Spielen mehr Chancen geben???

Bitte bewerte: Cubitos
Online spielen? Erstelle einen Termin oder melde Dich an: KLICK
  • Hallo Ingo!


    Du sprichts gerade ein ganz brisantes Thema an...Wieviele Versuche gibt man einem Spiel? Gute Frage.....Ich erinnere mich an meine erste Partie "Die Händler"...Hatte ich mit Freunden gespielt , die nicht gerne handeln...Was soll ich sagen...Das war ein MEGA-REINFALL!!! Trotzdem habe ich dem Spiel einen weiteren Versuch gegönnt...und siehe da....es war doch ein Bombenspiel :peace:


    Gegenbeispiel Union Pacific...Das Spiel haben wir angefangen zu Spielen und haben es nicht zu Ende gespielt aus Langeweile....und nach dieser einen nicht zu Ende gespielten Partie habe ich es auch sofort verkauft....Ist mir etwas entgangen? Ich glaube nicht...


    Das Problem ist einfach, dass es zuviele "interessantere" Alternativen respektive Spiele gibt, die man unbedingt ausprobieren möchte...Da bleibt bei kaum jemandem das Interesse bestehen, einem misslungenen ersten Versuch noch eine zweite Chance zu geben...


    Wie seht ihr anderen das hier eigentlich? Wieviele Versuche gebt ihr einem Spiel ehe ihr euch entscheidet: Verkaufen oder Behalten?


    Gespannte Grüße 8-)
    Marc

    Einmal editiert, zuletzt von Jimmy_Dean ()

  • ANZEIGE

  • Ich stimme ingo zu und geselle mich hiermit zu den "Unsinnigen".


    - ich bin nicht von der "Neuheiten-Spielsucht" befallen
    - ich spiele lieber wenige Spiele mehrfach, als viele Spiele jeweils nur 1x - auch wenn ich erst mal mit einem Spiel nicht klargekommen bin. Ich mag es, Grenzen von Spielen auszuloten
    - ich traue mir selbst nicht zu, ein Spiel schon nach der ersten Partie beurteilen zu können, weder positiv noch negativ (ausgenommen irgendwelche simplen Popelspiele, aber die spiele ich eh nicht). Und ich kenne nur sehr wenige, denen ich das halbwegs zutrauen würde


    -


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Jimmy_Dean


    Wie seht ihr anderen das hier eigentlich? Wieviele Versuche gebt ihr einem Spiel ehe ihr euch entscheidet: Verkaufen oder Behalten?


    Gespannte Grüße 8-)
    Marc


    Also es ist natürlich immer Mitspielerabhängig ob ein Spiel an diesem Abend Spaß macht oder nicht. Wenn ich ein Spiel ausprobiere dann versuche ich immer eine Gruppe zu finden die diese Art von Spielen mag. Folglich wenn ich ein Strategiespiel spiele und einer mitspielt der nur Partyspiele mag dann wird das Spiel vorraussichtlich bei ihm nicht ankommen und auch den Gesamteindruck des Spiel beeinflussen. Wenn ich aber ein Spiel spiele welches ich mit der von mir aus gesehen besten Besetzung spiele, und das Spiel gefällt uns bzw. mir nicht dann kommt das Spiel nur nochmal auf den Tisch wenn mich jemand überzeugt dass das Spiel es wert ist. Diese Überzeuge kann aus der Spielegruppe stammen, im Forum kundgetan werden oder weil dieses Spiel viele gute (User-) Beurteilungen hat. Dies hat den einfachen Grund dass ich ansonsten noch weniger Zeit habe die vermeintlich guten Spiele zu spielen.


    Aber nicht falsch verstehen, ich bin der letzte der einem Spiel keine zweite Chance gibt wenn ich den Eindruck habe, dass in dem Spiel Potential steckt.


    Gruß Monchhichi

  • Also ich spiele die Spiele immer ganz oft ehe ich sie verkaufe... ;)


    Nein mal ernsthaft. Die Determinanten für einen Spieleverkauf sind bei mir:


    - Spiel gefloppt nach einer Partie -> Verkauf (Ausnahmen bestätigen die Regel)
    - Spiel schon 1 Jahr ungespielt im Schrank -> Verkauf
    - viele neue Spiele (z.B. nach Essen) -> Räumungsverkauf (das neue ist immer spannender, Platzprobleme)
    - ähnliches/ besseres Spiel zum Thema gefunden -> Verkauf altes Spiel
    - Neuauflage besser -> Verkauf alte Auflage
    - Umzug steht bevor -> Verkauf, um weniger schleppen zu müssen
    - Spielegeschmack ändert sich -> Verkauf
    - Lust/ Energie für lange Spiele fehlt -> Verkauf der Spiele, die länger als 2h dauern


    Gegenbeispiel:


    Vasco da Gama - gefällt mir ganz gut. Der restlichen Spielrunde nicht. Was tun? Neue Spielrunde suchen? Da mit mir keiner spielt eher schwer. Spielrunde von der Güte des Spiels überzeugen? Nicht möglich, da zuviel andere interessante Spiele vorhanden. Also werde ich es wahrscheinlich über kurz oder lang verkaufen, da es sonst ewig im Schrank rumschimmeln wird.


    Bei uns in der Spielrunde ist es sowieso schwierig. "Och ne, schon wieder ein neues Spiel" steht "Echt das ist neu, sieht ja gut aus, sollten wir mal spielen" entgegen. Wie man es macht, macht man es falsch!


    Gestern meinte der Wallace Fan: Er spielt selten, aber wenn, dann lange Spiele, in die man auch historisch eintauchen kann (Here I Stand, Maria, Napoleonic Wars, ...). Jetzt hat er gerade 7Ages in 5-Mann Besetzung am Wickel. Die Spieler treffen sich an mehreren Wochenenden und spielen alle Epochen durch (am Ende so um die 35 Stunden). Ich würde gesteinigt werden, wenn ich damit ankommen würde. Wir spielen lieber öfter und dann kürzere Spiele. Bei uns kommt dazu, daß die Mitspieler eher langsam sind und so ein 2 Stunden Spiel schnell 4 Stunden dauert. 7 Ages würde dann demnach 7 Jahre dauern ;)

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Zitat

    Original von Warbear


    - ich spiele lieber wenige Spiele mehrfach, als viele Spiele jeweils nur 1x - auch wenn ich erst mal mit einem Spiel nicht klargekommen bin. Ich mag es, Grenzen von Spielen auszuloten
    -


    Aber ich glaube da liegt ein Unterschied. Klar wenn man das Gefühl hat das Spiel war nicht gut weil man die Regeln nicht klar kannte bzw. nicht immer eindeutig waren. Dann ist dies etwas anderes als wenn man glaubt, man hat alle Regeln richtig gespielt und es war nicht stockend bzw. es einem nicht gefallen weil man das Spiel zum ersten mal gespielt hat. Ich finde diesen Unterschied kann man als Vielspieler doch ganz gut unterscheiden wenn auch nicht immer zu 100%.


    Gruß Monchhichi

  • Vielleicht sollten wir uns darüber unterhalten, ob ein Verriß "fundiert" sein muss.
    Oder was einen Verriß fundiert macht. Die ausführliche (mehrfache) Behandlung des Spiels oder eine fundierter (Erfahrung besitzender) Rezensent.


    Ich denke, du wirst von einem Privatmenschen nicht (ab)verlangen können, dass er sich mehrfach mit einem für ihn subjektiv schlechten Spiel auseinander setzt.
    Nein, anders: Verlangen kannst du es schon, aber damit grenzt du die Sparte der Leute deren Rezensionen/Meinungen du lesen möchtest schon derart stark ein, dass du schon eine Vorauswahl an Meinungen getroffen hast.
    Wenn du das schon machst, dann würde ich das direkt noch enger fassen und direkt nur Leute fragen, von denen du weißt, dass sie einen ähnlichen Spielegeschmack wie du haben. Das ist in der Tat auch eine gute Möglichkeit um zu versuchen zu erahnen ob dir ein Spiel gefallen könnte.


    Wir sollten auch nicht außer Acht lassen, es geht hier nicht um ein Review im Blog oder auf der Hauptseite - sondern um eine Diskussion im Forum.
    Inwieweit diese "fundiert" sein muss, ist nochmal eine andere Frage und ich würde diese vom Anspruch auch unterhalb eines Reviews auf der Hauptseite sehen.


    Nochmal ein anderer Aspekt: Wirtschaftlich ist es schlicht essentiell auch schon beim ersten Spiel einen guten Eindruck zu hinterlassen.
    Wobei wir uns natürlich bei Wallace-Spielen abseits des typischen Kunden befinden. Aber auch ein Wallace wird wohl versuchen neben seinen Fans noch neue Spieler anzusprechen - da sollte ihm ein Ersteindruck auch nicht völlig unwichtig sein.

  • Ich muss ich Tyrfing recht geben. Wenn jemand in einem Spielmagazin oder auf einer bekannten Spieleseite eine Rezession preisgibt dann sollte er fundierte Kenntnisse über dieses Spiel haben und es einige Male gespielt haben. Ob dies immer so ist soll dahin gestellt sein. Aber wenn es um Meinungen in einem Forum handelt dann muss der Leser sich auch bewußt sein wie er diese Information für sich beurteilt.
    Vorallem muss ich dem Leser zutrauen können, dass er auch die Info richtig verarbeitet. Denn es war ja ersichtlich und wurde auch geschrieben, dass das Spiel von dem Verfasser nur einmal gespielt wurde. Nun muss mir bewusst sein, wie ich diese Information verwerten muss.


    Gruß Monchhichi


  • Klar muß für mich eine Meinung fundiert sein, egal ob positiv oder negativ. Und begründet muß sie auch sein. Dabei ist mir wurscht, ob das eine "offizielle" Rezension oder nur eine schnell dahergelaberte Meinung ist. Und das hat mit allem zu tun, nicht nur mit Spielen.


    Auf einen ersten Eindruck gebe ich nicht viel. Daher lese ich auch keine PEEPs.


    Ich mag Oberflächlichkeit nicht. Wenn ich die bei jemandem entdecke, kann ich ihn leider sehr bald nicht mehr ernst nehmen. Egal, ob das ein Spiele-Autor, ein Rezensent, ein Forums-Schreiber oder sonstwer ist. Da ich selbst auch ernstgenommen werden möchte, versuche ich eigentlich immer, meine Meinung möglichst fundiert und begründet von mir zu geben. An schlechten Tagen mißlingt mir das manchmal, was mich unzufrieden mit mir selbst macht.


    Ja, ich bin wohl ganz schön anspruchsvoll.
    Was mich schon manche Bekanntschaften gekostet hat - denen ich aber wohl nicht nachtrauern muß ... :)


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von monchhichi


    Aber ich glaube da liegt ein Unterschied. Klar wenn man das Gefühl hat das Spiel war nicht gut weil man die Regeln nicht klar kannte bzw. nicht immer eindeutig waren. Dann ist dies etwas anderes als wenn man glaubt, man hat alle Regeln richtig gespielt und es war nicht stockend bzw. es einem nicht gefallen weil man das Spiel zum ersten mal gespielt hat. Ich finde diesen Unterschied kann man als Vielspieler doch ganz gut unterscheiden wenn auch nicht immer zu 100%.


    Für die einfacheren Spiele trifft das sicherlich zu.
    Die komplexeren Spiele kann auch ein Vielspieler nicht nach nur 1 Partie fundiert beurteilen.


    Wobei das alles subjektiv ist.
    Was für den einen schon komplex ist, kann für den anderen noch relativ einfach sein.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • ANZEIGE
  • Kennst du vielleicht Conquest von Donald Benge ?


    Ich würde es an sich für ein komplexeres Spiel ansehen, sicherlich nicht die Regeln die sind relativ einfach. Aber was ich daraus machen kann. Aus meiner Erfahrung muss ich aber sagen dass das Spiel entweder jemaden nach dem ersten Spiel gefallen oder nicht. Ich habe es Freunden schon zweimal oder dreimal gespielt obwohl ihnen das Spiel nach dem ersten mal nicht gefallen hat und es kam immer dasgleiche Ergebnis raus. Es hat ihnen danach nicht besser gefallen. Vielleicht ist auch Conquest ein schlechtes Beispiel weil entweder sind die Spieler von dem Spiel hin und weg oder es fällt in allen Belangen durch :)


    Bei Napoleon`s Triumph bin ich zur Zeit etwas im Zweifel. Ich habe es nun zum dritten mal gespielt und weiß immer noch nicht was ich von dem Spiel halten soll. Nach der ersten Runde fand ich es nicht überragend aber ich dachte mir da steckt noch einiges an Potential drin. Aber leider nach dem dritten Spiel bin ich mir immer noch unsicher.


    Kennst du Spiele die du beim ersten mal "schlecht" fandest und dann bei öfterem Spielen zum "Reißer" wurden bei dir?


    Gruß Monchhichi

  • Zitat

    Original von Warbear
    Die komplexeren Spiele kann auch ein Vielspieler nicht nach nur 1 Partie fundiert beurteilen.


    Ich finde, das hängt von der Zielsetzung ab. Ich traue auch einem Vielspieler nicht zu ein komplexes Spiel direkt strategisch richtig einzuschätzen.
    Aber ich traue ihm durchaus zu, dass er das Spiel als "interessant" oder eben auch "uninteressant" mit beliebigen Abstufungen dazwischen einschätzen kann.
    Dass ihm dabei wohl oder übel auch mal Fehler passieren, liegt in der Natur der Sache "Einschätzung". Nicht zuletzt gibt es dutzende BGG Listen mit Spielen und Begriffen wie "hidden pearl", die man eingangs falsch eingeschätzt hat.


    Mein Ansatz ist der, dass ich nach einer Partie (oder sagen wir besser: mehreren Stunden der Beschäftigung) ein Spiel schon in eine grobe Kategorie gesteckt habe. Grob: "Super - interessant - nochmal'ne Chance - nie wieder"
    Damit ich möglichst vermeide damit einem Spiel völlig unrecht zu tun habe ich nicht zuletzt so nützliche Dinge wie dieses Forum hier und schaue mal, was andere zu den von mir genannten Punkten meinen.
    Es ist mir auch schon passiert, dass ich Regelfehler oder zuvor nicht entdeckte Aspekte des Spiels dadurch gefunden habe. Das kann ein Spiel schonmal von der "nie wieder" in die "nochmal'ne Chance" Kategorie rutschen lassen. Andersrum rutschen spiele auch schonmal von "super" runter bis zu "nie wieder", wenn es böse kommt.


    Vorteil: Zeitersparnis, Zeit die ich mit Spielen verbringe, die mir hoffentlich mehr Spaß machen
    Nachteil: Höheres Risiko ein Spiel falsch einzuschätzen
    Das kann jeder für sich entscheiden, inwieweit er seiner eigenen Einschätzung vertraut oder versteckte Kleinode versucht zu entdecken. Ist wahrscheinlich nicht zuletzt auch eine Frage, wieviele Spiele man überhaupt probiert. Andererseits: Wenn man viele Spiele vorher schon aussortiert ohne sie gespielt zu haben, müsste man nach der Argumentation diesen nicht auch mehr Chancen geben?



    Nachtrag:

    Zitat

    Kennst du Spiele die du beim ersten mal "schlecht" fandest und dann bei öfterem Spielen zum "Reißer" wurden bei dir?


    Auch wenn ich nicht gefragt wurde: RftG hat diesen Effekt auf einige Leute bei BGG gehabt.

    Einmal editiert, zuletzt von Tyrfing ()

  • Zitat

    Original von Tyrfing


    Auch wenn ich nicht gefragt wurde: RftG hat diesen Effekt auf einige Leute bei BGG gehabt.


    Sorry sollte natürlich allgemein gelten :) RftG kenne ich leider nicht aber werde ich jetzt schnellstmöglichst ausprobieren vielleicht ist dies bei mir dann auch der Fall, denn bis jetzt kenne ich dies noch nicht.


    Gruß Monchhichi

  • Hallo,


    nach irgendwelchen Kriterien muss man ein Spiel ja beurteilen. Man kann ja nicht alles mehrmals spielen um sich selbst eine fundierte Meinung bilden zu können. Und ich habe bis jetzt nur selten erlebt, dass sich meine Meinung bezüglich eines Spiels im Verlauf der Zeit groß geändert hat.


    Ich finde auch PEEPs sehr hilfreich und interessant, solange sie auch dementsprechend gekennzeichnet sind. Wenn sich natürlich jemand als Fachmann vorstellt und das Spiel nur einmal gespielt hat, ist das schon etwas lächerlich.


    Nicht nur der Eindruck eines Spiels ändert sich bei mehrmaligem Spielen, sondern der Spielegeschmack kann sich auch mit der Zeit ändern. So gesehen dürfte man nie etwas zu einem Spiel schreiben.


    Gruß


    Marcus

  • Zitat

    Original von monchhichi
    Sorry sollte natürlich allgemein gelten :) RFTG kenne ich leider nicht aber werde ich jetzt schnellstmöglichst ausprobieren vielleicht ist dies bei mir dann auch der Fall, denn bis jetzt kenne ich dies noch nicht.


    RFTG kann ich sehr empfehlen. Und die Anzahl der gespielten Partien kann ich längst nicht mehr an zwei Händen abzählen, so dass ich das auch behaupten darf. :)


  • Ich kenne Conquest, habe vor vielen Jahren, als es raus kam, vielleicht 10 Partien gespielt.
    Damals hat es mir ganz gut gefallen. Jetzt würde ich es nicht mehr spielen wollen, es ist mir zu abstrakt.


    Napoleon's Triumph und Bonaparte at Marengo habe ich beide, aber beide noch nicht gespielt. Ich werde das nachholen, wenn ich einen geeigneten Spielpartner dafür finde. Ein kompetenter Freund von mir meinte, ich sollte mir Baptism at Bull Run von BGG runterladen, das sei als Einstieg in diese "Serie" am besten geeignet http://www.boardgamegeek.com/b…36324/baptism-at-bull-run


    Natürlich finde ich die erste Partie von Spielen schlecht, gut oder durchschnittlich (diese Meinung würde ich aber kaum von mir geben). In weiteren Partien kann sich dieser Eindruck verfestigen oder ändern, das kam bei mir öfters vor. Ich glaube aber, daß sich meine Meinung über ein Spiel öfters verschlechtert als verbessert, denn wenn man mal an die Grenzen eines Spiels kommt, fällt es doch schon mal in sich zusammen. Ich denke auch, daß es sehr wichtig ist, Spiele mit unterschiedlichen Partner zu spielen, wenn man rauskriegen will, ob ein Spiel was taugt.


    Beispiele:
    - ASL hat mir anfangs nicht sehr gefallen, jetzt habe ich knapp 300 Partien hinter mir
    - Combat Commander hat mir in den ersten 10 Partien sehr gut gefallen, bei den nächsten 20 kam ich mit dem Zufall nicht mehr klar und fand es immer schlechter, danach habe ich den Zufall akzeptiert und fand es wieder toll. Jetzt sind es über 100 Partien.
    - Napoleonic Wars hat mir immer sehr gut gefallen (ca. 100 Partien)
    - Empire of the Sun hat mir anfangs sehr gefallen, jetzt nicht mehr
    Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear
    Beispiele: ASL [...] Combat Commander [...] Napoleonic Wars [...] Empire of the Sun


    Jetzt stelle ich einfach mal in den Raum, dass das alles Spiele sind, die dich vorab auch schon sehr interessiert haben bzw. du vorab schon eine Auswahl getroffen hast die in gewisser Weise wesentlich rigider war, als das Spiel nach einer Partie zu beurteilen.
    Das sind alles CoSims (zumindest aus meiner Sicht - das ist ja wieder ein diskussionswürdiger Begriff), die dich entsprechend vorher schon interessiert haben.


    Wenn ich dir nun folgende Spiele an die Hand gebe: Gulo Gulo, Dixit, Aktivity, Jamaica
    würdest du diese wahrscheinlich auch nicht erst 20 Spielen.


    Wobei diese natürlich wieder nicht so komplex sind...


    Frage an alle: Gesucht sind möglichst nicht zu simple Spiele, mit möglichst langer Spieldauer.
    Da ich aber auch für Warbear unbekannte Spiele treffen möchte bitte keine Klassiker und keine Rollenspiele oder Wirtschaftsspiele - schon garnicht 18xx
    Mir fällt spontan nichts ein abseits dessen (ansonsten evtl. Diplomacy, Talisman, Im Wandel der Zeiten, div. 18xx)

  • Zitat

    Original von Warbear


    Ich kenne Conquest, habe vor vielen Jahren, als es raus kam, vielleicht 10 Partien gespielt.
    Damals hat es mir ganz gut gefallen. Jetzt würde ich es nicht mehr spielen wollen, es ist mir zu abstrakt.


    Aber nicht als die erste Edition rauskam oder ?


    Bei den meisten deiner genannten Spiele haben sich die Spiele meistens ins Negative gewandelt. Ist dies jetzt allgemein bei dir so oder nur in deiner Auswahl ? Denn das kenne ich auch, dass bei Spielen bald die Grenzen kommen und von einer Euphorie aufgewacht das Spiel nach einigen Partien garnicht mehr so gut ist. Anderstrum ist dies bei mir eigentlich kaum bzw. ich glaube garnicht passiert.


    Gruß Monchhichi

  • ANZEIGE
  • Zitat

    Original von Warbear
    Ich denke auch, daß es sehr wichtig ist, Spiele mit unterschiedlichen Partner zu spielen, wenn man rauskriegen will, ob ein Spiel was taugt.
    .


    Das ist genau der Punkt! Ich will Spielen und Spaß haben und nicht ein Spiel, daß ich nach einer Partie uninteressant finde noch in zig anderen Konstellationen (die ich nicht habe - physisch und zeitlich) spielen und mir erarbeiten (Betonung auf: "arbeiten").


    Ich mache das bei Musik teilweise so, daß ich mich in bestimmte CD's "reinhören" muß/ möchte und diese dann mit jedem Mal hören besser werden. Das funktioniert aber parallel zu anderen Dingen (Auto fahren, ...) und kostet nicht so viel Zeit.


    Nico meinte gestern, daß es teilweise schade ist, daß man bei "größeren" Spielen (z.B. ToI, Here I Stand, ...) die Regeln stundenlang vorbereitet, eine erste Partie spielt, die viel Zeit kostet und anschließend das Spiel nie wieder auf den Tisch kommt. Da ist das Verhältnis der Zeitaufwand für so ein Spiel einfach viel zu groß. Rechnerisch hat das Spiel dann 10 Stunden gedauert. 3 Stunden Regeln vorbereiten, länger gespielt weil erstes Spiel, Regelstudium während des Spiels, ...


    Aber das Spiel dann noch einmal zu spielen, obwohl es kein Spaß gemacht hat - noeee (es sei denn man hat bestimmte Regeln falsch gespielt, die spielentscheidend sind - z.B. das man bei MÄDN nur bei einer 7 auf einem 6-seitigen Würfel neu einsetzen darf.


    Für mich lohnt sich ein Spiel auch, wenn darüber diskutiert werden kann. Gestern z.B. bei Maria. Nach 3 Runden: Ende! Einer meinte: irgendwie unbefriedigend, da seine erste Partie anders verlief und das Spiel ihm jetzt so unbalanced erscheint. Nico und ich fanden es dagegen trotzdem gut (obwohl verloren) und haben zusammen mit dem Unbefriedigten über den Spielverlauf diskutiert, Alternativen angedacht und festgestellt, daß wir es zeitnah noch einmal spielen sollten...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich


  • Logisch, daß ein Spiel u.a. in mein Raster passen muß, bevor ich es spiele (oder gar kaufe), das ist dch wohl bei jedem so. Es hat dadurch durchaus eine Wahrscheinlichkeit, daß es mir gefallen wird. Das sind zur Zeit oft Cosims, vor 20 Jahren war das anders, vor 30 noch anders. Das hat mit dem Problem nichts zu tun, außer daß die meisten Cosims halt relativ komplex sind.


    Mit Deinen vier Beispielen (Gulo Gulo, Dixit, Aktivity, Jamaica) würde ich keine Zeit verschwenden, die passen nicht in mein Raster. Wenn sie es täten, würde ich mir aber zutrauen, sie schon nach nur 1 Partie zu bewerten, aber nur für mich selbst.


    Deine anderen vier genannten Spiele habe ich alle gespielt und habe unterschiedliche Meinungen dazu:
    - Diplomacy (ca. 10 Partien) ist ein Verhandlungsspiel. Ich mag keine Verhandlungsspiele, und schon gar keine, bei denen das Brechen von Verträgen Spielgrundlage ist.
    - Talisman (ca. 50 Partien) ist langweilig geworden, ich spiele jetzt lieber Runebound oder Prophecy (oder ähnliches), das aber sehr gerne.
    - Im Wandel der Zeiten (5 Partien) gehört zu der Art von Optimierungs- und Entwicklungs-Spielen, die ich immer weniger mag. Es gibt zu viele davon.
    - 18xx (ca. 300 Partien von ca. 30 unterschiedlichen Spielen) da bin ich mittlerweile etwas überspielt. Aber prinzipiell genau die Art von Spielen, die ich mag.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.


  • Ich habe die erste deutsche Conquest-Version von Bütehorn gespielt, als sie rauskam (Anfang der 80er Jahre). Es gab aber vorher schon eine englische Version.


    In meiner Aufstellung hat sich nur Empire of the Sun ins Negative gewandelt, und nur deshalb, weil wir nach einigen Partien festgestellt hatten, daß das Spiel eine völlig unhistorische Spielweise zulässt, die zudem kaum zu schlagen ist. Davon abgesehen ist es ein sehr gelungenes und vorbildliches Design.


    "Andersrum" (negativ --> positiv) kann dann dann nicht passieren, wenn man einer "schlechten" Partie keine weitere folgen lässt. Logisch. ;)


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Das ist genau der Punkt! Ich will Spielen und Spaß haben und nicht ein Spiel, daß ich nach einer Partie uninteressant finde noch in zig anderen Konstellationen (die ich nicht habe - physisch und zeitlich) spielen und mir erarbeiten (Betonung auf: "arbeiten").
    .


    Spielen und Spaß haben will ich auch, und das habe ich auch. Das Erarbeiten eines Spiel ist für mich nichts Negatives, da habe ich Spaß dran (sofern die Parameter stimmen).
    Das, was ich mir erarbeitet habe, macht mir üblicherweise mehr Spaß als das, was mir mühelos zugeflogen ist (nicht nur beim Spielen).


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Nico meinte gestern, daß es teilweise schade ist, daß man bei "größeren" Spielen (z.B. ToI, Here I Stand, ...) die Regeln stundenlang vorbereitet, eine erste Partie spielt, die viel Zeit kostet und anschließend das Spiel nie wieder auf den Tisch kommt. Da ist das Verhältnis der Zeitaufwand für so ein Spiel einfach viel zu groß. Rechnerisch hat das Spiel dann 10 Stunden gedauert. 3 Stunden Regeln vorbereiten, länger gespielt weil erstes Spiel, Regelstudium während des Spiels, ...


    Aber das Spiel dann noch einmal zu spielen, obwohl es kein Spaß gemacht hat - noeee (es sei denn man hat bestimmte Regeln falsch gespielt, die spielentscheidend sind - z.B. das man bei MÄDN nur bei einer 7 auf einem 6-seitigen Würfel neu einsetzen darf.
    .


    Ich denke, dann habt Ihr nicht genügend Sorgfalt in die Vorauswahl investiert und seid selbst dran schuld.
    Wenn mir das passiert, spiele ich es möglicherweise auch nicht mehr. In diesem Fall würde ich aber keine negative Meinung von mir geben, schon gar nicht öffentlich. Das fände ich unfair.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Für mich lohnt sich ein Spiel auch, wenn darüber diskutiert werden kann. Gestern z.B. bei Maria. Nach 3 Runden: Ende! Einer meinte: irgendwie unbefriedigend, da seine erste Partie anders verlief und das Spiel ihm jetzt so unbalanced erscheint. Nico und ich fanden es dagegen trotzdem gut (obwohl verloren) und haben zusammen mit dem Unbefriedigten über den Spielverlauf diskutiert, Alternativen angedacht und festgestellt, daß wir es zeitnah noch einmal spielen sollten...


    Genau das ist es, was ich normalerweise immer zu tun pflege.
    Und was ich hier gerade ständig verargumentieren will ...


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Also wenn das so ist:


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Vasco da Gama - gefällt mir ganz gut. Der restlichen Spielrunde nicht. Was tun? Neue Spielrunde suchen?


    ....dann bist Du herzlich eingeladen mal bei unseren Spieleabenden teilzunehmen :-)



    Bei mir wird eher getauscht als verkauft und die Gründe wären:
    - Spiel extrem gefloppt nach einer Partie
    - ähnliches/ besseres Spiel zum Thema gefunden ( Formula De ist geblieben, Speed Circuit gegangen )
    - Neuauflage besser ( Fury of Dracula, Conquest of the Empire und Warrior Knights uvam. wurden neu angeschafft und nur wenige der Alten sind geblieben.
    - Spielegeschmack ändert sich ( Keine Cosims mehr !)
    - Lust/ Energie für lange Spiele fehlt bei den Mitspielern, aber die Spiele behalte ich voller Hoffnung.
    - Spiel hat den Hype nicht überlebt ( Pandemie ist nicht so gut, wenn einer in der Gruppe das Spiel der anderen immer zu koordinieren versucht, daher hat es mit unserer Gruppe nicht so gut funktioniert und Dominion war nach einigen Partien auch schnell wieder vom Tisch )

  • Zitat

    Original von Warbear


    - 18xx (ca. 300 Partien von ca. 30 unterschiedlichen Spielen) da bin ich mittlerweile etwas überspielt. Aber prinzipiell genau die Art von Spielen, die ich mag.


    .


    Allen Respekt. Da weiß ich ja an wen ich mich wenden muss wenn ich mal Probleme mit einem 18xx Spiel habe. Ich weiß nur noch nicht mit wem ich die spielen soll :(


    Welches von den 18xx Spielen ist dein Lieblingsspiel und welches würdest du für Einsteiger empfehlen ?



    Zitat

    Original von Warbear


    Ich habe die erste deutsche Conquest-Version von Bütehorn gespielt, als sie rauskam (Anfang der 80er Jahre). Es gab aber vorher schon eine englische Version.


    .


    Dann bist du ja einer der Glücklichen die eine der ersten Versionen spielen durften.


    Gruß Monchhichi

  • Moin.


    Also ich habe derzeit noch den Luxus, genug Platz im Spieleregal zu haben, weshalb ich noch kein einziges Spiel verkauft habe. Und ab und zu überkommt es mich, dass ich (freiwillig oder durch Bekannte genötigt) Spiele noch einmal spiele, die ich absichtlich verdrängt oder einfach lange nicht mehr gespielt hatte (wie jetzt z.B. gerade Guillotine, siehe Wochenberichte).


    Da es mir dabei schon häufiger passiert ist, dass ein Spiel beim erneuten Versuch viel besser war als beim ersten Anlauf, bin ich inzwischen geneigt, allen Spielen eine echte zweite Chance zu geben. Ob und wann dies erfolgt, hängt aber von so vielen Faktoren ab (Zeit, Lust, Mitspieler, Alternativen), dass es viele meiner "Regalhüter" noch nicht soweit geschafft haben (z.B. warten derzeit noch Palais Royal und Guatemala Café auf eine neue Chance).


    Immerhin habe ich bei meiner Dienstagsrunde recht gute Chancen mit ihnen unbekannten und/oder neuen Spielen.


    Da ich dort aber auch immer gern meine Prototypen testen lasse, kommen die gekauften Spiele trotzdem immer wieder zu kurz...


    Ciao
    Stefan