Artwork und Spielehäufigkeit

  • Die Frage geht mir schon länger durch den Kopf.... wie findet ihr wirkt sich die Präsentation und das Artwork eines Spiels auf die Häufigkeit aus mit der es auf den Tisch kommt .... ? Gute Graphik als Kaufgrund ist ja bekannt ,aber wie es sich dann innerhalb eurer Sammlung verhält würde mich interessieren...


    merke nämlich immer öfters das sich meine Auswahl in ganz bestimmte Richtungen bewegt und teilweise auch der eine oder andere Grafiker daran schuld ist...


    und wenns so ist welches Spiel würdet ihr euch von welchem Grafiker neu illustriert wünschen?


    bei mir wäre es Dungeon Lords von Menzel und Hamburgum/Machu Picchu von Klemens :)


    oder Agricola von Josh Cappel oder Karim Chakroun

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  • Also bei mir hat das keinen Einfluß. Grafik hin, Grafiker her, entweder das Spiel gefällt mir oder nicht. Und das ist das Kriterium, nach welchem bei mir Spiele auf den Tisch kommen oder nicht.
    Das einzige Spiel, wo mich trotz hohem Spielwert die Grafik massiv stört, ist das Glory to Rome. Nicht, daß ich es weniger auf dem Spieltisch habe, aber wenn das Teil bald neu herauskommt und es mir gefällt, werde ich wohl in einen Neukauf investieren.

    Einmal editiert, zuletzt von hajott59 ()

  • Für mich ist dieses Thema sehr zweischneidig. Mir kommt es bei einem Spiel hauptsächlich darauf an, dass die grafische Gestaltung ein Spiel optimal unterstützt. Dazu muss sie nicht besonders "hübsch" sein, sondern in sich stimmig und im Zweifel lieber etwas hinter dem Spiel zurückstehen.


    Da ich aber viele der Spiele nur in öffentlichen Spielerunden mit wechselnden Spielern spielen kann, ist eine ansprechende grafische Gestaltung sehr wichtig, da der erste Eindruck häufig darüber entscheidet, ob man Mitspieler findet.


    Ganz schlimm finde ich Spiele, bei denen der Spielverlauf durch die Grafik eher gestört wird. Wenn also z.B. auf Spielkarten riesige Illustrationen und deshalb nur winzige Texte sind. Oder wenn ein Spielplan durch aufwändige, detailreiche Grafiken eher zu einem Suchspiel wird.


    Ein Beispiel ist der Spielplan von Die Tore der Welt - grafisch sehr schön, aber in der Mitte so "voll", dass man die wichtigen Informationen (Häuser mit evtl. Kranken und die Belohnung für das Heilen) nur sehr schlecht finden kann. Oder Ohne Furch und Adel - tolle Illustrationen, dafür winzige Texte auf den Karten.


    Als Kaufgrund sehe ich die Grafik sehr selten. Sie ist eher der Auslöser, das Spiel als testenswert anzusehen und mal auszuprobieren. Gekauft wird es, wenn es spielerisch gefällt und die Grafik nicht übermäßig stört.


    Ciao
    Stefan

  • Ich hätte bittegerne Verflixxxt! mit Illus von Joscha Sauer - das war mein erster Gedanke, als ich das Spiel gesehen und gespielt hab. Als es noch keine Nichtlustig Spiele gab. Damals, vor dem Krieg ...


    LG,
    Klemens

    Einmal editiert, zuletzt von Klemens ()

  • Ich spiele regelmäßig mit dem halben FB Kunstwissenschaften unserer Uni. Die schauen stark auf die Grafik und als ich kürzlich Caylus aufgetischt habe, da wurden schon zu erst die Augenbrauen hochgezogen... zu Recht. Wenn ein Spiel wirklich häßlich ist, dann kaufe ich es nicht. Gegenbeispiel: Die Neuauflage von Tales of the Arabian Nights von Z-Man ist ein Traum, und sollte sich ein Verlag zu einer deutschen Version durchringen, platziere ich hiermit eine Vorbestellung (trotz meiner alten Erlkönig-Version).


    Deswegen möchte ich: Caylus, egal von wem (auch die limitierte Version vom meinerseits hoch respektierten, aber leider nichts mehr illustrierenden Mike Doyle fand ich stimmig, aber unbrauchbar).

  • Wer Spiele von Winsome-Games auf den Tisch seiner Mitspieler bekommen kann, so dass die fernab des grafischen Niveaus, das andere Verlage als Pre-Prototyp einordnen würden, vom eigentlichen Spielablauf begeistert sind, für dem gibt es keine grafischen Hürden mehr. Ich erinnere mich da an Wabash Cannonball, das mehrmals anderen grafisch weitaus besseren Spielen vorgezogen wurde.


    Grafische Gestaltung ist nett, kann unterstützen oder teils nerven, aber im Kern ist der Spielablauf entscheidend für mich. Wenn Spielablauf und Grafik und Ausstattung stimmt, dann umso besser. Sag ich nicht nein zu!


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Bei mir ist, wie schon eingangs angesprochen, die Grafik schon ein sehr entscheidender Kaufgrund. Dieser wiegt mitunter einen guten Spielmechanismus auf - ich würde das Spiel dann durchaus spielen, aber mag es nicht besitzen -> Beispiel (bei mir) ist Carson City. Beispiel umgekehrt: Kyklades finde ich sehr schön vom Aussehen, das Spiel an sich aber nur mässig.


    Dementsprechend entscheidet sich natürlich so auch, welches Spiel ich auf dem Tisch haben möchte. Ein eher unschönes oder schlecht gestaltetes Spiel nicht so gerne, wie ein wirklich hübsches Spiel.


    Erst vorgestern haben wir Oregon gespielt, welches mir spielerisch sehr gut gefällt - aber es sind grafisch so viele "Fehler" passiert, wie zB:
    - Graffiti-"X" bei verbrauchten Jokern (als hätte es Punks im Wilden Westen gegeben?!)
    - Die Quadranten-Abgrenzungen nicht deutlich genug für eine Mitspielerin, die sich so immer mit den Grenzen vertan hat
    - Die Quadranten-Grafiken nur auf einer Seite des Spielbretts, wenn der Platz auch ausgereicht hätte, auf der gegenüberliegenden Seite AUCH die Bilder zu platzieren
    - Auf den Gebäude-Karten (zum Bauen) nicht auch die Joker-Symbole abgebildet, wenn das Gebäude die Joker reaktiviert, oder die Punkte, die das Gebäude einbringt


    Das zählt für mich auch zum Thema "Grafik".


    Also: Ja, die Grafik beeinflusst deutlich die Häufigkeit, mit der ein Spiel auf den Tisch kommt.

  • Zitat

    Original von Stonie
    Die Frage geht mir schon länger durch den Kopf.... wie findet ihr wirkt sich die Präsentation und das Artwork eines Spiels auf die Häufigkeit aus mit der es auf den Tisch kommt .... ? Gute Graphik als Kaufgrund ist ja bekannt ,aber wie es sich dann innerhalb eurer Sammlung verhält würde mich interessieren...


    Beim Kauf spielt die Grafik bei mir schon eine untergeordnete Rolle. Beim ersten Spiel ist sie dann als Vorurteil zu sehen (mit schönem Material spielt man eben lieber). Aber nachdem ersten Spiel ergibt sich der Widerspielfaktor nur aus der Spielbarkeit. Sofern das Material sich negativ auf die Spielbarkeit auswirkt, hat das also durchaus einen Faktor. Aber wenn die Grafik meinen Geschmack nicht trifft und das Spiel funktioniert gut, dann spiele ich es gerne wieder.


    Andersherum ist schlimmer, dann ist das Teil nur zum an die Wand hängen zu gebrauchen - und dafür habe ich eigentlich Bilder. :-)

  • Zitat

    Original von Herbert
    Andersherum ist schlimmer, dann ist das Teil nur zum an die Wand hängen zu gebrauchen - und dafür habe ich eigentlich Bilder. :-)


    Was spricht dagegen? Ich überleg schon länger, ob ich nicht einfach das BRett von SIENA an die Wand nagel... sieht doch genial aus!!!


    Zur Ausgangsfrage: Ich denke, wie ein Spiel aussieht hat mit der Häufigkeit seines "auf den Tisch kommens" bei uns keine Auswirkungen. Natürlich erfreut jemanden wie mich ein schönes Spiel.


    Was aber sicherlich so ist: Wenn ein Spiel schön aussieht und vor allem schönes Material hat, dann finde ich es besser als, wenn nicht. Bestes Beispiel: Agricola. Ich liebe nicht nur das Spiel sondern auch sein Material. Sonst hätte ich auch nicht diese ganzen Meeples nachgelegt...

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