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  • Hallo, wir haben neulich Labyrinth angespielt. Scheint hohes Potenzial zu haben - eventuell aus unserer Sicht sogar besser als Twilight Struggle?!?


    Wer von Euch kann schon einen Ersteindruck von sich geben??? Seltsam ruhig um das Spiel???

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Hiho


    Ich habe bis jetzt 6-7 Partien Labyrinth gespielt. Das Spielmaterial ist super, eine echte Augenweide, vor allem wenn man vorwiegend Cosims zockt und die Partien waren kurzweilig und spaßig.
    Aber das Spiel hat mich nicht vollkommen überzeugt. Vorweg gesagt: TS bleibt für mich das elegantere und bessere Spiel. Labyrinth hat den Vorteil, dass es den Reiz des Neuen ausstrahlt und eine hochaktuelle Thematik aufgreift. Aber holt man das Spiel wieder aus dem Regal, wenn man die Möglichkeiten und die Spieltiefe ausgelotet hat? Ich befürchte Labyrinth könnte das gleiche Schicksal wie 1960: The Making of the President ereilen: Zwar ein solides und interessantes Spiel, verstaubt dennoch im Regal. Das Bessere ist der Feind des Guten!

    Ich habe mehrere Kritikpunkte zu Labyrinth:


    Ein zu großer Glücksanteil. Ich habe nix gegen Glück im Spiel, ich liebe Würfel. Aber bei Labyrinth gibt es immer wieder Würfelwürfe, die über Ach und Weh entscheiden und auf diese Würfe hat man kaum Einflussmöglichkeiten. Im Blick habe ich den Wurf auf US-Prestige und US-Posture. Ein einzelner schlechter Wurf hat hierbei weitreichende Folgen und der US-Spieler wird hart ausgebremst.
    Die meisten Events haben unterschiedlichste Vorbedingungen. Auch dies führt zu einem weiteren Glücksfaktor. Ich hatte schon Turns, wo ich die Hand voller gegnerischen Events hatte; mir aber keine Sorgen machen musste, da keine der Vorbedingungen erfüllt war. Dadurch fehlt bei Labyrinth häufig das harte Handkartenmanagement, welches u.a. TS auszeichnet. Besonders bei "1-Deck-Partien" von Labyrinth vermisse ich dieses Handkartenmanagement sehr.
    Im Weiteren hat der US-Spieler keinen direkten Einfluss darauf das Funding der Jihadisten zu drücken; nur durch die Event-Karten. Sind diese Karten gut über den Nachziehstapel verteilt, kann man den Jihadisten nicht den Geldhahn zudrehen. Um von Nutzen zu sein, müssen diese Karten schnell aufeinander folgen. Aber dies entscheidet die Glücksfee.


    Der Spielreiz ist für mich ungleich verteilt. Ich finde den Part des US-Spielers zu übernehmen sehr dröge. Als US-Spieler muss man eine fundamentale Entscheidung treffen: Wann und wo mit den Truppen einzumarschieren. Ist diese Entscheidung getroffen, sind die restlichen Spielentscheidungen meist trivial. Die Entscheidungen werden vorgegeben durch das US-Prestige, die US-Posture, durch GWOT, den eigenen Handkarten und durch das Vorgehen des Jihadisten. Der Jihadisten-Spieler macht die Musik, als US-Spieler muss man darauf reagiern. Dies ist wohl dem asymmetrischen Kampf richtig nachempfunden, aber aus spielerischer Hinsicht langweilig.

  • Ups, das hört sich nicht so gut an. Danke für diesen Eindruck.


    Wir haben bei der Anspielpartie mehr mit den Regeln gekämpft... mal schauen, wie sich der Eindruck bei uns entwickelt...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ups, das hört sich nicht so gut an. Danke für diesen Eindruck.


    Um nicht falsch verstanden zu werden: Labyrinth ist ein gutes Spiel, aber es gibt viele bessere Spiele ;)