05.07. - 11.07.2010

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  • Hallo zusammen,


    es gibt noch Leute, die kein Fußball gucken!


    Gestern beim Dienstags-Spieletreff gab's für mich einmal Steel Driver zu fünft. Mein erstes Wallace-Spiel, und es war in der Tat sehr nett. Vor allem die Tatsachen, dass es überhaupt kein Glück kennt erhöht für mich den Wiederspielreiz. Warum ich allerdings (wenn auch knapp) gewonnen habe, ist mir nicht wirklich klar. Muss auf jeden Fall noch einmal gespielt werden!


    Danach noch einmal R-Öko zu viert als Absacker. Beim dritten Spiel sind die Abläufe schon fast automatisch, trotzdem sorgt das schöne Ärgerelement weiterhin für Spielspaß.


    Ciao
    Stefan

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  • Zitat

    Original von malzspiele
    es gibt noch Leute, die kein Fußball gucken!


    Heute ja wohl nicht, oder :stop:


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Zitat

    Original von malzspiele
    Mein erstes Wallace-Spiel, und es war in der Tat sehr nett.


    Uh... Da warte mal ab, bis du seine guten Werke kennen lernst! Stell dich auch ein wenig mehr Regelwerk ein! :-)

  • Zitat

    Original von malzspiele
    Warum ich allerdings (wenn auch knapp) gewonnen habe, ist mir nicht wirklich klar. Muss auf jeden Fall noch einmal gespielt werden!


    Bei Steel Driver ist die Endwertung entscheidend. Wer sich im Spielverlauf Waren sichern kann, die ihm kein anderer wegschnappt, der hat gut gebaut. Allzu oft siegt aber die Gier, noch während des Spiels kurzfristig Geld für Streckenbau zu kassieren. In den Erst-Spieler-Partien habe ich es bisher immer erlebt, dass die Endwertung fast völlig vergessen wurde und dann die grosse Überraschung kam zum Schluss, weil es eben für die lieben Mitspieler mehr Waren regnete. Deshalb bei der Erklärung das Spiel von hinten aufziehen.


    Schönes Spiel mit übersichtlichen Regeln, aber den Hang, mit maximalem Einsatz in nur eine Linie pro Runde zu gehen, um dort das maximal mögliche auch zu bauen und gegen andere Linien Streckenpositionen besetzen zu können. Am besten von zwei Partnern mitprofitieren und bei einer Linie alleine kassieren oder so.


    Cu/Ralf

    Open your eyes, time to wake up - enough is enough is enough is enough!

  • Zitat

    Original von Bundyman
    Tinner´s Trail und Steam. Ersteres ist mit und letzteres ist ohne Würfel.


    Stimmt, AoS ist aber gerade durch die Würfel besser und strategischer. Schlecht ist Steam nicht, es ist sogar gut - AoS ist aber halt besser.


    Atti

  • Zitat

    Original von malzspiele
    @ode:


    Dann sag doch mal, welches Spiel Du als "gut" bezeichnen würdest - unter der Voraussetzung, dass die Spieldauer zu dritt oder viert nicht nennenswert über zwei Stunden liegt. Mehr kann ich nämlich fast nie durchsetzen...


    Ciao
    Stefan


    Ach, ich will ja nicht sagen, dass STEAL DRIVER schlecht ist. Oder nicht gut. Ich mochte es nur nicht. Eine zweite Partie würde mich nicht reizen.


    Anders bei dem absolut empfehlenswerten TINNERS' TRAIL! Ein wirklich großartiges Spiel, dass ab der zweiten Partie so um die 90 Minuten liegen dürfte.


    Meiner Meinung nach hat Wallace mit BRASS ja sein Meisterwerk abgeliefert. Das liegt aber in voller Besetzung eher bei 3 Stunden. Außerdem ist es wirklich komplex und hat viele kleine Detailregeln, die dafür sorgen, dass man die ersten Partien nicht regelkonform wird bestreiten können.


    Mit AGE OF INDUSTRY wollte er BRASS wohl etwas gradliniger gestalten. Ich hab es erst einmal gespielt und weiß nicht, wie gut das gelungen ist. Das Spiel selber ist (zumindest auf der Deutschlandkarte) etwas gradliniger, wenn auch die Gradlinigkeit etwas an der interessanten Nachfrageentwicklung genagt hat. Durch den Wegfall des Mechanismus der zwei verschiedenen Phasen hab ich auch den Eindruck, dass das Besondere an dem Spiel (der geniale Mechanismus mit den umzudrehenden Plättchen) etwas abgeschwächt wurde. Ist aber nur ein Eindruck.


    AUTOMOBILE liegt eigentlich auch eher um die 90 Minuten, wenngleich das Spiel etwas unter der elendigen Rechnerei leidet. Ansonsten eine schöne Sache. Bloß das Zahlenjonglieren verleidet mir das Spiel ein wenig.


    Ich kenne nur STEAM und kann die Einsteigerversion nur wärmstens empfehlen!!! Wie lange sich das spielt kann ich nicht sagen. Dürfte so um die 2 Stunden liegen. Tolles Spiel, wirklich!


    Ich finde ja auch AFTER THE FLOOD ziemlich gelungen. Allerdings dauert dieses reine 3-Personenspiel durchaus eher 3-4 Stunden...

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  • Age of Industrie ist bei uns durchgefallen, Brass ist für uns sein Meisterwerk.
    Ich finde auch Tinners Trail und Steel Driver (da ich generell Eisenbahnspiele gut finde) super, meine Freundin letzteres nicht so.



    Da ich zur Zeit Urlaub habe:


    Am Montag 2 x Kingsburg mit Erweiterung gespielt 1 x gewonnen, 1 x verloren.
    In den darauf folgenden Tagen 5 x Die Fürsten von Florenz gespielt 4 x gewonnen, 1 x verloren, ein Super Spiel, freue mich schon auf morgen und die nächsten Partien.


    Helby


  • Kann ich auch morgen schon einfach mal mitbringen. Age of Steam, Last Train to Wensleydale und Kohle hätte ich auch verfügbar. Ich glaube, man merkt, dass ich ein Faible für Wallace-Spiele habe. ;)


    Grüße Dennis

  • Hallo zusammen


    Ja, auch in Zeiten der Weltmeisterschaft wird bei uns immer fleißig gespielt.


    Montag haben wir endlich mal Egizia ausgepackt. Nachdem es nun bei Yucata.de online zu spielen ist, wollten wir es zunächst mal am Tisch ausprobieren und waren ganz entsetzt, als wir feststellen mussten, dass hier seit Wochen (oder Monaten?) ein richtig tolles Spiel im Schrank versauert....
    Gut gefiel uns dieser ständige Zwang, sich für den richtigen Platz zu entscheiden, denn zum einen kann man ja nur flußabwärts einsetzen und darf nicht vergessen, dass die lieben Mitspieler einem gerne die Karten vor der Nase wegschnappt, auf die man noch gehofft hatte. Das ist ein richtig schönes Dilemma und macht das Spiel sehr spannend.
    Auch das Haushalten mit den Arbeitern und Steinen erwies sich als Grübelfaktor, da man ja immer nur einen Trupp (plus eventuell Joker) einsetzen darf. Da heißt es, genau zu überlegen, wann man was braucht und wo nutzt.


    Dann folgte Dienstag Titania, das ich im letzten BGG trade erhalten habe: bei uns total durchgefallen! Eigentlich ist es ganz egal, wo man welches Schiff einsetzt, es gibt immer genug Muscheln und Seesterne und irgendwo kann man immer bauen. Keine Ahnung, wo da der Reiz liegen soll. ?(
    Gewonnen habe ich nur knapp, weil mein einer Siegpunktechip etwas höher war als der von meinem Mann.
    Das Spiel wird auch sofort weggetauscht, habe zum Glück schon einen Abnehmer gefunden!


    Gestern dann noch ein nettes Ubongo 3D mit unserem Sohnemann. Echt hart, wie der einen abzockt.... :mmhh: ...ich seh´s manchmal einfach nicht. Für uns das schönste Spiel der Ubongo-Reihe!


    Nun hoffe ich noch, dass zum Wochenende Kopf an Kopf ankommt, das haben wir letztes Wochenende auf einem Spieleabend kennengelernt. Mag sein, dass es arg glücksabhängig ist, aber wir finden es kurzweilig und spannend und es könnte auch unseren Jungs gut gefallen.


    Mal abwarten,


    Gruß, Boudie

    :kaffee: Ich kümmere mich mal um die Frauenquote hier....

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  • Race for the Galaxy
    Zwei Runden zu zweit. Jeweils hat das Militär einmal verloren. Die Produktionsstrategien waren einfach erfolgreicher. Hatten beide jeder einmal die Militärambition.


    Who Would Win?
    Ein Mitspieler hatte kurz Zeit zu erklären, warum z.B. Albert Einstein der bessere Flipperspieler wäre als Michael Jackson. Dann hatte der Kontrahent kurz Zeit für Jackson zu argumentieren. Der (oder die) andere(n) Mitspieler entschieden dann, wer die besseren Argumente hatte. Ein witiges kleines Kommunikationsspiel. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, waren wir allerdings etwas hitzeträge dabei.


    TransAmerika
    Zu dritt Zugverbindungen gebaut. Könnte ein kurzweiliges Spiel sein. Zu dritt gab es auch "Blockade"strecken, die jeweils nur der Erbauer nutzen durfte und damit noch einen kleinen Ärgerfaktor im Spiel.


    Zombie State: Diplomacy of the Dead
    Ein interessantes Importspiel. Bin ja immer froh, wenn Zombie mitspielen. Aber zur Hölle: Diplomatie gab's in dem Spiel wirklich nicht. Hatte meines Erachtens starke Anleihen bei Pandemie (auch bereits in der Optik). Das Thema hätte man unter Umständen austauschen können (aber für mich bitte: meeehr Zombies in Spielen). Wir hatten leider Hawai übersehen und es dadurch dem Nordamerikaspieler sehr leicht gemacht, mal wieder seine Grenzen zu Mexiko dicht zu machen und den ganzen Müll dorthin zu schicken! Nicht nur politisch eine Sauerei!
    Was ich allerdings als sehr störend empfand, war die Stärke des Würfels bei den Entwicklungen, die man "kaufen" konnte. Man musste seinen Zug opfern, Rohstoffe beischaffen, Würfenhilfen einsetzen ... und wenn man dann Pech hatte, gab es nicht nur weniger Bonus oder eine Erschwerung, sondern man bekam die Entwicklung nicht, hatte seine Aktionspunkte verloren und alle Rohstoffe waren weg. In der Folge konnte man sein Gebiet nicht mehr verteidigen und der Gegner war bereits eine Runde voraus. Das schien mir zu extrem. Zumal ich auch zweimal vom Glück verfolgt war (aber leider nicht eingeholt wurde) und sogar einmal nur eine zwei (mit einem D12) hätte würfen müssen (ja, es gibt die 1!). Hier hätte man das Spiel vielleicht etwas abfedern sollen, da die Zufallsfolgen doch sehr extrem sind.


    War ein netter Abend (auch wenn ich mir wie ein hitzetoter Zombie vorkomme ....)
    Uuuauauhhggh...
    ... and All That Jazz

    ... and all that Jazz !!!

    Einmal editiert, zuletzt von AllThatJazz ()

  • In tropischer Dreierrunde am Freitagabend ... ratet mal mit wem? :-)


    Trans America mit Schikane : Meine erste Partie mit Schikane. Absolut empfehlenswert, weil wertet das Spiel taktisch auf. Ansonsten gewinnt der, der zufällig am meisten vom Schienennetz der anderen profitieren kann. Mit Schikane hingegen kann man die lieben Mitspieler aber etwas behindern. Gerne wieder, auch weil schnell erklärt, schnell verstanden und schnell gespielt.


    Who would Win : Eigenimport aus USA. Ein kleines kommunikatives Kartenspiel mit Persönlichkeiten udn Tätigkeiten, die in der Kombination die Vielfalt ergeben. Bruce Lee gegen Arnold Schwarzenegger beim Kuchenwettessen kann dabei rauskommen. Zwei Spieler argumentieren jeweils 20 Sekunden für ihren Kontrahenten und danach stimmen die Mitspieler für den Gewinner, der die besseren Argumente (und nicht sowieso passender wäre) vorgebracht hat. Mal ganz anders, in grössere Runde aber besser, weil man dann nicht so schnell Gefahr läuft, sich zu wiederholen, weil man zu oft in zu schneller Rotation argumentieren muss.


    Anschliessend in Zweierrunde:


    Race for the Galaxy : Einmal hatte ich die Militärstartwelt und danach mein Mitspieler. Der Militärspieler hat jeweils verloren. Wenn man schnell eine Produktion hochziehen kann und dem Militärspieler keine Zeit lässt, nach hochwertigen Karten zu suchen, ist das Spiel schnell gewonnen. Verzögerungen kosten da den Spielsieg. Macht immer noch Spass, egal in welcher Besetzung. Hauptsache jeder kennt de Symbolik und die Karten in ihren Grundfunktionen, so dass flott gespielt werden kann.


    Zombie State - Diplomancy of the Dead : Leider haben wir zwei Spielfehler gemacht, so dass man die Partie in der Gesamtheit und ihren Verlauf kaum werten kann. In der ersten Runde vergessen, dass die Zombies dazukommen, wenn sie fressen - also Bevölkerung in Zombies umwandeln. Und dann Hawaii völlig ignoriert mit seiner 1er-Bevölkerung, weil über diese Ecke hätten die Zombies gut und gerne Nordamerika überfluten können.


    Die Gesamtspielzeit von 2 bis 3 Stunden stimmt. Liegt daran, dass man den Technologie-Baum in seinen Möglichkeiten erstmal erfassen muss. Man steht eben fast immer mit dem Rücken zur Wand und muss das irgendwie bestmögliche aus der aktuellen Situation machen. Das ist nicht einfach zu erkennen, weil durch die vielen Technologien, die aufbauend und verstärkend zusammenwirken können (kostenlose Bewegung mit Angriffsverstärkung kommt gut), gerät man schnell in Denkstarre wegen der Vielzahl an Möglichkeiten.


    Um die Wartezeit für die einzelnen Spieler zu verringern, würde ich bei mehr als zwei Spielern jeweils nur eine Aktion erlauben und dann sind erstmal die Mitspieler am Zug. So muss nicht zwingend jeder seine kompletten bis zu sechs Aktionen am Stück verbrauchen. Ebenfalls ist zu überlegen, ob man was am Technologie-Test-Würfelwurf dreht. Weil man bekommt zwar einen +3 Bonus für den nächsten Versuch, wenn es nicht klappt, aber die Aktion und die Rohstoffe sind weg und müssen erneut eingesetzt werden und das nur, weil ein Würfelwurf misslungen ist. Wenn sich das bei einem Mitspieler häuft, was schnell passieren kann, weil eben Zufall, dann wird der ohne sein Zutun aus dem Spiel katapultiert. Extremfälle sollten da irgendwie abgepuffert werden.


    Die bedrohliche Atmosphäre des Spiels wird aber gut simuliert. Zufall ist durch die drei Ereigniskarten, eher Schicksalsschläge, durchaus vorhanden, aber da trifft das Ereignis eben alle Mitspieler zugleich. Passt also, weil damit die ungewisse Gesamtsituation passend eingefangen wird. Erinnert ein wenig an Pandemie, wobei jeder aber sich selbst der Nächste ist und Zombies auf seine Nachbarn hetzt, um selbst ungeschoren davon zu kommen.


    Ein aussergewöhnliches Spiel, ganz sicher nicht für jede Spielrunde. Ich würde mit Anfängern erstmal eine Dreierpartie spielen, weil dann jeder der Nachbar zu seinen Mitspielern ist und an zwei Fronten jederzeit involviert ist. Wenn man dann den Technologiebaum etwas besser kennt, sollte das Spiel auch wesentlich flotter ablaufen können. Das ist aber nur blanke Theorie, die es in kommenden Partien zu überprüfen gilt. Eventuell hat eine Vierer- oder gar Fünferpartie doch ihren Reiz?


    Cu / Ralf

    Open your eyes, time to wake up - enough is enough is enough is enough!

    Einmal editiert, zuletzt von ravn ()

  • Gestern gab's einen großen Spieleabend bei uns mit 13 Leuten in drei Runden.


    Selbst mitgespielt:


    Einmal Glen More zu fünft. Mit fünf Mitspielern ist es mir schon etwas zu eng, man kommt insgesamt doch zu selten an die Reihe. Dann doch lieber zu viert oder zu dritt mit Ernst Holzwürfel.


    Danach einmal Steam zu fünft in der Einsteigerfassung. Hat mich noch nicht wirklich überzeugt, es fehlt mir die aktive Interaktion mittels Auktionen. Derzeit eindeutig sehr kopflastig. Da gefiel mir Steel Driver vom Stil her besser, auch wenn dieses eher noch zu kurz war. Jetzt muss auch noch die Expertenversion getestet werden, vielleicht gefällt die besser.


    In den anderen Runden wurde gespielt:


    Zweimal Das große Pentago zu viert während des Wartens auf die anderen Spieler.


    Einmal Cuba zu viert (mit ein bisschen El Presidente, nämlich 8 Runden und alle Gebäude, aber keine Cubaner).


    Einmal Funkenschlag zu fünft.


    Einmal Die Speicherstadt zu viert.


    Und zwischendurch einmal Jaipur zu zweit beim Warten auf die letzten Ankömmlinge.


    Schön war's wieder, und ich hoffe, dass ich meine Frau bald wieder dazu überreden kann, das zu wiederholen!


    Ciao
    Stefan

  • Am Samstag bis gerade eben im Rahmen einer Geburtstagsfeier mit Brettspiel-Unterhaltung und lecker Essen vom Grill. Wobei die gefühlte Temperatur heute extrem war und zumindest bei mir für arge Konzentrationsprobleme gesorgt hat, so dass eher einfache Kost auf den Tisch kam. So musste dann Offrandes und eine weitere Partie Zombie State vertagt werden und auch für die kreative Kost wie Who would Win, Telestrations, Nobody is perfect oder auch Buzz-it war es schlicht zu überhitzt. Aber die Spiele laufen ja nicht weg. Stattdessen habe ich folgendes gespielt in entspannter Runde:


    Pony Express : In 5er-Vollbesetzung gespielt. Im Kern würfelt man und versucht zu bluffen, wenn man eben nicht gut würfelt. Also Glück haben oder Glück vortäuschen. Dazu noch der nett-auflockernde Geschicklichkeits-Aspekt, wenn es mit Würfel-Schnippen zu Cowboy-Duellen geht, oder auch Indiander abgeschossen werden sollen. Das war jetzt meine dritte oder sogar vierte Partie, aber das Spiel krankt leider an zu wenig Würfelkombinationen. Eventuell sollte man einfach einen Würfel dazu nehmen, um die Chance zu haben, auch mal mehr als nur ein Doppel-Zwilling zu haben, womit man aber kaum von der Stelle kommt. So richtig rund lief da leider noch keine Partie - entweder wurde zu viel oder zu wenig angezweifelt und wer einmal hinten liegt, kann kaum aufholen, weil man eben schlicht extremes Würfelglück haben muss.


    => Wie hat Pony Express in Euren Spielrunden gezündet? Habt Ihr eigene Varianten ausgetestet?


    Thurn & Taxis : Ein Klassiker, der allerdings den grossen Vorteil hatte, dass wir die Regeln nur kurz auffrischen mussten und die Spielzeit recht überschaubar ist und auch war in anderer 3er-Runde. Macht Spass, spiele ich auch immer wieder gerne mit, wenn es mal nicht zu anspruchsvoll sein soll. Hat nur eben recht wenig Interaktion und so gewinnt der glücklichere oder taktisch beste Planer, wobei es viel Erfahrungsraum gibt, die optimale Partie zu spielen.


    => Lohnt es sich, mit den Erweiterungen zu spielen und wie ändert sich damit das Spielgefühl?


    Mosaix : In Warteposition bis zum Abendessen gespielt. Nett, aber nicht besonders spektakulär. Eher eine Multi-Solo-Knobelei um die Wette. Wenn man zu extrem schaut, ob Würfelkombinationen bei den Mitspielern nicht passen und bei einem dann doch, dann kann es sich ziehen. Wir haben es eher flott runtergespielt und am Ende bin ich mit zu wenigen 5er-Feldern gnadenlos untergegangen.


    Grimpe! : Die französiche Version von Climb!, die leider noch nicht in Deutschland bei Heidelberger erschienen ist, obwohl mal kurzzeitig angekündigt gewesen. Orginelles Spielprinzip, weil man per Fingerakkrobatik eine Art Free-Climbing-Griffe auf dem Spieltisch simuliert. Braucht allerdings eine rutschfreie Unterlage, damit die Karten nicht zu schnell verschoben werden. Gar nicht so einfach, wirklich viele Punkte zu machen. Haben es aber eher nur angetestet, als wirklich komplett gespielt. Eine Filzunterlage oder Tischdecke ist da schon ein Muss, die hatten wir aber leider nicht. Werde ich hoffentlich nochmals und dann richtig in geeigneter Runde auf den Tisch bringen. Der Aufforderungs-Charakter ist schon enorm.


    Arcanum : Dominion konfrontativ gespielt, aber mit recht wenig Deckbau. Stattdessen regiert eher der Zufall, welche vier Handkarten man zieht und was man eben damit machen kann, ist schon fast vorgegeben. Eventuell wird es in der Profiversion mit Aufträgen & Co besser. So ist es leider ein wenig belanglos und zog sich in seiner Wiederholung dann auch. Wenig planbar, da durch verdeckte Karten und Karten mit Ereignissen der Mitspieler viel Chaos ins Spiel kommt.


    Time's Up und Time's Up Boardgamegeek : Die normale Version ist besser, weil sich Persönlichkeiten eben besser erklären lassen als irgendwelche Brettspiele, die man auf den Punkt beschreiben kann oder eben auch nicht. War wiedermal lustig, auch wenn sich so langsam die Begriffe abnutzen, weil eben wiederholen und so sich auch Beschreibungen, Worte und Phantomiemen wiederholen, wenn die naheliegend sind. Hat aber immer noch ausreichend komische Mitlach-Momente, die über die Spielzeit tragen. Es wird Zeit, dass die diversen Zusatzeditionen auch in deutsch erscheinen.


    Zoff im Zoo : Neben Wizard eines meiner Lieblingsstichspiele, das eben auch in grösserer Runde funktioniert, aber ebenso einfach zu spielen ist, weil die Stichmöglichkeiten direkt auf den Karten stehen. Gewinnen ist trotzdem noch eine kleine Kunst - zumindest für mich. Immer gerne wieder!


    Und gleich am Sonntagnachmittag geht's in Dreierrunde weiter. Mal sehen, ob eine Revanche Agricola gewünscht wird oder eben doch was anderes ...


    Cu / Ralf

    Open your eyes, time to wake up - enough is enough is enough is enough!

  • Da ich im Urlaub ein paar Tage in London bin würde mich einmal interessieren, ob jemand einen Laden kennt, wo man das Spiel Zombie State - Diplomancy of the Dead bekommt. Gibt es sonst ein Geschäft in London das man wegen Brettspiele gesehen haben sollte?

  • Zitat

    Original von ravn
    Thurn & Taxis : Ein Klassiker...


    => Lohnt es sich, mit den Erweiterungen zu spielen und wie ändert sich damit das Spielgefühl?


    Also ich finde beide Erweiterung relativ belanglos.


    "Glanz und Gloria" besitzen wir selber, und waren herbe enttäuscht. Es gibt nicht wirklich Neues, das Spielgefühl ist völlig unverändert. Und es gibt noch immer keine Möglichkeit, zu fünft zu spielen.


    "Alle Wege führen nach Rom" habe ich bisher zweimal gespielt. Es erweitert tatsächlich das Grundspiel, allerdings konnten mich auch hier beide Module nicht wirklich überzeugen, sie wirken sehr aufgesetzt und schaffen eher eine Parallelwelt als das Spiel selbst zu verändern.


    Wir spielen nur noch das Grundspiel. Das war und ist gut. Punkt.


    Ciao
    Stefan

  • Für die vergangene Woche wäre noch nachzutragen:
    Diverse Partien Jaipur (schönes Spiel) und auf mehrfachen Wunsch meiner Frau einige Male Phase 10 zu zweit mit Aussuchen der Phasenreihenfolge (grausames Spiel, aber was tut man nicht alles für seine Liebste)... :blumen:


    Dann gestern einmal Agricola zu dritt mit I-Deck.


    Und über die letzten Tage verteilt einige Partien Ubongo 3D zu zweit. Eigentlich ein sehr schönes Spiel, leider durch das leidige Ziehen der Edelsteine aus dem Sack grauenvoll zufällig im Ergebnis. Wer als Erster fertig ist kann so deutlich weniger Punkte bekommen, als derjenige, der als Zweiter fertig wird. Und durch die "offenen" Siegpunkte ist manchmal schon zwei Runden vor Ende klar, dass ein Spieler nicht mehr eingeholt werden kann.


    Ciao
    Stefan

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  • Wir spielen ja nun in letzter Zeit auch des öfteren Ubongo 3D - aber wir notieren uns die Punkte anders: bei zwei Spielern bekommt der erste einen Punkt, der andere nichts. Bei drei Spielern der erste zwei und der zweite einen Punkt.


    Wir fanden nämlich die Punktwertung in der Regel völlig daneben, weil dann eben egal ist, ob man als erster oder zweiter fertig wird.


    Gruß, Boudie

    :kaffee: Ich kümmere mich mal um die Frauenquote hier....

  • Am Sonntag in Dreierrunde:


    11 nimmt : Als Aufwärmer gespielt und dafür ist es perfekt geeignet, weil viel Kartenglück mit ein wenig Taktik gemischt und überschaubar kurze Spieldauer. In einer Reihe mit "Geschenkt ist noch zu teuer" und anderen kleinen Fun-Kartenspielen.


    Tore der Welt : Agricola-Revanche haben wir derweil auf den Abend verschoben und ein neues Spiel für meine Mitspieler vorgezogen. Interessanter Spielablauf, der anscheinend auch fesseln kann, wenn man den Roman nicht kennt und wiedererkennt im Spiel. War eine knappe, von Schicksalsschlägen gebeutelte, Partie, bei der sich im letzten Kapitel nochmals das Siegerfeld komplett gedreht hatte. Der eine hatte auf Medizin und Häuser gesetzt, die andere über eine Mischstrategie gepunktet mit massig Frömmigkeit und ich liess den Hausbau komplett aussen vor und versuchte mein Glück über Tuchverkauf und zügiges Bauen. Am Ende lagen nur 3 Punkte zwischen ersten und letzten Platz. Hat Spass gemacht und kommt sicher noch öfters auf den Tisch.


    Wir haben übrigens mit wechselndem Startspieler zu jedem Kapitelanfang gespielt. Zusätzlich zum normalen Runden-Wechsel innerhalb eines Kapitels. Hat gut funktioniert und besser als wenn ein Spieler immer das Kapitel anfängt und einer immer das Kapitel beenden kann. Das Spiel hat länger gedauert, als es sich angefühlt hat und das ist immer ein sehr gutes Zeichen für Spielspass.


    Meuterei : Bei der Hitze war es ein wenig schwierig den Ablauf der Piraten-Duelle-Kamprunden zu vermitteln, aber hat dann doch geklappt. Atmosphärisches Spiel mit viel Raum für verschiedene Taktiken. Auch und besonders in Dreierrunde trägt der Spielablauf, da teils bis zum Spielende ungewiss ist, wer sich auf welche Seite schlägt. Über die steuerbare Spielgeschwindigkeit bis es zur Meuterei kommt, kann man prima die Goldsammler unter Druck setzen. Immer wieder gerne wieder.


    Für Agricola blieb dann doch keine Zeit mehr, so dass wir uns dann mit diversen Skateboard-Levels der Little Big Planet Community auf PS3 vergnügt haben im kooperativen Spielmodus zu dritt. Mittwoch geht es dann in anderer Runde weiter.


    Cu / Ralf

    Open your eyes, time to wake up - enough is enough is enough is enough!

  • Samstag abend:


    zu viert
    - eine Runde R-Öko. Prima kurzweiliges Spiel. Kommt garantiert ab und an mal wieder auf den Tisch.
    - anschließend zwei Runden Fußball Ligretto. Immer wieder spaßig, speziell nach ein bisserl Sommer-Bowle


    Sonntag zu zweit:
    - Kamisado, zwei mal. Immer wieder genial.
    - Balloon Cup. Auch ein Klassiker. Schnell erklärt und viel Glück dabei.

  • Die spielfreien WM-Tage wurden genutzt für Wikinger, Um Rum & Ehre, Tikal, Hive, Tsuro, Dog und Egizia.


    Zitat

    Also ich finde beide Erweiterung (für T&T relativ belanglos. "Glanz und Gloria" besitzen wir selber, und waren herbe enttäuscht. Es gibt nicht wirklich Neues, das Spielgefühl ist völlig unverändert. Und es gibt noch immer keine Möglichkeit, zu fünft zu spielen.


    Bei T&T Glanz & Gloria ging´s mir genauso! G.&G. ist keine Erweiterung im eigentlichen Sinn, eher eine Variante. Teste vielleicht mal folgenden MOD, den ich letztes Jahr zum Spass für Glanz & Gloria entworfen habe, wenn Du mal Zeit über hast: www.boardgamegeek.com/filepage/47967/thurn-taxis-ganz-mit-gloria. Bin für ne Kritik am MOD dankend empfänglich, aber mit fünf Spieler ist die Downtime zu lange, daher wurden maximal 4 Spieler beibehalten. Wichtig war mir, die beiden schönen Landkarten in einem Spiel zu vereinen, ohne die Spielzeit zu überdehen.