Rattus Pied Piper

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  • Hallo,


    hat jemand von Euch schon Rattus plus die 2010er Erweiterung gespielt und kann etwas dazu sagen. Das Grundspiel wurde ja nach eigener Recherche nur so lala beschrieben. Aber: Irgendwie wollte ich mir das Spiel schon letztes Jahr zulegen. Hab´s dann aber liegen lassen, obwohl wir als Familie eigentlich Spiele mit einem gewissen Glücksfaktor sehr gerne Spielen (Top: Stone Age, Dice Town). Jetzt juckt es wieder, zumal es in Mekka, äh Essen, wieder eine Erweiterung gibt. Dann hat White Goblin Games wieder so eine Pre-Order-Special-Aktion, bei der das Grundspiel plus beide Erweiterungen "nur" noch 60.- Euronen kostet.
    Rattenscharf oder Rattenfängerangebot ?(, ich schwanke noch.
    Zumal ich für den Preis ja eigentlich auch ein LONDON plus ein A FEW ACRES OF SNOW bekommen könnte, hm ?


    Kurzum: Wer kann etwas mitteilen, mir das Spiel schmackhaft machen bzw. davon abraten ? Würde mich über Eure Meinungen freuen :blumen:

    Einmal editiert, zuletzt von ecki ()

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  • Da schliesse ich mich doch direkt an - habe auch schon gerätselt wie das Spiel so ist, aus den meisten Reviews bin ich nicht ganz schlau geworden bzw. einfach unschlüssig geblieben, und schwanke seither zwischen "kaufen bzw. mal ausprobieren" oder "lieber doch sein lassen".

    Status 12M12S 2021: 6M11S


    (Fantastische Reiche, Die Abenteuer des Robin Hood, Cantaloop, Majesty, Bunte Blätter, Gold, Auf die Nüsse, Under Falling Skies, Smart 10, Sprawlopolis, Cross Clues)


    2021: 11 | 2020: 24 | 2019: 15 | 2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20

  • Hallo,


    also wenn auch die Meinung einer Spielefamilie zu "Nur-Rattus" ohne Erweiterungen gewünscht ist:


    Das Spiel macht an sich Spaß, da es mal was anderes ist, den Mitspielern "die Pest an den Hals zu wünschen"... ;)
    Die Rollenwahl und die Mechanismen funktionieren ganz gut und greifen bis ins Detail ineinander.
    Großes Problem: Das Geschehen ist sehr mechanisch - jeder Spieler optimiert in seinem Spielzug das Verschieben der Populationen, der Pestplättchen und des schwarzen Todes, sodass der anfängliche Reiz und die toll klingende Thematik beim eigentlichen Spielen doch sehr - wenn nicht sogar ganz - auf der Strecke bleibt.
    Der z.T. recht hohe Glücksanteil beim Drehen der Plättchen verursacht zudem oft Ärger und Schadenfreude, da selbst sorgfältig durchdachte und geplante Züge schnell missraten können. Das ist z.B. Stone-Age, Tikal, El Grande vom Spielgefühl her wirklich ganz anders und v.a. viel dichter.


    Mir als "Gerne-Optimierer" gefällt das Spielchen nach wie vor - eine Mischung aus "El Grande-Extra-Light" und "Ohne Furcht und Adel-Ultra-Light" ;) - die Grafik des Materials sprach und spricht mich sehr an und auch die Grundidee der Rollenwahl gepaart mit schädigenden taktischen Überlegungen liegen mir einfach.


    Allerdings bleibt das Ganze doch leider recht "trocken" und verkopft, das Spielgeschehen bietet kaum Höhepunkte, da es immer "nur" auf ein möglichst optimales Einsetzen und Wieder-Wegnehmen von Pöppeln - durch Mitspieler und den Zufall- hinausläuft.


    Meine Familie zog bereits nach nur 2 Partien thematisch dichtere und spannendere Spiele vor. Wirklich sehr schade um Material, Aufmachung und Idee...


    Spielerische Grüße,
    Tom13

  • Man muss auch richtig einordnen, was das Spiel überhaupt sein möchte. Sicher kein Strategiekracher.


    Das Spiel ist in 30 bis 45 Minuten gespielt. Die Wartezeiten zwischen den Zügen sind angenehm kurz und das Schadenfreudepotenzial ist beachtlich :-)


    Bei uns landet das Spiel sehr sehr oft auf dem Tisch, einfach als lockeres Warmmachspiel oder Absacker.


    Sicher gibt es einen nicht von der Hand zu weisenden Glücksfaktor und gerade mit der Erweiterung muss man bei der Auswahl der am Spiel beteiligten Personenkarten extrem aufpassen, dass das Spiel ausgewogen bleibt. Wir haben das immer so gehandhabt, dass man jeweils nur eine oder 2 der Personen aus dem Grundspiel austauscht.


    Angenehm ist auch das ständige Dilemma, wenn ich abwägen muss ob ich zugunsten weiterer Einflussmöglichkeiten einen zusätzliche Personenkarte nehme, damit jedoch gleichzeitig die Wahscheinlichkeit selbst von der Pest getroffen zu werden rapide ansteigt.


    Sicher gibt es thematisch dichtere Spiele, aber man muss sich auch vor augen führen, dass es hierbei im Grunde um das Thema Pest und Massensterben geht. Von daher ist die Distanz, die das Spiel wahrt und damit im Grunde etwas Abstrakt bleibt, nicht zwangsläufig ein Nachteil. Gerade weil es so ist, kann man auch ohne schlechtes Gewissen herzhaft lachen, wenn die halbe Bevölkerung eines Kontrahenten das Zeitliche segnet.


    Ich persönlich freue mich folglich sehr auf die dieses Jahr erscheinende zweite Erweiterung!

    Einmal editiert, zuletzt von Winterfeld ()

  • Hiho,


    Ich hab mir jetzt das Essen 3er Set geordert (Rattus + 1st + 2te Erweiterung). Ich hatte mir mal die Regeln genauer angeschaut und es ist halt sehr einfach, bietet imo aber durchaus etwas Spieltiefe (für die vorgegebene Spielzeit). Von meinem Gefühl geht das ein bisshen in richtig Hansa Teutonica - das ist ja auch simpelst und ein bisschen Trocken. (Aber saugut)
    Rattus ist halt auch sehr einfach, hat baer noch einen unbestimmtheitsfaktor.


    Atti

  • Ich empfehle es auch, allerdings würde ich, falls das ernsthaft die Alternative ist, doch zu LONDON und AFAOS raten - auch wenn die Spiele überhaupt nicht vergleichbar sind.

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

  • Hiho,


    London, ok - aber AfaoS ist noch ein 2-Personenspiel.
    Rattus kann mian mit Erweiterungs dann ja auch mit 6 Leuten Spielen. Das mit einem 2-Personenspiel zu vergleichen finde ich immer sehr schwer.


    Atti

  • Hiho,


    "nie weiss" ist ja nicht ganz richtig. Man kann sich die Dingen ja auch anschauen, wenn man will.


    Atti

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  • Zitat

    Original von [Tom]
    RATTUS ist allerdings auch ein extremes Glücks- bzw. Risiko-Spiel,


    Risiko auf jeden Fall, aber extremes Glück? Finde ich ehrlich gesagt nicht unbedingt. Nehme ich 3 oder mehr Charakterkarten oder habe ich nahezu überall die Mehrheit der Bevölkerung, muss ich mich nicht wundern, wenn meine Leute sterben wie die Fliegen.


    Ich habe mir vor einiger Zeit mal sämtliche Rattenplättchen genau angesehen und es gibt nur sehr sehr wenige Plättchen, mit einem "Alle" Symbol.


    Zweifellos ist Glück mit im Spiel, aber die Wahrscheinlichkeiten kann ich durch meinen Spielstil doch nicht unerheblich beinflussen. Gerade mit den schützenden Personenkarten aus der Erweiterung.


    Aber was den Vergleich mit Hansa und co. betrifft bin ich völlig deiner Meinung.


    Für mich gehört Rattus eher gemeinsam in eine Schublade mit Spielen wie Drachengold, ohne Furcht und Adel usw.

    Einmal editiert, zuletzt von Winterfeld ()

  • Ich persönlich finde es halt sehr hübsch. Die mittelalterliche Karte, die schön gezeichneten Persönlichkeiten, die Ratten-Symbole - dazu eben die haptisch angenehmen Holzwürfel, das Alles finde ich sehr schön.


    Dazu kommt eben, dass man das Spiel, gerade mit der Erweiterung und den Bonus-Persönlichkeiten aus Essen letztes Jahr, oft Spielen kann mit immer wieder neuen Kombinationen von Persönlichkeiten - die Wiederspielbarkeit ist also recht hoch. Und ein Spiel dauert nicht wirklich lange... :)

  • Absolut. Umso mehr freue ich mich auf die kommende zweite Erweiterung. Die Bilder auf der Verlagsseite sehen soweit schonmal sehr vielversprechend aus.


    Zumal es diesmal offenbar nicht nur neue Charaktere geben wird, sondern auch die ein oder andere komplett neue Komponente ins Spiel kommen wird (man sieht auf den Bildern zumindest neue Plättchen/Karten, sowie ein Holzkamel)

  • Ich meine aber gelesen zu haben, dass es neue Mechanismen geben wird. Die Tränke, Mauern ect. waren ja auch jeweils nur an den dazugehörigen Charakter geknüft.


    Und ich denke wenn es eins nicht braucht, dann eine weitere Erweiterung mit 20 neuen Charakteren.


    Zusammen mit den Messepromos, den Preoderpromos und der BGG-Promo gibts davon inzwischen eigentlich schon wirklich genug.

    Einmal editiert, zuletzt von Winterfeld ()

  • Hallo,


    vielen Dank für Eure Meinungen. Ich denke, die schöne Aufmachung, die kurze Spielzeit, der Glücksfaktor, keine Strategieüberdosis (gefällt meiner Frau) und der variable Einsatz der Bonuskarten werden mich zum Kauf bewegen.


    Liebe Grüße,


    ecki

  • So inzwischen gibt es eine preview der Cliquenabendler.


    Scheint leider erneut so zu sein, dass ein Großteil der "neuen" Mechanismen wieder ausschließlich durch weitere Personenkarten ins Spiel gebracht werden. Finde ich offen gesagt ein wenig schade, denn an der Vielfalt dieser Karten hat es bereits nach der ersten Erweiterung schon nicht gemangelt. Hier musste man ohnehin schon aufpassen, keine unausgewogenen Kombinationen zuzulassen.


    Das einzig wirklich neue, neben den Personen sind die Regionenkarten, welche aktiv vor der Pest schützen können, oder bei Spielende Bonuspunkte generieren.


    Für mich allein schon wegen der 5+6 Spielererweiterungen ein Pflichtkauf, aber ich hätte mir gerne ein wenig mehr grundlegende Neuerungen gewünscht. 20+ Personenkarten sind einfach zu viele und die schiere Menge an Kombinationsmöglichkeiten wird dem Spielgleichgewicht sicher nicht gut tun.

  • Naja, ich habe Nichts Anderes erwartet (und finde es eigentlich auch gut so). Was wirklich schön ist, ist eben die Erweiterung auf bis zu 6 Spieler. Ansonsten lebt das Spiel ja praktisch von einem strunz-simplem Mechanismus (Platziere Klötzchen in einem Feld und verschiebe die Pest) und den Modifikationen desselben durch die Personen.


    Ja, es gab sicherlich schon genug Variationen. Nun kommen nochmal ein paar Personen dazu, und das waren auch sicherlich nicht die letzten. Ich finde es Ok.

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  • Puh, ich habe Rattus seit der ersten Erweiterung bestimmt schon über 20 mal auf dem Tisch gehabt, und teilweise gab es schon sehr kranke Kartenkombinationen. Gerade dann, wenn von einem Stand gleich mehrere Karten im Spiel sind (wovon ich grundsätzlich übrigens strikt abraten würde, weil dadurch sehr viele Pestplättchen ihren Schrecken verlieren)


    Halbwegs fair bleibt das Spiel, wenn man einen Teil der Karten aus dem Basisspiel behält und nur einzelne Personen austauscht. Dann dauert es allerdings extrem viele Spiele, bis man die tausend neuen Personen alle mal testen konnte.


    Von daher hätte ich persönlich es lieber gesehen, wenn die Erweiterung an einer anderen Stelle angesetzt hätte, aber die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

  • Das Problem ist doch, dass das wegnehmen alleine für den Wegnehmenden auch interessant sein muss. Manche Kombinationen werden erst durch die Verbindung zweier durchschnittlicher Karten spannend. Da bringts auch nichts, eine wegzunehmen. Holt er sich die Karte wenn er wieder dran ist eben zurück.


    Liegt eben auch immer wieder am Regulierungsdrang der Mitspieler. Bei uns wird in der Regel mit Argusaugen beobachtet, für wens gerade gut läuft. Dann fallen die Anderen in der Regel wie die Wölfe über ihn her.


    "Wenn du die Pestplättchen dort rein vermehrst, löse ich sie nächste Runde mit dem Ritter aus"

  • Zitat

    Original von Winterfeld
    Das Problem ist doch, dass das wegnehmen alleine für den Wegnehmenden auch interessant sein muss. Manche Kombinationen werden erst durch die Verbindung zweier durchschnittlicher Karten spannend. Da bringts auch nichts, eine wegzunehmen. Holt er sich die Karte wenn er wieder dran ist eben zurück.


    Liegt eben auch immer wieder am Regulierungsdrang der Mitspieler. Bei uns wird in der Regel mit Argusaugen beobachtet, für wens gerade gut läuft. Dann fallen die Anderen in der Regel wie die Wölfe über ihn her.


    "Wenn du die Pestplättchen dort rein vermehrst, löse ich sie nächste Runde mit dem Ritter aus"


    Eben! Deswegen klaut der 3. Spieler das andere Plättchen. Und so läuft es reihum. Bei dem Spiel MUSS man geradezu über den Führenden herfallen!