Kickstarter Plattform in Deutschland

  • Hallo liebe Mitspieler,


    ich habe gerade im spielbox Forum die Frage nach einer Kickstarter Plattform im Brettspielebereich in Deutschland gelesen.


    Aktuell bin ich dabei so etwas aufzubauen. Rd. 80% sind bereits fertig. Es stehen noch die Tests für die Abwicklung der Zahlungen aus und ein paar Texte müssen noch geschrieben werden. Ich kann noch nicht sagen wie lange das dauern wird - aber wenn ich mich da mal konzentriert ransetzen kann, dann geht es relativ schnell.


    Ich bitte also noch um etwas Geduld und freue mich über motivierende Worte, anregende Ideen und natürlich auch über aktive Projekte, wenn die Plattform produktiv geht.


    Verspielte Grüsse
    Sankt Peter

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Hi,


    das finde ich erstmal super! Denn ich sehe in dieser Finanzierungsform, zumindest im Brettspielebereich, die Zukunft für die Spiele abseits des Mainstreams. Ja selbst Kleinverlage können so ihr Risiko minimieren.


    Das ganze noch in Deutschland und ohne Zoll etc. finde ich super. Das mit dem Zoll hängt ja gar nicht davon ab wo das Spiel finanziert wird sondern wo es Produziert wird. Mmh. Willst du dann wie bei Kickstart die Regelung einführen das nur von Europa oder Deutschland aus ein Projekt gestartet werden kann?


    Bin nur mal gespannt wie das deutsche Autoren so annehmen. Finde ich auf jedenfall einen guten Weg.

    Einmal editiert, zuletzt von Uzi ()

  • Viel Erfolg dabei!


    Denk daran ein Gewerbe anzumelden und dann musst Du dort auf den Seiten das Impressum ausbauen mit Steuernummer und Kontakadresse etc., weil Du dadurch sicherlich in den gewerblichen Bereich rutschen wirst, selbst wenn Du das nicht willst...


    Das Impressum wird gerne für Abmahnungen benutzt, deshalb informier Dich, was da dann alles drin stehen sein muss...

  • Beim der deutschen Startnext-Plattform finde ich es etwas unübersichtlich durch die zwei Phasen. Zunächst muss man "Freunde" finden, die das Projekt unterstützen, bevor dann in die Finanzierungsphase übergegangen wird. Hier gilt m.E.: Je einfacher, desto besser.


    Bei indiegogo wiederum zahlt man, sobald man unterstützt und bekommt das Geld zurück, wenn die Finanzierung scheitert. Auch hier finde ich die kickstarter-Lösung seriöser und für den Nutzer freundlicher, daher erfolgversprechender.


    Kurz: Mache es für den Endverbraucher so einfach und bequem wie möglich.


    Ich würde mir an deiner Stelle auch überlegen, wie du dich vor "Schrottangeboten" schützt. Durch ein, zwei überall herumpostende "Gurkenvorschläge" kann das Image einer Plattform beschädigt werden. Ich würde es einstellenden Anbietern eher "schwer" machen. Also Anforderungen über Aussagekraft des Projekts stellen. Was wieder schwierig ist ohne die "Startnext"-Form.
    Schon was überlegt in dieser Hinsicht?


    Was bei Kickstarter ja auch ein Teil der Seriosität ist, sind die Verlage, die einsteigen. Ich würde rechtzeitig VOR der Einrichtung einer Seite alle deutschen Kleinverlage kontakten und vorfühlen, wie die das sehen. Wenn einige von denen ein Projekt vorbereiten, dass über eine solche Plattform laufen könnte, hättest du beim Start schnell welche in der Pipeline, was den "Schrott" relativieren würde. Denn glaub mir - die "Gurken" sind sehr schnell. Und mitunter sehr laut.


    Viel Erfolg!

    Es gibt keine guten oder schlechten Spiele. Nur Spiele, die mir liegen und welche, die nicht meine Tasse Tee sind.

  • Danke für die Tipps...


    Ich dachte eigentlich, dass man bei Kickstarter zum Zeitpunkt der Unterstützung bezahlt und bei Misserfolg das Geld zurückerhält?


    Die Projekte werde ich sieben und Bedingungen formulieren. Eine Fanphase wird es nicht geben.

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ich dachte eigentlich, dass man bei Kickstarter zum Zeitpunkt der Unterstützung bezahlt und bei Misserfolg das Geld zurückerhält?


    Nein, man verpflichtet sich bei "Kickstart" das Geld zu zahlen, also wenn die Zeit abgelaufen ist und das Projekt erfolgreich ist. Dann erst zieht Amazon Payments über Deine Kreditkarte das Geld ein.


    Somit kann man auch jederzeit aussteigen oder den Supporter-Level wechseln, ohne dass es Rückbuchungen gibt...


    Edit: Ich würde übrigens nicht bei einem System mitmachen, wo ich schon beim Wählen des Supporter-Levels bezahlen muss. Ausnahme wird Indiegogo sein, aber auch nur, weil Vanuatu praktisch schon fertig ist und nur noch ein Reprint finanziert wird...

  • Hallo Christian,


    Kleinverlegern wird ja mit der folgenden Organisation ein Angebot unterbreitet. Spiel direkt


    Vielleicht macht eine Symbiose mit Deinem Projekt und der Organisation Sinn?
    Ich kann mir vorstellen, dass ihr die gleiche Zielgruppe bedient und eine Verknüpfung der Vorgänge Vorteile birg.


    Liebe Grüße
    Nils

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  • Danke für die guten Tipps.


    Die PayPal Tests laufen gerade und es sind noch ein paar Kleinigkeiten an der Seite zu machen. Als Ziel habe ich mir rd. 4 Wochen gesetzt. Mal sehen ob ich das schaffe.


    Gibt es denn schon konkrete Projekte hier aus dem Forum, mit denen wir beginnen könnten?


    Gruss
    Sankt Peter

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Gibt es denn schon konkrete Projekte hier aus dem Forum, mit denen wir beginnen könnten?


    Klar! Ich hab jede Menge Protos von mir zu Hause! Ihr könnt mir gerne alle Geld geben, damit ich die basteln kann und die dann Verlagen vorstellen kann.

  • Schere musst Du selber kaufen, ode.


    Ich mache eine seriöse Plattform. Auch ohne Fan-Phase vorher.


    Aber vielleicht taugt einer Deiner Protos im fortgeschrittenen Stadium für ein Crowdfunding auf der neuen Plattform? Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein.

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  • Wenn ich die Kohle zusammen habe, ist das Spiel ja noch lange nicht produziert. Und ich weiß, was da noch dran hängt und ich sage ganz klar: Den Job kann man mir nicht anvertrauen. Das Produkt entwickeln, ja... Aber den ganzen Finanzkram dahinter? Gesetzliche Bestimmungen beachten? Etc pp... Nein... Dafür hab ich kein Talent. Ich beneide die Leute, die so was können.


    Willst du etwa behaupten, dass es auch unseriöse Crowdfunding-Projekte gibt? Kann ich mir ja kaum vorstellen!!!


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Schere musst Du selber kaufen, ode.


    Schere hab ich schon. Dafür würde ich euer Geld nicht anlegen. Obwohl meine schon etwas stumpf ist... Vielleicht wäre es sinnvoll da mal nachzubessern... Ein schöner neuer Cutter wäre auch ganz nett... Und das ganze Moosgummi, das ich immer verbrate, damit die Counter schön aussehen...

    2 Mal editiert, zuletzt von ode ()

  • Natürlich gibt es nur seriöse Plattformen. Sorry wenn ich mich da mißverständlich ausgedrückt habe. Zumindest kenne ich keine unseriöse...


    Du bist doch gut in der Szene verdrahtet und findest da bestimmt Hilfe. Ich habe BWL studiert und kenn mich rudimentär mit dem Zahlenquatsch aus. Ich denke da könnte ein ode-Verlag funktionieren.


    Kommt Zeit, kommt ode...

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  • Ich denke, es gibt genug Kleinverlage und genug Spiele da draußen. Wenn eins von meinen irgendwann mal gut genug ist veröffentlicht zu werden, dann gut. Wenn nicht, dann auch gut. Ich kann das eh nicht einschätzen. Im Moment bin ich noch so fasziniert von meinen funktionierenden Systemen, dass ich deren Spielreiz für anderen Menschen nicht einschätzen kann.


    Ich stecke meine Energie dann lieber da rein andere Leute zu unterstützen, wenn ich es kann.

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  • Zitat

    Original von VolkerN.
    Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen, wenn ich ehrlich bin


    Grüße


    VolkerN.


    Hi,


    sag doch mal warum oder was kannst du dir nicht vorstellen. Vielleicht kann dann Sankt Peter auch gleich mal eine kritische Meinung dazu hören.

  • Nur zum Hintergrund:


    Ich baue gerade eine Kickstarter Plattform auf und möchte eigentlich durch die Vernetztheit über unknowns im Spielebereich beginnen. Letztendlich soll die Plattform aber nicht ausschließlich Spiele finanzieren - dafür ist der Bereich letztendlich zu klein.


    Ich bin da offen und habe ein paar Ideen. Erst einmal die Plattform schaffen. Dann beginnt die spannende Phase etwas daraus zu machen. Und ich glaube da gibt es schon die eine oder andere clevere Möglichkeit.


    Ich bin also auch für Ideen offen, die über den Spielebereich hinausgehen.


    Ursprünglich wurde Crowdfunding im Musikbereich betrieben und später auf andere künstlerische Bereiche ausgeweitet. Das muß und wird ja nicht das Ende der Evolution für das Crowdfunding sein...

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  • Du weißt aber schon, dass es da jetzt schon eine solche Plattform für Deutschland gibt?

  • Zitat

    Original von ode
    Du weißt aber schon, dass es da jetzt schon eine solche Plattform für Deutschland gibt?


    Und?
    Als ich mit unknowns angefangen habe gab es auch schon das spielbox Forum, Boardgamegeek, .. (beliebig erweiterbar).


    Steht irgendwo, dass es von jeder Sache nur eine geben darf?

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  • Ich sehe das Ganze auch sehr skeptisch.


    Eine Plattform für sowas dürfte in Deutschland reichen. Welche das sein wird, schaun mer mal.


    In der Hinsicht von der Vorfinanzierung sind die USA schon wesentlich fortschrittlicher, was das Fördern von solchen Ideen angeht.
    Allein wenn ich jetzt bei Startnext das Limes Spiel sehe und die Zeit, die benötigt wurde, um 100 Fans zu sammeln.
    Wenn ich dann sehe, dass die Finanzierungssumme bei 17.000 Euro liegt und der Spielepreis bei ca. 40 Euro, braucht man über 400 Leute, die das supporten.
    Das könnte eng werden.


    Ich denke, so eine Seite hat nur einen Erfolg, wenn sie direkt international gestaltet wird.


    Auch im Musikbereich ist Crowdfunding stark zurückgegangen, da gerade in den USA Musik hauptsächlich digital konsumiert wird und damit
    CD Produktionskosten entfallen.


    Aber du wirst ja sehen, ob es in Deutschland einen ausreichenden Markt dafür gibt.


    Auf alle Fälle würde ich die Tipps berücksichtigen, dass man erst bei erfolgreichem Abschluss des Projektes zahlen muss.
    Ich würde auch nicht in dem Moment zahlen wollen, wo ich das Projekt unterstütze. Kickstarter ist da schon sehr praktisch, man wählt und wenn
    das Projekt durch ist, wird über amazon payments gezahlt.
    Dazu immer Mails bei Updates. Das sieht schon gut aus.


    Am besten wäre es eigentlich, kickstarter.de zu starten und mit deren Software und knowhow was in deutsch bzw. für Europa aufzuziehen.
    Dann gäbe es Verknüpfungen ohne Ende. :-)

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  • Hi,
    die Seite ist sehr Kickstarter like.


    Allerdings ist in Deutschland die Payment Anbieter Auswahl extrem eingeschränkt. PayPal ist möglich. Dort wird das Geld auf eine Art Treuhandkonto überwiesen und nach Projektende je nach Erfolg verteilt.


    Das mit der Fanphase im Vorfeld finde ich unsinnig.


    Ich gebe Dir Recht, dass die Herausforderung darin liegt genügend Projekte zufinden, d.h. auch die Nische zu finden. Da ich die Grundidee des Crowdfundings aber überzeugend finde, werde ich auch die Nische finden.


    Letztendlich mache ich mit der Plattform ein Angebot.


    Ursprünglich war es auch grösser geplant (drei Founder waren geplant und gefunden - wäre ein super Team gewesen). Aber aus nachvollziehbaren Gründen mussten die anderen beide dann absagen, so mache ich es jetzt alleine. Das limitiert natürlich etwas die Möglichkeiten. Trotzdem möchte ich das Bestmögliche vor diesem Hintergrund anbieten.


    Die Zeit wird es zeigen.

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  • Ein spielerisches Hallo in die Runde,


    da ich mich aus gegebenem Anlass mit der Thematik beschäftige - ich bin der Autor hinter "Limes" - möchte ich kurz etwas zur Finanzierung über Startnext aufklären. Möglicherweise ist das auch bei der Entwicklung einer alternativen Plattform hilfreich.


    Es ist richtig, dass man bei Startnext im Voraus bezahlt. Das im Voraus bezahlte Geld der Supporter bekommt der Projekt-Starter aber nur im Erfolgsfall (wenn das Budgetziel erreicht oder überschritten wird) und verbleibt so lange auf einem Treuhand-Konto bis es entweder ausbezahlt oder an die Supporter zurückbezahlt wird. Startnext als Plattformbetreiber verfügt zu keinem Zeitpunkt über das Geld der Unterstützer. Startnext ist mittlerweile als eine gemeinnützige Organisation anerkannt und verlangt KEINE Provision. Der Supporter kann bei der Durchführung aber eine freiwillige Spende angeben (sich aber genauso dafür entscheiden 0 Euro zu spenden). Die Bank (das ist die Fidor AG) verlangt zudem keine Transaktionsgebühren. Für den Supporter macht es in beiden Fällen - also Kickstarter und Startnext - keinen Unterschied, er bezahlt letztlich nur den angegebenen Betrag. Der Unterschied ist das, was beim Projekt-Starter später ankommt. amazon-payments behält beispielsweise 3-5% von der Transaktionssumme und Kickstarter erhält eine feste Provision von derzeit 5%. Das ist alles absolut legitim, sollte aber bei der weiteren Diskussion und Beurteilung (des Startnext-Modells) berücksichtigt werden.


    Und zu der Startphase (oder nach "Fans keilen" wie hier durchaus treffend geschrieben wurde) auf Startnext möchte ich nur anmerken, dass das zwar eine (vielleicht lästige) Hürde ist - von außen betrachtet. Denn während dieser Phase kann man/ich am Inhalt des Projekts noch arbeiten, Feedback einholen und in die Projektbeschreibung und -gestaltung mit einfließen lassen. Die Startphase ist IMMER auf max. 30 Tage beschränkt und das "Ziel", die erforderlichen Fans zusammen zu bekommen, kann theoretisch schon innerhalb eines Tages erreicht werden, je nachdem wie viele davon wissen und sich für das Projekt interessieren. Die Anzahl der erforderlichen Fans hängt dabei von der Höhe des Budgets ab. Wenn ein Projekt von vornherein unseriös wirkt oder unausgereift, dann erreicht es auch wahrscheinlich nicht die Finanzierungsphase. In der Finanzierungsphase selbst kann dann an den Inhalten nichts mehr verändert werden.


    Der hier diskutierten alternativen Plattform wünsche ich viel Erfolg! Denn Alternativen sind grundsätzlich immer gut, schon allein deswegen, dass die "Etablierten" es sich nicht zu bequem machen können.


    Alternative Grüße
    Gerhard Junker

  • Ich denke mal, dass startnext gemerkt hat, dass ein fee-basiertes Crowdfunding in Deutschland schwer ist. Die dann gewählte Gemeinnützigkeit hat ein paar Vorteile. Aufgrund der 0-fee Politik von startnext macht es keinen Sinn für mich direkt in den Wettbewerb zu gehen. Es müssen Nische und Mehrwert her.


    Das Geld läuft bei mir während der Finanzierungsphase auch nicht direkt dem Initiator zu sondern auf ein drittes Konto. Alles andere wäre auch fahrlässig. Allerdings wird schon das Konto des Unterstützers bei Zusage belastet. Das halte ich auch für die Planbarkeit gegenüber dem Initiator wichtig.


    Gruss
    Sankt Peter

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Das Geld läuft bei mir während der Finanzierungsphase auch nicht direkt dem Initiator zu sondern auf ein drittes Konto. Alles andere wäre auch fahrlässig. Allerdings wird schon das Konto des Unterstützers bei Zusage belastet. Das halte ich auch für die Planbarkeit gegenüber dem Initiator wichtig.


    Gruss
    Sankt Peter


    Also die Planbarkeit hat man auch mit der Zusage, dass man ein bestimmtes Level gewählt hat.
    Der Intiiator kriegt seine Kohle ja bei erfolgreichem Projekt. Und Aussteigen bzw. seine Meinung ändern, darf man ja immer.


    Allerdings wird das Handling durch sofortiges Belasten schwierig.
    Was passiert, wenn jemand aus dem Projekt wieder austeigen will, aus welchem Grund auch immer?
    Oder der Level gewechselt wird?
    Oder neue Möglichkeiten dazu kommen, wie "statt Versand Abholung in Essen möglich"
    Wer macht dann die Nachzahlung oder Auszahlung, die ja eigentlich auch sofort durchgeführt werden müsste? Iniator oder Seitenbetreiber? Ich weiss nicht, wer die Verantwortung hat. Es muss jedenfalls seeeehr zeitnah erfolgen.
    Deswegen ist schon vernünftig, erst einen Einzug zu machen, wenn das Projekt erfolgreich ist.


    Unabhängig davon musst du die AGB mal darauf überprüfen, was den Rücktritt vom Kauf z.B. nach Erhalt der Ware angeht.
    Muss das über den Dienstleister geregelt sein oder für jedes Projekt einzeln, weil zu diesem Zeitpunkt das Geld ja auch der Initiator hat und die Ware von ihm verschickt wird?

  • Also Intermediär ist die Plattform der Vermittler. Die übereinstimmenden Willenserklärungen finden zwischen Initiator und Unterstützer statt. Die Versandkosten kommen auf den Unterstützungsbetragt separat im Rahmen der Abwicklung nach Finanzierung drauf.


    Ist ein Projekt in der Funding Phase, ist ein Abbruch des Projekts oder das Zurückziehen einer Unterstützung die absolute (eigentlich nie vorkommende) Ausnahme. Im Einzelfall sicherlich machbar. Aber stell Dir vor, die Finanzierungsphase läuft 45 Tage. Die Leute unterstützen das Projekt. Und kurz vor dem Ende springen 5 Leute wieder ab. Das geht nicht. Wenn ich unterstütze, dann sollte ich vorher mir Gedanken darüber gemacht haben. Plötzliche Armut oder Tod sind da natürlich Ausnahmen, für die auch jeder Verständnis haben wird. Genauso verpflichtet sich ja der Initiator zu seiner Leistung. Auch diese Verpflichtung muß verlässlich sein (Tod und andere Sachverhalte die zu einer objektiven Unmöglichkeit der Projektumsetzung führen mal ausgeschlossen).


    Zum Zahlungsfluß:
    Während der Finanzierungsphase (die maximal 45 Tage laufen wird - eventuell 60???) wird der Zusagebetrag dem Konto des Zusagers belastet und auf eine Art Treuhandkonto der Plattform bei Paypal gelegt. Nach Ende der Finanzierungsphase wird je nach Ausgang des Projektes das Geld verwendet/ verteilt. Wer ein Problem mit der sofortigen Belastung hat kann ja zum Phasenende seine Unterstützung geben. Allerdings sehe ich keinerlei sachliches Risiko, wenn der Unterstützungsbetrag bereits bei Zusage belastet wird ohne ihn an den Initiator auszuzahlen. Das kann ja höchstens ein menatles Problem sein.


    Die Belastung ist aus meiner Sicht sofort bei Zusage erforderlich, damit nicht am Ende 20 von 100 Zusagern feststellen: "och ne, doch nicht. Habe gerade kein Geld oder mir sitzt gerade ein Pups quer...". Dann ist nämlich gar keinem geholfen und leider muß man auch diesen Fall berücksichtigen...

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  • Hallo nochmals,


    eine hundertprozentige Garantie, dass der Supporter das bekommt, wofür er "bezahlt", gibt es bei Startnext nicht. Auch nicht bei Kickstarter. Wenn das Geld ausbezahlt wird, liegt die Verantwortung beim Initiator. Auch was bspw. die Zustellung der "Dankeschöns" anbetrifft.


    Je nachdem, was für ein Projekt man unterstützt hat, kann der Erhalt dieses Gegenwerts mehr oder weniger sicher gewährleistet sein. Angenommen man unterstützt einen Künstler, damit er seine Tätigkeit (mittels Ateliermiete, Malutensilien etc.) überhaupt ausüben kann, ist es unsicher(er), ob es z. B. die versprochene Ausstellung zu der man für seine Unterstützung eine Einladung erhält irgendwann mal geben wird. So gesehen, kann die Unterstützung als eine Investition zu verstehen sein, die sich später auszahlen aber die auch "verloren" sein kann. Der Erhalt eines "handfesten" Gegenwerts wie eine CD, eines Buchs oder eines Spiels, ist natürlich eher "zeitnah" zu erwarten und einzufordern.


    Bei Startnext kann man während der Finanzierungsphase und vor Erreichen der Deadline aus der Finanzierung wieder aussteigen, indem man seinen Account löscht. Startnext beantwortet alle Fragen dazu sehr ausführlich und transparent in ihren FAQs (genauso wie Kickstarter das auch macht). Sollte sich ein Projekt als Betrug, Täuschung oder Erschleichung von finanziellen Leistungen erweisen, so gilt hier wie sonst auch: Man kann sein Recht einklagen, denn Name und Anschrift des Projekt-Initiators und Geld-Empfängers sind ja allen Beteiligten - Startnext, der Treuhand-Bank und den Supporten - bekannt. Und das lässt sich prima in Form einer Sammelklage (denn man dürfte ja dann nicht allein davon betroffen sein) durchführen. Von der Reputation einmal abgesehen, die nachhaltig beschädigt sein dürfte, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass in der "Spieleschachtel nur heiße Luft ist".


    Das Vertrauen in diese in Deutschland noch junge Form der Projekt-Finanzierung muss sicherlich erst noch wachsen. Dazu möchte ich beitragen:


    Nachdem "mein Projekt" die Startphase geschafft hat, versuche ich jetzt, dass es auch die Finanzierungsphase schafft. Mir ist bewusst, dass das noch ein weiter Weg ist, denn 17.000 Euro sind schon 'ne Menge Holz (und Pappe). Aber genauso viel kostet die Herstellung von 1.000 Exemplaren in der geplanten und beim potenziellen Hersteller angefragten Spielausstattung (und da sind MwSt., Versand- und Lagerkosten nicht enthalten). Nach Freigabe zur Finanzierung habe ich zwei Monate gewählt, in denen das Projekt unterstützt werden kann und das Budgetziel erreichen muss (erscheint nach Freigabe des Projekts). Man kann sofort einsteigen oder auch warten oder kann es ganz sein lassen. Schaffe ich bzw. das Spiel es nicht, kann das Spiel nicht produziert werden. Und die eingesetzten Gelder gehen ohne Abzug an die Supporter zurück. Je nachdem, wie sich das Projekt entwickeln wird, werde ich einen Kleinverlag gründen. Der Name und das Logo dazu existieren bereits, ein ausgearbeiteter Geschäftsplan ebenfalls, eine Domain auf den Verlagsnamen ist registriert und die Rechte, ob ich diesen verwenden darf sind mit der IHK geklärt.


    In der Vergangenheit sind viele (Klein-)Verlage vielleicht auch daran gescheitert, weil es diese Form der Finanzierung noch nicht gab. Denn man muss auf diese Weise nicht erst ein Spiel für viel Geld produzieren um dann festzustellen, dass es dafür keine Käufer oder keinen Vertrieb gibt. Das so eingesetzte Geld konnte nicht wieder zurückgezahlt werden. Crowdfunding reduziert dieses Risiko für den Initiator und ist eine Möglichkeit für seine Idee und sein Produkt zu werben, bevor unnötige Kosten entstehen. Der Supporter kann dies - freiwillig - unterstützen.


    Transparente Grüße
    Gerhard Junker

  • Hallo Gerhard,


    ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg für Dein Projekt und den u.U. folgenden Weg.


    Danke auch für die klaren Worte bezüglich des Fundingprozesses. Das sind letztendlich die gleichen Überlegungen, die ich mir als zukünftiger Betreiber einer solchen Plattform mache. Ich möchte für alle Seiten das Risiko minimieren. Den Reputationsverlust bei solchen missglückten Projekten, die zu einer Sammelklage führen hat blöderweise auch die Plattform. Man muß da als Vermittler richtig aufpassen, dass man sich keine Verbrecher an Bord holt - aber auch keine Trolle auf Unterstützerseite, die "lose und unverbindliche Zusagen" machen.


    Am Ende ist der Betreiber einer Crowdfunding Plattform wie ein Makler, der zwei Dinge zusammenbringt (Idee und Geld) und dafür eine Vermittlungsprovision erhält (er berät natürlich auch den Initiator, unterstützt bei der Bewerbung des Projekts, ...). Nebenher verdient der Payment Abwickler noch mit (keine Ahnung, welchen Deal startnext und Fidor Bank da gemacht haben) - aber PayPal, amazon payment und auch Yapital (die neue Plattform vom Otto-Konzern) wollen mit der Abwicklung Geld über Gebühren verdienen. Was auch in Ordnung ist. Die Sätze liegen da bei 2-3%.


    Ich werde (auch aufgrund meines begrenzten Zeitbudgets) die Plattform locker anfangen. Genauso ungezwungen wie hier unknowns.de. Allerdings werde ich damit auch Geld verdienen wollen und nicht den Gemeinnützigen geben. Das kann ich mir leider nicht leisten (Opportunitätskosten). Ich hoffe aber in meiner Nische auf Verständnis zu treffen, dass diese Maklerleistung + X einen Wert hat. Ich denke startnext macht das momentan aus anderen Gründen. Crowdfunding in Deutschland bekannter machen, um dann mit der Verfügungstellung ihres Skripts auf Provisionsbasis an neuen Seiten mitzuverdienen. Da läuft doch auch schon ein Projekt in Hamburg. Problem wird sein, dass diese Seiten aber dann Geld verdienen müssen, um startnext zu bezahlen, andererseits aber startnext kostenloser Wettbewerb ist auf dem ein Initiator genauso gut sein Projekt starten könnte. Mal sehen, wie sie das auflösen...


    Auf jeden Fall ein spannender Bereich. Und bis jetzt macht es Spaß, wenn ich auch endlich hoffe, die Seite produktiv schalten zu können und nicht permanent im Quellcode rumzumachen... Stay tuned...

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter


    Ist ein Projekt in der Funding Phase, ist ein Abbruch des Projekts oder das Zurückziehen einer Unterstützung die absolute (eigentlich nie vorkommende) Ausnahme. Im Einzelfall sicherlich machbar. Aber stell Dir vor, die Finanzierungsphase läuft 45 Tage. Die Leute unterstützen das Projekt. Und kurz vor dem Ende springen 5 Leute wieder ab. Das geht nicht.


    Es muss gehen. Lese dir mal diverse Rechtssprechungen zum Thema Internethandel und Widerrufsrecht durch.
    Ich kann auch noch nach Erhalt der Ware vom Kauf zurücktreten oder zwischen Ende der Finanzierungspahse und Versand der Ware.
    Das Problem ist, auszuloten, wann der eigentliche Kaufvertrag beginnnt und ab wann das Rücktrittsrecht besteht (und das gibt es auf alle Fälle).


    Wenn es nicht geht, sind dir die ersten Klagen sicher.
    Nicht von den Leuten, die Spiele supporten, sondern von Anwälten und Idioten, die Seiten nach sowas absuchen und damit Geld machen wollen.


    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Die Versandkosten kommen auf den Unterstützungsbetragt separat im Rahmen der Abwicklung nach Finanzierung drauf.


    Wie stellst du dir das vor?
    Muss ich als Unterstützer dann eine weitere Zahlung machen?
    Das erscheint mir persönlich jetzt vom Handling sehr umständlich.
    Ich möchte doch nur einmal eine Transaktion machen, nicht ein zweites mal für die Überweisung.
    Oder habe ich es falsch verstanden?


    Ein anderer Punkt:
    Die Plattform wird der Treuhänder für das Geld während der Finanzierungsphase.
    Diesen Status hat jetzt gemäß der neuen Zahlungsabwicklung auch ebay erreicht. Allerdings zieht das wohl ein paar rechtliche
    Diskussionen mit sich, mit denen auch ebay nicht gerechnet hat. Leider wird dieses Thema im Moment so vielfältig diskutiert und es ist noch
    keine klare Aussage zu erkennen.
    Nur als Info, damit du hier nicht in Probleme gerätst.


    Ebenso ist die Frage der Zinsgewinne (wohl der Grund, warum ebay so etwas überhaupt einführt) ein Thema, das die ebayer aufregt. Ist dann an der Stelle genauso. Neben Provisionsgebühren kommen dir hier die Zinsgewinne zu oder werden die an den Initiator weiter geführt?


    Generell: Ich will dein Projekt nicht madig machen, sondern nur auf Probleme aufmerksam machen, die ich nach dem jetzigen Stand sehe.

  • Also ich finde bei so einer Plattform es auch besser, wenn das Geld erst abgebucht wird, wenn das Projekt erfolgreich ist. Ansonsten ergibt sich das Problem, dass man bei nicht erfolgreichen Projekten immer draufzahlt, weil Paypal die Hand aufhält für die erste Abbuchung und dann vermutlich nochmal für die Rückbuchung. Gerade beim Start der Plattform und niedrigem Bekanntheitsgrad würde ich zunächst davon ausgehen, dass viele Projekte nicht zustande kommen und hier sollte nicht unnötig Geld durch Paypal-Gebühren verbrannt werden.


    Auch das jederzeitige Rücktrittsrecht ist wichtig, denn das senkt die Hemmschwelle etwas zu unterstützen. Spätestens laut Fernabsatzgesetz kann man das ganze nach Lieferung eh rückgängig machen. Dann hat man aber bereits Versandkosten generiert iund weitere Kosten für die Rückgabe. Warum also nicht auch vorher ein Aussteigen erlauben, um damit nicht auch Geld unnötig zu verbrennen?


    Gesetzlich kannst Du niemanden zwingen rechtsverbindlich zuzusagen, auch nicht per AGB. Das Geschäft beruht immer auf Gegenseitigkeit und jede Seite hat immer die Möglichkeit bis nach der Prüfung der Ware kostenlos vom Vertrag zurückzutreten. Nicht umsonst steht in vielen Händler-AGB z.B. auch der Passus, dass der Vertrag erst mit Lieferung zustande kommt und bis dahin alles nur ein unverbindliches Angebot ist. Das gilt insbesondere auch für den Kunden, weil kein Vertragspartner einseitig benachteiligt werden darf.



    Ich würde mir also nochmal Gedanken über den Zeitpunkt der Geldeintreibung machen, wenn Du Dir nicht ins Knie schießen willst...

    Einmal editiert, zuletzt von Eric ()

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Während der Finanzierungsphase (die maximal 45 Tage laufen wird - eventuell 60???) wird der Zusagebetrag dem Konto des Zusagers belastet und auf eine Art Treuhandkonto der Plattform bei Paypal gelegt. Nach Ende der Finanzierungsphase wird je nach Ausgang des Projektes das Geld verwendet/ verteilt.


    Wer kann die Zinsgutschrift für sich verbuchen - die Plattform-Inhaber, Paypal, der Projekteinsteller?


    Weil je nach Laufzeit und Transaktionen kann da schon eine ganz schöne Summe zusammenkommen.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • freak, ravn, Eric:


    Also mir wäre es neu, dass PayPal mir Zinsen bezahlt, wenn da ein Guthaben liegt. Wenn es so wäre, umso besser, dann kann ich die Vermittlungsgebühr absenken :-) Zinsgewinne sind natürlich zu versteuern und werden nicht ausbezahlt. Wäre ja auch komisch. Die Bank zahlt ja auch nicht den Spread auf die Guthaben aus.
    ravn: Wenn meine Zinserträge die Millionengrenze erreichen sage ich Dir Bescheid. Ich glaube dann habe ich aber einen Punkt erreicht, an dem mich die Zinserträge aber so etwas von gar nicht interessieren.


    Realistisch betrachtet (siehe bereits bestehende deutsche Plattformen) wird auf meiner Plattforn nicht gleich der Hype ausbrechen. Wäre zumindest komisch - wenn auch nicht unerwünscht :-) Es wird mühselig genug die ersten Projekte zu generieren. Ich habe hier bei unknowns damals als einziger Beiträge geschrieben und Themen eröffnet. Es hat 2 Jahre gedauert, bis es ein Selbstläufer wurde. Ich werde jetzt keine eigenen Projekte auf meiner Plattform starten, aber mich natürlich am Anfang mehr darum kümmern müssen. Bei unknowns habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine entspannte Herangehensweise eher zum Erfolg führt, als das krampfhafte proftiabel sein zu müssen. Serverkosten, Startinvestitionen und Zeitaufwand sehe ich bei der neuen Plattform derzeit als Investition in ein Hobby an. Und dann wird ein Projekt nach dem anderen kommen. Zwischenzeitlich wird die Plattform weiter verändert, die Schwerpunkte verschieben sich und am Ende hat man seine Position gefunden. Und das ganze kostet mich monatlich rd. 50 Euro und meine Zeit. Kalkulierbares Risiko... unendlich viel Zeit... Jedes neue Projekt bringt Erfahrung und Bekanntheit für die Plattform mit sich. Und dümmer werde ich bestimmt auch nicht durch mein handeln.


    Gebühren:
    Meines Wissens fallen keine Gebühren für Transaktionen an, die wieder storniert werden. Also kein Problem. Wie gesagt: wir testen PayPal gerade in der Sandbox aus.


    Zum Rücktritt von Projekten:
    Natürlich wird dies möglich sein. Ich werde keine neue Gesetzesinitiative in den Bundesrat einbringen. Aber es soll halt die absolute Ausnahme sein. Wie es sich in der Praxis dann darstellt werden wir sehen. Das ich niemanden gesetzlich zwingen kann ist mir klar. Vielleicht hat das ja am Ende auch so gut wie keine Relevanz in der Praxis???


    Porto:
    Ich werde keinen Porto Rechner auf der Seite installieren, um die Portokosten weltweit zu berechnen. Ja, die Portokosten müssen, wenn das award einen Versand beinhaltet gesondert und direkt an den Projektinitiator gezahlt werden. Ich dachte eigentlich, dass das bei Kickstarter auch so wäre, wenn ich als Deutscher ein amerikanisches Projekt unterstütze. Glaube mal so etwas gesehen zu haben. Vielleicht weiß da ein erfahrener Kickstarter Unterstützer bereits mehr?


    Allgemein:
    Meistens sind die Dinge einfacher, als sie sich darstellen. Ich sehe das auch nicht als madig machen, wenn jemand Hinweise gibt. Genau deswegen habe ich doch den Thread gestartet. Eigentlich mißbrauche ich Euch gerade als advocatus diaboli - sorry dafür, aber ihr macht das doch bestimmt gerne für mich... ;)


    Würde ich im Vorfeld alles aber auch wirklich alles bis ins Detail abklären und durchdenken wollen, dann würde ich nie starten. Die wesentlichen Dinge sind durchdacht (Pareto: 80:20). Gegen rumstänkernde Nutzer der Crowdfunding Plattform kann man vorher auch nichts machen - die gewinnt man wahrscheinlich sowieso dazu und da wird dann auch eine Lösung gefunden. Euer Input hilft mir aber zu prüfen, ob ich etwas Wesentliches übersehen habe.


    Danke für Eure Unterstützung - weiter so!


    PS: Wer mal Interesse hat den derzeitigen Stand der Plattform anzuschauen schreibt mir eine PN. Bitte aber den Link nicht rausgeben, da ich noch kräftig am arbeiten bin auf der Domain. Ich verlasse mich auf Eure Verschwiegenheit!!! :butcher:

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Hallo Sankt Peter,
    ich würde es auch befürworten wenn der Betrag erst dann abgebucht wird wenn das Projekt fertiggestellt wird. Eventuell lässt sich sowas ja auch mit einer Auswahl Regeln. Abbuchen bei Fertigstellung oder Abbuchung sofort.
    Hätte den Vorteil, dass es ein fest zugesagtes Kapital und ein zugesagtes Kapital gibt.


    Das fest zugesagte Kapital könnte als Darlehn dem Initiator zur Verfügung gestellt werden oder als Absicherung eines solches nutzen lassen um die Entwicklung zu Beschleunigen. Muss aber beim Scheitern zurückgezahlt werden.


    Das zugesagte Kapital ink. dem fest zugesagten Kapital kann als Barometer des Interesses gesehen werden und in dieser Funktion auch helfen Mittel zu Entwicklung zu bekommen. Ähnliches muss in dieser Form ja auch bei einem Geschäftsplan getan werden. Dort ist es aber wirklich nur errechnet hier wäre es ein reales Bedürfnis nach dem speziellen Gut.


    Die Frage nach den Zinseinkünften die das geparkte Kapital erzielt wurde ja schon teilweise erörtert. Man sollte aber auch die andere Seite betrachten. In der Zeit in der das Geld auf dem Konto des Unterstützers verweilt arbeitet es für diesen. UND es schützt gegebenenfalls vor Kosten durch Überziehung des Kontos was deutlicher ins Gewicht fallen würde.


    Das es zwei Zahlungsvorgänge geben soll 1x zum Unterstützen 1x für Versand finde ich unglücklich und würde für mich eine unvollständige Dienstleistung darstellen. Könnte mich also abschrecken.
    Es sollte doch möglich sein hier das PayPal-Konto, zu belasten. Des Weiteren sollten auch die Kosten ermittelbar sein. Dafür muss aber die Versandadresse bekannt sein. Diese zu erheben ist wiederum eine Sache für sich, sind Menschen bereit für eine solche Sache, die ja scheitern kann diese Informationen preis zu geben.


    Grundsätzlich ist das Anbieten einer solchen Dienstleistung zu begrüßen. Sie MUSS sich aber nach den Bedürfnissen der Kunden richten. Von daher muss sie einfach so kundenfreundlich wie möglich sein.


    *)


    MfG
    fleXfuX

    Wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat, neigt zu geistigem Durchfall.

  • PayPal in Deutschland ist etwas eingeschränkt. Z.B. bieten Sie in Deutschland nur in absoluten Ausnahmefällen und erst ab einer bestimmten Größe das sogenannte Mass Payment an. Ich kann leider nur das normale Adaptive Payment nutzen. Das unterliegt einigen Einschränkungen. Ich habe aber nun mal die Lösung für PayPal, da es auch weit verbreitet ist.


    Eine Lösung, um das Geld vorher nur virtuell zu parken werde ich nicht hinbekommen und auch nicht machen. Die von Dir präferierte Lösung mit den zwei "Kapitalarten" ist nicht praktikabel und widerspricht meinem Ansatz: keep it simple. Wie gesagt: man kann seine Unterstützung ja auch später in der Funding Phase machen und nicht gleich am ersten Tag.


    btw. derzeit testeich noch die PayPal Anbindung. Das ist auch notwendig, um selber ein Gefühl dafür zu bekommen, was da wie und ob funktioniert. Letztendlich ist das das sensibelste Thema - da kommt es jetzt beim Test nicht auf den einzelnen Tag an. Die Zahlungen werde ich in Zukunft sowieso eng tracken müssen und wollen.


    noch einmal an dieser Stelle: PayPal zahlt keine Zinsen auf das geparkte Geld.

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  • Noch ein paar Fragen:


    Wieso bleibt das Geld bei Paypal?
    Ist Paypal als Treuhand-Bank geeignet? Auch ein Diskussion, die bei ebay über J.P. Morgan geführt wird.
    Warum nicht direkt auf ein Bankkonto überweisen, wo es Zinsen gibt bei einer als
    Treuhand anerkannten Bank?


    Und wenn die Seite ein Erfolg wird oder auch nur 10-15 Projekte in einer Finanzierungsphase sind, wie
    willst du die Zahlungen aus einanderhalten?
    Für mich ein weiterer Grund, erst dann das Geld einzuziehen, wenn ein Projekt erfolgreich ist.
    Gibt es hier zum Beispiel keine Möglichkeit, dies über eine Kreditkartenabwicklung abzubilden?


    Was das Porto angeht, muss das vorher ganz klar festlegen.
    Ich kann doch nicht für ein Produkt X in Vorlage für die Kosten treten, um dann irgendwann zu erfahren,
    dass mich das Porto nochmal soundsoviel Euro kostet.
    Das muss als Grundlage für Initiatoren gelten, Portokosten anzugeben.
    Wird bei Kickstarter auch gemacht (zumindest bei den Spielen, wo ich bisher mitgebacken haben).


    Auch ist mir noch nicht klar, wie du das Abwicklen willst, wenn jemand sein Level ändern will?
    Ist bei Kickstarter auch kein Problem, weil ja eben noch kein Geld geflossen ist.


    Dein Zitat "Würde ich im Vorfeld alles aber auch wirklich alles bis ins Detail abklären und durchdenken wollen, dann würde ich nie starten." stimmt mich aber eher nachdenklich. Bevor du mit einer kommenziellen Seite ins web gehst, würde ich mich rechtlich beraten lassen. Das kann ich dir aus eigener Erfahrung mehr als nur empfehlen. Crowdfunding ist zwar ein recht neues Internetthema, zumindest hier, aber da wird es sicherlich spezialisierte Anwälte geben. Ich sagen nur Abmahnungen ;) Die beskommst du bei einem Forum natürlich nicht.


    Persönlich halte ich es nicht für geschickt, darauf zu gehen, dass Leute erst spät ihre Unterstützung für ein Projekt einbringen, weil sie erst kurz vor Schluss für das Geld zahlen wollen.
    Zum einen kann man es einfach vergessen (deswegen wäre eine Reminder Funktion wie bei Kickstarter gut), kann man zwar sagen, ist deren Problem, aber du willst ja, dass deine Seite ein Erfolg wird.
    Zum anderen kann das eine Sogwirkung wie bei Kickstarter verhindern. Wenn da ein Spiel am Anfang abgeht wie eine Rakete, wird es für immer mehr Leute interessant. Außerdem kommt es zu den ganzen Extras, nicht weil die Leute gezahlt haben, sondern weil sie bei Erfolg zahlen werden.
    Und wenn deinen Vorschlag mit der späten Unterstützung mehrere machen sollten, kann es sein, dass es zu solchen Goodies nie kommt bzw. sich jemand denkt, das Projekt kommt ja eh nicht zu Stande, weil erst x % erreicht sind. Und lässt es dann....

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