Pokerchips statt Geld...

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  • Mal eine Frage an die Spielmaterialoptimierer...


    Wir haben gestern Poseidon gespielt - schönes 18xx Einstiegsspiel! Leider habe ich beim "Abschieben" einer Maroden Staatsmacht an den Mitspieler in den sauren Apfel beißen müssen. Er akzeptierte meine Minderheitsregierung und ich mußte dann aus einem Teil meines Privatvermögens das Handelsschiff kaufen - Mist...


    Aber zum eigentlichen Thema...


    Das Gefummel mit den Geldscheinen war echt nervig. Nun kann man so etwas ja durch Pokerchips lösen. Nun meine Fragen.


    - Wie ermittel ich eigentlich die beste Stückelung? Einfach die Pokerchips analog der im Spiel befindlichen Geldscheine stückeln?
    - Wo bekomme ich preiswerte Plastikpokerchips her, die es in verschiedenen Stückelungen gibt und bei denen der Wert aufgedruckt ist?
    - Welche Erfahrung habt Ihr mit dem Ersatz des Geldes durch die Chips gemacht?


    Vielen Dank für die zu erwartenden unzähligen Antworten...
    Sankt - The Bot - Peter...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Sinnvoll sind mind. 7 Farben: 1,2,5,10,20,50,100.
    Evtl. noch größere Farben, aber diese kommen nicht so oft zum Einsatz - hierfür kann man evtl. auch ein paar Scheine nehmen.


    Nun müsste man nur noch wissen, wo man diese bekommt. ich suche immer noch nach günstigen Chips ohne nervigen Aufdruck.

  • mit die grösste Auswahl an Pokerchips (von ganz billig bis ganz teuer) hat der Gamblerstore in Regensburg: www.gamblerstore.de


    Dort habe ich auch meine Pokerchips her! Ich möchte auch noch bei einigen meiner Brettspiele das Papiergeld durch Pokerchips ersetzen, bin mir aber auch noch nicht ganz schlüssig welche es dann letztendlich werden.

    Status 12M12S 2020: 10M17S

    (TippiToppi, Kuhhandel, Oriflamme, Soviet Kitchen, Spicy, Junk Art, Kick Ass, Ulm, Imperial, Das Grimoire des Wahnsinns, Draftosaurus, Just One, Werwörter, Anno 1800, Switch & Signal, Paris - Stadt der Lichter, Greenville 1989)

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    2020: 17 | 2019: 15 | 2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20

  • Ein paar Spiele habe ich auch mit Pokerchips ausgestattet, fand das z.B. für Brass sehr angenehm.
    Gekauft habe ich die alle bei Ebay, das Angebot da ist für gewöhnlich riesig und wenn man nicht ganz was bestimmtes sucht sind die Chips teilweise auch deutlich preiswerter als in oben genanntem Store. Das Durchgucken ist es auf jeden Fall mal wert.


    Ganz so kleine Stückelungen brauch man auch garnicht, ich habe jetzt ein Spiel mit den Werten 1, 5, 25, 100, 500 ausgestattet, auch mit sowas kommt man durchaus klar, auch wenn ich statt der 25er lieber 10er und 50er gehabt hätte. Dafür hat mich ein ganzer Koffer mit wirklich vielen Chips , 2 Kartenspielen und Würfeln aber nur 15 Euro inclusive Versand gekostet. Da nehme ich gern auch in Kauf das sie aus China kommen und nicht ganz so sauber gearbeitet waren. Gewicht und Gefühl passt jedenfalls.

  • Nabend,


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    - Wie ermittel ich eigentlich die beste Stückelung? Einfach die Pokerchips analog der im Spiel befindlichen Geldscheine stückeln?


    hört sich nicht soooo schlecht an, die Idee... ;)


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    - Wo bekomme ich preiswerte Plastikpokerchips her, die es in verschiedenen Stückelungen gibt und bei denen der Wert aufgedruckt ist?


    ebay?!


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    - Welche Erfahrung habt Ihr mit dem Ersatz des Geldes durch die Chips gemacht?


    eigentlich nur gute... :)

  • Also,das ist doch gerade der Vorteil bei Pokerchips, daß sie KEINE Werte aufgedruckt haben. So kann man je nach Spiel festlegen, welche Farbe welchen Wert haben soll.


    Chips mit aufgedruckter Wertung kennt man aus diversen Roulettespielchen. Die sind vielleicht praktisch, aber selten schön. Ich habe mir zu seiner Zeit da mal zwei Boxen bei einem ehemals bekannten Spieleversand bestellt, den es heute nicht mehr gibt. Allerdings setze ich die nur sehr selten ein, weil ich selten bei mir daheim spiele und auswärts die Dinger oft genug vergesse.


    Richtig nützlich ist Geldersatz bei den jüngeren Wallace-Spielen (AOI, LONDON...), wenn man da nicht die Deluxe-Version ergattert hat, da die Plastikchips, die Treefrog statt des Holzgeldes beilegt, mal so richtig Mist sind. Die kann man kaum aufklauben, da sie so dünn sind.
    Für Sammler mag bei Spielen mit Papiergeld eine Rolle spielen, daß das Papiergeld sich immer rasch abnutzt, was mit den Plastikchips eigentlich kaum der Fall ist.


    [Tom] hat sich neulich so Plastikgeld bei Spielmaterial.de bestellt, das finde ich allerdings gar nicht schön.


    Die beste, aber auch teuerste Lösung wären echte Metallmünzen, wie man sie beim LARP nutzt. Da kann man mal nach "LARP GELD" googlen, oder McOnis Handelskontor aufsuchen.

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  • Wir spielen inzwischen auch überwiegend mit (unbeschrifteten) Pokerchips, legen allerdings einen Streifen mit den Werten unter die Stapel. Jeder Spieler hat auch seine "eigene" Bank in Reichweite, um sich beim Zahlen und Wechslen nicht ins Gehege zu kommen. Wenn möglich (wie z.B. bei 1856) läuft aber auch noch Rails 1.4 mit.
    Hier auf den Bildern 2 und 4 kann man einiges erkennen --> 18xx Dormagen


    Klaus

  • Das mit der privaten Bank klingt interessant - besonders das System des Pappstreifens mit den grafisch unterstützt aufgedruckten Werten. Von der privaten Bank unabhängig habt Ihr dann aber noch einen jeweils eigenen Stapel Privatvermögen?


    Rails 1.4 - aus Deiner/Eurer Erfahrung, taugt das Programm, um den Spielablauf soweit zu unterstützen, dass man regelfest und richtig spielt oder ist es nur ein reines Verwaltungsprogramm? Ich kannte bisher nur das alte 18xx-Dosbox-Verwaltungsprogramm, das mich aber eher abgeschreckt hat von Präsentation und Bedienung, so dass ich es nie genutzt habe.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Im Zuge des damals um sich greifenden Pokerfiebers (2005/2006?) hatte ich mir auch ein Set mit 600 Chips zugelegt. Ich habe mir damals ehrlich gesagt keine Gedanken weiter gemacht und einfach ein Set gekauft. Bald merkte ich, dass die vorgegebene Zusammenstellung nicht für meine Bedürfnisse ideal war. Von den hohen Werten waren es im Verhältnis zu viele Chips und von den niedrigen/mittleren Werten zu wenig. Ich habe dann optimiert und mein Chip-Sortiment angepasst.


    Als Spielgeldersatz für Brettspiele habe ich jedoch ein eigenes Set zusammengestellt. Ausgehend von der Überlegung, dass ggf. das Anhängen von Nullen an die aufgedruckten Werte einfacher für die Spieler ist, als sich die Farben und die dazugehörigen Werte zu merken, verwarf ich schnell die Idee, Chips ohne aufgedruckte Werte zu verwenden.


    Ich wollte nun das optimale Chipset mit Werten bis 100 zusammenstellen. Gemäß der "ungeschrieben Gesetze" auf diversen Pokerseiten sollten nie mehr als 5 Chips nötig sein, um die nächsthöhere Wertigkeit abzubilden. Also entschied ich mich zunächst für die Stückelung: 1er, 5er, 25er und 100er. Die optimale Stückelung wurde häufig mit Hilfe der 1/2/3/4-Verteilungsregel beschrieben (also beispielsweise 40x1er, 30x5er, 20x25 und 10x100er - oder vielfaches davon). Mit Blick in diverse Spielschachteln hatte ich aber häufig 5 oder 6 verschiedene Werte gesehen und bin dann doch noch etwas abgewichen. Zudem waren bei meinem damaligen Anbieter nur Gebinde von 25 Chips pro Sorte zu bekommen. Ich habe dann als Zwischenstufen auch noch 10er und 50er angeschafft, was mir zweckmäßig erschien. Mein Set sieht jetzt wie folgt aus:


    75x1er
    75x5er
    50x10er
    50x25er
    25x50er
    25x100er


    (Verteilungsschlüssel ist 3/3/2/2/1/1)


    Insgesamt habe ich jetzt ein Set aus 300 Chips, welche ich universell einsetze (ggf. durch das Anhängen von Nullen). Mehr als 200 Geldscheine habe ich auch noch nie in einem Spiel gesehen und daher war mein Chipset bisher immer ausreichend.


    Gekauft habe ich eigentlich billige China-Chips mit Laser-Aufkleber. Entgegen der Berichte im Netz sind die Aufkleber bei mir bombenfest. Ein junger Unternehmer bei mir um die Ecke hatte diese Chips importiert und betreibt noch heute einen Versandhandel damit. Ich konnte die Ware vor Ort prüfen und auch das individuelle Zusammenstellen war kein Problem (den obligatorischen Alu-Koffer, Würfel, Karten ect. gab es natürlich auch noch dazu). Bei ebay sollte es eigentlich genug Anbieter geben, die auch Sets zum zusammenstellen anbieten.


    Enteiser

    Einmal editiert, zuletzt von Enteiser ()

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  • Hallo Ralf


    Zitat

    Original von ravn
    Das mit der privaten Bank klingt interessant - besonders das System des Pappstreifens mit den grafisch unterstützt aufgedruckten Werten. Von der privaten Bank unabhängig habt Ihr dann aber noch einen jeweils eigenen Stapel Privatvermögen?


    Ja, wir haben dem Programm zuerst nicht so recht getraut und daher alle Zahlungen auch mit den Chips durchgeführt.


    Zitat

    Rails 1.4 - aus Deiner/Eurer Erfahrung, taugt das Programm, um den Spielablauf soweit zu unterstützen, dass man regelfest und richtig spielt oder ist es nur ein reines Verwaltungsprogramm? Ich kannte bisher nur das alte 18xx-Dosbox-Verwaltungsprogramm, das mich aber eher abgeschreckt hat von Präsentation und Bedienung, so dass ich es nie genutzt habe.


    Cu / Ralf


    Wir hatten genau das gleiche Problem, da wir erst im Dezember wieder angefangen haben, regelmäßig ein 18xx auf den Tisch zu bringen. Das alte DOS-Programm kann von uns auch niemand bedienen und sich da einzuarbeiten ist auch für einen Informatiker ein Gräuel :stop:
    Aber Rails dagegen ist echt genial! Leicht zu bedienen und vor allem wird auch der Streckenbau, Pöppeln und das Berechnen des Einfahrergebnisses unterstützt bzw. automatisch ausgeführt. Dadurch wird die elendige Suche nach der gewinnbringendsten Strecke insbesonders in der Endphase des Spiels deutlich abgekürzt! Wir hatten zwar noch einen Bug bei der Formierung der CGR - deshalb war es auch gut, dass wir mit Chips gespielt haben - aber dieser wohl inzwischen behoben.
    Die anderen unterstützten Spiele 1830, 1851, 1889, 18AL, 18EU und 18KAAS habe ich noch nicht ausprobiert; 1835, 1870 und 1825 sind wohl noch in der Entwicklung.
    Ein Nachteil im "Hot-Seat-Mode" des Java-Programms ist nur, das die angezeigten Tabellen bzw. Schriften nicht variabel zoombar sind und daher nur auf einem großen Bildschirm mit entsprechend runter gesetzter Anzeigegröße aus der Entfernung erkennbar sind.


    Klaus

  • Eine wirklich umfassende Einführung über den Ersatz von Spielgeld durch Pokerchips hat Scott Nicholson hier in knapp 30 Minuten zusammengestellt --> Boardgames with Scott
    Eine entsprechende Diskussion wurde auch auf BGG geführt.


    Die normalen Pokerchips-Koffer haben, wenn man die Stückelung nicht selber bestimmen kann, wohl fünf verschiedene Farben. Ich würde dann eher die Werte 1, 3, 10, 30, 100 vergeben. Damit sind dann die meisten Summen durch wenige Chips darstellbar.


    Klaus

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