10 Thesen zu Rise of Empires

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  • Hier mal ein paar provokante Thesen zu RoE:


    These 1:
    Die Fortschrittsplättchen sind nicht ausreichend verzahnt mit den Gebietsplättchen und Stadtplättchen. Insgesamt existieren nur 3 Plättchen, die Auswirkungen auf die Gebietsplättchen haben.


    These 2:
    Die Spielerzahlangabe von 2-5 ist irreführend. Das Spiel wird eigentlich erst mit 4+ Spielern reizvoll.


    These 3:
    Am Ende dreht sich alles nur um die Gebiete auf der Karte. Dieser Effekt nimmt zwar mit steigender Spieleranzahl ab - bleibt aber dennoch dominant.


    These 4:
    RoE ist ein Zivilisationsaufbauspiel, bei dem der Zivilisationsaufbau nicht ausreichend belohnt wird.


    These 5:
    Mangel tritt nur selten auf. Ernährung, Einkommen/ Kosten sind stets problemlos zu bezahlen. In dieser Hinsicht ist es eher ein Optimierspiel, um zu viel Überfluß zu vermeiden.


    These 6:
    Das Spiel plätschert höhepunktsarm vor sich hin.


    These 7:
    Runaway Leader Problem bei 2 Spielern. Bei mehr Spielern wird dies nur dadurch vermieden, daß alle auf der Karte auf den Führenden einschlagen.


    These 8:
    Großteil der Fortschrittsplättchen sind unspannend und einige viel zu stark. Z.B. ist die Religion zu stark (je 1 SP pro Gebiet, in dem man mindestens 1 Cube hat) oder der Söldner...


    These 9:
    Gebietsplättchenauswahl ist nahezu beliebig. Letztendlich gewinnt der, der in allen Bereichen gut aufgestellt ist. Einseitige Strategien in Form von Spezialisierungen funktionieren nicht - d.h. am Ende sammeln alle alles.


    These 10:
    Das Spiel ist eher ein schlechtes von Wallace. Ein Themenbezug ist schwer zu erkennen, so daß auch keine richtige Stimmung beim Spielen aufkommt. Am Ende eine leider verschenkte Chance rund um einen interessanten und m.E. innovativen Einsetzmechanismus. Für ein gutes Spiel ist das aber zu wenig.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Hiho,


    Also StPeter, diese Thesen lohnen sich nicht an irgendeine Türe zu Nageln.


    Atti

  • Verdammt, dann muß ich sie ja wieder von unserer Klotür entfernen... Sollten auch nicht 99 werden ;)


    Also ich finde schon, daß es sich lohnt darüber zu "schreiben". Genau das war nämlich unser erster Eindruck gestern. Und ehe ich ein PEEP im Blog schreibe, der relativ negativ ausfallen würde wollte ich hiermit mal Eure bisherigen Erfahrungen abklopfen. Ich bin mir auch sicher, daß wir gestern regelkonform gespielt haben...


    Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch zu hoch?


    Vielleicht lief es gestern auch nur "seltsam"?

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  • Hallo,


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Und ehe ich ein PEEP im Blog schreibe, der relativ negativ ausfallen würde...


    das hört sich ja fast so an, als wenn nur positive Rezensionen erwünscht sind.


    Wenn dir das Spiel nicht sonderlich gefällt dann schreib das doch auch so im PEEP. Dafür sind PEEP's doch (auch) da.

  • Hi liger Peter,


    sowas sowas sowas... Da will aber einer provozieren!!! Musst dich nicht wundern, wenn du irgendwann mal Haue bekommst! :box:


    Nee, mal im Ernst: Ich könnte jetzt auf alle deine Thesen einprügeln und genau erklären, warum ich finde, dass sie falsch sind. Steht mir gerade aber nicht der Kopf nach. Es kann durchaus sein, dass das Spiel zu zweit nicht so dolle ist. Atti schrub sowas ja auch schonmal.


    Aber spiel es doch mal mit mehreren... Bis auf die Spielerzahl (zu der ich nicht viel sagen kann), sehe ich alle Punkte die du beschrieben hast anders...


    [Kleines Beispiel: In meiner Partie hatte ich das ganze Spiel über sehr mit der Ernährung zu kämpfen. Am Ende hab ich ne Punktlandung hingelegt und bin bei 0 gelandet. Das Problem hat mich, besonders in der letzten Epoche, aber so beschäftigt, dass es mich eine gute Platzierung gekostet hat. Ich war lange Zeit weit vorne und bin am Ende Letzter geworden...]


  • Es macht aber in der Tat nicht so viel Spaß über ein Spiel zu schreiben, dass man nicht so gut findet.

  • Zitat

    Original von ode


    Nee, mal im Ernst: Ich könnte jetzt auf alle deine Thesen einprügeln und genau erklären, warum ich finde, dass sie falsch sind. Steht mir gerade aber nicht der Kopf nach.


    Sehr schade, ich fände eine Replik auf die Thesen schon sehr interessant. Auch, wenn ich das Spiel eh schon
    gekauft habe ;-)


    Oder mag mal jemand was positives drüber schreiben, dann fühle ich mich besser :-)

  • Zitat

    These 1:
    Die Fortschrittsplättchen sind nicht ausreichend verzahnt mit den Gebietsplättchen und Stadtplättchen. Insgesamt existieren nur 3 Plättchen, die Auswirkungen auf die Gebietsplättchen haben.


    Wo steht das sie "ineinander Verzahnt" sein müssen?


    Zitat

    These 2:
    Die Spielerzahlangabe von 2-5 ist irreführend. Das Spiel wird eigentlich erst mit 4+ Spielern reizvoll.


    Was hat das nun wieder miteinander zu tun?


    Zitat

    These 3:
    Am Ende dreht sich alles nur um die Gebiete auf der Karte. Dieser Effekt nimmt zwar mit steigender Spieleranzahl ab - bleibt aber dennoch dominant.


    Eine Civilisation ohne Gebiete? - Wäre ziemlich bescheuert wenn man damit Gewinnen könnte.


    Zitat

    These 4:
    RoE ist ein Zivilisationsaufbauspiel, bei dem der Zivilisationsaufbau nicht ausreichend belohnt wird.


    Ich verstehe nicht was du sagen willst, es erscheint mir konträr zur vorherigen These.


    Zitat

    These 5:
    Mangel tritt nur selten auf. Ernährung, Einkommen/ Kosten sind stets problemlos zu bezahlen. In dieser Hinsicht ist es eher ein Optimierspiel, um zu viel Überfluß zu vermeiden.


    Das sehe ich nicht so, denn das ist alles andere als optimal. Wenn man Nahrungsüberschuss produziert, dann hat man den Vorteil, das man dafür Geld bekommt, hat man Nahrungsmangel, nutzt man die Aufgesparten Resourcen. Ich denke die Ideala Spielweise wird darauf hinauslaufen am Ende des Spieles 0 Nahrung hat.


    Zitat

    These 6:
    Das Spiel plätschert höhepunktsarm vor sich hin.


    Ganz ehrlich: Damit kann ich *nichts* anfangen. "Das Spiel hat keinen Höhepunkt." - was will mir der Autor damit sagen? - Ist das methaphilosophisches gebrabbel? - Welches Spiel hat einen "Höhepunkt" (bitte nur Brett- und Kartenspiele nennen :-) ).


    Zitat

    These 7:
    Runaway Leader Problem bei 2 Spielern. Bei mehr Spielern wird dies nur dadurch vermieden, daß alle auf der Karte auf den Führenden einschlagen.


    Das kann ich nicht entdecken.


    Zitat

    These 8:
    Großteil der Fortschrittsplättchen sind unspannend und einige viel zu stark. Z.B. ist die Religion zu stark (je 1 SP pro Gebiet, in dem man mindestens 1 Cube hat) oder der Söldner...


    Was ist denn bitte "unspannend"? - Was heisst "zu stark"? - Es ist doch so das die Spielerreihenfolge anhand der Siegpunkte festgelegt wird (der die wenigsten Punkte hat, wählt zuerst) - dann kann es doch kein Runaway Leader Problem geben, da die "zu starken" Plättchen ja an die schwachen Spieler gehen. Was "unspannend" an den Plättchen sein soll, ist mir nicht klar - bzw. ist mir nicht klar was an Plättchen anderer Spiele spannend sein soll. Es kommt halt darauf an, die div. Plättchen mit ihren Möglichkeiten zu kombinieren. Wie bei MN oder PR es ebenfalls der Fall ist. Finde ich generell nicht "spannend". Was sind "spannende" Plättchen?


    Zitat

    These 9:
    Gebietsplättchenauswahl ist nahezu beliebig. Letztendlich gewinnt der, der in allen Bereichen gut aufgestellt ist. Einseitige Strategien in Form von Spezialisierungen funktionieren nicht - d.h. am Ende sammeln alle alles.


    Ich denke es ist das Gegenteil der Fall. Einseitige Strategien sollten niemals Funktionieren, aber Spezialisierung funktioniert imo sehr gut!


    Zitat

    These 10:
    Das Spiel ist eher ein schlechtes von Wallace. Ein Themenbezug ist schwer zu erkennen, so daß auch keine richtige Stimmung beim Spielen aufkommt. Am Ende eine leider verschenkte Chance rund um einen interessanten und m.E. innovativen Einsetzmechanismus. Für ein gutes Spiel ist das aber zu wenig.


    Tatsächlich? - Ich finde das thema sogar recht gut umgesetzt. Wie kommst du darauf?


    Atti

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  • Okay,


    zu 1.: Verstehe auch nicht, warum das so sein muss. Jedes Fortschrittsplättchen bringt was. In Bezug auf alle Spielelemente gibt es Fortschrittsplättchen. Fragt sich nur, ob man jedes immer gebrauchen kann. Vielleicht ein paar Mal zu oft Landschaften genommen?


    zu 2.: Mag sein. Ich kenne es zu viert und es war super.


    zu 3.: Warum auch nicht. Du sollst doch ein großes Imperium bauen!!!


    zu 4.: Du kriegst haufenweise Siegpunkte über die Karte und noch Ressourcen. Städte und Siedlungen bringen ebenfalls SP. Was willst du mehr? Finde das ganz gelungen... Auch ich erkenne hier einen Widerspruch zu 3.


    zu 5.: Du musst halt ein wenig deine Einkommensphase planen. Okay. Du magst diesen Aspekt des Spiels nicht. Ich habs auch erlebt, dass man die falsch plant und dann etwas nicht zahlen kann. Wer nicht auf die Ernährung achtet verliert bitter erkämpfte Siegpunkte. Wenn man nicht drauf achtet kann das schon in die Hose gehen...


    zu 6.: Ich hatte die ganze Zeit nen Mörderspaß. Über 5 Stunden lang. Am Ende hatte der Sieger 1 (!!!) Punkt Vorsprung vor dem Zweiten. Das war doch recht spannend!


    zu 7.: Kann ich nicht beurteilen.


    zu 8.: Es gibt stärkere und schwächere Plättchen. Je nachdem, was die Spieler so vorhaben. Religion und Ideologie sind zwar stark (auch nur, wenn die Mitspieler es zulassen), schächen den Spieler aber in den Folgerunden. Besonders nach dem Epochenwechsel und bei den Mehrheiten in den Gebieten. Insgesamt kann ich das nicht nachvollziehen.


    zu 9.: Auch hier bist du m.E. nach auf dem Holzweg. Ein Spieler, der sich auf Inseln spezialisiert und dazu das passende Fortschrittsplättchen hat, ist in Sachen Nahrung und Waren recht gut, dafür hat er aber tendenziell wenig Spielsteine. Alles hat so seine Vor- und Nachteile. Sich breit aufzustellen sehe ich nicht als Vorteil an.


    zu 10.: Ich fand es nach einer Partie schon sehr gut. Eins seiner besten, i.m. Augen. Weiß nicht, ob ich es mal besser finden werde als meinen bisherigen Liebling von Wallace (Brass), aber im Großen und Ganzen hat der Autor ein tolles Spielsystem entworfen und Phalanx da tolle Redaktionsarbeit geleistet. Thematisch ist es etwas knapp, das gebe ich zu. Es ist doch sehr mechanisch. Allerdings kann ich den Zivilisationsaufbau ganz gut nachvollziehen. Der Aktionsmechanismus ist wirklich gelungen, auch hier hast du ausnahmsweise mal Recht (aus meiner Sicht), und er trägt ein insgesamt sehr gelungenes Strategiespiel...

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Die eine bisher gespielte Viererpartie hat mir gefallen - auch wenn wir auf der Karte in Details falsch gespielt haben. Ob es deshalb in Zweierrunde so versagt, kann ich nicht beurteilen. Als Mehrpersonenspiel mit Spielzeit um 4 Stunden würde ich es in die "Im Wandel der Zeiten" Klasse einordnen wollen. Freu mich auf die nächste Partie.


    Zu den Thesen: Wenn Dir das Spiel nicht gefallen hat, nochmal in grösserer Runde spielen. Wenn es Dir weiterhin nicht gefällt, findest Du sicherlich ausreichend Abnehmer dafür. Man muss ja nicht alles toll finden...


    Cu/Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here