Tales of Arabian Nights?

  • Hallo,


    jemand schon Erfahrungen mit dem oben genannten Spiel gemacht? Wie ist es so? Macht es so viel Spass, wie Tom Vasel in seinem Review sagt? Ist es komplex/schwierig? Oder doch eher seichte Kost? Vergleichbar mit anderen Spielen?

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  • Zitat

    Original von ingo
    jemand schon Erfahrungen mit dem oben genannten Spiel gemacht?


    Ca. 20 Partien in 25 Jahren


    Zitat

    Original von ingo
    Wie ist es so? Macht es so viel Spass, wie Tom Vasel in seinem Review sagt?


    Keine Ahnung, wieviel Spaß es Tom Vasel macht.
    Mir macht's viel Spaß, aber nur gelegentlich.


    Zitat

    Original von ingo
    Ist es komplex/schwierig? Oder doch eher seichte Kost?


    weder / noch.


    Zitat

    Original von ingo
    Vergleichbar mit anderen Spielen?


    vergleichbar mit anderen Storytelling Games, wie z.B. Startrek the Adventure Game (WEG).


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hallo Ingo!


    Ich habe vor Jahren das Spiel einmal gespielt und ich konnte mich damals uneingeschränkt der Meinung der Pöppel-Revue anschließen:


    Zitat:
    "...dem kann ich nur entgegenhalten: Es kommt doch so gut wie keine Spielstimmung auf, sondern die Figuren treiben auf dem Plan umher, wie es das Schicksal der Begegnungen so fügt, und wenn ich die Wahl hätte, mir die Geschichten aus TausendundeinerNacht bei Tee und Kerzenlicht vorlesen zu lassen oder zum SPiel zu greifen, ich glaube, ich würde das erstere vorziehen.Nein, einen sinnlichen Märchenvorleseabend ersetzt dieses Spiel auf keinen Fall!


    Was ich nun bis hierhin so hölzern und mit bleiern schwerfälligen Worten erzählt habe, ist in der Regel süß und verlockend beschrieben.Ein unheimlicher Zauber muss von diesem Spiel ausgehen,dies jedenfalls meint jeder,der sich durch die 14 Seiten Grundregel gelesen hat.Dass es sich dann doch noch hölzerner spielt,als ich es beschrieben habe,hinterlässt nach einer Mindestspieldauer von gut zwei Stunden einen bitteren Geschmack." Zitat Ende


    Also, an deiner Stelle würde ich das Geld eher in ein gutes "Monopoly" oder "Mensch ärgere dich nicht" investieren....Selten so etwas langweiliges gespielt.... :kotz:


    Gruß
    Marc


    PS: Wenn du den ganzen Verriss lesen möchtest, dann schicke ich dir den gerne zu:-)

  • Hiho,


    Ich habs auch erst einmal gespielt, und bei uns hat es auch nicht geklappt (4 Leute).


    Ich würde es allerdings gerne nochmal probieren. Die Idee finde ich gar nicht so schlecht.


    Atti

  • Hallo Atti,


    jetzt überrascht du mich aber....oder machst du das nur, um mich zu ärgern?*g*


    Spaß beiseite, aber WAS UM HIMMELS WILLEN bewegt dich,dieses SPiel nochmal anzufassen? Es ist doch wirklich kein Spannungsmoment darin enthalten...Dieses ewige Herumblättern im Buch und Nachschauen in einer Tabelle hat absolut nichts Sinnliches oder Spannendes an sich....Ich habe mich IMMER gefragt, für welche Zielgruppe dieses Spiel sein soll! Was hat dich,oder auch Warbear, denn bloß daran gereizt? Die einzigartigen Geschichten? Die strategischen und taktischen Komponenten? Das kooperative Element? Sorry für meinen Sarkasmus;-) Ich würde gerne dazulernen :aufgeb:


    Gruß
    Marc

  • Hiho,


    Also ich finde die Idee eines Abenteuerspiels, wo man gemeinsam das Abenteuer quasi erst "erfindet" (halt unterstützt durch das Spielsystem) spannend. Ich stelle mir das halt eher vor wie ein "gespielten Roman" oder so.
    Da steht für mich nicht das Spiel im Vordergrund. Aber soweit ich mich erinnere hat das bei uns überhaupt nicht geklappt. Ich würde es aber schon nochmal versuchen wollen.


    Atti

  • Ich selbst habe die deutsche Version (Geschichten aus 1001 Nacht) leider bisher noch nicht gespielt. Nach Regelstudium klang das Spielprinzip für mich aber arg nach einem typischen Abenteuer-Spielebuch wie es die in meiner Jugendzeit von Ian Livingstone (Labyrinth des Todes & Co) gab. Waren auf ihre beschränkte Art wirklich atmosphärisch gut. Nur dass man dieses Abenteuer eben nicht alleine, sondern in der Gruppe erlebt und jeder einen Teil der Geschichte beisteuert. Deshalb wird so eine Art Spiel auch nicht in den typisch verkopften German-Games Spielrunden funktionieren können, wenn man mit der Erwartung eines taktischen Spielsieges daran geht. Viel mehr steht das Spielerlebnis im Vordergrund und die Atmosphäre lebendig werden zu lassen.


    Im Zweifelsfall ziehe ich da aber lieber storytelling lastige Rollenspielrunden mit einem erfahrenen Spielleiter vor, weil da schlicht mehr Freiraum gegeben ist und es kaum störendes Regelwerk gibt. So spiele ich zur Zeit in einer DSA-Runde mit, wo ich bis auf das rudimentäre Kampfsystem und den Fertigkeitsproben keinerlei Ahnung vom Regelwerk habe und genau diese Unkenntniss geniesse, weil sich damit für mich das "Spielen in einer Rolle" erst so richtig entfalten kann.


    Cu/Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Zitat

    Original von Jimmy_Dean
    ... WAS UM HIMMELS WILLEN bewegt dich,dieses SPiel nochmal anzufassen? Es ist doch wirklich kein Spannungsmoment darin enthalten...Dieses ewige Herumblättern im Buch und Nachschauen in einer Tabelle hat absolut nichts Sinnliches oder Spannendes an sich....Ich habe mich IMMER gefragt, für welche Zielgruppe dieses Spiel sein soll! Was hat dich,oder auch Warbear, denn bloß daran gereizt? Die einzigartigen Geschichten? Die strategischen und taktischen Komponenten? Das kooperative Element?


    Ich spiele gerne komplexe Spiele mit historischer Basis. Aber nicht nur.


    Ich mag es, immer mal wieder in eine andere Welt einzutauchen - Realität habe ich täglich genug. Dazu gehören für mich auch Fantasy-Spiele (Wizards von Avalon Hill, etc.), und gleichermaßen auch sowas wie 1001 Nacht.


    Das funktioniert aber nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen: keine lauter Raum mit anderen Spielgruppen, vielleicht etwas angepasste Musik (Loreena McKennitt, Enya, o.ä.), keine taktische oder strategische Erwartungshaltung, gleichgesinnnte Mitspieler, etc. etc.


    So vertreibt man sich ein paar Stunden damit, und es ist einfach nur schön.


    Ich habe schon vor 25 Jahren das Original von West End Games gespielt, dann die deutsche Version, und jetzt die deutlich verbesserte Neuauflage von Z-Man Games. Es wird bestimmt immer mal wieder auf unserem Spieltisch landen, bei passender Gelegenheit, nur nicht zu oft ...


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • Ich finde das Spiel von der Atmosphäre her spitze und die Idee dahinter auch toll. Bei meiner Spielrunde ist es leider durchgefallen, weil es tatsächlich wie ein Abenteuerspielebuch wirkt (isses ja im Prinzip auch), und die Einflussnahme nicht wirklich zieht. Man hat nie die Fertigkeiten, die man gerade braucht und wenn man als Charakter mit Schwertkampf-Fähigkeit einen angreifen möchte, dann wird im dazugehörigen Abschnitt das aber gar nicht gefragt. Alles in allem läßt man sich tatsächlich übers Brett treiben, witzig sind dabei aber die Geschichten, die sich ergeben. Man muss schon ein Rollenspiel-Afficionado sein, um bei "Geschichten aus 1001 Nacht" Spaß zu empfinden. Dennoch ist es kein schlechtes Spiel und gerade die Neuauflage ist optisch hoch attraktiv.

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  • Es wurde ja schon öfters gesagt, aber ich finde man kann es nicht genug betonen.


    Ich würde das Spiel nicht als Spiel sondern als Buch ansehen.
    D.h. Solo evtl., zu zweit ist es wie gemeinsam ein Buch zu lesen. Ab drei Personen meiner Meinung nach gänzlich untauglich.
    Es gibt nicht viele Spiele, welche ich einfach ablehne, das gehört dazu.


    Ich habe vor einiger Zeit bei einem Wasserschaden mehrere Spiele "verloren", im Fall von Geschichten aus 1001 Nacht habe ich dagegen Platz gewonnen.


    Gruß Nupsi

  • ...ich gebe ja selten meinen Senf dazu (obwohl ich ein sehr regelmäßiger "mitleser" bin) aber in diesem Fall möchte ich auch etwas zu dem Spiel sagen.


    Ich habe das Spiel seit etwa zwei Jahren und finde es im Grunde schon sehr schön.


    Man sollte es tatsächlich nicht als Spiel im herkömmlichen Sinn bewerten, da es tatsächlich, wie schon mehrfach erwähnt, eher ein "Abenteuerbuch" mit Spielbrett ist. Wenn man sich darauf einlässt und Geschichten rund um das Thema "Orient" grundsätzlich mag, finde ich das Spiel auf jeden Fall einen Blick wert. Ich spiele es zwar auch nicht sehr häufig, und wenn auch nur zu zweit, aber wenn wir es mal rausholen ist es immer ganz schön. Und wenn man die "Quest" Variante spielt, kam sogar sowas wie Spannung auf, wenn es darum geht, wer nun zuerst seine Quests erfüllt und zuerst wieder in Bagdad ist.


    Ich würde zu dem Spiel immer eine Tasse Tee und etwas Gebäck reichen und vor allem ausreichend Zeit einplanen, dann steht einem "gemütlichen" Abend mit schönen Geschichten (denn darum geht es) nichts mehr im Wege!

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