Vanuatu : 3-4-5 Spieler Spielgefühl?

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  • Hallo,


    auf der Messe hat mich meine Dreier-Partie "Vanuatu" begeistert, weil es eher ein planbares und konstruktives Aktions-Einsetzen war, bei dem man aber doch noch auf die Aktionen der Mitspieler achten musste, damit die einen nicht blocken.


    Gestern dann die erste Vierer-Partie und die war geprägt von gegenseitigen Blockaden. Am heftigsten traf es da immer den letzten Spieler in Spielreihenfolge, weil der von allen ausgepattet wurde, damit keine Aktion ausführen konnte und somit seine Aktionssteine von irgendeiner Aktion entfernen musste.


    Zu fünft stelle ich mir dieses gegenseitige Blockieren noch heftiger vor. Weil im Spiel wird ja nichts skaliert. Ob zu dritt oder fünft, es stehen ja immer alle Aktionsfelder zur Verfügung und auch hat jeder 2+2+1 Aktionsscheibe.


    Wie habt Ihr Eure Partien erlebt? Haben wir grundsätzlich etwas falsch gespielt oder falsch verstanden?


    Darf man eigentlich einen 3er-Fisch auch nur teilweise verkaufen, also nur 2 davon und 1 behalten im Wechsel? Zum Beispie um nicht über die 10 Einkommen zu kommen, auch wenn es dafür 5 Siegpunkte gibt.


    Cu / Ralf


    PS: Mein Exemplar hatte zwei Stanzbögen zu viel, so dass ich teilweise zu viel Spielmaterial hatte. Wir hatten aber bis auf die Fische/Schätze alles "zu viel" vor der ersten Partie stirnrunzelnd aussortiert.

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

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  • Ich habe noch keine vollständige Partie Vanuatu hinter mir, insofern sind meine Aussagen unter Vorbehalt. Allerdings haben wir das Spiel in Essen zu viert angespielt und haben dabei in der Tat extrem fiese Mechanismen bei der Aktionsauswahl erlebt. Diese waren für mich schon aus der Regellektüre zu erwarten und für mich ein Grund, mir dieses Spiel näher anzuschauen.


    Richtig ist, dass die Spielreihenfolge definitiv wichtig ist und dass man als letzter Spieler damit rechnen muss, auf weniger Aktionen zu kommen als der Startspieler. Zu lange Aktionsketten in einer Runde sind damit eher schwierig umzusetzen. Allerdings hat man es als letzter Spieler auch in der Hand, an mancher Stelle Mehrheiten über den Haufen zu werfen und damit die Pläne der ersten Spieler zu durchkreuzen. Zudem sollte man das Ausruhen-Feld zu erkämpfen versuchen, um hier den Startspieler zu übernehmen. Eine der Rollenkarten kann hier übrigens sehr hilfreich sein, denn sie erlaubt das Spielen eines Zuges, wenn man nirgends eine Mehrheit hat.


    Uns haben diese fiesen Mechanismen genügend fasziniert, um das Spiel mitzunehmen. Falls das eher nicht Dein Ding ist und die Partien zu dritt entspannter verlaufen, solltest Du Dich bei Vanuatu vermutlich eher auf diese Spielerzahl beschränken. Mein Eindruck ist aber, dass man auf diese Weise etwas verpassen würde.

  • Zitat

    Original von ravn


    Gestern dann die erste Vierer-Partie und die war geprägt von gegenseitigen Blockaden. Am heftigsten traf es da immer den letzten Spieler in Spielreihenfolge, weil der von allen ausgepattet wurde, damit keine Aktion ausführen konnte und somit seine Aktionssteine von irgendeiner Aktion entfernen musste.


    Ich habe gestern bei einer 5er Partie quasi systematisch auf den Startspieler verzichtet und saß somit an Position 2-5. Ich denke schon, dass man steuern kann, zumindest habe ich die Partie knapp gewonnen und führe das darauf zurück, dass ich wohl die wenigsten Aktionen am Tisch auslassen musste. Ich denke mal, der "Trick" ist, auch mal eine Aktion zweiter Wahl zu nehmen (besser als nichts) anstatt sich mit einem Mitspieler um z.B. den einen Touristen zu prügeln. Ich hatte nie mehr als zwei Steine auf einem Feld und somit ungefähr 8x3=24 Aktionen ausgeführt.



    Ein anderes Thema ist die Spieldauer. Wir lagen mit Erklären bei ~ 180 min. und das ohne Grübler in der Gruppe. Da alles offen liegt und man die wahrscheinliche Zugreihenfolge der Mitspieler vorausplanen könnte, würde eine Partie mit den falschen Leuten wahrscheinlich im Bereich von 18xx liegen ;-)

  • Danke für die ersten Einschätzungen. Werde es in anderer Erwartungshaltung einfach nochmal zu viert-fünf spielen.

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Also das "den anderen kein Stück Butter auf dem Brot gönnen"-Gefühl habe ich jetzt schon in vielen VANUATU-Rezis gelesen.


    Bin neugierig! :-) Könnte mir doch besser gefallen, als ich dachte.

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  • Ich bin auch schon ganz gespannt. Wenn alles glatt läuft landets am Samstag in einer fünfer-Runde auf dem Tisch! Ich kanns jedenfalls kaum erwarten.

    Einmal editiert, zuletzt von Nachteule ()

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Also das "den anderen kein Stück Butter auf dem Brot gönnen"-Gefühl habe ich jetzt schon in vielen VANUATU-Rezis gelesen.


    Wo? Bis auf die BGG-Kommentare zu den Wertungen habe ich bisher kaum bis einen Spielereport über Vanuatu lesen können ...

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here