Was spielt ihr in der Familie

  • Am Wochenende haben wir gefühlte 1000 mal Rasende Roboter gespielt. Zu zweit, zu dritt und zu viert. Kommt in der Familie bestens an, da schnell erklärt und dann alles andere als einfach zu spielen. Geht eingentlich mit jeder Spielerzahl, zu dritt oder viert macht es aber noch mehr Spaß. Interessant ist, dass bei diesem Spiel die Tagesform eine große Rolle spielt. So gab es Freitag, Samstag und Sonntag jeweils einen anderen Unbezwingbaren.


    In der Familie fällt es mir immer schwer, neue Spiele auf den Tisch zu bringen. Meist heißt es: "Spielen ist o.k., aber bitte ein Spiel, das wir schon kennen. Die spielen wir dann so lange, bis einer das Spiel satt hat, und dann schläft das Spielen insgesamt wieder etwas ein. Mein 9jähriger Sohn ist für das Spielen noch leicht zu begeistern und schlägt auch selbst häufig ein Spiel vor. Meine 12jährige Tochter hat momentan seltener Lust auf Gesellschaftsspiele - in dem Alter hat man halt anderes im Sinne. Meine Frau spielt gerne mit, wenn ich die Kinder an den Tisch gelockt habe.


    Daher meine Frage, wie das in anderen Spielerfamilien abläuft. Wie oft spielt ihr, wie viele neue Spiele kommen auf den Tisch und vor allem: was spielt ihr?


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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  • Jetzt muss man natürlich noch definieren, welcher Teil der Familie. :-)


    Meine Freundin spielt eigentlich alle anspruchsvollen und neuen Spiele sehr gerne und begeistert mit. Sprich: Da muss ich keine Unterscheidungen machen.
    Einzig vielleicht Cosims sind nicht so ihre Welt, aber ansonsten freut sie sich auch über jedes neue Spiel.


    Wenn ich meine Eltern besuche, dann wird's schwierig. Mein Vater spielt eigentlich nicht so gerne - schon garnicht Spiele, in denen man offen gegeneinander vorgeht. Siedler von Catan oder Carcassonne haben wir früher (also wirklich früher) gespielt, und das war auch "ganz ok". Allerdings wurde mir beim ersten Präsentieren von Die Siedler von Catan auch vorgeworfen, ich hätte die Geläne unfair/schlecht ausgelegt, bis ich erklären konnte, dass das reiner Zufall ist. Nunja.
    MiniRummy/RummyCup wurde auch viel gespielt - aber das ist ja im Grunde ein Solitär-Spiel...


    Später wurde mir begeistert Triominos gezeigt (schreibt man das so?). Ein furchtbar ödes Zufalls-Puzzle, was meine Eltern, vor Allem mein Vater, ganz toll fanden. Ja. Hm. Da können wir auch reihum einen Würfel würfeln und wer am höchsten Würfelt gewinnt.


    Durch Zufall habe ich dann mal Einfach Genial kennen gelernt und das als die ideale Mischung zwischen einem Solitär-Legespiel (MiniRummy/Triominos) und einem "normalen" Spiel entdeckt, meinen Eltern geschenkt. In der Tat, das Spiel kam gut an (bis ich am Ende jemanden eine Reihe verbaut habe - *seufz* - zum Gewinnen darf man bei meinen Eltern einfach nicht Spielen...).

  • Hin und wieder mein Bruder und seine Freundin, aber eher dann zum Doppelkopf spielen. Letzteres spielen wir auch mal mit Schwager und Schwägerin, aber das ist wieder eingeschlafen... Ganz selten meine Ma, die dann aber auf so Spiele wie Einfach Genial oder Genial Spezial oder Einfach Genial das Mitbringspiel steht... ;-)


    Ansonsten Fehlanzeige!!!


    Einmal hab ich meine Familie Weihnachten zum Spielen genötigt. Zooloretto (totaler Reinfall) und danach Das Geheimnis der Abtei (super angekommen!!!)...

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Ist wirklich ein heikles Thema...


    "Och , nee! Nicht schon wieder was Neues/Kompliziertes/Zeitintensives!" - das sind die Sprüche, die ich immer wieder zu hören kriege, wenn ich mal vorsichtig anfrage, ob wir denn mal wieder was "neues" ausprobieren wollen.


    Meistens sind es Spiele, die meine beiden Damen (Frau & Tochter) gerne spielen - immerhin haben wir ein recht großes Spektrum (von Alhambra bis Zockato). Die großen abendfüllenden Spiele (eben leider auch Agricola, Caylus und Konsorten) kommen leider nur sehr selten zur Diskussion.


    Inzwischen bin ich - wenn genug Zeit - dazu übergegangen, eine neues Spiel "mit allen Sinnen" aufzubauen. Begonnen hat diese Taktik just mit Odes "Geheimnis der Abtei" - abends bei Kerzenschein und Soundtrack von "Name der Rose" im Hintergrund. Dazu noch einen kleinen Holzschrein für den Verdächtigen, ein Glas schwerer Rotwein und... das Spiel ist ein Highlight für uns geworden!
    Ähnlich neulich mit "Tobago" - Meeresrauschen-/Jungle-Mediitationsmusik, Cocktails und etwas Palmendeko auf dem Tisch - bei Havanna war's natürlich der "Buena Vista SC" - da können sowohl die bessere Hälfte als auch andere "Neu-Spiele-Muffel" nicht mehr ablehnen.... ;)


    Bin deshalb inzwischen fast mehr auf der Suche nach passenden Soundtracks als nach neuen Spielen - aber: Es lohnt sich! Das Spielerlebnis geht dann einfach "tiefer"!


    Grüße,
    Tom

  • Wir (d.h. meine Frau, meine Sohn und ich) spielen inzwischen so gut wie alles. Geht los bei Kniffel und Heckmeck, geht weiter über die aktuellen Familienspiele und geht bis zu Funkenschlag, Caylus und Puerto Rico. Lediglich CoSims kommen überhaupt nicht auf den Tisch, worin wir uns allerdings alle drei einig sind.


    Bei meiner Schwester und meiner Schwägerin wird oft gespielt, auch mit Nichten und Neffen, dort allerdings eher die seichteren Spiele, obwohl ich sie auch schon zu Siedler und Alhambra überreden konnte.


    Bei meiner Mutter wird gar nicht mehr gespielt, was aber eher daran liegt, dass wir immer zu so vielen dort sind, dass Spielen nicht mehr sinnvoll möglich ist.


    Ciao
    Stefan

  • Hallo,


    mit meiner Frau und meiner Tochter (11 J.) wird häufiger Agricola, Stone Age, Yspahan, Flinke Feger, Dominion, Filou, Climb oder Packeis am Pol gespielt. Bei Agricola hat meine Tochter mittlerweile den "Verwurstungskomplex" abgelegt... Endlich!


    Ist mein Sohn (7 J.) dabei, will er immer Carabande oder Finstere Flure und neuerdings sogar Dice Town (geht gut!) spielen. Galaxy Trucker findet er auch super, besonders das Bauen der Raumschiffe. Wir haben auch schon Ghost Stories "gespielt", aber alle schwarzen Geister aus dem Spiel genommen.


    Wichtig: Werden neue Spiele von mir ins "Spiel" gebracht, muß ich als Erklärbär super vorbereitet sein. Neue Spiele stoßen bei uns grundsätzlich auf zunächst große Skepsis

  • Zitat

    Original von ecki
    Neue Spiele stoßen bei uns grundsätzlich auf zunächst große Skepsis


    das kommt mir sehr bekannt vor ;(

  • Zitat

    Original von Tom13
    "Och , nee! Nicht schon wieder was Neues/Kompliziertes/Zeitintensives!" - das sind die Sprüche, die ich immer wieder zu hören kriege, wenn ich mal vorsichtig anfrage, ob wir denn mal wieder was "neues" ausprobieren wollen.


    das kommt mir ja so bekannt vor ;(


    Zitat

    Original von Tom13
    Inzwischen bin ich - wenn genug Zeit - dazu übergegangen, eine neues Spiel "mit allen Sinnen" aufzubauen


    gute Idee :klatsch:

  • Oh Nein - damit habe ich zum Glück nicht zu Kämpfen. Es werden zwar hin und wieder die Augen verdreht, wenn ich ein neues Spielgekauft habe (WIEVIELE stehen noch ungespielt im Schrank??), aber dann wird es genauso neugierig beäugt - und die Regeln gelesen.


    Also - Überredungskunst, um ein neues Spiel auf den Tisch zu bringen, ist hier nicht von Nöten...

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  • Zitat

    Original von [Tom]
    Mir ging gerade auf, dass sowohl Valdora als auch Glen More ideale Familienspiele sind! Keinerlei Ärger-Faktor, und schönes Spielmaterial! :-)


    Glen More ist viel zu grübellastig für Familienspiel. Die Familie müsste schon ziemlich Spielerfahren sein, so dass ich denen Glen More empfehlen könnte.

  • Was mit meinem Sohn (5 Jahre) ganz gut klappt und auch Mama und Papa Spaß macht (wenn seine kleinen Schwestern schlafen) sind Celtica, Tal der Abenteuer, Bakong, Tsuro, Emerald und Jäger und Sammler. Wobei er gerade bei Letzterem eigentlich nur durch die Gegend rennt und sammelt was das Zeug hält (und damit gar nicht so schlechte Ergebnisse einfährt). Alles Spiele, bei denen ich auch mit älteren Spielern im nicht so spiel-affinen Teil meiner Familie ganz gute Erfahrungen gemacht habe.


    LG,
    Klemens

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