Die Minen von Zavandor?

  • Hallo,


    seit Samstag ist das Brettspiel "Die Minen von Zavandor" bei einigen Brettspielhändlern als lieferbar gelistet. Ich kenne allerdings nur die Version aus Herne, die auch nur rudimentär erklärt werden konnte und wo noch Spielmaterial fehlte. Zudem war unklar, ob die Grafik noch überarbeitet werden würde.


    Im Kern klang das nach einem recht einfach gestricktem Spiel, das seine Tiefe (wenn vorhanden) über die Kartenauslage in ihrer Kombination bekommt. Ob es spielerisch wirklich was taugt oder eher belanglos ist, kann ich absolut nicht einschätzen. Wer hat als Frühkäufer schon erste Spielerfahrungen mit der Verkaufsversion gesammelt?


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

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  • Hallo!


    Das Spiel selbst betreffend bin ich natürlich hochgradeig befangen ;-)


    Die Grafiken des Prototyps waren tatsächlich etwas blass und der Königweg war nur die übersichtliche Rückseite für Leute, denen der eigentliche Plan zu thematisch ist - ein Berg mit Stollen, wuselnden Zwergen, Lavaflüssen ... ich bin mit dem fertigen Spiel sehr zufrieden :-)


    LG,
    Klemens

  • Hallo Klemens,


    danke für die Infos und Einschätzungen zur Grafik. In Herne fand ich persönlich die Grafik der Spieler-Papp-Auslagen etwas plakativ, soll heissen, grossflächig grau in grau mit arg wenig Details, die sonst den Stil von Lookout-Spielen auszeichnen. Allerdings habe ich das Spiel ja nicht in Aktion gesehen, so dass es mit ausliegenden Karten dann doch passen könnte. (Im Direktvergleich "Age of Industry" ist auch kein detailverliebtes Gesamtkunstwerk, besticht aber durch seine klaren Formen, die nicht mit niedlichen Details ablenken.)


    Kann man irgendwo Bilder von dem fertigen Spielmaterial einsehen? Also was sich seit Herne verändert hat - auch im Druck?


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Mach ich sehr gerne! Aber nicht sofort, weil ich bekomme meine Musterexemplare erst (schätze nächste Woche). Die zwei, die ich hatte, sind schon hergeschenkt bzw. verpackt und schon versprochen.


    Ich glaube aber, dass da bald ein paar Fotos von anderen reingestellt werden, wenn ich mir die Spielberichte so anschaue:
    http://www.bednarpark.net/forum/index.php?topic=107.45
    Und
    http://www.spielbrett-berlin.de/2010/08/19/spielabend-1708/


    Freut mich übrigens, dass es gut anzukommen scheint.


    LG,
    Alex

  • Ich schau grad, dass ich sie auf eine normasterblich Größe reduzieren kann - ich hab da mit dem PDF Export aus InDesign in letzter Zeit Probleme - ich vermute, dass sich da irgendein Grafikeffekt negativ auswirkt ...


    LG,
    Klemens

  • Bin jetzt endlich dazugekommen - zwischenzeitlich (weil Hanno auf Urlaub) liegt's bei mir am Serve d.h. vermutlich wird das Firle, wenn ich irgendwann wieder Platz brauche rausfliegen - aber nicht so bald. Hat zirka 3MB:


    http://www.atelier198.com/ZAVANDOR/regeln_MvZ_klein.pdf.zip


    LG und viel Spaß (und sorry weil's länger gedauert hat)
    Klemens


    PS: Die am Ende der Regeln angebene Kartenauflistung folgt auch hoffentlich bald.

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  • Danke! :)


    Übrigens eine tolle Idee, den "Weg" einmal grafisch schön abzudrucken, und einmal abstrakt, für diejenigen, die den Überblick sonst verlieren!


    Und die zwei Spielvarianten, eben einmal als "Familienspiel", einmal mit den einzigartigen Clans, ist auch cool!


    Ansonsten schöne, durchdachte Mechaniken, die einfach Spaß machen - nur die Aufrüst-Pöppel reichen hinten und vorne nicht ^^

  • Freut mich, Tom, dass dir das Spiel gefällt :-)
    Und es wird von mal zu mal besser wenn man die Karten kennt oder die verschiedenen Familienclans durchprobiert. Bei jedem Familienclan gibt es übrigens 2 große Stopppunkte. Der eine ist klar, Vollausbau. Den anderen wird man dann wählen, wenn die Zwergenclans recht billig zu haben sind, d.h. die Mitspieler auf Vollausbau gehen.

  • Den Satz verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht. Meiner Meinung nach lohnt sich immer der Vollausbau, denn die letzte Stufe, also 2 Loren und ein Aufwertungsstein, ist mächtig, finde ich.
    Und dann sind es auch nur 3 Entwicklungen bis zu den 11 Siegpunkten...


    Wir hatten gestern echte Probleme, weil uns die Erweiterungs-Pöppel ausgingen - naja, wir haben dann den Clan von oben wieder abgebaut, dann ging es. Wahrscheinlich ordere ich mir aber noch ein paar Zusatzpöppel nach...

  • Ich will jetzt keine Strategiediskussion vom Zaun brechen, aber: :-)
    Ja, die letzte Stufe ist sehr mächtig, aber eben auch sehr teuer zum Erreichen. Sind die Preise billig, werde ich erfolgreicher sein meine Produktion dadurch zu steigern, dass ich Karten am "Markt" einkaufe. Außerdem gibt es am Königsweg eine wichtige Abzweigung: Der eine Weg ist eher günstig im Ausbau, der andere teuer. Somit ist der Vollausbau des Familienclans mMn keine zwingende Strategie, was mir beim Design sehr wichtig war (mehrere Wege zum Ziel, auf Mitspieler reagieren zu müssen).

  • Warum nicht? :)


    Nein, ernsthaft: wir sind bei beiden Spielen den unteren Weg gegangen - mir ist auch, ehrlich gesagt, nur der Unterschied Diamant zu Smaragd aufgefallen, aber nicht die Kosten... Interessantes Detail, dass ich nächstes Mal sicherlich berücksichtigen werde!

  • Zitat

    Original von Klemens
    Ich komm in nächster Zeit nicht wirklich zum Fotografieren... aber wenn Alex P. das liest, vielleicht ist er so nett und stellt abissiwas auf BGG.


    LG,
    Klemens


    Ich war so frei, und habe einen Spielaufbau mal abgelichtet, damit die Interessierten mal die aktuellen Grafiken sehen. Ich hoffe, das ist OK?


    -> http://www.boardgamegeek.com/i…10/die-minen-von-zavandor
    -> http://www.boardgamegeek.com/i…05/die-minen-von-zavandor

  • Gerne! :-)


    Wir haben gestern mal zu zweit Die Minen von Zavandor gespielt. Ich war mir Anfangs nicht sicher, ob das Spiel sich denn genauso gut entfalten kann, wie mit vier Spielern, aber nach ein paar Runden war ich erfreut: Das Spiel funktioniert auch zu Zweit toll!


    Ja, der Aspekt des Handelns mit dem Mitspieler fällt bis auf wenige Ausnahmen weg (denn im Zweifel handelt man ja, um mehr Siegpunkte zu machen; warum also sollte ich als Tauschpartner auf diesen Tausch eingehen? Doch nur, wenn ich mir sicher sein kann, dass ich davon mehr profitiere. Aber wenn mein Gegenüber schon mich fragt, statt mit der Bank zu handeln, dann würde sein Plan bei einem Bankhandel nicht aufgehen - also wieder ein Grund für mich, NICHT mit meinem Mitspieler zu handeln).
    Die Reduktion der "Minenschächte", also der Auswahl an Karten hat gut funktioniert - bestimmte, interessante Karten waren immer noch dabei, aber vor Allem nicht doppelt - also nicht 2x 7 Siegpunkte für 18+ Aufrüstungswürfel.


    Es ist zu zweit ein schönes Duell mit einem gewissen Pokerfaktor, wenn es darum geht, wohin der Mitspieler den König ziehen wird, und welche Karte er wohl haben möchte - und zu welchem Preis. Sehr wichtig wird das beobachten, was für Karten er zieht und tauscht. Da kann man schon effektiv bestimmte Gebote ausschliessen.


    Also, auch zu Zweit ein schönes Spiel - vielleicht spielen wir es heute abend dann zu dritt.


    PS: Wir spielen übrigens noch die "Familien-Spielpläne", also mit identischen Clans. Aber nach drei Spielen möchte ich wohl auch mal die anderen Cläne ausprobieren. Gerade der Clan mit kurzer Aufrüst-Schiene, dafür dann aber 2 Aufrüst-Steinen pro Einkommensphase reizt mich ungemein!


    PPS: Sehe ich es richtig, dass die Drachenkarte nur dann -3 Siegpunkte gibt, wenn man sie ausgebaut hat? Also ihre Fähigkeit genutzt hat?

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  • Zu zweit habe ich - wie du festgestellt hast - darauf geachtet, dass eine ähnliche Mischung an Karten gegeben ist, wie im 4er Spiel. Nur der Königsausbau mit Diamanten ist zu zweit schwieriger. Da muss man schauen, dass man von der 2.Lore ein paar Edelsteine bekommt um den einen oder anderen Diamant zu finden. Und sonst tauscht man halt 2:1 mit der Bank.


    Das Beobachten der relevanten Mitspieler um deren Gebote abzuschätzen ist auch im 3er oder 4er Spiel wichtig. Mit relevant meine ich, dass Spieler, die was ganz anderes produzieren, keine Konkurrenten für mich bei der Versteigerung sind.


    Beim Drachenhort hast du recht. Wie die anderen Karten gibt es die Siegpunkte nur, wenn die Karte fertig ausgebaut ist. Diese Karte kaufe ich auch sehr gerne.

  • Naja, auch zu zweit sind Diamanten nicht soo schwer zu bekommen - abgesehen von der Smaragd-Mine und dem Tauschen in der Bank, gibt es ja:
    a) Die Spruchrollen
    b) Die Joker-Schreine


    Ich finde es sehr, sehr gut, dass es bei diesem Spiel so viele verschiedene Möglichkeiten und Strategien gibt! Auch was Karten für Bonus-Siegpunkte angeht... Über Schreine, über Siegpunkte (die man schon hat), über Cläne, usw usw...


    Ach ja, was uns im Zweierspiel aufgefallen ist: Wir haben viel öfter mit 8 oder 9 Steinen die Smaragd bzw Saphir Auktion geholt. Das rechnet sich einfach ungemein, wenn man eh unbedingt die Auktion möchte - die 4 Bonus-Siegpunkte, die es da jedesmal gibt, sind wirklich eine gute Idee gewesen! Wenn schon viel Bieten, dann richtig Klotzen! Und das wird auch noch belohnt!! :)

  • Dass man zu zweit mehr spart und dann gezielt Versteigerungen mit 4 SP Bonus gewinnt als im 4er Spiel ist mir unerklärlich. Vielleicht liegt es daran, dass man zu viert öfters das Gefühl hat, dass eine extrem gute Karte aufliegt und man somit nicht zum Sparen kommt.


    Jedenfalls ist das Kassieren der Bonuspunkte bei jeder Spielerzahl sehr wichtig. Das hängt natürlich auch mit der Höhe der eigenen Produktion zusammen. Wer nur wenig produziert wird es schwer haben auf die Groden Mengen zu kommen. Der hat halt meist einen anderen Vorteil. Wer aber viel produziert, sollte auf alle Fälle versuchen an die Bonuspunkte zu kommen. Und dann am besten gleich der Schrein, wo man ab 18 gesammelte Punkte nochmals 7 dazubekommt.

  • Was mir bei dem Spiel oder besser gesagt bei dem Material aufgefallen ist:


    Die Spielpläne sind bei meinem Exemplar schlecht ausgestanzt worden. Während die Vorderseite ok ist, sind die Kanten der Rückseite rundherum ausgefranst. Vergleichbar mit der Erstauflage von Agricola, wenn die x-fach bespielt wurde. Zudem scheint es auch so, dass bei den Karten das Schnittmesser nicht mehr scharf genug war. Auch da sind die Schnittkanten nicht komplett sauber. Ein Montagsexemplar oder normaler Minen-Standard?


    Cu / Ralf


    PS: Das Spiel selbst macht Spass, im Sinne von Kombination-Optimierungs-Knobel-Spass, wobei wir uns bemüht haben, bei der ersten Partie einfach so drauflos zu spielen und nicht alles in der offenen Auslage durchrechnen zu wollen. Haben trotzdem 120 Minuten gespielt, weil man ja auch erstmal die Karten gemeinsam anschauen und verstehen muss und wir insgesamt recht viel gehandelt haben. Denkpausen gab es hingegen kaum. Mit Dauergrüblern und Extremoptimierern könnte das Spiel aber eine Qual werden!

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Zur Qualität: Bei mir ist es ähnlich mit den Spielplänen, aber lange nicht so extrem. Es fällt halt auf, dass sie nicht eine Kantenversiegelung haben, wie andere Spiele. Aber richtig ausgefranst, dass es hässlich aussieht, ist es bei meinem Exemplar nicht.


    Die Karten sind 1a bei mir; Die Loren/Edelsteinkarten sind allerdings schon gut abgegriffen nach 3 Spielen, da die wirklich durch viele Hände gehen bei einem Spiel.


    Zum Spiel: Vor Allem hilft Dauergrübeln und -optimieren nur begrenzt, da ja die Auktion immer ungewiss ist...

  • Super, Ralf, dass dir das Spiel gefällt und Spaß macht! Bei deiner großen Kollektion keine Selbstverständlichkeit.


    Bei mir sind die Karten alle tiptop. Stimmt, die Tableaus haben keinen Abschluss, wäre mir aber nicht aufgefallen, wenn du das nicht erwähnt hättest. Du hast aber sicher mehr Vergleichsmöglichkeiten.


    Das Spiel selbst wird immer kürzer und besser, je öfter man es spielt, weil man die Karten dann kennt. Ich spiele selbst in einer Grüblerrunde (Dominion über 1 h) und MvZ dauert dort 90 Minuten, in einer normalen Runde 60 Minuten. Da das Herzstück, die Handels-/Planungsphase simultan abläuft, sind ständig alle Spieler beschäftigt, die Wartezeiten sollten sich im Rahmen halten. Wenn ein Spieler zu lange handeln möchte, sollten die anderen einfach sagen, dass sie ab sofort nicht mehr handeln.


    Lg,
    Alex

  • Zitat

    Original von AlexPWenn ein Spieler zu lange handeln möchte, sollten die anderen einfach sagen, dass sie ab sofort nicht mehr handeln.


    Exakt!
    Wir sind alle Siedler-Veteranen, und daher läuft das bei uns genau so ab. Meist winken eh gleich zwei Spieler ab, die mit ihren Edelsteinen so zufrieden sind und nicht mehr handeln wollen; und zu Zweit fällt Handeln meistens eh flach - was das Spiel zu zweit noch mehr beschleunigt!


    Je öfter wir Minen von Zavandor spielen, um so mehr Spaß macht es uns. Neben Speicherstadt ist das bei uns momentan der Favorit - auch Aufgrund der Schnelligkeit des Spiels...

  • Jetzt bin ich beruhigt, weil genau die Punkte auftauchen, die ich an dem Prototypen von Alex damals so gut fand. :-) spielt sich flott, aber eben nicht banal und man kann einiges parallelisieren.


    Klemens,
    der von seiner Frau in einer Zweierurnde mit 65(!!!) zu 53 abgezockt wurde.

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  • Ich konnte das Spiel auch am Wochenende testen und fand es zumindest bei der zweiten Partie sehr kurzweilig (eine dreier Runde).


    Das die erste Partie so zäh verlief lag auch nur an einem dicken Regelfehler den wir begangen haben, da wir vergessen haben nicht ersteigerte Karten nach jeder Runde zu entfernen...außerdem war uns allen die Möglichkeit zu handeln, was ja auch wohl ein zentrales Element des Spiels darstellt, mehr oder weniger entfallen...außerdem hatte Ravn uns nach der ersten Partie den guten Rat gegeben möglichst früh an ein, zwei Clans zu kommen, um ein geregeltes Diamanteneinkommen zu erwirtschaften. Wenn man dies beherzigt kann man frühzeitig anfangen Siegpunkte zu scheffeln. Die unterschiedlichen Möglichkeiten und Strategien auszuprobieren, dürfte auch einen langfristigeren Spielspass garantieren.

  • Zitat

    Original von ferox
    Ich konnte das Spiel auch am Wochenende testen und fand es zumindest bei der zweiten Partie sehr kurzweilig (eine dreier Runde).


    Das die erste Partie so zäh verlief lag auch nur an einem dicken Regelfehler den wir begangen haben, da wir vergessen haben nicht ersteigerte Karten nach jeder Runde zu entfernen...außerdem war uns allen die Möglichkeit zu handeln, was ja auch wohl ein zentrales Element des Spiels darstellt, mehr oder weniger entfallen...außerdem hatte Ravn uns nach der ersten Partie den guten Rat gegeben möglichst früh an ein, zwei Clans zu kommen, um ein geregeltes Diamanteneinkommen zu erwirtschaften. Wenn man dies beherzigt kann man frühzeitig anfangen Siegpunkte zu scheffeln. Die unterschiedlichen Möglichkeiten und Strategien auszuprobieren, dürfte auch einen langfristigeren Spielspass garantieren.


    Das Handeln bzw. nicht mit Mitspieler zu tauschen, ändert nicht so viel. Manche Gruppen machen es sehr gerne, quasi Siedlerveteranen, in anderen Spielerunden wird kaum gehandelt. Beides geht gut. Wer übrigens den Handel zwischen Spieler forcieren möchte, sollte mal ein 3:1 Tauschverhältnis mit der Bank ausprobieren. Da ist dann wesentlich mehr Spielraum für einen Tausch drin, weil jetzt auch 2:1 ein Geschäft ist.


    LG,
    Alex

  • Mir gefällt gerade das Tauschsystem 2:1 mit der Bank sehr gut! Dadurch kommt es eben nicht zu so langen Handels-Odysseen, wie es bei Siedler der Fall ist. Vor Allem das Kreuz- und Quer-Handeln gefällt mir. Da bricht für ein paar Sekunden Chaos am Tisch aus, dann beruhigt sich Alles wieder, und los geht das Bieten... :)


    Ich finde ja die Zusammensetzungen der Minen-Stollen, sprich Edelsteinkarten-Stapel, sehr spannend - da kann man doch zukünftig sehr schön als "Erweiterung" Spezialkarten einfügen - wobei das eigentlich nicht mehr geht, denn schon nach einer Handvoll Spiele sind die Karten bei uns recht abgegriffen, so dass man eine "Neue" sofort erkennen würde ^^

  • 5 oder 6 mal haben wir es nun gespielt; glaube ich - ich müsste bei BGG nachsehen, um sicher zu sein. :)


    Ich sage ja nicht, dass die Karten speckig und grau sind - nur dass zB der erste Stapel ja häufig durchgezogen wird in einem Spiel; das erschwert meiner Meinung nach eben das Erweitern dieser Stapel. Die "Stollen"-Karten, also die Anschaffungen, die man sich in seine Mine kauft, werden ja zB bei Weitem nicht so sehr abgegriffen, wie die Edelsteinkarten...


    Zum Playtest: Wann wurde denn das Handkartenlimit überprüft? Am Ende der Runde?

  • Das Handkartenlimit gab es am Ende der Planungsphase, wobei aber das Gebot nicht dazuzählte und man die Karten für den Ausbau auf die Seite legte. Wie üblich bei der Spieleentwicklung kommt die Vereinfachung des Ablaufs erst eher am Ende, bringt aber für das Spiel extrem viel wenn die Kernmechanismen gut sind.


    Eine große Erweiterung wird es nur bei guten Verkaufszahlen geben und da habe ich eher zusätzliche Erweiterungskarten im Sinn.


    Übrigens, wer sich selbst ein Spielertavleau bastelt, kann die Minen auch zu fünft spielen!

  • Bei mir keinen Grund zur Beanstandung. Beste Qualität im Agricola-Hofplan-Stil...


    Übrigens finde ich das Cover unfassbar gut gelungen! Simpel, schöne Farben, cooler Effekt (-> Laterne leuchtet Spieletitel in Wand aus... Wenns eine Mondlichtlaterne wäre, könnte man fast sagen, das wäre Mithril!!! ;-) )

  • Jetzt am Wochenende eine Partie zu dritt und das Spiel hat mir nicht so gut gefallen.


    Insbesondere nicht gut fand ich, dass beim Spiel mit weniger als 4 Spielern eine Versteigerungsart rausfliegt und die Karten dieser Farbe ja dann dementsprechend "Nieten" sind, die man nur 2:1 mit der Bank tauschen kann - sofern man sie nicht für Aufwertungen gebrauchen kann (bei 3 sind das Rubine und es kam bei uns genau in einer Runde vor)


    Ich hätte mir mehr Zusammenhang und Aufbauelement zwischen den Karten gewünscht, so ist es mir eigentlich zu seicht - ohne wirklich Familienspieltauglich zu sein, also vielleicht für ambitionierte Familien?
    Gibt es da einen Markt?


    Zur Materialqualität würde ich sagen, dass die Stanzpläne bei meinem Mitspieler schon deutlich an den Seiten ausfransten, was mir zumindest bei meinem Agricola/Le Havre noch nicht aufgefallen wäre. Die Karten sind recht dünn, aber akzeptabel - die Vorwerke fand ich insgesamt deutlich wertiger.


    Nun gut, für mich ist das eh nicht so wichtig - dass das Spiel nicht recht in mein Beuteschema passt ist mir das eh egal ;)
    Soweit meine Meinung zum Spiel.

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  • Dass mit den Rubinen habt ihr nicht ganz richtig gespielt. Zu dritt wie auch zu zweit finden trotzdem alle Versteigerungen statt, nur gibt es eben keine Karte zu gewinnen, wohl aber die Siegpunkte. Wenn ich also mal einen Rubin ziehe, tausche ich den über die Versteigerung in 1 SP um. Dieses 1:1 Verhältnis ist ein sehr gutes, also keine Niete. Ich kann gut verstehen, dass das bei euch etwas frustig wurde wenn man das anders spielt. Denn grundsätzlich gibt es nicht so viel Glück bei MvZ und vielleicht sieht der eine oder andere Vielspieler da die Herausforderung es meistern zu wollen.


    Synergien zwischen den Karten sehe ich einige, z.B. Gebot wird um 2 Saphire /Smaragde erhöht macht Sinn für jemanden, der viele Saphire produziert und somit oft gewinnt. Ähnlich die 3 Siegpunkte je gewonnener Saphir/Smaragd/Diamantversteigerung oder die Spruchrolle mit 2 Gratisausbausteinen ist sehr wertvoll für den Lavaclan mit den vielen Ausbaustufen oder der Schrein wo ich Smaragde als Joker verwenden darf... usw. Für Vielspieler gewinnt das Spiel auch, wenn es mit individuellen Tableaus gespielt wird. So muss jeder eine für sein Tableau passende Strategie finden.
    Tyrfing, vielleicht ergibt sich ja nochmals für dich die Gelegenheit das Spiel zu testen.

  • Zitat

    Original von AlexP
    Dass mit den Rubinen habt ihr nicht ganz richtig gespielt. Zu dritt wie auch zu zweit finden trotzdem alle Versteigerungen statt, nur gibt es eben keine Karte zu gewinnen, wohl aber die Siegpunkte.


    Oh, Gut dass Du dass nochmal schreibst! Das haben wir dann auch falsch gespielt! Ich habe es auch gerade nochmal in den Regeln nachgelesen; ich hatte es nach der ersten Regellektüre tatsächlich falsch in Erinnerung!


    Ich denke, 3 Spieler ist doch eher eine "unglückliche" Anzahl Spieler, weil in der Diamantmine auch noch ein guter Teil Rubine sind, während ja bei zwei Spielern vor Allem Smaragde und Saphire ins Spiel kommen; und die Diamanten aus der blauen und grünen Mine können auch noch gut verwendet werden, um Aufzurüsten. Rubine kommen da so gut wie garnicht ins Spiel.
    Bei vier Spielern ist eh Alles im Spiel.
    Klar kann man auch um die Siegpunkte bieten - aber eigentlich ist das Interessante doch das Kaufen der Erweiterungen...

  • Damit sich jeder ein Bild von der Materialqualität machen kann, wie die nach nur 4-5 normalen Spielen unter sorgsamen Spielern aussieht, anbei zwei Fotos. Meine Spielpläne waren von Anfang an schon so ausgefranst an den Rändern und manche Karten schienen, als ob die mit einem arg stumpfen Messer auseinandergeschnitten wurden.


    Nach den paar Partien sind bei mir besonders die Holzloren-Karten weiter abgenutzt (evtl. auch wegen des schon vorab schlechten Schnitts der Kanten), weil die dauernd gezogen, gehandelt, in die Faust genommen werden. Da hätte ich mir schon bessere Kartenqualität gewünscht, weil die Edelsteinkarten eben ein zentrales Spielelement sind - im Grund ist Minen von Zavandor ja ein "Kartenspiel mit Ablagepläne".


    Deshalb kann ich Ode mit seiner "beste Qualität"-Meinung auch nicht so ganz verstehen. Aber eventuell habe ich ja ein Montags-Exemplar der ersten Produktionsserie erwischt, bei dem die Stanzmaschinen noch nicht richtig eingestellt waren!? Für ein "Made in Germany"-Produkt hatte ich da mehr erwartet für knapp 25 Euro Kaufpreis.


    Trotzdem macht es mir Spass, auch wenn die Regelbesonderheiten für 2/3-Spieler an zwei Stellen in der Anleitung eher versteckt waren (Gedankengang: Was ist jetzt anders bei weniger als die maximale Spieleranzahl? Mal schauen. Ok, beim Aufbau fällt was weg. Und sonst? Zumindest ist nichts fett hervorgehoben. Oder muss ich jetzt die komplette Anleitung nochmal lesen?) und wir die 3er-Partie somit falsch gespielt hatten.


    Wäre praktischer gewesen, wenn es einen zentralen Infokasten geben würde, was bei 2/3-Spielern anders ist. Wobei ich die Regel in der Fliesstext-Struktur etwas geschwätzig finde. Beim ersten Lesen ok, zum Nachschlagen von Details eher unpraktisch, weil sich einfache Sachverhalte in viel Text drumherum verstecken.


    Cu / Ralf

  • Jedenfalls macht es schon einen großen Unterschied ob ich mich zu dritt über einen Rubin freue, weil er 1 SP ist oder gefrustet bin, weil ich nur einen halben Edelstein gezogen habe. Hier ist also ganz wichtig mit den richtigen Regeln zu spielen. Werde in meinem Blog solche häufigen Fehler anführen, vielleicht kann man später auch noch ein FAQ auf die Lookout Webseite zum Downloaden anbieten. Aber momentan sind 2 zu wenig. :-)

  • Hi,


    ich muss Ralf da ansatzweise Recht geben. Leichte Spuren dieser Ausfransungen sind auch bei meinem Spiel sichtbar, aber nicht so stark wie bei den obigen Bildern. Ganz und gar nicht. Daher hatte ich auch nix zu beanstanden - weil es nich auffällt. Zur Kartenqualität kann ich noch nix sagen nach 5 Partien. Neu sehen sie aber nicht mehr aus, aber das kann man auch wohl kaum erwarten.


    Die Kritik an der Variante mit weniger als 4 Spielern kann ich auch nicht nachvollziehen, aber Alex hat es ja schon aufgeklärt. Diese Karten eigenen sich ganz gut um nebenbei SP zu scheffeln: Sei es um bestimmte Karten aufzuwerten, die SP als Kosten haben oder um am Ende passende Schreine zu ersteigern und zu erfüllen.


    Die Kritik an der Regel kann ich auch in Ansätzen nachvollziehen. Zwar ist das Spiel gut und vor allem übersichtlich erklärt (damit meine ich, dass auf jeder Seite noch richtig schön viel Platz ist, das finde ich gut!), aber an ein paar Stellen hapert es doch noch. Siehe ravn's Anmerkungen.


    Im Großen und Ganzen hab ich keine Material- und Spielmängel festzustellen, die mir das Spiel vermiesen. Und ich hab es noch nichtmal zu dritt oder viert gespielt! 8-)


    Edith: Eins noch. Es gibt noch keine Kartenüebrsicht auf www.zavandor.de. In der Regel steht aber, dass es sie gibt... ODer geben soll?

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Ja, die Kartenübersicht ist eigentlich fertig ... und wartet darauf, raufgeladen zu werden. Zavandor.de ist allerdings nicht mein Bereich.


    Die ausgeFranzten Pläne sind natürlich nicht optimal, leider. Die Karten sind ganz genau die gleichen, wie in Agricola, wobei diese hier natürlich schon sehr oft gemischt werden. Aber ich glaube schon, dass man für den Preis viel Spiel und auch viel Material bekommt. Den Preis finde ich persönlich absolut in Ordnung.


    LG,
    Klemens

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