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  • Ich lese eigentlich relativ gute Kritiken zu Tobago. Wir haben es gestern gespielt und ich möchte hier eine eher konträre Meinung vertreten.
    Positiv ist, dass es ein paar neue Elemente im Spiel gibt.
    Das Spiel ist auch keineswegs schlecht. Ich finde einen höheren Glücksanteil auch nicht für schlecht. Bei Tobago hat man jedoch kein Glück, sondern 2 Schätze sind verflucht. Ich verstehe, wenn jemand eine positive Meinung zu Tobago hat, denn manche Spieler sind vom Pech nicht betroffen. Manchmal verteilt es sich auch gleichmässig auf alle Spieler. Manchmal aber ist auch ein Spieler ziemlich am Anfang des Spieles (nach den 12 risikolosen Karten) betroffen und hat dann keine Chance mehr. Weil es eben nur 2 Flüche gibt und einen davon hat er abbekommen. Ein Fluch kann eher harmlos sein und man fällt um 1 Karte + Amulett um. Manchmal aber auch brutal.


    Ich finde beispielsweise das glückslastige DOG durchaus nett. Hat man Pech am Anfang, kann man trotzdem aufholen. Bei Tobago kann man nur Pech haben und kann somit auch kaum aufholen. Egal welche Aktion man wählt, alles bringt in etwa gleich viel ein, eine Goldkarte. Bei einem Fluch fällt man dann um 1, 2 oder mehr Goldkarten + Amulett um, also um vielleicht 3 komplette Züge. Das ist kaum mehr aufzuholen. Dazu ist das Spiel kein Fun-Spiel, sondern ein Knobelspiel. Diese Kombination, Knobel + Pech, finde ich sehr schlecht.


    Mir kommt folgendes vor: Bei einer 4er Partie kommen halt 2 Spieler ohne Pech/Fluch durch denen gefällt das Spiel dann. Die schreiben dann scheinbar auch, dass Tobago ein gutes Spiel sei. Schlecht ist es nicht, aber meiner Meinung nach nicht so gut, wie manche schreiben.

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  • Hiho,


    Hm. Irgend hab ich den eindruck das ihr es nicht ganz richtig gespielt habt:


    Eine Fluchkarte trifft nicht den Spieler der sie bekommt, sondern alle Spieler die noch an der Schatzsuche beteilig sind.
    Das ein Fluch nur *einen* Spieler trifft ist also recht unwahrscheinlich.
    Ausserdem kostet es eine Karte ODER ein Amulett!


    "Problematisch" sind Schatzsuchen, wo man ganz alleine beteiligt ist - da kann der Unterschied von Fluch oder nicht Fluch schonmal lockere 20 Siegpunkte ausmachen. (Mein Spitzenwert: Anstatt 15 Punkte bekommen, 6 abgegeben = 21 Punkte Unterschied :kotz: )


    Atti

  • Ups, ebenso falsch gespielt mit der Fluch-Auswirkung ... deshalb alle meiner bisherigen Tobago-Meinungen unter Vorbehalt.

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Hiho,


    Und nachdem eine Fluchkarte gezogen wurde, ist die Schatzsuche beendet. Könnte man auch noch falsch Spielen.


    Der Glückanteil ist bei Tobago nicht gerade unerheblich. Allerdings muss man fairerweise auch sagen, das es oft so ist, das man den Wald vor lauten Bäumen nicht sieht. Oft meint man das seine Karten ja ach-so-schlecht sind, dabei könnte man damit was richtig gutes machen, man sieht es aber nicht - und so bleibt man der Meinung das die Karten mist sind.


    Atti

  • Ich habe eher Bedenken mit der Verteilung des Schatzes, aber wie gesagt, das will ich erst ein mal selbst ausprobieren. Bei Manila hatte ich ähnliche Bedenken, aber ich mag es heute noch sehr. Hätte damals anstatt von Niagara den SDJ-Titel bekommen sollen, aber es war ja noch nicht ein mal nominiert.

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Zitat

    Original von stmountain
    Ich habe eher Bedenken mit der Verteilung des Schatzes, aber wie gesagt, das will ich erst ein mal selbst ausprobieren.


    Nö, das ist schon ganz ok so. Die Leute die vorne in der Nahrungkette sind, bekommen halt tendenziell die besseren Schätze ab als die hinten. So iss dat halt.


    Atti


  • Das haben wir schon so gespielt.
    Man bekommt allerdings pro Zug in etwa 1 Schatzkarte, egal ob man ein Amulett nimmt (Extra Zug), Schatz hebt oder einfach einen Hinweis ausspielt. Und da sind z.b. 2-3 nicht erhaltene Goldkarten + Amulett abgeben so extrem spielentscheidend, dass die ganze Knobelei oder Strategie davor obsolet wird. Und wenn es bei 2 Flüchen einen Spieler schwer trifft, 2 leicht und einen gar nicht, dann hat halt einer schonmal keine Chance, obwohl er gar nichts dafür kann. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das relativ gleichmässig über alle Spieler aufteilt viel geringer, als dass ein deutliches Ungleichgewicht entsteht. Dieses riesen Pech-Element passt dann nicht zur Knobelei davor.

  • Hihio,


    Hä? - Entweder trifft einen der Fluch oder nicht. Wie soll ein Fluch einen Spieler "leicht" Treffen?


    Aber ich gebe dir Recht: Der Spielausgang hat eine Menge mit Glück zu tun. So ist das nunmal bei einem Familienspiel meistens.


    Atti

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  • Aber als Familienspiel fehlt mir dann doch etwas der Spass. Außerdem verteilt das Spiel Pech, und zwar 2x im Spiel. Aufholen wie bei anderen Glücksspielen ist da dann nicht mehr drin.
    Mit leicht treffen meine ich: Wenn ich 1 Hinweis beim Schatz habe, falle ich um 1 Goldkarte um + Amulett. Habe ich 3 Hinweise dort und der Fluch kommt...trifft es diesen Spieler hart.

  • Zitat

    Mit leicht treffen meine ich: Wenn ich 1 Hinweis beim Schatz habe, falle ich um 1 Goldkarte um + Amulett. Habe ich 3 Hinweise dort und der Fluch kommt...trifft es diesen Spieler hart.


    ? - Nö. Das stimmt nicht.


    Zitat

    Wer noch Windrosen auf dem Schatzpfad liegen hat, gibt ein Amulett ab. Hat er keines, muss
    er seine wertvollste Goldkarte abgeben.


    Man gibt EIN Amulett ODER EINE Goldkarte ab ganz egal ob man einen Hinweis oder 100 auf dem Schatz liegen hat.



    Atti

  • ... anscheinend bin ich nicht der Einzige, der mit der Regel so seine Verständnisprobleme hatte. Eventuell auch, weil ich es als lockeres Familienspiel eingestuft habe und die Regeln nicht intensiv genug und genau durchgeacktert habe? Erst in Waterloo an den Regeln gescheitet, dann Magister Navis an einem Punkt falsch gespielt und jetzt reicht es schon nicht mehr für Tobaga. Ohje!


    :aufgeb:

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Hiho,


    Die Deutsche Regel zu Tobago ist allerdings wahrlich nicht perfekt. Die Englische ist deutlich besser, aber auch nicht perfekt.


    Atti


  • Attila, du hast mich falsch verstanden. Mit umfallen meine ich nicht bezahlen, sondern "nicht-erhalten". Hat also jemand 3 Windrosen beim Schatz und der Fluch kommt, der erhält für alle 3 Windrosen keinen Schatz mehr und muss zudem noch 1 Amulett oder höchster Schatz abgeben. Wer nur 1 Windrose dort hat, den trifft es weniger schlimm, er fällt nur um 1 Schatz um + muss Amulett abgeben.


    Aber verlieren wir uns nicht in Details. Ich habe nichts gegen Glück. Das macht es spannend, denn man kann auch mit Glück wieder aufholen. Bei Tobago geht es um Pech. Und wenn ich Pech habe, müssen in einer 4er Partie 3 andere auch Pech haben, damit ich wieder aufholen kann. Das wäre bei einer 20 Minunten Partie ja auch kein großes Problem. Aber Tobago geht halt doch etwas länger.
    Somit ist Tobago für mich ein recht innovatives Spiel, aber die Kombination Knobelei + Pech etwas ungut.

  • Hiho,


    Achso. Naja, das ist das halt mit das Zockerelement. Wer an einem Schatz stärker ebteiligt ist als die anderen Spiele hat nicht unbedingt einen Vorteil. Besser ist es die Späten hinweise gelegt zu haben oder gar die den Schatz zu heben.


    Tobago lebt davon so unbestimmt zu sein. Das Spiel wäre imo deutlich schlecht wenn das statisch und ausrechenbar geregelt wäre. Es ist nunmal ein Familienspiel. Bei mir eine solide 6 auf der BGG Skala. Nicht mehr und nicht weniger.


    Atti

  • Hi.


    Ich kram das mal raus:

    Ich habe im Internet zwei Anleitungen gefunden.

    Eine hat am Ende Seite 6 einen Kasten mit Varianten und eine zweite die verweist für die Varianten auf die Zoch Webseite (und beginnt mit Verflucht ein taktischer Hinweis).


    Welche ist den die Aktuelle?

    Bergziege ich glaub du warst ein großer Verfechter für das Game, hast du ne Idee?


    Danke!

    Mit spielerischen Grüßen.


    Psychodad

    (who kills his wife only in boardgames for fun.........)

    Einmal editiert, zuletzt von Psychodad ()

  • Psychodad - öhm. Also ich hab das zuhause, schon sehr lang, und mag es sehr, aber ich kann mich nicht mal an Varianten erinnern und hab null Ahnung, was da aktueller sein könnte, sorry.

    Ich kann heut abend aber natürlich gern mal in meins reingucken, und dir sagen, von wann das ist und was drinsteht.

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  • Wenn du nicht im Kopf hast das es da Regelfehler gab, dann nehm ich einfach die Regel von der Homepage.


    Finde schade das es keine Versionierung gibt.


    Hatte hier Tobago Testreview & Kundenmeinungen - Spieletest.at im Fazit gelesen, das es eine Änderung mit den Regeln gegeben hatte.

    Mit spielerischen Grüßen.


    Psychodad

    (who kills his wife only in boardgames for fun.........)

    Einmal editiert, zuletzt von Psychodad ()

  • Huhu,


    du kannst auch einfach Bruce anschreiben und ihn fragen. Games | Profile | Arzach | BoardGameGeek er ist sehr nett und beißt auch nicht.


    Gruss

    Ben

    So zieh nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, was sie haben; schone ihrer nicht sondern töte Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel!.
    Die Bibel: 1 Samuel 15:3