Poseidon`s Kingdom Regeln E/D online

Bitte bewerte: On Mars
Online spielen? Erstelle einen Termin oder melde Dich an: KLICK
  • Nur mal so für die Neugierigen. Die Regeln vom Fragor game 2011 sind jetzt online. Viel Spaß bei der Lektüre:


    Englisch:
    http://www.boardgamegeek.com/f…ons-kingdom-english-rules


    Deutsch:
    http://www.boardgamegeek.com/f…dons-kingdom-german-rules

    Es gibt keine guten oder schlechten Spiele. Nur Spiele, die mir liegen und welche, die nicht meine Tasse Tee sind.

    3 Mal editiert, zuletzt von duchamp ()

  • ANZEIGE
  • Zitat

    Original von [Tom]
    Danke!


    Hast Du selbst Dir die Regeln schon durchgelesen?


    Musste ich als Übersetzer zwangsläufig mehrfach tun, ja. :-)


    Zitat

    Eine Einschätzung?


    Schön an der Arbeit mit den Lamont Brothers (letztes Jahr desgleichen) ist, dass sie tatsächlich einen Prototyp schicken, bzw. Daten zukommen lassen, um einen zu erstellen. Ich konnte also bereits im Juli mit Probepartien anfangen. Danach änderte sich noch einiges, was ich dann auch sofort spielerisch live nachvollziehen konnte. Wer mal eine Regel übersetzt hat, weiß, wie unschätzbar vorteilhaft es ist, das Spiel gespielt zu haben!


    Einschätzung: Wie jeder Fragorkundige aus der Regel ersieht, Anklänge an Antics! (Aktionshügel bauen), aber, sagen wir mal, lustiger. Antics! kommt ja ohne nennenswerten Zufall oder gar Glück aus. Poseidon`s Kingdom kommt mit 55 Würfeln daher! Was auf den ersten Blick wie ein "luck-fest" ausschaut, erweist sich aber als durchaus verzwicktes, bei aller Leichtfüßigkeit absolut von den Entscheidungen der Spieler abhängiges Spiel. Denn die Würfel, die da so massig den Spielplan überfluten, stehen grundsätzlich allen Spielern zum Aufsammeln zur Verfügung. Nehme ich aber den gerade so passenden Würfel des Gegners, erhält der wiederum einen Bonus - grrr. Und da es nicht unwesentlich ist, welche Würfelkombination ich ergattere (denn die bringen jede mit der Zeit weniger Punkte), wird das schon ziemlich kniffel(i)ig und heftig interaktiv. Die Aktionshügelei wird hier noch dazu schön flankiert von der Alternativaktion "Würfel auf Welle" - man will doch BEIDES, und zwar unbedingt!


    Kurz: Nach Antics! eine Art wirbeliger, schneller, verrückter Nachfolger, auf jeden Fall für die ganze Familie (ab 8 (gamers` kids) , Schachtel sagt ab 10) und nicht unbedingt was für knallharte Strategen, Zugoptimierer oder "Multiplayer Solitaire Aufbauspiel"-Freaks. Eher "Pantheon"-Feeling als "BvB", um mal einen (nicht mehr ganz aktuellen) Vergleich zu bemühen.


    Auch dies ein Spiel, wie ich glaube, das man nicht aufgrund der Regel "beurteilen" sollte - letztens im spielbox-Forum moniert und auf BGG manchmal zu etwas seltsamen Postings führend. Hier ist Spielen angesagt und die Lust am feuchtfröhlichen miteinander / gegeneinander! Ach ja, Einschätzung: Super für das, was es sein will!


    See you at Essen (ich mach zeitweise den Erklärbär - obwohl die Auflage ja so gut wie komplett verkauft ist).

    Es gibt keine guten oder schlechten Spiele. Nur Spiele, die mir liegen und welche, die nicht meine Tasse Tee sind.

  • So ich hab das Spiel bisher natürlich nicht gespielt, aber inzwischen die Regeln komplett durchgearbeitet.


    Mein zwischenfazit:


    Was ich gut finde:


    Die Ameisenstock-Mechanik aus Antics ist in sehr ähnlicher Form wieder mit dabei. Die Mechanik ist zwar etwas vereinfacht, aber meine ursprüngliche Befürchtung sie wäre zu sehr beschnitten worden, hat sich nicht bestätigt. Auch hier spielt das Platzmanagement soweit ich das beurteilen kann wieder eine große rolle und Symbole höher im Korallenstock verstärken wiederum die betroffene Aktion, auch wenn diesmal kein Arbeiter auf den Symbolen platziert werden muss. Schön, dass dieser Mechanismus verwertet wurde, denn für mich persönlich war der Teil an Antics! mit Abstand das Beste (den Rest fand ich eher mäßig).


    Der restliche Spielablauf scheint weitaus weniger glückslastig auszufallen als ich aufgrund der schieren Menge an Würfeln bisher angenommen habe. Natürlich ist dennoch etwas Glück im Spiel und darüber hinaus scheinbar etwas mehr Interaktion mit den Mitspielern, als noch in Antics. Als hochgradig Interaktiv würde ich das Spiel jetzt dennoch nicht bezeichnen, aber man spielt diesmal mit sicherheit nicht völlig nebeneinander her. Gute Entscheidung der Brüder.


    Scheint ein sehr kurzweiliger Spaß für die ganze Familie zu werden, und grundsätzlich alle Spieler, die das Spielen nicht allzubierenst nehmen müssen um Spaß zu haben.



    Was ich ein wenig schade finde:


    Durch die deutsche Übersetzung gehen dieses Mal noch mehr als in den früheren Spielen ein großteil der Wortspiele flöten, bzw. verlieren ihren Witz. Daran lässt sich wohl kaum etwas ändern und ich bleibe folglich lieber bei der englischen Regel.


    Achso und nochwas: der Krake sah im prototypen eher lustig aus. Jetzt macht er mir ein wenig Angst, aber hey es ist ja auch evil hans the kraken! :-)


    Fazit: Ich werde meine Vorbestellung ganz sicher nicht verfallen lassen :up:

  • Zitat

    Original von WinterfeldWas ich ein wenig schade finde:


    Durch die deutsche Übersetzung gehen dieses Mal noch mehr als in den früheren Spielen ein großteil der Wortspiele flöten, bzw. verlieren ihren Witz. Daran lässt sich wohl kaum etwas ändern und ich bleibe folglich lieber bei der englischen Regel.


    Die Probleme bei Spielregel-Übersetzungen sind primär dreierlei:


    1. Das Englische ist IMMER viel kürzer - das Layout zwingt dir aber auf, nicht viel länger sein zu dürfen.
    2. Die Terminologie ist oft schwer 1:1 zu übertragen. Beispiel: "turn order track" - Spielreihenfolgenanzeige ist nun mal sch ...
    3. Das Ganze muss möglichst ebenso gut zu verstehen und sachlich korrekt sein.


    Nun kommen die Lamont brothers und wortspielen umher, wie es ihnen gefällt. Oh-oh.


    Meine beiden Hauptaugenemerke diesbezüglich sind:


    1. Nicht an regeltechnisch entscheidenden Stellen rumalbern, sondern dort, wo die Lamonts es auch tun (gerne in den Zwischenüberschriften oder Randbemerkungen ...)
    2. Albern darf`s sein, manchmal auch doof, aber möglichst auf der "pun"-Ebene, also eben durch kleine Verschiebungen abändern, und nicht durch zu große Wortanhängsel auffallen und so den gesamten Text sinnlos werden lassen.


    Problem war hier, dass es im Englischen viele Fische gibt, die schön einsilbig sind und noch dazu klingen wie ein anderes englisches Wort, z. B. "plaice" = Scholle. (Daher die Scholle auf der Rückseite der "Safe Plaice"-Marker - viel Spaß bei einer genuienen Übersetzung ...!) Na super, bei uns sind die allermeisten Bezeichnungen so speziell und eigen, dass sie sich kaum einbauen lassen. Bei "Antics!" habe ich das Problem "gelöst", indem ich anfangs darauf hinwies, das "ant" eben Ameise heißt, was mir bei allen möglichen ANTscheidungen ANTgültige Freiheit gab. Dies war hier nicht möglich und ich habe mich nicht dauernd wiederholen wollen ("Wal" und "Hai" kann man natürlich permanent verbraten, aber dann nervt es.


    Kurz: Natürlich geht was verloren - aber die Deutsche Regel soll vor allem all jenen helfen, das Spiel zu spielen, die des Englischen nicht so total flüssig mächtig sind und dabei wenigstens ein bisschen von der schrägen Atmosphäre ( = Wortspiele) rüberbringen.


    Jetzt nur mal so zum Verständnis ... :peace:

    Es gibt keine guten oder schlechten Spiele. Nur Spiele, die mir liegen und welche, die nicht meine Tasse Tee sind.

  • Wie gesagt, mir war schon klar, dass das Problem nicht am Übersetzer, sondern schlicht an der Sprache an sich liegt. Es handelt sich ja nahezu ausschließlich um reine Wortspiele und diese lassen sich in der Regel nie, oder nur sehr schlecht in eine Fremdsprache rüber retten.


    Die einzige Alternative besteht wohl darin ein komplett neues Wortspiel einzubauen, also losgelöst vom Ursprungstext, aber das ist wohl erstens keine leichte Aufgabe und zweitens wegen der thematischen Beschränkung fast unmöglich.


    Im Zweifel bleibt man eben einfach bei der Ursprungssprache (wobei ich die Wortspiele im Vergleich zu den anderen Fragor Spielen dieses Mal auch im Englischen nicht sooo witzig fand).

  • Wollte gar nicht meckern, nur mal so für die nicht sooo involvierten Leser etwas klarer machen, wie nervtötend das sein kann. Am liebsten wäre mir, die Lamonts würden die "puns" komplett streichen und einfach inhaltlich etwas leicht-humorig schreiben. Das wäre schon mal ne Erleichterung. :-) Aber dann wären sie eben nicht die leicht schrägen Schotten, die sie nunmal sind.


    Bin gespannt auf die diesjährigen Kostüme ...

    Es gibt keine guten oder schlechten Spiele. Nur Spiele, die mir liegen und welche, die nicht meine Tasse Tee sind.

  • Zitat

    Original von duchamp
    Schön an der Arbeit mit den Lamont Brothers (letztes Jahr desgleichen) ist, dass sie tatsächlich einen Prototyp schicken, bzw. Daten zukommen lassen, um einen zu erstellen. Ich konnte also bereits im Juli mit Probepartien anfangen. Danach änderte sich noch einiges, was ich dann auch sofort spielerisch live nachvollziehen konnte. Wer mal eine Regel übersetzt hat, weiß, wie unschätzbar vorteilhaft es ist, das Spiel gespielt zu haben!


    Das erschreckende ist ja, dass das leider der Normalfall für Übersetzer wie auch für Erklärer ist... :aufgeb:

  • ANZEIGE