Auf der Suche nach der richtigen Auflagenhöhe...

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  • Eigentlich wollte ich eine Grundsatzfrage daraus machen - aber nachdem letztend die vielen Grundsatzfragen mit aktiver Forenbespaßung gleichgesetzt wurde nehme ich mal das Präfix [Sonstiges] ;)


    In einem anderen Thread wird ja gerade diskutiert, dass die Auflagen immer so schnell in Essen vergriffen sind. Natürlich kann man als Verlag auch so viele Spiele mitvringen, dass jeder etwas abbekommt - idealerweise bleibt dann genau kein einziges Spiel am Ende übrig. Andererseits ist es aber auch ein Risiko, das für einen Verlag eventuell sogar existenzbedrohend sein kann.


    Also wie (außer auf Basis von Erfahrung) findet man denn nun die richtige Auflagenhöhe. Wer das spielerisch gerne einmal ausprobieren möchte sollte mal Automobile spielen (oh sorry, ist ja gerade komplett vergriffen).


    Was sagen denn die Verlagsinternen zu der Frage und was denken die anderen. Wie würdet Ihr denn versuchen, jeden glücklich zu machen - oder gilt hier Sunzi: "Kämpfe keine Schlacht, die du bereits vorher verloren hast"?.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Hiho,


    Das hängt von so vielen Faktoren ab. Wie hoch ist das zur Verfügung stehende Kapital, wie hoch ist der erwartete Absatz, wie hoch ist das Risiko, etc, etc.


    Also mein erstes Spiel wird in der max. Von mir finanzierbaren Auflage erscheinen (fragt sich nur in welchem Leben). Wenn das 100 Exemplare sind, dann sind es halt 100. Sind es mehr - auch schön. Sind es weniger - auch gut.


    Atti

  • Hallo,


    Ich denke viele Verlage versuchen das über die Preorders einzuplanen. Die Spieler die das Spiel unbedingt haben müssen/wollen. Bestellen es dann vermute Ich mal eh vor. Diejenigen, die es nicht vorbestellen gehen somit das Risiko ein keines abzubekommen. Das bedeutet dann wiederum, dass es ihnen nicht soooooo wichtig ist, das Spiel zu kaufen.


    Wenn man bedenkt, was Whitegobling gerade macht mit den ganzen Goodies und Boni die es zu vorbestellungen gibt. Versucht der Verlag vermutlich alle Interessenten mit den Preorders abzuhacken, um somit nurnoch eine Geringe Stückzahl "Überschuss" and Spielen dabei haben zu müssen. Denn die Preorders werden ja so oder so verkauft. Wenn dann nurnoch 100 Spiele übrig sind und davon womöglich nochmals ein großteil verkauft wird an zufallskäufer und Interessenten bleibt nicht mehr so viel übrig.


    Ist natürlich nur Spekulation. Aber zumindest könnte man so den "Schaden" geringer halten. Als wenn man mal auf Ich sag mal gut Glück 2000 Exemplare mitnimmt und hofft dass davon dann 1980 stück verkauft werden.


    Gruß


    Suryoyo

  • Klar, GMT macht das mit dem P500 auch. Da wird erst produziert, wenn eine Vorbestellmenge X erreicht ist - und das kann dauern...


    Es gibt aber bestimmt auch eine Grenze nach unten. Ich bezweifel, dass Attila mit seinen 100 Exemplaren so gut fährt. Z.B. sind die Druckkosten pro Stück für 100 Exemplare erheblich höher als für 2.000. Ich habe so das Gefühl, dass wirtschaftlich gesehen eine Auflage von mindestens 1.000 Stück Sinn macht. Oder sehe ich das falsch? Klar macht eine Auflage von 1.000 Spielen keinen Sinn, wenn ich nur 1 Spiel davon verkaufe. Aber ich glaube, dass dann die Entscheidung eh gegen eine Veröffentlichung fällt.

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ich bezweifel, dass Attila mit seinen 100 Exemplaren so gut fährt. Z.B. sind die Druckkosten pro Stück für 100 Exemplare erheblich höher als für 2.000. Ich habe so das Gefühl, dass wirtschaftlich gesehen eine Auflage von mindestens 1.000 Stück Sinn macht.


    Kommt drauf an, wie du produzierst. Ich denke, Atti würde da (teilweise) dann selber Hand anlegen. Denn sonst wäre der Preis eher astronomisch...


    Ich weiß z.B., dass beim neuen Spiel von BeWitched selber Hand angelegt wird. Da muss man dann halt mal ein wenig basteln und so... :-)

  • Hiho,


    Natürlich muss man bei einer so kleinen Auflage selber Hand anlegen. Aber bei der aktuelle Spielelage in Dt.Land sehe ich keine Alternativen. Entweder machst du als Autor ein Spiel was möglichst vielen Leuten gefällt, keine Ecken hat und somit bei einem grossen Verlag unterkommt, oder du machst ein gutes Spiel. Beides geht imo nicht so wirklich. Zumindest nicht in einem Deutschen Verlag.
    Und von gleichförmigen stumpfsinnigen Humbug werden wir Jahr für Jahr zugeschüttet.


    Eigentlich alle Innovationen kommen von Ausserhalb. Bewitched ist da eine erfrischende Abwechslung. Auch wenn mir die Spiele von Bewitched in der Regel nicht so zusagen, finde ich sie bemerkenswert und meist auch innovativ.


    Atti