De Vulgari Eloquentia - Ein paar Hinweise

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  • Ich hab mich ein wenig mit dem Spiel beschäftigt und möchte meine Weisheit teilen. Diese Antworten braucht jeder, der sich zum ersten Mal an das Spiel wagt:


    • Das Feld für ein Ereignis-Plättchen bei Cagliari ist ein Fehldruck (quasi die "15" von Vulagri - remember Comuni?)
    • Die Ereignisse sind einmalig im Spiel. Wer zuerst kommt, kriegt den Effekt (wenn er ihn nutzen darf - Spieler der religiösen Schiene dürfen kein Gold in den Städten nehmen) und werden dann sofort umgedreht. Dafür muss kein Marker auf das Ereignis, aber aud die Stadt
    • Man kann Ereignis und Stadt in einem nutzen
    • Für die Erfüllung der Orientleiste bekommt man zusätzliches Geld nur in Städten! Bei Ereignissen (die man ja noch erfüllen kann, wenn man die Stadt schon genutzt hat) bekommt man kein zusätzliches Einkommen.
    • Jeder beginnt mit einem Wissen von 1


    Eine Frage, die noch nicht geklärt hab ist, welchen Wert die Würfel denn nun in der Abstimmung zum Schluß haben, denn in Regel und auf dem Scihtschirm stehen unterschiedliche Angaben... Ich schätze, die Regel ist korrekt...


    Vielleicht liest Hanno ja mit?


    Ansonsten stehen die Sachen hier:


    Antworten auf Fragen vom ital. Verlagschef

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  • Zitat

    Original von ode
    I
    [*]Für die Erfüllung der Orientleiste bekommt man zusätzliches Geld nur in Städten! Bei Ereignissen (die man ja noch erfüllen kann, wenn man die Stadt schon genutzt hat) bekommt man kein zusätzliches Einkommen.


    Hier wäre es noch wichtig zu wissen ob ein Kaufmann immer die 10 Einkommen bekommt wenn er eine Stadt besucht oder ob dies nur in noch nicht besuchten Städten zum tragen kommt.
    UND
    Ob die 10 Einkommen sobald man religös wird auch flöten gehen.


    MfG
    fleXfuX

    Wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat, neigt zu geistigem Durchfall.

  • Da du jedes Stadteinkommen nur einmal im Spiel bekommen kannst (was durch Ablage einer Scheibe angezeigt wird) kannst du den Bonus auch nur in dem Moment bekommen, wenn du das Einkommen der Stadt nutzt. Also einmalig. Der Bonus ist also gut, je früher man ihn als Kaufmann einsetzen kann. Abhängig ist das dann noch von den Ereignissen in Venedig und Palermo, wo es ohnehin superviel Geld zu holen gibt. Kommen die früh ins Spiel, dann lohnt sich der Orient vielleicht doch nicht so sehr...


    Natürlich geht der Bonus den geistlichen Würdenträgern abhanden, da sie nur durch die edle Spende der Kaufmänner (hier sei gesagt, dass nach jeder Spende wieder entschieden wird, wer der reichste ist) und die Aktion "Kleine Geschäfte" Geld bekommen können.


    Die Frage bezüglich der Wertigkeit der roten und schwarzen Würfel ist von Michele Quondam geklärt worden: Die Regel ist richtig und die Übersicht auf dem Sichtschirm ein Fehldruck...


    Ich möchte übrigens jedem interessierten empfehlen ein Spiel zu wagen. Lasst euch von den Regel- und Materialfehlern nicht abschrecken. Das Spiel scheint gut zu sein, ich habe eine 2er-Partie solo gespielt um es kennen zu lernen. Die Regeln sind zwar unübersichtlich und die Zusammenhänge nicht leicht zu durchschauen, aber es steckt ein vielversprechendes Spiel dahinter. Recht trocken zwar, aber vielversprechend. Vom Stil her Magister Navis nicht unähnlich: Nehme Scheibe und platziere sie auf dem Spielplan! :-) Mit der kleinen Änderung in Vulgari, dass die Scheiben hier auf Leisten weiterwandern... *)

  • Vielen Dank ode für die Informationen.
    Eine Frage habe ich in diesem Zusammenhang noch bezüglich der päpstlichen Bibliothek:
    Die Bibliothek steht ja ab der 12. Runde offen. Wenn man einmal in diesem Segment einsetzt kann man in günstigsten Fall 6 Felder vorrücken (incl. Sonderfunktion Kardinal Muret). Man kann also 3 Plättchen anschauen...eine nehmen. Soweit alles klar.
    In Runde 13 könnte man ja nochmals z.B. 2 Aktionen dorthin reinsetzen. Nochmals 4 Plättchen anschauen, wenn man bei der 3 schon steht. Nehmen muss ich wiederum eine. Nur darf ich laut Regel nur 1 Plättchen besitzen.
    Heißt: einfach das von davor zwingend entsorgen müssen???


    Zu St. Peter:
    Ich habe ca 1,5 Stunden in Essen zugeschaut. So etwa die letzten 2/3 einer 5er Runde. Das Spiel sah sehr interessant aus, auch wenn die Wartezeit für die übrigen Spieler nicht zu unterschätzen ist. Trotz alledem fand ich es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Das Spiel (hatte ich vorher gar nicht auf dem Radar) habe ich mir dann mitgenommen. Aber ich mag auch Worker-Placement-Spiele.
    Wer diese mag, wird, soweit ich das nach dem Regelstudium noch abschätzen kann, nicht bereuen das Spiel zu spielen.


    Freaky

    Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie zu alt werden
    -
    Sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen.

  • Ah... Das mit der Bibliothek hatte ich auch noch nicht ganz verstanden... Gute Frage! Hab ich vergessen bei BGG zu stellen. Bin schon unterwegs...


    Die Regel lautet ja: Wer die Aktion macht darf Felder auf der Leiste vorgehen. Wer ein und danach "darf" er X-Plättchen ziehen und ansehen. Mehr steht da nicht. Dann ist noch angefügt, dass man nur eins der Plättchen haben darf. Schlußfolgerung:


    • ich darf die Aktion nur einmal im Spiel machen und muss sie dann bestmöglich nutzen (also entweder viele Aktionen einsetzen und das bestmögliche Plättchen nehmen - oder ich setze wenig Aktionen ein und bekomme zufällig was ich kriegen kann).
    • ich darf die Aktion immer wieder machen und die Auswahl für mich wird immer größer... Eins behalte ich dann halt immer und kann auch das wieder weglegen, dass ich vorher schon gezogen habe...


    Bin mal gespannt... Ich kannte bisher nur eine Regel von dem Verlag und zwar von Medie Valia. Und die war noch schlechter als die von Vulgari. Wer kennt die von Rio de la Plata und kann besseres berichten?

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  • Nicht ganz korrekt ode.
    Es heißt da:
    "Der Spieler nimmt diese Anzahl [der seiner Pos. entsprechenden] Kärtchen von ihrem Stapel, ohne sie den anderen Spielern zu zeigen, wählt eines davon aus und legt es hinter seinen Sichtschirm.....Jeder Spieler darf im Verlauf des Spiels nur ein päpstliche Bibliotheks-kärtchen haben."


    Schlussendlich muss diese Aktion öfters machbar sein (also in mehreren Runden), da die Leiste wesentlich länger ist und auch unter maximaler/optimalen Ausnutzung der Aktionsanzahl bei weitem nicht bis zur 4 (also dem Ende) reichen würde. Man bräuchte 8 Aktionen.


    Für mich kommt leider BGG nicht in Frage als Diskussionsplattform, da mein Englisch einfach zu grottig ist.


    Mal sehen ob da irgendwann einer ne ähnliche Frage hat.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Spielefreak ()

  • Hm... Stimmt, da die Leiste 8 Felder hat und man höchstens 6 Aktionen machen kann, muss sie öfters spielbar sein. Ich denke, man geht so lange auf der Leiste vor, bis man sich entscheidet ein Plättchen zu nehmen. Und dann macht man das einmal. Geht ja eh nur in den letzten 2-5 Runden...

  • Genau so ist es, die Leiste "Päpstliche Bibliothekskärtchen" darf einmal im Spiel ausgeführt werden.
    Das bedeutet für eine Aktionsphase: Du legst so viele violette Aktionsmarker auf das Symbol dieser Leiste, wie du mit einer deiner Spielscheiben auf der Leiste voranschreiten möchtest. Wenn dir die Leistenzahl der Kärtchen für deine Auswahl reicht, entscheide dich für die Ausführung. Ansonsten legst du in deiner nächsten Aktionsphase wiederum Aktionsmarker auf das Leistensymbol und rückst abermals mit deiner bereits platzierten Scheibe um den Wert der Aktionsmarker auf der Leiste vor, die du eingesetzt hast. Das kannst du bis zum Ende des Spiels so lange fortsetzen, bis dir die Anzahl der auszuwählenden Bibliothekskärtchen ausreichend erscheint, um ein möglichst hohes zu bekommen.

  • A.
    Eine Frage zur Auslegung der Ereignisse für die Stadt Palermo:


    Es sind zwei Platzhalter für die zwei Ereignisse auf dem Brett. Nur der untere Druck weist mit einem Pfeil in die Zone Palermo.
    Wenn ich nun das erste ausgelegte Ereignis nicht nutzen möchte oder nicht nutzen kann und es sind inzwischen weitere Runden gespielt, kommt das zweite Ereignis für Palermo hinzu.


    Schiebe ich nun das Untere ungenutzt nach oben? Das Neue wird platziert und darf sodann aktiviert werden? Oder kann ich mir eines von beiden Ereignissen aussuchen? Kann ich beide Plättchen aktivieren? Oder verfällt die Nutzungsmöglichkeit des nach oben gelegten Ereignisses?


    B.
    Eine Frage zum Kardinal Balesterie:


    Der Passus für den virtuellen roten Stein: ... kann für die Sonnengesang-Leiste genutzt werden ... kann gestrichen werden?

  • Hallo Spielergemeinde.


    Das Spiel "De Vulgari Eloquentia" liegt mir am Herzen. Es katapultierte sich in kürzester Zeit in die Liste meiner Lieblingsspiele.
    Um es zu gewinnen, führen viele Wege nach Rom. Gewinnen kann der Kaufmann, der sich bei der abschließenden Wahl zum Bankier erklärt, ein Kardinal als Kämmerer, einmal hat der Papst gewonnen, beim letzten Spiel hat ein Ordensbruder, der zum Mönch aufstieg, den Papst geschlagen. Das Spiel ist irre spannend. Auch die unterschiedlichen Leisten sind nicht zu vernachlässigen. In einer Rezi habe ich gelesen, die Botschafter-Leiste sei nicht von Interesse. Stimmt so nicht, denn wenn ich Manuskripte sammeln möchte, sind die Wissenspunkte für das Erlangen des Zugangs an die Universität Bologna sehr wichtig. Mit dieser Taktik und dem erzielten 8 Punkte-Manuskript "Lingua Vulgare" konnte der Mönch den Papst in seine Schranken weisen.


    Bei diesem hochinteressanten Brettspiel verursacht allerdings das Layout für den Brettplan Diskussionsstoff.


    Der Platzhalter für das Ereigniskärtchen der Stadt Cagliari soll ein Fehldruck sein. Ich weiß nicht, wer dieses Eingeständnis publiziert hat, ich teile dessen Meinung gar nicht!
    Die eigentlichen Fehldrücke sind der zweite, obere Platzhalter für das Ereigniskärtchen der Stadt Palermo (das Platzhalterfeld ohne Pfeil) und das Ereigniskärtchen 7 "50 Ducati, Palermo".


    Zu Missverständnissen führen hier die zwei Ereigniskarten "Palermo". Allgemein wird davon ausgegangen, das diese zwei Boni-Kärtchen für diese Stadt Gültigkeit besitzen - zwei Platzhalter für zwei Ereigniskarten Palermo.
    Ich sage, das Plättchen Nr. 7 "50 Ducati, Palermo" ist ein Fehldruck! Hier muss es heißen "50 Ducati, Cagliari"! Folglich erhält Cagliari ein Ereignis und wird mit dem dahinter liegenden Gebiet/Zone Sassari (Ereignis "8 Wissen") interessant für das Spiel.


    Warum ist das Ereignis Nr. 7 "50 Ducati, Palermo" ein Fehldruck und nicht das Plättchen Nr. 3 "5 Wissen, Palermo"?


    1. Die Stadt Palermo weist bereits einen Handel von 25 Ducati aus. Hier nochmals über den Bonus 50 Ducati zu erlangen, zumal Palermo angrenzend an ein Startspielergebiet liegt, erscheint mir zu hoch, zu unausgeglichen. Mailand weist einen Handel von 25 Ducati aus, allerdings folgt hier das Bonuskärtchen "4 Wissen". 25 Ducati sind verhältnismäßig viel Geld. Die Städte Venezia und Firenze loben 15 Ducati als Handelsgut aus. Hier kann man über die Ereigniskarten 30 Ducati bekommen. Hm, auch viel Geld, aber so soll es sein.
    2. Die Insel Sardinien ist in zwei Gebiete unterteilt. Sie kann nur über Cagliari betreten und wieder verlassen werden. Um diese entlegene "Enklave" für das Spiel unterhaltsam zu gestalten, muss für die Mitspieler ein Anreiz geschaffen werden. Es kostet sehr viele Aktionen (und auch u. U. Geld), um diese Insel zu bespielen. 50 Ducati und die "8 Wissen" für Sassari sollten ausreichend sein.


    Das Händeln mit den zwei Ereigniskarten für die Stadt Palermo bereitete mir Probleme. Warum soll Palermo zwei Ereignisse erhalten? Warum? Ich habe Lookout angeschrieben, keine Reaktion. Ich habe hier kreuz und quer gelesen und irgendwo hat ein User von einem Hanno geschrieben, "der hier sowieso mitliest". Bisher erfährt dieser Thread wenig Beachtung. Schade, denn das Spiel ist aller Ehren wert.


    Grüße,
    Michael

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  • Bei BBG sind zwei Bilderausschnitte vom Spiel DVE hinterlegt, auf denen zu sehen ist, ein Ereignis liegt vor Cagliari. Die Bilder stammen vom Nick Zoroastro, ein Spanier. Das Ereignis ist bespielt und leider umgedreht. Es lässt sich nicht erkennen, welches der beiden Ereignisse (50 Ducati oder 5 Wissen) für Cagliari Gültigkeit besitzt.


    Wer von Euch ist registriert, bzw. interessiert, und würde sich die Mühe machen, den User anzuschreiben?


    http://www.boardgamegeek.com/i…579/de-vulgari-eloquentia


    Im Übrigen: Die Spielregeln sind einfach, schwierig ist nur das Spiel.

    Einmal editiert, zuletzt von Thingol ()

  • Tom, ich wende mich hier an Spieler, die De Vulgari Eloquentia kennen und zu schätzen wissen. Nicht an Spieler, die es verkauft haben und kein Interesse besitzen, es zu spielen.


    Für mich ist es wichtig, große Spiele richtig zu spielen. Ob DVE ein großes Spiel ist, ist Geschmackssache.
    Die spanische Spielausgabe scheint entweder eine richtige zu sein, oder zumindest wurde dem spanischen User das richtige Spiel gezeigt. Wie man es gerne wenden mag.


    Ich bin nicht bei BBG registriert, vielleicht aber ein anderer User aus diesem Forum (s. o.).
    Es ist mir bekannt, das Spiel stammt aus 2010. In meinem Regal lagern unbespielte Spiele, die noch älteren Jahrgangs sind. Deswegen werde ich hier ganz bestimmt das Spiel besprechen dürfen, jedenfalls gehe ich von einem öffentlichen Forum aus.


    Hoffnung finde ich hier nicht, aber auf einen Versuch kommt es an. Ich würde mich gerne mit anderen Mitspielern über DVE austauschen.


    By the way...

  • Ich habe das Spiel aber nie besessen. Andererseits Dir auch nicht den Mund verboten, oder aber behauptet, Du dürftest über alte Spiele hier nicht schreiben.
    Keine Ahnung, wieso Du das in meinen Beitrag hineinliest...


    Wenn ich Dir antworte rutscht der Thread wenigstens wieder nach oben - ist doch auch was Schönes, und dürfte in Deinem Sinne sein? :-)

  • Zitat

    Original von Thingol
    Ich habe Lookout angeschrieben, keine Reaktion. Ich habe hier kreuz und quer gelesen und irgendwo hat ein User von einem Hanno geschrieben, "der hier sowieso mitliest". Bisher erfährt dieser Thread wenig Beachtung. Schade, denn das Spiel ist aller Ehren wert.


    Unter http://lookout-games.de/impressum/ steht auch die Telefonnummer von Lookout Games. Die sollten Dir zumindest einen kompetenten Ansprechpartner vermitteln oder Kontakt zum Autor herstellen können.


    Cu / Ralf


    PS: Habe das Spiel einmal gespielt und war eher von dem ganzen Drum-Herum erschlagen in seinen Möglichkeiten. Man muss dem Thema wohl was abgewinnen können, damit für einen nicht nur die (durchaus interessanten aber sperrigen) Mechanismen übrig bleiben.

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

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  • Ich habe allen bisherigen Rezensenten von den verschiedenen Spielseiten eine Nachricht zu kommen lassen. Ich habe Ihnen meine Argumentation wie oben dargestellt.


    Auf einen Vorschlag einem dieser Rezensenten hin, bin ich jetzt bei BBG gelistet und habe Herrn Papini eine Mail über das interne Mailsystem gesendet. (Hoffentlich reicht mein altes Oxford-Englisch für ein so großes Vorhaben.) Desweiteren wurde mir von diesem engagierten Brettspieler mitgeteilt, dass ich wohl nicht der Erste bin, der sich mit dieser Theorie auseinander setzt. Darum sind bei BBG auch diese zwei Bilder zu sehen, die das Ereigniskärtchen vor Cagliari liegend zeigen. In manchen Spielkreisen soll die Variante Einzug erhalten haben - wie bei mir.


    Vielleicht meldet sich Maestro Papini, ich hoffe es.