Wie gut könnt ihr verlieren?

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  • Als ich ein Kind war, habe ich viel und begeistert gespielt. Und meistens wenn ich verloren habe, habe ich geheult die Welt und mich (und meine Mitspieler) verflucht. Inzwischen kann ich sehr gut verlieren (natürlich aber noch besser gewinnen). Vielleicht hat mich das viele Spielen daran gewöhnt? Allerdings habe ich auch Spieler in meinen Gruppen die regelrecht fuchsig werden, wenn es mal nicht so läuft. Da haben sie oft schlecht gewürfelt und werden dann sauer weil es ja "ungerecht" ist, dass sie so viel Pech haben. Einer hatte beim Poker ein paar Abende hintereinander Pech, so dass wir es in der Besetzung nicht mehr spielen konnten, weil er ab da immer sein Veto einlegte.
    Wie sieht es bei euch aus? Gute oder schlechte Verlierer?
    Und muss eure Gruppe auch mal unter eurem Unmut leiden? Wann habt ihr mal die Würfel durch den Raum geschmissen?

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

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  • hab einen guten kollegen, der immer gecheatet hat wenn er verloren hat... war so eine sportskanone, aber in spielen nur gutes mittelmaß...


    ich kann und will verlieren - aber bitte nicht NUR wegen den würfeln... ich will wissen, dass ich verantwortlich war für meine niederlage und rausfinden was ich hätte besser machen können

  • Wirklich frustiert bin ich, wenn ich verliere, aber wirklich nicht weiß, WESHALB!


    Bei manchen Spielen verliert man, und "schuld" sind Göück oder Pech mit Würfeln - da kann ich mit den Schultern zucken und sage mir: Schönes Spiel, spielt ihr mal. Sowas mag ich als Spiel schon nicht. Ich spiele es dann zwar mit, aber meine Aufmerksamkeit ist dann nicht wirklich beim Spiel.


    Bei den komplexeren Strategiespielen sieht das schon anders aus - fast Alles hängt von Deinen Entscheidungen ab. Da probiert man Taktiken und Strategien und legt sich eine Vorgehensweise zurecht, da man meint, den optimalen Weg - oder zumindest einen guten Weg - durch das Spiel gefunden zu haben. Und stellt vielleicht fest, dass dem nicht so ist.
    Dann möchte ich schon sehen, WAS schief gelaufen ist. Wenn ich nach dem Spiel der Meinung bin, dass ich Alles so gut gemacht habe, wir nur möglich - so optimal gespielt habe, wie möglich - und DENNOCH verloren habe, dann gibt es ja praktisch keine Möglichkeit, sich zu verbessern, zu steigern. Dann bleibt die Frage, warum man es nochmal spielen sollte, offen. DAS frustriert mich extrem, und dann bin ich auch kein guter Verlierer mehr - allerdings dem Spiel gegenüber. Würfel fliegen dann nicht gerade... ;)


    Ich frage mich, weshalb die Frage gerade nach den Feiertagen auf den Tisch kommt - hast Du da böse Erfahrungen gemacht? :)

  • Ich gewinne auch lieber als ich verliere. Allerdings ist für mich beim Spielen der Weg das Ziel. Es muss schon Spannung im Spiel sein sonst ist der Sieg nichts wert. Und wenn ich nach 1-4 Stunden angenehmer Unterhaltung verloren habe, stört mich das nicht.


    Ich cheate auch nicht bei Memory um gegen die Patenkinder zu gewinnen.

  • Hiho,


    Solange die Einschätzung das es "am Würfel" liegt korrekt ist, ist das alles richtig. Nur ist diese Einschätzung meistens falsch.


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    Solange die Einschätzung das es "am Würfel" liegt korrekt ist, ist das alles richtig. Nur ist diese Einschätzung meistens falsch.


    Und wenn man schlecht spielt und dazu noch Würfelpech hat, woran hat es denn dann gelegen?
    :hahaha:


    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it


    Meine Verkaufsliste

  • Ich verliere gerne solange ich nicht das Gefühl habe das andere mit Absicht gegen mich Spielen oder ihnen egal ist wer gewinnt und deshalb schlecht Spielen.
    Solange das Spiel spannend ist, ist mir egal wer gewinnt.

  • Es kann eben nur einer gewinnen, sofern es kein kooperatives Spiel ist, und ob ich das jetzt bin oder mein(e) Mitspieler ist mir zwar nicht völlig egal, aber ein gutes Spielgefühl auf dem Weg dorthin ist mir wichtiger als der reine Sieg in einer blöden Partie. Wenn ich einen für mich Erfolg versprechenden Weg verfolgt habe und damit nur Dritter werde, ok, dann ist es eben so. Ist eher ein Motivationsanreiz, es in kommenden Partien besser zu machen.


    Somit kann ich gut verlieren und praktiziere das wesentlich häufiger, als dass ich Siege feiern könnte. Kann aber eventuell auch daran liegen, dass ich vermehrt versuche, aus dem Bauch heraus zu spielen, als wirklich bis ins letzte Detail eine Situation durchzurechnen und minutenlang zu analysieren, während meine Mitspieler warten. Auch wenn ich manchmal zu Entscheidungsschwäche neige. Umso mehr, je wichtiger mir ein Spiel an sich ist oder eine Spielsituation für mich scheint.


    Je nach Spielverlauf, wenn sich abzeichnet, dass der Spannungsbogen eh verloren gegangen ist und mir die Partie egal geworden ist, muss ich mich anstrengen, nicht abzuschalten, um das Spiel nur noch runterspielend zu beenden. Dann ist mir die Platzierung auch egal, wenn das gute Spielgefühl eh nicht mehr gegeben ist.


    Cu / Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

    Einmal editiert, zuletzt von ravn ()

  • Nachdem ich hier gelesen habe ist mir noch was eingefallen.
    Wenn tatsächlich gegen mich gespielt wird, obwohl ich nicht der Führende bin, kann ich auch fuchsig werden. Wenn ich bei Smallworld eh hinten bin und die Leute suchen sich meine Plättchen aus...ARGH!

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

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  • Lustig, dass Du das erwähnst... gerade Smallworld ist ja so eine Sache: Da alle Siegpunkte verdeckt liegen, ist es eben nicht unbedingt klar, wer vone liegt. Und erst recht interessant wird es, wenn man nicht nur die aktuellen Siegpunkte, sondern auch die Position auf dem Spielfeld berücksichtigt.


    Ich sehe mich selbst da sehr oft in einer deutlich schlechteren Position als ich meist bin - eine ewige Diskussion zwischen Sternenfahrer und mir. Wir haben schon überlegt, ob wir eine Art Spiel-im-Spiel beginnen - oder eher Spiel-um-das-Spiel - indem wir nach der Hälfte der Spielzeit in einem Umschlag einen Tip auf den Gewinner abgeben... :)

  • Ich sehe es ähnlich wie von vielen von Euch genannt. Ein längeres Spiel (Spielzeit > 30 Minuten) spiele ich nur dann gerne, wenn der Glücksfaktor überschaubar ist. Dabei ist es mir egal ob ich gewinne oder verliere.


    Bei längeren Strategiespielen ist bei mir die Motiviation das Spiel bald noch einmal zu spielen meist sogar höher wenn ich verloren habe, als wenn ich ständig gewinne.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Zitat

    Original von gimli043
    Ein längeres Spiel (Spielzeit > 30 Minuten) spiele ich nur dann gerne, wenn der Glücksfaktor überschaubar ist.


    Zustimmung. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Siehe. Roborally

    "Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund es nicht zu tun." - Gordon Shumway

  • ... auch bei Roborally sehe ich ihn noch als überschaubar an ... Ich habe zumindest das Gefühl selbst Entscheidungen zu treffen. Dass diese dann Aufgrund der Mitspieler nicht immer, oder nur selten funktionieren, ist ja eine andere Geschichte :)

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.