Dungeon Lords

  • So, ich habe (unfreiwillig) Dungeon Lords zu Weihnachten bekommen, und konnte natürlich dem geschlossenen Karton nicht wiederstehen.


    Das Spiel macht ja einen sehr hübschen Eindruck; das Material ist reichhaltig, aber noch eine Stufe vor einem Überfluss an zu organisierendem Material. Auch die Informationen scheinen exakt ausreichend zu sein.
    Die Spielregeln habe ich mir schon durchgelesen, auch die Regeln der bereits enthaltenen Erweiterung.


    Meine Einschätzung: Das Spiel sind eigentlich zwei Spiele in Einem: Die erste Hälfte macht das geschickte "Bieten" auf die Aktionen und das Bauen des Dungeons aus.
    Die zweite Hälfte ist der Kampf mit der Heldengruppe, was mir zeitlich ebenso aufwendig erscheint - zumal bei vier Spielern ja die Downtime relativ hoch sein dürfte: 3 Kämpfe zuschauen, einen selbst bestreiten.


    Wie sehen das die erfahrenen Dungeon Lords? Wie sieht es mit der Zeit, die man herumsitzt, in diesem Spiel aus?
    Die Kritik, das es zu wenig Interaktion gäbe, halte ich nicht für sachlich, da das Bieten auf die Aktionen und das Wählen der Helden (Bös-o-meter) schon viel Interaktion bieten; und ich würde auch gleich mit der komplexen Variante mit den Gegenständen ins Spiel starten.

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  • Das, dass 2 Spiele in einem sind, die aber jeweils von einander abhängig sind ist richtig.


    Aber auch die Kampfrunden bestehen aus vielen kleinen Phasen, die mehr oder weniger gleichzeitig von allen Spielern abgewickelt werden können. Also ist auch hier die Downtime sehr gering.


    Das Spiel ist genial. Wiedermal ein Spiel mit tollen Mechanismen, dass einen auch super ins Thema abtauchen lässt.


    Viel Spaß beim Spielen,


    Rene'

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Ich würde das erste Spiel ohne Gegenstände und auch ohne Sonderereignisse spielen. Das erste Spiel braucht man hier zum Erforschen der Mechanismen und Möglichkeiten und sollte als Lernspiel nicht das gesamte Beiwerk dabei haben.


    Die Kämpfe gehen flotter als die Kartenaussucherei und jede einzelne Kampfphase wird von jedem Spieler erstmal gespielt, bevor die nächste Phase kommt. Da zirkuliert das Spiel im Kampf auch schon recht schnell ohne lange Wartezeiten.

  • Dann erwähne ich nur mal, dass ich das Spiel zwar okay, aber nicht wirklich gut finde.


    Es sind halt zwei Spiele oder eigentlich drei in einem. Die Bietphase in der man auch ganz schön auf die Nase fallen kann. Die Heldenkampfphase, die für mich eigentlich der Kern des Spieles ausmacht. Das ist das, weswegen ich das Spiel spielen möchte.
    Und zuletzt die Schlußwertung, die einige eklatante Abweichungen von meinem gefühlten Spielsieg entfernt ist und mir teilweise Dinge auferlegt, die ich im Sinne eines Dungeon Lords (Dungeon beschützen, Helden gefangen nehmen) eigentlich nicht tun würde.


    Eine ganz nette Brettspielumsetzung, die aber meines Erachtens nicht an das PC-Spiel rankommt.

  • Ich finde das Spiel super - thematisch toll, super Grafik, sehr lustig, anspruchsvoll. Eines der ganz wenigen Worker-Placement-Spiele, die in meiner Sammlung verbleiben durften...

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