Der Spieler an sich

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  • Neulich meinte ein Freund von mir: Der Spieler an sich hat Abitur und glaubt nicht an Gott. Ich hab ihm natürlich gesagt, dass das Quatsch ist. Allerdings machte mich stutzig, dass das tatsächlich auf fast alle Spieler in meinem Umkreis zu traf. Sind Spieler überdurchschnittlich gebildet und gottlos??? Eine Umfrage macht hier leider nicht viel Sinn, aber was sagt euch eure Erfahrung?

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

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  • Vieler meiner Spielekollegen sind (wie ich auch) gläubige Menschen.


    Man umgibt sich meist mit den Menschen die den eigenen Grundsätzen und Bildungsleveln entsprechen.


    Für mich gilt: die meisten Spieler glauben an Gott und haben promoviert (> 50 % meiner regelmäßigen Mitspieler erfüllen diese Kriterien).


    Alles eine Frage des Blickwinkels.

  • Hi,


    also ich habe festgstellt, dass die meisten leute, die die von mir vorgestellten Spiele am besten fanden und auch am eifrigsten mitspielten Studenten oder Leute mit Abitur waren - Somit stimmt Aussage 1 m. Meinung nach. (trifft auch auf mich zu)


    Das mit dem Gottlos kann Ich so nicht unterstreichen - Ich als überzeugter Christ bin somit der gegenbeweis für Aussage 2.


    Auch wenn ihr mal auf BGG guckt, seht ihr doch einige hundert die ihren Glauben haben und auch praktizieren (Microbadges)


    Tom Vassel (Dicetower) zum beispiel. ist soweit Ich weiss Pastor/Missionar und ist wohl der inbegriff des Spielers.


    Somit --> Spieler = Intelligent --> Ja !!!
    --> Spieler = Gottlos --> NEIN !!!


    Jeder soll an das glauben was er will und wenn er an nichts glaubt werd Ich trotzdem mit ihm ein Brettspiel spielen.


    Denn beim spielen sollte der Glauben ausser Acht gelassen werden.


    Viele Grüße


    Suryoyo (der gerade seine gekauften Geschenke verpackt)

    3 Mal editiert, zuletzt von Suryoyo ()

  • Zu These 1: Stimmt wohl im Ansatz - vielleicht hängt es auch mit dem der geistig anregenden und "müßiggängerischen" Umgebung des Studiums/der Hochschule zusammen.


    Zu These 2: Hmmm, sehe da leider keinen Zusammenhang. Ob praktizierter (A)Theismus, Agnostizismus, Ignostizismus oder gar Aphatheismus - in Spielerkreisen ist mir bislang noch alles begegnet. Auch wenn tatsächlich viele "freidenkende Menschen" die ich kenne sich von kirlichen Organisationen losgesagt haben, sehe ich darin doch keine stichhaltige Spieler-Statistik.


    Genausogut könnte ich folgende Thesen in den Raum stellen:
    Spieler fahren meist Mittelklasseautos, wohnen vornehmlich in Großstadtvororten, haben i.d.R. ein Haustier und tragen niemals weiße Tennissocken... ;


    Apropos Socken: Frohe Weihnachten an alle Gläubigen und Nichtgläubigen - hauptsache jede/r versucht, diese Welt etwas besser zu machen.... ;)

  • Ja ich denke ich auch das je komplexer die Spiele werden desto gebildeter sind die Leute.
    Hab mal ein paar ASL Spieler gesehen die sich mit Hemd und Krawatte den Kopf eingeschlagen haben ;-)


    Zweite Aussage trifft bei mir überhaupt nicht zu. Meine Mitspieler ( ich selbst auch ) sind Christen bis auf zwei und das wären dann 80% Christen.
    Gut ok meine Oma findet es nicht so toll wenn ich "Kriegsspiele" Spiele aber sonst hat Glauben nichts mit dem spielen zu tun. Das ist genau so falsch wie meine Geschichtelererin meinte Christen würden sich nicht für den 2 Weltkrieg interessieren, für Panzer, Raketen. Natürlich interessiere sich Christen dafür genau so wie alle anderen Menschen auch.
    Nicht mehr und nicht weniger.


    Gruß Manuel ( Der aus dem tiefreligiösen Württenberg kommt )

  • Mir ist aufgefallen, dass viele Spieler einen beruflichen IT-Schwerpunkt haben. Vielleicht ist Spielen wie Programmieren? Deswegen auch die PAP's auf BGG zu komplexen Spielen wie HiS?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Mir ist aufgefallen, dass viele Spieler einen beruflichen IT-Schwerpunkt haben. Vielleicht ist Spielen wie Programmieren? Deswegen auch die PAP's auf BGG zu komplexen Spielen wie HiS?


    Das ist mir auch schon aufgefallen!

  • Was sind denn PAP's? Kennt einer der hier anwesenden Akademiker diese DBA?

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

    2 Mal editiert, zuletzt von Herbert ()

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  • Habe zu dem Thema noch was interessantes in Wikipedia gefunden:

    Zitat

    Eine im Jahr 2005 veröffentlichte wissenschaftliche Studie der Europäischen Kommission weist einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und der Tendenz zur Religiosität nach. So ist in der Europäischen Union der Glaube an einen Gott oder eine sonstige höhere Macht in den bildungsfernen Schichten am stärksten verbreitet und nimmt mit zunehmender Bildung ab


    Demnach könnte aus These1 These2 folgen.
    Vielleicht könnte man festhalten, dass der Spieler zwar gebildeter und gottloser als der Durchschnitt ist, bestimmt aber nicht gottloser als andere gebildete Menschen.


    Gruß Leo, der keinen Mittelklassewagen fährt, keine Großstadt in Sicht, dafür aber durchaus ein Haustier hat und das mit den weißen Tennissocken nur macht, wenn seine Freundin nicht guckt.

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  • Allerdings hängen Rauchen und Bildung ebenfalls zusammen....
    und wer will schon ein Spiel aus einem Raucherhaushalt spielen ;-)

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

  • Zitat

    Original von Uzi
    Hab mal ein paar ASL Spieler gesehen die sich mit Hemd und Krawatte den Kopf eingeschlagen haben ;-)


    Tatsächlich?
    Wann und wo ist das denn gewesen, und wieviele waren beteiligt?
    Gab's Verletzte?


    Ich hatte bisher 38 verschiedene ASL-Spielpartner - aus genau 10 unterschiedlichen Nationen.
    Ich habe bisher weit mehr als 100 ASL-Spieler getroffen (hauptsächlich auf Cons) - aus über 20 unterschiedlichen Nationen.
    Und ich habe tausende Photos von Dutzenden unterschiedlicher internationaler ASL-Cons gesehen.


    Es war nach meiner Erinnerung kein einzigerer dabei, der eine Krawatte trug (Hemd schon) - wobei das ja auch egal wäre.
    Schon gleich gar nicht habe ich jemals irgendeine handgreiifliche Auseinandersetzung mitbekommen.


    Und das alles gilt nicht nur für ASL, sondern für alle anderen Spiele auch - mit viel größeren Zahlen.
    Von daher glaube ich Dir erst mal kein Wort ...


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Herbert
    Was sind denn PAP's? Kennt einer der hier anwesenden Akademiker diese DBA?


    PAP = Programm-Ablaufplan


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear
    PAP = Programm-Ablaufplan
    .


    Danke!

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

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  • Zitat

    Original von stmountain
    Oh nein, ich entspreche dem Klischee: Ich fahre ein Mittelklasseauto, wohne in einem Großstadtvorort und hätte liebend gerne Haustiere, wenn es denn die Zeit und Rahmenbedingungen zuließen. :P


    Nichtraucher und ITler bin ich natürlich auch.


    und die Socken ?????

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  • Ich spiele hauptsächlich mit netten Spielern. :-) Natürlich benötigt man eine gewisse
    Intelligenz insbesondere für die komplexeren Strategiespiele, deshalb sind Spieler
    sicherlich nicht überdurchschnittlich in der "bildungsfremden Schicht" zu finden. Dies
    bedeutet aber nicht unbedingt Abitur oder Studium.


    Gruss
    Thomas


  • In Essen und sie waren nicht handgreiflich sondern haben ihr Duell schön auf dem Bett mit Counter ausgetragen. Und es hat mich beeindruckt was für Menschen doch ASL spielen. Nicht negativ sondern positiv. Ich hab ihnen geschwind über die Schulter geschaut und hab festgestellt das mein Starterkit wissen nicht ausreich um davon was verstehen zu können.


    Und nein es war eine positive Begegnung und ich weiß nun sicherlich das ich mal auf die Hexacon nach Bonn ( glaub ich ) gehen werde.

  • Zitat

    Original von Leololo23
    Allerdings hängen Rauchen und Bildung ebenfalls zusammen....


    Wie denn?
    Sind die Raucher weitgehend ungebildet? Oder gebildet?


    Und wie ist's mit denen, die das Rauchen aufgehört haben?
    Haben die plötzlich einen Bildungs-Schub bekommen?
    Oder haben sie plötzlich all ihre Bildung verloren?


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Aus einem dkfz Bericht:

    Zitat

    1. Soziale Ungleichheiten im Rauchverhalten in Deutschland: Wie für viele andere Industrienationen, belegen auch Daten aus Deutschland eine stark ausgeprägte soziale Polarisierung des Rauchverhaltens . Hohe Raucheranteile weisen vor allem Personen mit . geringerer Bildung, geringem Einkommen und niedrigerem beruflichem Status sowie Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger auf. So rauchen z.B. 48% der Männer und 40% der Frauen mit einem Hauptschulabschluss gegenüber 25% der Männer und 20% der Frauen mit einem Hochschulabschluss 2

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

    Einmal editiert, zuletzt von Leololo23 ()

  • Der Zusammenhang zwischen Bildung und Religiosität ist doch naheliegend. Nicht umsonst wird Religion "Opium für's Volk" genannt; das war schon immer so und wird nicht nur in der EU so sein...


    Noch eine Lieblingsthema von mir: Der momentan aus finanziellen Interessen geführten Attacken der an der Esoterik gut verdienenden Interessengruppen auf seriöse Wissenschaft. Opfer sind auf jeden Fall die gutgläubigen Bürger, die dann damit getröstet werden, daß sie sich ja gutes tun... Da rollen sich mir die Fußnägel hoch (und nein, ich unterscheide nicht zwischen Esoterik und Religion - Glauben ist der Feind des Wissens).
    Aber das ist mein ganz privater Weihnachtswunsch, dass die Ideen der Aufklärung doch noch größere Verbreitung finden möge.


    Gehört aber nicht hierher! :-)

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  • Zitat

    Original von Uzi
    In Essen und sie waren nicht handgreiflich sondern haben ihr Duell schön auf dem Bett mit Counter ausgetragen. Und es hat mich beeindruckt was für Menschen doch ASL spielen. Nicht negativ sondern positiv.


    Dein Posting klang völlig anders.
    Und ganz ehrlich: Ich würde mich niemals in die Essener Messehallen setzen, um ASL zu spielen - die Umgebung ist doch völlig ungeeignet für konzentriertes Spielen.


    Zitat

    Original von Uzi
    Ich hab ihnen geschwind über die Schulter geschaut und hab festgestellt das mein Starterkit wissen nicht ausreich um davon was verstehen zu können.


    Nur zur allgemeinen Klarstellung:
    Die Kenntnis der Regeln der ASL Starter-Kits reicht normalerweise gut aus, um auch eine Full-ASL-Partie verfolgen zu können.
    Vielleicht war Deine persönliche Regel-Kenntnis ja nicht ausreichend.


    Zitat

    Original von Uzi
    Und nein es war eine positive Begegnung und ich weiß nun sicherlich das ich mal auf die Hexacon nach Bonn ( glaub ich ) gehen werde.


    Hexacon ist in Braunfels, nicht in Bonn.
    Eine ASL-Partie habe ich dort in 20 Jahren allerdings fast nie gesehen.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Biswut


    und die Socken ?????


    Für mich gilt:
    - Mittelklassewagen: ja
    - Großstadtvorort: nein (früher: ja)
    - Haustiere: leider ja
    - Nichtraucher: ja
    - IT'ler: immer gewesen im gesamten Berufsleben
    - Tennis-Socken: als (Ex-)Tennisspieler selbstverständlich ja


    Ich komme also dem "Ideal-Bild" ziemlich nahe ...


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Der Zusammenhang zwischen Bildung und Religiosität ist doch naheliegend


    Aber aus einem empirischen Zusammenhang lässt sich nicht immer ein kausaler stricken. Dass eine stärkere Religiösität häufig bei weniger gebildeten Menschen vorzufinden ist, vermittelt mir mein subjektiver Blick ebenfalls, aber nicht jeder Akademiker geht mit seiner Religiösität hausieren, da für die meisten Menschen hier Religion Privatsache ist. Hinzu kommt, dass der Wissenschaftsbetrieb und damit auch der Medienbetrieb derzeit eine bekennende Religiösität mit Unglaubwürdigkeit gleichsetzt.
    Zudem fördern die hiesigen Lehranstalten ein atheistisches Weltbild, und je länger jemand diese Institutionen durchläuft desto eher wird er wohl in diese Richtung tendieren. Viele Akademiker vergessen in ihrer Argumentation die konstruktivistische Wende. Von daher müssen alle, die eine als auch die andere Seite, den Ball mal flach halten. Soll heißen die insbrünstigen Atheisten nicht ständig mit den Finger auf die religiösen Menschen zeigen und behaupten die anderen (also die religiöse Fraktion) würde dies tun.
    Ich bin zwar kein Christ, aber das ist die Sache mit dem Balken im eigenen Auge.


    Zitat

    Nicht umsonst wird Religion "Opium für's Volk" genannt;..


    In erster Linie ist jede Form einer Ideologie nutzbar zur "Beherrschung der Massen", funktioniert übrigens am besten mit dem Kapitalismus. Wenn in dessen Namen getötet wird, interessiert es die Welt nicht (ein Bsp. die ca 1 Millionen getöteten irakischen Zivilisten, um Erdölreserven zu sichern). Nichts ist doch für die meisten schlimmer, als wenn es ans eigene Portemonaie geht.
    Ich bin kein Sozialist.


    Zitat

    Glauben ist der Feind des Wissens


    Deiner Meinung nach. Dabei ist der typische Fehler bei dieser Betrachtung, dass das diametrale Verhältnis der beiden Begriffe ein philologisches Problem der westlichen Welt ist. Andere Teile der Welt sehen es durchaus anders. Aber dieser Missstand liegt in der eurozentristischen Bildung und Wertegläubigkeit begründet, häufig mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit.
    Ich bin im übrigen Deutscher.


    Sternenfahrer: Ich habe deine Zitate verwendet um auf meiner Meinung nach wichtige Punkte hinzuweisen. Fühle dich nicht angegriffen.

  • Hallo,


    auch ich denke
    1. Ja, definitiv. Gerade komplexere Spiele verlangen eine gewissen Intelligenz und vor Allem den Willen sich mit komplexen Dingen auseinanderzusetzen. Der ist nun mal bei Akademikern ehr gegeben als bei Schulabbrechern. Ausnahmen bestätigen in beide Richtungen die Regel.


    2. Nein, absolut keine Zustimmung. Allgemein gibt es nicht mehr viele Menschen, die ihren Glauben offen zugeben, weil es eben nicht "in" ist. Vor Allem bei jüngeren Menschen ist es ehr "out" gläubig zu sein. Aus meinen Spielegruppen hält sich dies aber ehr die Waage. Also tendenziell sogar ein höherer gerade religiöser Spieler, als dies für die Gesamtbevölkerung zutrifft.


    3. IT-ler = Informatiker. Ja, auch dieser Zusammenhang stimmt denke ich. Gerade IT-ler beschäftigen sich immer wieder mit der Lösung neuer Probleme, was genau dem Spielen entspricht.


    4. höhrere Intelligenz = weniger Glaube, das halte ich für falsch. Viele unserer intelligentesten Vorfahren waren bekenndende Gläubige, Einstein, Newton, Da Vinci und das obwohl viele von ihnen sogar der Ketzerein angeklagt wurden. Es hat nichts daran geändert, dass sie an Gott geglaubt haben.


    (Ich persönlich bin auch sehr gläubig, bin allerdings obwohl ich in der kath. Kirche aktiv bin, sehr kritisch gegenüber vielen Ihrer Einstellungen)

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Um Brettspiele einer gewissen Komplexität zu spielen bedarf es sicher einer gewissen Intelligenz, diese ist aber (dem Gott an den ich nicht glaube sei Dank) nicht nur bei Akademikern zu finden, auch wenn deren Auftreten in diesen Kreisen vermehrt beobachtet worden ist.
    Aber auch unter Akademikern soll es ja die sogenannten "Fachidioten" geben, die zwar nicht in der Lage sind sich eine Scheibe Brot zu schmieren, dafür aber mit verbundenen Augen ein Herz transplantieren können.


    Ich bin jedenfalls ausreichend mit Intelligenz gesegnet um zwischen meinen ausschließlich akademischen Mitspielern und Freunden nicht unangenehm aufzufallen, besitze einen Kleinwagen, 2 Katzen, 2 Kinder (von denen hier noch niemand ein Wort erwähnt hat), bin alleinerziehend - da geschieden, wohne in einem Wohnblock am Rande der Großstadt, bin Raucher, trage Tennissocken nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt und übersetze bei Gelegenheit gerne mal Spiele wie Vinhos oder Target Earth vom englischen ins deutsche, für all die Akademiker die des englischen nicht mächtig sind.
    Nebenbei habe ich einen 1,50 Euro Job in einem Altenwohnheim und bin Hartz IV Empfänger. Ich trinke entgegen aller Klischees keinen Alkohol und könnte mich Stundenlang über Thesen wie die hier aufgestellten amüsieren.


    Ich beteilige mich immer gern an absurden Diskussionen :-)

  • Hiho,


    Absurde Diskussion trifft es doch auf den Kopf.


    Ich halt es wie fppm und amüsiere mich köstlich. Hier waren schon ein paar gute Brüller bei. Hab's meiner Frau vorgelesen und wir haben Tränen gelacht.


    Atti


  • Ein wertvoller Beitrag zur Diskussion! Welche Farbe haben denn eure Teppiche?

  • Zitat

    Original von drfunk


    Ein wertvoller Beitrag zur Diskussion! Welche Farbe haben denn eure Teppiche?


    Außerdem muss man bei den derzeit herrschenden Wetterbedingungen doch arg aufpassen, solche Tränen können sich ganz schnell in Blitzeis verwandeln. :-)

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Zitat

    Original von Warbear
    Und wie ist's mit denen, die das Rauchen aufgehört haben?
    Haben die plötzlich einen Bildungs-Schub bekommen?
    Oder haben sie plötzlich all ihre Bildung verloren?


    Ich habe gerade aufgehört und kann Dich beruhigen: nix verloren - aber auch kein Schub! :happy:


    Und zum Nichtspieler bin ich zum glück auch nicht geworden. Der typische Spieler bin ich aber auch nicht, denn der hat ja 90% Abitur, raucht zu 30% und trägt zu 20% Tennissocken während er zu 70% in der IT arbeitet, wo er zu 90% mit dem Mittelklassewagen hinfährt. Ich bin da eher extrem veranlagt und bringe überall 100% oder 0%.


    Und jetzt werde ich ein wenig mit absolut abnormen Typen spielen: die haben kein Abitur, rauchen nicht, haben keinen Mittelklassewagen, tragen keine Tennissocken und arbeiten tun die auch nichts, schon gar nicht in der IT. [SIZE=7](Es handelt sich um meine Kinder.)[/SIZE]
    :gitarre: :drums:


    Frohe Weihnachten aus dem Münsterland
    Herbert

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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  • Ganz so abnorm find ich die Diskussion gar nicht. Man spricht ja auch vom Standarddeutschen. Der Deutsche gibt 220 Euro für Geschenke aus, etc.
    Sich ein Bild vom Spieler zu machen und sich die Unterschiede zum Deutschen anzuschauen kann schon interessant sein. Nützlich ist es aber vermutlich nicht.
    Im Übrigen denke ich auch nicht, dass Glaube und Intelligenz sich ausschließen. Allerdings gehe ich davon aus, dass intelligente Menschen eher dazu neigen, ihre Motive und ihr Weltbild kritisch zu hinterfragen. Dabei müsste wohl jedem auffallen, dass es keine Religion gibt, die nicht voller Widersprüche steckt. In der Beschäftigung mit diesem Thema kommt der intelligente Mensch dann also darauf, dass a) Gott nichts für ihn ist, und er sich von einem Kinderglauben löst (Wenns schon den Weihnachtsmann nicht gibt, wieso solls dann den anderen Typen geben?). b) er trotzdem fühlt, dass ihn etwas umgibt, der Glaube in ihm fest verwurzelt ist, so dass er sich kritisch mit seinem Glauben auseinandersetzt, ihn für sich daher neu erklärt und festigt. Ich denke, dass die meisten Menschen in den heutigen Zeiten bei so einer Auseinandersetzung eher zu a) tendieren. Daher die Verschiebung.

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