15.11. bis 21.11.2010

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  • So, dann fang ausnahmsweise ich mal an, denn heute gab es noch einmal...


    Florenza - Machen wir uns nix vor: Das Erklären dauert ewig, solang man nicht mit einer etwas erfahreneren Runde am Tisch sitzt. Da gibt es viele Einzelheiten zu beachten und teilweise wirds auch ein bisschen fummelig. Auch definitiv übel: Die Spielzeit. Wir haben inklusive Erklären mit drei Spielern, von denen zwei das Spiel nicht kannten, vom 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr gesessen und sind bloß bis Runde 6 gekommen. Danach wollte der Wirt leider den Laden schließen, weswegen wir abbrechen mussten. Die Übersicht ist nicht sonderlich gegeben, ständig muss man quer über den Tisch linsen, der - wie anderswo bereits erwähnt - auch definitiv groß genug sein muss. Auch ewiges Gegrübel kann ein ständiger Begleiter sein, neben der Konfusion am Anfang mal ganz zu schweigen. Wo muss ich jetzt wo was machen um was zu bekommen? Warum hab ich hier ein noch einmal ein eigenes Viertel, wie ist das noch mal mit dem Hauptmann, wann kann ich wo was einsetzen und wieso kommt die Aktion jetzt später? Das alles will überlegt sein und hemmt den Spielfluss doch zwischendurch ganz allgemein.


    Aber das ist mir vollkommen egal. Wenn man sich gerne mal den Kopf zerbricht und gerne Dinge plant, die dann nachher eventuell funktionieren oder ganz empfindlich in die Hose gehen können (Hallo, Vasco!), ist das Ding ein sprichwörtliches Brett. Sobald die Regeln sitzen (ich musste während des Spiels nicht noch ein weiteres Mal in das Regelheft, welches übrigens - ganz im Gegensatz zum derzeitigen Trend wie es scheint, sehr, sehr gut sind), kann man sich ganz auf das Spiel konzentrieren und zumindest ich entdecke da richtig viele tolle Dinge. Die Rollenverteilungen für Hauptmann und Bischof/Kardinal sind super gelöst und machen mit all den anderen Mechanismen einen schönen vielschichtigen Teppich an Entscheidungsmöglichkeiten. Ja, das Ding ist Worker Placement und ja, das haben wir schon tausendfach gehabt. Aber ähnlich wie Vasco und Calyus ergibt sich ein recht eigenständiges tightes Spielgefühl, was hier auch mit teils ordentlichen Strafen bei Misserfolgen oder Fehlplanungen erzeugt wird. Den Würfel finde ich übrigens nicht störend, ganz im Gegenteil: Die Verteilung von Extrasiegpunkten für Künstler ist offen ersichtlich und bringt eine kalkulierbare Unwägbarkeit ins Spiel, die man selber zu einem gewissen Grad steuern kann.


    Zuletzt muss ich einmal eine Lanze brechen für das Thema: Florenz haben wir mittlerweile in allen Geschmacksrichtungen gehabt, italienische Städte im Mittelalter sowieso und Künstler haben wir ebenfalls bereits in Heerscharen beauftragt und mit Rohstoffen versorgt. Was mir bei Florenza allerdings gefällt, ist die Mühe, die sich die Autoren mit der Historie in diesem Spiel gegeben haben. Die Künstler gab es alle wirklich und werden im Anhang des Regelhefts alle noch einmal vorgestellt. Ihre unterschiedliche Wirkungsdauer in Florenz ist über die "Leben in Florenz"-Kartenmatrix schön implementiert. Auch die Familien und Plätze sind entsprechend recherchiert. Die Gestaltung gefällt mir persönlich ebenfalls sehr gut, da sie sich toll von vergleichbaren Titeln abhebt und viel Liebe zum Detail zeigt.


    Trotz all der anfangs aufgeführten und definitiv vorhandenen "Schwächen" macht mir das Spiel einen Heidenspaß. Es ist sicherlich allein schon wegen der Länge nix für jeden, aber das braucht mich persönlich ja nicht zu kümmern. :-)

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  • Wir fanden Florenza auch sehr gut, da wir solche Spiele wie Caylus etc. extrem mögen, anderen am Tisch hat es nicht gefallen (überfrachtet, unübersichtlich, zu lang). Spielzeit mit Erklärung fast 3,5 Stunden.


    Für mich ein echtes (das?) Highlight von Essen! (Andere Spiele haben uns aber auch sehr gut gefallen: Navegador, Magnum Sal, Sun, Sea & Sand, 7 wonders, Troyes und Antics, bisher nur Grand Cru nicht besonders, nicht nur wegen der 4-Aktionen-Strategie, sondern auch generell vom Ablauf: Kötzchen runter, 1 Geld zahlen, Klötzchen runter, 1 Geld zahlen...)


    Eine Frage ist bei Florenza noch aufgekommen, obwohl die Regel wirklich hervorragend ist: Wenn man einen Künstler bewacht als Hauptmann, um den Künstler später als Einziger nutzen zu können, muss man dann noch für ihn bezahlen (so haben wir es gespielt, da dort nicht explizit steht, dass er dann umsonst genutzt werden kann)? Stimmt das?



    Cheers!

    Einmal editiert, zuletzt von Dagobert ()

  • Zitat

    Original von Dagobert


    Eine Frage ist bei Florenza noch aufgekommen, obwohl die Regel wirklich hervorragend ist: Wenn man einen Künstler bewacht als Hauptmann, um den Künstler später als Einziger nutzen zu können, muss man dann noch für ihn bezahlen (so haben wir es gespielt, da dort nicht explizit steht, dass er dann umsonst genutzt werden kann)? Stimmt das?


    Cheers!


    Hallo Dagobert,


    ja, ihr habt das richtig gemacht. (Wurde mir in Essen auch so erklärt).


    Grundsätzlich ist es übrigens bei jeder Regel von Vorteil, nur das zu tun, was auch da steht bzw. nicht zu tun, was nicht da steht. ;-)

  • Moin!


    Bei uns gab es gestern drei Spiele.


    Antigua von Adlung: Hörte sich vom Thema her noch ganz nett an. Wir haben es zu dritt gespielt. Im Prinzip ist durch das Spiel alles vorbestimmt. Erste Runde sammelt man Leute und segelt. Zweite Runde sucht man nach einer Schatzinsel (geht wohl meistens direkt) oder sammelt erst Leute und sucht dann. So gehts dann weiter... Kämpfe sind nicht besonders toll gemacht und finden erst am Ende des Spiels statt, da sie mit einem gewissen Risiko behaftet sind. Ein langweiliger Adlung, leider. Daraus hätte echt mehr werden können.


    Stich-Meister von Amigo: Irgendwie hab ich das Gefühl, Christian Hildenbrand hatte da seine Finger drin. Aber leider ist das Spiel schlecht. Wer Stichspiele mag, wird zu Wizard Extreme greifen (sofern er nicht die 7 Siegel besitzt und das wird man wohl...). Für Familien wird dieses Spiel zu schwer zu begreifen sein, denn die Stichregeln können untereinander zu völlig bekloppten Konstellationen führen. Wir haben es zu dritt gespielt und bei zwei der drei Stichrunden war mehr oder weniger alles dem Zufall überlassen, weil entsprechende Regelkarten ins Spielgeschehen gebracht wurden. Nur in einer Runde konnte man zumindest ein einigermaßen "normales" Stichspiel machen.
    Chaotisch... was für Munchkin-Liebhaber.


    Take it or Leave it von Schmidt: Die Spielidee ist nicht neu. Man würfelt eine Handvoll Würfel und dann versucht man, mit dem Ergebnis Auftragskarten hinzubekommen. Allerdings nimmt man abwechselnd immer einen Würfel aus der Schale oder paßt. Am Ende einer Runde werden nicht verwendete genommene Würfel als Minuspunkte gerechnet. Zwei unterschiedliche Würfelfarben, Jokerwürfel und Aktionskarten geben dem Spiel Pfeffer. Allerdings sollte man gleich mit der Variante spielen, bei der man nach jeder Runde seine Kartenhand auffüllt und frei entscheidet, ob man Aktions- oder Auftragskarten nehmen will.
    Das war das einzige Spiel am Abend, bei dem ich Lust verspüre, es noch mal zu daddeln. Naja, vielleicht legt sich das dumpfe Gefühl auch noch bei den anderen zwei Titeln...

  • Gestern beim Dienstags-Spieletreff gab es (nach langen Diskussionen über unterschiedlichste Themen) dann nur ein Spiel:


    Einmal Macao zu viert. War für mich und zwei der anderen die erste Partie, entsprechend schleppend ging es voran. Insgsamt hat es dann mit Erklärung über 3 Stunden gedauert, und es trat genau das ein, was bereits viele angemerkt haben: als vierter auf der Mauer hat man gerade in den späteren Runden VIEL Zeit, in der man überhaupt nicht ins Spiel involviert ist.


    Ich bin gespannt, wie es sich mit der Spiel- und Leerlaufzeit verhält, wenn erfahrenere Macao-Spieler dabei sind. Zumal wir eigentlich keine Grübler dabei hatten, es hat einfach so lange gedauert, alle Aktionssteinchen und Karten sinnvoll einzusetzen.


    Ciao
    Stefan

  • Bereits am Samstag haben wir zu viert Alien Frontier, Grand Cru und Galaxy´s Edge gespielt, Caravelas war vorbereitet


    Alien Frontier ist absolut gut angekommen, obwohl viel gewürfelt wird und keiner von uns ein Fan von "Würfelspielen" ist.
    Bei Grand Cru war es so, das ein Spieler zu wenig diversifiziert hat und zu viele Kredite hatte, dafür aber auch gute Einnahmen verbuchen konnte. Ein anderer Spieler setzte alles daran seine Kredite zurück zu zahlen, der dritte versuchte die vier Aktionen Strategie und ich setzte auf viele Ausbauten und verschiedene Rebsorten. Als dann der zweite Spieler seine Kredite abzahlte, in der Hoffnung ausreichend Geld für den Sieg zu haben, hatte ich noch die Gelegenheit für einen normalen Verkauf und über die Prestigepunkte einen weiteren. Ich wurde erster mit 42 Franc, der Spielbeender 2ter mit 21 F, die 4 Aktionen Strategie reichte für 2 F und die Monokultur ergab -21 F.
    Es kam jedenfalls nicht so gut an.
    Galaxy´s Edge ist ein schnelles Spiel mit viel Glück und wurde von einem Mitspieler von Anfang an als zu seicht erachtet. Es ist schwierig eine Strategie zu verfolgen und dabei zu bleiben. Es fehlt dem Spiel etwas die Planbarkeit, aber würde man es öfter spielen (wozu es bei uns wohl nicht kommen wird) dann könnte man evtl. noch etwas besser auf bestimmte Ziele hinarbeiten. Das positivste an dem Spiel ist die Spieldauer von 1 Std.


    Als es darum ging das vierte Spiel zu spielen, waren wir nur noch zu dritt und haben dann einstimmig entschieden noch eine Runde Alien Frontiers dranzuhängen.

  • Zitat

    Original von Attila
    was gibt es bei Macao grossartig zu grübeln?


    Wie gesagt - es interessiert mich selbst auch zu sehen, wie es im zweiten Anlauf ist. Denn eigentlich sind die meisten Entscheidungen offensichtlich. Trotzdem gibt es schon eine Menge Möglichkeiten und es immer nicht immer klar, wie wichtig es z.B. ist, in der nächsten Runde Erster zu sein, oder genug Gold zu haben, oder rechtzeitig ein bestimmten Stadtfeld zu belegen, oder, oder.


    Ein echtes Grübeln kam nie zustande, aber selbst die normal-schnelle Abarbeitung aller Schritte konnte schon recht lange dauern, vor allem in Situationen, wo alle Spieler 10-20 Aktionssteine zur Verfügung hatte.


    Ich würde tippen, dass wir in der gleichen Runde für die zweite Partie deutlich unter zwei Stunden brauchen würden. Aber wer weiß?


    Ciao
    Stefan

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  • Hallo zusammen,


    dann will ich auch mal berichten. Am Dienstag stand bei uns (Viererrunde) folgendes auf dem Programm:


    Geistesblitz Ich finde das Spiel super lustig, aber man muss sich schon ordentlich konzentrieren. Allerdings hatten die beiden weiblichen Mitspieler keine Chance, weshalb ihnen der Spaß ein bißchen abging...


    Troyes Ich erkläre zwar schon seit Jahren Spiele und da waren auch viele große, komplexe dabei. Aber ich habe mich noch nie so schwer getan, die Spielregeln zu vermitteln, wie hier... Vielleicht, weil das Spiel sehr viele ungewöhnliche Mechanismen beinhaltet. Mir hat's super gefallen, ich will es unbedingt (vielleicht morgen zu zweit) nochmal spielen!


    Sobek Zum dritten mal gespielt, irgendwie konnte es mich bisher in keiner Besetzung richtig überzeugen (Zweier, Dreier, Vierer). Ich finde die Grafik und die Spielidee wirklich toll, aber irgendwie zündet es nicht. Im Zweierspiel ist der Malus für Bestechung zu mächtig, im Viererspiel kommt man irgendwie nicht dazu, ordentlich was zu sammeln... Naja, vielleicht kommt es ja nochmal auf den Tisch.


    Gruß,


    rocketboy!

  • Nachdem ich schon seit langer Zeit hier mitlese, will ich nun endlich auch mal etwas schreiben. Gestern musste unser traditioneller Freitagsspieleabend leider ausfallen. Da haben wir halt zu zweit gespielt.


    Wer war's 2 Schräghausen: Eine Runde mit unserem Jüngsten (9 Jahre).Wie erwartet, gab es hier nichts wirklich Neues im Vergleich zu Wer war's. Am besten waren die Stimmen des Kobolds und der Fee. Die haben Kultpotential. Besonders die Fee hört sich an, als wäre sie voll zugedröhnt. Wir haben auf der Standardstufe knapp gewonnen. Hat Spaß gemacht. Muss man aber auf keinen FAll besitzen, wenn man schon Wer war's hat.


    Jaipur: Ein wirklich tolles 2er Kartenspiel. Das könnte sich zum Dauerbrenner bei uns entwickeln. Einfache Regeln und trotzdem abwechslungsreiches Spiel. Diesmal hatte ich in der ersten Runde überhaupt keine Chance. Der zweite Durchgang war dann ziemlich eng, aber insgesamt ein glatter Durchmarsch für meinen Schatz.


    Der Pate: Das Spiel macht zu 4 deutlich mehr Spaß. Neutrale Spielfiguren in den Hudson oder ins Gefängnis werfen ist einfach nicht so unterhaltsam. Im Vergleich zu Die Tore der Welt fällt es deutlich ab.


    Pandemie: Das war schon länger nicht mehr auf dem Tisch. Zur Wiederauffrischung haben wir die Einsteigervariante gewählt und die Welt auch prompt locker gerettet. So gerüstet wollen wir uns heute vielleicht mal an die Erweiterung wagen.


    spiele Grüße
    Jack

    Einmal editiert, zuletzt von OneEyedJack ()

  • 2x London zu dritt.


    Super! Aus meiner Sicht wieder ein sehr gutes Spiel von Wallace. Man muss einiges im Auge behalten und das befürchtete Kartenglück ist nicht vorhanden. Man kann immer etwas Sinnvolles machen. Wir haben die Deluxe Version gespielt. Ich finde das Material um einiges besser. Holzfiguren (bessere Übersicht) und Holzgeld (sehr viel schöner als diese Plastikdinger ib silber und Gold).


    Also von mir ein Anspieltipp. Es hat allen am Tisch gefallen. Skepsis verfliegt schnell - aber die erste Partie ist eindeutig zum Kennenlernen.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Race f.t.G. zu dritt. Es ist manchmal etwas anstregend es anderen nicht ganz so SciFi interessierten Spielern beizubringen. Aber die Einstiegshürde bei meinen Mitspielern ist genommen 8-)
    1655 H.Papam Altes Wiedersehen mit dem Sonnenkönig Louis XIV und Kardinal Mazarin. Leider stellte meine Fraktion nicht den Papst und musste mit 2 Stimmen Unterschied den 2.Platz nehmen. Gutes Kartenspiel.
    7 Wonders, Fürstenfeld, Asara, Dominion+Intrige+Alchemisten, Samarkand - Wege z.Reichtum. Wirklich gelungen aus diesem Quintett finde ich nur die Sieben Wunder und Samarkand, die beide nicht nur wegen Ihrer kurzen Spielzeit herausragen. Auch Asara wird es, IMO auf die SdJ 2011 Nominierungsliste schaffen!. Dazu ist es einfach und elegant und erinnert in Teilen an Alhambra. Linq zu sechst. Ja, würde ich bei entsprechendem Umfeld noch mal mitspielen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Bundyman ()

  • Ich fand es zunächst ganz i.O. aber gegen Ende des Spiels war es mir zu beliebig am Brauereimarkt. Ich hatte den Markt und konnte 3 Rohstoffe in den besten Rohstoff umtauschen. Die Kurve zum Palastteilbau habe ich nicht bekommen und wurde mit 2 unter klar in unserer 4er Partie geschlagen. Ich dachte es wäre etwas abwechlsungsreicher, vielschichtiger und die Fummelei auf den Verkauskarten ging mir auf den Nerv. An Fabrikmanager kommt es bei mir in Punkto Spielreiz leider nicht vorbei.

  • Fürstenfeld Mir hat es gefallen und ich finde es auch nicht fummelig, ich glaube es steckt mehr drin, als man anfangs meint, es gibt viele verschiedene Strategien zum Sieg - funktioniert zu fünft und zu zweit.


    Railroad Barons - meiner Meinung nach ein ganz starkes Spiel


    Famiglia - sieht aus wie ein kleines Kartenspiel, bietet aber aufgrund der Sonderfunktionen viele Möglichkeiten, die man beim ersten Mal noch nicht komplett durchschaut.


    Firenze - ein etwas leichteres von Andreas Steding, das mir gefallen hat. Ich kann nicht nachvollziehen, warum es so viele mäßige Bewertungen bekommen hat.


    Alle Spiele im Rahmen der Bremer Spieletage gespielt - eine tolle Veranstaltung!

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Zitat

    Original von Spielteufel
    ...Alle Spiele im Rahmen der Bremer Spieletage gespielt - eine tolle Veranstaltung!


    Das kann ich auch nur unterstreichen!


    Bei mir waren es folgende Spiele:


    Samstag:
    Glen More - Immer wieder nettes Spiel, aber leider kommt es in meinen Augen über den Status "nett" nicht hinaus.
    Bangkok Klongs - Sicherlich kein schlechtes Spiel, in der richtigen Gruppe kann dieses Spiel ein richtiger Hit sein. Es ist nur kein Spiel für mich, in meinen Augen zu verkopft und das Zufallselement der Schiffe ist auch nicht ohne.
    Famiglia - Sehr gutes kleines Kartenspiel, die eine Partie machte echt Laune. Ich sehe hier eine nicht unbeachtliche Lernkurve voraus. Andreas war nicht so angetan.
    Take it or leave it - Guter Zeitvertreib, Andreas hat es mir nur in einer Zweierpartie gezeigt, dürfte mit mehreren deutlich spaßiger sein.


    Sonntag:
    Safranito - Tolles Geschicklichkeits-Handelspiel, und das trotz dem Fakt, dass ich absoluter Grobmotoriker bin und das Spiel haushoch verloren habe. Wir haben zu zweit gespielt und auch hier sollte der Spaß mit der Spieleranzahl deutlich steigen.
    Navegador - Ich war ja von Hamburgum sehr enttäuscht, deshalb war ich auch skeptisch ob mir je ein anderes Rondellspiel gefallen würde. Aber ja, Navegador ist echt spitze. Die Möglichkeiten sind zahlreich und jeder kann seine eigene Strategie fahren.
    Interstellar Mayhem - Nichts für Würfelhasser, in der richtigen Gruppe kann das richtig Spaß machen. Man darf hier nur nicht mehr erwarten als der Titel suggeriert, hier geht es ausschließlich um gnadenlose Weltraumballerei.


    An beiden Tagen habe ich dann noch den Prototypen eines Freundes gespielt, bei dem ich echt hoffe, dass es bald einen Verlag findet. Es ist auch bei den Gästen sehr gut angekommen.

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  • Moin!


    Auf den Bremer Spieletagen hab ich dieses Wochenende auch etwas spielen können:


    Himmel, A... und Zwirn von Ravensburger: Wenn der Autor mal unterwegs war, durfte ich für ihn die Partien erklären. War in fast allen Familien ein Kracher mit hohem Aufforderungscharakter. Eben leicht zu erklären, schnell zu spielen. Genau das Richtige für so eine Veranstaltung. Doof nur, daß Klaus Kreowski schon schnell ausverkauft war und der Spielehandel dieses Spiel nicht mithatte.


    Agosto von Selecta: Das Spiel ist ja leider 2009 nicht in der Nobile-Serie produziert worden, obwohl es in Nürnberg noch auf dem Produktionsplan stand. Nach einer Reihe von Partien kann ich darüber nur den Kopf schütteln. Ähnlich hoher Aufforderungscharakter, schnell zu erklären (in drei Sätzen) und ein wirklich schönes Spiel, bei dem es eigentlich keine schlechten Steine gibt. Spielt sich zu dritt anders als zu zweit. Hoffentlich gelingt es dem Autoren, das Ding bei einem anderen Verlag unterzubringen.


    Interstellar Mayhem von Soylent Games: Ich mag das Spiel, ich mag die Crew um den Spieleerfinder. Die Raumschiffe sehen sehr schön aus. Aber, wie bei einem Erstlingswerk meist nicht vermeidbar, ist mir die Qualität der Karten/Ablagen zu dünn und leider sind die Raumschiffe auch nicht bemalt. Es gibt wenige Deluxe-Sets, die bemalt sind und die man auch direkt beim Verlag kaufen kann. Dann kostet das Spiel aber nicht mehr 40 Euro, sondern 70 Euro. Mal schauen, wie das nächstes Jahr in Essen aussieht. Wenn sie es irgendwie schaffen, das Ding auf 30 Euro zu drücken, bin ich dabei. Oder die geplante Erweiterung müßte mich umhauen, damit ich schwach werde.


    Glen More von Alea: Einem Pärchen erklärt und dann schnell mal gespielt. Leider hab ich eine wichtige Sache vergessen, was die Wertung der Chieftains anging (nur die runtergenommenenen und die Hüte zählen ja, nicht alle auf dem eigenen Land...). Funktionierte trotzdem ganz gut.


    Bangkok Klongs von DLP Games: Schönes Spiel, auch wenn ich anfangs gedacht habe, daß das nichts taugt. Leicht unübersichtlich und natürlich auch abhängig vom Nachziehen der Boote. Eine Spielerin hatte hier wirklich Pech, denn sie bekam fast nur Boote mit Händlern drauf und die wenigen, die sie dann mit eigenen Figuren belegen konnte, waren dann mit genau den Waren besetzt, die einen Dieb interessierten. Die 2x Plättchen sind bei uns gar nicht zum Tragen gekommen, weil der Besitzer sie nicht mit einem anderen teilen wollte. In der Vierer-Partie waren zwei Leute angetan, zwei nicht so.


    Safranito von Zoch: Das hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm, aber beim Bummeln haben wir dann einen Erklärbär gehabt, der uns das Ding mal ans Herz gelegt hat (Unknown-Leser kennen ihn glaub ich unter Ryon). Wurde zwar nur zu zweit gespielt, aber wir hatten unseren Spaß. Mit 3 oder 4 bestimmt noch viel toller.


    Navegador vom PD Verlag: Mußte ich spielen, weil einer der Kumpels das wollte. Ich steh absolut nicht auf diese Grafiken alter Landkarten (is ja wie Risiko... :-) ). Hat über 2 Stunden gedauert und ich fand nur die ersten 5 Spielminuten wirklich langweilig. Schönes Rondellspiel, welches viele verschiedene Möglichkeiten zulässt. Man sollte sich nur nicht verzetteln, denke ich. Mit meiner Kirchenstrategie gewann ich dann verdient, was aber auch daran lag, daß die Mitspieler nicht zu schnell nach vorne geprescht waren und mir Zeit blieb, um mich da einzukaufen. Hätte ich fast noch mit nach Hause genommen, aber ich hatte gerade nicht mehr viel im Portemonnaie und es war kein Geldautomat in Reichweite. Essen 2011 - Ich kaufe das da oder lasse mir nach x Jahren mal ein Spiel zu Weihnachten schenken.


    Take it or Leave it von Schmidt: Aufträge erfüllen, in dem man Würfel sammelt. Zu zweit ruhig und sehr berechenbar. Hier hängt alles von den Auftragskarten ab. Zu dritt schon besser, da mehr Ärgerpotential da ist und öfters die wichtigen Würfel weggeschnappt werden. Würde ich zu viert gerne wieder spielen, ansonsten wohl eher nicht. Aber nur mit der Variante, bei der ich aussuchen kann, wie meine Handkarten gestaffelt sind (nicht nur 4 Aufträge und 1 Aktionskarte, wie im Grundspiel).


    Famiglia von 2F Spiele: Gnadenlos untergegangen. Meine Spielweise war mehr oder weniger katastrophal, das kann man dem Spiel nicht anlasten. Und es gefiel meinem Spielpartner so gut, daß er es direkt mitgenommen hat. Mich hat die erste Partie nicht so in den Bann gezogen. Vielleicht später noch mal in Ruhe probieren. Laut Friedemann braucht man ja auch etwas Zeit, um mit dem System zurecht zu kommen. Aber im Moment will ich für eine Lernkurve aber nicht unbedingt meine Zeit opfern, wenn da noch so viel anderes und interessanteres rumliegt...




    Insgesamt gesehen viel gequatscht und eine sehr schöne Zeit verlebt. Ich freue mich schon auf 2011. Dann vielleicht noch mehr als Erklärbär.

  • Auf der Spielemesse in Stuttgart:


    Jaipur
    Das Mädel von Asmodee hat es zwar nett erklärt, aber ich habs trotzdem nicht 100%ig verstanden da Sie ein paar Details erst während des Spiels bzw. gar nicht offenbart hat. Sie hat mich dann auch 76 zu 67 geschlagen. Es hat dennoch gereicht um einen ersten Eindruck vom Spiel zu bekommen, das sich als netter Lückenfüller herausstellen könnte. Könnte uns gefallen, bleibt auf dem Radar!


    Die Tore der Welt (3 Spieler)
    Der Erklärbär vom Spielepoint hat uns den Einstieg sehr erleichtert. Wir haben dann ein paar Runden gespielt, aber ich bin mir noch nicht ganz schlüssig wie gut ich es finde. Ganz nett finde ich den Aktionsmechanismus, der einiges an Vorrausplanung erfordert und einen jedesmal vor schwierige Entscheidungen stellt. Änhlich nett ist die Rundenkarte die in eine bestimmte Richtung gelegt werden muss - hier sind auch oft schwierige Entscheidungen und Kompromisse gefordert. Wir haben nicht bis zur Pest gespielt, aber ich denke da kommt dann nochmals Spannung auf. Ingesamt vielleicht ein bisschen zuviel Papptokens die man verwalten muss, aber an sich nicht uninteressant da die Grafiken und das Thema sehr stimmig sind.


    Kyklades (3 Spieler)
    Am Spielepoint gab es nur 1? Exemplar davon, und ich hatte das Glück mich einem Pärchen anschliessen zu dürfen das gerade das Material ausgepackt hat. Wir haben uns das Spiel dann relativ zügig selbst erarbeitet und einige Runden gespielt. Sieht nach einem echten Kracher aus. Relativ übersichtliche Regeln, aber dennoch mit vielen Entscheidungen und Tiefgang. Die Fabelwesen sind das Salz in der Suppe und machen das Spiel schön abwechslungsreich. Wir haben mit Sicherheit noch einige Fehler bezüglich Platzierung von Einheiten, Bewegung und Kampf gemacht, und auch die Symbolsprache ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich denke nach 1-2 Partien sollte das Meiste sitzen. Das Teil wünsch ich mir zu Weihnachten bzw. zum Geburtstag!


    Die Fürsten von Catan
    Zum ersten mal mit einer Mini-Erweiterung (Zeit des Goldes). Hat wieder viel Spass gemacht, auch wenn wir das Spiel auf 10 statt auf 12 Siegpunkte begrenzt haben. Die Neuauflage spielt sich einfach viel flüssiger, und man kann eigentlich fast jede Karte irgendwie sinnvoll einsetzen (im Gegensatz zu so manchen aus den früheren Sets), was wiederum jede Runde zu kniffligen Entscheidungen führt. Sehr schön, bin schon gespannt auf die beiden anderen Themensets.

    Status 12M12S 2021: 11M19S


    (Fantastische Reiche, Die Abenteuer des Robin Hood, Cantaloop, Majesty, Bunte Blätter, Gold, Auf die Nüsse, Under Falling Skies, Smart 10, Marvel United, Sprawlopolis, Cross Clues, Krazy Pix, Zytose, Welcome to the Dungeon, Dune Imperium, MicroMacro, Die Crew Tiefsee, Riftforce)


    2021: 19 | 2020: 24 | 2019: 15 | 2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20

  • Hier mal noch eine kleine Anmerkung zu Bangkok Klongs. Es gibt eine Variante in der man die Boote nach "neutralen" und leeren Booten sortieren kann. Dann kann man sich jedes Mal aussuchen, von welchem Stapel man ziehen möchte. Somit kann es einem nicht passieren, dass man nur eine der beiden Sorten auf der Hand hat.

    Einmal editiert, zuletzt von spielemaus ()

  • Zitat

    Original von Elektro
    Kyklades (3 Spieler)
    Am Spielepoint gab es nur 1? Exemplar davon, und ich hatte das Glück mich einem Pärchen anschliessen zu dürfen das gerade das Material ausgepackt hat. Wir haben uns das Spiel dann relativ zügig selbst erarbeitet und einige Runden gespielt. Sieht nach einem echten Kracher aus. Relativ übersichtliche Regeln, aber dennoch mit vielen Entscheidungen und Tiefgang. Die Fabelwesen sind das Salz in der Suppe und machen das Spiel schön abwechslungsreich. Wir haben mit Sicherheit noch einige Fehler bezüglich Platzierung von Einheiten, Bewegung und Kampf gemacht, und auch die Symbolsprache ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich denke nach 1-2 Partien sollte das Meiste sitzen. Das Teil wünsch ich mir zu Weihnachten bzw. zum Geburtstag!


    Würde ich nochmal drüber nachdenken - ich persönlich habe es ähnlich gesehen, und mir das Spiel auch gekauft - mittlerweile aber wieder verkauft. Das gesamte Prinzip mit dem Bieten auf die Götterkarten, die Art, wie Bewegung und Kampf abgehandelt werden, usw ist wirklich sehr schön gelöst.


    Aber im Endspiel läuft es immer auf dieselbe Situation hinaus: Jeder Spieler hat eine Insel mit einer Metropole, und mittels des Pegasus oder eben über die Schiffe greift man den Mitspieler mit Allem, was geht, an - schafft man den Kampf, hat man gewonnen. Schafft man ihn nicht, gewinnt derjenige, der als nächstes die eigene Insel angreift.


    Man kann also vorarbeiten und Aufbauen, wie man will - aber am Ende entscheidet der Würfel, wer gewinnt. Das finde ich schade und irgendwie dem Spiel nicht angemessen, denn alle anderen Aspekte sind toll. Schade.



    So, ich selbst habe gestern auch wieder gespielt, und zwar:
    Fürstenfeld: In der Basis-Variante. Das habe ich nun zweimal so gespielt. Ok, ist ganz nett, aber noch zu viel Glück im Spiel, auch wenn man zusätzlich sehr schön strategisch vorgehen kann. Da steht nun die "Experten-Variante" auf dem Plan - mal schauen, ob da mehr geht! :)


    Fresko: Gleich mit allen Erweiterungen (ich selbst hatte es schon ohne die Erweiterungen gespielt, und dann ist es einfach zu beliebig). Holla, da wird das Spiel gleich nochmal drei Ecken besser! Die Erweiterungen/Module fügen sich gut in das Spiel ein, ohne Verkrampft zu wirken, und so ist endgültig die Idee des "Geld-Scheffelns" gestorben, welche ja von einigen Spielern als DIE Gewinnstrategie bezeichnet wurde... Sehr, sehr schönes Spiel; wurde mir gestern nochmal bestätigt!


    Macao: Auch zu dritt - da empfand ich den letzten Platz auf der Mauer (den ich eine Weile inne hatte) schon seeehr benachteiligend - Kartenauswahl UND Stadtviertelkauf werden da schon sehr eingeschränkt, was man dann auch an meinen 3 Vierteln, verglichen mit den 10 Vierteln meiner Mitspieler (jeweils) gut gesehen hat. Ich denke, zu viert wäre das Spiel nur noch etwas zum abgewöhnen. Dennoch: Es spielt sich zackig schnell runter! Das gefällt mir daran...

  • Bei uns gab es am Samstag mal wieder Die Säulen der Erde, diesmal mit Erweiterung, obwohl wir nur zu dritt waren. Meine Stein-Strategie ging auf, obwohl mein Sohn gegen Ende noch massiv aufgeholt hat. Aber zwei Punkte Vorsprung ist trotzdem gewonnen!


    Außerdem einige Partien Drachenherz. Eher leichte Kost für zwischendurch, aber mit 10-15 Minuten schön schnell gespielt, ohne dabei völlig beliebig zu sein.


    Am Sonntag dann zuhause einmal Die Tore der Welt zu dritt, wo mir erst eine Loyalität schmerzlich fehlte, und dann noch ein Haus zerstört wurde. Wirklich dumm gelaufen, deshalb nur Zweiter.


    Anschließend beim Sonntags-Spieletreff einmal Firenze zu viert. War inzwischen meine vierte Partie, und so langsam erkenne ich, was es doch für viele nette Möglichkeiten gibt, den Mitspielern Steine in der Weg zu legen. Leider war wieder einer unseren Chef-Grübler dabei, so dass die Spielzeit an 2 Stunden heranging - immerhin inklusive Erklärung.


    Dadurch blieb dann hinterher nur noch Zeit für ein kleines Stich-Kartenspiel zu sechst (Hausregeln mit Rommé-Blatt). Und einen Sieg, was mir sonst bei solchen Spielen eigentlich nie beschieden ist.


    Ciao
    Stefan

  • Samstag:


    Im Rahmen der Bremer Spieletage wollten wir spielen/ausprobieren:


    Luna, Florenza, Troyes
    Alle im Vertrieb der Heidelberger. Wir haben die Spiele nicht gesehen, auch nicht in den Räumen, in denen freies Spiel möglich war. Mag sein, dass wir Tomaten auf den Augen hatten, aber das glaube ich eher nicht. Die einzige Neuheit im Heidelberger Raum war "20. Jahrhundert", was uns nicht die Bohne interessiert. Wenn die Heidelberger Bremen nur als Provinzveranstaltung wahrnehmen, und Neuheiten nicht wirklich promoten, dann können sie auch keine Nachfrage erzeugen, die sich in Umsatzzahlen niederschlägt.


    Merkator
    Konnten wir nur optisch in Augenschein nehmen, da eine renitente 3er Gruppe Mädels das Spiel für ca. 3 Stunden in Beschlag genommen hat. Wir kamen gerade dazu, als sie dann endlich fertig waren. Schwupps wurde Merkator vom Tisch geräumt, und die Minen von Zavandor aufgelegt, frei nach dem Motto: "Das ist unser Tisch". Uns war nicht nach Diskussionen, dass anderer Leute vielleicht auch mal Merkator ausprobieren wollen. Fairerweise muss ich sagen, wir hätten Merkator sicherlich an einen anderen Tisch transferieren können, aber uns hatte die Lust verlassen.


    Merkator könnte dringend einen anständigen Faltplan gebrauchen, hatten wir den Eindruck. Oder ein paar Gummisaugnäpfe, damit es auf glatten Tischen nicht hin und her rutscht und sich die Spielplanhälften übereinander schieben. "Unübersichtlichkeit" wäre dann noch ein Wort, dass zu Merkator einfällt. Aber das gilt auch für Le Havre. Irgendein Markenzeichen muss ein Autor ja haben.



    Gosu
    Leider nicht im Gepäck von Asmodee. Naja, warten wir mal auf die deutsche Ausgabe.


    Vinhos
    Stuttgart hatte es, Bremen nicht. Ratet mal, wo wir nächstes Jahr hinfahren. :-)
    (Im ernst: Wir hatten es nicht wirklich hier erwartet, aus bekannten Gründen.)



    Glen More
    Das einzige Spiel, das wir in Bremen spielen konnten. Über nett kommt es nicht hinaus, leider nicht unser Ding.



    Somit waren die Bremer Spiele-Tage nicht besonders erfolgreich für uns. Das muss jetzt nicht heißen, dass die Veranstaltung schlecht war. Nur unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt. Und damit machte sich Enttäuschung breit. Der Besuch am Sonntag wurde gestrichen.


    Zur Rettung des Seelenfriedens haben wir dann noch ein "Agricola Gamers Deck" gekauft. Wir unterstützen gerne Kleinverlage und hoffen einen bescheidenen Beitrag geleistet zu haben, damit sich Lookout Games für die kommenden Spiele ein anständiges Regel-Lektorat leisten kann.



    Sonntag:


    2er Partie Agricola mit Gamers Deck


    Klassiker, der uns in letzter Zeit nach längerer Pause wieder sehr viel Spaß macht. Das Gamers Deck bringt frischen Wind und ist empfehlenswert. Ich habe meinem Spielpartner kein Holz gegönnt. Er mir nicht die Butter auf dem Brot (Nährwerte) und auch kein Schilf. So blieben unsere Farmen ziemlich klein. War eine kämpferische, irgendwie verrückte Partie, die aber trotzdem Spaß gemacht hat. Kuscheln geht anders. Mit mageren 28 zu 29 Punkten verloren.

  • Tja, ich hätte das meiste, was Du spielen woltlest, mitgehabt und habe leider keine Mitspieler gefunden. Wir haben noch eine Partie Key Market gestern geschafft, allerdings auch nur zu dritt, weil sonst scheinbar niemand Interesse hatte. Dabei hatten wir recht offensiv gesucht.


    Daher habe ich all die anderen schönen Sachen (Florenza, Troyes, Gosu, Kaigan, Vinhos, Inca Empire...) wieder ungespielt mit nach Hause in die Neustadt geschleppt.

  • Samstag haben wir überraschend doch noch eine 3er-Runde zusammen bekommen und sogleich 3 Essener Neuheiten ausprobieren können:


    Kaigan: Zooloretto meets Roborally - Interessanter Mechanismus zur Vergabe der Spieleraktonen, aber auch ein relativ hoher Glücksfaktor über die neutralen Kartographen. Hat uns auf jeden Fall Spaß gemacht und ist auch inkluive Erklärung in einer guten Stunde gespielt.


    Grand Cru: In Essen haben wir nie einen Platz bei eggert ergattern können. Daher waren unsere Erwartungen hoch. Das Spiel hat uns ziemlich enttäuscht. Es war ziemlich zäh und wir waren froh als nach gut 2 Stunden der erste seinen Kredit abbezahlen konnte.


    Die Säulen der Erde - Das Kartenspiel: Ungewöhnlich. Ein Stichspiel ohne richtige Kartenfarben. Wir sind noch nicht auf den Trichter gekommen, wie man die Geschicke am besten in die eigene Richtung lenken kann. Kommt auf jeden Fall nochmals auf den Tisch.


    spiele Grüße
    Jack

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  • Zitat

    Original von unittype001
    Tja, ich hätte das meiste, was Du spielen woltlest, mitgehabt und habe leider keine Mitspieler gefunden. Wir haben noch eine Partie Key Market gestern geschafft, allerdings auch nur zu dritt, weil sonst scheinbar niemand Interesse hatte. Dabei hatten wir recht offensiv gesucht.


    Daher habe ich all die anderen schönen Sachen (Florenza, Troyes, Gosu, Kaigan, Vinhos, Inca Empire...) wieder ungespielt mit nach Hause in die Neustadt geschleppt.


    Ich habe diese Spiele aber auch nicht gesehen, in welchem Raum warst du denn?

  • Zitat

    Original von stmountain


    Ich habe diese Spiele aber auch nicht gesehen, in welchem Raum warst du denn?


    Moin,


    hab an beiden Tagen versucht, Dich zu finden, von Dir wusste ich ja, dass Du da warst und Dank Deines Avatars hatte ich ja auch eine ungefähre Idee, nach wem ich Ausschau halten musste. Leider habe ich Dich nirgendwo entdecken können.


    Bin an beiden Tagen auf den oberen beiden Etagen unterwegs gewesen, Key Market hatten wir dann in Raum 307 gespielt.


  • Dann sind wir sicherlich ein paar mal aneinander vorbeigelaufen. Im Raum 307 war ich allerdings nicht so oft, da ich die meisten Spiele dort eh schon zuhause stehen habe. Am Sonntag morgen habe ich dort mit Andreas Safranito gespielt. Timo (Ryon), der junge Herr mit dem Safranito-Shirt hat mich zumindest anhand meines Avatars am Samstag erkannt. Gut, ich hatte ihn aber auch zuerst angesprochen, da ich ihn schon als Erklärer in Essen kannte.

  • Witzig,
    dann habe ich euch scheinbar beide getroffen. Ja ich hab da unter anderem das Spiel Safranito beworben bzw erklärt und sonst auch die anderen von Zoch.
    Key Market hatte ich euch glaub ich auch angesprochen, da ich mindestens einen aus der Gruppe kannte.


    Zum Thema Spiele:


    7 Wonders:
    Habe ich am Samstag nach den Spieletagen mit Freunden eine 5er Runde gespielt. Das spiel selber habe ich jetzt schon min 10-15 mal gespielt. Ich finde der Grund warum das erfolgreich gehypt worden ist bzw den Hype wert ist, das es leicht zugänglich für alle Spielertypen ist und das die Spieldauer recht kurz ist, so das man entweder gleich danach noch eine zweite Runde spielen will oder aber gar nicht erst so viel Zeit investiert hat.
    Mir gefällt es jedenfalls gut. Habe es bislang nur noch nicht zu zweit ausprobiert, aber die anderen Konstelationen haben alle ihre Vorteile.


    Jäger der Nacht:
    Ebenfalls am Samstag, gleich nach dem 7 Wonders.
    Besagte Freunde haben das Spiel mitgebracht, da ich davon recht gutes gehört habe und wollte es gerne mal ausprobieren.
    Wir haben in besagter 5er Runde 2 Spiele hintereinander gespielt und ich bin ehrlich gesagt sehr positiv davon überrascht worden.


    Ich mag gerne Spiele mit unbekannten Rollen, wie zB Bang, Battlestar Galaktika und Werwölfe vom Düsterwald.
    Dieses Spiel kann man als Umsetzung der Werwölfe nehmen, mit Brett und zusätzlichen Rollenkarten. Es ist interaktiv und man stirbt nicht sofort, und kann den rest des Spiels nur noch zuschauen, sondern bekommt nur Schaden. Jeder Spieler hat eine bestimmt Rolle, die unterschiedlich viel Schaden einstecken kann, bevor die entsprechende Person aus dem Spiel ausscheidet.


    Ähnlich wie bei Bang, kann man aber auch wenn man gestorben ist, noch gewinnen, wenn die verbliebenen Spieler die eigene Siegbedingung erfüllen. Werwölfe gewinnen zB wenn alle Vampire weg sind.


    Mir hat es super gefallen und die Spieldauer hällt sich dafür auch im Rahmen und man kann es mit bis zu 8 Leuten spielen.

  • Zitat

    Original von spieleliesel
    Samstag:


    Im Rahmen der Bremer Spieletage wollten wir spielen/ausprobieren:


    Luna, Florenza, Troyes
    Alle im Vertrieb der Heidelberger. Wir haben die Spiele nicht gesehen, auch nicht in den Räumen, in denen freies Spiel möglich war. Mag sein, dass wir Tomaten auf den Augen hatten, aber das glaube ich eher nicht. Die einzige Neuheit im Heidelberger Raum war "20. Jahrhundert", was uns nicht die Bohne interessiert. Wenn die Heidelberger Bremen nur als Provinzveranstaltung wahrnehmen, und Neuheiten nicht wirklich promoten, dann können sie auch keine Nachfrage erzeugen, die sich in Umsatzzahlen niederschlägt.


    Hmm, also Florenza hab ich definitiv oben in Etage 3 in einem Raum gesehen. Ich glaube sogar, dass es der Raum war, wo 2er Spiele draußen dran stand. Ich denke, daß auch Luna dort lag. (da bin ich aber nicht 100% sicher).