Messetag 3 Essen 2009

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  • Ich geh jetzt erstmal ins Bett... ;)


    Und heute mache ich meinen messe-freien Tag, aber heute abend zur Abwechslung mal wieder Spielerunde. Do abend gab es Finca und Macao, Fr abend Magister Navis und Day & Night, mal schauen was heute abend ansteht...

  • Ich hab mein bisheriges Messehighlight gefunden - Gott sei Dank! - ich hatte schon Angst, ich müsse den Funkenschlag - Fabrikmanager kaufen, weil es nach Funkenschlag aussieht, aber leider dennoch nichts taugt.
    Muss ich nicht, das Spiel ist super!


    Das Funkenschlag drüber steht, ist nicht ganz ohne. Einige Elemente wurden glattweg übernommen. Die Versteigerung der Spielerreihenfolge ist identisch zum Kraftwerkskauf, allerdings ersteigert man hier nicht mit Geld, sondern mit Arbeitern und da die wesentlich knapper sind, ist zwar der Mechanismus hier gleich - aber die Reihenfolge hat weder so ein Gewicht noch die Währung so einen "Überfluß".
    Man baut seine Fabrik auf und muss Lager und Produktion (möglichst gleichzeitig) maximieren. Dagegen stehen aber Stromverbrauch und Arbeiterbedarf, die man möglichst minimieren muss. Das Spiel selbst ist in meinen Augen recht elegant, wenn auch nicht immer intuitiv. Dafür ist in meinen Augen auch "kein bisschen Chrom" am Spiel und es ist einfach "elegant".
    Nachdem man die Startreihenfolge (verbunden mit Preisnachlässen für spätere Spieler) versteigert hat, kommen Fabrikteile auf den Markt. Dabei spielt es eine Rolle, wieviele Arbeiter jeder Spieler noch übrig hat, so dass man durchaus auch schonmal freiwillig mehr zahlt bei der Versteigerung. Hier passt man nun als späterer Spieler auf, welche Kraftwerksteile man in den Markt bringt, damit man nicht für den Kauf (den wieder der erste Spieler beginnt) diesen eine Vorlage liefert.
    Nach dem Kauf der Kraftwerkmarker, werden diese eingebaut (sofern noch Platz) und anschließend bekommt man noch Geld.


    Als Unwägbarkeit im Spiel ist der Energiepreis gedacht, der je nach Spiel verschieden schwankt und die Gewinne beeinflußt.
    Gegen Ende des Spiels hat derjenige mit den meisten Geld gewonnen, so dass man sich manchmal überlegen kann, ob es überhaupt gegen Ende des Spiel noch Sinn macht, noch zu investieren. Damit diese Überlegung nicht allzuoft negativ ausfällt (zumindest nehme ich das an) wurde der Gewinn der letzten Runde wohl verdoppelt.
    Erster Eindruck: Super!


    Nur die Regel ist leider nicht der Hit - und die Übersichtskarten, welche einen Teil der Regeln nochmals erklären sind zwar nett. Dass man diese Stellen aber teilweise braucht, weil (zumindest mir) aus dem Text der Regeln nicht alles sofort klar war, fand ich hingegen nicht so super.



    Anderes Highlight, wenn auch ganz anderer Natur: A la carte!
    Das Spiel ist sicherlich kein Vielspielerspiel - aber das Material und die Spielidee sind wirklich innovativ. Es geht darum, Gerichte zuzubereiten. Dafür wählt man ein Gericht und muss nun dieses Gericht in der Pfanne würzen. Dies macht man aus Glaskannen, in denen Gewürze als "gebrochene Edelsteine" drinstecken. Dabei beziehe ich mich mit den "gebrochenen Edelsteinen" auf das Spielmaterial, denn die Gewürze werden mit diesen Plastikbruchsteinen realisiert, die auch z.B. häufig für Edelsteine genommen werden (bspw. bei Ubongo). Der Gag daran ist, der Behälter und die Form dieser Dinger verursacht beim Umdrehen variierende Ergebnisse: Kein Stein fällt raus, einer, ..., mehrere. Dies wird hier als Spielelement genutzt!
    Ansonsten würfelt man noch, um die Herdstufe zu erhöhen.
    Alles sehr nett, graphisch super gemacht.


    Spielerisch ist allerdings fraglich, inwieweit das ganze auch wirklich interessant ist. Würzen ist Glückssache. Meine Mitspieler kann ich nur durch Plättchen beeinflußen, die ich beim Würfeln zur erhitzung der Platte bekommen kann oder, wenn ich beim Würfeln (also wieder zum erhitzen der Platte) eine Kaffeepause gewürfelt habe und ein entsprechendes Aktionsplättchen. Also im wesentlichen bestimmen die Würfel den Grad der Interaktion.
    Dennoch: Material, Optik und Idee fand ich super!




    Zu Opera hab ich auch eine andere Meinung als Attila. Ich fand es nett, der Mechanismus der Reihenfolge über das investierte Geld ist interessant und läßt auch manchmal interessante Folgen zu. Irritiert hat mich, dass gegen Ende des Spiels größere Opernhäuser ins Spiel kommen. Größere Opernsäale aber nichts an Punkten bringen (außer beim Bau und dann muss man sie befüllen, sonst kosten sie anschließend wieder die halben Punkte). Befüllte Säale bringen Geld. Mitunter sogar sehr viel Geld! Leider bringt einem Geld am Spielende garnichts mehr, so dass die größeren Säale gegen Ende eigentlich welchen Sinn haben?
    Insgesamt fand ich das Spiel passabel. Einige Elemente sind interessant, an einigen Stellen ist Glück im Spiel und einige Details wie bspw. die verschiedene Anzahl der Opernhäuser in einigen Städten sind kleine Details, auf die man achten sollte. Kein echter Überflieger für mich, aber ganz gut.


    Ansonsten habe ich noch Machtspiele von Eggert gespielt. Gefiel mir ausgesprochen gut und ist neben Modern Society schon das zweite Spiel, welches ich mit einem interessanten Thema sehe. Wir haben einige Runden angespielt, mindestens einer meiner Mitspieler wollte das Spiel auch kaufen. Ein anderer mochte es garnicht. Mir gefiel es gut, ich bin aber kein so großer Fan von Mehrheitenaspekten und ich empfand die Mehrheiten bei den Branchen als eben dieses Mehrheitenspielchen. Außerdem ist der Korruptionsaspekt bei uns so abgelaufen, dass häufig Mitspieler gefragt wurden, die eine Abteilung mit nur einem Mitarbeiter gehabt haben - als Strafe darf man einen Mitarbeiter entlassen, wenn der Spieler ablehnt. Da man neue Abteilungen so gründen kann, passierte es also dass ein Spieler eine neue Abteilung gegründet hat und der nächste direkt über die Korruption drohte, diese wieder dichtzumachen. Vielleicht kann man das besser verhindern - jedenfalls hat mir dieser Aspekt nicht so gut gefallen. Ebenfalls etwas skeptisch macht mich, dass man "nur" für Siegpunkte braucht um zu gewinnen. Einen Siegpunkt kann man durch einen verdeckten Auftrag bekommen (Erzfeind). Ich frag mich, ob das Spiel gegen Ende nicht häufig sehr überraschend endet oder evtl. fast alle knapp davor sind.
    Naja, insgesamt aber dennoch ein sehr gutes Spiel - heute war ein erfolgreicher Tag in dieser Hinsicht...

  • Sooo bin wieder zurück. Es gab ehrlich gesagt keinen 3. Messetag für mich aber ich schreib hier mal meine Messeeindrücke hin. Wie erwartet war der Andrang gross und die Einkäufe nahmen am Donnerstag den größten Teil der Zeit in Anspruch.
    Von den Neuheiten habe ich folgendes gespielt:


    Do:
    Ich wollte einfach mal Pause machen mich hinsetzen und halbwegs abschalten und tat das am Kosmosstand mit No-Brainern ;).
    "Nicht lustig - Lemming Mafia". Tja geht so. Muss man nicht haben aber besser als die letzten Nicht lustig Spiele. Durchaus kein Fehlkauf als Geschenk für wahre Fans.
    "Nicht lustig - Labor Chaos". Oje.


    Fr:
    "Alcazar". Der Karten-Baumechanismus gefällt mir gut, aber erst die Brücken bringen sorgen für das Salz in der Suppe. Alles in allem zog es sich allerdings gegen Ende ein bisschen und ich habe mehrfach in die Schachtel geschaut ob das Spiel sich denn mal bald dem Ende nähert. Insgesamt gab es auch einige Details/Spezialfälle bei denen wir immer nachfragen/-schauen mussten, aber ich denke mal das gibt sich bei einer weiteren Partie, die sicherlich folgen wird.


    "El Paso". Da kein Tobago mehr frei war spielten wir El Paso zur Überbrückung. Stand überhaupt nicht auf meiner Liste und umso mehr war ich von diesem schönen Push-Your-Luck/Verdecktes Bietspiel (positiv) überrascht. Die Spieler reisen auf ihrer Raubtour von Stadt zu Stadt und versuchen mitzunehmen was geht, bevor der Sheriff kommt. Wer zuviel riskiert geht leer aus, wer zu wenig riskiert kann nur wenig Beute mitnehmen und muss den Rest für einen schlechteren Kurs gegen Bares eintauschen. Die Regel, dass der Ablagestapel nicht gemischt wird wenn ein Kartentyp aus ist haben wir allerdings schnell geändert, da ansonsten meiner Meinung nach eine Reihenfolge beim Kartenziehen festgelegt werden müsste und uns das gleichzeitige Grabschen nicht so zusagte. Fazit: Nach dem Regellesen dachte ich "jo ist ok, aber nicht wirklich prickelnd". Nach dem Spiel denke ich über einen Kauf nach. Schöner Absacker/Starter.


    "Tobago". Danach wurde ein Tobago frei. Was natürlich zuerst auffällt ist das wunderschöne Material. Auch der Schatz-finden-Mechanismus ist innovativ und sorgt für interessante Überlegungen welche Karte mir denn nun am besten weiterhilft. Allerdings habe ich so meine Probleme mit der Steuerbarkeit und einem Mitspieler wurde eine Wertung in der er 2mal vertreten war durch das Ziehen eines Fluchs als allererste Karte gründlich versaut. Wenn ein Schatz halt zufällig in der Nähe war hab ich ihn mir gekrallt, wenn nicht war es auch nicht schlimm, falls man zumindest beteiligt war. Insofern erscheint das ganze drumherum nur Beiwerk zum "Deduktionsmechanismus" zu sein und ich frage mich ob das langfristig reicht. Schaumermal, ich würde auf jeden Fall gerne nochmal eine Partie spielen.

  • Heute wieder pausenlos Loyang erklärt. Wir waren richtig im Stress. Allerdings war es heute nicht so heftig wie gestern, da war ich einziger Erklärer am Hall Games-Stand (am Ende hat Ronnie von der Orange-Hemd-Fraktion noch mitgeholfen, das war besser). Heute waren wir zu zweit, aber nachmittags hab ich dann in den Sack gehauen. Viel Stimme war eh nicht mehr da.


    Dann noch unsere Identik-Runde mit Guido bei Asmodee. Ich mag eigentlich keine Fun-Spiele, aber diese 7er-Runde war scheißwitzig!!! Geiles Spiel! Viel gelacht! Und der blöde Kunststudent von Asmodee hat seine Siegesankündigung auch noch wahr gemacht!


    Dabei waren übrigens stmountain, dessen Schwester, ein Bekannter von den beiden und noch zwei mir unbekannte Damen. Und natürlich Guido. Auf den wir einige Zeit warten mussten, da er ein vielbschäftigter Mann ist. Auch ne BEtrachtungsweise: Er sagte, nach dem Messe darf er endlich wieder Arbeiten... :-) Das wär ruhiger...


    In der Zeit haben wir Fantasy gespielt, ein kleines Fun-Kartenspiel mit hübschen Karten und gefallen hat es weniger. Ich sehe Potenzial, falls man es öfter spielt, irgendwann besser einzusteigen in das Spiel. Mir fällt aber gerade kein Grund ein, warum ich es nochmal spielen sollte. Noch weniger hat mir TicTacToc (oder hieß es TocTocToc?) gefallen, weil ich mal so gar nicht durchgestiegen bin. Eine Art kompliziertes Kakerlakenpoker.


    Danach noch ein Macao für mein Seelenheil abgegriffen und ab nach Hause...

  • Zitat

    Original von Tyrfing
    Anderes Highlight, wenn auch ganz anderer Natur: A la carte!
    Das Spiel ist sicherlich kein Vielspielerspiel - aber das Material und die Spielidee sind wirklich innovativ.


    Dir ist aber schon klar, dass es das Spiel schonmal gab ;).

  • Zitat

    Original von ode
    Dann noch unsere Identik-Runde mit Guido bei Asmodee. Ich mag eigentlich keine Fun-Spiele, aber diese 7er-Runde war scheißwitzig!!! Geiles Spiel! Viel gelacht! Und der blöde Kunststudent von Asmodee hat seine Siegesankündigung auch noch wahr gemacht!


    Doh! Das hab ich ganz vergessen...

  • Zitat

    Original von onkel_e
    Dir ist aber schon klar, dass es das Spiel schonmal gab ;).


    Hat man mir erzählt, soweit ich das verstanden habe, aber nur als Kartenspiel?


    Jedenfalls war mir die Geschichte komplett neu und ich habe etwas derartiges auch noch nicht in einem Spiel gesehen.
    Vielleicht gibts solche "mechanischen" Elemente häufiger in Kinderspielen und ist dort ein alter Hut? Ich kannte es aber nicht und auch die alte Auflage kannte ich nicht.

  • Zitat

    Original von Tyrfing


    Hat man mir erzählt, soweit ich das verstanden habe, aber nur als Kartenspiel?


    Jedenfalls war mir die Geschichte komplett neu und ich habe etwas derartiges auch noch nicht in einem Spiel gesehen.
    Vielleicht gibts solche "mechanischen" Elemente häufiger in Kinderspielen und ist dort ein alter Hut? Ich kannte es aber nicht und auch die alte Auflage kannte ich nicht.


    Das mechanische Element gab es auch damals schon (Link) - ist aber auch schon 20 Jahre her. Ich kenns auch nur weil ich beim Heidelberger von der Neuauflage gehört habe ;).

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  • Heute abend gespielt:


    Fairy Tale (wie immer schön) und Tomb Cryptmaster.


    Bei Tomb sind echt üble Monster dazugekommen, die neuen Cryptmasterkarten sind auch böse... die Regeln etwas klarer. Spiel wurde vorzeitig beendet durch Sieg über das Overlord-Monster, welches durch eine Charaktereigenschaft nur maximal 1 Würfel pro Farbe würfeln durfte. Der Spieler hat dann auch gewonnen durch die 15 extra XP.


    Es sind komscherweise bei den Helden ein paar "Stinker" dabei, die man eigentlich nicht anheuern will. Der Sinn hinter diesen Charakteren ist mir leider nicht ganz klar.... muss ich mal ergoogeln... ;)




    Und eigentlich warte ich noch auf St. Peter, dass er den Messetag 4 Essen 2009 Thread aufmacht, damit ich dort "Ich geh jetzt ins Bett" als runnning gag posten kann. Aber der Spielverderber machts einfach nicht... :mad:



    Nach dann hier: Ich geh jetzt ins Bett!

  • Eindrücke von Einem, der auszog, gute Spiele zu finden.


    Wow, war das ein Tag. Mein erstes Mal in Essen. Obwohl es bis kurz davor so aussah, als würde ich nicht nach Essen kommen, klappte es doch noch.


    Aber mal der Reihe nach. 5 Uhr morgens aufstehen. Es war eine kurze und mit unruhigem Schlaf verbrachte Nacht. Fertigmachen, Frühstücken, Fortfahren: um 06:36 Uhr ging die Reise los. Laut Navi waren es 286 km bis nach Essen. Die Fahrt mit dem Auto verlief dann auch gut, keine Staus, ein paar Baustellen, wenig LKWs. Um 9:40 Ankunft in Essen, Parkplatz 2, Messeeingang Ost.


    Wir, das sind Ingrid, Noura (24-jähriges, mit Spielgenen geborenes Töchterchen von Ingrid) und ich, stehen auf dem Parkplatz und wollen gerade noch ein zweites Frühstück machen, da läuft Friedemann Friese vor unserem Auto vorbei. Wir raus aus dem Wagen und Friedemann zum Fotoshooting verhaftet. Er hatte es eilig und mehr als ein Schnappschuß war nicht drin. Er mit Fluppe, dafür ohne Fische und Frikadellen.


    Auf dem Weg zu den Messehallen kommt uns ein Radfahrer entgegen. Er mußte wegen einer Gruppe von Messebesuchern bremsen und sogar absteigen. Auf unserer Höhe angekommen war er am schimpfen: "Idioten! Jetzt spieln'se wieder den ganzen Tag Monopoly". Haha.


    Rein in Halle 12. Rundgang rechts herum. Bei Ludo Art erstmal Taurus bestaunt. Sieht schon geil aus, das Spiel. Noura wollte es unbedingt spielen, aber es war ständig umlagert. Czarne gab den großen Zampano ... sagte ich schon, dass mir sein grafischer Stil nicht gefällt? Braun ist nunmal nicht meine Lieblingsfarbe, seine schon. Dann Planet Steam das erste Mal live gesehen. Die Karten zu groß, die Tanks zu klein und fumelig und mit 55 Euro zu teuer. Ingrids Worte: Das viele Brimborium soll wahrscheinlich über ein durchschnittliches Spiel hinweg täuschen. Wahre Worte - eine kürzere und treffendere Rezension hat selten jemand verfaßt. Trotzdem möchte ich es irgendwann nochmal spielen, aber nicht kaufen. Jedenfalls nicht für den Preis.


    Dann rüber zum What's your game Stand und Vasco da Gama angeschaut. Optisch ein wunderschönes Spiel, mit gutem Material. Nur die kleinen fumeligen Pöppel (Kapitänsfiguren) stören mich. Eigentlich wollte ich es kaufen. Aber: Ich bin mir nicht sicher, ob es auch ein gutes Spiel ist. Dumm vom Verlag, dass keine gedruckte deutsche Regel beiliegt. Für mich eine klare Fehlentscheidung, angesichts der Bedeutung des deutschen Absatzmarktes. Ich habe am Abend dann nochmal vor dem Spiel gestanden, es aber letztendlich nicht mitgenommen. Wenn es gut ist, werde ich es später auch für weniger als 30 Euro bekommen.


    Weiter zum Pegasus Stand. Schaue mir Steel Driver an. Ist wirklich sehr schön geworden, trotz des Pegasus typischen häßlichen Covers. Im Gegensatz zu JKLM Games haben sie nicht den Fehler gemacht, den Spielplan neu zu illustrieren. Und dann sehe ich aus den Augenwinkeln Martin Wallace am Pegasus Verkaufstresen, wie er sich ein Steel Driver holt (geschenkt oder gekauft, weiß ich nicht). Bevor wir ihn fotographieren konnten, war er schon wieder in der Menschenmenge verschwunden. Aber ich habe ihn gesehen, das erste Mal live und in Technicolor!


    Rüber in Halle 11. Ziel: Friedemann Frieses Stand. Seinen Stand haben wir gefunden, Friedemann nicht. Also Fabrikmanager angeschaut, Henning Kröpke war am erklären. Optisch sehr gelungen, mir gefällt Mauras Stil sehr. Aber ich werde es nicht kaufen, dafür sind mir die Ähnlichkeiten zu Funkenschlag doch zu groß. Habe mich entschlossen, Funkenschlag und Brasilien/Portugal zu kaufen, was wir am Abend auch mitgenommen haben.


    Weiter zu Halle 9. Ich war schon richtig scharf auf die Heidelberger Schnäppchen. Top Spiele für 20 Euro. Imperial, Steam, Rise of Empires standen alle auf meiner Kaufliste. Aber nix wars damit. Alles schon weg. Ich war zugegeben enttäuscht. Wenn es nur ein Kontigent an diesen Spielen gab, dann hätten die Heidelberger es auf alle 4 Tage verteilen sollen. Das wäre gerechter gewesen. Egal. Als kleinen Trost gab es noch ein paar Exemplare von Hamburgum. Ich habe mir eines gesichert, und damit wieder eines meiner "unbedingt haben wollen" Spiele in meiner Sammlung. Die Aktionen der Heidelberger zeigen mir, dass es sich nicht lohnt, ein Spiel unbedingt sofort haben zu wollen. Mit ein wenig Geduld läßt sich eine Menge Geld sparen.


    Dann noch zum Lookout Games Stand. Hanno Girke kam uns mit Sackkarre entgegen. Sofort ein Foto gemacht. Der Mann arbeitet wirklich selbst! Er ist ein lustiger Typ, und gefällt mir sehr. Moorbauern wird ein Pflichtkauf, aber nicht für 25 Euro auf der Messe. Gegenüber bei Hall Games dann Vor den Toren von Loyang angeschaut. Das Material gefällt mir nicht so sehr, trotz schöner Gemüsesteine. Die Pappe der T-Stücke ist doch sehr dünn. Mir gefallen auch die Illustrationen nicht. China ist nunmal nicht mein Thema. Mir geht auch langsam dieser Kartentick von Uwe Rosenberg auf den Keks. Ich will Brettspiele, keine Kartenspiele. Und das Erntethema ist ausgelutscht. Agricola war genial, Le Havre war imho ein "Wie, mehr kommt da jetzt nicht?", und Vor den Toren von Loyang ist ein definitives No Buy für mich. Es gibt genug Spiele die mich mehr ansprechen. Später haben wir am Lookout Stand noch Uwe Rosenberg persönlich gesehen. Er macht einen sehr symphatischen Eindruck.


    Dann in Halle 5, nachdem wir die Freakhalle 6 überstanden hatten. Dort gab es Schwerter und weiteren Fantasy Krimskrams. In Halle 5 hatte ich 2 Ziele: Splotter Spellen und Warfrog. Also erst zum Warfrog Stand, meinem persönlichen Highlight. Martin Wallace war nicht da, ich war enttäuscht. Dafür aber James Hamilton (Hammy). Sehr netter Kerl, hat Steam Barons gezeigt. Ich habe mir das Steam Barons Material noch kurz angesehen und es dann doch gekauft. Last Train to Wensleydale war ohnehin ein Pflichtkauf für mich. Das Holzgeld habe ich nicht mitgenommen. Für 15 Euro hat mich die Qualität nicht überzeugt, das Holz ist sehr leicht und wirkt damit billig. Papiergeld, notfalls von einem alten Monopoly, tut es auch. Die 15 Euro sind in Spielen besser angelegt.


    Und wen sehen wir schräg gegenüber vom Warfrog Stand? Friedemann Friese. Wir wollten unbedingt ein Foto von ihm. Er war wie schon morgens in Eile, hat sich aber dann doch gerne mit Noura fotografieren lassen. Friedemann, Du hast jetzt einen neuen Fan, und das ist Noura. Nur grüne Haare, das wird sie sich nicht antun, denke ich.


    Weiter zum Splotter Spellen Stand. Dort herrschte gähnende Langeweile. Von 2 Erklärtischen mit Greed, Incorperated war nur einer belegt. In der Ecke standen 2 Holländer an der Kasse und langweilten sich, weil niemand was gekauft hat. Selbst Schuld, wenn die Regeln nicht vorab veröffentlicht werden. Diese selbstgefällige Arroganz/Ignoranz von Splotter geht mir auf den Keks. Mir schien es, als wären ihre Spiele längst keine Selbstläufer mehr. Ich wollte mir eigentlich ein Indonesia gönnen, aber da ich das im Internet günstiger bekomme, werde ich es dort kaufen.


    Von Halle 5 nochmal in Halle 9 und dort ein bisschen weiter rumgeschaut. Walter Mac Gerdts und sein Imperial 2030 gesehen und bestaunt. Ich wurde gefragt, ob ich in ein Spiel einsteigen will, aber da ich (a) die Regeln nicht ausreichend kenne und mich (b) in dem Lärm nicht konzentrieren könnte, habe ich abgelehnt. Imperial 2030 ist mir ein bisschen zu futuristisch geworden, da war das alte Imperial schöner. Trotzdem steht es auf meiner "später mal haben wollen" Liste.


    Von Halle 9 zurück zu Halle 5 und nochmal an den Warfrog Stand. Ich wollte unbedingt ein Foto von Martin Wallace. Und ja, er war jetzt da, zusammen mit Julia, seiner Frau. Noura hat ihn dann direkt fotografiert vorm Regal seiner aktuellen Spiele und ich war zufrieden. Martin ist Profi und hat freundlich in die Kamera gelächelt. Dann fragt Ingrid ihn, ob er mit mir zusammen ein Foto machen würde. Mir war das eher peinlich. Aber Martin hat gleich zugestimmt, kam extra zu mir, schüttelte mir die Hand und wir haben ein Erinnerungsfoto geschossen. Sagte ich schon, dass ich ein Martin Wallace Fan-Boy bin?


    Dann zurück in Halle 12. Ich war kurz alleine am Kosmos Stand und habe dort Wolfgang Kramer gesehen, wie er sein Alcatraz erklärt. Finde ich toll, wenn so ein Altmeister wie er persönlich Spiele erklärt. Noura wollte unbedingt ein Spiel kaufen, und zwar eines dieser kleinen Spiele von Zoch, Gloria Piktoria. Da alle Einkäufe erledigt waren, hatten wir Zeit, es uns mal erklären zu lassen. Das Standpersonal von Zoch war überaus hilfsbereit und hat extra ein Exemplar für uns geöffnet. Der Erklärbär Marc kannte zwar die Regeln nicht wirklich, hat uns aber mit Hilfe der Spielanleitung in das Spiel eingeführt. Okay, das Spiel war aus meiner Sicht eher schlapp, aber Noura steht nunmal auf sowas. Dann sehe ich ein Tobago am Nebentisch und fragte Marc, ob er uns das nicht nochmal erklären könnte. Immerhin war es schon 17:30 Uhr, und seine Stimme ziemlich im Eimer. Aber er erklärte sich gerne bereit, weil er selbst das Spiel gern mag. Von Tobago wußte ich nur, dass es überall gelobt wird derzeit. Also sagte ich zu Marc, das wird bestimmt das nächste Spiel des Jahres. Das hat ihm nochmal Auftrieb gegeben. Tobago ist wirklich wunderschön vom Material her und spielt sich auch sehr ansprechend. Kein Strategiehammer aber ein wirklich gutes Familienspiel mit Anspruch. Wir haben es dann mitgenommen und Noura war glücklich.


    Bei den folgenden Eindrücken kann ich die Hallen nicht mehr zuordnen, aber das spielt eigentlich auch keine Rolle.


    Colonia spricht mich nicht an und interessiert mich auch nicht. Was soll dieser halbrunde Spielplan? Gab's den nicht eckig? Queen Games wird nie mein Lieblingsverlag werden. Neuauflage von Ra bei Rio Grande Games gesehen, sehr schön, wußte ich gar nicht. Ystaris Assyria macht einen sehr guten Eindruck, wobei das Spielmaterial schon recht klein ist. Ich hätte es gerne mal angespielt, aber wir hatten leider keine Zeit mehr. Diese hellblauen GeekDo Stoffbeutel, die am Boardgamegeek Stand verteilt werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Die stinken so ekelerregend nach Chemikalien, dass sie eigentlich nur aus China stammen können. Möchte nicht wissen, wieviele Chinesen dort kotzend bei der Arbeit zusammenbrechen. Ich will diesen Dreck aus China nicht mehr! Am Stand habe ich dann auch das Boardgamegeek Game von Richard Breese gesehen. Okay, es sieht gut aus, aber ich muss es nicht haben.


    Das Maria von Richard Stubenvoll ist wirklich sehr schön geworden. Die Schachtel, der Spielplan, die Stanz- und Holzteile ... alles top und wunderschön. Ich habe es nicht mitgenommen, da es mein Budget gesprengt hätte, dafür aber ein Regelheft. Es würde mich wundern, wenn ich Maria nicht irgendwann in meine Sammlung aufnehme.


    Thema Material. Ich weiß nicht mehr wo, aber im Laufe des Tages habe ich dann auch ein Macao von Alea gesehen. Wenn es ein kleiner Verlag wie What's your Game? schafft, solides Material anzubieten, wieso dann nicht auch Alea, Tochter von Ravensburger? Die Pappe der Stanzteile -- wie bei allen Alea Spielen -- ist wieder viel zu dünn. Darüber könnte ich mich schwarz ärgern und daher werde ich Macao auch nicht kaufen. Zumal mich der Würfelmechanismus der letzten Runden nicht wirklich überzeugt. Ich mag Stefan Felds Spiele wirklich, aber ich wünschte er würde mal den Verlag wechseln. Zu einem Verlag, der nicht wie Ravensburger offensichtlich vor allem an Gewinnoptimierung denkt, sondern an qualitativ hochwertiges Material.


    Habe ich schon erwähnt, dass das neue Tinner's Trail eher bescheiden aussieht? Es ist also doch zur Messe erschienen, endlich! Ich habe es am JKLM Stand gesehen, die Schachtel ist überraschend klein. Leider lag dort kein offenes Exemplar, aber angesichts des häßlichen Spielplans war das auch kein Verlust.


    Weitere Promis: Irgendwo habe ich auch Bernd Brunnhofer vom Hans im Glück Verlag gesehen. Das Egizia ist übrigens optisch sehr schön geworden. Wie es sich spielt, wird man sehen. Kurz vorm Verlassen der Messe läuft uns noch Dr. Rainer Knizia über den Weg. Sah aus wie ein Business-Mann, ist er wohl auch. Er ist mir nicht besonders symphatisch, lassen wir es dabei.


    Die Heimreise verlief ohne Besondere Vorkommnisse und gegen 21:30 Uhr waren wir wieder zu Hause. Glücklich, aber kaputt.


    ~Thomas

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  • Zitat

    Original von weserkiesel
    Gegenüber bei Hall Games dann Vor den Toren von Loyang angeschaut. Das Material gefällt mir nicht so sehr, trotz schöner Gemüsesteine. Die Pappe der T-Stücke ist doch sehr dünn. Mir gefallen auch die Illustrationen nicht. China ist nunmal nicht mein Thema. Mir geht auch langsam dieser Kartentick von Uwe Rosenberg auf den Keks. Ich will Brettspiele, keine Kartenspiele. Und das Erntethema ist ausgelutscht. Agricola war genial, Le Havre war imho ein "Wie, mehr kommt da jetzt nicht?", und Vor den Toren von Loyang ist ein definitives No Buy für mich. Es gibt genug Spiele die mich mehr ansprechen. Später haben wir am Lookout Stand noch Uwe Rosenberg persönlich gesehen. Er macht einen sehr symphatischen Eindruck.


    Ich weiß nicht, ob ihr meiner Beiträge über Loyang schon müde werdet, aber ich will zumindest noch dazu sagen, dass das Material m.M.n. absolut hochwertig ist. Die T-Stücke sind zwar gestanzt, aber trotzdem sehr dick. Aus der gesamten Kartenauslage wird ein riesiges Spielfeld. Man hätte auch riesige Spielbretter drucken können, und da die Karten drauf legen. Aber dann kanns keiner bezahlen. Klar: Am Ende ist es ein brettspielartiges Kartenspiel mit viel Holzmaterial, aber am Material gibt es alleine deshalb nix auszusetzen, weil Klemens seine bisher beste Arbeit abgeliefert hat. Aber das ist ja subjektiv.


    Zitat

    Original von weserkiesel
    Das Maria von Richard Stubenvoll ist wirklich sehr schön geworden. Die Schachtel, der Spielplan, die Stanz- und Holzteile ... alles top und wunderschön. Ich habe es nicht mitgenommen, da es mein Budget gesprengt hätte, dafür aber ein Regelheft. Es würde mich wundern, wenn ich Maria nicht irgendwann in meine Sammlung aufnehme.


    Ah... Jetzt verstehe ich. Wir haben wohl einfach nen anderen Geschmack. Kann an Maria aber auch wirklich nix hübsches finden...


    Zitat

    Original von weserkiesel
    Thema Material. Ich weiß nicht mehr wo, aber im Laufe des Tages habe ich dann auch ein Macao von Alea gesehen. Wenn es ein kleiner Verlag wie What's your Game? schafft, solides Material anzubieten, wieso dann nicht auch Alea, Tochter von Ravensburger? Die Pappe der Stanzteile -- wie bei allen Alea Spielen -- ist wieder viel zu dünn. Darüber könnte ich mich schwarz ärgern und daher werde ich Macao auch nicht kaufen. Zumal mich der Würfelmechanismus der letzten Runden nicht wirklich überzeugt. Ich mag Stefan Felds Spiele wirklich, aber ich wünschte er würde mal den Verlag wechseln. Zu einem Verlag, der nicht wie Ravensburger offensichtlich vor allem an Gewinnoptimierung denkt, sondern an qualitativ hochwertiges Material.


    Auch hier kann ich die Materialmängel nicht sehen. Klar: Kartenablage und Windrose sind gestanzt, aber völlig okay und sehen auch toll aus. Möchtest du für ein Spiel der Sorte lieber 40-50€ zahlen? Muss doch auch im Rahmen bleiben. Die mittlerweile 30-40€ pro größerem Spiel sind doch wirklich schon recht hoch, wenn ich da an die Vergangenheit denke. Ich nehm die Spiele lieber in angemessenem Rahmen, als dann zu viel zu bezahlen. Beispiel Martinique: Tolles Spiel, tolles Material. Aber 25€ für ein so kleines, schnelles Spiel, nur weil das Material so dicke produziert wurde? Nee... Da war ich mir mit Christian H. (der es uns erklärt hat) sogar einig...

  • Zitat

    Original von Attila
    Hiho,


    Meine Güte du bist ja ein richtiger "Promi"-Junkie.


    Atti



    Ich wollte sie eben mal alle persönlich sehen. :-) Nächstes Jahr wird mich das wohl nicht mehr so reizen.


    Grüsse,
    Thomas

  • Nabend!


    Zitat

    Original von ode


    Auch hier kann ich die Materialmängel nicht sehen. Klar: Kartenablage und Windrose sind gestanzt, aber völlig okay und sehen auch toll aus. Möchtest du für ein Spiel der Sorte lieber 40-50€ zahlen? Muss doch auch im Rahmen bleiben. Die mittlerweile 30-40€ pro größerem Spiel sind doch wirklich schon recht hoch, wenn ich da an die Vergangenheit denke. Ich nehm die Spiele lieber in angemessenem Rahmen, als dann zu viel zu bezahlen. Beispiel Martinique: Tolles Spiel, tolles Material. Aber 25€ für ein so kleines, schnelles Spiel, nur weil das Material so dicke produziert wurde? Nee... Da war ich mir mit Christian H. (der es uns erklärt hat) sogar einig...



    Ich habe nichts gegen das Stanzen, und ich finde auch, dass Macao sehr schön aussieht. Ich spreche auch nicht von Mängeln, sondern von eher bescheidener Qualität. Wenn man noch einen Micrometer von der Dicke der Stanzteile wegnimmt, dann kann man durchsehen. Wenn ich schon über 30 Euro für ein Macao bezahle, dann erwarte ich dicke Pappe bei den Stanzteilen. So wie Agricola es bietet, so wie Hamburgum es bietet. Wenn ich nur an die dünne Pappe selbst bei den Spielplänen von Notre Dame denke, dann treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht.


    Ich möchte für ein Spiel nicht mehr bezahlen, aber ich möchte auch nicht, dass ein Verlag seinen Gewinn maximiert auf Kosten der Materialqualität. Alea/Ravensburger könnte Macao mit dickerem Material für exakt denselben Endpreis anbieten, wenn sie es wollten. Wollen sie aber nicht, weil dann wäre der Gewinn um ein paar Cent reduziert pro Spiel. Und das würde Ravensburger sofort in den Ruin treiben. So herum wird ein Schuh daraus, nicht anders. An mir werden sie jedenfalls kein Geld mehr verdienen.


    Loyang gefällt mir nicht, ich will es nicht, ich finde die Pappe zu dünn für die empfindlichen T-Stücke ... das ist meine Meinung, bei der ich auch bleibe. Wenn Du eine andere hast, ist das Dein gutes Recht.


    Grüsse,
    Thomas

  • Die bescheidene Materialqualität bei Macao ist mir auch aufgefallen. Allerdings sind alea-Spiele in dieser Hinsicht schon einige Zeit nicht mehr weit vorne - Im Jahr des Drachen war vielleicht noch etwas schlechter.

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  • Jaja... Ich bin ja schon ruhig... Fast... Die T-Spielpläne in Loyang sind genauso dick wie die Spielpläne in Agricola. Natürlich hat Loyang empfindliche T-Stücke... Allein durch die Form. Ich finde sie ausreichend stabil.


    Was du über Macao sagst, ist natürlich hochgradig übertrieben. Ich hoffe, mein Beitrag, der einfach eine andere Meinung darstellen sollte, hat dich nicht erzürnt. Andernfalls kann ich mir eine Bemerkung wie "Wenn man noch einen Micrometer von der Dicke der Stanzteile wegnimmt, dann kann man durchsehen." über die Macao-Stanzteile nicht erklären. Denn, realistisch betrachtet, ist so eine Aussage hanebüchen (Ich hab hier schon mal den Ausdruck "Quatsch" verwendet, der einigen hier im Forum als zu hart vorkam. Daher verzichte ich an dieser Stelle auf ihn, obwohl er mir als erstes in den Sinn kam... Natürlich habe ich es jetzt doch geschrieben, daher haltet es mir ruhig vor...)


    Mich würde interessieren, wie du zu einer Aussage kommst wie: " Alea/Ravensburger könnte Macao mit dickerem Material für exakt denselben Endpreis anbieten, wenn sie es wollten. Wollen sie aber nicht, weil dann wäre der Gewinn um ein paar Cent reduziert pro Spiel." Hast du da irgendwelche Einsichten in die Vorgänge bei der Produktion von Alea- oder Ravensburger Spielen? Ich vermute hinter diesen Sparmaßnahmen von Alea bei den Spielen der letzten Jahre einfach den Versuch Spiele zu vernünftigen Preisen zu produzieren. Den geneigten Vielspieler möchte ich darauf hinweisen, dass auch schond die Spielertableaus in Puerto Rico und auch in Die Fürsten von Florenz keinesfalls dicker waren ...

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Danke ode für die beruhigenden Worte. Ich war schon kurz davor meine Preorders der beiden Spiele zu canceln...


    *verneigt sich vor der beißenden Ironie, was das Canceln angeht*


    weserkiesel: Schau dir das Material zu "7" an, dann hast du vielleicht keine ganz so schlechte Meinung mehr über Alea Spiele. :-)


    Ich hab mir beide angeprangerten Spiele zugelegt und kann nur sagen, dass die Qualität mich vollends zufrieden stellt. Das einzige, was mich bei Loyang ein wenig nervt ist, dass auch H@ll Games genau wie Lookout nicht in der Lage ist eine Fachunterteilung in die Schachtel zu bringen. Das wird mich auch in Zukunft sicher nicht vom Kauf ihrer Spiele abhalten, aber schön wärs (muss ja kein so aufwändiges Kunststoffinlay wie bei Matagot sein).


    Ist denn die Qualität von den Wallace Spielen soviel besser? Und die Frage meine ich durchaus ernst, da ich keines seiner Spiele besitze, da sie mir thematisch nicht so wirklich zusagen.

  • Zitat

    Original von Timo1977
    Ist denn die Qualität von den Wallace Spielen soviel besser? Und die Frage meine ich durchaus ernst, da ich keines seiner Spiele besitze, da sie mir thematisch nicht so wirklich zusagen.


    Geht mir ähnlich mit den Wallace-Spielen. Zum Glück habe ich dann doch bei Treefrog angehalten und konnte des tolle Tammany Hall von StrataMax Games kennenlernen. Ein wirklich gutes Mehrheitenspiel mit schön ineinandergreifenden Mechanismen und einer guten Prise negativer Interaktion (Ärgerfaktor).

  • Zitat

    Original von Timo1977
    Ich hab mir beide angeprangerten Spiele zugelegt und kann nur sagen, dass die Qualität mich vollends zufrieden stellt. Das einzige, was mich bei Loyang ein wenig nervt ist, dass auch H@ll Games genau wie Lookout nicht in der Lage ist eine Fachunterteilung in die Schachtel zu bringen. Das wird mich auch in Zukunft sicher nicht vom Kauf ihrer Spiele abhalten, aber schön wärs (muss ja kein so aufwändiges Kunststoffinlay wie bei Matagot sein).


    Die erste Auflage von Agricola hatte drei Fächer, ein großes in der Mitte, zwei kleine außen... Ist aber eh egal, weil man alles entweder in Tüten packt oder Gummis drum macht, was man auch bei Fächern machen müsste... Ich find das ganz gut in Tüten. Z.B. Raja: Alles fliegt wild in der Schachtel rum... Dann lieber alles fein ordentlich in Tüten, und Platz in der Schachtel. Ich finde das ganz nett, wie HiG das in der letzten Zeit macht: Vier große Fächer, wo auch immer alles rein passt. Aber auch da hab ich alles noch wieder in Tütchen. Die liegen den Spielen ja auch immer ausreichend bei...

  • Moin!


    Zitat

    Original von ode
    Jaja... Ich bin ja schon ruhig... Fast... Die T-Spielpläne in Loyang sind genauso dick wie die Spielpläne in Agricola. Natürlich hat Loyang empfindliche T-Stücke... Allein durch die Form. Ich finde sie ausreichend stabil.


    Amen :-)


    Zitat

    Original von ode
    Was du über Macao sagst, ist natürlich hochgradig übertrieben. Ich hoffe, mein Beitrag, der einfach eine andere Meinung darstellen sollte, hat dich nicht erzürnt. Andernfalls kann ich mir eine Bemerkung wie "Wenn man noch einen Micrometer von der Dicke der Stanzteile wegnimmt, dann kann man durchsehen." über die Macao-Stanzteile nicht erklären. Denn, realistisch betrachtet, ist so eine Aussage hanebüchen (Ich hab hier schon mal den Ausdruck "Quatsch" verwendet, der einigen hier im Forum als zu hart vorkam. Daher verzichte ich an dieser Stelle auf ihn, obwohl er mir als erstes in den Sinn kam... Natürlich habe ich es jetzt doch geschrieben, daher haltet es mir ruhig vor...)


    Mich würde interessieren, wie du zu einer Aussage kommst wie: " Alea/Ravensburger könnte Macao mit dickerem Material für exakt denselben Endpreis anbieten, wenn sie es wollten. Wollen sie aber nicht, weil dann wäre der Gewinn um ein paar Cent reduziert pro Spiel." Hast du da irgendwelche Einsichten in die Vorgänge bei der Produktion von Alea- oder Ravensburger Spielen? Ich vermute hinter diesen Sparmaßnahmen von Alea bei den Spielen der letzten Jahre einfach den Versuch Spiele zu vernünftigen Preisen zu produzieren. Den geneigten Vielspieler möchte ich darauf hinweisen, dass auch schond die Spielertableaus in Puerto Rico und auch in Die Fürsten von Florenz keinesfalls dicker waren ...


    Natürlich übertreibe ich. Und natürlich sind die Tableaus von Porto Rico sowie die Stanzteile von Puerto Rico, Notre Dame und Louis XIV keinesfalls dicker sondern ebenfalls von bescheidener Qualität. Ich habe damals ziemlich zeitgleich Puerto Rico und Agricola gekauft und mich doch arg gewundert. Das Material von Agricola ist um Längen besser als das von Aleas Puerto Rico. Bei einem kleinen Verlag wie Lookout Games hätte ich nicht so eine gute Qualität erwartet, von einem Namen wie Ravensburger schon.


    Wollte Ravensburger Spiele zu vernünftigen Preisen produzieren, sollten sie die Gewinnmargen der Zwischenhändler senken. Die Herstellungskosten machen doch nur einen Bruchteil von dem aus, was wir in den Läden bezahlen. Wie erklärst Du Dir sonst, dass ein 'Im Jahr des Drachen' momentan für 16,70 Euro bei Magierspiele erhältlich ist? Daran will noch Ravensburger verdienen, dann der Großhändler Heidelberger und dann noch Magierspiele. Also kann dieses Spiel nicht viel mehr als geschätzte 5-6 Euro in der Herstellung gekostet haben. Und das nicht erst seit gestern. Damit meine ich, dass das Spiel ja auch mal 30 Euro gekostet hat im Laden. Und wenn nun die Pappe ein Stück dicker wäre, dann hätte das Spiel in der Herstellung nicht 6,00 Euro gekostet sondern vielleicht 6,05 Euro, also 5 cent mehr. Das sind dann aber 5 Cent, die Ravensburger weniger verdient, und sowas nenne ich Gewinnmaximierung. Ob meine geschätzten Kosten nun so stimmen, ist auch vollkommen egal. In Relation wird es sich so oder so ähnlich verhalten. Etwas billig produzieren und teuer verkaufen, so verdient man richtig Geld ("Wertschöpfung"). Das gilt übrigens nicht nur für Spiele, sondern für alle Konsumgüter.


    Ich bleibe deshalb in Zukunft Alea Abstinenzler, dann muß ich mich nicht mehr ärgern. Der Alea Stern strahlt ohnehin nicht mehr so hell, als dass das jetzt ein Verlust wäre.


    Übrigens, ich habe kein Problem damit, wenn Du das was ich schreibe als Quatsch bezeichnest. :-) Lieber klare Worte, als drumherum eiern. Es wundert mich bei Dir aber auch nicht, dass Du Alea und Hall Games so verteidigst. Deine Vorlieben sind hier bekannt, da kannst Du Dich nicht rausreden. :-)


    Grüsse,
    Thomas

  • Zitat

    Original von Timo1977


    weserkiesel: Schau dir das Material zu "7" an, dann hast du vielleicht keine ganz so schlechte Meinung mehr über Alea Spiele. :-)


    Ich kenne es nicht, aber selbst Schuld, wer sowas kauft.



    Zitat

    Original von Timo1977
    Ist denn die Qualität von den Wallace Spielen soviel besser? Und die Frage meine ich durchaus ernst, da ich keines seiner Spiele besitze, da sie mir thematisch nicht so wirklich zusagen.


    Ich denke schon, dass die Qualität sehr gut ist. Zumindest läßt er in Deutschland produzieren, soweit ich weiß bei Ludofact, und das ist die erste Adresse der Spieleproduzenten. Und dann bezahle ich auch gerne mal 40 Euro für eines seiner Spiele, dann weiß ich, dass ich noch ein paar deutsche Arbeitsplätze erhalte.



    Grüsse,
    Thomas

  • Was heißt rausreden? :-)


    Klar, ich mag Alea-Spiele, ich sammel sie sogar. Aber, wenn ein Spiel schlecht ist, oder das Material, dann sage ich das auch. Alea iacta est finde ich z.B. überhaupt nicht gut. Auch, wenn ich das vom Material her in Ordnung finde, ist ja auch kein teures Spiel. Und auch ich finde die Notre Dame-Pläne viel zu dünn. Da hätte man besser produzieren sollen, weil sie auch sehr groß sind. Aber auch die sind so dick wie die Puerto Rico-Spielpläne oder die Ablagen in Agricola.


    Auf der Messe lagen die meisten Spiele zwischen 25€ (Fabrikmanager) und 35€ (z.B. Dungeon Lords) und ich hab auch mit Ralph während der Messe drüber gequatscht, dass 37€ für Loyang ganz schön viel ist. Bei Loyang liegt das z.B. auch daran, dass es keine so wahnsinnig große Auflage gibt. Der neue Kleinverlag Hall Games muss erstmal gucken wo er bleibt. Und auf der Messe nimmt man als Kleinverlag gerne alles mit, was man kriegen kann. Das sind direkte Einnahmen, wo kein Zwischenhändler mitverdient. Das kennt man mittlerweile von vielen Kleinverlagen: Argentum hat dieses Jahr Hansa Teutonica auch exklusiv verkauft, Lookout Games hat es letztes Jahr auf die Spitze getrieben. Und natürlich: Ich würde es auch so machen. Den Hype auf der Messe muss man da einfach mitnehmen, weil das direkte Einnahmen sind. Warum soll sich ein Kleinverleger von den ganzen Messeverkäufern wie Kaufhof, 12Spiel oder meinem FLAG Spielkultur, der in Halle 4 dieses Jahr Mega-Kampfpreise aufgefahren hat, kaputt machen lassen? Und da finde ich es besser, dass Hall Games gleich 5000 Stück produziert und dann versucht auf der Messe ein großes Stück vom Kuchen mitzunehmen. Wer weiß denn, ob wirklich alle 5000 Spiele einen Abnehmer finden? Sollen sie daher aus Vorsicht lieber nur 2000 Stück machen und dann wegen höherer Produktionskosten 50€ nehmen? Wer es auf der Messe zu teuer findet, der muss halt nachher kaufen, wenn die Spiele an die Läden und Versender gehen.


    Ich hab auf der Messe auch mit Uwe gequatscht, der etwas sauer war, weil in Essen Agricola für 20€ verscherbelt wurde. Bei dem Preis verdient man an dem Spiel sicherlich nicht mehr viel. Das macht einfach die Preise kaputt.


    Übrigens wurde Loyang auch in Deutschland produziert, wie ich Ralph verstanden habe. Nur die Startspielermünzen, die man auf der Messe dazu bekommen konnte waren "echte" chinesische Münzen.


    Und noch was zu IJdD für 17€: Magierspiele oder auch Spieloffensive sind dafür bekannt manches Spiel zu einem extrem niedrigen Preis rauszuhauen um einen Werbeeffekt zu nutzen. Es soll sich rumsprechen, dass sie die billigsten sind. Das heißt nicht automatisch, dass die da noch viel dran verdienen...

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  • Zitat

    Original von weserkiesel
    ...Wie erklärst Du Dir sonst, dass ein 'Im Jahr des Drachen' momentan für 16,70 Euro bei Magierspiele erhältlich ist? Daran will noch Ravensburger verdienen, dann der Großhändler Heidelberger und dann noch Magierspiele.


    Kann es sein, daß Du den Autor vergessen hast aufzuzählen - oder ist der nicht so wichtig ;)

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Zitat

    Original von weserkiesel
    Zumindest läßt er in Deutschland produzieren, soweit ich weiß bei Ludofact, und das ist die erste Adresse der Spieleproduzenten. Und dann bezahle ich auch gerne mal 40 Euro für eines seiner Spiele, dann weiß ich, dass ich noch ein paar deutsche Arbeitsplätze erhalte.


    Tust Du das?


    Das Spiel ist bereits fertig produziert, also ändert Dein Kauf rein gar nichts mehr.


    Aus einem guten Verkauf ein "Weiter so!" abzuleiten für die Zukunft ist auch ziemlich riskant. Die Verantwortlichen können immer mal auf die Idee kommen den Produzenten zu wechseln, um die Gewinne zu maximieren.



    Aber wenn es Dich besser schlafen lässt, glaub ruhig dran...

  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Kann es sein, daß Du den Autor vergessen hast aufzuzählen - oder ist der nicht so wichtig ;)


    Stefan Feld kann noch am wenigstens dafür. Wie gesagt, ich mag seine Spiele. Er sollte in Zukunft bei Hall Games veröffentlichen, dann ist Ode happy. ;-)



  • Ich verstehe nicht, was Du mir sagen willst. Außerdem bin ich nicht naiv oder dämlich. Fakt ist, auf meinen bisherigen Treefrog Spielen steht "Made in Germany". Dass Ludofact wahrscheinlich wieder Zulieferer von überall hat, davon gehe ich aus. Mein Kauf bestätigt Treefrog darin, auch weiterhin in Deutschland zu produzieren. Würden sie in China produzieren lassen, könnten die Spiele wahrscheinlich billiger sein. Nur würde Treefrog dann auch den guten Ruf riskieren.


    Oder wäre es Dir lieber, auf den Spielen stünde "Made in China" und Ludofact schließt die Tore? Kann ich mir nicht vorstellen.


    Grüsse,
    Thomas

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ich meinte die Aufzählung bezüglich der am Spiel verdienenden Subjekte...



    Ahh, ich verstehe. Nun, ich denke Stefan Feld bekommt seine Tantiemen von Alea/Ravensburger, also sind seine "Kosten" in der Ravensburger Verdienstspanne enthalten.


    Grüsse,
    Thomas

  • Zitat

    Original von weserkiesel


    Stefan Feld kann noch am wenigstens dafür. Wie gesagt, ich mag seine Spiele. Er sollte in Zukunft bei Hall Games veröffentlichen, dann ist Ode happy. ;-)


    Ich hab nix gegen seine (i.m.A.) sehr hochwertigen Spiele (mit Ausnahme der ND-Spielbretter) zu entsprechendem Preis bei Alea. Ich finde sogar, dass seine Spiele mit die besten im VErlagsprogramm sind...

  • Zitat

    Original von weserkiesel


    Mein Kauf bestätigt Treefrog darin, auch weiterhin in Deutschland zu produzieren.


    Und genau das bezweifle ich.


    Das Einzige was du mit dem Kauf signalisierst ist, dass du das Spiel gut findest.

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  • Was das "Verramschen" von Spielen angeht:


    Mit Sicherheit werden Spiele auch zweitweise unter Wert verkauft. a) wie bereits erwähnt zu Werbezwecken und wichtig b) weil ein Spiel das ein wenig unter Wert verkauft wird mehr Umsatz einbringt als ein Spiel das garnicht verkauft wird.


    Und das Entdecken mieser Produktionsqulität mit "selbst Schuld" abzutun ist recht hart. Klar geht man bei Vorbestellungen Risiken ein, aber von gewissen Mindeststandards sollte man ausgehen, vor allem, wenn der Verleger diese bereits bei anderen Titel erfüllt hat. Sei's drum.


    Es wirkt jedenfalls stark überkritisch, wenn man eine vergleichsweise sehr gute Materialqualität, wie z.B. die von Vor den Toren von Loyang oder Macao als bescheiden bezeichnet. Sollte sich eines Tages ein Verlag hervor tun, indem er ein gutes, kostengünstiges Spiel aus Carbon oder Titan anbietet bzw. einfach in einem deutlich höheren Materialstandard, dann kann man auch die Messlatte so hoch ansetzen.


    Aber vielleicht hängen wir uns alle einfach nur an der Formulierung auf. Manch einer erwartet eben mehr für sein Geld als wieder andere. Sehr hohe Erwartungen in der Hinsicht zu haben bewahrt einen davor viel Geld in Essen zu lassen. :)

  • Zitat

    Original von ode
    Dann noch unsere Identik-Runde mit Guido bei Asmodee. [...]
    Dabei waren übrigens stmountain, dessen Schwester, ein Bekannter von den beiden [...]


    Das war ich! (Nur, damit zumindest Ode mich einordnen kann ...)


    weserkiesel, ein bisschen widersprüchlich finde ich Deine Argumentation ja schon. Auf der einen Seite schreibst Du, dass Du ganz bewusst viele Spiele auf der Messe nicht kaufst, weil Du sie dann später deutlich billiger im Internet oder irgendwann mal als Schnäppchen haben willst, auf der anderen Seite kritisierst Du Sparmaßnahmen. Mit so einer Herangehensweise musst Du Dich dann aber schon mal fragen lassen, was denn passieren würde, wenn alle das so machen würden. Dann würden die Spieleverlage nämlich gar keinen Gewinn mehr machen, und anstelle von anspruchsvollen und in weiten Teilen hochwertigen Spielen gäbe es dann nur noch irgendwelchen Hasbro-Unfug auf dem Markt, weil sich davon auch große Stückzahlen absetzen lassen.


    Dass Verlage auf solche Schnäppchenjagden mit Sparmaßnahmen reagieren, braucht einen dann nicht zu wundern. Ich habe zumindest noch nichts davon gehört, dass es der Spielebranche so unglaublich gut geht, dass die Profite explodieren.


    Und was das "Made in Germany" angeht: Das darf bereits auf Produkten stehen, wo lediglich eine (meist die letzte) Wertschöpfungsstufe in Deutschland stattgefunden hat. Im Extremfall das Zusammenpacken der im Ausland produzierten Spielmaterialien. Ich habe keine Ahnung, wie es genau in dem von Dir beschriebenen Fall aussieht, aber "Made in Germany" allein hat wenig zu sagen - und "Made in China" ist umgekehrt auch nicht immer schlecht.

  • Hi!


    Wohl gerade neu! Willkommen!


    Ich nehm die Spiele auch lieber so, als sie gar nicht zu nehmen. Oder für jedes Spiel 60€ zu zahlen, nur weil die Produktionskosten in den Himmel schießen, weil alles aus Edelstahl sein muss (vorsicht - stark übertrieben!) Denn Kleinverlage sind in meinen Augen auch eher Spielefreaks mit kleinem, nebenberuflichen Hobby als Unternehmer...


    Ich finde die Preise für Spiele zur Zeit auch etwas zu hoch... Daher lieber Spiele in annehmbarer Qualität und zu annehmbarem Preis. Und ich denke, genau das versuchen die Verlage umzusetzen...

  • Zitat

    Original von Eric


    Und genau das bezweifle ich.


    Das Einzige was du mit dem Kauf signalisierst ist, dass du das Spiel gut findest.


    Nein. Mit meinem Kauf habe ich signalisiert, dass ich für ein Spiel einen Preis bereit bin zu zahlen, der die Produktion in Deutschland erlaubt.

  • Zitat

    Original von Tyrfing



    Ansonsten habe ich noch Machtspiele von Eggert gespielt. ... Außerdem ist der Korruptionsaspekt bei uns so abgelaufen, dass häufig Mitspieler gefragt wurden, die eine Abteilung mit nur einem Mitarbeiter gehabt haben - als Strafe darf man einen Mitarbeiter entlassen, wenn der Spieler ablehnt. Da man neue Abteilungen so gründen kann, passierte es also dass ein Spieler eine neue Abteilung gegründet hat und der nächste direkt über die Korruption drohte, diese wieder dichtzumachen. Vielleicht kann man das besser verhindern - jedenfalls hat mir dieser Aspekt nicht so gut gefallen.
    Naja, insgesamt aber dennoch ein sehr gutes Spiel - heute war ein erfolgreicher Tag in dieser Hinsicht...



    Wenn man eine neue Abteilung mit einem Mitarbeiter gründet, dann darf man Mitarbeiter aus anderen Abteilungen hinzuziehen, damit eben genau obiger Efferkt nicht passiert. Das steht so in den Regeln.

  • Zitat

    Original von ode
    Ich finde die Preise für Spiele zur Zeit auch etwas zu hoch...


    Naja ehrlich gesagt sind die Preise für Spiele zumindest in Internetshops viel zu niedrig - auch wenn ich mir damit als armer Student selbst ans Bein pinkel. Da wird noch der ein oder andere Shop (Internet und FLGS) über die Klinge springen. Gäbe es keine Internetshops könnte ich mich nicht beschweren wenn z.B. ein Agricola im Laden zwischen 35 und 40 Euro kostet - und reich würde trotzdem keiner der Beteiligten davon werden.

  • Zitat

    Original von weserkiesel
    Eindrücke von Einem, der auszog, gute Spiele zu finden.


    Rein in Halle 12. Rundgang rechts herum. Bei Ludo Art erstmal Taurus bestaunt. Sieht schon geil aus, das Spiel. Noura wollte es unbedingt spielen, aber es war ständig umlagert. Czarne gab den großen Zampano ... sagte ich schon, dass mir sein grafischer Stil nicht gefällt? Braun ist nunmal nicht meine Lieblingsfarbe, seine schon. Dann Planet Steam das erste Mal live gesehen. Die Karten zu groß, die Tanks zu klein und fumelig und mit 55 Euro zu teuer. Ingrids Worte: Das viele Brimborium soll wahrscheinlich über ein durchschnittliches Spiel hinweg täuschen. Wahre Worte - eine kürzere und treffendere Rezension hat selten jemand verfaßt. Trotzdem möchte ich es irgendwann nochmal spielen, aber nicht kaufen. Jedenfalls nicht für den Preis.


    Zwingt Dich auch niemand dieses Spiel zu kaufen, muss ja auch nicht jeder Mercedes fahren. Nur ein durchschnittliches Spiel ist es, meiner Meinung nach, wahrhaftig nicht



    Zitat

    Original von weserkiesel
    Dann rüber zum What's your game Stand und Vasco da Gama angeschaut. Optisch ein wunderschönes Spiel, mit gutem Material. Nur die kleinen fumeligen Pöppel (Kapitänsfiguren) stören mich. Eigentlich wollte ich es kaufen. Aber: Ich bin mir nicht sicher, ob es auch ein gutes Spiel ist. Dumm vom Verlag, dass keine gedruckte deutsche Regel beiliegt. Für mich eine klare Fehlentscheidung, angesichts der Bedeutung des deutschen Absatzmarktes. Ich habe am Abend dann nochmal vor dem Spiel gestanden, es aber letztendlich nicht mitgenommen. Wenn es gut ist, werde ich es später auch für weniger als 30 Euro bekommen.


    Möglicherweise weil die Deutsche Regel noch nicht fertig war/ist?



    Zitat

    Original von weserkiesel
    Weiter zu Halle 9. Ich war schon richtig scharf auf die Heidelberger Schnäppchen. Top Spiele für 20 Euro. Imperial, Steam, Rise of Empires standen alle auf meiner Kaufliste. Aber nix wars damit. Alles schon weg. Ich war zugegeben enttäuscht. Wenn es nur ein Kontigent an diesen Spielen gab, dann hätten die Heidelberger es auf alle 4 Tage verteilen sollen. Das wäre gerechter gewesen. Egal. Als kleinen Trost gab es noch ein paar Exemplare von Hamburgum. Ich habe mir eines gesichert, und damit wieder eines meiner "unbedingt haben wollen" Spiele in meiner Sammlung. Die Aktionen der Heidelberger zeigen mir, dass es sich nicht lohnt, ein Spiel unbedingt sofort haben zu wollen. Mit ein wenig Geduld läßt sich eine Menge Geld sparen.


    Ich glaube kaum dass der erhöhte logistische Aufwand der bei einer Verteilung auf die 4 Tage notwendig gewesen wäre iregndwie zu rechtfertigen ist.



    Zitat

    Original von weserkiesel
    Dann noch zum Lookout Games Stand. Hanno Girke kam uns mit Sackkarre entgegen. Sofort ein Foto gemacht. Der Mann arbeitet wirklich selbst! Er ist ein lustiger Typ, und gefällt mir sehr. Moorbauern wird ein Pflichtkauf, aber nicht für 25 Euro auf der Messe.


    Tja wenn auf einmal alle so denken gibt es eben dann die Kleinverlage nicht mehr


    Zitat

    Original von weserkiesel
    Dann in Halle 5, nachdem wir die Freakhalle 6 überstanden hatten. Dort gab es Schwerter und weiteren Fantasy Krimskrams.


    Dass In Halle 6 auch ein Stand von Pegasus, sowie die Stände von Fanen und UGG waren ist Dir schlichtweg entgangen :-)


    Zitat

    Original von weserkiesel
    Weiter zum Splotter Spellen Stand. Dort herrschte gähnende Langeweile. Von 2 Erklärtischen mit Greed, Incorperated war nur einer belegt. In der Ecke standen 2 Holländer an der Kasse und langweilten sich, weil niemand was gekauft hat. Selbst Schuld, wenn die Regeln nicht vorab veröffentlicht werden. Diese selbstgefällige Arroganz/Ignoranz von Splotter geht mir auf den Keks. Mir schien es, als wären ihre Spiele längst keine Selbstläufer mehr. Ich wollte mir eigentlich ein Indonesia gönnen, aber da ich das im Internet günstiger bekomme, werde ich es dort kaufen.


    Naj der anderen Erklärtisch ist ein Stehtisch und 3 Stunden im stehen spielen ist wohl nichts für jedermann. Übrigens haben auch RioGrande/hans im Glück nicht vorab Regeln zu Dominion Seaside veröffentlich, die sind wohl genauso so selbstgefällig und arrogant? ?(



    Zitat

    Original von weserkiesel
    Diese hellblauen GeekDo Stoffbeutel, die am Boardgamegeek Stand verteilt werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Die stinken so ekelerregend nach Chemikalien, dass sie eigentlich nur aus China stammen können. Möchte nicht wissen, wieviele Chinesen dort kotzend bei der Arbeit zusammenbrechen. Ich will diesen Dreck aus China nicht mehr!


    Ich hoffe Du hast die Stofftaschen von Lookout, Spielbox und Konsorten auch einer ähnlichen olfaktorischen Überprüfung unterzogen....



    Zitat

    Original von weserkiesel
    Thema Material. Ich weiß nicht mehr wo, aber im Laufe des Tages habe ich dann auch ein Macao von Alea gesehen. Wenn es ein kleiner Verlag wie What's your Game? schafft, solides Material anzubieten, wieso dann nicht auch Alea, Tochter von Ravensburger? Die Pappe der Stanzteile -- wie bei allen Alea Spielen -- ist wieder viel zu dünn. Darüber könnte ich mich schwarz ärgern und daher werde ich Macao auch nicht kaufen. Zumal mich der Würfelmechanismus der letzten Runden nicht wirklich überzeugt. Ich mag Stefan Felds Spiele wirklich, aber ich wünschte er würde mal den Verlag wechseln. Zu einem Verlag, der nicht wie Ravensburger offensichtlich vor allem an Gewinnoptimierung denkt, sondern an qualitativ hochwertiges Material.


    Meine Vorredner haben hierzu ja schon genug gesagt, nur die doch recht provokative Unterstellung wäre doch mehr wert, wenn Du die mit Fakten untermauern könntest und nicht nur spekulieren würdest.





    Gruß


    Klaus

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

    Einmal editiert, zuletzt von Klaus_Knechtskern ()

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