07.05. - 13.05.2012

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  • Servus!


    Gestern abend gab es zu zweit mal wieder eine Partie Revolver - das Spiel macht einfach Laune! Wie im Western sterben die Bandenmitglieder und die namenlosen Deputies und Revolverhelden wie die Fliegen; es geht durch Schluchten und über Bürcken - Dynamit fliegt... herrlich!
    Am Ende hat der Colonel dann aber doch den bösen Jack Colty gestellt und im grandiosen Finale zur strecke gebracht.
    Wieder einmal festgestellt, dass das Spiel einfach sehr vom Kartenglück abhängt, es aber dem Spielspaß keinen Abbruch tut. Dafür ist das Thema einfach zu schön umgesetzt und das Spiel zu schnell gespielt. Lieber noch eine zweite Runde - vielleicht hat man dann ja mehr Glück...


    Danach haben wir mal wieder einen Evergreen rausgekramt: Eminent Domain. Der dritte im Bunde kannte das Spiel noch nicht, was aber sehr schnell im Thema drin - und hat auch das Rollen-Prinzip mit Führen und Folgen sehr gut aufgegriffen. Am Ende habe ich schon nicht mehr mit einem Sieg gerechnet, doch meine (wenigen) Planeten waren gegenüber den (vielen) Planeten meiner Freundin deutlich mehr wert.
    Interessant war auch, dass durch das Spielen auf Siegpunkte von 2 Spielern das Ende des Spiels durch das Verteilen aller Siegpunkte schneller da war, als gedacht. Auch die Erstspieler-Problematik, dass ein Stapel viel zu schnell geleert wird, trat bei uns nicht auf. Aber das hängt wahrscheinlich auch mit der Spielweise von den beiden erfahrenen Spielern zusammen, und das sich der "Neuling" natürlich an uns orientiert hat.


    Ich freue mich schon sehr auf die Erweiterung!

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  • HI,


    Wie kann ein Spiel, was vielleicht max. 1 Jahr alt ist bereits ein Evergreen sein?


    Atti

  • Gestern beim Dienstagsspieletreff gab es wieder EDO mit einer Erweiterung zu viert. Irgendwas habe ich falsch gemacht - ich wurde nur Dritter! Unmöglich...


    Anschließend nach einer Regelauffrischung meine zweite Partie Ruhm für Rom zu dritt. Ich werde mit dem Spiel nicht wirklich warm. Grafisch sehr schön, und von den theoretischen Möglichkeiten her sollte es eigentlich auch passen, aber irgendwie springt kein Funke über.


    Ciao
    Stefan

  • Wir hatten gestern abend die Gelegenheit, Dominant Species zu sechst auszuprobieren. Bei einem Spieletreff, den wir gestern abend ebenfalls das erste Mal besucht haben. :-)


    Gespielt wurde mit etwas modifizierten Regeln bezüglich der Ereigniskarten: es wurden am Ende der Runde immer alle übrig gebliebenen weggenommen und durch neue Karten ersetzt. Grund war der limitierte Zeitrahmen, außerdem war es als Kennenlern-Spiel gedacht. Denn nicht nur wir hatten es noch nie gespielt, auch keiner der vier anderen - lediglich der Besitzer hatte die Regeln mal gelesen.
    Meine Wahl fiel auf die Arachniden, und ich plante eigentlich ein lockeres Spiel ohne Siegambitionen zu führen, sondern stattdessen als spaßbringender Kriegstreiber zu agieren und die Sonderregel der Arachniden gut zu nutzen. Starker Gletschervorstoß, Nahrungsmittelknappheit und damit nur sehr begrenzte Ausbreitungsmöglichkeiten machten dieses Vorhaben jedoch zunichte, weshalb ich mich dann auf Vorherrschaft und Siegpunkte konzentrierte. Dank dem vergletscherten, nahrungsarmen Areal war ich relativ gut von meinen Mitspielern abgeschottet und konnte mich ungestört ein wenig ausbreiten. Dass dann niemand auf Vorherrschaft ging, obwohl eine Ereigniskarte auslag, die die Anzahl der eigenen AP dauerhaft um 1 erhöhte, war mir zwar ein Rätsel, aber eigentlich ganz recht. So bekam ich sie eben. Und konnte dank Aktionsbonus in der darauffolgenden (letzten) Runde zwei weitere Vorherrschaftsaktionen nutzen, ohne auf die ebenso notwendige Ausbreitung und Vermehrung zu verzichten. Was mir dann den "Sieg" bei diesem Kennenlern-Spiel brachte.


    Mir hat das Spiel sehr gut gefallen, meine Freundin fand es "ganz nett" - ihr ist es potentiell zu aggressiv. Davon abgesehen fand sie es aber auch sehr interessant.
    Ich gehe aber davon aus, dass meine am Schluss gefahrene Taktik im "richtigen" Spiel nicht funktionieren wird. Erstens, weil insgesamt längerfristig auf die Ereigniskarten geplant wird. Zweitens, weil es einfach nicht passieren darf, dass ein Spieler einen Vorsprung von 2 AP gegenüber allen anderen erhält (die letzte von mir gewählte Ereigniskarte gab mir +1 AP und jedem Spieler unter mir in der Nahrungskette ebenfalls. Bei Arachniden kommt da ja nicht mehr viel...). Mal sehen, was der Reprint (der mir eh besser gefällt von der Grafik her) hier kosten wird. Denn mir gefiel das Spiel ausgesprochen gut - zumal ich etwas vergleichbares nicht in meiner Sammlung habe. Auch wenn die Spielzeit mit "richtigen" Regeln vermutlich durch die Decke geht.


    Außerdem stand ich noch vor einem reduzierten Operation Barbarossa, und es kribbelte mich in den Fingern. Mit der Gewissheit, dass es aber sowieso nie gespielt werden wird, weil meine Freundin einfach nicht zu CoSim-ähnlichen Spielen zu bewegen ist (Tide of Iron wartet seit Jahren...), habe ich es gelassen. So wie auch schon die Angriff!-Reihe. Über World at War oder ein ASL-Starterkit brauch ich erst gar nicht nachdenken. *Seufz*

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dirtbag ()

  • Upps, ja. Ich meinte natürlich die Angriff!-Reihe, nicht Attack!. Ich hatte den Original-Titel vergessen und einfach den deutschen übersetzt - ein Fehler...

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Nachdem vorgestern Edo in der Post war, hat sich gestern gleich die Gelegenheit geboten, es zu dritt auf den Tisch zu bringen. Die Regeln sind relativ simpel; daher schnell erklärt.
    Die Spieltiefe dagegen war nicht so schnell ausgelotet... ;)


    Wir begannen recht friedlich, jeder in seiner eigenen Stadt. Ich habe mit den Startressourcen in der ersten Runde gleich mal den Vorstoß nach Edo selbst gewagt und damit schon ein deutlich besseres Einkommen als meine beiden Mitspieler gehabt.
    Etwas unsicher waren wir, welche Sondergenehmigungen wir kaufen sollen. Für mich hat sich eine Sondererlaubnis "Steine x2" als ÄUSSERST lukrativ erwiesen. Man spart nicht nur einen Samurai auf dem Spielbrett ein, man umgeht auch das Gedränge auf den Ressourcen-Feldern.


    Danach bin ich mit Gebäuden "losgerannt"; Steine und Holz, 2x Bauen - schon stehen eine Burg und ein Haus. Damit bin ich dann auch mit gutem Vorsprung über die Ziellinie gekommen und habe deutlich mit 15:12:9 gewonnen.
    Etwas überrascht waren wir dann doch, wie schnell das Spiel an Fahrt aufnimmt: Es war gerade mal die 6. Runde, in der das Spiel vorbei war.


    Aber die anderen Strategien waren auch sichtbar: Gezielt auf den Händler gespielt, am Besten mit Handelsposten, kann man auch schnell viele Siegpunkte machen.


    Stefan Malz: Ist es eigentlich eine sinnvolle Strategie, möglichst viel Geld zu machen? Es erschien mir nicht so; theoretisch kann man jede Runde 2x 10 Ryu (mit Sonderauftrag) nehmen, ausserdem für 5 Ryu einen Sonderauftrag kaufen, und ihn wieder verkaufen für 30 Ryu - aber dann hat man mit 3 Aktionen gerade mal 45 Ryu, also nicht ganz einen Siegpunkt gemacht. Mir erschienen die Siegpunkte für Ryu doch eher als Trostpreis...


    Tolles Spiel jedenfalls!


    Ach ja, danach noch eine schnelle Partie Lakota als Absacker. Nettes Spielchen, aber mit zittrigen Händen wird das nix. ;)
    Ich stelle mir vor, dass es mit 4 und mehr Spielern mehr Spaß macht...

  • Hi,


    Gestern gab es Bullfrog Goldfield und ich bin noch angetan. Das was Chicago Express hätte sein können (ein gutes Spiel) scheint Bullfrog zu sein. Ein ziemlich wildes gehandhabt mit dem Geld (was sch**sse unterscheidbar ist), aber ansonsten wirklich ein gelungenes "leichtes" Aktionspiel (was nicht heisst das es ein seichtes Spiel ist - das ist es absolut nicht).


    Atti

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  • Zitat

    Original von [Tom]
    Stefan Malz: Ist es eigentlich eine sinnvolle Strategie, möglichst viel Geld zu machen?


    Geld ist schon sehr wichtig, aber nicht primär, um am Ende Machtpunkte zu erhalten, sondern um zwischendurch leistungsfähig zu bleiben - also Festungen bauen zu können, viel zu handeln und (wird anfangs oft unterschätzt) die Mitspieler zu nerven, indem man absichtlich Resourcenfelder besetzt und deren Erträge mindert.


    Aber findet doch am besten selbst heraus, was es so für Möglichkeiten gibt, zu gewinnen... :-)


    Ciao
    Stefan

  • Zitat

    Original von malzspiele
    ... und (wird anfangs oft unterschätzt) die Mitspieler zu nerven, indem man absichtlich Resourcenfelder besetzt und deren Erträge mindert.


    In Anbetracht der Tatsache, dass am Ende noch Einiges an Geld über war bei mir, vielleicht gar Nicht so schlecht. Andererseits ist es ein wildes Raten, was mein Mitspieler macht (noch) - da behalte ich das Geld lieber, um im Zweifel quer über den Plan zu rennen, zum letzten leeren Ressourcen-Feld, für meine "Ressourcen x 2" Aktion ;)


    Die Interaktion, auch bei den Ressourcen-Feldern, finde ich Klasse. Das ist wirklich sehr schön gelöst!

  • Beim Sonntagsspieletreff gab es:


    Endlich meine erste Partie Chicago Express zu fünft. Die Erklärung war entwas holperig, da der Erklärer das Spiel auch schon länger nicht mehr gespielt hatte. Dementsprechend dauerte sie. [ Dennoch war die Erklärung fertig, lange bevor unser fünfter Mitspieler am Tisch nebenan Luna erklärt hatte. Also gab es mittendrin beim Warten auf ihn einmal Level X - als Pausenfüller genau richtig. ] Danach ging es dann los mit Chicago Express. Sehr schönes Spiel! Gefällt mir viel besser als German Railways und hat für mich genau die richtige Länge und Komplexität. Da freue ich mich schon auf die nächste Partie.


    Danach dann Africana, ebenfalls meine erste Partie, zu dritt. Nachdem mir Valdora damals sehr gut gefallen hat (abgesehen von der extremen Buntheit), bin ich von diesem Spiel eher etwas enttäuscht. Während die Regeln selbst eigentlich sehr einfach sind (wobei allerdings vergessen wurde, uns das Umfärben für 5 Geld zu erklären), ist das Spiel selbst dann irgendwie unübersichtlich. Es fällt schwer, all möglichen Optionen aller Mitspieler zu überblicken. Außerdem sind die Bewegen-Züge teilweise sehr lang (bis zu 7 Schritte), wodurch zum einen eine hohe Wartezeit entsteht, und zum anderen man kaum vorausplanen kann, da nach zwei Mitspieler-Zügen alles anders aussehen kann. Vielleicht ist dieser erste Eindruck aber falsch - einen Versuch gebe ich dem Spiel noch.


    Ciao
    Stefan

  • Ich hatte leider zu viel um die Ohren als wirklich spielen zu können, daher reichte es nur für eine Runde Anno Domini mit einem Mix aus den Editionen "Sex & Crime" und "Flopps". Wir verwendeten je 1 eingeschweißtes Pack so dass beide Editionen gleich oft vertreten waren und wir ausschließlich Karten hatten die noch keiner kannte. Gespielt haben wir es zu fünft. Für mich lief es zum ersten Mal richtig gut. Ich mußte kein einziges Mal Karten nachziehen und konnte hier einen klaren Sieg einfahren, dadurch dauerte unsere Runde auch nicht besondres lange. Dennoch verbrachten wir den Rest des Abends mit klönen und essen, da wir Freunde zu Besuch hatten die früher einmal in unserer Spielegruppe waren und aus beruflichen Gründen weggezogen sind.


    Darüber hinaus spielte ich fast jeden Abend mit meiner Frau Star Wars the old Republic (7 Tage trial dank Freundschaftseinladung) ;-) Nach einigen Jahren WOW ist es durchaus sehr interessant aus der Fantasywelt in ein SF-Universum einzutauchen. Dennoch ähnelt vieles WOW aber manches wurde hier auch besser umgesetzt während andere Dinge noch zu optimieren sind. Überrascht war ich, dass es selbst meiner Frau Spaß gemacht hatte obwohl sie überhaupt kein SF Fan ist. Diese Woche wird allerdings wieder "richtig" am Tisch gespielt. 2 Spieleabende sind bereits vorgesehen...

    Mb_adastra.JPG Mb_rftg.jpg


    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

  • Im Fandom ist es für meine Begriffe eine noch nicht entschiedene Frage, ob STAR WARS nicht viel mehr Fantasy als SF ist - nur eben Fantasy mit Raumschiffen. Daher bin ich nicht überrascht, daß es einen hohen WAF besitzt.
    Schau Dir mal EVE ONLINE an, das wird Deiner Frau sicher keinen Spaß machen! :-)

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  • Hallo zusammen,
    wir haben in der letzten Zeit wenig gespielt -- Urlaub,Dias,Feste;....


    Was wir ausprobiert haben, ist:


    1. Trajan
    Wir haben es zu dritt gespielt und unser Eindruck war, daß man erst einmal erschlagen wird von den vielen Möglichkeiten. Der zweite Eindruck ist, daß die Planbarkeit mit den Einsetztsteinen im Mancala klar über unsere Fähigkeiten ging. Zum Schluß hat jeder nur geschaut, was kann ich machen, um die meisten Punkte zu ergattern.


    Die Trajansplättchen mit den jeweils 9 Siegpunkten, darf man aber nicht einem allein überlassen ( hat mit vier davon gewonnen). Der dritte Eindruck war, daß man nur sehr wenig miteinander oder gegeneinander spielt -- sondern jeder pusselt so vor sich hin. Es reicht zwar nicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren, aber bei allem dabei zu sein, bringt nichts. Mir haben die Mehrheiten im Senat sehr geholfen. Die dort für Mehrheiten erhaltenen Tafeln, haben mir am Ende fast 30 Siegpunkte gebracht (vor allem, da die anderen diesen Aspekt etwas vernachlässigt haben).


    Es ist kein schlechtes Spiel und ich liebe Optimierungsspiele -- aber aufregend ist etwas anderes.


    2. Grimoria
    Wir haben zu dritt gespielt und das ist wohl nicht die richtige Anzahl für ein lebhaftes Spiel. Es ist ein netter Absacker, bei dem man sich überlegt, geht man auf sichere Punkte mit Orten oder versucht man es mit Gefährten, die auch wieder gekidnappt werden können. Das Thema ist jedenfalls nicht so allgegenwärtig wie alte Römer oder Mittelalter.


    Übrigens, was haltet ihr von Lords of Waterdeep? Die Meinung in unserer Spielgruppe ist gespalten:
    1. schlechtes Spiel - nicht moch mal
    2. typisches Worker Placement, etwas trocken, wenn man das Thema nicht mag


    Vor kurzem habe ich gebraucht die Gnome von Zavandor erstanden. Wie ist denn dieses Spiel? Wir haben "Vor dem Wind" und es gefällt uns recht gut.


    Ciao
    Nora


  • Also bei uns gab es nach einer Partie einen fetten "Daumen hoch"!
    Tolles Worker-Placement stimmig ins Thema eingebettet.
    Da werden nächste Partien bald folgen ;)

  • Hi,


    Also LotW ist bei uns auch gut angekommen. Ausnahmslos. Das Thema konnte zwar keinen überzeugen (es sind schlicht schwarze, lila oder weisse Pöppel - es weiss sowieso diemand ob Krger jetzt schwarz sind, oder rot). Aber das Spiel hingegen Punktet halt alleine durch die Mechanismen. Die alle nicht neu sind, aber das erwartet auch niemand mehr bei einem Workerplacement.


    Atti

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  • Ich sehe es ähnlich, aber umgekehrt: Gerade wenn das Thema nicht trägt (und wenn man kein D&D-Fan ist, trägt es aus den von Dir beschriebenen Gründen kaum), ist das Spiel eher belanglos, da auf ausgetretenen Pfaden wandelnd.


    Zudem skaliert es sehr schlecht.

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  • Hi,


    Die erfehrung habe ich wie gesagt bisher nicht gemacht. Was meinst du mit "Skaliert"? Habe es in jeder besetzung von 3-5 gespielt und es funktioniert in jeder gleich gut.


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    Hi,


    Die erfehrung habe ich wie gesagt bisher nicht gemacht. Was meinst du mit "Skaliert"? Habe es in jeder besetzung von 3-5 gespielt und es funktioniert in jeder gleich gut.


    Atti


    Moin Atti,


    ich hab's bisher nur einmal zu fünft gespielt, und da hat das Spiel IMHO schon das Problem, das zu wenig Plätze für die "Arbeiter" vorhanden sind. Nahezu jedes Gebäude wird auch besetzt. Bei nur zwei Aktionen zu Beginn war mir das zu wenig Auswahl. Später wird es dann besser, zumindest bis der dritte Arbeiter hinzu kommt. Das Spiel an sich hat mir zwar ganz gut gefallen, aber zu fünft würde ich es eher nicht noch mal auf den Tisch bringen wollen, da fühlte ich mich teilweise doch gespielt.


    Gruß FBI

  • Am Sonntag drei Spiele in einer Viererrunde:



    Kohle:
    Das Spiel ist in unserer Spielerrunde schon länger vorhanden, an mir ging es länger vorüber, vor allem wohl weil mir Steam so absolut gar nicht gefallen hat. Dennoch wollte ich Kohle immer mal gespielt haben, und gestern war es endlich soweit. :-)
    Gleich vorneweg: Das Spiel hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein im Prinzip von den Spielabläufen sehr einfaches und wenig komplexes Spiel, bietet allerdings viele Möglichkeiten und viel Potential zur Optimierung. Die einzelnen Mechanismen greifen gut ineinander, es sind verschiedene siegversprechende Taktiken möglich, und es ist zudem ein recht flottes Spiel.
    Natürlich musste ich in der ersten Partie viel Lehrgeld bezahlen, aber meine Freundin schaffte es immerhin in ihrer ersten Partie nur um Haaresbreite den Sieg gegen den "Kohle-Veteranen" zu verpassen.
    Ich freue mich schon auf die nächste Partie.


    Amun-Re:
    Das Setting ist natürlich was für mich als Ägyptologen. Und natürlich erwarte ich von einem solchen Spiel auch nicht, dass da alles thematisch richtig gemacht wird, es ist schließlich nur ein Brettspiel. Die Mechanismen mit zwei Bietephasen, einer Bauphase und einer Wertungsphase fand ich ganz nett, aber mehr auch nicht. Eine Schwäche war die -3 Karte. In den Regeln stand nicht, ob man sie nur einmalig oder immer wieder benutzen kann. Wir haben uns in der zweiten Spielhälfte dafür entschieden, sie nur einmal verwenden zu können, was das Spiel etwas verbesserte. Insgesamt konnte Amun-Re aber niemanden vom Hocker reißen. Es ist ein solides und relativ simples Spiel, mehr aber nicht.



    Chaos in the Old World:
    Für meine Freundin und mich war es die zweite Partie. Die erste hatte nach anfänglicher Begeisterung etwas unter der Dominanz von Khorne gelitten. Allerdings hatten wir einen nicht unwichtigen Part falsch gespielt: Für das Töten von Bauern erhält Khorne keine Clicks. Somit mussten wir diesmal nur darauf achten, dass dem Khorne-Spieler in den ersten beiden Runden nicht sofort 2 Stufenfortschritte gelingen. Danach war klar, dass das Spiel über Siegpunkte entschieden wird. Und da zeigte sich das gute Balancing von CITOW. Wir endeten mit 51, 49, 47 und 46 Punkten.



    Favorit des Tages war ganz klar Kohle. Chaos wird sicher auch noch öfter auf den Tisch kommen, Amun-Re wohl eher nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Tigranes ()

  • Zitat

    Original von Tigranes
    Kohle:
    Das Spiel ist in unserer Spielerrunde schon länger vorhanden, an mir ging es länger vorüber, vor allem wohl weil mir Steam so absolut gar nicht gefallen hat.(...)


    Den Zusammenhang zwischen STEAM und KOHLE mußt Du mir erklären.

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  • Zitat

    Original von Attila
    Hi,


    Die erfehrung habe ich wie gesagt bisher nicht gemacht. Was meinst du mit "Skaliert"? Habe es in jeder besetzung von 3-5 gespielt und es funktioniert in jeder gleich gut.


    Atti


    Mit "Skalieren" meine ich die Anpassung des Spiel(ablauf)s an verschiedene Mitspielerzahlen. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es da bei LOW nur einen Sprung zwischen 2-3 und 4-5 Spielern hinsichtlich der Agentenzahl. Aber alles andere (Rundenzahl, Plätze zum Einsetzen, Gebäude, Questen usw. usf.) bleibt gleich.

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Den Zusammenhang zwischen STEAM und KOHLE mußt Du mir erklären.


    Ich dachte, das wäre offensichtlich. :-)
    Beides sind Wirtschaftsspiele von Martin Wallace.

  • Am Freitag eine Runde De Vulgari Eloquentia zu 4. gespielt. Es war ein knappes Spiel mit 20/44/44/45 Punkten Das erste Spiel hat auch etwas länger gedauert als 90 - 120 Minuten. Wir haben mit Regelerklärung etwas mehr als 3 Stunden gespielt. Ich finde gut, dass es bei dem Spiel so viele Mechanismen gibt um seine Punkte voran zu treiben.

    c'est la vie

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer


    Mit "Skalieren" meine ich die Anpassung des Spiel(ablauf)s an verschiedene Mitspielerzahlen. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es da bei LOW nur einen Sprung zwischen 2-3 und 4-5 Spielern hinsichtlich der Agentenzahl. Aber alles andere (Rundenzahl, Plätze zum Einsetzen, Gebäude, Questen usw. usf.) bleibt gleich.


    Meiner Erfahrung aus vier verschiedenen Spielrunden mit 3-4-3-4 Mitspielern ist, dass sich das Spielgefühl doch erheblich aufgrund der Mitspielerzahl unterscheidet. Zu dritt hat man zu Beginn drei Pöppel zur Verfügung und kann in Kombination der Aktionen recht schnell erste Aufträge erfüllen. Zu viert startet man mit zwei Pöppel pro Spieler und da braucht es schon seine Zeit, bis man irgendwelche Siegpunkte einfahren kann, was anfangs zu einem etwas unbefriedigendem Spielgefühl sorgen kann, wenn man scheinbar nur auf der Stelle tritt.


    Das Spiel kam bisher unterschiedlich gut an - von blöd bis "kauf ich mir selbst". Wer mit dem D&D-Setting was anfangen konnte und sich auch für die Flavour-Texte interessiert hat, den hat es in der Rückschau wesentlich besser gefallen, als Mitspieler, die das Spiel auf "Ressourcen nehmen, Aufträge erfüllen, Siegpunkte kassieren" für sich reduziert haben. Weil dann kann man auch fast jedes andere einfache Workerplacement-Spiel spielen auch braucht kein Lords of Waterdeep. Mit persönlich gefällt es aber weiterhin - auch weil der Spielsieg meist umkämpft ist, auch wenn man meint, zunächst einen Punktevorsprung erspielt zu haben.


    Cu / Ralf

    "Trouble always begins with the naming of things", Justin Sullivan, New Model Army, From Here

  • Zitat

    Original von Tigranes
    (...) Beides sind Wirtschaftsspiele von Martin Wallace.


    Dann gebe ich Dir den ehrlich und gar nicht sarkastisch gemeinten Rat, gerade auch bei Martin Wallace nicht von einem Spiel auf's andere schließen zu wollen (vielleicht abgesehen von KOHLE bzw. BRASS und AOI), da die sich doch teilweise deutlich unterscheiden, wie eben z.B. STEAM und KOHLE...

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer


    Dann gebe ich Dir den ehrlich und gar nicht sarkastisch gemeinten Rat, gerade auch bei Martin Wallace nicht von einem Spiel auf's andere schließen zu wollen (vielleicht abgesehen von KOHLE bzw. BRASS und AOI), da die sich doch teilweise deutlich unterscheiden, wie eben z.B. STEAM und KOHLE...


    Du wirst es kaum glauben: Aber genau das dachte ich mir gestern auch. :-)

  • Am Freitag mal wieder ein Spieleabend bei Sankt Peter. Es gab:


    Divinare zu viert. WM im Hellsehen, sagt das Regelheft. In der Umsetzung sieht das so aus, dass es 4 Sorten Karten gibt, von der ersten 6, von der zweiten 8, dann 10 und 12. Außerdem gibt es zu jeder Kartensorte ein Tipptableau in der Tischmitte - Ziel ist es, für möglichst jede Kartensorte möglichst genau zu tippen, wie viele Karten dieser Sorte insgesamt ausgespielt werden. 12 der Karten werden verdeckt und zufällig aus dem Spiel genommen, der Rest gleichmäßig an die Spieler verteilt. Reihum muss nun jeder Spieler (immer beginnend mit dem Startspieler, der im Laufe des Spiels wechselt) eine seiner Karten ausspielen und anschließend seinen Tippmarker auf dem zur ausgespielten Kartensorte zugehörigen Tableau versetzen. Dabei gilt, dass jedes Feld nur von einem Spieler besetzt sein darf. Dies kann zu unangenehmen Zugzwangsituationen führen - steht man schon auf seinem gewünschten Tippfeld, muss aber noch eine Karte dieser Sorte ausspielen, so muss man dieses Feld auf jeden Fall verlassen. Punkte gibt es am Ende des Durchgangs für exakte Treffer sowie für die Felder direkt neben exakten Treffern. Alle anderen Felder (bis auf das Startfeld "Kein Tipp", zu dem man auch zurückkehren kann) bringen Minuspunkte. Im Laufe des Spiels steigt der Informationsgrad (und der Zufallsfaktor), weil man vor der 1., 3. und 5. Ausspielrunde jeweils die Hälfte seiner Karten an den rechten Mitspieler weitergeben muss. Insgesamt ein überraschend unterhaltsames, taktisch geprägtes Spiel, bei dem ein gutes Bauchgefühl für Wahrscheinlichkeiten hilfreich ist. Als bei Regelkenntnis in 20-30 Minuten machbarer Absacker in der Tat eine Perle, und das nicht nur, weil ich mit knappem Vorsprung Weltmeister der Hellseher wurde. Ach, hätte ich nur vorhergesehen, was mir dann blühte ...


    Anschließend gab es nämlich Wealth of Nations zu fünft, wobei wobo und ich die einzigen Neulinge waren. Wer schon Walnut Grove als Mangelspiel bezeichnet hat (was es nicht wirklich ist), sollte von diesem knallharten Wirtschaftsspiel mit Baukomponente wohl die Finger lassen. In der ersten Hälfte des Spiels schrammt man in der Tat immer nahe an der Handlungsunfähigkeit herum, während man in der sehr langen Handelsphase jeder Runde versucht, mit Händen und Füßen irgendwie ein paar passende Würfelchen zusammenzukratzen bzw. von den Mitspielern zu ertauschen/kaufen, mit denen man seine Volkswirtschaft ausbauen oder zumindest mit der bestehenden wenigstens ein bisschen produzieren kann. Erfahrung mit dem Spiel ist hier höchst ratsam - bei mir war im Nachhinein schon wegen der ungünstigen frei gewählten Positionierung meiner Startplättchen und wegen einiger fieser Fehler in den ersten Zügen (zu frühes Diversifizieren ist tödlich) sehr früh unvermeidlich, dass ich mit dem Spielausgang nichts zu tun haben würde. Das Spiel ist insgesamt recht abstrakt, und man hat mehr zu rechnen als bei Funkenschlag, aber ich würde es schon deshalb gern nochmals spielen, um beim nächsten Mal die allerschlimmsten Fehler zu vermeiden und zu schauen, was dann passiert. wobo gelang das übrigens intuitiv besser, sie gewann mit knappem Vorsprung.

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Im Fandom ist es für meine Begriffe eine noch nicht entschiedene Frage, ob STAR WARS nicht viel mehr Fantasy als SF ist - nur eben Fantasy mit Raumschiffen.


    Wenn man die Meinung des Fandoms mal nicht berücksichtigt und stattdessen Sekundärliteratur u.a. zu Science Fiction bemüht, zeigt sich doch recht deutlich, dass Star Wars Fantasy mit Technik ist. Das schreibe ich als jemand, der die Sichtweise vor einigen Jahren vehement abgelehnt hat, der nur SF liest und Fantasy dabei fast kategorisch ablehnt (inklusive der Tatsache, dass ich den Herrn der Ringe nicht zu Ende zu lesen vermochte).

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Ich sehe es ähnlich, aber umgekehrt: Gerade wenn das Thema nicht trägt (und wenn man kein D&D-Fan ist, trägt es aus den von Dir beschriebenen Gründen kaum), ist das Spiel eher belanglos, da auf ausgetretenen Pfaden wandelnd.


    Zudem skaliert es sehr schlecht.


    +1