Namibia und Schwarzes Gold

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  • Also, Schwarzes Gold hat mich schon vom Aussehen her nicht interessiert; Namibia dagegen sehr!


    Ich besitze es, und habe es aber noch nicht gespielt. Das Spiel selbst kommt ohne jeden Zufallsfaktor aus; es liegt Alles in der Interaktion zwischen den Spielern - und da ist es ein gnadenloses Hauen und Stechen, denn immer der letzte Spieler (in der Spielerreihenfolge) geht sozusagen leer aus: Er darf weder Eisenbahnstrecken bauen, um seine Minen anzuschliessen, noch darf er einen Hafen öffnen, um dort seine Rohstoffe zu verkaufen.
    Auf der anderen Seite ist es durchaus reizvoll, den anderen Spielern einen passenden Hafen zu öffnen: Man selbst darf immer als Erster verkaufen (also bevor die Preise einbrechen) und man bekommt ausserdem für die Verkäufe von anderen Spielern während des eigenen Zugs Siegpunkte. Also muss man immer abwägen: Sind mir die Siegpunkte wichtiger, als zu verhindern, dass meine Mitspieler Geld bekommen?


    Der Marktmechanismus ist recht clever gelöst: In Abhängigkeit der verkauften Menge an Rohstoffen verändern sich der Preis und die Nachfrage eines Rohstoffs. So kann man gezielt weniger verkaufen, um den Preis stabil zu halten - oder aber genau so viel, dass der Preis einbricht, und die anderen Spieler das Nachsehen haben. Den genauen Mechanismus erläutere ich jetzt nicht - den kann man in den Regeln sehr gut ablesen.


    Zum Spielmaterial noch ein Wort: Es dürfte ja bekannt sein, dass die "Edition Bohrturm" von Mücke Spiele/Spielmaterial.de das aufgekaufte Material von Giganten wieder auflegt. Dies ist sehr gut gelungen - alle Komponenten passen; die Loks als Spielerreihenfolge (man baut auch das Eisenbahnsystem von Namibia aus), die Bohrtürme als Minentürme - da ist ja eine Ähnlichkeit gegeben. Und schliesslich die Lastwagen als Ein-Transport-Lösung, solange die Minen noch nicht angeschlossen wurden. Die Schwarzen Plättchen als ausgebäutete Region passen auch.
    Leider ist der Spielplan um einen Tick zu klein für das Material. Man merkt es besonders bei den Eisenbahn-Strecken, die einfach zu lang sind. Es wird also ein wenig wuselig auf dem Plan, aber es ist noch erträglich. Dennoch wäre es anders schöner gewesen; denn ein Hexfeld mit Ressourcen, dem Lastwagen und einem Bohrturm wird schon SEHR eng...


    Als Geld wurden die bunten Münzen von Nautilus wieder verwendet - also Gelbe, Orange, Rote und Lilane Plastikmünzen (OHNE Zahlenaufdruck). Ja, das altertümliche "N" passt zu Nautilus wie auch zu Namibia - dennoch muss man sich erst an die Wertigkeiten gewöhnen. Irritierend ist:
    Gelb - 1
    Orange - 5
    Lila - 10
    Rot - 25
    Da hätte ein Tausch der Wertigkeiten von Rot und Lila ein sinnvolleres Muster ergeben - aber das kann man bei sich ja auch anders regeln.


    Im Großen und Ganzen würde ich das Spiel empfehlen, wenn man sich nicht zu sehr an der Enge auf dem Spielbrett stört - das kann man aber bei den Bildern auf dem Geek schon sehr gut sehen.


    Ach ja, eines noch: Die Holzscheiben in den Spielerfarben sind nicht gut gewählt worden, verglichen mit den Farben des Spielmaterials aus Plastik - da macht eine Ergänzung in passenderen Farben Sinn! :)

  • Hehe.


    Ja, ich weiß auch nicht, ob es HEUTE noch auf meiner 12M12S landen würde. Das interessante mit der Liste: Man wird plötzlich wählerisch, während man vorher Alles blind gekauft hat. Ich bin auch grad an ASARA vorbeigelaufen - sonst hätte ich es für 16 Euro sofort mitgenommen...

  • 12M12S ist eine Idee, die Sternenfahrer und ich uns überlegt haben.


    Im Vorfeld von Essen hat uns die Kauf-Situation so übermannt, dass wir als Plan eben besagtes 12M12S überlegt: Damit wir nicht ALLES Kaufen, was neu erscheint - denn INTERESSANT ist ja prinzipiell fast jedes neu erschienene Spiel - sondern wirklich nur die guten Spiele, die auch eine echte Chance haben, bei uns auf dem Spiele-Tisch zu landen. Im Grunde bedeutet es Nichts weiter als: "12 Monate, 12 Spiele", also: 1 Spiel pro Monat.
    Es ist eine kleine selbst auferlegte Regelung, oder Beschränkung, damit die Ausgaben für Spiele eher unter Kontrolle bleiben. Man liest ja auch momentan wieder im Forum, dass viele Spieler noch nicht alle ihre Essen-Neuerwerbungen gespielt haben. Selbst bei mir trifft das auf Spiele wie Namibia zu. Da ich mir nun aber nur noch ein Spiel im Monat gönne(n möchte), überlege ich besser als vorher, welches dieses sein wird - die letzten beiden Spiele waren Troyes und London - und es war eine sehr gute Entscheidung bei beiden Spielen, wie ich finde!


    Anyway, unsere Listen haben wir, für Kommentare und für uns gegenseitig, auch bei BGG eingestellt; hier ist meine:
    http://www.geekdo.com/geeklist…s-12-months-12-games-list

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