Statistiken

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  • Ich habe mal eine mathematische Frage an Euch:


    Wie würdet Ihr das Gewinnen/Verlieren, bzw. die Platzierung in einem Spiel bewerten?


    Wir (Sternenfahrer & ich) grübeln schon eine Weile, wie man eigentlich eine vernünftige Statistik erstellen kann, die eine Aussage darüber trifft, wie häufig ein Spieler gewinnt, bzw. gegen welche Wahrscheinlichkeiten - oder besser noch, wie gut er sich platziert.


    Natürlich könnten wir einfach [Anzahl der Siege]/[Anzahl der Partien] rechen und bekommen schon ein Ergebnis. Was dabei aber nicht berücksichtigt wird:
    - 2., 3., 4. Platz
    - Anzahl der Spieler


    Denn:
    Ist ein Sieg in einer 4-Spieler-Partie "mehr wert" als der Sieg in einer 2-Spieler-Partie? Immerhin war die (theoretische) Chance 1/4 zu gewinnen - in der 2-Spieler-Partie "nur" 1/2 (also höher, damit auch der Sieg wahrscheinlicher)
    Ist eine Niederlage weniger negativ anzurechnen, je mehr Spieler mitspielen? Überhaupt, kann nicht unterschieden werden zwischen 2. und 3. Platz?


    Und dann schliesslich die Frage:
    Wenn ich 1x in einer 4-Spieler-Partie gewinne, und 2x in einer 3-Spieler-Partie verliere - liege ich dann genau im Durchschnitt? Oder drüber (weil der Sieg mit mehr Spielern mehr zählt)? Oder gar drunter (anderer Rechenansatz, auf den ich bislang nicht gekommen bin)



    Mein Favorit ist momentan:
    Man bekomme Punkte entprechend der Platzierungen, von 1 absteigend:
    in einer 4-Spieler-Partie
    Platz 1: 1 (also 4/4)
    Platz 2: 3/4
    Platz 3: 2/4
    Platz 4: 1/4


    Analog im 2-Spieler-Spiel:
    Platz 1: 1 (also 2/2)
    Platz 2: 1/2


    Am Ende wird durch die Anzahl der Partien geteilt; somit hat man einen Score zwischen 1 und über 0; wobei 1 bedeutet, dass man jede Partie gewonnen hat.


    Aber: Hier zählen alle Gewinne glech stark. Also ein Gewinn in einer 2-Spieler-Partie wiegt genauso wie ein Gewinn in einer 8-Spieler-Partie. Ist es aber nicht eine größere "Leistung" gegen 7 Spieler zu gewinnen?


    Wie sind Eure Ansichten dazu?


    PS: Es wäre nett, wenn Ihr nicht antwortet, wenn Ihr sowieso kein Interesse an Statistiken habt, oder das Thema als sinnlos betrachtet. Die Frage nach dem Sinn will ich hier garnicht stellen. Es geht mir nur um das mathematische/stochastische Problem.

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  • Mir gefällt nicht, daß der letztplatzierte Punkte bekommt. Aber klar, das muß so sein, wegen der Division durch die Zahl der Partien.


    Wenn Du die Spielerzahl gewichten willst (also, Sieg in 4erPartie > Sieg in 2er Partie), mußt Du Nullsummen je Partie bilden, und den Spielern Anteile je nach Platzierung zukommen lassen, denke ich, wobei die Summe bei mehr Spielern eben größer wird als bei weniger Spielen. Es ist ja auch der 2. Platz in einer 6P-Runde "wertvoller" als der 2. Platz in einer 2P-Partie! :-)


    Betrachten wir, der Einfachheit halber, nur Spielern mit 2/3/4/5/6 Spielern.


    Ein 6 Spieler-Spiel-Sieg muß 3x so viele Punkte geben wie ein 2er Sieg
    5er Sieg 2.5x 2er Sieg
    4er Sieg 2x 2er Sieg
    3er Sieg 1.5x 2er Sieg





    PS: Übrigens fände ich den Begriff "Chance" für den Gewinn einer Partie besser, als "Wahrscheinlichkeit". Außerdem zweifle ich Deine grundsätzliche These, das sei immer gleich verteilt, an. Z.B. bei DOS DE MAYO hat der Franzose nicht dieselbe Gewinnwahrscheinlichkeit wie der Spanier. Bei vielen anderen Spielen, die ich kenne, ist es auch nicht sauber balanced. Aber das nur nebenbei, laß uns mal weiter so tun, als wäre es so.

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  • Zuerst mal muß ich sagen, daß mich persönlich eine Gewinn-/Verlust-Statistik im Spiele-Bereich absolut nicht interessiert.
    Ich habe aber trotzdem eine Meinung:


    1) Ich würde Deine Rechnung einfach rumdrehen.
    Man bekomme Punkte entprechend der Platzierungen, vom letzten Platz mit 1 (oder 0) Punkt aufsteigend (der erste erhält +1 Zusatzpunkt):


    In einer 4-Spieler-Partie
    Platz 4: 1 Punkt
    Platz 3: 2 Punkte
    Platz 2: 3 Punkte
    Platz 1: 5 Punkte


    Analog im 2-Spieler-Spiel:
    Platz 2: 1 Punkt
    Platz 1: 3 Punkte


    2) Außerdem würde ich diese Punkte mit der Dauer der Partie multiplizieren (da nicht sein kann, daß eine Partie Memoir'44 dasselbe zählt wie eine Partie ASL):
    z.B.: Platz 3 in einer 2-stündigen 5er-Partie: 6 Punkte
    z.B.: Platz 1 in einer 4-stündigen 2er-Partie: 12 Punkte


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • Es ist eigentlich egal, ob der Letztplatzierte 0 Punkte, -100 Punkte oder +1.000.000 Punkte bekommt - es kommt nur auf das Verhältnis zwischen den Summen der Spieler an.


    Ich weiß immer noch nicht, ob der Sieg in einer 6-Spieler-Partie 3x so "wertvoll" wie in einer 2-Spieler-Partie ist.


    Ich könnte auch sagen, er ist 5x so wertvoll: In einer 2-Spieler-Partie triumphiere ich über EINEN Spieler; bei einer 6-Spieler-Partie triumphiere ich über FÜNF Spieler...


    Das Balancing bei Spielen muss zwangsläufig draussen bleiben, sonst brauchst Du die Rechnung erst garnicht anstellen. Abgesehen davon ist Dein Urteil nach EINER Partie 2 de Mayo gefällt (um Dein Beispiel aufzugreifen), so daß es nicht unbedingt aussagekräftig ist, meinst Du nicht auch?
    Das ist ja das Problem: Wer betrachtet welches Spiel als ausgewogen, bzw. als wie ausgewogen? Siehe Game of Thrones im Basis-Spiel.


    Zurück zum Thema:


    Was ist denn mit folgendem Schlüssel:


    2-Spieler-Spiel:
    1 Platz: 1 (1/1)
    2. Platz: 0 (0/1)


    3-Spieler-Spiel:
    1. Platz: 1 (2/2)
    2. Platz: 1/2
    3. Platz: 0 (0/2)


    4-Spieler-Spiel:
    1. Platz: 1 (3/3)
    2. Platz: 2/3
    3. Platz: 1/3
    4. Platz: 0 (0/3)


    Schlüssel: Man bekommt Punkte entsprechend: [Anzahl übertroffener Mitspieler]/[Anzahl Mitspieler]


    Immer noch der "Nachteil", daß alle Siege gleich zählen. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob das nicht auch richtig ist - in einem Duell spielt der Mitspieler ja konzentriert gegen einen, während sich in einer größeren Runde die Aufmerksamkeit durchaus verteilt...

  • Gedankenblitz:


    Was wäre denn mit einem Schlüssel:
    [Anzahl übertroffener Spieler] / [Anzahl Spieler]?


    Die obige Tabelle sehe dann so aus:
    2-Spieler-Spiel:
    1 Platz: 1/2
    2. Platz: 0 (0/2)


    3-Spieler-Spiel:
    1. Platz: 2/3
    2. Platz: 1/3
    3. Platz: 0 (0/3)


    4-Spieler-Spiel:
    1. Platz: 3/4
    2. Platz: 2/4
    3. Platz: 1/4
    4. Platz: 0 (0/4)


    Damit ist 1. Platz nicht gleich 1. Platz. Solitärspiele sind aus dem Rennen ( *grins* ) und Letzter Platz ist immer 0.


    Man könnte natürlich fragen, ob damit zu viele Zwei-Spieler-Spiele die Statistik nicht verreissen - aber das ist ja eh so, wenn man Alles über einen Kamm schert. Dieser Ansatz hier gefällt mir noch am Besten!

  • Zitat

    Original von [Tom]
    (...)Wer betrachtet welches Spiel als ausgewogen, bzw. als wie ausgewogen? Siehe Game of Thrones im Basis-Spiel.(...)


    Du sagst, Spiele sind ausgewogen, wenn Du davon ausgehst, daß jeder der Spieler gleich Siegchancen bei Spielbeginn hat.
    Man erkennt es nach sehr vielen Partien mit sehr vielen Spielern, ob eine Partie bevorzugt ist oder nicht. Gutes Beispiel ist M44, wo bei DoW sehr viele Partien geloggt werden - das ist ganz eindeutig nicht ausgewogen (will es auch gar nicht sein).
    Ich meine mich auch zu erinnern, daß DU bei 2dM zugestimmt hättest?


    Zitat

    Original von [Tom]
    (...)Ich weiß immer noch nicht, ob der Sieg in einer 6-Spieler-Partie 3x so "wertvoll" wie in einer 2-Spieler-Partie ist.(...)


    Ich auch nicht. Die Rechnung basiert auf Deinem eigenen Ansatz; in einem 2P-Spiel 50/50-Chance bzw. 1/2 zu 1/2, in einer 6P-Partie eben 1/6.
    Das Verhältnis von 1/2 zu 1/6 ergibt eben dann einen dreifachen Wert der 6er Partie.
    Also, wenn Du das selbst nun anders siehst, dann stimmt natürlich auch die Formel nicht mehr! :-) Aber das ist Deine Entscheidung, nicht meine.

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  • Hiho,


    Das ganze ist solange unsinnig, solange man nicht die Spielstärker der Spieler in die Bewertung der Spiele einfliessen lässt.
    Das jemand ein Spiel gewinnt oder verliert sagt erstmal absolut nichts über dessen absolute Spielstärke aus.
    Das ganze macht erst dann Sinn, wenn man die (wie auch immer) berechnete Spielstärken in die Wertung einfliessen lasse.


    Nehmen wir an ich habe eine Spielstärke von 1000 OLI und der Spieler gegen den ich Spiele hat eine Spielstärke von 2000 OLI. Das Berechnungssystem ist so ausgelegt das jemand der Doppelt so Stark ist wie ein anderer Spieler statistisch 90% der Spiele gewinnt, dann wäre die Erwartungshaltung für das Spiel zwischen uns 90:10 sein, d.h. effektiv wird erwartet das ich das Spiel verliere und der andere das Spiel gewinnt. Abhängig davon welches Ergebins eintritt müssen anschliessend die Wertungszahlen angepasst werden. Verliere ich tatsächlich, verliere ich ein paar Punkte und der andere bekommt wenige Punkte dazu. Gewinne ich jedoch, hat das ganze eine viel grössere Auswirkung. Da die Spielstärke die Statistik der bisher gespielten Spiele wiederspiegelt, macht es natürlich keinen Sinn diese nach jedem Spiel anzupassen, sondern das tut man natürlich nur nach vielen Spielen oder in Regelmässigen abständen (z.B. 4 mal im Jahr).


    So müsste man zumindest vorgehen wenn man ein Bewertungssystem haben möchte, welches ausschliesslich die Spielstärken der Spieler ermitteln soll. Bei Spielen mit mehr als 2 Personen kann man ganz genauso vorgehen - der einzige Unterschied ist, das man ein wenig mehr rechnen darf! :-)


    Bewertungssystem die eine fixe Punktezahl für einen Spielsieg oder Platzierung vergeben, bewerten dagegen nicht nur die Spielstärke, sondern vorallem die Spielerfahrung. Denn jemand der wenige Spiele spielt und dort möglicherweise gut abschneidet, ist genausogut oder gar schlechter bewertet als jemand der sehr viele spielt und mittelmässig bis schlecht abschneidet. In solchen Bewertungssysteme haben das Problem das die von ihnen produzierten Wertungszahlen nicht wirklich vergleichbar und an sich deswegen im Grunde sinnlos sind. Es ist nur irgendeine Zahl, und jeder freut sich darüber. Einzige ausnahme sind Turniere (Schweizer System, Jeder-gegen-Jeden), wo alle Spieler am Ende des Turniers über die selbe Erfahrung (= gespielte Partien) verfügen und es sich um einen geschlossenen Personenkreis handelt. Hier funktioniert die fixe vergabe von Punkte - für eine Bewertung innerhalb dieses Turniers - einwandfrei.



    Atti

  • Recht hast Du.
    Das Ziel dieser Statistik ist eigentlich auch die Spielstärke der Spieler zu ermitteln - zumindest grob.
    Aber das geht ja nur, indem man die Platzierungen der Spieler über einen längeren Zeitraum betrachtet, und dann eben schaut, wie sich ein Spieler im Schnitt positioniert. Aber einfach den "Platz" nehmen, addieren, und durch die Anzahl der Partien teilen funktioniert ja nicht: der 2. Platz bei 2 Spielern hat eine andere Wertigkeit als der 2. Platz bei 4 Spielern. Daher mein Gedanke:
    1. Platz = 2
    Letzter Platz = 0
    Dazwischen die Plätze werden anhand der Spieler gleichmässig verteilt.


    Damit werden alle Partien erstmal miteinander vergleichbar und man kann einen "Schnitt" bilden. (Es macht auch Sinn, eine mittlere Abweichung zu bilden: Spielt der Spiele Konstant so, oder variiert es stark?).


    Mir fällt keine bessere Möglichkeit ein, um aus eine Reihe von Partien eine "Spielstärke" zu ermitteln...

  • Schau mal hier, [Tom]:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Elo-Zahl
    Die Elo-Zahl ist dann natürlich abhängig vom Auswertzeitraum.


    Vielleicht kannst Du darauf aufbauen.
    Man müßte überlegen, wie man die "erwartete Punktzahl" vergibt. Kann die unterschiedlich je Spiel sein? Ich habe den Artikel nur überflogen.


    Der Trick wäre, daß Du Deine Auswertung z.B. am Tag 01.01.2009 beginnst und allen Spielern denselben Startwert zuweist, und dann über die Zeit rechnest.


    Dann kann man auch eine Statistik über die Ratings führen (sogar mit Kurven!). Bei Spielern, die wenig spielen ist es dann halt konstanter als bei anderen.


    Danke, Atti, ich glaube, das war ein echter Durchbruch.

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  • Und wie genau? Also, erweiterst Du die dann noch? Die Formel basiert ja darauf, daß zwischen den ELOs zweier Spieler ein bestimmtes Verhältnis besteht, welches dann die Punkte-Veränderung bestimmt bei Sieg/Niederlage.


    Klar, Wenn Spieler A den ersten Platz in einem Spiel mit den Spielern B,C,D und E macht, dann kann A einfach 4x den ELO anpassen für 4 Siege (je über einen der Spieler).
    B muss dann noch aktualisieren für die Siege über C,D und E,
    C für die Siege über D und E, usw.
    Und natürlich auch die Niederlagen gegen die höher platzierten.


    Japp; nach dem, was ich auf die Schnelle finde, wird das genauso gehandhabt. Ein 4-Spieler-Spiel sind 6 "Duelle":
    A-B
    A-C
    A-D
    B-C
    B-D
    C-D


    für die 6 "Spiele" wird dann der ELO Gewinn/Verlust berechnet und gut. Sinnvoll. Aber das ist Arbeit ohne ein Programm. MIT Programm wäre ich sogar bereit, Spiele zu erfassen ab 2010 ^^


    Das würde sogar wieder den Reiz erhöhen, auf eine möglichst gute Platzierung zu spielen - am Besten mit WebSite zum Einsehen unserer ELO-Tabelle... ^^

  • Bau es doch als Excel.
    Am besten als GoogleDoc, dann ist die Eingabe einer Partie per Webformular und das Ansehen des momentanen Ratings am einfachsten, und bei den Daten hast Du doch keine Sorgen, oder?

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  • Bau Du doch! :shoot:
    Nein, ernsthaft: Excel ist nicht gut geeignet, denke ich. Bei einem "echten" ELO, also bei Duellen, kann ich es mir schon vorstellen, aber im Multiplayer wird es schier unüberschaubar, mit wie vielen "WENN"-Formeln man die ganzen Möglichkeiten abklappern muss.

  • Hi!


    Mir gefällt deine lineare Bewertung anhand der besiegten Gegner recht gut, ich bevorzuge aber eine besondere Behandlung eines Sieges.


    Also anstatt Punkte =1-((rang-1)/(anz-1)
    vielleicht das Quadrat des Ergebnisses verwenden.
    Bei einem 4-spieler Spiel sind dann die Plätze


    1 = 1
    2 = 0,44
    3 = 0,11
    4 = 0


    wert. Damit ist ein sehr starker Incentive gegeben, auf Sieg zu spielen anstatt auf Platz.


    Oder weniger steil indem du nur mit dem Faktor 1,2 potentierst.
    1=1
    2=0,61
    3=0,27
    4=0


    Die Spieleranzahl würde ich folgendermaßen einfließen lassen. Du nimmst jedes Teilergebnis einfach mal Spieleranzahl und normalisierst bei der Ermittlung der Gesamtwertung dann indem du durch die Summe(Spieleranzahl) dividierst und mit der Anzahl Spiele multiplizierst.


    Damit fliesst eine 6 Spielerplatzierung 6x in die Statistik ein und ein 2 spieler Spiel nur 2x.


    Ich denke, damit kriegst du dann schon eine Zahl die recht gut vergleichbar sein sollte. Direkte Aussagekraft hat die Zahl sowohl durch das potentieren als auch durch die Gewichtung der Spieleranzahl dann allerdings nicht mehr.


    Ich finde Excel übrigens für sowas sehr praktisch : )


    grüße aus Wien

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  • Hiho,


    Multiplayer-Elo gibt es doch auch.


    z.B. gleich ein Calculator: http://elo.divergentinformatics.com/


    Das ELO System ist so im Grund ohne Änderung auch für Mehrpersonenspiele geignet. Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/ELO_rating_system


    Bevor man sich irgendwie daran rumfummelt, sollte man sich vor Augen führen das der Typ der sich das ausgedacht hat nicht zu den Dümmsten dieser Welt gehört hat und das es schon sehr lange nahezu unverändert in Gebrauch ist (>40 Jahre im Schach).


    Oder anders gesagt: ELO Wertungszahlen werden im allgemeinen als Bewertung der Spielstärke akzeptiert, selbstgebastelte Wertungssysteme nicht.


    Atti

  • Ich führe zwar keine Gewinnstatistiken, aber eine Meinung zu dem Thema habe auch ich.


    Die ELO Zahlen sind ein prima System, sie sind aber für den sogenannten "Vielspieler" kaum zu gebrauchen. Sie machen da Sinn, wo ein hoher Grad der Organisation vorhanden ist. Also bei Schachspielern oder bei Online-Spieleseiten wie im Brettspielnetz. Man kennt die Spieler, alle Ergebnisse sind protokolliert und alle Gegner haben eine ELO-Zahl.


    Im Leben eines "Vielspielers" spielt man viele Spiele und führt wenn überhaupt nur über die eigenen Spiele Buch. Die Gegner müssten also meist mit 1500 Punkten angenommen werden. Wenn die Punktzahlen davon abweichen, dann beruht das auf Spielen mit eigener Beteiligung.


    Bei den am Anfang genannten Systemen fiel mir auf, dass Sie nicht berücksichtigen, dass es sich hier um Nullsummenspiele handelt. Ich würde einfach mal die Formel


    (AnzahlSpieler + 1) / 2 - Platzierung


    ansetzen. Bei 5 Spielern gäbe es also 2 - 1 - 0 - -1 - -2 Punkte. Will man die Zeit berücksichtigen, kann das ganze mit dem Warbearschen Faktor Spielminuten / 60 multiplizieren und erhält


    ((AnzahlSpieler + 1) / 2 - Platzierung) * (Spielminuten / 60)

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

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    Einmal editiert, zuletzt von Herbert ()

  • Zitat

    Original von Herbert
    Die ELO Zahlen sind ein prima System, sie sind aber für den sogenannten "Vielspieler" kaum zu gebrauchen. Sie machen da Sinn, wo ein hoher Grad der Organisation vorhanden ist. Also bei Schachspielern oder bei Online-Spieleseiten wie im Brettspielnetz. Man kennt die Spieler, alle Ergebnisse sind protokolliert und alle Gegner haben eine ELO-Zahl.


    Das stimmt so nicht ganz, denn auch im Schach spielt man immer wieder mal gegen Spieler die (noch) keine ELO Zahl haben. Das ist kein Problem. Weder für das ELO System, noch für die Schach spieler.


    Wenn man nur über die eigenen Partien Buch führt, dann kann man das ganze imo gleich lassen, den ohne zu wissen welche Spielstärke die Spieler, mit denen man gespielt hat, haben ist es imo einfacher man nimmer sich einen Würfel und multipliziert das Ergebnis mit 37 und addiert 2011 drauf. Wer lust hat, rechnet nach einem verfahren seiner wahl seine Spielstatistik ein (kann man aber auch bleiben lassen) und das ist dann seine ganz persönliche Wertungszahl.


    :-)


    Atti

  • Hiho,


    Noch eine ergänzung: In der tat macht das ganze nur für halbwegs organisiertes Spielen sinn. Ich sehe da allerdings auch nur den Bedarf.


    Der herkömmliche Spieler spielt imo primär nicht weil er Gewinnen will, sondern weil es im Spass macht. Im organisierten Spielen geht es aber imo primär darum erfolge zu haben und seine Spielstärke zu verbesseren. Es geht ums Gewinnen. Es weniger ein Spiel als ein Sport.


    Im organisierten Spiel, versucht man die Rahmenbedingungen deswegen auch gleich zu halten. z.B. durch normierte Spielfiguren, durch limitierung der Bedenkzeiten, etc.


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    Das stimmt so nicht ganz, denn auch im Schach spielt man immer wieder mal gegen Spieler die (noch) keine ELO Zahl haben. Das ist kein Problem. Weder für das ELO System, noch für die Schach spieler.


    Immer wieder mal ist ja auch etwas anderes als ständig :-)


    Zitat

    Original von Attila
    Wenn man nur über die eigenen Partien Buch führt, dann kann man das ganze imo gleich lassen....


    Aber welcher GROSSE BRUDER will denn Spielergebnisse erfassen, an denen er nicht beteiligt war :gucki:

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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  • Zitat

    Original von Attila
    Der herkömmliche Spieler spielt imo primär nicht weil er Gewinnen will .....


    Da gibt es Sonne und Sonne 8-)

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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  • Zitat

    Original von Herbert


    Da gibt es Sonne und Sonne 8-)


    Sicher gibt es da die Hardcorespieler die nur Spiele um zu gewinnen. Die haben es unter nprmalen Spielern aber sehr schwer. Zum einen werden sie teilweise nicht ernst genommen und zum anderen haben sie meiner erfahung nach probleme damit wenn ein Spiel eine eigendynamik entwickelt, welche dann dazu führt das sub-optimale Züge gemacht werden und die ganze Gruppe sich vor lachen unter dem Tisch liegt.


    Wie überall sollte man sich hier möglichst Gleichgesinnte suchen. So macht es allen dann am meisten Spass.


    Primärer Sinn in allen Spielgruppen in denen ich spiele ist es gemeinstam Spass an und mit einem Spiel zu haben. Naürlich spielt jeder so das möglichst gewinnt.


    Atti

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  • Ich glaube, Ihr nehmt das alles ein bißchen zu ernst! :-)


    Wir sind einfach ein paar Leute, die sich gelegentlich in recht fester Runde zum Spielen treffen. D.h., die BGG-Logs von [Tom] und mir erfassen sowieso schon alle Partien. Es wird nicht gespielt, wenn nicht mindestens einer von uns dabei ist (liegt auch daran, daß WIR die ganzen Spiele haben!) :box:


    Und weil [Tom] und ich noch viel öfter spielen würden, als es die Umstände zulassen, beschäftigen wir uns sozusagen als Ausgleich gern theoretisch mit dem Thema. Da ist es einfach ein angenehmer Zeitvertreib, abends zusammen am Telefon darüber zu sinnieren, wie man so einen Elowert für unsere Runde errechnen könnte. Schöner wäre es, in der Zeit einfach ein Spiel zu spielen, aber wie gesagt, das ist nicht immer möglich.


    Wie schon ganz oben im Thread zu finden, abgesehen von den jüngst vorgebrachten Argumenten gibt es noch eine Menge mehr Ungereimtheiten, z.B. die Frage nach einer grundsätzlichen Vergleichbarkeit verschiedener Spiele (eine Runde BIG BOINTS vs. eine ASL-Kampagne). Wie geht man mit Spielen um, die keine Tiebreaker bei Punktgleichstand vorsehen, oder gar kooperative Spiele wie PANDEMIE und Konsorten?
    Aber das stört uns alles nicht.


    Am Ende wird so oder so eine Tabelle dabei herauskommen, und ich persönlich möchte noch eine Graphik, wo man sieht, wie die Ratings steigen und fallen.
    Und das ganze hat nur den einen Zweck, sich am Tag nach dem Spieleabend noch ein bißchen weiter damit beschäftigen zu können. Es wird niemand gedißt, dessen Rating fällt, und keiner bekommt einen Tunierpreis, nur, weil sein Rating das höchste ist. Alles nur Spielerei.


    Das ist so ein bißchen die Motivation, aus der manche Leute Urlaubsphotos in Alben einkleben: Auch wenn man die sich nie wieder ansieht, so hat man doch das Bedürfnis, das Urlaubsgefühl auf diese Weise zu konservieren...

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  • Auch wenn ich dir jetzt das Schlusswort versaue...


    Ich habe vor Urzeiten mal (BSW-Turniere) nach Ranglistensystemen für Mehrpersonenspiele mit unterschiedlicher Spieleranzahl gesucht. Der interessanteste Fund war wohl: http://www.schroepl.net/pbm/so…ist/_dokument/theorie.htm


    Sollte ich jemals wieder in die Lage kommen, derartige Späße statistisch aufzubereiten, wäre wohl Elo die erste Wahl. Mit Calc ("Excel") lässt sich das durchaus bequem erledigen.


    Bzgl. verschiedener Wertigkeiten der Spiele: bei Elo einfach k anpassen (s. Formel bei wikipedia).

    Einmal editiert, zuletzt von yzemaze ()

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Wie schon ganz oben im Thread zu finden, abgesehen von den jüngst vorgebrachten Argumenten gibt es noch eine Menge mehr Ungereimtheiten, z.B. die Frage nach einer grundsätzlichen Vergleichbarkeit verschiedener Spiele (eine Runde BIG BOINTS vs. eine ASL-Kampagne).


    Für unterschiedliche Spiele könnte man eventuell die "Avg. Game Weight" information von BGG nutzen:


    Big Points: 1.3
    ASL: 4.7


    Sagte er und verschwand...