London (Endphase)

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  • So, morgen steht bei uns LONDON auf dem Plan. Ich habe mir gerade die Regeln durchgearbeitet, und habe schon ein paar Bewertungen und Spielberichte dazu gelesen.


    Es scheint ja bei nicht wenigen Spielern eine Unzufriedenheit darüber zu herrschen, dass man als Spiele am Ende durchaus in die Armuts-Falle laufen kann; wie ich es verstehe, ist es eine besondere Situation: Da weder Stadtteile zu Kaufen sind, noch Karten in der Auslage liegen, MUSS man die Stadt regieren. Hat man dabei noch Karten auf der Hand, die man nicht beim Regieren spielen kann, dann summieren sich diese gegen die ausliegenden Kartenstapel gegen die gekauften Stadtteile und führen im Zweifel zu einem hohen Armuts"gewinn" - welcher am Ende dann die Siegpunkte kräftig reduziert.


    Ist das denn wirklich so ein Problem? Ich kann doch als Spieler absehen, dass das "Endspiel" bevorsteht, da der Kartenstapel fast leer ist. Sehe ich dann nicht zu, dass ich entweder ein Kartenpärchen auf der Hand behalte, um als letzte Aktion einfach noch eine Karte zu spielen - oder ich behalte Karten, die es mir erlauben, die Stadt effektiv zu regieren??


    Sprich: Ist es wirklich ein Designfehler, oder einfach eine Falle, in die man - vor Allem beim ersten Spiel - hineinlaufen kann, wenn man nicht aufpasst?

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  • Morgen,


    bitte nicht falsch verstehen, aber...


    jetzt mal angenommen, hier schreibt einer/eine, dass es seiner/ihrer Meinung nach ein "Designfehler" sei. Was machst du dann? Hausregeln? Verkaufen? Wegwerfen?


    Spiel das Spiel doch mindestens erst 5 mal, schau, wie es Dir gefällt und wie Du mit dem Ende des Spiels umgehen kannst/musst und berichte uns dann, wie Du es findest und ob Du meinst, dass es da einen "Fehler" gibt...

  • Wenn das jemand schreibt, dann lese ich seine Argumentation aufmerksam, versuche sie nachzuvollziehen und morgen darauf zu achten, ob dem wirklich so ist.


    Wenn ich das Spiel vorher 5x spielen müsste... nun, ich glaube da gibt es nur eine handvoll Spiele, die ich so oft gespielt habe. Dennoch habe ich Lust, über dieses Thema zu sprechen und stelle daher auch gerne die Frage...


    Oder darf man nur Fragen zu Spielen stellen, wenn man sie schon 5x gespielt hat? :box:

  • Sehe da kein Problem mit der Kartenhand... wie bereits erwähnt wurde, spiel das Spiel erst mal und schau, wie es funktioniert. Du wirst sehen, dass du das ganze eigentlich ganz gut steuern kannst. Und nicht vergessen, Armutspunkte werden am Schluss ja reduziert um das Mass des Spielers mit der wenigsten Armut.
    Mir gefällt das Spiel sehr gut und deine Problematik ist in meinen Augen gar keine.


    Viel Spass mit London

  • Zweimal gespielt ohne Probleme. Resumee: Super Wallace-Kracher.


    Natürlich kann man so dermaßen destruktiv sinnlos spielen, dass man zum Schluss immer wieder Karten in die Auslage spielt und wieder zurücknimmt. Aber dann gehört man vielleicht auch mal psychiatrisch untersucht, oder man hat zu viel Zeit im Leben.........



    Gruß Markus

    Wenn Dein Pferd tot ist, steig' ab!

  • Zitat

    Original von [Tom]
    So, morgen steht bei uns LONDON auf dem Plan. Ich habe mir gerade die Regeln durchgearbeitet, und habe schon ein paar Bewertungen und Spielberichte dazu gelesen.
    ...
    Ist es wirklich ein Designfehler..... ?


    Zitat

    Original von [Tom]
    Oder darf man nur Fragen zu Spielen stellen, wenn man sie schon 5x gespielt hat? :box:


    Es ging ja nicht um das Fragen an sich, sondern um die Unterstellung eines Designfehlers, nachdem man das Spiel 0x gespielt hat. Mit solchen Worten sollte man vorsichtig umgehen, denn im Folgeschritt wird daraus dann irgendwo: "Im unknowns - Forum habe ich von Designfehlern im Spiel ... gelesen".


    Zur eigentlichen Frage:Ich selbst habe bislang auch nur die Regeln gelesen und bin auch schon gespannt, wie das ineinandergreift.


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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    Herbert

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  • Auch wenn es sich so gelesen hat: Ich unterstelle ja nicht den Design-Fehler, sondern habe die Kritik nur aufgegriffen. :)


    Aber ich habe ja auch schon die Antwort bekommen, die ich gesucht habe: Es ist kein Problem. ;)


    Ist als Januar-Spiel jetzt auf meine 12M12S-Liste gewandert; Dezember-Kandidat war/ist Troyes... :)

  • Ich habe jetzt London 4x gespielt und es gibt in meinen Augen keinerlei Probleme mit der Endphase. Lass Dich einfach nicht verrückt machen.

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  • Lass ich mich gerne! :)


    Kaum hatte ich Troyes bestellt, habe ich einen Spielbericht gelesen, in dem es hieß, dass man eigentlich sowieso nichts planen kann, und das ganze ein chaotisches Glücksspiel sei - mehr oder weniger - und mir die Haare gerauft und mich gefragt "WARUM? Warum habe ich es nur gekauft???" - Jetzt liebe ich das Spiel... ;)

  • Habe London bisher 3x gespielt in unterschiedlichen Spielrunden und bisher kam es in keiner Partie zu der von Dir beschriebenen End-Situation. Weil das Spielende ist abzusehen und da optimiert man lieber vorab seine Kartenauslage, um dann abschliessend noch einmal regieren, um selbst Siegpunkte einfahren zu können. Da man zudem noch Armutswürfel am Spielende für jede Handkarte aufnehmen muss, ist die Frage, ob Mitspieler überhaupt die Auslage leer machen wollen, wenn sie selbst danach nicht mehr Karten ausspielen können?


    Für eine Erstpartie sind das eh alles arg hypothetische Fragen, weil da habt Ihr viel mehr mit den Kartentexten und deren Bedeutungen und mit einer für Euch sinnvollen Spielstrategie (warum und in welcher Reihenfolge soll ich was tun?) zu tun, als so destruktiv auf das Spielende zu spielen.


    Könnte, wenn überhaupt, ein Problem werden, wenn alles das Spiel ausreichend gut kennen und selbst dann ist der verdeckte Kartenstapel besonders zu Spielende weitaus interessanter als eine Kartenauslage, die sich dort über x Runden angesammelt hat. Warum sollte also jemand auf sichere Punkte verzichten für einen Plan, den Mitspielern Armutspunkte reinzudrücken, der eigentlich nur funktionieret kann, wenn die Mitspieler auch so spielen und die Auslage eher leert als füllt?


    Das eigentliche Problem für mich bei London ist eher die Downtime, weil sich arg viel verändern kann, bis man wieder am Zug ist, so dass Vorausplanungen nur begrenzt was bringen. Die Downtime minimiert sich aber extrem, wenn man die Karten schon kennt oder die Erstpartie als reine Lern-Kennenlern- und nicht Optimier-Partie ansieht. Während der Züge der Mitspieler kann man ja selbst nix machen, ausser zu hoffen, dass bestimmte Karten aus der Auslage nicht verschwinden oder bestimmte Stadtteile nicht zugebaut werden. Für mich aber noch ein gutes Spiel, wenn ich mir auch mehr erhofft hatte.


    Cu / Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Ich hab zwar erst ein Runde London gespielt, aber schon nach der war für mich eine bestimmte Tendenz zu erkennen, die mich eine Strategie ausprobieren lies, die sich nach genauem durchdenken und besonders Feedback auf BGG als ziemlich stark erweisen könnte oder sagen wirs anders ,eine Notwendigkeit erzeugt, bestimmte Dinge zu tun...


    mehr dazu hier ,wo auch schon Leute mit mehr Erfahrung dazu Stellung genommen haben...run, City, run


    London ist aber auf jedenfall ein sehr schönes Spiel, mit sehr vielen schönen Mechanismen und Verzahnungen, gerade den Armutsmechanismus sowohl unterm Spiel als auch bei Spielende finde ich sehr interessant und zu vielen spannenden Entscheidungen führend. Außerdem ist die optische Gestaltung mal wieder mehr in Richtung, heutiger Standard gerückt, von ein paar kleinen Materialentscheidungen mal abgesehen...diese Plastikmünzen...

  • So - heute zum erstenmal gespielt. Ja - das beschriebene Phänomen kann aufkommen und ja - man muss gegen Ende entsprechend aufpassen. Bei uns war es so, dass am Ende alle nochmal an ihrer Auslage gebastelt haben, um die Kartenhand leer zu bekommen (jeder Karte ist schließlich ein Armutspunkt).


    Nach dem ersten Eindruck ein solides Wallace-Spiel mit vielen Stellschrauben und Möglichkeiten - weitere Partien werden folgen.


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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  • Wir haben das Spiel heute erstmalig und zu zweit gespielt. Wir haben das Ende sogar herausgezögert, hatten zu zweit halt genug Viertel, dass wir keine Armutspunkte nehmen musste.
    Ich war nach dem,was ich bisher so gelesen habe echt skeptisch, aber das Spiel hat mir sehr gut gefallen. Es bietet gewiss ncoh eine Menge Möglichkeiten, wenn man es öfter spielt.


    Gruß Spielteufel

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Wir haben es nun auch zweimal zu viert gespielt, und ja, es KANN zu einer solchen End-Situation kommen - aber daran ist meiner Meinung nach der Spieler dann selbst schuld. Man sieht ja, wie viele Karten noch da sind, und wenn ich mir ausrechnen kann, dass ich nur noch einmal dran komme, und dann nur noch in der letzten Aktion nochmal - na, dann warte ich mit dem Regieren meiner Stadt halt noch eine Runde und (über)baue nochmal...
    Die Armut ist ein sehr cleverer Mechanismus, da man auch nicht nur sein eigenes Total sehen darf, sondern immer relativ zu dem Spieler mit der geringsten Armut rechnen muss.


    Insgesamt ein sehr, sehr schönes Spiel, dass mir gut gefällt und vor Allem auch schnell gespielt ist. Die ansprechenden Kartenillustrationen und natürlich auch die passenden Namen tragen sehr gut dazu bei, dass das Thema sehr gut getragen wird. Auch der Abwurf-Mechanismaus beim Bauen ist schön gemacht; wer "zu viel" Glück bei den Karten hatte, der muss eben dennoch die Hälfte der Karten abwerfen...


    Ist bei mir praktisch schon im Warenkorb... ;)

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  • Zitat

    Auch der Abwurf-Mechanismaus beim Bauen ist schön gemacht; wer "zu viel" Glück bei den Karten hatte, der muss eben dennoch die Hälfte der Karten abwerfen...


    ? Wie meinst du das denn genau? Mir ist noch nie untergekommen, das man die Hälfte seiner Handkarten abwerfen kann (darf), da Karten in der Hand halten ja eher hinderlich als nützlich sind (Armutspunkte).


    Kannst du mir das kurz erläutern? Danke

  • Zitat

    Original von Jackyl


    ? Wie meinst du das denn genau? Mir ist noch nie untergekommen, das man die Hälfte seiner Handkarten abwerfen kann (darf), da Karten in der Hand halten ja eher hinderlich als nützlich sind (Armutspunkte).


    Kannst du mir das kurz erläutern? Danke


    Klar. Wenn Du baust, also Karten in Deine Auslage legst, dann musst Du in der Regel ja für jede Karte, die Du baust, auch eine gleichfarbige Karte abwerfen. Dieser Mechanismus ist sehr pfiffig, wie ich finde, da man zwar die besten Karten für sich behält, aber eben nicht ALLE Karten für sich behalten kann. Sprich: Ziehe ich bei 8 Karten 6 "super-duper"-Karten - so es diese denn gibt - dann muss ich dennoch 2 von diesen tollen Karten abwerfen, wenn ich baue, denn für 4 gebaute Karten landen auch 4 Karten in der Ablage. Das empfinde ich als schönen Mechanismus.


    Das man die Karten "einfach so" nicht abwerfen kann, ist ja klar. Das Hand-Management ist sehr wichtig bei dem Spiel. Im Idealfall will man ja nach dem Regieren mit 0 Handkarten dastehen...

  • Hiho,


    Keine Handkarten zu haben ist extrem hinderlich, wenn man Karten auslegen möchte.


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    Hiho,


    Keine Handkarten zu haben ist extrem hinderlich, wenn man Karten auslegen möchte.


    Atti


    Worauf beziehst Du Dich? :)


    Den Wahrheitsgehalt Deiner Aussage zweifle ich nicht an, aber ohne Kontext könnte ich eine ebenso wahre Aussage schreiben:
    "Gefrorene Butter lässt sich schlecht auf Brot streichen." ;)

  • Zitat

    Original von Attila
    Keine Handkarten zu haben ist extrem hinderlich, wenn man Karten auslegen möchte.
    Atti


    Und viele Handkarten zu haben ist extrem hinderlich, wenn man Regieren möchte.


    Mit wenig Geld kann man nicht bauen. Geld bekommt man beim Regieren. Regieren kann man nur, wenn man wenige Karten auf der Hand hat. Karten reduziert man durch Auslegen. Zum Auslegen braucht man Karten. Karten bekiommt man beim Bauen.


    Ist fast wie im Hauptmann von Köpenick: keine Arbeit bedeutet keine Wohnung und keine Wohnung bedeutet keine Arbeit. Im Leben macht einen so etwas fertig, im Spiel ist es herrlich.


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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  • achso war das gemeint :) da hast du natürlich recht. Mich hat das ganze irritiert, dass du auf die Hälfte der Karten gekommen bist.. Hab schon gedacht, ich hätte was übersehen. Das es genau die Hälfte deiner Handkarten betrifft, stimmt ja nur, wenns perfekt läuft und du deine ganze Hand ausspielen kannst :) aber das sind Details :-)


    In dem Sinne... viel Spass


    @Atti: stimmt wie bereits bekannt, nur bedingt... London ist ein Dilemma... aber ein herrliches :)

  • Hiho,


    Der Unterschied zwischen meinem posting und der Sache mit der Butter: meins bezieht sich auf London (das Spiel).



    Atti

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