14.02. - 20.02.2011

Bitte bewerte: Russian Railroads
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  • So, über die Diskussionen im letzten Wochenthread wollen wir nicht vergessen, auch die neue Woche zu "protokollieren". Wenn jemand meinen Beitrag nicht mag, ihn für sinnlos oder -leer hält, dann nur heraus damit. :-)


    Also, gestern kam mein frisch geschenktes Magister Navis auf den Tisch!
    Mit dem Spiel liebäugle ich ja schon sehr lange, und nun wurde es mir also geschenkt, was mich unglaublich gefreut hat. Daher habe ich mir gestern auch direkt gewünscht, daß es auf den Tisch kommt.
    Wir haben zu viert gespielt, und es hat mir sehr gut gefallen! Es ist eines der Spiele, bei denen restlos ALLE Informationen auf dem Tisch liegen - man könnte also, als Rechengenie, jederzeit sehen, wer wie viele Punkte hat - und folgerichtig auch immer den Führenden herauspicken, um selbst Punkte auf dessen Kosten zu machen.
    Natürlich haben wir das nicht gemacht - wobei ich in der letzten Runde ein wenig Zeit hatte, mal vorher durchzurechnen (Ich bin stark auf Gebäude/Industrie gegangen, und hatte somit als einziger zwei der 5er-Gebäude, so daß ich einen Arbeiter praktisch hin- und herschieben konnte, um abzuwarten, was die anderen Spieler machen, und am Ende dann meine Züge auszuführen). Da lagen wir alle mit 39 Punkten gleichauf, was mich sehr überraschte.
    Ich hatte mit Abstand am wenigsten Bevölkerung, was aber auch an dem exzessiven Einsatz der Kanonen lag, mit dem ich mir in den letzen Runden eine LANGE Handelsroute gesichert habe; und natürlich der Konzentration auf Industrie statt Kultur.


    Ein sehr schönes Spiel; sowohl was Material angeht, als auch was die Spielmechaniken betrifft. Es spielt sich relativ schnell und bietet verschiedene Möglichkeiten, Siegpunkte zu holen - gefällt von vorne bis hinten! Nur der fehlende Zufall könnte einigen Spielern vielleicht nicht so sehr liegen. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.


    Danach habe ich dann das erste Mal 7 Wonders ausprobieren dürfen. Zu fünft - was soll ich sagen? Schönes Spiel, schönes Material, klevere Mechanismen - aber für meinen Geschmack zu wenig Kontrolle und zu viel Zufall. Als schnell gespielter Absacker sicherlich ok, aber da schreckt mich dann doch wieder der Preis ab...


    Edit: Was ich noch hinzufügen möchte:
    Momentan habe ich viel Spaß mit kleinen CoSims auf meinem Android-Telefon. Ein BGG-User hat sich die Mühe gemacht, Unternehmung 25, Korean War und Operation Barbarossa für das Mobile umzusetzen. Alle drei Spiele sind Solitär spielbar; die ersten Beiden wahlweise auch im 2-Spieler-Modus.
    Eine schöne, schnelle Daddelei... :-D

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  • Zitat

    Nur der fehlende Zufall könnte einigen Spielern vielleicht nicht so sehr liegen. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.


    Wieso man legt doch zufällig die Plättchen auf den Spielplan. Das ist doch schon mal ein wenig Zufall. MN ist ein sehr
    gutes Spiel, nur die Spielanleitung ist ein bisschen hakelig zu lesen. Abgelegte Sklavenkarten bringen Punktabzug, mit oder ohne deren Abschaffung und die Sklavenkarten werden somit nicht mehr auf ihren Kartenstapel zurücksortiert.

  • Montag abend nach der Abend bestand mein Sohn darauf, "noch schnell mal eben" ein Agricola zu zweit zu spielen. Wir entschieden uns für K-Deck plus Ö-Deck. Im Gegensatz zur Partie am Wochenende flutschte es diesmal richtig, und mein Ergebnis war mit 42 Punkten ganz ansehnlich. Vor allem hatte ich diesmal die Weiden voll - das sah doch gleich viel eher nach einem richtigen Bauernhof aus!


    Gestern beim Dienstags-Spieletreff konnte ich eine Viererrunde für Vor den Toren von Loyang zusammenbekommen. Meine erste komplett durchgespielte Partie, zusammen mit zwei Neulingen und einem, der schon 3 Partien hinter sich hatte. Hat überraschend lange gedauert! Mit Erklärung ungefähr 3,5 Stunden - erschien mir aber nie wirklich langweilig oder zu grübellastig. Durch die 2 : 2 Situation in der Aktionsphase ist man entweder selber dran oder muss höllisch aufpassen, dass der Mitspieler (Gegenspieler?) nicht schummelt. Leider reichte am Ende nur zu 16 Punkten plus etwas Restgeld, während die anderen 17 oder 18 Punkte hatten. In der Mitte des Spiels habe ich wohl den Anbau neuer Rohstoffe vernachlässigt und hatte deshalb in den letzten drei Runden kaum noch Material zum Arbeiten.


    Massiv gestört wurden wir übrigens dadurch, dass im gleichen Saal der Gaststätte ein Treffen der Piratenpartei abgehalten wurde, welches ein Komödienautor nicht besser hätte erfinden können. Vereinsmeierei vom Feinsten mit herrlich sinnfreien Diskussionen und Sprücheklopferei ("Wir müssen eine transparentere Politik fordern!")...


    Ciao
    Stefan

  • Zitat

    Original von Bundyman


    Wieso man legt doch zufällig die Plättchen auf den Spielplan. Das ist doch schon mal ein wenig Zufall. MN ist ein sehr
    gutes Spiel, nur die Spielanleitung ist ein bisschen hakelig zu lesen. Abgelegte Sklavenkarten bringen Punktabzug, mit oder ohne deren Abschaffung und die Sklavenkarten werden somit nicht mehr auf ihren Kartenstapel zurücksortiert.


    Ja, das ist Zufall: Aber nur beim Spielaufbau; danach liegen die Marken ja offen - also sind alle Informationen schon vor Spielbeginn bekannt. Das Spiel selbst kennt dann keinen Zufall mehr. In manchen Spielen gibt es ja auch WÄHREND des Spiels ein gewisses Zufallselement; eher in den meisten Spielen. Hier aber üerhaupt nicht.


    Mit der Anleitung hatte ich keinerlei Probleme, muss ich sagen - allerdings hatten wir dann auch einen erfahrenen Spieler dabei, der ein-zwei Fragen beantwortet hat, ehe ich nachschlagen konnte.

  • Bei uns gab' es am Montag nochmal Troyes zu zweit:
    Ich konnte das Spiel 44 zu 36 gewinnen. Obwohl ich zwei Mal Strafe zahlen musste, weil ich keine Einflusspunkte abgeben konnte, konnte ich durch Kämpfen, Bauen und Aktionskarten im Spiel genügend Punkte für einen Vorsprung sammeln. Bei der Abschlusswertung erhielten wir exakt gleich viele Punkte. Klasse Spiel!

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Zitat

    Massiv gestört wurden wir übrigens dadurch, dass im gleichen Saal der Gaststätte ein Treffen der Piratenpartei abgehalten wurde, welches ein Komödienautor nicht besser hätte erfinden können. Vereinsmeierei vom Feinsten mit herrlich sinnfreien Diskussionen und Sprücheklopferei ("Wir müssen eine transparentere Politik fordern!")...


    Naja, die Splitterparteien finanzieren wir wohl alle indirekt mit der Stimmabgabe mit. Nun stören sie auch noch bei unserer kostbaren Freizeit. Allein der Name der Partei ist ja heutzutage nicht gut gewählt, da man da doch leicht andere Dinge assoziiert, die man eher bekämpft.


    Zurück zu Loyang: In Essen hat mir eine 4er Partie überhaupt nicht gefallen, es hat auch 3 Stunden gedauert und hatte nur 15% Spielreiz eines Le Havre. Am Wochenende sagte jemand zu mir, ich sollte mal Loyang zu zweit probieren. Das muss ich noch mal testen, fürchte aber das Loyang im Duell erneut einbricht.

  • Zitat

    Original von airbag42
    @ [TOM] wg Magister Navis


    Wir haben in unserer ersten Partie die Plättchen (versehentlich) verkehrt herum auf dem Spielplan ausgelegt.


    Das Spiel funktionierte wunderbar. :-)


    Ja, war ursprünglich auch mein Gedanke - aber da sie offen liegen, ist auch da keine Überraschung zu erwarten. :)

  • Bei uns gab' es gestern in Viererrunde:


    Ghost Stories
    Der Besitzer hatte es seit einem Tag und schon vier Mal gespielt, für uns andere drei war es das erste Spiel. Wir haben den Anfängermodus gespielt und sind gnadenlos untergegangen. Wir haben häufig erfolglos versucht Geister auszutreiben, ich denken wir hätten häufiger die Hilfe irgendwelcher Dorfbewohner in Anspruch nehmen sollen. Erste Einschätzung von mir ist, dass das Spiel Spaß macht, einigermaßen atmosphärisch, aber relativ glücksabhängig ist. Ich werde es aber sich noch einige Male spielen und mich eines besseren belehren lassen. Im Moment vermute ich, dass es anderen Klassikern im Koop-Bereich wie Herr der Ringe, Schatten über Camelot oder Pandemie, ... aber nicht mal annähernd das Wasser reichen kann.


    Valdora
    Wäre der vierte Spieler nicht gewesen, dann wäre das Spiel sehr spannend und eng ausgegangen 97:96:94 und ich hätte sogar gewonnen. Doch der vierte Spieler holte fast 160 Punkte. Er hatte Ausrüstungsgegenstände aller Farben + Karren + Esel und konnte somit als er einmal in Fahrt war sehr viel Aufräge erfüllen. Ich habe mich auschließlich auf graue und gelbe Aufträge beschränkt und einige Bonussplättchen bekommen. Mein dazugekaufter Abschlussbonuszug sollte mit eigentlich noch 23 Punkte (3er Auftrag + Bonusplättchen + viloletter Handwerker) einbringen, scheiterte aber daran, dass ein anderer seinen Spielzug auf meinem Zielgebäude beendete und ich kein Silber mehr hatte. Interessant wäre, ob man mit der Strategie sehr viel Ausrüstungsgegenstände kaufen immer gewinnt. Gegensteuern kann man durch schnelles Spiel beenden. Aber das habe ich gestern versucht und stand da alleine zumindest auf ziemlich verlorenen Posten.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

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  • Zitat

    Original von gimli043
    Valdora
    ... Gegensteuern kann man durch schnelles Spiel beenden. Aber das habe ich gestern versucht und stand da alleine zumindest auf ziemlich verlorenen Posten.


    Da sprichst Du genau meine Kritik an dem Spiel an - keine Interaktivität; oder sagen wir mal: so gut wie keine. Siehst Du das anders und habe ich mich vielleicht bei meiner Einschätzung des Spiels getäuscht?
    Ich halte es für ein simples Wettrennen um die Anzahl der zu erfüllenden Aufträge, damit man Bonuspunkte bekommt. Gibt es da geschickte Kniffe, die ich übersehen habe??

  • Naja, dass es eine Art Wettrennen ist, ist wohl unbestreitbar. Aber ich denke schon, dass es da verschiedene Wege zum Sieg gibt:
    - viele Auträge einer Farbe -> Bonusplättchen
    - viele unterschiedliche Farben -> Punkte pro Farbe
    - viele teure weiße Aufträge -> direkte Punkte


    Die Frage die sich mir im Moment stellt, ist, ob man gewinnen kann ohne viele Ausrüstungsgegenstände zu kaufen.


    Insgesamt gefällt mir das Spiel schon ganz gut, Note 7-8, es ist sicherlich kein Strategieoberhammer, aber trotzdem ein schönes Spiel.
    Nur das Finden der Edelsteine auf der Straße darf ich mir nicht vorstellen, dann wird's krank, hier rede ich mir immer fest ein, dass ich die mit den abgebildteten Werkzeugen irgendwo abbauen gehe.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Das es unterschiedliche Wege gibt und unterschiedliche Strategien, daß bezweifle ich überhaupt nicht. Ich frage mich: Wo bleibt die Interaktion? Ich habe bei dem Spiel das Gefühl, man spielt nur nebeneinander her. Wer das besser macht, der gewinnt. Die anderen Spieler haben keine Möglichkeit, dabei einzugreifen - es sei denn, sie opfern sich selbst, indem sie z.B. für viele Münzen die Seite mit dem Auftrag für den führenden Spieler "verschlagen" - aber was bringt einem das? Nur selbst Verluste.


    Das ist eigentlich der Grund, daß das Spiel bei mir eine 5-6 bekommt.

  • Zitat

    Original von [Tom]


    Da sprichst Du genau meine Kritik an dem Spiel an - keine Interaktivität; oder sagen wir mal: so gut wie keine. Siehst Du das anders und habe ich mich vielleicht bei meiner Einschätzung des Spiels getäuscht?
    Ich halte es für ein simples Wettrennen um die Anzahl der zu erfüllenden Aufträge, damit man Bonuspunkte bekommt. Gibt es da geschickte Kniffe, die ich übersehen habe??


    Yep hast Du ;). Ohne jetzt eine Diskussion über die Definition von Interaktion anzufangen: Man sollte schon sehr genau darauf achten wer was macht, wo man deswegen am meisten Punkten kann und wie man andere Spieler ausbremsen kann ohne sich zu "opfern". Es ist definitiv kein Wettrennen mit Scheuklappen.


    gimli043: Alle Ausrüstungsgegenstände zu erwerben ist definitiv keine Gewinnstrategie. Da muss irgendwas nicht richtig gelaufen sein, denn im Normalfall ist das Spiel viel zu schnell zu Ende als dass sich das lohnen würde. Schau am besten nochmal die Regel durch ob ihr was übersehen habt. Sicher, dass er die Ausrüstungsgegenstände auch jeweils mit Gold bezahlt hat? Sicher, dass ihr nicht zu viel Silber in den Minen kassiert habt?

  • Zitat

    Original von Bundyman



    Zurück zu Loyang: In Essen hat mir eine 4er Partie überhaupt nicht gefallen, es hat auch 3 Stunden gedauert und hatte nur 15% Spielreiz eines Le Havre. Am Wochenende sagte jemand zu mir, ich sollte mal Loyang zu zweit probieren. Das muss ich noch mal testen, fürchte aber das Loyang im Duell erneut einbricht.


    Ich finde es zu zweit nicht besonders. Das spannende an dem Spiel ist ja dieser Kartenauswählmechanismus zu Beginn jeder Runde und den finde ich zu zweit nicht gut. Zu Zweit läuft es nicht rund, eine sehr hohe Einstiegshürde, die dazu führt, dass das Spiel zu zweit nicht mehr auf den Tisch kommt.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Zitat

    Original von onkel_e


    Yep hast Du ;). Ohne jetzt eine Diskussion über die Definition von Interaktion anzufangen: Man sollte schon sehr genau darauf achten wer was macht, wo man deswegen am meisten Punkten kann und wie man andere Spieler ausbremsen kann ohne sich zu "opfern". Es ist definitiv kein Wettrennen mit Scheuklappen.


    gimli043: Alle Ausrüstungsgegenstände zu erwerben ist definitiv keine Gewinnstrategie. Da muss irgendwas nicht richtig gelaufen sein, denn im Normalfall ist das Spiel viel zu schnell zu Ende als dass sich das lohnen würde. Schau am besten nochmal die Regel durch ob ihr was übersehen habt. Sicher, dass er die Ausrüstungsgegenstände auch jeweils mit Gold bezahlt hat? Sicher, dass ihr nicht zu viel Silber in den Minen kassiert habt?


    Ich habe auch noch nie erlebt, dass jemand mit allen Ausrüstungsgegenständen gewonnen hat. Das dauert einfach zu lange, diese zu bekommen, in der Zeit können die anderen schon irre viele Aufträge erfüllen.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Zitat

    Original von Spielteufel


    Ich finde es zu zweit nicht besonders. Das spannende an dem Spiel ist ja dieser Kartenauswählmechanismus zu Beginn jeder Runde und den finde ich zu zweit nicht gut. Zu Zweit läuft es nicht rund, eine sehr hohe Einstiegshürde, die dazu führt, dass das Spiel zu zweit nicht mehr auf den Tisch kommt.


    Also wir spielen Loyang zu zweit sehr gerne und ich finde nicht, dass der Mechanismus da nicht funktioniert. Insgesamt habe ich schon häufig gehört, dass Loyang zu zweit sogar am besten sein soll. Dies kann ich so nicht untermauern, da ich es bisher bis auf eine abgebrochene Partie zu viert und zu zweit gespielt habe. Zu zweit aber schon fast 20x.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Zitat

    Original von gimli043Insgesamt habe ich schon häufig gehört, dass Loyang zu zweit sogar am besten sein soll. Dies kann ich so nicht untermauern, da ich es bisher bis auf eine abgebrochene Partie zu viert und zu zweit gespielt habe. Zu zweit aber schon fast 20x.


    Unterschreibe ich auch - im Spiel zu zweit werden die Aktionskarten richtig effektiv, da sie dem einzigen Mitspieler schaden, während sie einem selbst helfen; man kann sich sinnvoll auf das konzentrieren, was der Mitspieler macht, und ihm so z.B. einen nötigen Händler stibitzen oder von seinem Feld klauen usw.
    Es hätte mMn direkt als 2-Spieler-Spiel erscheinen sollen... :-)

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    Original von onkel_e
    gimli043: Alle Ausrüstungsgegenstände zu erwerben ist definitiv keine Gewinnstrategie. Da muss irgendwas nicht richtig gelaufen sein, denn im Normalfall ist das Spiel viel zu schnell zu Ende als dass sich das lohnen würde. Schau am besten nochmal die Regel durch ob ihr was übersehen habt. Sicher, dass er die Ausrüstungsgegenstände auch jeweils mit Gold bezahlt hat? Sicher, dass ihr nicht zu viel Silber in den Minen kassiert habt?


    Hmm, ich glaube nicht, dass wir was falsch gespielt haben. Alle Gegensände wurden mit Gold bezahlt, in den Minen haben wir immer auf 6 Silber aufgefüllt. Derjenige der alle Ausrüstungsgegenstände gekauft hat. Hat sich als erstes den Karren geholt und kurz danach auch den Esel. Dann hat er immer gleich mehrere Gold eingeladen und konnte somit in einem Zug direkt mehrere Ausrüstungsgegenstände kaufen. Er konnte dann mit seiner Sammlung mehre Coups durchführen: zwei weiße Aufträge in einer Runde erfüllen. 3 rote Aufträge in einer Runde erfüllen und weil er die Werkstatt bereits hatte 3 Bonusplättchen einsammeln.
    Ich glaube es hängt auch stark von der Spielerzahl ab, ob sich da lohnt. Zu fünft ist das Spiel schnell vorbei, zu dritt hat man doch deutlich mehr Zeit, zu viert liegt es irgendwo dazwischen. Ich hätte auch nicht erwartet, dass man so gewinnen kann, aber es scheint wohl zu gehen. Zumindest weiß ich jetzt, dass das wohl nicht die Universalstrategie zu sein scheint.

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  • Zitat

    Original von gimli043Hmm, ich glaube nicht, dass wir was falsch gespielt haben. Alle Gegensände wurden mit Gold bezahlt, in den Minen haben wir immer auf 6 Silber aufgefüllt. Derjenige der alle Ausrüstungsgegenstände gekauft hat. Hat sich als erstes den Karren geholt und kurz danach auch den Esel. Dann hat er immer gleich mehrere Gold eingeladen und konnte somit in einem Zug direkt mehrere Ausrüstungsgegenstände kaufen. Er konnte dann mit seiner Sammlung mehre Coups durchführen: zwei weiße Aufträge in einer Runde erfüllen. 3 rote Aufträge in einer Runde erfüllen und weil er die Werkstatt bereits hatte 3 Bonusplättchen einsammeln.
    Ich glaube es hängt auch stark von der Spielerzahl ab, ob sich da lohnt. Zu fünft ist das Spiel schnell vorbei, zu dritt hat man doch deutlich mehr Zeit, zu viert liegt es irgendwo dazwischen. Ich hätte auch nicht erwartet, dass man so gewinnen kann, aber es scheint wohl zu gehen. Zumindest weiß ich jetzt, dass das wohl nicht die Universalstrategie zu sein scheint.


    Hmm, da muss aber schon alles zusammenpassen. Das Aufladen von Edelsteinen auf Karren + Esel kostet ja zusammen jedes Mal 5 Silber, die man dann nicht mehr in den (meist blätterintensiven) Erwerb von gleichfarbigen Aufträgen stecken kann.

  • Tolles Spielewochenende, in dem ich gerade stecke:


    Vinhos zu zweit: insgesamt jetzt meine 7 Partie und je öfter ich es spiele, desto runder wird es, desto mehr greifen die Mechanismen sinnvoll ineinander. Für mich ist es das beste Spiel aus Essen, das welches am ausgereiftesten ist und einfach komplett.


    London: auch hier gilt: je öfter ich es spiele, desto besser gefällt es mir. Zu dritt war das Ergebnis: 64:60:56 Punkte. Gewonnen hat derjenige mit den wenigsten Armutspunkten und mit den meisten Siegpunkten aus den Regierungen. Der zweite hat 9 Minuspunkte durch Armutspunkte gehabt, der letzte konnte den zweiten Kredit nicht zurückzahlen, was ihm 7 Minuspunkte einbrachte. Wichtig scheint es zu sein, beim Regieren Karten zu haben, die man nicht umdrehen muss, dann kann man im Zweifelsfall am Ende mehrfach hintereinander regieren. Die Kartenauslage darf nicht zu groß sein - analog der Gebiete, die man gekauft hat und man muss Armutspunkte abgeben können.


    Ein Identik zu viert - viel gelacht, ist einfach ein schönes Spiel und zu Unrecht nicht Spiel des Jahres geworden. Wir haben mit einem absoluten Wenigspieler gespielt, der total begeistert war.


    Constantinopolis: Spielte sich überraschend leicht und rund, meine erste Partie, die mir sehr gut gefallen hat. Nichts absolut neues, aber die Mechanismen: Gebäude kaufen, produzieren, verschiffen greifen gut ineinander. Hatte bisher kaum etwas darüber gelesen, sehr zu unrecht, wie ich finde.


    Luna: inzwischen auch 5 oder 6 mal gespielt und es wird immer runder und klarer. Der Mechanismus ist neu und absolut gut, für mich mit London und Vinhos das Highlight von der Messe Essen. Wer es noch nicht kennt, sollte es unbedingt ausprobieren.


    Merkator: scheint mir zu zweit am zügigsten spielbar, schwierig, wenn jemand ewig über seine Züge grübelt (aber das ist wohl überall so). Zu Zweit ist das Mitreisen nicht so interessant, bei vier Spielern spielt es eine deutlich höhere Rolle.


    Habemus Papam: zum ersten Mal gespielt und ich finde, die guten Kritiken gibt es zurecht. Es ist einfaches Spiel, stimmig umgesetzt, aber erst beim zweiten Mal merkt man, welche Aktionen Sinn machen. Es gibt verschiedene Wege an die Stimmen zu kommen, und nicht wer die meisten Kardinäle hat gewinnt auch. Wirklich ein schönes schnelles Spiel für zwischendurch.


    Dann noch ein Keltis Orakel: von allen Keltis-Varianten das interessanteste, wobei der ursprünliche Mechanismus aus Lost Cities nicht mehr so richtig erkennbar ist, aber die Möglichkeiten sind hier am vielfältigsten. Gefällt mir neben dem Ketis-Kartenspiel von allen Keltisspielen am besten.


    Das 20. Jahrhundert: es war erst die zweite Partie überhaupt, die erste liegt schon Wochen zurück, aber wir fanden schnell wieder rein. Das Müll sammeln und Recyceln ist wirklich sehr stimmig umgesetzt. Ich finde es deutlich komplexer als "Die Werft", aber es macht Spaß. Zu dritt eine Spielzeit von gut 1,5 h, fand ich auch nicht zu lang. Bestimmt wird es noch öfter auf den Tisch kommen. Am Ende war der Unterschied bei den Punkten aber auch nur in einem Bereich von 10, obwohl sehr unterschiedliche Taktiken gespielt wurden.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

    Einmal editiert, zuletzt von Spielteufel ()

  • Gestern Abend wurde dann mal wieder aus einem Abend zu viert nur ein Abend zu dritt, aber wir sind trotzdem bei unserem ursprünglichen Plan geblieben und haben Sid Meier´s Civilization: The Board Game gespielt.


    Ganz anders als unsere zweier Partien, hat die Partie zu dritt nur 2,5 Stunden gedauert, zu zweit waren es immer ca. 4 Std.
    Es spielten die Chinesen, die Russen und ( hier schlägt dann Alzheimer zu ).
    Die Russen haben Forschungen geklaut was das Zeug hielt und wir versuchten vergeblich in anderen Bereichen Fuß zu fassen, leider versäumten wir es direkt gegen die russischen Armeen vorzugehen und so gewann der Russe durch einen Technologiesieg.


    Da der Abend noch jung war, gab es danach noch eine 3er Partie Dominant Species.
    Spinnen, Vögel und Insekten kämpften um die Vorherrschaft, die Insekten machten die ersten Punkte durch ein wenig Vereisung und die Dominanzkarten wirbelten alles schön durcheinander, eine Zeit lang waren die Insekten fast überall und die Spinnen saßen an einem Ende der Welt und die Vögel am anderen.
    In der letzten Runde führten die Insekten mit ca. 50 Punkten Vorsprung und dann haben die Vögel jede Menge Insekten gefressen und die Mehrheiten deutlich verschoben, die Spinnen bekamen auch ein paar Happen und nach der Endwertung führten die Vögel mit ca. 250 Punkten und die Spinnen und Insekten lagen jeweils 40 - 50 Punkte dahinter.
    Schönes Spiel, auch wenn ich das Insekt war.
    Es war auch ein Probelauf für meine neuen Spezies - Spielsteine ( Bild ) und sie haben sich bewährt 8-)


    Am Sonntag dann noch einmal Civilization, diesmal mit den Russen, den Römern und den Deutschen.
    Diesmal wurde den Russen das stehlen von Technologien ordentlich versaut, es klappte nur einmal im ganzen Spielverlauf und der Deutsche hat als Anfänger nicht auf gute Ratschläge gehört und konnte sich gerade so vor den Russen schützen, selbst aber kaum was erreichen. Am Ende hatte der Römer bereits den dritten Kulturlevel erreicht, stand zwei Runden vor einem Technologiesieg und nachdem er dann den Russen eine Stadt weggebombt hatte, nahm er einfach noch mit seinen Truppen die russische Hauptstadt ein und gewann auf ganzer Linie.


    Und das schöne ist, der Römer war ich :-)

  • Am Samstag gab es einmal Zug um Zug Skandinavien zu dritt, welches meine Frau haushoch mit 10 (!) erfüllten Tickets gewann. Da halfen auch meine 5 besonders langen Strecken nichts mehr...


    Anschließend haben wir Wer war's 2 - Schräghausen zu dritt ausprobiert. Oh mein Gott - warum bitte muss ein Spiel mit derart monotonem Gequatsche und schrägen Geräuschen nerven? Rein spielerisch ist es ja für ein Kinderspiel noch halbwegs in Ordnung (obwohl es m.E. viel bessere Spiele gibt, s.u.), aber die elektronische Quasselkiste ist echt grausam.


    Als kleiner Absacker dann einmal Heckmeck. Unter Zeitdruck gespielt, da unser Sohn zu seiner Verabredung loswollte. Das gibt dem Spiel einen ganz besonderen Kick - Schnellwürfeln für Entscheidungsfreudige!



    Heute konnte ich dann meine Leute endlich überreden, einmal Yspahan zu dritt zu spielen. Nachdem ich es nicht besitze, hatte ich es spontan in der Bücherei ausgeliehen, als ich es dort herumliegen sah. Ich hatte es vor einigen Monaten einmal gespielt, und wollte es dringend noch einmal probieren. Knapp Zweiter trotz vier Kamelen, die ich am Ende noch in SP wandeln konnte. Nette kleine Unterhaltung, fast schon zu kurz für meinen Geschmack, aber gerne wieder.


    Danach noch zwei Neuheiten: Zuerst einmal BITS, der "Nachfolger" von FITS, zu dritt. Hat uns allen ganz gut gefallen, fühlt sich etwas "leichter" an als FITS, ohne belanglos zu sein. Die Regeln sind durch die klaren Aufgabenkarten etwas leichter zu erklären.


    Schließlich als Abschluss einmal Das große Kullern zu zweit. Das ist mal ein spassiges Kinderspiel! Der Erstaufbau ist etwas aufwändiger, aber das Spiel selbst macht echt Spaß! Kleine Metallkugeln kullern einen Hügel hinunter und bleiben dabei an Murmeltieren hängen. Diese wollen möglichst schnell auf Liegestühlen am Gipfel ankommen. Eine schöne Mischung aus 3D-Spielplan, toller Haptik und Akustik, taktischem Denken und dem nötigen Glücksanteil. Wenn ihr Kinder habt, einfach mal ausprobieren!


    Gute Nacht.


    Ciao
    Stefan

  • Guten abend!


    Heute abend gab es seit ewigen Zeiten mal wieder Euphrat und Tigris (HIG Ausgabe)....Wow, was für ein geiles Spielgefühl...Nach den vielen Worker-Placementspielen war das echt mal eine willkommene Abwechslung...Obwohl die Regeln gar nicht so komplex sind, hat man doch sehr viele Entscheidungsmöglichkeiten ...und es ist ein böses Spiel....Herrlich:-)


    Spielt das eigentlich hier noch jemand hin und wieder? .-)



    Anschließend noch eine Partie Gargon (Amigo) .Schon lange nicht mehr gespielt....aber es ist nach wie vor immer noch eine kleine Perle....Kurz und knackig....Könnte ruhig öfters mal wieder auf den Tisch kommen...Scheint aber in der Versenkung verschwunden zu sein...Als Absacker echt zu empfehlen...


    Schönen Abend noch !


    Marc (...der immer noch ganz aufgeregt von der Euphrat und Tigris Partie ist...,-))

    Einmal editiert, zuletzt von Jimmy_Dean ()

  • Nabend,


    am Wochenende gespielt:


    Earth Reborn : Endlich konnte ich das Tabletop-Brettspiel erstmalig auf den Tisch bringen, nachdem ich es schon seit Weihnachten habe. Ich hatte mir vorab die Regeln bis Szenario 3 inklusive Nahkampf, Unterbrechungs-Duelle, Sichtlinie und Schusswaffen durchgelesen und auch schon mal ein wenig solo ein paar Runden gespielt. Im Spiel zu zweit haben wir uns dann von Szenario zu Szenario das Spiel erarbeitet, teils Details nachgeschlagen und dann einfach in der Praxis umgesetzt. Schaut man sich die Regelübersichten bei BGG an, so sind das nur wenige Absätze, die aber faszinierende Möglichkeiten in den Kombinationen bieten.


    Während Szenario 1 eher nur als eine Einführung in Bewegung und Nahkampf scheint, ist doch wesentlich mehr möglich, wenn man es dann erstmal spielt und nicht weiss, was der Mitspieler im nächsten Schritt vorhat und einen dann überrascht, weil es ganz anders kommt, als man erwartet hat. Möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es anderen den Spielspass nehmen könnte, wenn ich hier Lösungswege und Risiken dabei niederschreibe.


    Im Szenario 2 mit Sichtlinien und den Duellen, mit denen man Aktionen des Mitspielers unterbrechen kann, um selbst darauf reagieren zu können, wird das Spiel extrem taktisch. Fast schon eine Art Dungeon Twister. Eine falsch eingeschätzte Situation kann eine wahre Kettenreaktion an Ereignissen auslösen, an deren Ende die eigene Niederlage stehen kann. Schnell wird aber klar, dass hier noch was fehlt, weil Engstellen mit Figuren blockieren, um mit anderen Figuren dann Nahkämpfe zu erzwingen, könnte auf Dauer eindimensional werden.


    Zum Glück ist Szenario 2 nur ein Zwischenschritt auf dem Weg Richtung Szenario 3 mit Schusswaffen und damit Fernkampf. Gewichtsbeschränkung und Ausrüstung kommt hier auch erstmals dazu. Jetzt erinnert Earth Reborn an eine Brettspiel-Umsetzung des alten PC-Rundenstrategie-Spiels Jagged Allience und entfaltet erneut enorme Atmosphäre, wenn z.B. ein Granatwerfer droht, eine Gegnergruppe in Angst und Schrecken zu versetzen, der Schuss dann aber dann doch daneben geht.


    ich bin schon gespannt, wie sich die kommenden Szenarien mit weiteren Regelkomponenten so spielen. Bis jetzt ist das Tabletop-Brettspiel aber ein wirkliches Highlight in seinem Genre. Einzig schwierig könnte es werden, das Spiel in verschiedenen Spielrunden zu spielen, weil ich es mir zumindest (noch) nicht zutraue, mal eben alle Regeln soweit zu erklären, dass man direkt mit einem späteren Szenario ersteinsteigen kann als Mitspieler. Ein vergleichbares Problem wie bei Space Alert.


    Vinhos : Meine Regelerklärung in entspannter Viererrunde hat entschieden zu lange gedauert, auch wenn es mir persönlich nicht so vorkam. Es gibt eben eine Menge an Details und Verzahnungen zu erklären. Da muss ich noch daran arbeiten und gelobe Besserung. Mit der Klärung diverser Regelfragen haben wir dann so gut drei Stunden gespielt.


    Meine Zweitpartie im Kreise drei Erstspieler und diesmal habe ich versucht, schon in der ersten Runde zwei weitere Weinberge zu kaufen, um möglichst schnell viel Wein prodozieren zu können. Als ich dann auf einem Schlag drei Wein auf dem Markt verkaufen konnte und nach dem Bankbesuch ausreichend Bargeld zur Verfügung hatte, lief alles noch recht gut. Dann kamen aber zwei Schlechtwetterjahre mit -2 hintereinander und so musste ich meine Ernte retten, indem ich nachträglich versucht, Klasse in die Wein-Masse zu bringen. Leider musste ich in dem Trubel die ersten beiden Weinmessen abschenken, da ich da schlicht nicht mithalten konnte. Somit versuche ich mein Glück auf den Exportmarkt, aber meine Mitspieler zogen nach und der erhoffte Punktgewinn schrumpfte für die Endabrechnung. Stattdessen hätte ich viel eher das vierte Grundstück bebauen sollen, um mindestens einen Wein als Geschenk für eine Bonusaktion nutzen zu können. So aber verlor ich den Plan, was ich im letzten Jahr noch wirklich sinnvolles machen hätte können, da alle für mich erreichbaren Verkaufs- und Exportplätze blockiert waren und ich mit 3 Önologen zu hohe laufende Kosten hatte, die mein Bankkonto nicht automatisch über die Verzinsung hätten wachsen lassen.


    Am Ende musste ich mich relativ knapp mit dem letzten Platz zufrieden geben und weiss jetzt, was ich alles in Folgepartien besser machen könnte. Gerne wieder und dann probiere ich auch endlich mal, auf der Weinmesse halbwegs erfolgreich zu sein.


    Der Pate : Ein Kinofilm als Brettspiel? Ok, die Atmosphäre bringt es gut rüber, nur fand ich es etwas schade, dass man in einer Viererpartie drei Mal in Folge tatenlos zusehen muss, was alles mit einem passiert und erst dann wieder selbst ins Spielgeschehen eingreifen kann. Zudem konnte ich mir die Bedeutung der Aktionen nur schwer aus den Grafiken erinnern. Hier hätte ich mir eine Kurzübersicht für jeden Spieler gewünscht, um den Ablauf zu beschleunigen. Sicher kein schlechtes Spiel, nur im Vergleich gefällt mir Kingsburg als interaktives Würfeleinsetz-Spiel besser und im Genre der "Nimm-die-nimm-das"-Spiele gibt es ebenso kürzer-knackigere, in denen man direkter wieder an der Reihe ist oder eher zeitgleich spielt.


    Cu / Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Zitat

    Original von ravn
    Vinhos : Meine Regelerklärung in entspannter Viererrunde hat entschieden zu lange gedauert, auch wenn es mir persönlich nicht so vorkam. Es gibt eben eine Menge an Details und Verzahnungen zu erklären. Da muss ich noch daran arbeiten und gelobe Besserung. Mit der Klärung diverser Regelfragen haben wir dann so gut drei Stunden gespielt.


    Ja, der eigentliche Nachteil des Spiels! Erinnert mich ein wenig an Arkham Horror: Man muss Unmengen an Regeln erklären, die aber alle für sich betrachtet
    a) relativ simpel sind und
    b) auch gut im Gedächtnis bleiben


    Daher wiegt diese Nachteil nicht soo schwer, wie ich finde. Das Spiel selbst ist einfach Klasse mit den vielfältigen Möglichkeiten!


    Ich selbst habe am Sonntag Hansa Teutonica gespielt - endlich mal in einer Erfahrenen-Runde; sprich: Keine Erst-Spieler dabei. Da wird das Spiel dann wieder sehr viel spannender! Ich mag es immer mehr; wenn allen Spielern die Konsequenz bewußt ist, weil man einem der Spieler immer und immer wieder Siegpunkte zuschaufelt (dieser beendet das Spiel UND hat einen gehörigen Vorsprung!) oder daß das Verdrängen nicht praktisch ist, sondern dem Verdrängten einen echten Bonus in Form von zusätzlich platzierten Händlern gibt, dann wird das Spiel sehr viel taktischer!


    Und die Ost-Erweiterung haben wir noch nicht mal angespielt! :-)

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  • Bei uns gab' es gestern Sankt Petersburg mit Bankett zu zweit.
    Die erste Hälfte der Partie lag' ich immer leicht bis zu 15 Punkte in Führung. Eine Hofmeisterin in der ersten Runde hat dabei sehr geholfen. Dann hat meine Frau mich plötzlich überholt weil sie auf einmal deutlich mehr Gebäude als ich hatte. Ich habe dann aber noch rechtzeitig gegen gesteuert und mir Bibliothek und mit Schwarzmarkt Theater gekauft. Am Ende hatte ich dann 11 Adlige und meine Frau nur 9. Egal nach welcher Regel - wir hatten uns nicht ganz geeinigt, ob man nach 10 Adligen weiterzählt oder nicht - habe ich dann gewonnen, die Frage war nur, ob mit 15 oder 25 Punkten Vorsprung.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Zitat

    Original von gimli043
    Am Ende hatte ich dann 11 Adlige und meine Frau nur 9. Egal nach welcher Regel - wir hatten uns nicht ganz geeinigt, ob man nach 10 Adligen weiterzählt oder nicht - habe ich dann gewonnen, die Frage war nur, ob mit 15 oder 25 Punkten Vorsprung.


    Ich finde die Tabelle auf dem Spielplan ziemlich eindeutig: 10+ gleich 55 Punkte. Also auch 11 oder 12 unterschiedliche Adelige ergeben "nur" 55 Punkte.


    Ciao
    Stefan

  • Das ist schon klar, dass die Orginalregeln so sind :) darüber gab' es auch keine Diskussion. Aber es gibt die Variante, dass jeder weitere Adlige 10 Punkte mehr zählt. Ich glaube in der Erweiterung steht diese sogar mit in der Anleitung drin, da bin ich mir aber jetzt nicht ganz sicher.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Zitat

    Jetzt erinnert Earth Reborn an eine Brettspiel-Umsetzung des alten PC-Rundenstrategie-Spiels Jagged Alliance


    :stop: Mach das nicht. Nicht noch ein Spiel für meine Liste... 8o

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

  • Zitat

    Original von gimli043
    Aber es gibt die Variante, dass jeder weitere Adlige 10 Punkte mehr zählt.


    Diese Regelung gilt, wenn mit der Erweiterung "In bester Gesellschaft" gespielt wird - aber nur dann! Es kommen nämlich vier "neue" Adelige dazu und man kann somit theoretisch deutlich mehr als 10 verschiedene Adelige bekommen.


    Ciao
    Stefan

  • Zitat

    Original von Spielteufel
    Constantinopolis: Spielte sich überraschend leicht und rund, meine erste Partie, die mir sehr gut gefallen hat. Nichts absolut neues, aber die Mechanismen: Gebäude kaufen, produzieren, verschiffen greifen gut ineinander. Hatte bisher kaum etwas darüber gelesen, sehr zu unrecht, wie ich finde.


    Ich finde es auch recht gut, aber das Glück bei den Aufträgen kann schon mal spielentscheidend sein.
    Was mir nicht gefällt, dass so viele kleine unnötige Regeln enthalten sind (z.B. der Markt, da gibt es ein paar nicht intuitive Ausnahmen wann man verkaufen / kaufen kann), insgesamt hätte man das Spiel etwas verschlanken sollen.


    Insgesamt aber trotzdem ein schönes Spiel.


    Hier mal ein paar Ausführungen, weil Du schreibst 'leicht und rund' das fand ich gerade bei unserer 1. Partie nicht. Auch andere hatten einige Spielfehler, kannst ja mal durchlesen:


    Shortcuts Spiele Essen 2010...


    Helby

    Einmal editiert, zuletzt von Helby ()

  • Zitat

    Original von Helby
    Was mir nicht gefällt, dass so viele kleine unnötige Regeln enthalten sind (z.B. der Markt, da gibt es ein paar nicht intuitive Ausnahmen wann man verkaufen / kaufen kann), insgesamt hätte man das Spiel etwas verschlanken sollen.


    NOCH mehr verschlanken? Dann wäre es in die seichte Sektion der Spiele gefallen. Was meinst Du denn beim Markt??

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  • Hab jetzt auch Deine Kritik gelesen.


    Es ist ja gerade das Schöne bei Constantinopolis, daß es eben NICHT nur die eine Phase gibt, in der man verkaufen kann am Markt - man kann das je nach Bedarf tun, und muss nicht schon in einer "Markt-Phase" entscheiden, ob man jetzt verkaufen will, oder lieber etwas zurückhält für Aufträge, und was man zurückhält.


    Die Einschränkung, daß man nur Kaufen darf, was man nicht produziert, zwingt den Spieler dazu, daß er sich entscheidet, worauf er sich denn konzentrieren möchte. Die Sondergebäude sind in sehr geringer Zahl vorhanden, so daß es da garantiert "Streit" gibt, und je nachdem, welche man abberkommt (selbiges gilt für die Mauer) kann man bestimmte Strategien fahren - oder auch nicht. Ich z.B. hatte in einem Spiel die Mauer, die einen billiger kaufen lässt, und das Gebäude, das mich immer kaufen lässt. Damit konnte ich sehr dynamisch auf die Aufträge reagieren, was natürlich viele Vorteile brachte.


    Gäbe es die Sonderfähigkeiten der Mauer und der grünen Gebäude nicht, wäre das Spiel in meinen Augen völlig belanglos... Dabei spielt die Einschränkung des Marktes eine besondere Rolle, wie ich finde.

  • Zitat

    Original von [Tom]


    NOCH mehr verschlanken? Dann wäre es in die seichte Sektion der Spiele gefallen. Was meinst Du denn beim Markt??


    Ich habe Dir mal die entscheidende Stelle aus dem oben angegebenen Link heraus kopiert, da hatte ich etwas darüber geschrieben:


    Auch viele kleine Sonderregeln, welche den Spielfluss hemmen, hätte man weglassen können, da wäre eine Verschlankung angeraten gewesen. Gerade der Markt hakte bei uns (mir) immer wieder. Bestimmte Waren muss man produzieren können um sie zu nutzen, sie dürfen also nicht am Markt gekauft sein, anders herum darf man keine Waren kaufen, welche man selber produziert (hier gibt es allerdings ein Gebäude was dieses erlaubt), hier wurde ich öfter mal hingewiesen, ''dass darfst Du nicht kaufen, das produzierst Du doch selber''.
    Auch diese zusätzliche Ware, welche man beim 2. Amt bekommt muss man produzieren können.
    Hier hätte man alles erlauben sollen, ohne diese Einschränkung (eventuell das eine Gebäude durch ein anderes ersetzen sollen).
    Das nächste Mal werden wir vielleicht auch so spielen, dann läuft es flüssiger und spannender, weil man die Auftragskarten besser erfüllen kann, welche sonst recht glückslastig sind.
    Auch entfällt einiges an Grübelei, wie man seine Waren am besten aufteilt, weil man ja weiß, dass man Waren nachkaufen kann. Spannend bleibt es ja immer noch, da die Anzahl der gekauften Waren je Runde begrenzt wird, bzw. auch Geld kosten was gerade am Anfang doch sehr knapp ist.


    Helby


    EDIT:Da warst Du ein bisschen schneller.
    Ich würde die Einschränkungen am Markt nicht so unbedingt ansehen, soo viel machen die nicht aus, ich habe Dir dazu mal im obigen Text noch etwas kursiv markiert.

    Einmal editiert, zuletzt von Helby ()

  • Hallo an alle die Vinhos spielen und gespielt haben. Nachdem ich es hier im Forum gekauft habe und es dann bald spielen will wollt ich mal fragen wie es sich denn zu zweit spielen lässt.


    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

  • Zitat

    Original von [Tom]
    Hab jetzt auch Deine Kritik gelesen.


    Es ist ja gerade das Schöne bei Constantinopolis, daß es eben NICHT nur die eine Phase gibt, in der man verkaufen kann am Markt - man kann das je nach Bedarf tun, und muss nicht schon in einer "Markt-Phase" entscheiden, ob man jetzt verkaufen will, oder lieber etwas zurückhält für Aufträge, und was man zurückhält.


    Dieser Abschnitt war nicht als Kritik am Spiel gedacht, sondern als Begründung dass die ersten Partien etwas zäh verliefen.

  • Zitat

    Original von Uzi
    Hallo an alle die Vinhos spielen und gespielt haben. Nachdem ich es hier im Forum gekauft habe und es dann bald spielen will wollt ich mal fragen wie es sich denn zu zweit spielen lässt.


    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


    Auch zu zweit finde ich Vinhos sehr gut, man muß etwas seltener an andere Spieler zahlen um Aktionen auszuführen und bei den Managern blockiert man sich weniger gegenseitig, der Rest des Spiels ist aber kaum anders als mit mehreren Spielern.


    Ich kann es für 2 Spieler sehr empfehlen und habe bereits mehrere 2er Partien hinter mir.

  • Vinhos funktioniert auch zu zweit hervorragend. Beim Wein verkaufen ist es nicht so eng, zu dritt und zu viert kommt es doch vor, dass man nicht verkaufen kann, weil alles blockiert ist. wir haben inzwischen 8 Partien hinter uns, davon 5 zu zweit, die letzte in einer guten Stunde.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig