Greed Incorporated

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  • Es sind ja kaum Infos zu dem Spiel zu finden. Splotter scheint da eine eigene Strategie zu fahren und auf den guten Namen zu setzen. Wobei ich schon gelesen habe, daß sich das diesmal wohl etas gerächt hat (tote Hose am Stand).


    Ungeachtet dessen habe ich mir Greed Incorporated von onkel_e mitbringen lassen (wird noch geschickt). Gründe: Wirtschaftsspiel, Slotter Spiele meist schnell ausverkauft, ...


    Hat jemand von Euch auf der Messe mal einen Blick gewagt oder sogar das Spiel mal angespielt? Mich würden mal Eindrücke interessieren...


    Danke...
    Sankt Peter

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Ja, am Stand war jedes Mal absolute tote Hose, wenn ich da vorbei gekommen bin. Eigentlich habe ich nur ein einziges Mal dort Leute das Spiel auch spielen sehen. Ich war ja eigentlich auch interessiert, aber nicht zu diesem Preis. Der müsste sich schon mindestens halbieren.


    So hat es Machtspiele geschafft, mich sehr(!) zu überzeugen, danach war auch dieses Themenspektrum für mich erledigt und das Interesse an Greed, Incorporated sank noch weiter.

  • Ich hab mir die Komponenten angeschaut und mit halben Ohr bei der englischen Erklärung hingehört. Auch für mich gab der Preis den Ausschlag, dass Spiel stehen zu lassen.


    Zwar sahen die Pläne, Marker etc. deutlich besser als noch bei Duck Dealer aus, aber einiges der sog. "Grafik" erinnerte doch sehr an erste Photoshop-Gehversuche. Außerdem werde ich dass Gefühl nicht los, dass Splotter entweder versucht, krampfthaft lustig zu sein (gelbe Gummienten oder "Blah, Blah" als Produkt) oder einfach keine Lust hat, sich was originelles auszudenken...

  • Angespielt nein, erklärt lassen ja. Für 65 Euro war es mir aber definitiv zu teuer, da es nur (oberflächlich gesprochen) ein weiteres Kurse manipulieren und Gewinne maximieren Spiel scheint - mit aktuell-zynischem Thema. Wird in der geeigneten Spielrunde sicherlich gefallen, nur jenseits der 50 Euro erwarte ich schon was Besonderes und da ist der Funke bei mir nicht übergesprungen, mich totz der 65 Euro näher mit dem Spiel zu beschäftigen.


    Selbst Schuld Splotter. Hätten sie die Anleitung vorab ins Netz gestellt (sollte Minimalaufwand für einen Verlag sein, der die Druckdokumente eh in digitaler Form vorliegen hat und nur noch mit einem Kopfdruck in pdf-Format umwandeln müsste), wäre mein Interesse eventuell grösser gewesen. Aber so waren mir andere Spiele in der begrenzten Messezeit schlicht wichtiger. Zudem es vorab die Aussage gab, dass es ausreichend Exemplare geben wird ... also kein Grund zur überstürzten Hektik.


    Cu/Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Ich war nicht auf der Messe, kam also auch nicht in die Verlegenheit / Versuchung mir GI anzusehen oder Probe zu spielen, aber nachdem ich Duck Dealer letztesmal ungesehen gekauft hatte und herbe enttäuscht war ( Material / Preis / Themenumsetzung ) habe ich mir diesmal geschworen das ich erstmal lange abwarte, was andere zu dem Spiel sagen.

  • Hiho,


    Habe mir das Spiel erklären lassen und fand es interessant. Wie das mit dem freien Deals ist, kann ich mir aber noch nicht so richtig vorstellen - eigentlich mag ich Spiele mit freier Handelskomponente nicht so gerne (tendenziell).
    Hätte es gerne mal angespielt, jedoch war der Tisch *immer* besetzt! - Ich hab's aber mitgenommen.


    Atti

  • Nachdem alle danach fragen muss sich mal jemand melden der Greed Inc. komplett gespielt hat :-) Zusammen mit zwei Engländern haben wir am Donnerstag vormittag ganz entspannt Greed durchgespielt. Ich schätze mal dass wir für unsere Vierer-Partie inclusive Erklärung irgendwas um die 3 Stunden gebraucht haben dürften, die gefühlte Spielzeit war jedenfalls deutlich geringer.


    Material und Preis passen in diesem Fall, meiner Meinung nach, zusammen. Vor allem eingedenk der Auflagenhöhe und der Anzahl von Karten, die ja immer mit die teuersten Komponenten sind. Das Einzige was nicht dazu passte war die Größe des Spieltisches am Splotterstand :aufgeb: .Aber wir konnten uns da auch irgendwie behelfen.


    In Greed versucht man als Chef einer oder auch mehrerer Firmen Produktionsketten aufzubauen um die entsprechenden Produkte am Markt abzusetzen und die Rendite zu erhöhen. So weit so gut, nur nutzt einem das freie Kaptial einer Firma erst mal gar nichts, wir müssen das erst mal in unsere persönlichen tiefen Taschen bekommen um den eigentlich Zweck des Spiels (Streiche Spiel - setze Leben) zu Erreichen:


    Der Erwerb von überflüssigen Statussymbolen 8-)


    Um den schnöden Mammon in unsere eigenen Taschen zu bekommen gibt es nur einen Weg. Wir lassen uns Feuern! Und kassieren dafür dann einen goldenen Handschlag in Form einer Abfindung in Höhe von 40 % des freien Kapitals der Firma (nach Herrn Breuer sind das ja eh alles nur Peanuts :peace:)


    Damit wir Gelegenheit bekommen gefeuert zu werden muss eine ganz triviale Bedingung erfüllt werden: Das Unternehmen muss im abgelaufenem Geschäftsjahr keine Gewinnsteierung erzielt haben. In diesem Fall haben die drei Mitglieder der Geschäftführung (CEO, CFO und die mir jetzt entfallene Nr. 3) die Möglichkeit sich selbst oder einen Ihrer Kollegen als Sündenbock abzustempeln und mit 40% (CEO) bzw. 20% (die beiden anderen) des freien Firmenkapitals gefuert zu werden. Sollte irgendwer nicht gefeuert werden wird dieser natürlich der neue CEO ansonsten steigen Chargen aus den niedrigen Rängen an die Spitze der Geschaftsführung auf.


    Ganz praktisch ist es natürlich wenn man zwei Firmen kontrolliert und damit die Möglichkeit hat Waren möglichst gewinnbringend für die eigene Tasche hin und her zu transferieren.


    Hier kommen wir auch zu der von Atti gebrauchten Formulierung der freien Deals. In den wenigstens Fällen ist ein Unternehmen allein in der Lage eine wirklich sehr lukrative Produktionskette aufzubauen, also wird hin und her getauscht, geschachert was das Zeug hält, Versprechungen für die Zukunft gegeben (Firma A kriegt jetzt dies, Firma B dafür nächste Runde das - sollte man zumindest meinen, verpflichtend ist es aber nicht) um die Erträge des Unternehmens zu steigern bis der CEO der Meinung ist jetzt ist der richtige Zeitpunkt hier auszusteigen und das Festgeldkonto in diesem Zusammenhang kräftig zu schröpen.


    Mit dem privaten Geld ersteigert man sich oben genannte Statussymbole und eröffnet auch wieder neue Firmen, sodass im Laufe der Zeit aus den 3-5 Firmen zu Beginn deutlich mehr werden können.


    Die Manipulierung der Kurse selbst ist ein sehr geringer Teil des Spiels, der Aufbau von Produktionsketten, das Ausnützen von goldenen Gelgenheiten und das Erkennen des jeweils richtigen Zeitpunkt die Brücke wieder zu verlassen sind die Dinge die Greed primär ausmachen. Uns vieren hat es eigentlich allen einen Höllenspaß gemacht und ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Ausflug in die Welt der Hochfinanz.


    Klaus



    p.s.: "Außerdem werde ich dass Gefühl nicht los, dass Splotter entweder versucht, krampfthaft lustig zu sein (gelbe Gummienten oder "Blah, Blah" als Produkt) oder einfach keine Lust hat, sich was originelles auszudenken..."


    Blah Blah und Kredite als Produkte passen bei diesem Spiel wie die Faust aufs Auge

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Gibt inzwischen ein gutes Demospiel-Video zu Greed: http://www.ustream.tv/recorded/2421216


    Bietet doch ein wenig mehr als nur "Kurse manipulieren und Gewinne maximieren". Somit muss ich meinen Ersteindruck revidieren auf Basis der gelauschten Groberklärung am Messestand. Ist schon erstaunlich, wie sich Meinungen entwickeln können, wenn am schlicht in Ruhe den wirklich gespielten Spielverlauf verfolgen kann. Bin mal gespannt, in welche Richtung die sich noch entwickelt, wenn ich es selbst in (für das Spiel) passender Runde spielen kann.


    Der Preis ist inzwischen auch von 65 Euro auf der Messe auf 58 Euro bei AllGames gefallen. Immer noch kein Schnäppchen, aber damit hat es meine Schmerzgrenze gerade so eben unterschritten (Ja, ja, was interessiert mich mein Geschreibsel von Vorgestern!). Und da ich nicht glaube, dass es noch weiter im Preis sinkt (scheint die Indonesia-Klasse zu sein), musste ich es bestellen ... ging nicht anders! :-)


    Cu/Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

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  • Hm... ich sehe ein Planet Steam für 55,00 € und ein Greed, Incorporated für 58,00 €... Auflage hin oder her, den Wettkampf um den höheren Materialwert kann Splotter nicht gewinnen. Und nach der für meinen Geschmack miesen Qualität von Duck Dealer heißt es "adios Splotter".


    Für mich hat der Verlag und das Messeauftreten einen Eindruck von "wir sind's, und wir verkaufen eh alles" hinterlassen. Gut, das ist lediglich mein persönlicher Eindruck. Von einem Verlag, der in der Vergangenheit allerdings alle seine Spiele direkt und ohne Zwischenhandel an den Mann und die Frau bringen konnte, und das zu sehr hohen Preisen, erwarte ich irgendwann gewisse Möglichkeiten /Reserven erwirtschaftet zu haben, ein Spiel auch deutlich unter 60,00 € anbieten zu können. Wie gesagt... das ist meine persönliche Meinung.

  • Zitat

    Original von Timo1977
    Hm... ich sehe ein Planet Steam für 55,00 € und ein Greed, Incorporated für 58,00 €... Auflage hin oder her, den Wettkampf um den höheren Materialwert kann Splotter nicht gewinnen. Und nach der für meinen Geschmack miesen Qualität von Duck Dealer heißt es "adios Splotter".


    Für mich hat der Verlag und das Messeauftreten einen Eindruck von "wir sind's, und wir verkaufen eh alles" hinterlassen. Gut, das ist lediglich mein persönlicher Eindruck. Von einem Verlag, der in der Vergangenheit allerdings alle seine Spiele direkt und ohne Zwischenhandel an den Mann und die Frau bringen konnte, und das zu sehr hohen Preisen, erwarte ich irgendwann gewisse Möglichkeiten /Reserven erwirtschaftet zu haben, ein Spiel auch deutlich unter 60,00 € anbieten zu können. Wie gesagt... das ist meine persönliche Meinung.


    Stimmt genau. Ich habs trotzdem gekauft.
    Kennt jemand nen guten Facharzt dagegen? *)

  • Zitat

    Original von Timo1977
    Hm... ich sehe ein Planet Steam für 55,00 € und ein Greed, Incorporated für 58,00 €... Auflage hin oder her, den Wettkampf um den höheren Materialwert kann Splotter nicht gewinnen. Und nach der für meinen Geschmack miesen Qualität von Duck Dealer heißt es "adios Splotter".


    War/ist die Qualität bei Antiquity und Roads & Boats besser als die von Duck Dealer??


    Zitat

    Original von Timo1977
    Für mich hat der Verlag und das Messeauftreten einen Eindruck von "wir sind's, und wir verkaufen eh alles" hinterlassen. Gut, das ist lediglich mein persönlicher Eindruck. Von einem Verlag, der in der Vergangenheit allerdings alle seine Spiele direkt und ohne Zwischenhandel an den Mann und die Frau bringen konnte, und das zu sehr hohen Preisen, erwarte ich irgendwann gewisse Möglichkeiten /Reserven erwirtschaftet zu haben, ein Spiel auch deutlich unter 60,00 € anbieten zu können. Wie gesagt... das ist meine persönliche Meinung.


    a) Planet Steam kostete 65 € und war von der Auflagenhöhe doch in einer anderen Gewichtsklasse. Auch die "Mächte" die primär dafür verantwortlichen zeichnen haben einen ganz anderen Background, können also mit der Produktion des Spiel mit Kapital in Vorleistung gehen, was für eine reine Hobbyklitsche wie Splotter nicht so leicht möglich ist. Frag mal bei Splotter an ob Sie ein zinsloses Darlehen für eine Unbegrenzte Laufzeit von Dir haben wollen um höhere Stückzahlen zu fertigen.


    b) Splotter hat die letzte 6 Jahre seine Spiele nicht nur direkt an den Mann gebracht.




    Bloß mal so als Richtwert:


    Produktionskosten Brettspiel in normaler Auflagenhöhe(in toto) = Verkaufspreis / 8


    Bei Greed schätzte ich die Produktionskosten (ohne Grafiker und Autor) schon auf ca. 12 €...

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.