Bestes Worker Placement für eine 2er Partie

  • Moin moin,


    mein Thema sagt eigentlich alles aus.
    Welches Arbeiter Einsetzspielchen ist denn Eurer Meinung am besten für eine 2 Personen Partie geeignet ?
    Generell sollte es nicht zu lang bzw. zu komplex sein beim ersten mal spielen.
    Agricola nenne ich mal als ein Spiel, das eine minimal zu höhe Spieldauer/Einstiegshürde darstellt.
    So Richtung Stone Age (fällt raus, weil wir das auf Yucata.de immer spielen).
    Hawaii von HiG fällt auch raus, weil das schon auf der Spieleliste steht :-)
    Dabei frage ich mich nach dem Regelstudium halt ob Hawaii nicht sogar noch von einem oder zwei weiteren Mitspielern profitieren würde?


    Bei den meisten Spielen dieser Kategorie ist es zu zweit oft so, dass ein wenig Spannung wegfällt (so finden wir), weil man zu viel Platz hat,
    so funktionieren künstlich herbeigeführte Verknappungen oft nicht oder halt die Spielerreichenfolge ist dann doch nicht so wichtig wie mit mehreren.
    Na, ich glaube ihr könnt mir folgen.


    Oder gibt es sogar sehr gute reine 2er Worker-Placements ?


    Viele Grüße Nupsi


    Einmal editiert, zuletzt von Nupsi ()

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  • Hiho,


    Also auf Anhieb hätte ich gesagt das Worker-Placement und 2-Spieler sich nicht so gut vertragen. Ich hab mal bei BGG die Spiele aufgelistet die "Yorker Placement" als Mechanismus haben. Und in der Tat sind da einige dabei die imo zu 2 was taugen:


    - Agricola
    - Le Havre
    - Troyes (ist imo gar am besten zu 2)
    - Dungeon Lords
    - Stronghold (ist ja auch eine Art Workerplacement)
    - Ora Et Labora


    Zumindest diese habe ich schon zu 2 gespielt und finde sie gut bis sehr gut mit dieser Personenzahl!


    Atti

  • Ich würde auch meinen, dass SEHR viele WP-Spiele zu zweit sehr gut gehen:


    - Puerto Rico
    - Troyes
    - Dungeon Lords
    - Dungeon Petz
    - Caylus


    etc.


    Die Frage müsste andersrum sein: bei welchen geht es denn nicht so gut zu zweit? Mir fällt keines ein, andererseits habe ich auch relativ genug von WP-Spielen a la Fresko, Opera etc.

  • Hiho,


    Also Puerto Rico und Cylus zu zweit? - Naja, ich weiss nicht. Das KANN man machen. Aber so richtig gut werden die erst mit 3, 4 und 5 Mitspielern!
    Und wo ich gerade drüber nachdenke: Puerto Rico ? - Wo ist denn da das Worker-Placement?


    Atti

  • Zitat

    Original von Nupsi
    Welches Arbeiter Einsetzspielchen ist denn Eurer Meinung am besten für eine 2 Personen Partie geeignet?

    s. erste 3 von Attilas Liste


    Zitat

    Original von Nupsi
    Generell sollte es nicht zu lang bzw. zu komplex sein beim ersten mal spielen.
    Agricola nenne ich mal als ein Spiel, das eine minimal zu höhe Spieldauer/Einstiegshürde darstellt.

    Das ist schade, denn so verpasst ihr imho die besten Spiele der gesuchten Kategorie, welche sich allesamt mit ein bisschen Erfahrung zu zweit durchaus flott spielen lassen, bei den Rosenbergs gibt's natürlich etwas Verwaltungsaufwand, aber auch der lässt sich ganz gut in den Griff bekommen. (Ggfls. sollte man sich die digitalen Versionen anschauen.) Damit bliebe Troyes, zu zweit nach 2, 3 Spielen in 45 mins machbar. Ansonsten passten Säulen der Erde und Egizia ganz gut zu den Anforderungen, wenn sie denn nicht erst zu viert ihr bestes Gesicht zeigten.


    Eigentlich alles nicht verwunderlich, da alle genannten Spielen mit wenig Konkurrenz und bei zu freier Auswahl der Aktionsmöglichkeiten einfach viel ihres Reizes einbüßen.


  • Hallo Wolfgang,
    findet man irgendwo schon ein paar Infos zum Spiel ?
    Kosmos 2er sind bei mir aus Tradition 2bis3 Blicke Wert.
    Viele Grüße Timo

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  • Hi,


    also, ich halte AGRICOLA für ein sehr, sehr gutes Worker-Placement-Spiel zu zweit. Was besonders gut daran ist, ist die Skalierung bei allen Spielerzahlen. In der Familienversion gespielt, ist es auch immer noch anspruchsvoll, aber keinesfalls zu komplex. Manchem raucht ja bei 14 Handkarten manchmal etwas zu sehr der Kopf.


    Auch CAYLUS ist ein sehr gutes Spiel. Auch zu zweit. Klar, zu 4t wird es deutlich intensiver. Trotzdem ist es sehr gut! Der kleine Bruder CAYLUS MAGNA CARTA ist übrigens in der Einsteigerversion eine sehr schöne, leichtere Variante! Das Profispiel von CMC steht dem großen Bruder in wenig nach...


    Weder LE HAVRE (auch, wenn man einen Worker setzt...) noch ORA ET LABORA würde ich nicht zum Genre zählen.


    Übrigens schonmal gar nicht die angesprochenen TROYES, TRAJAN, HAWAII oder PUERTO RICO.


    In meinen Augen ist VASCO DA GAMA ein sehr schönes Spiel mit einer wirklich reizvollen Variante des Arbeiter einsetz-Mechanismus. Auch zu zweit sehr gut!


    Zu DUNGEON LORDS kann ich auch sagen, dass es mir zu zweit gut gefiel.


    Spiele dieses Typus, die mir noch gefallen, aber zu zweit leicht abfallen sind: MAESTRO LEONARDO und KEYTHEDRAL. Bei TRIBUN kann ich das zu zweit nicht beurteilen. Trotzdem gutes Spiel. Gar nicht kenne ich AGE OF EMPIRES III. Hab aber viel Gutes drüber gehört.


    Dazu zählen würde ich noch Spiele wie KINGSBURG, welches ich sehr gut finde, aber auch ALEA IACTA EST. Beide nutzen Würfel als Arbeiter. In diese Kategorie fällt auch ALIEN FRONTIERS, über dessen Güte mir bisher aber nur berichtet wurde. Wie es da zu zweit aussieht kann ich leider überhaupt nicht beurteilen.


    Ein wirklich sehr, sehr gutes Spiel, auch zu zweit, ist meiner Meinung nach LANCASTER. Auch hier gilt allerdings, dass 3-4 Spieler ein intensiveres Spielerlebnis haben. Gleiches gilt auch für das phänomenale EGIZIA! Beide Spiele variieren den Mechanismus auf sehr reizvolle Weise.


    Im Grunde ist ASARA auch ein Worker-placement-Spiel, auch, wenn hier Karten eingesetzt werden. In Agricola-Manier werden die Aktionen hier sofort durchgeführt und nicht genretypisch in einer gemeinsamen Einsetzphase. Ich kenne das Spiel nur zu zweit und finde es gut.


    Neu auf der Messe gab es DRUM ROLL. Ein eher einfacher Arbeitereinstz-Mechanismus, der sicherlich nicht den Reiz dieses Spieles ausmacht, sondern eher Mittel zum Zweck ist.


    Münzen statt Arbeiter werden bei HELVETIA eingesetzt. Die Aktionsphase erinnert vom Spielgefühl aber sehr stark an ein Worker-placement-Spiel. Auch hier wird sofort ausgeführt. Die 2er-Variante ist nach bisher 2 Spielen okay. Interessanter ist das Spiel meiner Meinung nach aber ab 3 Spielern.


    Und abschließend ein Spiel, das zwar sehr komplex, aber meiner Meinung nach besser wird, je weniger Spieler teilnehmen: FLORENZA! Und das hier ist wirklich ein Hammerspiel!!!

  • Zitat

    Original von yzemaze
    Das ist schade, denn so verpasst ihr imho die besten Spiele der gesuchten Kategorie, welche sich allesamt mit ein bisschen Erfahrung zu zweit durchaus flott spielen lassen, bei den Rosenbergs gibt's natürlich etwas Verwaltungsaufwand, aber auch der lässt sich ganz gut in den Griff bekommen. (Ggfls. sollte man sich die digitalen Versionen anschauen.) Damit bliebe Troyes, zu zweit nach 2, 3 Spielen in 45 mins machbar. Ansonsten passten Säulen der Erde und Egizia ganz gut zu den Anforderungen, wenn sie denn nicht erst zu viert ihr bestes Gesicht zeigten.


    Ne, die Rosenbergs sind mir irgendwie wirklich zu viel Verwaltung.
    Ich find Agricola ja auch klasse, aber es dauert so lange, dass ich das Spiel einfach zu selten auf den Tisch bringe.
    Gerade mit Regelstudium.


    Deshalb frage ich ja nach dem (eurer Meinung nach, unter Berücksichtigungdieser kleinen Zeiteinschränkung) besten 2er aus der Ecke.
    Troyes wollte ich mir eh mal angucken, das nehme ich somit gedanklich auf.


    Zitat

    Original von yzemaze


    Eigentlich alles nicht verwunderlich, da alle genannten Spielen mit wenig Konkurrenz und bei zu freier Auswahl der Aktionsmöglichkeiten einfach viel ihres Reizes einbüßen.


    Na ja, deshalb dachte ich mal, ich als ein bisserl Mehrspieler frage halt Euch Vielspieler, wie Eure Erfahrungewn so sind. Ich finde es nämlich echt prima mit den Leuten Rohstoffe etc. zu besorgen und und und. Allerdings fehlen mir da die Erfahrungen zu den (reizvollen) Leichtgewichten der Liga

  • Zitat

    Original von ode
    Übrigens schonmal gar nicht die angesprochenen TROYES, TRAJAN, HAWAII oder PUERTO RICO.



    Huhu großer,
    danke für die schöne Antwort (gleich mal den unnützen Daumen hoch Knopf drücken).


    Kurze Abzweigungsfrage:
    Wozu packst Du diese Spiele. Bei genauerem Hinsehen hast Du natürlich recht, bei Puerto Rico hat man nicht wirklich Arbeiter im klassichen Sinn und
    bei Hawaii ist es ja eher ein Häuptling der so durch die Insel shoppt.
    Die anderen kenne ich nicht. Trajan sieht zwar gut aus, aber es kommt bei mir einfach kein Verlangen danach auf, wie so bei vielen anderen derzeit.
    Grüße vom kleinen


    Einmal editiert, zuletzt von Nupsi ()

  • Ich würde das so definieren: Es werden Aktionssteine auf einen gemeinsamen Plan gesetzt um dort Aktionen auszuführen. Die ersten Spiele dieser Art haben noch gemein gehabt, dass erst alle Aktionssteine reihum eingesetzt werden, bevor in einer Aktivierungsphase die Aktionen nach einem bestimmten Schema abgehandelt werden (Keytown/Morgenland, Caylus, Die Säulen der Erde, Maestro Leonardo z.B.). Mal wurden die Aktionen für andere Spieler geblockt, mal konnte man sich dazustellen. Nachfolgende Spiele haben dann angefangen diese Art zu variieren. In Agricola wird die Aktion direkt abgehandelt. In Stone Age (jeder hat seine eigene Aktivierungsphase*1) war die Aktion teilweise abhängig von einem Würfelwurf. Bei Vasco da Gama musste man den "Arbeiter" mit einem Zahlenstein versehen um die Spielreihenfolge in der Aktivierungsphase zusätzlich zu erspielen. In Egizia gibt es eine "Einsetzrichtung", die Entscheidungsnöte mitbringt. Hier gibt es sowohl Felder, die sofort ausgelöst werden, als auch solche, die später in einer Aktivierungsphase in einer bestimmten Reihenfolge gespielt werden. In Lancaster ist es eine Art "Arbeitereinsetzbieten", bei dem die Arbeiter Werte haben und man sich gegenseitig überbieten kann. Bei Kingsburg setzt man Zahlenwürfel ein und kann nur in Abhängigkeit der angezeigten Augen Felder besetzen...


    Puerto Rico hingegen ist ein Rollenwahl-Spiel. Meines Wissens nach war hier das Spiel Verräter der Vorreiter, allerdings kenne ich das Spiel nicht. San Juan, Race for the Galaxy, Opera, neuerdings Ruhm für Rom sind weitere Beispiele.


    Unterschiedlich ist das Fehlen einer Einsetzphase. Bei nur einer Aktion pro Spieler würde ich das so nicht bezeichnen. Im Grunde könnte man hingehen und bei Puerto Rico jedem Spieler eine Arbeiterfigur geben und wer eine Rolle wählt, der setzt seinen Pöppel drauf. Aber ist das dann ein Worker placement? Ich glaub eher nicht... Aber warum dann Agricola? Da macht doch auch jeder nur eine Aktion! Tja... Da können wir glaub ich lange streiten. Für mich ist Agricola ein Worker placement mit sofortiger Auslösung der Aktion. Es gibt auch mehr als 20 Einsetzmöglichkeiten und nicht nur 7...


    Trajan? Ja... Es sind auf keinen Fall Arbeiter, die man dort in seinen Mulden verteilt. Im Grunde gehört für mich auch ein gemeinsamer Einsatzort dazu. Also, ein großes Spielfeld auf dem man sich behakt. Trotzdem ist Fresko z.B. für mich auch ein Worker placement, da wichtig ist nicht zu wissen, wieviel Arbeiter die anderen bei welcher Aktion einsetzt. Es geht es aber nicht auf einem gemeinsamen Plan. Troyes? Also, da finde ich wirklich nix, wo ich meine Arbeiter auf einem Aktionsfeld einsetze um diese Aktion zu machen. Gleiches gilt für Hawaii. Nur ein Arbeiter macht für mich kein "Worker placement".


    *1 zu Stone Age: Das die Aktivierungsphase jeder alleine spielt ist meiner Meinung nach DAS Kriterium, was Stone Age so viel schlechter als seine Genre-Kumpels macht. Das Besondere am Arbeiter einsetzen war m.M.n., dass es sehr kurze Züge gab und jeder Spieler irgendwie immer mitten im Spiel war. Alle setzen gemeinsam ein (Aufgabe: setze einen Pöppel auf ein Aktionsfeld - der nächste bitte!) und nachher lösen alle in einer bestimmten Reihenfolge aus - entlang einer Straße oder einer Reihe folgend, aber meist nicht in Sitzreihenfolge, weshalb auch hier Aufmerksamkeit gefordert war/ist. Bei Stone Age kann man im 4er locker mal eben weggehen... Einzig die Würfelkarten brechen das auf...

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Sorry für die Verwirrung, Puerto Rico war natürlich Bullshit :) Klar kann man es so interpretieren, aber ich habe es wirklich nur fehlerhafterweise aufgelistet :)


    Troyes ist logischerweise ein WP-Spiel - nur das die Worker hier Würfel sind. Somit ist das eine schöne Abwandlung der reinen WP, daher finde ich das Spiel auch deutlich besser als die vielen "normalen" WP-Spiele der letzten Zeit.


    Säulen der Erde wäre noch ein Beispiel...


    Hier mal noch die Definition von BGG, falls es jemanden interessiert:

    Zitat

    This mechanic requires players to draft individual actions from a set that is available to all players. Drafting is done one-at-a-time and in turn order. Once drafted, an action can no longer be taken until a subsequent turn or until the action space is no longer occupied by a worker. Usually, each player has a limited number of pieces with which to participate in the process. In other words, they "place workers" to show which actions have been drafted by which players. In Agricola, for example, you start with two family members who can be placed on action spaces to collect resources or take certain actions like building fences. When someone places on a given space, that action is no longer available until the next round. Well known examples of Worker Placement include Agricola, Caylus, Stone Age, Pillars of the Earth, Tribune, and Dominant Species. Early design experiments with the mechanic include Way Out West, Bus, and Keydom (though there is some disagreement about this).

    Einmal editiert, zuletzt von mavman ()

  • Zitat

    Original von mavo0013


    Troyes ist logischerweise ein WP-Spiel - nur das die Worker hier Würfel sind.


    Sehe ich anders. Ich platziere ja die Würfel nicht. Eher andersherum! Ich nehme sie weg!!! Fast ein Worker displacement... Oder so... Aber das kann im Grunde jeder so sehen wie er will. Streiten will ich mich deswegen nicht. Aus meiner Sicht ist Troyes eher ein Beispiel für etwas, was kein Worker placement ist. Kingsburg hingegen schon. Oder auch Alea icata est... Wenn es denn Würfel sein sollen...


    Und falls einer drauf kommt: Die Burgen von Burgund ist auch kein Worker placement. :-)

    Einmal editiert, zuletzt von ode ()

  • Um die Sache mal abzukürzen: Diese Definitionen sind am Ende des Tages hohle Worthülsen. Das Kind braucht nen Namen. Am Ende ist man dran und macht ne Aktion. Und es gewinnt der mit den meisten Siegpunkten...

    2 Mal editiert, zuletzt von ode ()

  • Um zum Thema zurückzukehren: Eines der besten Worker-Placements für mich immer noch Age of Empires III, was auch zu zweit gut funktioniert. Freue mich schon auf heute, wenn endlich die Erweiterung eintrifft.


    Von den Neuerscheinungen ist Belfort vorzüglich. Gruß bpsyc

    Wenn Dein Pferd tot ist, steig' ab!

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  • Hiho,


    Also zu den "leeren Worthülsen". Am Ende des Tages sind diese leeren Worthülsen, die Grundlage davon das wir uns verstehen und nicht jeder von etwas anderem redet und den anderen nicht versteht.


    Nur mal als Denkanstoss.


    Atti


  • Weißt du, ich kann verstehen, dass du so hochphilosophisch bei wichtigen Dingen wirst. Aber Namen für Aktionswahlmechanismen? Da lass ich mir echt keine semantische Verharmlosung einreden...

  • Hiho,


    Naja, wenn für den einen Troyes kein Workerplacement ist, für den anderen schon, dann reden beide offensichtlich nicht vom gleichen. Obwohl sie das gleiche Wort verwenden.


    Erstaunlich, bei so etwas trivialem, oder?


    Atti

  • Hei. Ich hätte noch folgende Kandidaten:


    -Walnut Grove: Lockeres Farmen aufbauen. funktioniert in allen Besetzungen gleichgut (sogar alleine)
    - Magnum Sal : Salzabbauen in Polen. Funktioniert ganz ordentlich zu 2t
    - Deadwood: Stadt besetzen im Wilden Westen, könnte ich mir vorstellen dass es zu 2t auch gut funzt.


    Hoffe geholfen zu haben :peace:

    -- Man hört nicht auf zu spielen weil man alt wird. Man wird alt, weil man aufhört zu spielen !--

  • Zitat

    Original von Attila
    Naja, wenn für den einen Troyes kein Workerplacement ist, für den anderen schon, dann reden beide offensichtlich nicht vom gleichen. Obwohl sie das gleiche Wort verwenden. Erstaunlich, bei so etwas trivialem, oder?


    Dann definiere mal ganz schnell Workerplacement allgemeingültig für alle bevor es hier zur Katastrophe kommt! 8o

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Fragen wir doch einfach mal die Herren von BGG nach der Definition, die wie folgt lautet:


    "This mechanic requires players to draft individual actions from a set that is available to all players. Drafting is done one-at-a-time and in turn order. Once drafted, an action can no longer be taken until a subsequent turn or until the action space is no longer occupied by a worker.


    Usually, each player has a limited number of pieces with which to participate in the process. In other words, they "place workers" to show which actions have been drafted by which players.


    In Agricola, for example, you start with two family members who can be placed on action spaces to collect resources or take certain actions like building fences. When someone places on a given space, that action is no longer available until the next round.


    Well known examples of Worker Placement include Agricola, Caylus, Stone Age, Pillars of the Earth, Tribune, and Dominant Species. Early design experiments with the mechanic include Way Out West, Bus, and Keydom (though there is some disagreement about this)."


    P.S.: Übrigens ist Troyes bei BBG eine Worker Placement!


    Gruß bpsyc

    Wenn Dein Pferd tot ist, steig' ab!

    Einmal editiert, zuletzt von bpsyc ()

  • Hi,


    Es ist keine allgemeingültigkeit gefordet gewesen. Es reicht wenn sie in dem Kreis in dem man Diskutiert gültigkeit hat. Und das ist imo schon geschehen. bpsyc hat BGG schon genannt.


    Atti

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  • Es ist doch immer wieder erbauend, wie wir aus einer Freizeitgestaltung zunächst eine ernsthafte Angelegenheit machen, danach wissenschaftliche Maßstäbe anlegen um uns am Ende wie "echte" Wissenschafter darüber streiten, wer denn nun der Beste in diesem Fach ist.

  • Zitat

    Original von Herbert
    Es ist doch immer wieder erbauend, wie wir aus einer Freizeitgestaltung zunächst eine ernsthafte Angelegenheit machen, danach wissenschaftliche Maßstäbe anlegen um uns am Ende wie "echte" Wissenschafter darüber streiten, wer denn nun der Beste in diesem Fach ist.


    Genau das mag ich an diesem Forum. Klar es ist unser Hobby aber daran sieht man doch das wir unser Hobby mit Herzblut betreiben. Finde ich positiv.

  • Hiho,


    Naja, mir es ging ja um die "leeren Worthülsen" im allgemeinen, als um Workerplacement im speziellen.
    Wenn das mit den Worthülsen stimmen würde, wäre der Satz "Caylus ist ein Workerplacementspiel" inhaltlich identisch mit dem Satz "Caylus ist ein Spiel". Das ist allerdings wohl kaum so, da ersteres etwas beinhaltet, was zweiteres nicht beinhaltet.


    Atti

  • Vielleicht war der Begriff "leere Worthülsen" schlecht ausgeführt. Das gebe ich gern zu. Im Grunde sollte er genau das aussagen, was Herbert andeutet. Die Sache ist mir einfach nicht ernst genug.


    In meinen Augen ist Worker placement ein zu schwammiger Begriff. Keiner hat eine Definition. Und um es vorwegzunehmen: Die von BGG finde ich alles andere als stimmig. Da wird kein WP definiert, sondern eine Aktionswahl beschrieben.


    Alles läßt sich darauf reduzieren, dass es Aktionswahlmechanismen sind. Das Platzieren von Arbeitern genau wie das Wählen einer Rolle. Ander ist es, wenn man ein Plättchen legt. Bei Carcassonne wählt man nicht aus mehreren Aktionen. Man legt ein Plättchen. Oder sind die Plättchen hier die Arbeiter?


    Was ist denn z.B. mit Tikal? Dort hat jeder 10 Aktionspunkte pro Zug zum Ausgeben. Ist das ein Worker placement? Würde sicherlich keiner hier behaupten. Was denn, wenn man jedem Spieler pro Zug 10 Arbeiterfiguren gibt, die er beliebig auf die Aktionen verteilen kann? Die eine Aktion kostet 2 Arbeiter, andere nur einen. Der Effekt ist EXAKT der Selbe. Nur, dass man statt virtueller Punkte Aktionsmarkierungen benutzt. Man würde in dem Fall Arbeiter platzieren. Hm... Wo ist da jetzt der Unterschied?


    Bei Puerto Rico kann man statt die Rollenkärtchen zu verteilen jedem Spieler einen Pöppel geben. Wer dran ist, kann seinen Arbeiter auf eine freie Rolle stellen. Dann platziere ich meine Arbeiterfigur. Wieder: Am Spiel würde sich nichts ändern! Aber jeder würde sagen, dass Puerto Rico ein Rollenwahl-Spiel ist...


    Wer würde denn so weit gehen, dass Diamonds Club ein WP ist? Na? Wer kann das Platzieren von Arbeitern hier wiederfinden? Meiner Meinung nach gibt es sogar zwei WP-Phasen in einer Runde in diesem Spiel!!! Na? Wer findet sie?


    Es ist im Grunde egal, wie man das Auswählen von Aktionen aufzieht. Im Grunde kriegt man es immer so hin, dass man als Spieler einen Pöppel irgendwo hin setzen kann um die Aktion zu definieren.


    Und hier bin ich wieder bei meiner leeren Worthülse. Man sagt WP und meint ein Spiel wie Troyes. Hä? Aber auch Caylus. Ja klar. Aber auch Hawaii? Aber da platziere ich doch gar keinen Arbeiter! Der läuft da rum! Wenn man WP immer so umwandelt wie die Definition von BGG es zuläßt, dann ist es völlig sinnfrei sich überhaupt darüber Gedanken zu machen.


    Ich hoffe nun ausreichend dargestellt zu haben, wie ich das mit der "leeren Worthülse" gemeint habe. Messer ist Messer. Da gibts nix dran zu rütteln. Aber WP ist nicht gleich auch WP und daher taugt es nicht für eine gemeinsame Kommunikation.


    Wenn mir einer sagt, dass Spiel XY sei ein WP, dann stelle ich mir so was wie Caylus oder Agricola darunter vor. Und darauf kann man sich einigen, wie ich finde. Aber so was finde ich in Troyes oder Hawaii halt nicht.

  • Hiho,


    Also ich finde das was bei BGG steht völlig ausreichend.


    Auch wenn du Tikal so änderst wie beschrieben ist es kein WP Spiel. Eine Rollenwahl ist die einfachste Form eines WP, das eine schliesst das andere ja nunmal nichts aus.


    Wenn du schreiben wolltest, das letztendlich jeder weiss was ein WP spiel ist, dann hättest du es vielleicht so formulieren sollen, denn so hast du etwas völlig anderes geschrieben! :-)


    Atti


    Btw: Troyes ist für mich natürlich ein WP Spiel.

  • Ich bin echt fasziniert, wie stark über eine einfache Definition diskutiert wird. Und ob ein Spiel zu einer "Klasse" gehört oder eben gerade nicht mehr.


    Ich bin dann wohl irgendwie beim Spielen hängengeblieben und hab den Step zum Philosophieren verpasst *g*


    Erstaunlich wie viel Zeit ihr für so etwas aufbringt.


    Bitte nicht falsch verstehen... ich habe sowohl ode als auch Atti zwar nur kurz aber als sehr angenehme und umgängliche Menschen kennengelernt. Daher mein Erstaunen.

    Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie zu alt werden
    -
    Sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen.

  • Zitat

    Original von Freakgeims
    - Deadwood: Stadt besetzen im Wilden Westen, könnte ich mir vorstellen dass es zu 2t auch gut funzt.


    Hoffe geholfen zu haben :peace:


    Kannst Du mehr über Deadwood sagen, hast Du das schon gespielt ?
    Das interessiert mich nämlich auch sehr brennend, alleine weil das Thema schon cool ist.



    @all:
    Ansonsten vielen Dank Euch allen schon mal für die Vorschläge.
    Troyes werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.
    Und Deadwood :-) und das neue von Kosmos und ... ne, das reicht.


    P.s.: Ob nun Worker Placement oder nicht, es soll schon was feines sein und wenn es zu zweit nicht gut ist, dann suche
    ich halt was anderes. Oder wenn es mir (und nur mir) zu lange dauert oder zu viele Regeln hat oder oder oder.

  • Also gespielt habe ich es auch noch nicht, sollte allerdings nicht zu kompliziert sein.
    Meine Annahme stützt sich dabei auf die Gegebenheit: Eine Stadt, zwei Banden. Da wird es ganz schön Frontal :shoot: .
    Ich hatte selber mal ein ähniches Spiel entworfen, welches nur zu Zweit spielbar war, aber eben gerade das "Eine Stadt, zwei Banden" sehr gut rüberbrachte.
    Ich würde dir empfehlen noch mehr Meinungen dazu einzufangen...

    -- Man hört nicht auf zu spielen weil man alt wird. Man wird alt, weil man aufhört zu spielen !--

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  • Zitat

    Original von Nupsi


    Kannst Du mehr über Deadwood sagen, hast Du das schon gespielt ?
    Das interessiert mich nämlich auch sehr brennend, alleine weil das Thema schon cool ist.


    Hier gibts was über Deadwood zu lesen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Uzi ()

  • Also ich bin nicht erstaunt - oder dürfen angenehme und umgängliche Menschen nicht diskutieren :-) ?
    Ich mag solche pseudo-philosophischen Diskussionen auch gerne und lese hier schmunzelnd mit. Allerdings führe ich selbst solche Diskussionen lieber persönlich, weil in Foren so wichtige Dinge wie Gestik, Mimik, Tonfall usw. nicht gut rüberzubringen sind (auch nicht mit Smilies). Da werden aus solchen Diskussionen sehr oft Streitgespräche, in denen sich Leute unnötigerweise persönlich angegriffen fühlen - aber das ist hier doch nicht der Fall! Jedenfalls meiner Meinung nach ... :-)


    Ich sehe das so: Es hat jemand nach Empfehlungen für WP-Spiele gefragt. Da das kein wissenschaftlicher eindeutiger Begriff ist, werden halt auch Spiele empfohlen, die vielleicht nicht jeder in die Kategorie einsortieren würde. Aber das schadet doch nicht.


    Und auch ein bisschen zum eigentlichen Thema: Die Spiele, die ich empfehlen würde, sind hier alle schon genannt. Weil es neu ist und ich gerade sehr begeistert davon bin, hebe ich Village hervor. Es passt vor allen Dingen gut zur Anfrage, weil es wie gewünscht einfacher vom Einstieg und kürzer in der Spieldauer ist als z.B. Agricola oder Caylus, aber trotzdem sehr viele Möglichkeiten bietet, ohne beliebig zu sein. Und es ist wirklich auch zu zweit sehr gut!


    Viele Grüße
    Ralph

  • Zitat

    Original von barandur
    Und auch ein bisschen zum eigentlichen Thema: Die Spiele, die ich empfehlen würde, sind hier alle schon genannt. Weil es neu ist und ich gerade sehr begeistert davon bin, hebe ich Village hervor. Es passt vor allen Dingen gut zur Anfrage, weil es wie gewünscht einfacher vom Einstieg und kürzer in der Spieldauer ist als z.B. Agricola oder Caylus, aber trotzdem sehr viele Möglichkeiten bietet, ohne beliebig zu sein. Und es ist wirklich auch zu zweit sehr gut!


    Ja, das dachte ich auch. Aber ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher. Mir scheint, dass der Spieler gewinnt, der es schafft, seinen 5. Meeple in die Chronik zu bringen. Das sind ganz einfach 10 Punkte, die der andere Spieler erst Mal aufholen muss - und zwar ohne Ressourcen! (Also, die 10 Punkte - nicht das Aufholen).


    Die nächsten Spiele werden mir dann zeigen, ob man auch ohne den 5. Mann in der Chronik gewinnen kann...

  • Zitat

    Original von ode
    Ich hoffe nun ausreichend dargestellt zu haben, wie ich das mit der "leeren Worthülse" gemeint habe. Messer ist Messer. Da gibts nix dran zu rütteln. Aber WP ist nicht gleich auch WP und daher taugt es nicht für eine gemeinsame Kommunikation.


    Sue (ängstlich): Vorsicht Mick, er hat ein Messer!
    Mick: Messer? Das ist doch kein Messer!
    [zinnng]
    Mick: DAS ist ein Messer!


    SCNR :butcher:


  • Zitat

    Original von [Tom]


    Ja, das dachte ich auch. Aber ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher. Mir scheint, dass der Spieler gewinnt, der es schafft, seinen 5. Meeple in die Chronik zu bringen. Das sind ganz einfach 10 Punkte, die der andere Spieler erst Mal aufholen muss - und zwar ohne Ressourcen! (Also, die 10 Punkte - nicht das Aufholen).


    Die nächsten Spiele werden mir dann zeigen, ob man auch ohne den 5. Mann in der Chronik gewinnen kann...

    Hallo Tom,
    wie kommst du auf 10 Punkte? Man bekommt bei Spielende einmalig Punkte, je nach Anzahl der Meeple in der Chronik. Und das sind 4 Punkte bei 3 Meeples, 7 bei 4 Meeples und 12 bei 5 Meeples. D.h. der 5. Meeple bringt einen Zugewinn von 5 Punkten. Das ist zwar stark, aber angesichts von ca. 50 Punkten bei Spielende nicht unbedingt entscheidend.


    Ihr habt nicht zufällig so gespielt, dass man für den 3. Meeple SOFORT 4 Punkte, dann für den 4. Meeple 7 Punkte usw. Bekommt? Das wäre falsch, aber dann ich würde deinen Einwand verstehen ...
    Übrigens gilt das gleiche auch für die Reise, die Kirche und das Rathaus: Die Punkte werden alle nur einmalig bei Spielende gewertet.
    Ich hoffe, dass deine zarten Zweifel an diesem tollen Spiel damit wieder vom Tisch sind ... :-)


    Viele Grüße
    Ralph

  • Zitat

    Original von barandur
    wie kommst du auf 10 Punkte? Man bekommt bei Spielende einmalig Punkte, je nach Anzahl der Meeple in der Chronik. Und das sind 4 Punkte bei 3 Meeples, 7 bei 4 Meeples und 12 bei 5 Meeples. D.h. der 5. Meeple bringt einen Zugewinn von 5 Punkten. Das ist zwar stark, aber angesichts von ca. 50 Punkten bei Spielende nicht unbedingt entscheidend.


    Ganz einfach (und das gilt natürlich nur im Spiel zu Zweit):


    Möglichkeit 1: Ich habe 5 Meeple in der Chronik, Du nur 4 - Ich bekomme 12 Punkte, Du bekommst 7 Punkte.


    Möglichkeit 2: Ich habe nur 4 Meeple in der Chronik, Du 5 - Ich bekomme 7 Punkte, Du bekommst 12 Punkte.


    Also ist der Unterschied zwischen Möglichkeit 1 und 2: 5 weniger für mich, und 5 mehr für Dich - eine Verschiebung unseres Punkteverhältnisses von 10 Punkten!

  • Zitat


    Ich mag solche pseudo-philosophischen Diskussionen auch gerne und lese hier schmunzelnd mit. Allerdings führe ich selbst solche Diskussionen lieber persönlich, weil in Foren so wichtige Dinge wie Gestik, Mimik, Tonfall usw. nicht gut rüberzubringen sind (auch nicht mit Smilies). Da werden aus solchen Diskussionen sehr oft Streitgespräche, in denen sich Leute unnötigerweise persönlich angegriffen fühlen - aber das ist hier doch nicht der Fall! Jedenfalls meiner Meinung nach ... :-)


    Naja, es sollte doch nun jeder lange genug dabei sein, das nicht als Streitgespräch aufzufassen. Hier hat sich niemand gestritten. Wenn ich nicht über mein Hobby Diskutieren darf, worüber dann?
    Über das Wetter? :-)


    Atti

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