Frustfaktor bei Spielen

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  • Schöne Artikelempfehlung.


    Erinnert mich an eine Siedler von Catan (mit Städte und Ritter?) Partie in Sechserrunde. In den ersten Runden wollte der Würfel nicht für mich fallen, während die anderen Mitspieler fleissig bauten. Ja auch Zwischenbauten, weil durch Handel eben viele Rohstoffe im Umlauf waren, ich aber nix Interessantes auf die Hand bekam. Einmal diesen Schnellstart verpasst bis ich wieder normal am Zug war und schon war klar, dass ich in den kommenden drei Stunden nichts mehr mit dem Spielausgang zu tun haben würde, weil die Insel längst aufgeteilt war. Das war dann mein Schlüsselerlebnis, dieses Spiel nicht mehr in so grosser Runde spielen zu wollen.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Naja, wenn es denn dann schnell vorbei ist, ist es ja gut; wenn man aber 3-4 Stunden in so einem Spiel ausharren muss, dann wird es anstrengend. Meine Empfehlung: Ein gutes Buch mitnehmen, oder Android/IPhone/IPad, und nebenher ein anderes Spiel spielen... ;)

  • Schließe mich Ralf an - EXAKT das Erlebnis hatte ich ebenfalls bei Siedler (bei der ersten Partie, die ich je gespielt habe!!). Damit war das Spiel für mich gleich abgeschrieben, und seitdem kann ich es nicht leiden und spiele es nur unter Zwang...

  • Zitat

    Original von ravn
    Erinnert mich an eine Siedler von Catan (mit Städte und Ritter?) Partie in Sechserrunde. In den ersten Runden wollte der Würfel nicht für mich fallen, während die anderen Mitspieler fleissig bauten. Ja auch Zwischenbauten, weil durch Handel eben viele Rohstoffe im Umlauf waren, ich aber nix Interessantes auf die Hand bekam. Einmal diesen Schnellstart verpasst bis ich wieder normal am Zug war und schon war klar, dass ich in den kommenden drei Stunden nichts mehr mit dem Spielausgang zu tun haben würde, weil die Insel längst aufgeteilt war. Das war dann mein Schlüsselerlebnis, dieses Spiel nicht mehr in so grosser Runde spielen zu wollen.


    Das ist die bekannte Schwachstelle von Siedler - und der Grund, weshalb ich Siedler von Anfang an nicht mochte.
    Es ist m.E. ein klarer Design-Fehler, der einem erfahrenen Spiele-Designer nicht passieren darf, und der aus einem ansonsten guten Spiel ein schwaches macht.


    Aber es gibt ja Möglichkeiten, wie man diesen Unsinnn wenigstens halbwegs ausmerzen kann, z.B. durch den Einsatz von 3 Würfeln.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear
    Das ist die bekannte Schwachstelle von Siedler - und der Grund, weshalb ich Siedler von Anfang an nicht mochte.
    Es ist m.E. ein klarer Design-Fehler, der einem erfahrenen Spiele-Designer nicht passieren darf, und der aus einem ansonsten guten Spiel ein schwaches macht. .


    Mich nervt das auch und aus dem Grunde spiele ich Siedler auch nur auf den expliziten Wunsch meiner Kinder.


    Von einem Designfehler würde ich aber hier nciht reden, denn die Zielgruppe empfindet es ja nicht als störend.


    Zitat

    Original von Warbear
    Aber es gibt ja Möglichkeiten, wie man diesen Unsinnn wenigstens halbwegs ausmerzen kann, z.B. durch den Einsatz von 3 Würfeln.
    .


    Das habe ich mal ausprobiert - ohne spürbare Verbesserung.

  • Fallen die Würfel für einen selbst ungünstiger als für die Mitspieler und bauen dann noch die Mitspieler in eigene Richtungen, so dass man selbst gar nicht ausweichen kann, dann kippt das Spiel und die Vorentscheidung zwischen Sieger- und Verliererstrasse ist gefallen. Der Räuber als Regulativ für Kartensammler ist ja ebenfalls nicht steuerbar, man kann höchstens das Risiko minimieren. Bei einem schnellen 4er-Siedler nicht tragisch meiner Empfindung nach, aber durch Städte & Ritter und/oder 5er/6er-Runde wird das Spiel auch zeitlich aufgebläht, während der glückslastige Unterbau bleibt.

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

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