Eure Fehleinschätzungen 2011?

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  • Hallo,


    bei mehr als 750 Neuheiten alleine auf der SPIEL 2011 und etliche mehr übers ganze Jahr verteilt, kann man sich schon von so manchem Hype verleiten lassen oder eben auch die ein oder andere Überraschung erleben, dass ein blöd geglaubtes Spiel dann doch wirklich gut bei Euch landen konnte.


    * Besser als zunächst gedacht
    Outpost (Neuauflage): Am Messestand in Essen hatte ich am Nebentisch Core Worlds angespielt, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Dieser Negativ-Eindruck hat sich auf Outpost übertragen, obwohl ich das nicht gespielt habe, nur das Material arg oberflächlich betrachtet. Inzwischen habe ich es mir gekauft, weil ich es schon immer haben wollte (mir bisher als Erstauflage aber zu teuer war) und weil Tom Vassel es im Dice Tower Videoreview an solchen Punkten schlecht fand, an denen ich nichts auszusetzen habe. Spätestens seit Pantheon weiss ich, dass Spielegeschmäcker und Meinungen eben nicht übertragbar sind. Das Spielmaterial ist wirklich gut, Counter schön dick, Karten ausreichend stabil (brauchen keine Kartenhüllen wie so manche andere Neuheit) auch verströmt die Grafik ausreichend Atmosphäre. Jetzt muss nur noch das erste eigene Spiel das alles bestätigen.


    * Schlechter als zunächst gedacht
    Quarriors: Am Messestand in Essen probegespielt und da hat es mir in den paar Runden gefallen. Dann zu Hause nochmals in Zweierrunde gespielt und einer anderen Viererrunde zugeschaut. Leider verdichtete sich dabei der Eindruck, dass so gut wie alles vom Würfelglück abhängt. Wer anfangs gut würfelt, der wird zudem belohnt und wer belohnt wird, hat in der Folge eine höhere Wahrscheinlichkeit durch bessere neue Würfel und dem Abstossen von schlechten Würfeln nochmals besser zu würfeln. Die ersten Runden setzen eine Spirale aufwärts Richtung Spielsieg oder abwärts Richtung Mitläufer in Gang. Noch sehe ich nicht die Möglichkeiten, dem zu entkommen. Schade.


    Was waren Eure Fehleinschätzungen 2011?


    Cu / Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

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  • Hallo,


    * Besser als zunächst gedacht
    Qwirkle
    Als es erschien, lehnte sich eigentlich alles daran in mir auf. Obwohl ich einfachen, abstrakten Spielen (Einfach Genial, Blokus) gegenüber nicht abgeneigt bin. Aber Qwirkle schien mir so banal. Die Holzteile waren zwar nett, aber die Farbenwahl hätte man besser lösen können. Es war eingekauft worden - vom Verlag als Lizenz - keinen Eigenentwicklung.
    Alles Gründe, dieses Spiel zu ignorieren - wenn ich eine Wahl gehabt hätte.
    Aber wie bei anderen Spielen auch, ist die Farbpalette nur für die ersten Partien von Bedeutung - man gewöhnt sich an die geringen Farbdifferenzen.
    Und das Spiel selbst - zu gewinnen hat etwas mit Timing zu tun, jeder Stein hat einen Wert. Passen - da spielen Wahrscheinlichkeiten eine Rolle. Welche Steine werden fürs Passen geopfert? Ich passe, um bestimmte Steine zu bekommen - - und habe meinen Spass, wenn es gelingt.
    Ob´s ein Glücksspiel ist? Keine Ahnung - ich bin kein besonders guter Spieler, aber auf Grund meiner Erfahrung gewinne ich fast jede Partie. Ich sehe, dass die Mitspieler Fehler machen. Mir fehlt, ehrlich gesagt, der Turniervergleich.
    Ich sollte mal eins ausrichten, an dem ich teilnehmen kann. :-)


    * Schlechter als zunächst gedacht
    Turmbauer - Kosmos
    Hmmm - eigentlich die gleichen Voraussetzungen wie beim Qwirkle - Spielkategorie, Lizenzprodukt. Aber bei mir wurden ganz andere Erwartungen geweckt. Die Veröffentlichung wurde zurückgezogen, weil die Materialqualität nicht das Kosmosniveau erfüllte, und um ein Jahr verschoben. Ein Spiel, das wegen den räumlichen Dimensionen geistige Leistungen fordern würde. Es sieht einfach hübsch aus, wenn dieses Gebilde entsteht - mit den turnenden Arbeitern darauf.
    Aber die eigenen Partien - es wollte sich keine Spannung einstellen - ein Jenga ist spannender und lustiger. Das Erwürfeln der Bauteile, das Chipsetzen für die Regelausnahmen - es erscheint mir alles irgendwo als witzlos.
    Schade, sehr schade


    Liebe Grüße
    Nils

  • Enttäuschungen:


    Sekigahara - das Spiel hat mich sozusagen durch die Optik geblendet (haha) und auch durch das Thema. Als ich es dann gespielt habe, war ich sehr frustriert durch den unglaublichen (gefühlten) Glücksanteil, der bei mir sehr viel Frust ausgelöst hat.


    Positive Überraschungen:


    A Few Acres of Snow und dann No Retreat!: Weniger die Spiele selbst, als das Genre der Cosims, welches sich mir mehr und mehr erschliesst. Ich bin gespannt, was 2012 noch bringen wird für mich... :-)

  • Die größte Enttäuschung ist und bleibt für mich Pantheon. Als Tummelhofer-Spiel wollte ich es unbedingt lieben und mögen - aber der Mechanismus gefällt mir einfach nicht. Karten ziehen ist und bleibt für mich Glück und von den richtigen Karten hängt ab, wie das Spiel läuft.


    Ansonsten habe ich viele wunderschöne Spiele gekauft, die meinen - zugegebenermaßnen hohen Erwartungen von entsprochen haben - so das sie mich nicht überraschten ... Olympus, Burgen von Burgund, A few acres of snow, Civilization, Trajan, Ora et Labora, Village und viele mehr ...


    Eine echte Überraschung war King of Tokyo, bei dem ich die Spielboxrezension überschlagen hatte, weil das Spiel so bunt war und der erste Blick auf das Thema mir sagte, brauche ich nicht. Nachdem sich meherere Spieler über die Note der Rezension aufgeregt haben, habe ich sie dann doch komplett gelesen, das Spiel gekauft und schon einige vergnügliche Stunden damit verbracht - es ist lange nicht so hirnlos, wie ich beim ersten Lesen meinte. Aber aufgrund des ganzen Trubels und der Rezension heißt es bei uns nur "Tokyo-Bumm-Bumm" und wenn jemand Tatzen würfelt, sagt er auch nur noch "Bumm".

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Auch bei mir war Pantheon die größte Enttäuschung. Ich habe etwas erwartet, das mich fesseln kann wie St. Petersburg oder Stone Age. Beide konnten mich fesseln, ohne etwas wirklich neues oder innovatives mitzubringen. Sie waren schlicht und einfach eine geniale Komposition durchaus bekannter Zutaten. Pantheon ist das leider nicht. Was bleibt, ist ein solides Spiel - aber leider nicht mehr.


    Überrascht hat mich zum einen Die Speicherstadt. Sah 2010 nach den ersten Beschreibungen ehr nach Einheitsbrei und nichts neuem aus und obwohl mir das Thema gefiel (oder vielleicht gerade deshalb) habe ich es erstmal nicht gekauft. Dieses Jahr habe ich dann doch nach Preisnachlass zugeschlagen und muss sagen: der Bietmechanismus ist eine kleine Perle und macht es zu einem wirklich schönen Spiel.


    Die zweite positive Überraschung war Jenseits von Theben. Das haben wir bei Münster spielt Brett eher aus einer gewissen Verlegenheit heraus gespielt. Aber das Thema Zeit ist hier hervorragend umgesetzt und trotz des hohen Glücksanteils beim Ziehen aus dem Stoffbeutel war mir der Glücksanteil nicht zu hoch, er passt ja auch zum Thema. Und die Ausstattung der Queen-Ausgabe würde ich als vorbildlich bezeichnen. Hier wurde ein Spiel mit Liebe umgesetzt.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

    2 Mal editiert, zuletzt von Herbert ()

  • Hiho,


    Das Jahr ist noch nicht ganz rum, aber ich denke da wird sich bei mir Spielerisch nix mehr tun.


    "Fehleinschätzung" hatte ich keine, da ich jedes Spiel spiele bevor ich es einschätze.
    Natürlich hat man in manche Spiele mehr "Hoffnung" als in andere.


    - Panthenon


    Nachdem es nun überall hochgejubelt wurde, konnte einem eigentlich klar sein das es kein Burner sein kann. Solche Spiele treffen niemals auf eine so breite Resonanz. Das einzige was mich da erstaunt, ist dass das Spiel im Grunde genommen schlecht ist.


    Fast das gleiche gilt für Kingdom Builder. Scheint ein neuer Trend zu werden, toll aussehende Spiele, wo man das Spiel mit der Lupe suchen muss. "Aber es sieht super aus." ... jow .... hübscher Müll ! Super !


    - No Retreat


    Ich habe mich ja lange gewehrt das Spiel zu spielen. :-) - Aber einmal gespielt, hat sich die Skepsis dann bis in den letzten Winkel gelegt. Ich meine das es ein gutes Spiel sein wird, habe ich mir gedacht. Aber das es dann so gut ist. Ohne das drängen einer bestimmten Person hätte ich das wohl nie gespielt und auch niemals gekauft.


    - AfoS


    Naja, ich mag Spiele von Martin zwar nicht grundsätzlich, aber doch tendenziell. Mit Waterloo hat Martin ja schonmal ein Ausflug in die Wargames gemacht. AfoS ist aber ein ganz grosser Wurf. Das ich alter Dominion-Hasser das so gut finde ...


    - Mage Knight


    Mit dem Spiel konnte ich nix anfangen. Weder vom Thema noch vom aussehen. Die Probe-"Runde" in Essen hat mehr Fragezeichen produziert, als Fragen beantwortet. Da eine Spielgruppe mit meinem Spielegeschmack das aber richtig gut fand, hat es seine Chance bekommen und sofort überzeugt. Und von dem Mage Knight Miniaturenspiel halte ich *nichts*.


    - King of Tokyo


    Fällt jetzt nicht in die Kategorie Kingdom Builder / Pantheon aber hat ein ähnlichen Hype im Inet fabriziert. Ein wenig überrascht bin ich da, das es ein völlig beliebiges Würfelspiel ist. Es mag ja lustig sein, aber Kniffel ist im vergleich ja geradezu hoch strategisch. (Und etwas Strategie hat Kniffel ja durchaus - im Gegensatz zu KoT)


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    (...) "Fehleinschätzung" hatte ich keine (...)


    Geht mir auch so.
    Allerdings hatte ich Abweichungen vom Massengeschmack, z.B. gefällt mir nichts, was ich über QUARRIORS seit erscheinen gelesen habe... +Schulterzucken+

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

  • Hiho,


    Naja, Quarriors hat mir mir schon von der Beschreibung nicht gefallen. Habe es jetzt 3 mal gespielt und es ist jedes mal noch schlechter geworden.


    Atti

  • Qwirkle
    Ich bin doch sehr positiv überrascht, vor allem kann es fast jeder Spielen. Ich kann solche Spiele eigentlich nicht verputzen die sind mir zu "glatt" aber da muss ich doch meinen Hut vor ziehen!!!


    Das ist bis jetzt die einzige Fehleinschätzung - wenn auch eine positive - für das Jahr 2011 und dabei wird es in diesem Jahr leider wohl bleiben...


    MfG
    fleXfux

    Wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat, neigt zu geistigem Durchfall.

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  • Obwohl ich mittlerweile auch alles aus dem Netz ziehe, was ich zu einem Spiel finden kann, bevor ich es mir zulege, gab es doch etwas unerwartetes:


    * Schlechter als erwartet:
    Abtei der Rätsel war die Enttäuschung schlechthin. Ich bin ein großer Fan von Wortspielen, aber dieses langweilige Rumgeschiebe von Figuren ist ja noch schlimmer als Buchsbäumchen beim Wachsen zuzusehen - und das Lösen der Worte war letztendlich nur ein Mini-Bruchteil des Spieles, bei dem halt der gewinnt, der einen besseren Blick für Wörter hat.....
    Auch Kings of Mithril hat mich mehr als enttäuscht ("Hilfe, ein schlechtes Spiel hat meine Zeit gestohlen")


    *Besser als erwartet:
    Mein Mann hat letztes Jahr in Essen Firenze probegespielt und fand es überhaupt nicht gut. Nun habe ich es mir aber in einem Math trade zugelegt und bin total begeistert: leichte Regel, schneller Zugang - aber man muss neben den Turmteilen auch immer die Kartenauslage und die freien Bauplätze im Auge behalten, außerdem das, was die lieben Mitspieler machen oder wo die einem in die Quere kommen können.
    Gut, dass ich mal wieder nicht auf meinen Mann gehört habe (dem das Spiel mittlerweile total gut gefällt.... :mmhh: )


    Gruß, Boudie

    :kaffee: Ich kümmere mich mal um die Frauenquote hier....

  • Moin!


    Bei mir gabs einiges, was nicht so meinen vorher gehegten Erwartungen entsprach:


    Gold von Abacus: War doch recht langweilig, obwohl es viele Enthusiasten dafür gab. Komisch, daß mir Schacht-Spiele irgendwie selten gefallen.


    Carcassonne Würfelspiel von Hans im Glück: Naja, etwas mehr als Kniffel hätte ich mir dann schon gewünscht.


    Eselsbrücke von Schmidt: Eigentlich ein tolles Spiel, wenn da nicht der total beschxxxxxx Wertungsmechanismus wäre. Dafür könnte ich dem Redakteur links und rechts was auf den Hintern geben! Mittlerweile hat man aber bei Schmidt scheinbar ein Einsehen und die Regel wurde geändert. Für Erstauflagen-Besitzer allerdings zu spät.


    Artefakt von Winning Moves: Urgs, wie langweilig kann ein "Rollenkarten-Spiel" denn werden?


    Ascending Empires von Z-Man Games: Schnippen im Weltraum. So eine geniale Idee. Und dann sind die Kämpfe sowas von bekloppt gemacht, daß das das (? 3x hintereinander?) ganze Spiel zerstört.



    Positiv dagegen:


    Burgen von Burgund von Alea: Nachdem vom spielerischen Anspruch her in letzter Zeit bei Alea zurückgerudert wurde (Artus) bzw. die Spiele mich jetzt nicht voll ansprachen (Im Jahr des Drachen), ist Burgen von Burgund ein wirklicher Knaller.


    Uluru von Kosmos: Wirklich schönes hektisches Spiel, bei dem das Hirn schon mal richtig raucht. Leider für farbschwache Spieler nicht spielbar.


    King of Tokyo von Iello: Sinnfreies Gemetzel? Unplanbar? Gewaltverherrlichend? Trashig? Würfelorgie? Spaßig? --> 6x JAAAA


    Miss Lupun von Winning Moves: Nach dem Artefakt-Flop war ich skeptisch, weil das Spiel auch so trocken daherkommt. Dazu noch rechnen... Aber es ist GENIAL.

  • Moin, Moin Andreas,


    Zitat

    Original von Spielphase
    Burgen von Burgund von Alea: Nachdem vom spielerischen Anspruch her in letzter Zeit bei Alea zurückgerudert wurde (Artus) bzw. die Spiele mich jetzt nicht voll ansprachen (Im Jahr des Drachen), ist Burgen von Burgund ein wirklicher Knaller.


    Ist irgendwie schade, dass BuBu nur auf der Starparade in Grassau den ersten Platz gemacht hat. Dabei war ich noch nicht mal dort, um das Ergebnis zu manipulieren. 8-)
    Nach meinem Empfinden wurde das Spiel ein Jahr lang verkannt und blieb schlicht weg unberücksicht. Schlechtes Timing oder was war das?
    7 Wondersbeschattung? Macao-Nachwehen? Das ging nun dafür letztens bei Milan für 16,-€ in wenigen Stunden weg. ?(


    Liebe Grüße


    Nils

  • positiv Überrascht:

    No Retreat!
    Nachdem Wargames tendentiell Interesse aber wenig Spielfreude in mir weckten traf dieses Spiel VOLL ins Schwarze. Ein halbes Dutzend Spiele später eröffnet es geradezu noch mehr Spielreiz als zuerst angenommen und steigert noch mehr jene Vorfreude auf die nächste Partie, die mich seit dem "ersten Mal" begleitet. Ein wunderschönes Spiel. Elegante Mechaniken, erstaunlich Historisch, bisher immer sehr sehr Spannend! - ein großes Highlight für mich!


    negativ Überrascht:

    1830
    Einige haben das wahrscheinlich schon verdrängt! aber ja, auch das haben hier einige eher besser eingeschätzt. Ich gehöre dazu. Ich habe es gespielt. Ich finde es nicht SCHLECHT aber auch nicht allzu genial. Wenn die Runde aus erfahrenen 18XX-lern besteht, die mir das Spiel RICHTIG näher bringen wollen, dann gerne nochmal. Ansonsten: eher nicht.


    Die Burgen von Burgund (The Burger Burger Game)
    Hab ich einen ganzen großen Thread darüber geschrieben. Ist anscheinend nicht mein Spiel. Zu wenig Thematik, ungenügendes Meterial, eben wohl nicht ganz mein Spiel... will noch zu zweit gespielt werden... vielleicht überzeugt es mich dann!?

  • Hallo zusammen,


    Negativ wurde ich von folgenden Spielen überrascht:


    1. Pantheon -- nach St. Petersburg und Stone Age ein Pflichtkauf aber unsere gesamte Spielrunde war ziemlich genervt. Spaß hatte keiner.


    2. Lancaster -- hörte sich gut an, wurde aber in den letzten zwei Runden sehr zäh und verdecktem Bieten gehe ich sowieso aus dem Wege.


    3. Coney Island -- neues Thema und viel Interaktion, aber gewonnen hat diejenige, die sich aus fast allen Interaktionen herausgehalten hat. Irgenwie kommt das Thema nicht zum Tragen und der Ablauf ist langweilig.


    4. Wir habenBurgen von Burgund (meinem Mann gefiel es überhaupt nicht, mechanisch, trocken und noch dazu Würfel!) und die Speicherstadt (unsere Freunde fanden, es ist ein gemeines Spiel mit einem zu hohen Ärgerfaktor) wieder verkauft.


    Positiv überrascht war ich von:


    1. Pergammon -- Thema gut umgesetzt, etwas Interaktion, Wettrennen um die Bonusplättchen. Die Vergabe von Grabungslizenzen und Geld ist etwas zufällig, aber das ist es bei echten Grabungen auch. Hier stört es mich nicht so, da man noch genügend Entscheidungen frei hat.


    2. Helvetia -- nettes Thema und ein eigenwilliger Mechanismus. Die Unübersichtlichkeit hielt sich in Grenzen und vielleicht kann man ja die Unterscheidung von Männern und Frauen etwas verbessrn.


    Noch nicht gespielt:


    die ersten Funken
    Quebec
    Constantinopolis
    Eminent Domain


    einen guten Rutsch ins neue Jahr
    Nora

    Einmal editiert, zuletzt von nora ()

  • Negative Überraschungen:


    Space Maze - nach den Video-Reviews und Vorabberichten vor Esssen war ich recht überzeugt davon, dass das Spiel als Absacker oder Anheizer in unsere Runde passt ... gefehlt. Irgendwie sprang der Funke nicht über. Es würden alle nochmal spielen, aber richtig überzeugt war keiner.


    Paris Connection - Schnelles Spiel, unkompliziert ... klang gut genug um einen Kauf zu riskieren ... worin aber genau der Spaß bei dem Spiel liegen soll, blieb unserer Runde einstimmig unklar. Ja, es ist schnell. Ja, die Regeln sind unkompliziert. Ja, es funktioniert. Alles drei trifft aber auch auf eine 30-Sekunden Sanduhr zu. Flopp!


    Positive Überraschungen:


    Pantheon - nachdem sich die "Gemeinde" bei dem Spiel schon früh spaltete, gewann mein Vertrauen in den Verlag und in das relativ seltene Thema (und mein Sammeltrieb) gegenüber der Vorsicht ... und es war toll. Jeder in der Runde fand es durchgehend spannend und unterhaltsam.


    Qwirkle - "ZU SIMPEL" schrie es in meinem Hinterkopf, aber da man neue Spielerinnen anstecken wollte (nein keine SpielER, ich geb's zu) ... her damit. Bei der Zielperson klappte kein Spieleabend mehr, aber ironischerweise kam das Spiel trotzdem bei allen erstaunlich gut an.


    Lancaster - auch hier gab es sowohl positive als auch negative Reviews zu ... dazwischen nichts. Queens Preispolitik schien das Spiel dann erstmal auszuklammern, aber online-Gutscheinen sei dank ... *hust* Na jedenfalls hat das Spiel zu dritt gleich so gut funktioniert und Spaß gemacht, dass es mehrfach hintereinander gespielt wurde. Ein Kompliment, dass bei uns nur wenige Spiele bisher erhielten. (Aus dem Stehgreif wüsste ich nur noch El Grande, Agricola und 7 Wonders)

    2 Mal editiert, zuletzt von Timo1977 ()

  • Ich will auch mitspielen!!!


    * Besser als zunächst gedacht


    Drum Roll:Habe ich aufgrund der Zirkusthematik überhaupt nicht in meine "mal ansehen"-Liste für Essen genommen. Als wir an dem Stand vorbeigingen haben wir aber spontan eine 2er-Erklärrunde vom Autor bekommen und schon mitten in der Erklärung war klar, dass wir das mitnehmen werden. Hat und sofort angesprochen und auch nach ein paar Partien zu Hause bin ich immer noch überzeugt eins der besseren Spiele aus Essen zu haben. Zwar ist auch das Spiel mal wieder ein Beweis, warum der Autor selber nicht auch der Redakteur sein sollte, an der Umsetzung hapert es im Detail, aber das sind Sachen, die auch andere Verlage haben und HiG verbockt in den letzten Jahren noch viel dickere Dinger...
    Firenze:Eigentlich erst eher ein "schlechter als gedacht", nachdem ich es ein paar Mal gespielt hatte. Wir haben es dann lange, lange Zeit ignoriert, bis wir mal an einem Nachmittag 3-4 Partien hintereinander gespielt haben. Es hatte uns gepackt! Ich hab es schon oft gehabt, dass ich Spiele, die ich mit anderen Spielern gar nicht mag, mit meiner Frau spiele und total super finde. Wir ergänzen uns da ganz gut...
    Fortuna:Viel erwartet hab ich nicht. Da wir DIE TORE DER WELT fast so oft wie LOYANG gespielt haben, wollten wir es aber zumindest mal ansehen. Als wir dran waren, stand eine Runde Franzosen mit dem Kommentar: "Worst game we've played this year!" vom Tisch auf und ging enttäuscht von dannen. Wir haben es trotzdem gewagt und auch nach wenigen Zügen entschieden, dass wir das mitnehmen. Nach 4-5 Zweierpartien ist es immer noch super!
    Straßbourg:Nicht viel erwartet und ein überraschend feines Spiel gefunden. Nix wildes, aber ne feine Zwischenmahlzeit. Toller Mechanismus, so was suche ich in Spielen, das ist etwas, was mich reizt. Und davon hat Stefan meist viel zu bieten.
    Hawaii:Nicht viel erwartet (nach dem Panthon-Desaster - Vorsicht: Eigene Meinung! Nicht allgemeingültig!) und als Ausgleich mit einem der besten HiG-Spiele ever belohnt.
    Siberia:Erst einmal gespielt, aber nix erwartet und ein überraschend kniffeliges und reizvolles Spiel vorgefunden. Freue mich auch weitere Partien!



    * Schlechter als zunächst gedacht


    Pantheon: Ich muss mich da auch einreihen. Nach so vielen Jahren müsste ich es eigentlich wissen, dass Blindkäufe zu Enttäuschungen werden können. Meinen Geschmack trifft es nicht.


    Herbert: Finde schon, dass PANTHEON auch eine Mischung aus bekannten Zutaten ist. Aber leider nicht genial...


    Ruhm für Rom:Viel Lob vorab. Nach meiner ersten Partie forciere ich aber keine weitere. Würde es aber wieder mitspielen um zu sehen, ob meine Meinung richtig ist. Meine Meinung: Kartenorgie ohne viel Sinn und Verstand und ohne Spielreiz. Es bleibt ein Spiel mit netten, innovativen Ideen, wie man Karten anwenden kann.
    Innovation:Hab das Original gespielt und war erschüttert, wie wenig mich dieses Spiel anspricht. Chaos pur, ohne Spielreiz, viel zu lange Wartezeiten für so ein Spiel. Gleiches wie bei Ruhm for Rom: Tolle innovatiove Ideen Karten zu verwenden - scheinbar nicht mehr. Würde es auch noch ein zweites Mal spielen, aber nicht selber vorschlagen.
    Artus:Ich zitiere mal Großmutter Shumway (die Oma von Alf, die immer mit Weiheit um sich geworfen hat):"Wenn du gar nichts Gutes über jemanden zu sagen hast, sag am besten gar nichts..." Naja, bald gibts sicherlich wieder gute Alea-Spiele!!!
    Abtei der Rätsel:Ha! Was Boudi drüber geschrieben hat, finde ich sehr lustig! Bei uns kam es ein wenig besser weg. Denke, das ist ein Kosmos-Spiel für Nichtspieler.

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • besser als erwartet:


    - Eclipse. Nach bisher erst zwei Partien bin ich noch über das elegante Spieldesign überrascht. Mein TI wird wohl Staub ansetzen.


    schlechter als erwartet:


    - A Few Acres of Snow. Ich bin kein Freund dieser kastrierten CCG (also der Deckbuilding Games) und hatte die Hoffnung hier kommt auch ein wenig Cosim durch. Das war ein leider nicht so. Viel Deckbuilding, Null Cosim, wenig Langzeitspaß (für mich).


    - Strasbourg. Geht es noch langweiliger und ausgelutschter?

    --
    "Out. For. A. Walk. ... Bitch." (Spike/Buffy-TVS)
    --

    Einmal editiert, zuletzt von rojack ()

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  • Hallo Rojack!


    Du schreibst, das A few acres of snow eine totale Enttäuschung für dich war. Da ich das Spiel supergenial und auch anspruchsvoll finde, würde mich interessieren, was du an dem Spiel so genau schlecht findest.
    Meine erste Partie war eine Katastrophe, da wir beide unser Deck voll mit unnützen Karten zugemüllt haben, so dass wir bald nichts sinnvolles mehr machen konnten. Unser Fazit nach der ersten Partie war: Nun ja, nix dolles, aber wir geben dem Spiel noch ne 2 Chance, da doch mehr dahinter steckt als wir bisher mitbekommen haben. Und die 2 Partie war ein richtiger Hammer....Meines Erachtens muss man strategisch und taktisch vorgehen, um zu gewinnen.


    Vielleicht gibst du dem Spiel noch mal ne Chance?,-)


    Gruß
    Marc