Erste Eindrücke Essen 2009

  • Hallo zusammen!


    Hier kommt ein ziemlich langer Beitrag mit meinen Messe-Erlebnissen und Erfahrungen. Wenn ihr zu einzelnen Spielen mehr wissen wollt, einfach Kommentar schreiben!


    Donnerstag


    Nach einem ereignislosen Flug von München nach Düsseldorf und einer stressigen Mietwagenübernahme („Reservierung? Haben wir nicht!“ …) kamen wir doch noch kurz vor 10 Uhr bei der Gruga an. Zusammen mit meiner besseren Hälfte, die zum ersten Mal auf der SPIEL ist, streifen wir durch die Hallen. Sie möchte erstmal einen Eindruck gewinnen, also wandern wir von Stand zu Stand. Nach 90 Minuten sind wir wieder in Halle 11 angekommen und setzen uns zu einem netten Pärchen, um Egizia auszuprobieren. In gut 90 Minuten fahren wir mit unseren Schiffen den Nil fünfmal hinunter, um Bausteine für verschiedene Bauwerke und Getreide für unsere Bautrupps zu ergattern. Der Auswahlmechanismus, dass man nur nilabwärts setzen kann, erfordert einige interessante Entscheidungen. Die anderen Spielelemente hat man so oder so ähnlich schon oft gesehen. Ich weiß noch nicht, ob ich das Spiel in meiner Sammlung „brauche“.


    Als nächstes stand der Sinn meiner Holden nach Taktikfutter, daher wandten wir uns GIPF zu, dass ich noch nicht kannte. Leider ist sie in solchen Spielen viel besser als ich und hat mich in zwei Partien schnell und locker besiegt. :/


    Anschließend ging es in die hinteren Hallen, wo wir am Stand von Fragor Games in eine Runde Savannah Tails einsteigen konnten. Ich hatte es bereits auf preorder, wollte es aber dennoch erstmal testspielen. Snow Tails letztes Jahr hatte mir nämlich nicht so besonders gut gefallen. Zusammen mit Fraser Lamont ging es auf einem kurzen Kurs durch die Savanne. Die spaßige Erklärung des Schotten, die nette Aufmachung und das unkomplizierte, aber nicht triviale Spielgefühl machten es mir leicht, mein Exemplar dann gleich mitzunehmen.


    Letztes Spiel des Tages, bevor wir uns auf den Heimweg machten, war Jaipur am Asmodee-Stand. Tja, was soll ich sagen? Wir fanden es furchtbar öde, da die allermeisten Entscheidungen offensichtlich sind. Den dritten von drei Durchgängen haben wir uns dann auch geschenkt.



    Freitag


    Die restlichen drei Tage „durfte“ ich dann alleine auf der Messe verbringen, meine Süße ging mit ihrer Mutter shoppen… Als allererstes stieg ich am Freitagmorgen in eine Runde Macao ein. Da wir alle nur bis 12 Uhr Zeit hatten, machten wir schon vorher aus, dann abzubrechen. Immerhin schafften wir zu viert in gut 90 Minuten 7 Runden, was für einen ersten Eindruck durchaus ausreicht. Der Würfelmechanismus mit dem Zeitrad ist mal was neues, ob er mir wirklich gefällt, müssen erst noch einige Runden zeigen. Ich wusste zwar schon, dass gute (und weite!) Vorausplanung wichtig ist, dass scheint mir aber bei den geballten Zufallselementen (Würfel, die Farbe und Zeitpunkt der Aktionen bestimmen und Karten, die die Aktionen dann verbrauchen) recht schwierig zu sein. Vielleicht ist es schlau, in den ersten Runden einfach nur hohe Würfel (=viele Aktionen) zu nehmen und nur Karten, die wenige Aktionen zum aktivieren brauchen? Die Aufmachung ist aleamässig gut, das Schachtelinlay aleamässig völlig unbrauchbar.


    Weiter gings zum stets belagerten WYG-Stand, wo zufällig grade ein Tisch mit Vasco da Gama fertig wurde. Schnell hingesetzt und mit noch zwei Jungs das Spiel angetestet. Hier ist der neue Twist am Worker-Placement, dass man nicht genau weiß, welche Aktionen man umsonst bekommt und welche man teuer bezahlen muss. Dass ermöglicht spannende Entscheidungen und auch die anderen Elemente des Spiels greifen schön ineinander. Gut, dass ich das Spiel bereits auf preorder hatte, allerdings sollte ich da am Sonntag noch eine Überraschung erleben!


    Gegen Mittag war dann eine große Tauschrunde am Stand von BGG in Halle 5 angesagt, wo einige Spiele aus den parallelen Trades auf BGG und unknowns ihren Besitzer wechselten. Alles klappte wunderbar, sodaß es kurz nach halb eins schon wieder zum nächsten Spiel weiterging.


    Carson City von QWG stand auf dem Programm, auch hier hatte ich das Spiel nach der Regellektüre geordert, wollte es aber auch erstmal noch probespielen. Nach 3 von 4 Spielrunden brachen wir die nette Runde um Besitzmarker, Einnahmen und Colts ab und dass Spiel fand drei neue Käufer!
    Interessant waren noch ein paar Fotos vom nächsten Spiel der Jungs aus Holland: Chocolatl. Bilder von der Schachtel und dem Spielplan waren zu sehen, es wird Nummer 6 in der Masterprint-Reihe sein und es handelt sich wohl um ein Auktionsspiel, bei dem die Art des Gebots von der Position der Figuren auf dem Spielbrett abhängt.


    Dann blieb ich noch am Stand von GamesinItaly hängen, als gerade Strada Romana vom Autor erklärt wurde. Spontan habe ich mich dazu gesetzt und mit einem netten Asiaten eine Zweierrunde gespielt. Dass Rennen der zehn Kaufmänner kam mir ziemlich abstrakt vor, das Thema ist eigentlich völlig egal. Man sammelt Würfel und Plättchen in sechs Farben und wettet auf die Wagen, die es vor dem Spielende ins Ziel schaffen. Zu zweit hat es mich nicht überzeugt, mit mehr Spielern könnte es interessanter werden.



    Samstag


    Der Samstag begann mit hastigen Schritten, um einen Platz an den wenigen Tischen des Argentum-Verlages zu ergattern. Tatsächlich saß ich um 10 nach 10 bei Hansa Teutonica und der freundliche Erklärbär konnte loslegen. Um es vorweg zu nehmen: Hansa Teutonica ist zusammen mit Carson City für mich das Highlight der Messe gewesen! Ein spannendes Spiel, dass einem alle Freiheiten lässt. Alle Spieler sind ständig beteiligt und immer muss man aufpassen, wer gerade was warum macht. Keine Entscheidung ist trivial und immer möchte man viel mehr machen, als man kann. Am Sonntag bin ich noch mal hin, um einen kleinen Plausch mit Klaus Ottmaier zu halten und hab mir dann das Spiel auch gleich mitgenommen.


    Als nächstes konnte ich bei eggert-Spiele eine Runde Havana entern, als der Erklärbär gerade fertig war. Die Regeln kannte ich schon, jetzt wollte ich wissen, wie es sich spielt. Zu dritt haben wir etwa 40 Minuten an den neuen Gebäuden für Cubas Hauptstadt gebaut. Die Auswahl, welchen Charakter man spielt, und welchen man dann nicht mehr zur Verfügung hat, ist alles andere als leicht. Dieser Mechanismus ist erfrischend anders, was man vom Rest des Spiels, Rohstoffe und Geld sammeln, um Gebäude = Siegpunkte zu bauen, leider nicht sagen kann. Sofort zum Kauf konnte ich mich daher nicht durchringen, auch wenn mir dadurch die Hazienda für Cuba durch die Lappen ging.


    Einschub: Thema Givaways:
    Überhaupt scheint sich die Zeit der „Freebies“ dem Ende zuzuneigen. Wenn nicht sowieso Geld verlangt wurde (6 Euro für die „Intriganten“ = 7 Spielkarten für Marquis von LudoArt, 2,50 Euro für die Sumeria 2-Spieler-Erweiterung oder 2 Euro für 2 chin. Käsch-Münzen für Loyang), wurde man zum spenden aufgefordert (Siedler Bayern-Karte oder Funkschlag Transformator-Station) oder man bekam ein Goodie nur gegen Einkauf eines neuen Spiels des Verlags (eggert Spiele oder auch Dice Town, Die Indianer von Asmodee). Während ich mit Spenden bzw. direkter Bezahlung noch ganz gut leben kann, finde ich Goodies nur gegen Kauf einen neuen Produktes herauszurücken schon etwas dreist. Natürlich „braucht“ niemand diese kleinen Dinger und dass dem ebay-Handel irgendwie ein Riegel vorgeschoben werden sollte, weiß ich auch. Dennoch sieht gute Kundenpflege für mich anders aus! Schließlich habe ich letztes Jahr 50 Euro für eine nette Holzschachtel dagelassen. Und dass das Spiel am Verlagsstand (im Fall von eggert) auch noch 20% teurer als bei den Händlern ist, stößt erst recht sauer auf… Wie ist Eure Meinung dazu?



    Als letztes Spiel des Tages konnte ich einen Platz beim Prototypen von Dakota ergattern, der bei Nexus zu sehen war. Ich nehme an, dass es das nächste Spiel in ihrer „Autorenreihe“ sein wird. Drei bis fünf Spieler entscheiden sich zu Beginn einer Partie, ob sie lieber Indianer oder Kolonisten sein möchten, abhängig von der Anzahl der der verfügbaren Resourcenfelder. Im Spielverlauf haben die beiden Parteien verschiedene Prioritäten, die Ressourcen des wilden Westens zu nutzen, wobei das Ziel, die meisten Siegpunkte zu erreichen, für beide identisch ist. Im Kern ist Dakota wieder ein Worker-Placement-Spiel, zu dem noch viele kleine Mehrheitenwertungen bei den Rohstoffen gehören. Mir hat das Spiel schon sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es bald auf den Markt kommen wird.


    Anschließend ging es dann an den Stand von Bernd Eisensteins Irongames’, wo ich den restlichen Nachmittag dann Peloponnes erklärt habe und damit ein paar schöne Stunden hatte. Das Spiel gefällt mir sehr gut und der eine Tisch, den Bernd hatte, war immer voll besetzt. Was man vom nebenan stehenden Schäfchenverlag und seinem Zehnk(r)ampf leider nicht sagen konnte…



    Sonntag


    Der letzte Tag brachte mich dann als erstes an den Stand von Gamemaster, wo ich endlich Opera ausprobieren wollte. Das Spiel hatte es mir nach dem langen Video auf cliquenabend.de angetan, doch waren bisher die wenigen Tische immer vollbesetzt gewesen. Doch diesmal war ich früh genug da, um noch dem Teammeeting zuzuschauen und dann gleich hinstürmen zu können. Doch dann kam die Frage, ob ich denn einen Platz reserviert hätte? Hatte ich natürlich nicht, dass ist doch kein 3-Sterne-Restaurant, sondern ein Spielestand! Der nächste Termin wäre erst um 16.30 Uhr gewesen, da wollte ich schon längst auf dem Rückweg sein. Auch bei Huch and Friends war dann kein Tisch mehr zu ergattern, also muss ich halt noch länger warten, bis ich es mal spielen kann.


    Weitermarschiert bin ich dann zu DDD, um deren erstes großes Spiel Seidenstraße zu probieren. Hier wandern Karawanen aus 1 bis 3 Transportkamelen kartengetrieben über den Plan, um am Zielort dann vor den Spielern ausliegende Kartenmehrheiten in Edelsteine zu tauschen. Irgendwie hat man alle Mechanismen schon mal gesehen, aber sie greifen bei diesem Spiel schön ineinander. Die Ausstattung mit einem zweiseitigen Plan, Markern, Holzscheiben, Juwelen und kleinen Karten ist gut, trotzdem war es mir mit 30 Euro zu teuer.


    Einschub Preistrends:
    Dieses Jahr ließ sich auf der Messe ein deutlicher Preisschub nach oben feststellen. Fast alle Spiele waren 5 bis 10 Euro teurer als vergleichbare Spiele letztes Jahr. Vereinzelt gab es zwar Ausnahmen und auch Reduzierungen noch während der Messe, aber der Trend zeigte eindeutig nach oben. An und für sich nicht wirklich schlecht/schlimm, schließlich werden alle Güter tendenziell immer teuer. Wirklich ärgerlich daran finde ich aber folgendes: Sehr viele der Spiele, die ich dieses Jahr zu einem hohen Preis kaufe, werden nächstes Jahr bereits verramscht werden (krasse Beispiele dieses Jahr: 10 Euro für Chinatown oder Goldene Ära oder Utopia für 15 Euro oder die ganzen Queen-Spiele). Der Grund dafür ist mir klar, aber allein der psychologische Effekt dieser „Entwertung“ hält mich davon ab, neue Spiele zum „Premium-Preis“ zu kaufen. Ob sich Verlag/Vertrieb damit langfristig einen Gefallen tun? Schließlich wird es nicht nur mir so gehen, oder?


    Unbedingt noch ausprobieren wollte ich Thunderstone, dass nach Regelstudium nach Dominion mit etwas Handlung und mehr Variation aussah. Die Karten sind schön illustriert worden, die spielrelevanten Informationen sind aber teilweise arg klein gedruckt an den Rand gerutscht. Ziel ist es dabei, Monster im ausliegenden Kartendungeon zu besiegen, da (fast) nur diese Siegpunkte bringen. Dazu kann ich mich im Dorf mit weiteren Karten versorgen, die mir dabei helfen sollen. Am Anfang hat mein Deck 12 Karten, die Hälfte davon kampfschwache Miliz und etwas Basisausrüstung wie Dolch, Fackel und Essenrationen. Jede Karte hat einen Goldwert, denn ich im Dorf nutzen kann, um eine Karte zu kaufen. Dass kann auch ein Held sein, der nach gewonnenen Kämpfen im Dungeon auch im Level aufsteigen kann. Man sieht vielleicht schon, ganz simpel ist die Sache hier nicht, einige Dinge sind zu beachten, damit man zu Siegpunkten kommt. Meine erste Partie war leider von ziemlichem Kartenpech geprägt, sodass ich kein einziges Mal in den Dungeon gehen konnte. Da mich auch die Kartengestaltung sowie der Preis (35 Euro!) nicht überzeugen konnten, nahm ich es nicht mit. Immerhin wurde für 2010 eine deutsche Version angekündigt, vielleicht wird dann auch noch mal das Design der Karten überdacht.


    Jetzt wollte ich endlich das Vasco da Gama abholen, doch die nette Dame am Stand von WYG erzählte mir, dass ich es schon geholt hätte! Sie zeigt mir meinen durchgestrichenen Namen auf der Preorder-Liste, was ich mit der email-Bestätigung auf meinem Telefon kontere. Erst herrscht Ratlosigkeit, obwohl ich sicher weiß, noch kein Spiel abgeholt zu haben. Nach Rückfrage und längerem Hin- und Herüberlegen rücken sie doch noch ein Exemplar raus, dass ansonsten bereits ausverkauft ist.


    Die letzte Stunde der Messe bin ich dann noch mal durch die Kleinverlagshallen geschlendert und habe, angespornt durch einen Gutschein von R&D Games, das kleine Kartenspiel Fzzzt! ausprobiert. Kleine (Karten-)Roboter sollen bestimmte Produktionspläne erfüllen. Dazu wollen diese und weitere Roboter aber erst einmal aus der ausliegenden Kartenreihe ersteigert werden. Dazu hat jede Karte einen Zap!-Wert zwischen 0 und 6. Mit diesen Zaps bieten die Spieler verdeckt um die jeweils vorderste Karte des Montagebands (Auslage). Insgesamt 5 Runden geht das Spiel und ersteigerte Karten können in den nächsten Runden wieder als Zahlungsmittel genutzt werden, was ein paar interessante Abläufe ermöglicht. Diese Art Kartenspiele gefallen mir, sodass ich mich auf weitere Partien freue.


    Kurz vorm Verlassen der Hallen bin ich noch bei Siam stehengeblieben. Das Spiel ist mir in den letzten Tagen schon ein paar Mal aufgefallen, hat es doch besonders schönes Holzmaterial. Auf einem 5x5 Felder großen Brett stehen sich 5 Elefanten und 5 Nashörner gegenüber. 3 bewegliche Felsbrocken in der Mitte ergänzen noch das Spielfeld. Ziel in diesem 2-Personen-Taktikspiel ist es, einen Felsbrocken vom Brett zu schieben. Wer dann am nächsten zu diesem Felsbrocken steht, gewinnt die Runde. Die Tiere können abhängig von der Blickrichtung verschieden stark schieben und manchmal hilft einem auch ein Tier des Gegners, wenn es in die richtige Richtung schaut. Ein feines Spiel mit einfachen Regeln, aber einer ordentlichen Spieltiefe. Am Stand gab es drei verschiedene Größen, von der kleinen Reiseausgabe bis zur großen, optisch wie haptisch opulenten Version. Leider waren auch die Preise entsprechend hoch und da ich der Holden schon ein GIPF und ein TZAAR mitgebracht hatte, musste ich es leider stehen lassen.



    Fazit


    Wieder einmal war es eine schöne Messe und ich bin stolz darauf, mich beim Einkauf sehr zurückgehalten zu haben. Das lag aber wohl auch zum Teil an den ganzen Spielen, die ich aus den Math-Trades erhalten hatte, da ich sonst wohl den Koffer gar nicht mehr zubekommen hätte… ;)


    Mitgenommen habe ich diesmal:


    The BoardGameGeek Game
    Hansa Teutonica
    Vasco da Gama
    Carson City
    Lübeck
    Savannah Tails
    Turandot
    Fzzzt!


    Wobei TBGGG, Turandot und Lübeck Impulskäufe waren – mal sehen, ob ich das noch bereuen werde!


    Danke fürs Lesen und Kommentare sind sehr willkomen!


    Cyberian

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  • Zitat

    Original von Cyberian
    Als nächstes stand der Sinn meiner Holden nach Taktikfutter, daher wandten wir uns GIPF zu, dass ich noch nicht kannte. Leider ist sie in solchen Spielen viel besser als ich und hat mich in zwei Partien schnell und locker besiegt. :/


    Da gehen wir auch jedes Jahr wieder vorbei. Und jedes Jahr ein Spiel. Was eigentlich dämlich ist, weil es zwei schon zum Preis von 1,5 gibt... Dieses Jahr haben wir uns Pünct zugelegt... Dvonn und Yinsh sind schon hier... :-)


    Zitat

    Original von CyberianLetztes Spiel des Tages, bevor wir uns auf den Heimweg machten, war Jaipur am Asmodee-Stand. Tja, was soll ich sagen? Wir fanden es furchtbar öde, da die allermeisten Entscheidungen offensichtlich sind. Den dritten von drei Durchgängen haben wir uns dann auch geschenkt.


    Wir haben uns sogar die zweite Runde geschenkt... Check mal Martinique aus, wenn du ein Spiel für zwei suchst. Ist zwar teuer (so teuer, dass wir es auch nicht gekauft haben), aber es ist das bei weitem bessere 2er-Spiel!

  • Zitat

    Original von ode
    ... Check mal Martinique aus, wenn du ein Spiel für zwei suchst. Ist zwar teuer (so teuer, dass wir es auch nicht gekauft haben), aber es ist das bei weitem bessere 2er-Spiel!


    Hi Ode,


    Danke für den Hinweis! Bin zweimal dran vorbeigelaufen und hab auch schon die Regeln gelesen. Aber so recht wollte der Funke noch nicht überspringen, vielleicht können wir's auf der Spielwiesn in München mal ausprobieren.

  • Okay, ich lebe in Preussen und daher ist der Weg gen Bayern doch arg weit...

  • Zitat

    Original von Cyberian


    Einschub Preistrends:
    Dieses Jahr ließ sich auf der Messe ein deutlicher Preisschub nach oben feststellen. Fast alle Spiele waren 5 bis 10 Euro teurer als vergleichbare Spiele letztes Jahr. Vereinzelt gab es zwar Ausnahmen und auch Reduzierungen noch während der Messe, aber der Trend zeigte eindeutig nach oben. An und für sich nicht wirklich schlecht/schlimm, schließlich werden alle Güter tendenziell immer teuer. Wirklich ärgerlich daran finde ich aber folgendes: Sehr viele der Spiele, die ich dieses Jahr zu einem hohen Preis kaufe, werden nächstes Jahr bereits verramscht werden (krasse Beispiele dieses Jahr: 10 Euro für Chinatown oder Goldene Ära oder Utopia für 15 Euro oder die ganzen Queen-Spiele). Der Grund dafür ist mir klar, aber allein der psychologische Effekt dieser „Entwertung“ hält mich davon ab, neue Spiele zum „Premium-Preis“ zu kaufen. Ob sich Verlag/Vertrieb damit langfristig einen Gefallen tun? Schließlich wird es nicht nur mir so gehen, oder?


    Das ist mir auch überdeutlich aufgefallen! Ich denke nicht das es zu einer guten Preispolitik gehört anfangs hohe Preise zu fordern und nach 6-12 Monate die Spiele günstig herauszuhauen. Wir als Verbraucher können dies ändern. Ich z.B. habe kein einziges Spiel gekauft da mir die Preise gegen den Strich gingen. So werde ich einfach auf fallende Preise warten schließlich ist die Spielesammlung so groß das mir und meiner Spielerunde so schnell nicht langweilig wird. Meine Schmerzgrenze lag bei 30,00 € pro Spiel und die meisten interessanten Spiele waren teurer. Bei Machtspiele hätte ich eine Ausnahme gemacht aber das hat sich dann einer aus meiner Spielerunde gekauft ;)


    Irgendwie hatte ich bei den Preisen nicht mal Lust eine Erweiterung zu kaufen. Vielleicht lag es auch am Mathtrade der mir erst mal neue Spiele beschert hat und das reicht erst mal wieder eine Weile. Ich muß aber auch dazu sagen das ich es nicht geschafft habe alle Spiele anzuspielen die auf meiner Liste standen und ich kaufe definitiv nicht mehr die Katze im Sack. Ich kaufe nur noch was ich schon mal angespielt habe oder wo ich zumindest die Regeln kenne und einen ungefairen Eindruck vom Spiel habe.

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