Antiquity Reprint!?

  • Nabend,


    nicht das die, die ihre Antiquity Kopie noch für teuer Geld loswerden wollen, jetzt sauer sind, aber...


    ...auf BGG wird gemunkelt, dass es Antiquity von Splotter auf der Messe an deren Stand zu kaufen geben wird...


    http://www.boardgamegeek.com/article/7509821#7509821


    Dafür kommt das neue Spiel 'Great Zimbabwe' erst nächstes Jahr zur Messe.

    Einmal editiert, zuletzt von ingo ()

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  • Cool! Ich mein, ich habs ja eh, zwar die erste Edition, aber die Änderungen sind ja marginal...


    Aber interessant ist auch, dass es wohl noch mehr Reprints geben wird! Ich habs ja durchaus bereut INDONESIA verkauft zu haben...

  • Hiho,


    EIne durchaus interessante Info.



    ... zumindest für jemanden der nicht alle Spoltterspiele im schrank stehen hat. :-)


    Atti

  • Zitat

    Original von ingo


    welche meinst Du?


    Im verlinkten Post ist von Antiquity, Indonesia, Duck Dealer und Greed die Rede.


    Ich geb für die interessierten Mitleser mal einen kleinen, absolut subjektiven, Überblick:


    • Antiquity - Absolut großartiges Aufbaustrategie-Spiel, mein absolut liebstes Spiel (neben Loyang - was vielleicht folgerichtig ist...). Hier bauen die Spieler an mittelalterlichen Städten und deren Umgebung. In der Stadt Gebäude mit diversen Funktionen und außerhalb der Stadt wird landwirtschaftlich gewirtschaftet (oder auch mal ein Bergwerk in das Gebirge gehauen...). Interessant ist meiner Meinung nach der interessante Erntemechanismus, bei dem man ein landwirtschaftliches Gebäude baut und dann in den Folgerunden die Erträge einfährt. Der ein oder andere kennt diese Mechanik in leicht abgewandelter Form aus Agricola (Getreide und Gemüse!) oder besagtem Loyang. Nachteilig ist vielleicht das ganze Material und seine Handhabung, was den ein oder anderen abschrecken mag.
    • Greed - Kenn ich nicht so gut, habs einmal gespielt. Superwitziges Thema, das die Welt der Großkonzerne gekonnt auf die Schippe nimmt. Hier geht es darum CEO diverser Konzerne zu werden und das meiste Geld zu erwirtschaften. Besonders witzig ist, dass das teuerste Gut "Bla,Bla" ist. Also, das dumme Gequatsche irgendwelcher Berater, die an einem Flip-Chart oder per Power-Point-Präsentation meinen ihr geballtes Wissen unters Volk zu werfen. Kritisch an dem Spiel soll sein, dass es ein paar mechanische Schwächen haben soll. Ich kann das aber weder bestätigen noch widerlegen.
    • Duck Dealer - Ein sehr aufwendiges Spiel um Produktionsketten. Man fliegt im Weltall mit einem Raumschiff rum und nutzt Fabriken und liefert an Planeten. Mir hat das Spiel absolut nicht gefallen, weil man zwei Möglichkeiten hat: a) man nimmt Aktionssteine oder b) man nutzt seine Aktionssteine. Das ganze sieht in der Wirklichkeit dann so aus, dass jeder so lange Aktionssteine zieht, bis er einen ganzen Haufen vor sich liegen hat und dann einen Spielzug macht (seine ganzen Produktionsketten durchhechelt) bei dem man getrost mit den anderen Spielern eine Runde Antiquity spielen kann...
    • Indonesia - Sehr interessantes Wirtschaftsspiel, bei dem man auch Waren produtzieren muss. Aber das geniale Element sind die Firmenfusionen. Zu diesen Fusionen wird man im Laufe des Spiels immer wieder gezwungen und es entstehen immer größere Firmen. Und damit dann auch wieder neue Produkte (z.B. kann man mit einer Gewürzfirma und einer Nahrungsfirma zu einer Fast-Food-Firma fusionieren). Problem ist halt, dass man nur eine bestimmte Anzahl Firmen führen darf, wenn man aber nur kleine Firmen hat, dann wächst man nicht, und das ist dringend notwendig um die wachsende Nachfrage zu stillen. Fusioniert man also zwei Firmen, dann gibt es nachher insgesamt eine weniger und es können neue Firmen gegrüdnet werden. Es gilt dabei immer, das derjenige, dessen Firma mit einer anderen fusioniert nicht unbedingt die Firma behält. Meist sieht es so aus, dass ein Spieler nach der Fusion mit einem Batzen Geld und keiner Firma dasteht. Der anderer hingegen hat keine Kohle mehr, dafür aber ne feine, große Firma. Ein wirklich interessantes Spiel. Auch hier gilt allerdings: Kleinteilig, fummelig und es provoziert sehr lange Spielzüge. Besonders zum Schluß hin... Trotzdem: Riesenspiel!


    Abschließend sei gesagt, dass die Spiele alle in "normalen" Runden wohl weit oberhalb der 2 Stunden-Marke anzusiedeln sind. Mit einem Mitspieler wie mir (und wenn ihr auch so spielt wie ich) ist so eine Runde Antiquity aber tatsächlich in 2 Stunden zu schaffen (was auf der Schachtel steht). Ansonsten eher 5-6 Stunden... Greed hat damals glaub ich ca. 3 Stunden gedauert, Indonesia würde ich da auch verorten. Duck Dealer kann ich nicht sagen...

  • Hallo,


    Zitat

    Original von ode
    Im verlinkten Post ist von Antiquity, Indonesia, Duck Dealer und Greed die Rede.


    spielt wahrscheinlich auch keine Rolle, aber ich glaube, dass es sich nur bei Antiquity um ein (lang erwartetes) Reprint handelt. Die anderen Spiele sind nach wie vor verfügbar. Und ich meine, noch vor gut 2 Monaten ein Indonesia und/oder Duck Dealer bei All-Games im Laden gesehen zu haben...

  • Meines wissens ist lediglich Indonesia noch etwas schwieriger zu bekommen, die anderen genannten (abgesehen von Antiquity versteht sich) kommen doch recht häufig vor.


    Bin ich eigentlich der einzige der sich fragt wieso Roads & Boats nicht gennant wird? Klar im Gegensatz zu den anderen gab es schon 3 Auflagen, aber es hat sich auch dementsprechend besser verkauft als ein Duck Dealer oder Greed.


    @ ode
    Du vergisst bei deiner Antiquity Beschreibung die mMn zwei wichtigtsen Merkmale, die das Spiel recht eigen machen. Die Unterbringung der Verstorbenen und natürlich den Müll, bzw. den Smog.


    Ich bin ja gespannt ob es wirklich dazu kommt, dann hab ich auch endlich ein Antiquity *jump* *)

    2 Mal editiert, zuletzt von H8Man ()


  • Ich glaub ich muss Donnerstag früh den Kompletten Bestand aufkaufen 8-)

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

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  • Zitat

    Original von ode
    [*]Greed - Kenn ich nicht so gut, habs einmal gespielt. Superwitziges Thema, das die Welt der Großkonzerne gekonnt auf die Schippe nimmt. Hier geht es darum CEO diverser Konzerne zu werden und das meiste Geld zu erwirtschaften. Besonders witzig ist, dass das teuerste Gut "Bla,Bla" ist. Also, das dumme Gequatsche irgendwelcher Berater, die an einem Flip-Chart oder per Power-Point-Präsentation meinen ihr geballtes Wissen unters Volk zu werfen. Kritisch an dem Spiel soll sein, dass es ein paar mechanische Schwächen haben soll. Ich kann das aber weder bestätigen noch widerlegen.


    Kann man nach einer Partie schon ein erstes Fazit ziehen? Egal, ich bring es hier trotzdem an. Einmal gespielt und meine komplette Spielrunde zu viert fand es gähnend langweilig und arg beliebig von den Karten, die ins Spiel kamen, um daraus Produktionsketten bauen zu können. Auch wenn die Autoren da Insidereinblicke in die geldgeile Großkonzernwelt verarbeitet haben auf bitterböse Weise, beim eigentlichen Spielablauf fehlt es meiner Meinung nach leider dem Spiel am Spannungsbogen. Zumindest ist der Funke bei uns einfach nicht übergesprungen. Schade.


    Ob ich es nochmals auf den Spieltisch bekommen kann? Wohl nur mit absolut interessierten Splotter-Fans. Da finde ich Roads & Boats, Indonesia und Antiquity (habe da noch die Erstauflage. Will jemand gegen die aktuelle Version tauschen?) wesentlich packender und ausgklügelter in den Mechanismen. Brauchen aber eben ihre Spielzeit und entsprechende Vorbereitung aufs Spiel, um sich im Regelwust nicht zu verlieren.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Zitat

    Original von H8Man
    @ ode
    Du vergisst bei deiner Antiquity Beschreibung die mMn zwei wichtigtsen Merkmale, die das Spiel recht eigen machen. Die Unterbringung der Verstorbenen und natürlich den Müll, bzw. den Smog.


    Vergessen kann man nicht sagen. Ich habs absichtlich weggelassen. 8-) Ich wollt nicht alles erklären... Ich finde übrigens, dass sich in Le Havre (das ja sonst mechanisch nix von Antiquity hat) sehr schön dieser Druck auf den Spielern wiederfindet. In Antiquity sind es Gräber und Verschmutzung, in Le Havre die Ernährung. Natürlich gabs dieses Element auch schon in Agricola (wo eine Vernachlässigung dieses Drucks ebenso zwingend dazu führt mit dem Spielsieg nix mehr zu tun zu haben wie in Antiquity), aber ich empfinde das in Le Havre um einiges härter. Also ähnlich wie in Antiquity, wo es am allerkrassesten ist. Ein Frustelement mit dem man erstmal klar kommen muss. Aber wer es in Agricola schafft seine Leute zu ernähren und zu beheizen, der wird auch mit Antiquity irgendwann klar kommen.

  • Zitat

    Original von ode
    Aber wer es in Agricola schafft seine Leute zu ernähren und zu beheizen, der wird auch mit Antiquity irgendwann klar kommen.


    Und im Zweifel kann man bei Antiquity auch erstmal die Luschie-Variante spielen, die offiziell (unter anderem Namen) im Regelwerk erwähnt und für die Erstpartie empfohlen wird: Ganz ohne Verschmutzung spielen, weil man die eh kaum beseitigen kann, während man die Grundmechanismen des Spiels noch lernt. Hatte ich damals mit einem Schulterzucken ignoriert und bin deshalb im Zivilisations-Müll prompt erstickt.


    Eindeutig ein Spiel, was mal wieder aufm Spieltisch kommen muss.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

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