicht der richtigen Zielgruppe für das Spiel an...

  • Zitat

    Original von Eric


    Das ist ein interessanter Aspekt. Du glaubst mit Rezensionsexemplaren wäre Deine unabhängige Meinung gefährdet? Siehst Du die Gefahr bei anderen Rezesenten oder Spiel-Zeitschriften wie der Spielbox auch?


    Natürlich kann ich das trennen ... aber kann es der Verlag oder Händler auch? Der Rezensionsexemplargeber verspricht sich ja einen Werbeeffekt aus dem ganzen - der tritt wohl kaum ein, wenn ich das Spiel schlecht rezensiere. Außerdem behalte ich gerne meine zeitliche Unabhängigkeit und die Entscheidung darüber, was ich wann spiele.


    Natürlich möchte ich nicht für die Ewigkeit ausschließen nicht das eine oder andere Rezensionsexemplar zu testen :-)

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