Deflation bei Spielepreisen?

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  • Hallo,


    erst diese Woche wieder miterlebt: Ein bekannter Onlineversender aus Hamburg senkt den Preis für das FFG-Brettspiel Horus Heresy auf 58,90 Euro. Und das nur 10 Tage nach Veröffentlichung, wo andere Versender um die 72 dafür haben wollen. Dabei hätte man meinen können, dass es für 65,50 Euro noch ein Schnäppchen gewesen ist. Zudem es für ganz Ungeduldige sogar schon eher zum Apothekenpreis von 88 Euro angeboten wurde.


    Heisst für mich konkret: Wer direkt zur Veröffentlichung kauft, der zahlt immer mehr. Dauerte es in grauer Brettspiel-Vergangenheit noch mindestens ein Jahr, bis es vergünstigte Angebote gab, so braucht man mit Blick zurück zur SPIEL 2009 meist nur noch ein paar Monate warten können (Modern Art von Pegasus oder Steam von Phalanx, um nur zwei Beispiele zu nennen). Manche Referenzspiele wurden gar nie preiswerter. Im Gegenzug wird aktuel ein wirklich spielenswertes Brettspiel wie Diamonds Club für knapp 15 Euro verschleudert. Vor einem Jahr habe ich 10 Euro mehr bezahlt und selbst das war noch überaus preiswert.


    Blöd nur, dass wir Brettspiel-Neuheiten-Freaks immer alles sofort haben müssen. Auch wenn es dann erstmal wochenlang herumliegt, weil sich keine passende Spielgelegenheit anbietet. Eigentlich selbst schuld. Wer nur ein wenig mehr Geduld hat, kann eine ganze Menge sparen. Aber sparen zum Selbstzweck ist auch blöd - es lebe der Konsum!


    Cu/Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

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  • Naja, besagter hamburger Spieleversender (ich denke, ich weiß, wen Du meinst) hat auch in TableTop-Kreisen und Rollenspiel-Kreisen lange wegen seinen niedrigen Preisen seinen Ruf gehabt - der verkauft halt sehr, sehr knapp über EKP, weil er Personal und Räumlichkeiten sowieso beschäftigt - als Postfiliale. Daher der schnelle Versand; und wahrscheinlich so auch spezielle Konditionen beim Versand, die auch helfen...


    Aber was soll man sagen, wenn Dominion für 15 Euro, Diamond's Club für 12 Euro und auch andere relativ aktuelle Spiele, "rausgehauen" werden - und das praktisch überall. Ja, die sind auch schon ein wenig älter. Aber inzwischen ist es doch überall schon so, dass die Veröffentlichungen immer schneller aufeinander folgen und im Preiskampf die Preise immer tiefer purzeln.


    Da darf man sich als treuer Spielekäufer nicht ärgern, sondern sollte die Spiele, die einem wirklich wichtig sind, beim Autor selbst oder im lokalen Laden seines Vertrauens kaufen - wohl wissend, dass man zwar mehr bezahlt, es aber an der richtigen Stelle ankommt...

  • Eventuell sollte man als Spielekäufer zum "Just in Time"-Prinzip übergehen: Nur noch dann Spiele kaufen, wenn man einen festen Spieltermin vereinbart hat und sich gemeinsam darauf geeinigt, dieses Spiel auch zu spielen. Hat den Vorteil, dass man keine ungespielten Altlasten im Schrank stehen hat und zudem kauft man immer zum günstigsten Preis ein, weil sich die Ausgabe direkt in Spielspass umsetzen lässt. Bis zum eigentlichen Kauf schaut man sich die Spieleneuheiten bei BGG oder in Unboxing-Videos an und die Spieleanleitungen gibts meist ja auch vorab online.


    Wäre trotzdem irgendwie blöd!

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Die Sache stellt sich für mich relativ einfach dar: Ist es einem die Sache wert, dann kauft man die Spiele direkt. Entweder auf der Messe (bevorzugt bei Kleinverlagen, damit die eine höher Gewinnspanne haben) oder kurz danach im Laden oder online. Wir alle spielen ja relativ häufig, daher lohnt sich so was durchaus: Spielspaß! Sind es Spiele, bei denen man nicht sicher ist oder die einen nicht so sehr reizen, dann wartet man halt ein wenig. Besonders bei großen Verlagen ist es oft so, dass die Spiele nach ein paar Monaten günstiger werden. Kleinverlags-Spiele werden oft nicht mehr günstiger. Da ist es eh egal... Komplettisten warten eh auch den günstigsten Preis online...


    Ich finde aber auch, dass man den Handel nicht für seine Kaufwut verantwortlich machen kann.

  • Also ich glaube, dass die günstigen Versender die aktuelle Ware an die Gierigen zu einem "normalen" Preis verkaufen - getreu dem Motto: der frühe Vogel fängt den Wurm... Dann folgen ein paar Wochen, in denen noch ein bißchen Nachfrage läuft und anschließend werden die Spiele (um das Lager leer zu bekommen) gnadenlos runtergesetzt.


    Mir ist aufgefallen, dass z.B. bei Magierspiele viele ältere Spiele (>9 Monate - auch Diamonds Club) teilweise den Status "nachbestellt" tragen. Das lukrative Geschäft damit ist vorbei - und genug neue Sachen gibt es ja :)


    Außerdem versuchen einige Versender auch das Prinzip - anlocken mit gutem Angebot und irgendein Spiel wird bestimmt noch mitbestellt, um z.B. die Versandkosten zu sparen...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Naja es gibt eben, wie eigentlich überall, 3 Sorten von käufern.


    1 Sorte: Sind die, die sich auf dem Markt auskennen und so schnell wie möglich an das Produkt ran wollen. Meist sind es auch die, die genre dafür bereit sind mehr Geld auf den Tisch zu legen. Doch jetzt überlegen wir doch mal, wie viele sind das denn in der Spielszene in Deutschland? Bei einem Spiel wie Horus Heresy sicherlich nicht gerade viele.


    2 Sorte: zu der Sorte würde ich mich auch selbst zählen. Sind die Leute die gerne bereit sind eingies auf den Tisch zu legen aber nicht unbedingt direkt nach Erscheinungsdatum das Spiel in Händen halten. Da werden erstmal ein paar Rez. gelesehen und dann geschaut wo man es wohl am billigsten herbekommt.


    3 Sorte: Die Erfahren oft erst viel später das es das Spiel überhaupt gibt. Ging mir vor allem früher so. Ich dachte zum Bsp. Blue Moon wäre ein ganz neues Spiel, bis ich feststellen musste das ich leider 4 Jahre zu spät dran war. Bei Descent ist es auch gerade so. Hab es jetzt schon des öfteren für 35 Euro gesehen.


    Und ich denke auch danach wird der Preis gebildet. Je nachdem welche Zielgruppe man jetzt abschöpfen will.


    Die Preisbildung ist auf dem Spielemarkt ist eh sehr komisch.
    Jeder Händler hat so unterschiedliche Preise. Gerade wieder bei Axis und Allies kauf festgestellt. Das gabs für 25 € für 30€ aber auch für 45€ die gleiche Version wohlgemerkt.


    Ich hab vollgende Erfahrungen.


    kleine Spiele kauf man am besten bei spiel-offensive.de da sie da wirklich billig sind und vor allem ab 15€ Versandkostenfrei versenden.


    bei größeren Spiele kauft man am besten bei magierspiele.de oder cosimsshop.de da man da vielleicht auch die 100€ Grenze packt.


    Und besondere Spiele bei BraveWorld...


    Doch noch komischer ist der Sekundärmarkt :-) So will ich mir eigentlich Magister Navis kaufen. Einge wollen es ja auch schon verkaufen. Doch für was für Preise. 25€ habs auch schon für 28€ angeboten bekommen. Dann kann ich es mir gleich bei Magierspiele kaufen.


    Ich würde nicht von einer Deflation reden. Denn der Preis würde nicht gesenkt werden wenn es sich nicht lohnen würde. Und ich kenne die Zahlenwerte von den Vertrieben nicht, aber mein Komsum an spielen ist nicht zurück gegangen und ich glaub nicht das er allgemein dermaßen zurück gegangen ist das die Vertriebe nur noch verkaufen können wenn sie den Preis trastisch senken.

    Einmal editiert, zuletzt von Uzi ()

  • Zitat

    Original von [Tom]
    Naja, besagter hamburger Spieleversender (ich denke, ich weiß, wen Du meinst) hat auch in TableTop-Kreisen und Rollenspiel-Kreisen lange wegen seinen niedrigen Preisen seinen Ruf gehabt - der verkauft halt sehr, sehr knapp über EKP, weil er Personal und Räumlichkeiten sowieso beschäftigt - als Postfiliale. Daher der schnelle Versand; und wahrscheinlich so auch spezielle Konditionen beim Versand, die auch helfen...


    Ob es damit in Zukunft vorbei sein wird? Habe eben folgende Newsletter-Info erhalten:


    Liebe Newsletter Abonnenten,
    wir ziehen um!
    Ab dem 03.05.2010 findet ihr uns unter folgender Anschrift:
    Erdkampsweg 78
    22335 Hamburg
    Durch den Umzug werdet ihr uns von einer ganz neuen Seite kennen lernen:
    • ein großes Angebot von Spielen, jetzt auch direkt im Laden vorrätig
    • zahlreiche offene Spiele, die an unseren Spieltischen gespielt werden können
    • wechselnde Aktionen rund ums Thema Spiel
    • jeden Freitag: Spieleabend bis ca 22.00 Uhr
    Bei unserem 1. Fuhlsbüttler Spieletag am 07.05.2010 werden wir tatkräftig von dem Pegasus-Support-Team unterstützt und würden uns über euren Besuch in unseren neuen Räumen freuen.
    Verspielte Grüße von der Umzugsfront senden
    Karen Behrens und Jörg Liebentraut
    PS. Der Versand läuft ohne Unterbrechung weiter.

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

    Einmal editiert, zuletzt von ravn ()

  • Deflation? Wenn Du Dumping meinst gebe ich Dir eher recht....


    Ich kaufe nur sehr selten online aus folgendem Grund:


    Beim Fachhändler zahle ich zwar mehr, aber der hat auch ganz andere Kosten. Außerdem bekomme ich dort die Möglichkeit in das Spiel hinein zu schauen und es im besten Fall auch mal anzutesten, im besten Fall wird es sogar dort kompetent erklärt. Das kann mir online keiner bieten und auch die Bilder bei BGG sind nur hilfreich um einen ersten Eindruck zu bekommen. Auf Rezensionen verlasse ich mich sowieso nicht mehr. Ich tue das auch nicht weil ich zu viel Geld habe (wer hat das schon?) sondern weil ich gerne etwas für diesen Service bezahle. Denn kaufe ich trotzdem beim "Billiganbieter", fördere ich dieses Verhalten noch, einfachster Behaviorismus....


    Ich frage mich oft, warum die Läden offensichtlich KEIN Geld verdienen wollen und sich gegenseitig dumpen. Da lassen alle Gewinne liegen und am Ende (am wirklich Ende) ist der Endverbraucher der Verlierer. Zur Zeit befinden wir uns in einer Spirale nach unten (preislich) was für viele zur Zeit bestimmt toll ist.
    Setzen wir das Szenario fort kommen wir irgendwann an den Punkt, wo ein großes Spiel nur noch 20 € kosten "darf". Welcher Händler kann sich das leisten? 1. Die Idee muß bezahlt werden(Autor) + 2. Der Verlag muß bezahlt werden + 3. Das Spiel muß produziert werden + 4. Der Vertrieb muß bezahlt werden + 5. Der Laden muß Geld verdienen.... Die Gefahr besteht, dass irgendwann nur noch 1 - 2 "Große" (egal in welcher Form/Konstellation) übrig bleiben und was dann passiert kann sich wohl jeder denken... Wie gesagt ist ein Szenario aber guckt man durch die Branche, ist es nicht ganz so unwahrscheinlich.


    Ich weiß natürlich auch, dass sowas jetzt hier vielleicht einen Protestaufschrei verursacht, aber es ist halt meine Meinung. Ich sehe mich nicht mehr als Sammler (habe meine Bestände von fast 500 Stück auf unter 80 gedrückt), sondern als Spieler der die Spiele die er hat auch öfters Spielen will (wodurch sie ihren "Mehrwert" auch optimal entfalten ;) ). Deswegen muß ich längst nicht mehr wie andere "mithalten", sondern teste in Ruhe um nur das zu kaufen was ich / wir wirklich auch spielen und behalten will / wollen.


    So, meine 5 cent zu dem Thema, auch wenn ich mir damit nicht unbedingt Freunde mache.

  • Diese Info habe ich auch gerade erhalten - hätte ja lieber eine Versandbestätigung erhalten :-)


    Als ich das las, schoss mir direkt "Delayed Reactions" durch den Kopf...

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  • Gerade auf der letzten Spielemesse hatte ich eher den Eindruck, dass sich die Spielepreise eher erheblich verteuert haben. Viele Spiele gehen an und über die 30 Euro-Marke. Da war im Jahr davor schon noch eher 15-25 Euro üblich.

  • Zitat

    Original von Eric
    Gerade auf der letzten Spielemesse hatte ich eher den Eindruck, dass sich die Spielepreise eher erheblich verteuert haben. Viele Spiele gehen an und über die 30 Euro-Marke. Da war im Jahr davor schon noch eher 15-25 Euro üblich.


    Ich denk das kommt immer drauf an. Mit 25€ ist die neu Dominion Erweiterung mit 12x11 Karten sicherlich viel zu teuer.
    Wenn ich mir aber mal das Spielmatieral von den FGG anschauen muss ich sagen, das sind sie schon Wert.


    Aber wie gesagt man Zahl manchmal auch einfach andere Dinge. Zum Bsp. den Autor! Und das sollte es einem doch wert sein. Denn man will ja auch weiterhin gute Spiele spielen

  • Zitat

    Original von Uzi
    Ich denk das kommt immer drauf an. Mit 25€ ist die neu Dominion Erweiterung mit 12x11 Karten sicherlich viel zu teuer.


    25 € is the Empfohlene VK nehme ich an, das heisst wir liegen bei Herstellkosten in der Größenordnung von 5 €. Welche Angesichts der Schachtel durchaus realistisch sind

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Zitat

    Original von Klaus_Knechtskern


    25 € is the Empfohlene VK nehme ich an, das heisst wir liegen bei Herstellkosten in der Größenordnung von 5 €. Welche Angesichts der Schachtel durchaus realistisch sind


    ja ist der empfohlene VK. Das mit den 5€ kann sein. Weis nicht nicht, aber das es nicht 15 Euro sind ist klar.

  • Zitat

    Original von Eric
    Gerade auf der letzten Spielemesse hatte ich eher den Eindruck, dass sich die Spielepreise eher erheblich verteuert haben. Viele Spiele gehen an und über die 30 Euro-Marke. Da war im Jahr davor schon noch eher 15-25 Euro üblich.


    Ich denke eher das ist der Messeaufschlag. Die Hersteller und Händler , wissen , dass die Besucher kommen und den Pöppel in den Augen stehen haben (beim Poker würde man sagen die sind auf TILT)
    Der "homus oeconoemicus" ist da zu Hause geblieben. So als würde man mit einem Kind in den größten Legoladen der Welt gehen und strikt das kleine Mitbringsel verweigern...


    Die Preise die später bei den Onlinehändler oder bei Fachhändler zu finden sind , entsprechen dann vermutlich eher der normal angedachten Kalkulation ( Im Geschäft etwas mehr, online etwas weniger ).

  • In Essen selbst hatte ich die letzten drei Jahre nicht das Gefühl, das die Verkaufspreise direkt am und kurz nach dem Veröffentlichungstag stark ab- oder zugenommen hätten.


    Die Zeitspanne bis zur Preisreduzierung scheint dagegen sehr viel kürzer auszufallen. Genug Beispiele wurden ja schon genannt.


    Kritikern die eine "Verramschung" von den Spielen des Jahres zu sehen gleuben, muss man entgegen halten, dass bei entsprechender Verbreitung Erweiterungen zu einem normalen Preis das ganze egalisieren können, was bei "normalen" Spielen wie Diamond Club nicht der Fall sein wird (auch ein Spiel, dass ich für knapp 25€ erstanden habe, aber ohne schlechtes Gewissen, wegen dem nun geringeren Preis).


    Die Wirtschaftskrise wird ihren Teil dazu beitragen... entweder ich senke schneller die Preise und verkaufe, oder ich halte Preise und Image auf höherem Niveau und segle der Insolvenz entgegen... für manche Händler mag das der Gedankengang sein. Und für die großen Ketten wie Amazon und MyToys etc. naja, Hand auf's Herz: Brett- und Gesellschaftsspiele sind da nur ein erdnuss-kleiner Anteil am Gesamtumsatz, der den hohen Herren nicht das geringste Jucken in der Hose verursacht.


    Mangels gutem Spieleladen in greifbarer Nähe bin ich auf die preisgünstigeren Onlinehändler angewiesen, habe aber auch keinerlei Probleme im Oktober die viel viel wirtschaftlicheren Stimmen in meinem Kopf zu ignorieren, und zu Messepreisen meinen Trolley vollzuladen... vorzugsweise direkt an den Verlagsständen. Messeaufschlag hin oder her. Die 50-60 € die ich dann ein halbes Jahr später hätte sparen können, gleichen weder die tolle Atmosphäre in den Hallen noch die drei Kilo Gewichtsverlust beim Tragen der Ladung zur und aus der Ubahn aus.
    Gäbe es hier am Ort einen Spieleladen mit regelmäßigen Spielenachmittagen/-abenden oder auch nur Testpartien... dann wären allerdings die Onlinehändler raus. :)

  • Zitat

    Original von Timo1977Gäbe es hier am Ort einen Spieleladen mit regelmäßigen Spielenachmittagen/-abenden oder auch nur Testpartien... dann wären allerdings die Onlinehändler raus. :)


    Ja, das kenne ich gut!
    Hier in München kenne ich keinen Laden, der besonders gut informiert mit Brettspielen ist; die großen Händler erzählen dir was von "wie Siedler" bei Spielen mit Hexfeldern und "wie Carcassonne" bei Spielen mit quadratischen Feldern; und die Fantasyläden haben einfach die paar Spiele drin, die momentan gut laufen.
    Da habe ich wenig schlechtes Gewissen, NICHT bei den Läden zu kaufen, oder nur dann, wenn es da billiger ist.
    Was Anderes war es in Oldenburg; da gab es mit Comic * Buch & Spiel (die Werbung mache ich gerne! :) ) einen sehr, sehr guten Spieleladen. So ziemlich Alles da, was man sucht, auch ältere Spiele, und mindestens einer der Mitarbeiter hat das Spiel schon gespielt und konnte Dir Detailinformationen liefern - oder eben auch andere Spiele empfehlen, die so ähnlich waren.
    Da habe ich dann gerne die 20-30% mehr bezahlt, damit der Laden auch weiterhin so toll für die Kunden da ist!


    Aber auch die haben halt unter dem Preis-Dumping gelitten - sobald ein Spiel des Jahres bestimmt war, konnten sie es theoretisch aus dem Programm nehmen, weil in allen großen Geschäften der Preis so knapp über den EK gedrückt wurde, dass sie selbst eigentlich Verlust gemacht haben mit dem Spiel. Aber als renommierter Spieleladen muss man natürlich auch - oder eigentlich sogar erst recht - das Spiel des Jahres in Mengen mit großen Schildern anbieten... sonst ist der Ruf dahin. ("Die haben ja nicht mal das Spiel des Jahres!") :(


    Naja, letztendlich ist die Spielebranche genauso betroffen vom Preisverfall durch den Online-Handel wie jede andere (Hobby)branche auch... Und nur der Hersteller kann daran etwas ändern (durch Zuliefer-Stop bei einem Händler, der die Preise drückt)

  • Ich denke man kann guten gewissens mehr für ein Spiel ausgeben.
    Denn wenn man es an der Haltbarkeit und Nutzungszeit misst ist es top.
    Wenn ich sehe das Leute für ein Iphone 600€ hinlegen und das in 2 Jahren schon wieder überholt ist, kann ich guten gewissens Spiele kaufen, da ich mir da sicher sein kann das man damit auch noch in 20 Jahren spielen kann. Und für 600€ kann man einiges an Spiele kaufen.


    Ich denke man muss das auch im Vergleich sehen zu anderen Dingen. Dann ist das Hobby Brettspiele sogar wieder sehr billig.



    Ich Spielläden vor Ort sind bei mir auch ein Problem.


    Die Spiele die ich gerne haben möchte können sie entweder garnicht bestellen oder ich muss Warten bis die nächste Bestellung gemacht werden kann. Hab da auch schon gut 4 Monate auf ein Spiel gewartet.


    Doch ein Erlebniss hat mich wirklich davon abgebracht mehr beim Händler vor Ort zu kaufen.
    Ich bin einer der Schaut sich einfach gerne Spiele an, und stöbert einfach auch ein bisschen in den Spielwarenregalen. Bei einem Spieleladen, bei dem ich echt viel Geld liegen gelassen habe, kam mal der chef auf mich zu und sagte zu mir


    "Ich bitte sie nur die Spiele aus dem Regal zu nehmen, wenn sie es beabsichtigen zu kaufen"


    Und von da an hat es für mich aufgehört. Seit dem stöber ich halt bei den Online Händlern.
    Ich habe in diesem Laden 100-200 € liegen lassen und dann kommt der mir mit sowas.
    Ich war so sauer das ich seit diesem Tag nie wieder diesen Laden betrehten habe.

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  • Zitat

    Original von Uzi
    Wenn ich sehe das Leute für ein Iphone 600€ hinlegen und das in 2 Jahren schon wieder überholt ist, kann ich guten gewissens Spiele kaufen, da ich mir da sicher sein kann das man damit auch noch in 20 Jahren spielen kann. Und für 600€ kann man einiges an Spiele kaufen.


    das bezweifel ich - theoretisch kannst Du die Spiele noch spielen - Du wirst es aber in 99% nicht tun. Auch Spiele entwickeln sich weiter.


    Wer hier spirlt noch regelmässig welches Spiel, das schon 20 Jahre alt ist.


    Am Ende ist jeder "Wert" individuell. Mein Iphone ist für mich auch wertvoll und einen Vergleich mit dem Wert meiner Spiele ist absolut absurd - sprich sinnfrei!

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • natürlich entwickeln sich auch Spiele weiter aber nicht mit der Geschwindigkeit. Und natürlich ist das Ipohne sicherlich auch seine 600€ Wert. Nur wenn wir anschauen für was wir sonst Geld ausgeben (Computer, PC-Spiele, Handys ) und wie lang wir es benutzen können dann sind Brettspiele schon wieder billig.


    Ganz abgesehen davon das manche Leute auch den Computer und das Handy zum Arbeiten brauchen.


  • Du meinst abgesehen von Schach, Backgammon, Monopoly, Mühle, Mensch ärger dich nicht, Dame, Skat, Doppelkopf, Magic: The Gathering (noch 3 Jahre bis zur 20), Scotland Yard, Hase & Igel, Tikal, Elfenland, Carcassonne...? :-)


    Okay, du hast schon den Nerv getroffen. Es gibt viele Spiele von denen wir momentan schwärmen, aber die in 20 Jahren vermutlich eher im Keller- als im Spieleregal ihren Platz eingenommen haben werden. Trotzdem schaffen es einige Spiele auch über Jahrzehnte zu begeistern und sind ihr Geld mehr als wert - und ich spreche nicht unbedingt von Sammler-Extremen wie Jati. Ob ein Agricola in 2017 noch den gleichen Reiz ausüben wird... bedenkt man die Menge an Karten, hat man vermutlich selbst dann noch nicht alle im Spiel erlebt.


    Definitiv sagen kann man aber, dass dein Iphone in 20 Jahren nichtmal auf Flohmärkten interessant sein wird. :-)

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Wer hier spielt noch regelmäßig welches Spiel, das schon 20 Jahre alt ist.


    Ich spiele solche Spiele, und zwar überwiegend, ich behaupte mal zu 80% oder mehr.
    Und ich habe eine Menge Mitspieler dafür.


    Beispiele:
    ASL, Civilization, Britannia, Wizards, 1830, Up Front, Magic Realm, und viele mehr von Avalon Hill.
    Die ganzen Serien von Gamers (CWB, SCS, OCS, TCS, NBS, etc) entstanden vor 20 Jahren und werden noch heute weiter ausgebaut.
    Für viele andere Spiele gilt dasselbe, es macht keinen Sinn, sie alle hier aufzulisten.


    Viele dieser älteren Spiele halte ich für weit besser als die meisten Neuheiten, mit denen man heutzutage regelmäßig zugeschüttet wird.
    Mir macht es einfach viel mehr Spaß, bewährte Spiele immer weiter auszuloten, als ständig den zahllosen Neuheiten hinterherzujagen und von einer Enttäuschung in die andere zu schlittern.
    Ich habe das jahrelang auch gemacht, aber ich bin weitgehend davon kuriert.


    Ich finde es schon etwas schwach, dass Du immer wieder mal solche Zoten raushaust, ohne wirklich was genaueres zu wissen - aber so tust, als ob.
    Das kann doch nicht Dein Niveau dein ... ?(


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hi Warbear - bist Du gerade auf OP-Fire? ;)


    Na ja, zwischen Meinung äußern oder Wissen äußern liegt eine Welt. Muss man halt unterscheiden können - ne? Dann persönlich zu werden ist doch nicht Dein Niveau Warbear - oder? Ohne den letzten Absatz in Deinem Posting wäre Deine Anmerkung nicht schlechter gewesen - mit dem Absatz auf keinen Fall besser oder gehaltvoller. Ich hoffe ich darf hier auch zukünftig meine Meinung/ Einschätzung frei von der Leber äußern - wie jeder hier. Oder habe ich Dich beleidigt? Tauschen wir hier nur noch Fakten aus wird es wohl keine Diskussion mehr geben - da ja alles unangreifbar ist.


    Ich freue mich allerdings, dass Du die alten Spiele spielst. Damit wirst Du aber eher einer Minderheit angehören - auch wenn Dein Spieleumfeld Dir ähnlich ist. D.h. aber nur, dass Du Deine Spielpartner gefunden hast - gratuliere!


    Bei mir ist das so, dass alte Spiele in meiner Spielrunde nicht ankommen.


    Insgesamt scheint es aber bei CoSims anders zu sein (mehr Spieltiefe? Mehr Möglichkeiten?). Bei mir ist das bei PS3 Spielen so. Da spiele ich auschliesslich Sportspiele mit menschlichen Mitspielern - die leben von den Leuten am Controller.


    Ich bleibe aber trotzdem bei meiner Meinung - und Du bei Deinem Wissen.


    Übrigens. Der Absatz den Du von mir zitierst stellt sogar eine Frage in die Runde dar (sorry das ? vergessen - aber der Satzbau ist eindeutig). Ich wüsste nicht wo ich Wissen vorgespiegelt hätte?????

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Hi Warbear - bist Du gerade auf OP-Fire? ;)


    Ich muss Dich enttäuschen, denn ich habe gerade 3 Tage lang nur 1853 und Age of Steam hinter mir, also nix mit Wargaming. 8-)


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Na ja, zwischen Meinung äußern oder Wissen äußern liegt eine Welt. Muss man halt unterscheiden können - ne? Dann persönlich zu werden ist doch nicht Dein Niveau Warbear - oder?


    Ich denke, ich kann das einigermaßen unterscheiden.
    Für mich war Deine Aussage halt keine Meinungsäußerung, sondern eben eine Aussage. Und zwar eine ohne Grundlage und somit eine falsche, wie ich mit meinem eigenen Beispiel gezeigt habe.
    Das ist meine Meinung (!), schade, wenn das bei Dir in den falschen Hals gekommen ist. Sie war nämlich gut gemeint.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ohne den letzten Absatz in Deinem Posting wäre Deine Anmerkung nicht schlechter gewesen - mit dem Absatz auf keinen Fall besser oder gehaltvoller. Ich hoffe ich darf hier auch zukünftig meine Meinung/ Einschätzung frei von der Leber äußern - wie jeder hier. Oder habe ich Dich beleidigt? Tauschen wir hier nur noch Fakten aus wird es wohl keine Diskussion mehr geben - da ja alles unangreifbar ist.


    Siehe oben.


    Ich habe mich nicht beleidigt gefühlt, weder vorher noch jetzt. Da gehört mehr dazu.


    Ich bin sehr für den Austausch von Fakten (= Informationen). Das geht alle an, die evtl. interessante Informationen haben.
    Und ich bin sehr für Diskussion, die kommt hier oftmals leider viel zu kurz.


    Allerdings erwarte ich, dass Meinungen und Fakten auseinander gehalten werden können, und dass die Postings von anderen richtig gelesen und zitiert werden. Sobald ich mich ständig für Dinge rechtfertigen muss, die ich überhaupt nicht gesagt habe, ist eine Diskussion für mich zu Ende.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ich freue mich allerdings, dass Du die alten Spiele spielst. Damit wirst Du aber eher einer Minderheit angehören - auch wenn Dein Spieleumfeld Dir ähnlich ist. D.h. aber nur, dass Du Deine Spielpartner gefunden hast - gratuliere!


    Mag sein, dass ich zu einer Minderheit gehöre. Da hätte ich kein Problem damit (warum auch?), aber das war ja auch nicht das Thema.
    Und danke, dass Du Dich für mich freuen kannst.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Bei mir ist das so, dass alte Spiele in meiner Spielrunde nicht ankommen.


    Vielleicht hat Du ja bisher die falschen ausgesucht?


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Insgesamt scheint es aber bei CoSims anders zu sein (mehr Spieltiefe? Mehr Möglichkeiten?). Bei mir ist das bei PS3 Spielen so. Da spiele ich auschliesslich Sportspiele mit menschlichen Mitspielern - die leben von den Leuten am Controller.


    Ich hatte gleichermaßen von Cosims und Nicht-Cosims geschrieben. Ich sehe da diesbezüglich keinen großen Unterschied.
    Allerdings spiele ich normalerweise hauptsächlich Spiele mit "mehr Spieltiefe" und "mehr Möglichkeiten", egal ob Cosim oder Nicht-Cosim.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ich bleibe aber trotzdem bei meiner Meinung - und Du bei Deinem Wissen.


    Das habe ich jetzt nicht verstanden.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Übrigens. Der Absatz den Du von mir zitierst stellt sogar eine Frage in die Runde dar (sorry das ? vergessen - aber der Satzbau ist eindeutig). Ich wüsste nicht wo ich Wissen vorgespiegelt hätte?????


    Na ja, aber Du wirst doch sicherlich zugeben können, dass man das auch ganz anders sehen kann.
    Du hättest ja einfach mal rumfragen können, ob es noch 20 Jahre alte Spiele gibt, die auch heutzutage noch regelmäßig auf den Spieltisch kommen.
    Ich hätte ähnlich geantwortet, allerdings ohne den letzten Absatz. :pleased:



    Nochmals: ich hatte es gut gemeint.
    Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, die Sache hier weiter zu vertiefen.
    Falls nötig, gibt es ja auch die Möglichkeit einer PN.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • ...ich liege irgendwo zwischen euren beiden extremen - spiele gern älteres wie die von warbear erwähnten spiele von avalon hill, gmt, the gamers etc., hin und wieder aber gern auch aktuelles und auch von dt. verlagen (die meiner meinung nach ebenfalls gute qualität abliefern, wenngleich auch nicht die begeisterung auslösen wie die erstgenannten).....


    egal wie alt, spaß und herausforderung findet man bei vielen spielen......


    gruß, christian (muss sich jetzt um seine armeen kümmern, die oos in stalingrad liegen) :sos:

    Gevatter :alter:

  • Schon ok.


    Wie gesagt, das was Du von mir zitiert hast war als Frage gemeint.


    Meine Überlegung war einfach:
    Der Spielehandel lebt primär vom Verkauf der Neuveröffentlichungen (ich kenne so gut wie keinen Spielehandel, der noch richtig alte Spiele in grösseren Mengen führt). Die neuen Spiele werden anscheinend auch gekauft. Auf der anderen Seite wird aber anscheinend viel mehr gekauft als gespielt (zumindest wenn man z.B. meinen Fragethread zu den Ungespielten liest). Meist scheint es Zeit- und Spielermangel zu sein. Und wenn bei diesen Leuten die neuen Spiele schon oft im Regal bleiben - was ist dann mit den alten?


    @alle an dieser Stelle noch einmal die Frage: welche alten Spiele (>10 Jahre) kommen bei Euch noch mehrmals im Jahr auf den Tisch?

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  • Hiho,


    Um etwas beizusteuern:


    In allen meinen Spielegruppen kommen EXTREM selten Spiele die 20 Jahr oder älter sind auf den Tisch - von daher denke ich schon das St Peters "Wer hier spielt noch regelmäßig welches Spiel, das schon 20 Jahre alt ist." (das ist für mich übrigens eine Frage und keine Aussage - das die Interpunktion nicht korrekt ist ist imo offensichtlich) durchaus seine Berechtigung hat. Ich meine man fährt ja nicht jedes Jahr nach Essen um altes Zeugs zu spielen (also ich zumindest nicht).
    Imo sind Spielegruppen wo 20 Jahre alte Schinken auf den Tisch kommen eher eine Seltenheit. Sicher wird es sie geben ... es gibt ja heute auch noch Stummfilmliebhaber - aber ob die so zahlreich sind? - Na, ich hab da so meine Zweifel.


    Ob 99% jetzt die exakt richtige Zahl ist oder nicht, das werden wir nie erfahren. Allerdings stimmt es imo für die normalen Spielgruppen durchaus. Alles in allem kann ich die Aufregung nicht nachvollziehen ...


    Der Zahn der Zeit nagt nunmal an allem und jedem. Auch an Spielen. Da gibt es nix.


    Atti

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Meine Überlegung war einfach:
    Der Spielehandel lebt primär vom Verkauf der Neuveröffentlichungen (ich kenne so gut wie keinen Spielehandel, der noch richtig alte Spiele in grösseren Mengen führt).


    Ich kenne ein paar sehr nette Leute im Online-Spiele-Handel.
    Im normalen Spiele-Handel kenne ich eigentlich keine, und ob die nun von Neu-Veröffentlichungen leben können/müssen, ist mir erst mal egal.
    Die kümmert es nicht, ob ich meine neuen Spiele auch spielen kann, und mich kümmert es nicht, ob sie ihre neuen Spiele auch verkauft bekommen.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Die neuen Spiele werden anscheinend auch gekauft.
    Auf der anderen Seite wird aber anscheinend viel mehr gekauft als gespielt (zumindest wenn man z.B. meinen Fragethread zu den Ungespielten liest). Meist scheint es Zeit- und Spielermangel zu sein. Und wenn bei diesen Leuten die neuen Spiele schon oft im Regal bleiben - was ist dann mit den alten?


    Bei Deinem Frage-Thread zu ungespielten Spiele habe ich mich nicht beteiligt - seitenlange Aufzählungen sind nicht mein Ding. :peinlich:
    Ich habe jede Menge alter - auch guter - Spiele ungespielt im Regal liegen, weil ich lieber bewährte Spiele oft (bis 100x und mehr) spiele, als dass ich ständig neue ausprobieren will.
    Daher kaufe ich Neuheiten nur noch sehr restriktiv in geringer Zahl. Die spiele ich dann aber auch öfters (zuletzt 6x Washington's War).


    Wer - wie ich - hunderte von Spielen ungespielt in den Regalen liegen hat, der hat m.E. etwas falsch gemacht (reine Sammler ausgenommen - ich war auch mal einer).
    Er hat ganz einfach an seinem Bedarf vorbei gekauft, egal ob jetzt Zeit- oder Mitspieler-Mangel oder sonstwas vorliegt. Und diese Fehler muss man jetzt ja nicht auch noch vertiefen, indem man einfach weiter Neues kauft.


    In meinen Augen macht es einfach keinen Sinn, immer wieder neue Spiele zu spielen, in der Hoffnung, auch mal auf wirklich gute zu stoßen, und wenn man dann mal eins gefunden hat, legt man es nach wenigen Partien zur Seite und sucht weiter ...


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Attila
    Imo sind Spielegruppen wo 20 Jahre alte Schinken auf den Tisch kommen eher eine Seltenheit.


    Dort, wo die Schinken auf den Stühlen an dem Tisch um die 20 Jahre alt sind, da mag das eine Seltenheit sein.


    Zitat

    Original von Attila
    Sicher wird es sie geben ... es gibt ja heute auch noch Stummfilmliebhaber - aber ob die so zahlreich sind? - Na, ich hab da so meine Zweifel.


    sprach der Liebhaber des 29 Jahre alten Axis & Allies 8-)


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Zitat

    @alle an dieser Stelle noch einmal die Frage: welche alten Spiele (>10 Jahre) kommen bei Euch noch mehrmals im Jahr auf den Tisch?


    Wenige. Meistens als Einstieg oder Absacker (Alter angegeben):


    - Bluff - 24 Jahre
    - Mü ( & Mehr) - 15 Jahre
    - Pepper - 12 Jahre
    - Igel Ärgern - 20 Jahre


    Ansonsten? - Vieles "altes" wird nach und nach immer wieder durch "verbesserte Versionen" ausgetauscht. So besteht imo keine notwendigkeit das alte Britannia zu spielen, da es ja das neue von FFG gibt und auch das Italia von Phalanx. Das alte war gut, das neue ist besser. Oder History of the World - das alte war gut, aber ich möchte es nicht mehr spielen (und ich kenne keinen in meinen Gruppen der das alte dem neuen vorziehen würde).


    Es gibt natürlich ein paar klassiker, von denen es nie neue Versionen gegeben hat (wieso auch immer), die ich gerne Regelmässig spielen würde - es aber nicht tue, weil es sich nicht ergibt:


    z.B:
    - Age of Renaissance
    - Civilisation / Adv. Civ
    - Hannibal (die Neuauflage ist ja eine reine Neuauflage, das zähle ich nicht als neues Spiel)
    - Diplomacy


    Das sind Spiele die imo auch heute noch ihren Reiz versprühen.


    Letztendlich ist es mir aber völlig wurst ob ich neue oder alte Spiele spiele. Wenn das Spiel spass macht ist es völlig wurst ob's neu oder alt ist.


    Atti

  • Zur Entwicklung von Alten spielen:
    Spiele die wir heute Spielen, werden sicherlich nicht in 20 Jahren noch genau so aussehen. Ich kam auf das Thema weil in der diesmaligen Spielbox Ausgabe ein Artikel über den Verlag Schmidt war, das "Mensch-Ärger-dich-nicht" erfundet hat. Was mich stuzig gemacht hat war folgender Satz


    Zitat

    Als der erste Weltkreig ausbrach spendete Schmidt den Großteil seines Lagerbestandes für die Frontbetreuung [...] Eine gute Tat die dem Spiel eher unabsichtlich zum Durchbruch verhelfen sollte


    Mir wurde klar das Spiele die wir heute als "Kinderspiele" abtun gar keine waren.
    Vielleicht wird in 20 Jahren Agricola ein solches Kinderspiel.


    Neuauflagen:
    Es werden doch viele neue Spiele aufgelegt. Manche sogar verändert. DOG lößte Mensch-ärger-dich-nicht ab. Aber ganz ehrlich letzen endes ist es doch nichts anderes. Was ist mit Cluedo, Risiko?
    Was sind das heute für Spiele? Siedler, Carcassone, Alahambra. Sie werden sich verändern aber ich bin mir sicher das sie bestand haben werden.
    Nischenspielen wie Battlelore, Stronghold werden natürlich natürlich weniger auf den Tisch. Doch warum sollten sie schlecht sein? Gute Spiele behalten immer ihren Reiz und wenn es auch nur der ist das man sich an die schöne Zeit erinnert.



    Zu der Frage welche alte Spiele noch Regelmäßig auf den Tisch kommen:


    Risiko ( mein Bruder ist eben in dem Alter )
    Stratego
    Diplomacy ( wir lieben dieses Spiel )
    Siedler von Catan ( ist auch schon 15 + )
    El Grande ( nach wie vor ein sehr gutes Spiel

  • Zitat

    Original von Warbear


    Wer - wie ich - hunderte von Spielen ungespielt in den Regalen liegen hat, der hat m.E. etwas falsch gemacht (reine Sammler ausgenommen - ich war auch mal einer).
    Er hat ganz einfach an seinem Bedarf vorbei gekauft, egal ob jetzt Zeit- oder Mitspieler-Mangel oder sonstwas vorliegt. Und diese Fehler muss man jetzt ja nicht auch noch vertiefen, indem man einfach weiter Neues kauft.


    In meinen Augen macht es einfach keinen Sinn, immer wieder neue Spiele zu spielen, in der Hoffnung, auch mal auf wirklich gute zu stoßen, und wenn man dann mal eins gefunden hat, legt man es nach wenigen Partien zur Seite und sucht weiter ...


    Aus dem Fehler-Absatz würd ich herauslesen, dass das Ansammeln der Spiele über den Spielbedarf hinaus der Fehler ist... vielleicht ist es allerdings eher eine Frage der Mitspielersuche?! Es fördert nebenbei den Gesellschaftsspiele-Markt, und bei uns Männern gelegentlich den Drang aufzuräumen, was wiederum bei den Damen gut ankommt, solange es sich nicht auf den Spieleraum/-keller beaschränkt.


    Und etwas noch: Deine Sammlung zeugt von langer und sehr sehr umfangreicher Erfahrung, was sowohl das Sammeln als auch das Neuheiten testen und auf besseres hoffen angeht... an irgendeinem Punkt waren da vielleicht die älteren Schätze nicht auch mal Neuheiten, die du ausprobiert hast?


    Denke jeder hat da seinen Rhythmus und JEDER spielt in gewissem Rahmen auch sehr gerne ältere Spiele. Sei es die Schachpartie mit einem "alten" Bekannten, Skat, Doppelkopf oder eben eine Runde Mensch ärger dich nicht SpongeBob oder hassenichtgesehn mit den Kindern.


    Im Durchschnitt bleibt Sankt Peters Aussage (für manche mit einem "leider") voll und ganz Fakt: Bei der großen Mehrheit der hier vertretenen Vielspieler werden fast ausschließlich neuere Spiele/Varianten gespielt.


    Schließt man die leider typischen Familien/Menschen alias Gelegenheitsspieler ein, wird ein Großteil der Spieler als solche viel mehr alte Spiele und deren "neue" Versionen spielen (Monopoly Kaff 118, Uno dingens, Mau Mau...) als sich an neuen Titeln zu versuchen.
    "Leider typisch", weil einige wirklich sehr spaßige Neuheiten erscheinen, die es verdient hätten eine weitere Verbreitung zu finden, oder besser: die bei weniger Angst vor Neuem, eine größere Verbreitung fänden - und sei es nur um in fünfzig Jahren Warbear zu widerlegen. ;-)

  • Die Diskussion finde ich amüsant, da sie einen Aspekt tangiert, der mich seit geraumer Zeit erstaunt, aber offensichtlich nur von einem kleinen Teil der heutigen Spieler genauso gesehen wird:


    Die Überbewertung "neuer" Spiele. Ich empfinde es jedenfalls so, dass ein Spiel, welches "neu" ist, extrem positiv bewertet ist, obwohl es eigentlich kaum etwas taugt, geschweige denn innovativ ist. Die auffälligsten Beispiele des Vorjahres sind für mich Valdora, Alea iacta est oder Finca, die jetzt schon wieder allerorten verstauben. Zur Zeit ist es Fresko, welches ich einmal gespielt habe und welches nun wirklich nichts gegenüber den zahlreichen ähnlichen Vorgängern wie Maestro Leonardo, Säulen der Erde oder Caylus hervorhebt. Für mich stellt sich sofort die Frage: Wozu braucht man ein solches Spiel?


    Interessanterweise gab es auf boardgamegeek vor ein paar Monaten einen Cartoon "hype of the new", ungefähr zur Zeit als etliche Essen 2009-Neuheiten mit Durchschnittsnoten oberhalb der 7,5 auftauchten.


    Meine intensive Spielezeit liegt irgendwann vor 1997 und aus dieser Zeit und aus den 80ern kenne ich auch deutlich mehr Spiele, auch meine bescheidene Sammlung besteht vorwiegend aus Spielen dieser Zeit. Allerdings habe ich, durch die positiven Rezensionen dieses Forums unter anderem, in den letzten zwei Jahren viele der Neuheiten probiert. Und wurde fast immer enttäuscht.


    Ich würde noch immer viele Spiele der 80er und 90er denen dieses Jahrzehnts vorziehen.


    Was können Spiele heute mehr?
    Das Material ist aufwendiger und besser.
    Viele Spiele sind komplexer, aber nicht taktischer.
    Viele Spiele bieten Abwechslung über vielfältige Erweiterungen.


    Die ganze Sache ist schnellebiger, aber gerade weil sich die Spiele so schnell verbrauchen, habe ich das Gefühl, ist man so wahnsinnig auf die kommenden Neuheiten fixiert.


    Gleichzeitig gibt es eine geradezu abfällige Haltung gegenüber allen älteren Spielen, was sich ganz deutlich in den bgg-bewertungen nachlesen lässt.


    Beispiele:


    1) Diplomacy
    Dieses Spiel ist wohl eines der vielschichtigsten und gleichzeitig einfachsten Spiele seiner Art. Es geht nur um die Interaktion, das Spielen, das, was zwischen den Spielern abläuft, die Regeln sind so einfach, dass das Spiel selber im Hintergrund bleibt.
    Heute spielt man lieber Imperial und kriegt noch Imperial 2030 draufgedrückt oder auch den Eisernen Thron?


    2) Can't Stop und Choice
    Die Würfelklassiker von Sackson, wenn es um Würfelwahrscheinlichkeiten und deren taktische Nutzung geht, steckt hier alles drin. Wozu muß ich heute Alea iacta est oder das aufgemotzte Kingsburg spielen?


    3) Showbiz
    Geniales Poker und Bluffspiel, rangiert mit einer Bewertung von 6.00 als Durchschnittsspiel bei BGG.


    4) Acquire, Bazaar
    Weitere Klassiker von Sackson, welche in Einfachheit der Regeln, kurzer Spieldauer und nachhaltigem Spielspaß uns noch heute bestechen, vielerorten aber vergessen zu sein scheinen.


    5) PS
    Autorennen aus dem Hause Hans im Glück, hatte das Pech zu einer Zeit erschienen zu sein, als es noch keine Erweiterungen gab, folglich gibt es nur eine einzige Strecke. Von Formula De gibt es etliche, der Glücksfaktor ist dennoch höher, der Spielspaß aber nicht. Die Bewertung von PS bei BGG ist ein Witz.


    6) Die Kramer-Klassiker Abenteuer Tierwelt (Expedition) oder Formel 1 (Top Race)
    Einfache Taktik-/Kartenmanagementspiele mit enormer Spieltiefe, welche ich jederzeit einem Race for the Galaxy oder Dominion vorziehen würde.


    7)1830
    Immer noch der Maßstab für alle Eisenbahnspiele, ich kenne kein besseres.


    8) Cosmic Encounter
    Die neue Fassung bekommt sogar einen eigenen Eintrag bei bgg und wird direkt mit 0,5 Punkten höher bewertet, das Spiel hat sich gegenüber der Fassung von 1977 meines Wissens nicht verändert.


    9) Civilization
    Käme immer eher als Rise of Empires auf den Tisch.



    Einige andere "alte" Spiele, die noch immer höchsten Ansprüchen genügen und bei uns permanent auf den Tisch kommen: McMulti, Die Macher, Focus, Corner, Geister, Kuhhandel, Diamantenjagd/Sleuth, Win, Place &Show, Conquest, Wirtschaftswunder/Venture, Die 1. Million, Kreml, Die Tour (beste Radsimulation), Greyhounds (Brunnhofer/HiG), Hase und Igel, Forum Romanum


    Und ich stelle auch nicht fest, dass jüngere Mitspieler auf diese Spiele nicht anspringen, man muß sie eben nur aus dem Schrank holen.



    Letztlich ist das natürlich alles Geschmackssache, aber ich muß sagen, dass ich in den letzten zwei Jahren ziemlich realistisch oder besser vorsichtig geworden bin. Zuerst dachte ich auch, so viele tolle, neue Spiele, aber mittlerweile gab es soviele prominente Enttäuschungen, dass ich die bewährten Spiele wieder mehr schätze.


    Außerdem ist es meiner Meinung nach so: Es gibt so viele wirklich gute Spiele, da reicht mir eines aus jedem Genre, um meine Bedürfnisse abzudecken. Da brauche ich wirklich nicht die x-te Variation des worker-placement Genres, Fresko empfinde ich hier wirklich als Zumutung, weil alleine Caylus um so vieles besser ist. Wenn ich Lust auf ein solches Spiel habe, warum sollte ich Fresko spielen und Caylus im Schrank stehen lassen?

    Einmal editiert, zuletzt von Eduard Zuhorstrapadse ()

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  • Darüber, dass es bei Spielen niemals um ein tatsächliches "Brauchen" geht sind wir uns vermutlich alle einig, und wer bspw. ein Skat-Fanatiker ist, wird direkt sagen, dass man zum spielen nichts weiter als die bekanntesten 32 Spielkarten "braucht". Der Geschmack ist das einzige Argument, was unser und eigentlicher aller Menschen Hobby bestimmt.


    Ja, es erscheinen kaum Spiele, die wirklich in ihren Mechanismen geschweige den Themen neu bzw. innovativ sind. Und wen juckt es? Wenn ich ein Mensch ärger dich nicht toll finde, dass ich von meiner Oma geerbt haben könnte, aber meine unstillbare Spongebob-Sucht mich diese neue Version besser finden lässt... dann hol ich mir die neue Version. Zugegeben, blödes Beispiel.
    Ich versuche es mal anders: Irgendwann erreicht jede Industrie eigentlich jedes Genre eine Stufe an dem es ausgeschöpft ist, an dem lediglich ein Sprung in der Technologie noch tatsächliche Innovationen ermöglichen kann. Unser Hobby basiert auf 2D-Papp- oder Papierplänen, Karten, Würfel, Plastik und Holzfigürchen (Pöppel, Meeples etc.) irgendwann wird da alles ausgeschöpft sein. Das einzige, was aber vermutlich bis in alle Ewigkeit "Änderung" bringt sind neue Kombinationen der "alten" Mechanismen und Themen.


    Ja, Fresko mag für die meisten in keinem Punkt besser sein als Caylus... aber vielleicht hab ich an einem Abend eben mal mehr Lust an einer Decke zu pinseln?!


    Zu deinen Beispielen:


    1) Volle Zustimmung, es ist wirklich schade das Regelleichtgewichte mit trotzdem sehr hoher Spieltiefe untergehen. Das müssen wir wohl unnter "Zeichen der Zeit" abhaken. Es ist vermutlich für viele Menschen/Spieler bequemer(?) sich einem komplexeren Regelwerk unterzuordnen und in dem Rahmen zu handeln anstatt kreativ zu denken.


    2) Hm, mein Geschmack sagt mir: Can't stop sieht mieserabel aus, Kingsburg dagegen sehr gut. Warum hässlich, wenn es auch schön geht? Nicht falsch verstehen, Can't stop ist auch für mich ein tolles Spiel, und zwar eins das vermutlich eine längere Zeit in der Spielewelt überdauern wird als Kingsburg. Meinen Geschmack trifft letzteres trotzdem insgesamt mehr.


    3) + 5) Die Mehrheit der BGG-User teilt da einfach nicht deinen Geschmack.


    4) Unsere Spielrunde spielt zum Großteil Neuheiten, aber Acquire wird auch gespielt... und zwar mit großer Begeisterung.


    6) Science Fiction Fans werden dir da gerne widersprechen. ;-)


    8) Dass das Spiel einen neuen Eintrag bekommen hat, verstehe wer will, aber dass es besser bewertet wird könnte an der besseren Optik liegen. Geschmackssache, natürlich, aber ein weiterer definitiver Pluspunkt ist, dass man die neue Fassung kaufen kann, die alte nicht mehr. Okay, das sollte bei der Bewertung keine Rolle spielen...


    Zu Civ und RoE kann ich nichts sagen, da ich beide noch nicht gespielt habe.


    Bei den Spielen, die nichts neu machen, oder die einfach Neuauflagen alter Schätze sind, muss ich sagen, dass ganz simpel das bessere Thema, das bessere Material und natürlich die Lieferbarkeit entscheidende Argumente für die "Neuheiten" sind.


    Etwas kann man den ganzen Neuheiten jedenfalls nicht absprechen: Sie halten den Industriezweig am laufen, der unser Hobby versorgt und ermöglichen, dass eben auch seltene Perlen erscheinen, die die Zeit überdauern. Und vielleicht erinnern sie auch manchen daran, dass da doch noch ein tolles Spiel beinahe vergessen auf dem Dachboden liegt, das man mal wieder zu einem Treffen mitnehmen könnte. :)

  • Nochmal was zum ursprünglichen Thema, es gibt durchaus Spiele deren Preis über lange Jahre konstant im höheren Breich liegt, oft von kleineren Verlagen aber auch durchaus von größeren wie z.B. die Preisentwicklung von Memoir44 zeigt, das sich immer noch im Bereich größer 40 Euro bewegt...


    Vom wirtschaftlichen Verhalten schneiden sich die verramschenden Verlage doch letzendlich irgendwann ins eigene Fleisch, dadurch wird ja ein bestimmtes Kaufverhalten belohnt, was ja z.B: auf dem amerikanischen Automarkt der ja dann auf immer größeren Rabatten basierte, gründlich in die Hose gegegangen ist

  • Zitat

    Original von Timo1977Das einzige, was aber vermutlich bis in alle Ewigkeit "Änderung" bringt sind neue Kombinationen der "alten" Mechanismen und Themen.


    [...]


    Etwas kann man den ganzen Neuheiten jedenfalls nicht absprechen: Sie halten den Industriezweig am laufen, der unser Hobby versorgt und ermöglichen, dass eben auch seltene Perlen erscheinen, die die Zeit überdauern.


    Man ersetze Spiel durch Gitarrenmusik. Die Diskussion wäre annähernd die gleiche. Klassiker überdauern die Zeiten, Unbekanntes bleibt einem eingeweihten, interessierten Publikum vorbehalten. Einige verweigern sich Trends und halten ihre Lieblinge für das Optimum, andere sind ständig auf der Suche nach dem Neuen, viele liegen irgendwo dazwischen.

    Einmal editiert, zuletzt von jaya ()