OPERA recht günstig

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  • Hi,


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    Ich vermute mal, da das Spiel bei einigen nicht ganz so gut angekommen ist, sind ein paar Leute vorsichtig geworden. Hier die Chance für die, die noch am überlegen sind...


    In meinen Augen ein fantastisches Spiel, wunderschön aufgemacht, tolle Mechanismen! Klar, nix Neues. Aber gut zusammengestellt! Eins meiner liebsten von der letzten SPIEL.


    Tut fast schon ein wenig weh, dass es schon so rausgeschleudert wird...

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  • Meiner Meinung nach ist es das Spielthema, das viele vom Kauf abhält.
    Die bisherigen Absatzzahlen wären mit großer Wahrscheinlichkeit höher, wenn man das Theater an Stelle der Oper ausgesucht hätte.
    Außer ein paar Oberstudienräten bin ich bisher noch keinem begegnet, der die Oper nicht verabscheut.

  • Ganz unabhängig davon, dass mich persönlich das Thema Oper in keinster Weise anspricht, konnte mich das Spiel an sich nicht recht überzeugen. Lag es an der ersten und einzigen Partie am Herner Spielebus in ESSEN 2009? Weiss nicht. Aber am Anfang des Spiels hatte unsere Spielrunde zu wenig Geld, um ausreichend was machen zu können und Richtung Spielende hatten wir dann endlich viel Geld, aber konnten kaum noch was machen. Der Spannungsbogen war schlicht in Schieflage. Zudem gab es einige Spielzüge (Verdopplung des Erlöses an einem Standort oder so?), bei denen man entscheiden musste, welchem Mitspieler man neben sich selbst bevorteilt. Wer solche Abstauberpositionen sammeln konnte, hat schon mal den halben Spielsieg in der Tasche.


    Kurz gesagt: Kein wirklich schlechtes Spiel, aber nur durchschnittliche Spiele sind schlicht schlecht, wenn es ausreichend bessere als Alternative gibt.

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Hiho,


    Bei mir ist es bisher auch bei der Messepartie geblieben. Am Thema lags aber nicht, denn das finde ich sogar recht gut. (Abgesehen davon das auch bei diesem Spiel das Thema völlig aufgesetzt ist - wie bei jedem anständigem Eurogame).


    Die Mechanismen und der Spielablauf haben uns nicht vom Hocker gehauen - zumindest soweit man das nach einer einzigen Partie halt beurteilen kann. Ich würde es aber nochmal vertiefen spielen wollen. 20 Euro finde ich übrigens nicht sooo ein Schnäppchen aber der Preis ist wenigstens so ok.


    Atti

  • Mag ja sein, dass es schon bei einigen Internetversendern billiger zu kriegen ist. Messepreis war glaub ich um die 30€. Knapp 20€ halte ich für einen guten Preis.


    Zum Spiel selber:


    Ich kann sogar verstehen, wenn einige das Ding nicht mögen. Ich finde auch, dass es im Grunde eine interessante Puerto Rico-Variante ist. Allerdings eine sehr gute!!!


    Das mit dem Geld ist ein kleiner Schönheitsfehler. Ich finde es jedenfalls sehr gelungen, wie knapp am Anfang die Kohle ist. Und, dass man sich irgendwann nur noch auf SP und nicht auf Geld konzentrieren muss finde ich auch okay. Nebeneffekt ist aber, dass die Kohle dann von ganz alleine fließt. Das wäre völlig egal, wenn man nicht um das Budget bieten müsste. Aber hier stehe ich eher auf der Seite des Spiels: Erfahrene Opera-Spieler wissen dass und müssen damit spielen: Ich muss also damit rechnen, dass am Ende des Spiels der Spieler, der die wenigsten Ausgaben am Budget hatte problemlos Startspieler wird. Also muss ich meine Spielweise in der vorhergehenden Runde darauf abstimmen, wo ich diese Runde beim Budget stehen will. So eine Spielweise kennt man aus vielen Spielen, also, wo um das Vorrecht des Startspielers gespielt wird. Ich sehe darin also nichts Ungewöhnliches.


    Problem ist nur, dass man das nur herausfindet, wenn man das Spiel mal öfters spielt. Darüber hinaus hat sich ein Bekannter von mir eine nette Variante ausgedacht, die die Spieler, die allergisch auf zu viel Geld reagieren (was ich komisch finde, denn das Spiel gerät dadurch weder aus der Balance noch wird es schlechter, nur anders als am Anfang...) mal ausprobieren können:


    Opera-Variante zum Bieten auf den Startspieler


    Ich fasse mal zusammen: Ab der Mitte des Spiels bietet man nicht nur so viel, wieman braucht auf das Budget, sondern soviel, wie man will. Wer also 17 bietet gewinnt gegen andere die 15 bieten und kommt als erster ganz nach oben. Dadurch wird man das ganze Geld zum Ende hin los bzw. kann es scheinbar sinnvoller einsetzen.


    In dem gleichen Thread geht Hans von Tol auf diese Variante ein und erklärt ein wenig zum Design des Spiels. Dem zufolge hat sich in Testspielen meist der Spieler durchgesetzt, der am Ende gar nicht mal so viel Geld über hatte. Aus welchem Grund auch immer.


    Opera ist seinen Worten nach so ausgelegt: Nicht die Höhe des Geldes das die Spieler haben soll darüber entscheiden, wer Startspieler wird, sondern, wer seine Aktionen am besten plant. Wichtiges Mittel dafür ist das "Ende der Vorstellung". Also Passen. Folge eines exzessiven Bietens wäre also das Belohnen einer subotimalen Spielweise. Denn Opera ist ein Strategiespiel um die Planung der eigenen Spielzüge und kein Wirtschaftsspiel, bei dem derjenige gewinnt, der am meisten Kohle hat. Darüber hinaus gerät das Spiel ein wenig aus der Balance, wenn Geld stärker gemacht wird.


    Zitat

    Wer solche Abstauberpositionen sammeln konnte, hat schon mal den halben Spielsieg in der Tasche.


    Was du beschreibst ist ein bekanntes Phänomen dieser Aktionswahl. Trotzdemliegst du mit deiner Einschätzung falsch, denn den halben Spielsieg wird sich so niemand einheimsen...


    Übrigens bietet der Autor gleich eine alternative Variante an: Ab Runde 4 kann einmalig jede Runde nach dem bieten auf das Budget Geld für SP getauscht werden. Zu einem immer weiter steigenden Kurs (von 4:1 in Runde 4 bis 9:1 in Runde 9). Allerdings ist diese Variante noch nicht getestet.


    Daher würde ich persönlich nicht zu viel auf Julius oder des Autors Variante geben und einfach ausprobieren, wie genau das Geld in dem Spiel ausbalanciert ist. Meiner Meinung nach wäre das eine spaßige Sache! Denn dabei könnt ihr dieses tolle Spiel spielen! :-)

  • Hervorragend... Alle mundtot.


    Und hoffentlich die nächste Partie OPERA planend... :-)

  • Zitat

    Original von jaya
    (...)
    Außer ein paar Oberstudienräten bin ich bisher noch keinem begegnet, der die Oper nicht verabscheut.


    Wow. "Verabscheuen"? Wieso denn das? Was gibt es an Musik zu "verabscheuen"?????


    Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen lieben die Oper. Die anderen tun mir leid.

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Wow. "Verabscheuen"? Wieso denn das? Was gibt es an Musik zu "verabscheuen"?????


    Ist doch schön, wenn jeder seinen eigenen Musikgeschmack haben kann. Musik ist eben nicht gleich Musik. Opern mit Pop unter einen Hut zu bringen wäre genauso schwierig, wie Packungsbeilagen von Medikamenten mit Gedichten zu vergleichen, nur weil beide aus Buchstaben bestehen. Ich kann eben rein garnichts mit Opern anfangen und versuche es zu vermeiden, mich diesem Genre mehr als 20 Sekunden am Stück auszusetzen. Sei doch froh, dass Du mich nicht in Opern antreffen musst, sonst würden meine Schmerzensschreie wahrscheinlich Deinen Hörgenuss vereiteln. :-)

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  • Vielleicht reite ich hier auf Begrifflichkeiten herum, aber die Aussage "Ich mag keine Opernmusik" oder "Ich habe noch keine Opernmusik gehört, die mir gefallen hätte" ist doch fundamental unterschiedlich zu "Ich verabscheue die Oper".


    Wenn jemand Oper verabscheut, bedeutet das für mich, daß er gegen sie vorgehen würde, wenn er könnte. Also zB als Lokalpolitiker die Förderung einstellen, Opernhäuser abreißen, Opernsänger attackieren, Plattenläden, die Opernmusik verkaufen, stürmen und niederbrennen, Menschen, die Opernmusik mögen, inhaftieren lassen und dergleichen...
    Klar, ich polemisiere, aber in einer Skala der negativen Gefühle kommt "Abscheu" kurz vor "Haß", und das ist doch weit weg von "Ist halt nicht mein Ding", oder bin ich jetzt zu sensibel?!?

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  • Zitat

    Original von jaya
    (...) Opern mit Pop unter einen Hut zu bringen wäre genauso schwierig, wie Packungsbeilagen von Medikamenten mit Gedichten zu vergleichen, nur weil beide aus Buchstaben bestehen. (...)


    Was ist mit TOMMY, der Rockoper, oder überhaupt mit Musicals?
    Was ist ein Musical anders, als eine Oper? Oder magst Du auch keine Musicals? Auch nicht DAS PHANTOM DER OPER? ;-)


    Was genau meinst Du überhaupt mit Opern? Welche kennst Du denn?


    Aber ich glaube, wir kommen vom Thema ab.

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Was ist ein Musical anders, als eine Oper? Oder magst Du auch keine Musicals? Auch nicht DAS PHANTOM DER OPER? ;-)


    Also, Musical ist schonmal was Anderes als Oper.


    Wiki meint dazu:
    "Oper versus Operette/Musical


    Das Genre der Operette und verwandter Formen wie der Zarzuela grenzt sich als Weiterentwicklung aus dem Singspiel durch die gesprochenen Dialoge, aber auch durch dessen vorherrschenden Unterhaltungsanspruch und das vorrangige Bemühen um Popularität oder kommerziellen Erfolg von der ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend durchkomponierten Oper ab. Diese Abgrenzung entstand erst im ausgehenden 19. Jahrhundert: Als die „komische Oper“ vom „niederen“ zum „hohen“ Genre geworden war, bildete sich die Operette als neues „niederes“ Genre. Ähnliches gilt für das Musical, die Weiterentwicklung des populären Musiktheaters in den Vereinigten Staaten. Operette und Musical sind gleichwohl nicht in geringerem Maße Kunstformen als die der Oper."


    Musical ist also eher Theater als Oper.


    Aber eigentlich ist das egal, denn ich denke Du suchst grad ein interessantes Diskussionsthema und hängst Dich an ungeschickter Wortwahl auf... :-)


    Am Schönsten ist aber immer noch Dein Brückenschlag zwischen Musical und Oper durch "Phantom der OPER". Demnach sind Musicals aber auch Katzen, Sternenlicht, Schnell, Vampire, Tänze, und vor Allem auch Fett. :box:

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    ...oder bin ich jetzt zu sensibel?!?


    Das wird es sein. Ich habe hier das Wort "verabscheuen" nur im umgangssprachlichen Gebrauch benutzt und "in keinster Weise Gefallen daran finden" gemeint. Letztendlich wollte ich damit nur ausdrücken, dass die Wahl des Nischenthemas "Oper" dem Absatz nicht gerade förderlich ist und man vielleicht ein anderes Spielthema hätte wählen sollen.