Für den Sieg ist alles erlaubt, was nicht verboten ist?

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  • Nabend,


    weil ich derzeit mit der Aufklärung von Betrugsfällen im Videospiel-Bereich zu tun habe, die Frage mal an uns Brettspieler gerichtet: Ist bei Euch alles für den Sieg erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist?


    Soll heissen, schaut Ihr Euch z.B. beim Stichspiel an, wie Eure Mitspieler ihre Handkarten sortieren, um daraus Rückschlüsse zu Eurem unfairen Vorteil zu ziehen? Oder greift Ihr zu Ablenkungsmövern mit Chips- und Getränke-Angeboten, um bei den Mitspielern einen unbewussten positiveren Eindruck zu erzeugen, wenn es um Handelsangebote oder das Versetzen des Räubers geht? Oder nervt Ihr Eure Mitspieler mit absichtlich langen Spielzügen, um die so in den Wahnsinn zu treiben und die so um den Sieg zu bringen, weil die einfach die Partie nur irgendwie beenden wollen?


    Schon mal solche Situationen erlebt, in Privatrunden oder als Turnierspieler?


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

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  • Ich finde, da muss man trennen. Grob würde ich trennen in:
    - Beobachten des Mitspielers auf Verhaltensmuster/Mimik/Gestik
    - Verwenden von, ich nenne es mal "Psycho-Tricks", um die Konzentration des Mitspielers zu stören
    - Schummeln


    Davon finde ich die letzten Beiden unakzeptabel - sowohl, wenn ein Mitspieler es tut, als auch erst Recht für mein eigenes Spiel. Ich möchte die Mitspieler nicht austricksen - ich möchte sie im Rahmen des Spieles schlagen. Aber nicht um _jeden_ Preis!


    Aber Beobachten, wie mein Mitspieler spielt? Na klar. Das gehört doch mit dazu, finde ich. Auch selbst ein Pokerface aufsetzen oder _nicht_ intensiv auf den Bereich der Karte starren, in dem ich agieren möchte, gehört dazu.


    Das hängt dann natürlich auch vom Spiel ab. Wie interaktiv ist es? Wie viele Möglichkeiten haben meine Mitspieler, mir in die Suppe zu spucken? In letzter Zeit haben wir viel HANSA TEUTONICA gespielt; durch die Optionen Verdrängen und Blockieren wird da schon deutlich mit mehr Bluff gespielt, als zum Beispiel bei VINHOS, wo man auch gerne mal eine geplante Strategie ansprechen kann, da es wenig Möglichkeiten gibt, diese Strategie zu verhindern...


  • Das sehe ich genauso. Ein spezielles Beispiel ist hier Mr Jack. Da macht Beobachtung der Reaktionen des Gegners schon wirklich sehr, sehr viel aus.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Zitat

    Original von ravn
    Soll heissen, schaut Ihr Euch z.B. beim Stichspiel an, wie Eure Mitspieler ihre Handkarten sortieren, um daraus Rückschlüsse zu Eurem unfairen Vorteil zu ziehen?


    Ich tue so etwas normalerweise nicht, da es für mich den Reiz des Spieles nicht erhöhlt. Ich würde es allerdings nicht als unfair bezeichnen, solange man nicht in die Karten reinlunzt. Die Rückschlüsse können nämlich auch falsch sein, wenn der Gegner z.B. bewusst irreführend sortiert.



    Zitat

    Original von ravn
    Oder greift Ihr zu Ablenkungsmövern mit Chips- und Getränke-Angeboten, um bei den Mitspielern einen unbewussten positiveren Eindruck zu erzeugen, wenn es um Handelsangebote oder das Versetzen des Räubers geht?


    Wird so etwas subtil gemacht, dann finde ich es unschön. Aber ein offenes Angebiot wie "suche Schäfchen, biete ein Erz und ein frisches Bier" sollte die Runde schon vertragen.



    Zitat

    Original von ravn
    Oder nervt Ihr Eure Mitspieler mit absichtlich langen Spielzügen, um die so in den Wahnsinn zu treiben und die so um den Sieg zu bringen, weil die einfach die Partie nur irgendwie beenden wollen?f


    So etwas geht gar nicht. Geht mit mir nur einmal.

  • Hi,


    beim CC spielen istm ir aufgefallen, dass Ich immer einen oder mehrere Mitspieler gegeneinander aufhetze um sie sich so bekriegen zu lassen, während Ich schon an meinem Plan weiterschmiede. Eigentlich keien Schöne Sache aber es macht mir Spaß :-)
    Manchmal lege Ich bewusst eine Kathedrale in eine Fremde Stadt, um sie so attraktiver zu machen, und es dauert nicht lang bis jemand sich einschmuggelt. Am besten ist es wenn man das macht wenn eh schon 2 Leute um die Stadt kämpfen. Das allerbeste ist es wenn Ich soetwas auch noch ankündige beim Legen der kathedrale udn die Spieler es trotzdem tun weil eben keiner die Stadt aufgeben will.


    Ansonsten denke Ich mal dass jeder so seine "Tricks" hat um ein Spiel für sich zu entscheiden. Der eine macht es unbewusst der andere Bewusst.


    Beim Karten Spielen merke ich mir immer die Karten die Schon abgeworfen worden sind oder bei CC die Plättchen die Schon raus sind und nicht mehr nachgezogen werden.


    Aber Regeln brechen tu Ich NIEEE und Betrügen schon garnicht, da mir der Sieg sonst keinen Spaß mehr macht. Entweder gewinn Ich mit meinem Hirnschmalz oder garnicht.


    Gruß


    Suryoyo

  • Zitat

    Original von Suryoyo
    beim CC spielen istm ir aufgefallen, dass Ich immer einen oder mehrere Mitspieler gegeneinander aufhetze ...


    Wie soll das gehen bei Combat Commander ?

  • Zitat

    Original von Herbert


    Ich tue so etwas normalerweise nicht, da es für mich den Reiz des Spieles nicht erhöhlt. Ich würde es allerdings nicht als unfair bezeichnen, solange man nicht in die Karten reinlunzt. Die Rückschlüsse können nämlich auch falsch sein, wenn der Gegner z.B. bewusst irreführend sortiert.


    Im Familienkreis geht das gar nicht, da verzichte ich auf solche Tricks. In einer ambitionierten Runde vielleicht. Bei einem Tunier finde ich das schon in Ordnung, wenn man versucht Rückschlüsse zu ziehen.



    Zitat

    Original von Herbert
    Wird so etwas subtil gemacht, dann finde ich es unschön. Aber ein offenes Angebiot wie "suche Schäfchen, biete ein Erz und ein frisches Bier" sollte die Runde schon vertragen.


    Volle Zustimmung.



    Zitat

    Original von Herbert
    So etwas geht gar nicht. Geht mit mir nur einmal.


    Volle Zustimmung

  • Hiho,


    Mich nerven Schummelversuche jeder Art. In Karten gucken, Ablenkungsmanöver oder absichtliche Spielverzögerungen.


    Ich sehe dagegen nichts "unfaires", wenn ich mir anschaue von wo ein Spieler eine Karte zieht. Es ist eine für jeden Spieler offensichtliche Information und jedem ist es freigestellt diese zu verwenden oder nicht. Wenn das unfair ist, dann ist es auch unfair über seinen Spielzug nachzudenken.


    Diese angesprochenen "Psychotricks", ätzen mich an - ich meine wer Spass damit hat, darf nicht die erwartungshaltung haben, das ich mit ihm noch freiwillig ein Spiel spiele. Ich frage mich mit welcher Motiviation solche Spieler am Tisch sitzen? - Zum glück ist sowas (zumindest nach meiner Erfahrung) recht selten.


    Also es ist ja durchaus eine Spielstrategie die Spiele durch das ableben seiner Mitspieler zu gewinnen. Man muss sich nur genug Zeit lassen und wenn die anderen vor langeweile gestorben sind, hat man gewonnen. Was ein riesenspass! .-)


    Atti

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