14. - 20. 5. 2012

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  • Gestern beim Dienstagsspieletreff haben mein Sohn und ich uns endlich mal Le Havre erklären lassen können. Ist doch ein bisschen komplexer als Agricola, wenn auch nicht wirklich kompliziert. Aber die Lookout-Regeln sind mir einfach immer zu lang...


    Das erste Spiel zu dritt hatte dann (nach einer guten halben Stunde Erklärung) bis zum Ende von Runde 12 schon gut 2 Stunden gedauert, so dass wir abbrechen mussten - noch mindestens eine weitere Stunde für die nächsten 6 Runden war zu lang, zumal ich aufgrund eines hartnäckigen Hustens die letzten Nächte kaum zum Schlafen kam. Jetzt ist mein Sohn bockig, weil er meint, er hätte das Spiel locker gewonnen (was aufgrund seiner Schiffe-Ausstattung gut möglich gewesen wäre)...


    Das wird sicherlich noch einmal gespielt, dann vielleicht erst einmal "nur" zu zweit, um etwas schneller durchzukommen.


    Ciao
    Stefan

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  • Le Havre geht mit bissl Erfahrung und gutem Willen zu zweit in unter einer Stunde. Wobei ich ja der Meinung bin, dass Ora es ein bisschen obsolet gemacht hat, was nichts daran ändert, dass es meiner Meinung nach eines der stärksten und interessantesten Spiele der letzten Jahre ist.


    Deswegen freu ich mich schon so sehr auf die geniale 2er Umsetzung, da hat Uwe sich nämlich mal wieder selbst übertroffen. Yummy.


    Und wenn ich schon dabei bin kann ich ja auch mal wieder sagen was ich so gespielt habe.


    Gestern mal wieder 2er BuBu, das erste Mal mit Spielboxplänen und Regel. Ein wirklich nettes und sehr schön gemachtes Spiel, aber das Interesse am System war nach der 3ten Partie leider dahin, was natürlich nichts daran ändert, das ich mir vorstellen kann, warum es so gut angenommen wird.


    Vorgestern 2er Fürstenfeld, das ich nach dieser zweiten Partie, noch immer mit den Anfänger Regeln, für ziemlich unterschätzt halte. Ein wirklich schönes, einfaches und eigentlich auch schnelles Spiel, das noch zusätzlich durch die geniale Gestaltung und Produktion punkten kann. Zusammen mit Freitag, das erste Spiel von Friedemann, das nicht irgendein nerviges Element hat. Ich halte in ja für einen der interessantesten Autoren am Markt, der nur leider bei vielen seiner Spiele irgendwelche Kleinigkeiten einbaut, die für mich das ganze Spielerlebnis einschränken.


    Sonst gabs in letzter Zeit ein paar Mal 2er Walnut Grove, dessen Plättchen-Puzzle Aspekt wirklich viel Spass macht und ziemlich knifflig ist, und Ora et Labora in unterschiedlichsten Besetzungen und Ländern, welches mir von Mal zu Mal mehr Spass macht, nachdem ich es Anfangs für zu aufgebläht gehalten habe. Ich glaub das die Spielzeit für 3er Ora, sicher auf 1,5 Stunden, wenn nicht sogar weniger runter gehen sollte.


    Aja und das Herr der Ringe Kartenspiel hab ich auch probiert, aber nachdem mich die miesen Regeln so genervt haben, hat Freitag, was eigentlich sowieso die erste Wahl gewesen wäre, seinen Platz eingenommen. Freitag hat dann die schlechten Erfahrungen von Herr der Ringe leicht wieder gut machen könne, war aber leider auch ein bisschen zu wenig Herausforderung, nachdem die erste und vierte Stufe jeweils beim ersten Anlauf mit knapp unter 80 Punkten geschlagen wurden. Trotzdem freue ich mich das ich es gekauft habe, weil ich es für ein ausgezeichnet designtes Spiel halte.

  • Zitat

    Original von Stonie
    Le Havre geht mit bissl Erfahrung und gutem Willen zu zweit in unter einer Stunde. Wobei ich ja der Meinung bin, dass Ora es ein bisschen obsolet gemacht hat, was nichts daran ändert, dass es meiner Meinung nach eines der stärksten und interessantesten Spiele der letzten Jahre ist.


    Deswegen freu ich mich schon so sehr auf die geniale 2er Umsetzung, da hat Uwe sich nämlich mal wieder selbst übertroffen. Yummy.



    Du scheinst das 2er Le Havre schon gespielt zu haben? Vielleicht magst du dazu was schreiben? Neugierig bin ich schon ... zumal auf BGG ein Name dafür gesucht wird.



    :winke:

  • Hi,


    Gerade gab es 4 Partien Risiko Evolution. Ich denke mehr muss man nicht sagen.


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    Gerade gab es 4 Partien Risiko Evolution. Ich denke mehr muss man nicht sagen.


    Nee, wirklich nicht ... :wech:


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Stonie
    Le Havre geht mit bissl Erfahrung und gutem Willen zu zweit in unter einer Stunde. Wobei ich ja der Meinung bin, dass Ora es ein bisschen obsolet gemacht hat, was nichts daran ändert, dass es meiner Meinung nach eines der stärksten und interessantesten Spiele der letzten Jahre ist.


    Der Meinung kann ich mich so gar Nicht anschliessen. Gewisse Mechanismen sind ähnlich, aber Ora & Labora ist fast schon überladen, und gleichzeitig im Spielaufbau und -Ablauf statisch. Immer derselbe Ablauf, nur die Spielerentscheidungen sind unterschiedlich.


    Le Havre ist da klarer und "sauberer" - auch übersichtlicher - aber durch die immer wieder andere Gebäudeauslage immer wieder neu.


    Le Havre ist da klar mein Favorit!


  • Das hab ich schon immer gesagt. Die einen mögen Le Havre lieber, weil es gradliniger und ein wenig einfacher ist. Die anderen mögen die zusätzlichen Elemente an Ora lieber, wie das Puzzlen...

  • Zitat

    Original von Stonie
    Le Havre geht mit bissl Erfahrung und gutem Willen zu zweit in unter einer Stunde.


    :happy:

    „Ich lebe nach der Devise lieber fünf Mal nachgefragt als einmal nachgedacht.“ Marc-Uwe K.

  • Zitat

    Le Havre geht mit bissl Erfahrung und gutem Willen zu zweit in unter einer Stunde. Wobei ich ja der Meinung bin, dass Ora es ein bisschen obsolet gemacht hat, was nichts daran ändert, dass es meiner Meinung nach eines der stärksten und interessantesten Spiele der letzten Jahre ist.


    *)


    Naja, beim Spiel zu viert ist der Kartenwald in den letzten Runden bei Ora et labora vergleichbar mit einem Dschungel. Bei Le Havre ist mir das noch schön überschaubar.

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  • Wir haben am Dienstag zweimal hintereinander zu dritt Kingdom Builder gespielt. Ich kannte das Spiel bislang von den Berichten hier, meine Freundin kannte es gar nicht. In beiden Runden wurde ich knapp Zweiter, unser Mitspieler und Erklärer, der Kingdom Builder zu seinen absoluten Lieblingsspielen zählt, beide Male Erster. Als Spiel für Zwischendurch fand ich es aber ganz nett, auch wenn ich mir gelegentlich die Möglichkeit wie bei Vinci gewünscht hätte, auch mal irgendwo anzugreifen. Meiner Freundin gefällts allerdings super, weshalb wir uns das Spiel wohl zulegen werden.


    Anschließend haben wir noch Blood Bowl Team Manager angespielt, ebenfalls zu dritt. Ich muss sagen, dass ich ehrlich überrascht bin, wie gut das Spiel umgesetzt wurde. Zwar habe ich das Tabletop nie gespielt, mich aber ausreichend damit beschäftigt, um zu wissen, wie es abläuft. Und ich war sehr skeptisch, ob sich das in einem Kartenspiel einigermaßen umsetzen lässt. Offenbar ja, und der Ersteindruck scheint mir auch durchaus vielversprechend zu sein. Man muss halt Mitspieler haben, die sich auch mit dem Thema und ihrem Team identifizieren können.



    Heute kam dann Arkham Horror mit Black Goats of the Wood auf den Tisch, was wir zu zweit in Angriff genommen haben. Zwei Spiele direkt hintereinander, und beide innerhalb kürzester Zeit verloren. Beim ersten Mal erwachte Yig viel zu schnell und erledigte uns dank Epic Battle Variant auch zuverlässig, das zweite Spiel gegen Nyarlathotep endete genauso schnell mit dem Erwachen des Großen Alten und unserem Tod. Black Goats of the Woods ist unsere am wenigsten gespielte kleine Erweiterung, einfach aufgrund der Tatsache, dass sie mit Herald zu zweit kaum machbar ist - die Doom-Tokens explodieren regelrecht, das Spiel läuft viel zu schnell ab. Die Niederlagen kamen also nicht unerwartet. Da wir aber meist zu zweit spielen und dies die am wenigsten gespielte kleine Erweiterung ist, wollten wir sie mal wieder auf den Tisch bringen.


    Danach war meine Freundin zu meiner großen Freude doch tatsächlich bereit, Tide of Iron eine Chance zu geben. Ich arbeitete mich also durch die Regeln, die letzte Spiel war schließlich schon ein paar Jahre(!) her. Dann ging es los mit dem ersten Szenario, "At the breaking point". Sie spielte die Deutschen, deren Ziel es war, bis spätestens Runde 8 auf mindestens 3 Hex-Feldern der amerikanischen Verteidigungslinie eine Einheit zu haben. Leider hatte ich über die Jahre vergessen, wie schwer dieses Szenario für die Deutschen zu gewinnen war und so endete das Spiel nach Runde 4. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch 4 Einheiten auf dem Feld, ich dank einigen Verstärkungen eine etwa vierfache Übermacht. Bis auf die letzte Runde (die zugegebenermaßen nur noch ein "Tontauben-Schießen" war) gefiel ihr das Spiel doch ganz gut. So gut, dass sie bereit ist, es auch nochmal mit mir zu spielen. Hurra! *)


    Mal sehen, was das Wochenende noch so bringt. :-)

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Arkham Horror zu zweit: Spielt Ihr denn dann nur mit zwei Ermittlern? Das ist ja dann wirklich knochenhart.
    Wir spielen, wenn zu zweit, dann jeder zwei Ermittler.

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  • am Mittwoch Abend:


    1x Ghost Stories (2 Spieler)
    Meine erste Partie. Mit 2 Mönchen für mich anfangs noch leicht übersichtlich, aber es ging dann ganz gut mit der Zeit. Leider hatten wir einige wirklich schlechte Runden (Würfelwürfe) und die Geister haben uns teilweise nur so überrannt (vor allem die beiden Hexen, die es verbieten die Plättchen einzusetzen, haben uns schwer zu schaffen gemacht). Ungefähr 10 Karten vor der Inkarnation wurde dann das dritte Dorffeld (oder Vierte? Wir haben jedenfalls auf "normal" gespielt) verspukt. Grosse Herausforderung, ständige Bedrohung und Involvierung im Spiel... macht Lust auf mehr!


    1x Korsaren der Karibik (3 Spieler)
    Wir haben uns alle 3 für Händler entschieden. Davon hatte ich dann den schlechtesten Start (da ich für einen kurzen Moment Bananen nicht von Zucker unterscheiden konnte), und kam nur sehr langsam ins Spiel. Ich konnte dann zwar die erste Galleone kaufen, den Cousin des Spanischen Königs nach Havanna abliefern, und ein aufmüpfiges Piratenschiff gnadenlos versenken, doch da war es schon zu spät: ein extrem effezienter Händler hat innerhalb kürzester Zeit ein kleines Vermögen angehäuft und nach 12 Runden gewonnen.


    1x Die Säulen der Erde (3 Spieler)
    Auch hier meine erste Partie. Wir haben zwar ein paar Regeln falsch gespielt, das hat aber nichts weiter zur Sache getan, da ich gewonnen habe :D In der letzten Spielrunde ist es optimal für mich gelaufen: ich konnte den Handwerker holen der 2x 1 Metall in je 4 Siegpunkte umwandelt, als auch das zweite noch fehlende Metall am Königshof dazu ergattern. Das waren dann 8 Punkte allein mit diesem Handwerker, und somit der Sieg (51 zu 49 zu 48).


    Bin schon gespannt wie sich die neuen Handwerker und die Erweiterung auf das Spiel auswirken. Auf den ersten Blick scheint das Spiel einen Tick weniger anspruchsvoll und komplex zu sein als sein Nachfolger, Die Tore der Welt, die ich auch sehr schätze. Am schönsten wäres es sicherlich mal ein Double Feature zu spielen - hat das schonmal jemand von Euch ausprobiert, den ultimativen Ken Follet Brettspielabend?

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    Einmal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Zitat

    Original von Warbear


    Nee, wirklich nicht ... :wech:


    .


    Naja, Erfahrene Cosim-Spieler sind ja auch nicht unbedingt die Zielgruppe.
    Aufgrund der vielen positiven Kritiken überlege ich schon einige Zeit, das Spiel für meinen älteren Sohn (9) und seine Freunde anzuschafffen. Die Spieldauer scheint ja wirklich etwas ziviler zu sein, wenn man 4 Partien an einem Abend schafft!?
    Attila, haben die 4 Partien denn gar keinen Spaß gemacht? Ist Risiko jetzt nicht einen Hauch "anspruchsvoller" geworden?
    Was findest Du denn an A&A besser? Die kommende 1941 Version wäre vielleicht auch was für die Jungs, obwohl einige Eltern (inkl. meiner Frau) mit dem Thema/der Optik wohl Probleme hätten ;)
    Gruß,
    Uli

    Einmal editiert, zuletzt von Uli L. ()

  • Oh was für ein Spieleabend es gab eine Partie 1830.


    Spieler: 4
    Spieldauer: 6,20 st.
    Erklärzeit: 1,5 st.


    Aber jetzt zum Spiel. Ich mag Wirtschaftsspiele ich mag keine Eisenbahnspiele. Jetzt aber von vorne. Es ist nicht gerade leicht als Anfänger das ganze Spiel zu überblicken. So fängt es ja schon mit der Versteigerung der Privatgesellschaften an sich einen Plan zurecht zu legen. Doch hier lief alles glatt. Ich hatte alles richtig gemacht. Vielleicht auch deshalb stand ich nach den ersten paar Runden sehr gut da. Ich hatte wichtige Aktien und schaffte es immer vor den anderen neu in die Zukunft zu investieren. Mir war klar das es viel auf Timing ankommt und so war ich Vorsichtig, gerade weil ich das Spiel so gar nicht einschätzen konnte. Gerade das Timing Gesellschaften im richtigen Moment abzustoßen sollte noch sehr wichtig und gleichzeitig böse für mich Enden.
    Das Problem war das ich einen Grundidee hatte diese aber nicht ausreichte. Gerade die Tricks mit eine neue Gesellschaft aufzumachen um Züge wegzukaufen wollte sich bei mir wärend der Partie nicht so ganz offenbaren. Ich stand dann irgendwann mit meiner gut da stehenden Bosten Main vor einem großen Problem. Ich wollte einen 5 Zug kaufen weil diese nur noch zwei 3 Züge besaß. Doof nur das ich wohl beim Regeln erklären falsch zugehört hatte und man leider keine Züge abstoßen kann.
    Dann machte ich den Fehler mich von der Einkomme dieser Strecke blenden zu lassen und sie behalten zu wollen als abzustoßen und einem anderen zu übergeben.
    Letzten Endes zahle ich viel Leergeld in meiner ersten Partie. Und doch machte das Partie lust auf mehr. Das Spiel ist nicht all zu kompliziert bei einer sehr großen Spieltiefe und komplexität. Vielleicht mein bis dato bestes Wirtschaftsspiel das ich gespielt habe.
    Ich kann es nur empfehlen, würde aber niemals gegen einen Profispielen wollen. Vielleicht liegt auch noch der Frust über mein abloosen zu stark in den Knochen. Ja ich kann mich gerade immer noch selbst dafür in A**** beißen über 2 oder 3 Fehler.
    Auch das ist wichtig, man weis warum man verloren hat. In vielen Spielen kann man das nicht sagen. Negativ würde ich nur das eine erwähnen. Das Spiel verzeiht kaum Fehler, so zumindest meine Einschätzung. Das kann frustrierend sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Uzi ()

  • Das klingt für mich eher grausam - da sitzt man über 8 Stunden zusammen, und muss sich dann über 2-3 blöde Fehler ärgern? In der Zeit kann man ja gut und gerne eine handvoll auch richtig guter und vor allem verschiedene Spiele spielen! 8-)

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Arkham Horror zu zweit: Spielt Ihr denn dann nur mit zwei Ermittlern? Das ist ja dann wirklich knochenhart.
    Wir spielen, wenn zu zweit, dann jeder zwei Ermittler.


    Ja, wir spielen immer mit nur einem Ermittler pro Person. So kann man sich besser auf seinen Charakter einlassen. Wenn ich 2 Ermittler kontrolliere, dann betrachte ich das Spiel immer etwas distanziert und kann mich nicht so recht damit identifizieren.


    Leider werden manche Erweiterungen damit dann fast unschlagbar schwer. Die großen Erweiterungen sind aufgrund der schieren abzudeckenden Fläche generell hart, wobei [b]Dunwich Horror[\b] noch geht (wenn es sich einigermaßen friedlich verhält). Bei den kleinen ist [b]Black Goat of the Woods[\b] halt brutal, weil es das Spiel extrem beschleunigt. [b]Curse of the dark Pharao[\b] und [b]King in Yellow[\b] gehen zu zweit aber sehr gut. Da würde ich unsere Gewinnchance bei etwa 50% ansetzen.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Zitat

    Das klingt für mich eher grausam - da sitzt man über 8 Stunden zusammen, und muss sich dann über 2-3 blöde Fehler ärgern? In der Zeit kann man ja gut und gerne eine handvoll auch richtig guter und vor allem verschiedene Spiele spielen!


    Grausam schön. :peace: Also ich rede hier von mittel bis große Fehler. Kleine Fehler lassen sich gut ausbügeln. Aber lieber ein solch gutes Spiel das auch Emotionen auslöst als viele von diesen „Weichspühlmechanismen“ mancher Eurogames wo ganz am Ende dann doch alles gewertet wird und alle in einem Abstand von 10 Punkten zusammen liegen. Und wo ich mich dann danach Fragen muss. Warum habe ich gewonnen, verloren?

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  • Zitat

    Original von Uzi
    Aber lieber ein solch gutes Spiel das auch Emotionen auslöst als viele von diesen „Weichspühlmechanismen“ mancher Eurogames wo ganz am Ende dann doch alles gewertet wird und alle in einem Abstand von 10 Punkten zusammen liegen. Und wo ich mich dann danach Fragen muss. Warum habe ich gewonnen, verloren?



    Also ich weiss bei solchen Spielen meistens ziemlich genau wieso ich verkackt habe, und Emotionen löst das bei mir meist auch recht deutlich aus... dafür hat sich bei uns sogar der Begriff "Brettspiel-Tourette" eingebürgert :floet:

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  • Moin,


    Zu Risiko Evolution:


    Also wenn es kein Spass gemacht hätte, wären es sicher keine 4 Partien geworden. :-)
    Die Spieldauer ist zumindest anfangs sehr übersichtlich. Wir haben bisher 2 Päckchen aufgemacht und dadurch ändert sich schon einiges. Ich Spoiler jetzt nix, weil für mich war es bisher sehr spannend rauszufinden was in den Paketen ist. :-)
    Und das ist es noch. Was ich bisher andeutungsweise gehört habe, kommt da durchaus noch was.
    Es spielt sich sehr Flott. Anders als im normales Risiko legt man sich hier schon von zu beginn eine grobe Strategie zurecht, was stark von der Fraktion die man wählt geprägt ist.
    Klar, das ist eine würfelorgie mit einem extremen Glücksfaktor. Wenn 16 Armeen an 2 Zerschellen, dann ist das pech und ganz sicher eine Einladung an den nächsten Spieler. :-) Oder wenn 10 Armeen an einem einzelnen zerschellen. Schade. :-) Aber völlig anders als beim normalen Risiko ist das spiel dann keine quälerei. Es geht flott weiter und der Spielsieger wird auch ganz flott bestimmt (kann mir nicht vorstellen das man mehr als 90 Minuten spielen kann, selbst wenn noch ein paar Spielelement dazu kommen). Was auch Etwas Zeit in anspruch nimmt, sind die spielverändernden Elemente. Manche Spieler können sich nicht entscheiden ... :-) - aber das geht mit der Zeit schneller, dafür spielt man etwas länger - denke das die Spieldauer mit der Zeit leicht ansteigen wird und sich irgendwo zwischen 60 und 90 Minuten einpendelt. :-)
    Anspruchsvoller? - Schwierig, es ist anders. Man muss ziemlich aufpassen, viel mehr als normal. Es gibt auch viel mehr zu beachten. es gibt 5 Fraktionen, alle haben potentiell 4 oder 5 Sondereigenschaften, etc ... in so fern ist es anspruchvoller. Aber durchaus nicht überfrachtet.


    A&A ist schon was anderes. Das ist ein klassisches 2-Personenspiel. Risiko funktioniert von 3-5, aber nicht zu 2. A&A ist strategischer und planbarer. Risiko ist sehr wild. (Defensiv-Taktiken sind dazu auch uninterssant)


    Atti


  • Moin Atti,


    danke für die schnelle Antwort. Da habe ich "..mehr muss man dazu nicht sagen." wohl doch etwas überinterpretiert.
    Eigentlich hört sich das (für meine Zielgruppe) doch ganz gut an. Vor Allem die kürzere Spieldauer finde ich attraktiv.
    Deshalb habe ich auch das neue A&A 1941 auf dem Radar. Klar ist es eher ein 2er Spiel, aber es geht ja auch zu Mehreren und ich denke, die nötigen Absprachen der verbündeten Fraktionen sind für die Kinder auch ganz interessant/lehrreich.


    Gruß,
    Uli

  • Zitat

    Original von Elektro



    Also ich weiss bei solchen Spielen meistens ziemlich genau wieso ich verkackt habe, und Emotionen löst das bei mir meist auch recht deutlich aus... dafür hat sich bei uns sogar der Begriff "Brettspiel-Tourette" eingebürgert :floet:


    Von was für Spielen redest du denn? Ich mein zum Bsp. bei Agricola wird auch alles was man hat gewehrtet, ihr gibt es aber sogar abzug wenn man etwas nicht hat. Das heißt das Spielziel heißt "Einen Bauernhof bauen der so ausgeglichen wie möglich ist"


    Aber Spiele wie Asara finde ich da nervig. Klar gibt es auch hier gute Spielzüge aber wenn ich das eine Bauteil nicht bekomme. Nicht schlimm dann hab ich immer noch das Geld und das gibt am Ende ja auch Punkt bzw. kann ich nachher wo anders einsetzen.
    Hier gibt es kein schlechten Spiezug (einer der dich tota ins hintertreffen geraten lässt) sondern nur Spielzüge die nicht so gut sind und nur wenig bringen.


    Bei Spielen wie Automobile, Kohle, 1830, Im Wandel der Zeit usw. gibt es meiner Ansicht nach ein viel breitere Bandbreite. Von Genial die Lage ausgenutzt, bis so schlecht das du kein Chance mehr auf den Sieg hast ist da alles dabei.

  • Zitat

    Original von Uzi
    Von was für Spielen redest du denn? Ich mein zum Bsp. bei Agricola wird auch alles was man hat gewehrtet, ihr gibt es aber sogar abzug wenn man etwas nicht hat. Das heißt das Spielziel heißt "Einen Bauernhof bauen der so ausgeglichen wie möglich ist".


    Welche Spiele hattest du denn ursprünglich im Sinn? Du hast doch den Vergleich zu weichgespülten Eurogames angebracht, nicht ich ;)



    Zitat

    Original von Uzi
    Bei Spielen wie Automobile, Kohle, 1830, Im Wandel der Zeit usw. gibt es meiner Ansicht nach ein viel breitere Bandbreite. Von Genial die Lage ausgenutzt, bis so schlecht das du kein Chance mehr auf den Sieg hast ist da alles dabei.


    Also mal ganz ehrlich - ich setzte mich doch keine 8 Stunden hin um z.B. nach Stunde 4 zu erfahren dass ich gar keine Chance mehr auf den Sieg habe. Dafür ist mir meine Zeit wirklich zu kostbar. Dann lieber "weichgespülte Euros" bei denen ich nach 1 Stunde evtl. auch schon weiss dass ich zwar nicht um den Sieg mitspiele, mich dann aber keine Ewigkeit mehr foltern lassen muss, sondern auf das nahende Ende hinfiebern und womöglich sogar eine neue Partie starten kann.

    Status 12M12S 2021: 3M3S


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    3 Mal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Hi,


    Auf der Hexacon habe ich 2 mal No Retreat mit den aktuellen Regeln gespielt. Die Änderungen sind nicht gross, aber der Spielablauf wird historischer und das Spiel noch etwas besser Balanced - kann ich aber nicht bestätigen. Bisher fand ich das Spiel nicht unbalanced und die beiden Partien waren beide sehr knapp. Einmal hat der Russe knapp gewonnen, einmal der Deutsche. (Beide Szenario 1, hier haben die Änderungen auch die grössten Auswirkungen)



    Atti

  • Neben Machtspiele und Friesematenten (jeweils 5 Spieler), was bei allen gut ankam,
    gab es am Sonntag mit meiner Frau insbesondere einige Partien A Few Acres of Snow. Nachdem gestern
    noch einmal die Regeln bei einer Situation nachgelesen werden musste, fiel mir auf, dass alle bisher gespielten 8 Partien
    grundlegend falsch gespielt wurden, was den Rundenablauf betrifft. *)
    Das ist mir ja noch nie passiert - ich bin gespannt, ob sich das Spielgefühl mit korrekten Regeln stark ändert...

    „Ich lebe nach der Devise lieber fünf Mal nachgefragt als einmal nachgedacht.“ Marc-Uwe K.

  • Soooo, in Herne am Sonntag gespielt:


    7 Wonders Cities


    Bei der Erweiterung kommt eine zusätzliche schwarze Karte pro Spieler in jeden Zeitalter-Stapel und es gibt 2 neue Wunder. Thematisch kann man nun die Mitspieler zwingen Geld abzugeben und wenn die das nicht können bekommen sie Minuspunkte. Einige Karten kosten nun auch Geld zum Ausspielen. Dadurch ist insgesamt weniger Geld im Spiel.


    Rote Plättchen von Militärsiegen werden durch einige Karten nun bestraft, um die Militärtaktik etwas auszugleichen und die grüne-Karten-Strategie wird durch ein paar Karten gestärkt.


    Insgesamt kommen aber gefühlt zu wenig neue Karten ins Spiel, um eine große Auswirkung auf das Spielgefühl des Hauptspiels zu haben. Die Leaders-Erweiterung hat da einen viel größeren Effekt.


    Ersteindruck: gut, aber muss man nicht haben



    Seasons (Asmodee)


    Ein ziemlich interessante Mischung aus Würfel-Drafting, interaktiven Karteneffekten und "Take-That!"-Elementen. Allerdings sehr chaotisch und noch zu unausgewogen. Bei uns war die Karte "Kairn the Destroyer" in Kombination mit "Beggar's Horn" der Gamebreaker, der für viel Frust sorgte. Die Idee war sehr interessant, aber das Spiel dann eher durch die Unausgewogenheit enttäuschend. So sind auch die Möglichkeiten mit Karten Siegpunkte zu machen vielfältiger und einfacher umzusetzen als mit Energie-Transmutation Kristalle zu sammeln und damit zu punkten. Allerdings war die Meinung, dass wenn man die Draft-Variante zum Spielstart nimmt und ggf. Kairn entfernt könnte es ein ganz interessantes Spiel sein, sobald alle Spieler das Spiel und die Karten genauer kennen.


    Ersteindruck: Top/Flop hängt stark vom Balancing ab (welches auch noch stattfindet)



    Waka Waka


    Ein eher einfaches Handelsspiel, bei dem (zu) viel vom Zufall (Feuer an/Feuer aus für Schamanen, Handelskarten, Kartenhand) abhängig ist. Trotzdem wurden 3 von 4 Spielern gleichzeitig fertig., d.h. der Zufall gleicht sich offenbar im Laufe des Spiels aus. Der Spieler selbst scheint irgendwie wenig Einfluss auf den Ausgang des Spiels zu haben und wird eher gespielt.


    Ersteindruck: naja




    Santa Cruz


    Einfaches Inselbesiedlungsspiel, mit einigen interessanten "Twists". Allerdings ist des Flusskartenset fast unspielbar, weil man die ganzen Flusskarten nicht rechtzeitig ausgespielt bekommt und man dadurch am Ende oft 1-2 Aktionen verfallen lassen muss. Wenn man das weiss, kann man zwar seine Spielweise darauf einstellen (Startfeld am längsten Fluss und alle Flusskarten zuerst spielen), aber dadurch verzichtet man automatisch auf die besten Plätze bei den anderen Kategorien und es ist das einzige Set, bei dem man so extrem aufpassen muss.


    Ersteindruck: eher schlecht




    Speicherstadt + Kaispeicher


    Interessantes Workerplacement-Resourcen-Management-Spiel. Allerdings war für meinen Geschmack das Spiel 2-3 Spiel-Runden zu lang, was vermutlich an der Erweiterung lag. Müsste man mal zum Vergleich ohne Erweiterung spielen.


    Ersteindruck: gut



    Vegas


    Einfaches Glücks-Würfelspiel mit wenig Steuerungsmöglichkeit. Einfach Gehirn abschalten und loswürfeln.


    Ersteindruck: eher schlecht



    Rialto Prototyp


    Mehrheiten-Spiel mit Aktionskartenset-Seletionsmechanismus. Wie bei fast allen Feld-Spielen gibt es eine Reihenfolgeleiste, bei der es extrem wichtig ist möglichst weit vorne zu sein, weil soviel davon abhängig ist.
    Diese Unausgewogenheit gefällt mir bei den Feld-Spielen inzwischen überhaupt nicht mehr und die "Lösung" über Reihenfolgeleiste empfinde ich eher als Krücke.


    Ansonsten findet man bekannte Mechanismen neu zusammengewürfelt. Die Mischung zündet jedoch noch nicht richtig. Beim Balancing ist auch noch einiges zu tun: so schien die Siegpunktgebäude-Strategie etwas zu mächtig zu sein. Dass man sich erfolgreich darauf konzentrieren kann die Siegpunktegebäude zu bauen und zu aktivieren und den Mehrheiten-Aspekt dabei fast komplett ignorieren kann, ist für ein Spiel, welches ein Mehrheiten-Spiel sein will, eher komisch. Für den Mehrheitenaspekt gab es auch gefühlt zu wenig Möglichkeiten Steine auf das Spielfeld zu bringen.


    Ersteindruck: Prototyp halt

    2 Mal editiert, zuletzt von Eric ()

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  • Zitat

    Original von Eric
    Rialto Prototyp


    Mehrheiten-Spiel mit Aktionskartenset-Seletionsmechanismus. Wie bei fast allen Feld-Spielen gibt es eine Reihenfolgeleiste, bei der es extrem wichtig ist möglichst weit vorne zu sein, weil soviel davon abhängig ist.
    Diese Unausgewogenheit gefällt mir bei den Feld-Spielen inzwischen überhaupt nicht mehr und die "Lösung" über Reihenfolgeleiste empfinde ich eher als Krücke.


    Ansonsten findet man bekannte Mechanismen neu zusammengewürfelt. Die Mischung zündet jedoch noch nicht richtig. Beim Balancing ist auch noch einiges zu tun: so schien die Siegpunktgebäude-Strategie etwas zu mächtig zu sein. Dass man sich erfolgreich darauf konzentrieren kann die Siegpunktegebäude zu bauen und zu aktivieren und den Mehrheiten-Aspekt dabei fast komplett ignorieren kann, ist für ein Spiel, welches ein Mehrheiten-Spiel sein will, eher komisch. Für den Mehrheitenaspekt gab es auch gefühlt zu wenig Möglichkeiten Steine auf das Spielfeld zu bringen.

    Hallo Eric, vielen Dank für die genannten Kritikpunkte. Schade, dass du sie mir nicht gleich gestern mitgeteilt hast, sonst hätte ich sie gerne mit dir diskutiert. Aber dann antworte ich halt jetzt ... :-)


    Reihenfolgeleiste:
    Sie ist wichtig (wie auch die anderen Elemente im Spiel), wird aber gerade in der ersten Partie auch gerne überschätzt. Was da jetzt unausgewogen sein soll, kann ich aufgrund deines Postings nicht nachvollziehen. Denn man gewinnt nicht automatisch, wenn man dort vorne liegt, genauso wenig wie man automatisch verliert, wenn man dort hinten liegt. Die Leiste ist in diesem Spiel eine taktische Möglichkeit, die man nutzen kann oder auch nicht. Natürlich kann sie in einem einzelnen Spiel auch mal entscheidend sein - aber das gilt auch für die anderen Optionen.


    Balancing Siegpunktgebäude:
    Da gebe ich dir Recht: Genau das testen wir gerade. Bisher waren die Gebäude etwas zu schwach, wir haben daher die Siegpunktgebäude verstärkt. Es ist aber auch mein Eindruck, dass sie jetzt ein klein wenig zu stark sind. Aber: Trotzdem sind sie kein Selbstläufer für den Gewinn des Spiels und man muss die Gebäude auch erst einmal bekommen! Denn wer so stark auf Gebäude setzt, kann z.B. nicht auch noch auf der Dogenleiste so weit vorne sein ... :-)


    Mehrheitenspiel:
    Ja, es gibt eine Mehrheitswertung am Schluss. Aber ich würde trotzdem zögern, es als reines "Mehrheitenspiel" zu bezeichnen. Ich sehe Rialto eher als eine Mischung aus Mehrheiten-, Aufbau- und Optimierungsspiel. Die Möglichkeiten, die Mehrheiten zu beeinflussen, haben wir absichtlich klein gehalten, weil das Spiel sonst zu einem unkalkulierbaren Grübelspiel mit Königsmacherproblem geworden wäre (haben wir ausprobiert :stop:)


    Viele Grüße
    Ralph

  • Am Samstag gab es die vorhersehbare Nachholpartie Le Havre, nachdem wir am Dienstag ja abbrechen muss. Diesmal allerdings nur zu zweit, und dadurch nach knapp 2 Stunden durch. Gefällt mir ziemlich gut, auch wenn ich zugeben muss, dass ich immer noch ein wenig überfordert bin. Außerdem musste ich am Ende einige Entscheidungen treffen, die ich um des Friedens Willen anders getroffen habe, als es für mich optimal gewesen wäre. So kam mein Sohn zu einem 198 : 155 Sieg - anders wäre es knapper gewesen, aber er hätte wohl trotzdem gewonnen.


    Am Sonntag konnte ich nach einem kurzen Heckmeck zu zweit meine Familie überreden, trotz teilweiser thematischer Hemmschwellen noch einmal Village zu dritt zu spielen. Gefällt mir immer noch ganz gut, allerdings fehlten uns allen wieder die Spannungshöhepunkte. Scheint eher ein Spiel für Zugoptimierer zu sein. Was nichts daran ändert, dass ich fest glaube, dass es Kennerspiel des Jahres werden wird.


    Ciao
    Stefan


    (der ein bisschen traurig ist, dass Edo von der Jury gar nicht gewürdigt wurde, aber trotzdem allen Nominierten und Empfohlenen herzlich gratulieren möchte!)

  • Zitat

    Original von Attila
    Auf der Hexacon habe ich 2 mal No Retreat mit den aktuellen Regeln gespielt. Die Änderungen sind nicht gross, aber der Spielablauf wird historischer und das Spiel noch etwas besser Balanced - kann ich aber nicht bestätigen. Bisher fand ich das Spiel nicht unbalanced und die beiden Partien waren beide sehr knapp. Einmal hat der Russe knapp gewonnen, einmal der Deutsche. (Beide Szenario 1, hier haben die Änderungen auch die grössten Auswirkungen)


    Ebenfalls 2 Partien No Retreat! beim HexaCon in Braunfels (eine gegen Attila). Hierbei hat einmal die Achse und einmal der Russe gewonnen, alles sehr knapp (19P und 21P). Die Stellungen nach den 5 Zügen ähneln sich doch sehr und sie ähneln auch der Startaufstellung von Szenario 2. Es waren meine ersten beiden Partien. Erste Einschätzung:
    - Für ein Cosim sehr kurz (2-3 Stunden für ein Szenario, wer es länger will, muss die Campagne spielen),
    - relativ einfache Regeln
    - relativ wenig Material
    - Interessantes neues Element des Counterblows (jedenfalls für mich war es neu)
    - Es enthält Karten, dem Trend des letzten Jahrzehnts folgend
    - kein fummeliges Material, große Counter, aufgezogene Karte, echte Deluxe-Ausstattung
    - die Campagne deckt den kompletten Verlauf der Ostfront von 39 bis 45 ab
    - erstaunlich geschichtsnaher Verlauf
    Insgesamt ein gutes Einsteiger-Cosim


    Dazu noch eine Partie Storm over Stalingrad, wieder einmal haben sich die Deutschen sich die ZAhne an der variablen Verteidigung der Russen ausgebissen. Ein genial einfaches area Impulse Spiel. Ich freue mich schon auf die Nachfolger.


    Dazu gab es noch eine halbe Partie Britannia, zu mehr hat es in diesem Jahr nicht gereicht.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

    3 Mal editiert, zuletzt von Herbert ()

  • Hallo Ralph,


    ich hätte Dir gerne auch gestern schon Feedback gegeben, aber wir waren etwas unter Zeitdruck, weil ich abends noch zum Grillen verabredet war und wir eh die letzte Gruppe am Sonntag waren, wodurch kurz nach 18 Uhr Aufbruchstimmung herrschte. Da ich aber wusste, dass Du und Ode hier mitlesen, wollte ich durchaus auf diesem Wege die Gelegenheit zum Feedback nutzen. Eventuell können wir auch per PN weiterdiskutieren, falls das hier im Thread zu öffentlich ist.


    Andererseits sollte hier im Forum auch allen Leuten klar sein, dass bei einem Prototyp noch ziemlich viel "im Fluss" ist und sich bestimmte Elemente immer noch verändern können, d.h. alle Eindrücke und Aussagen können mit der nächsten Prototypversion schon wieder ganz anders aussehen.



    Zur Reihenfolgeleiste:


    Klar, alleine dadurch gewinnt man natürlich nicht, aber man hat ja "First Pick" bei der Aktionskartenset-Auswahl UND gewinnt noch die ganzen Mehrheits-Tie-Breaker, was ja praktisch jeweils 1 geschenkter Aktionskarte entspricht. Der Tiebreaker wird auch noch recht häufig ausgelöst, bei Kategorien in die jemand nicht gerade seine ganze Kartenmacht reinwirft. Und wenn man 7-8 Karten auf 6 Kategorien aufteilt, kommen viele Kategoriewertungen zustande, in der mehrere Spieler mit 2 Karten das Maximum gespielt haben und damit den Tiebreaker auslösen.


    Dass den dann immer der vorderste Spieler auf der Reihenfolgeleiste davon gewinnt, ist auf Dauer unfair. Man könnte mal Statisitik führen, wie oft der Tiebreaker im Spiel benötigt wird, und wieviel Karten der Spieler, der diesen gewinnt, dafür in die Reihenfolge investieren musste, um den dann zu gewinnen. Und wieviel Karten die Spieler investiert/verschwendet haben, die trotzdem nie einen Tiebreaker gewinnnen.


    Man könnte z.B. überlegen, dass der Spieler, der einen Tiebreaker gewinnt, dann 1 Feld zurückgehen muss (ganz unten in den Stapel des Vorgängerfeldes), damit das nicht zum Dauervorteil wird.



    Balancing Siegpunktgebäude:


    Ja, Du hattest schon erwähnt, dass Ihr da gerade verschiedene Sachen ausprobiert. Man könnte einmal versuchen den Aktionskarteneinsatz mathematisch hochzurechen:


    Um mit dem 4er-SP-Gebäude 20 Punkte zu machen braucht man vermutlich 4 Baukarten und 5 Geldkarten. Das Gebäude selbst ist dann ja auch noch 5 Punkte wert.


    Um mit einem Gebiet 20 Punkte zu machen braucht man sagen wir mal 4 Steine, d.h. 4 holen, 4 setzen = 8 Karten und damit das Gebiet auch wertvoll ist 2 Brücken am Gebiet, also nochmal 2 x 3 Brückenkarten (die dadurch 6 Punkte generieren). Das Gebiet wäre dann im Schnitt 12 Punkte wert, die Brückenkarten haben 6 gebracht, d.h. man hat mit 14 Karten 18 Punkte gemacht.


    Dann hat man noch das Problem, dass beim Gebiet noch andere Spieler als Trittbrettfahrer Punkte bekommen, während ich mich mit den Gebäudepunkten auf jeden Fall alleine vom gesamten Restfeld absetze. Klar, ist das jetzt eine Miclchmädchenrechnung, aber insgesamt bekommt man schon den Eindruck, dass man mit den Gebäuden mit deutlich weniger Karteneinsatz mehr Punkte bekommt als es über die Mehrheitenwertung vergleichbar machbar wäre. Da der Spieler dann weniger Karten braucht, hat er natürlich noch Karten frei, um bei den anderen Sachen im kleinen Stil auch noch Punkte abzugreifen, sei es über Brücken oder ein paar zweite und dritte Plätze.


    Man könnte überlegen, dass die Aktivierung 2 Geld kostet. Oder 1 Geld und das Gebäude muss man nach Aktivierung zurückgeben und dann ein Gebäude 1 Stufe tiefer nehmen. Oder andere Varianten.

    Einmal editiert, zuletzt von Eric ()

  • Zitat

    Original von Eric
    Zur Reihenfolgeleiste:


    Klar, alleine dadurch gewinnt man natürlich nicht, aber man hat ja "First Pick" bei der Aktionskartenset-Auswahl UND gewinnt noch die ganzen Mehrheits-Tie-Breaker, was ja praktisch jeweils 1 geschenkter Aktionskarte entspricht. Der Tiebreaker wird auch noch recht häufig ausgelöst, bei Kategorien in die jemand nicht gerade seine ganze Kartenmacht reinwirft. Und wenn man 7-8 Karten auf 6 Kategorien aufteilt, kommen viele Kategoriewertungen zustande, in der mehrere Spieler mit 2 Karten das Maximum gespielt haben und damit den Tiebreaker auslösen.


    Das kommt seltener vor, als du meinst. Ein Spieler, der sich auf der Leiste weniger engagiert wird sich hüten sich möglichst breit aufzustellen. Natürlich verliert er dann die ganzen Boni! Und deswegen macht er es natürlich nicht...


    Ebenso wird ein Spieler, der auf der Leiste weiter hinten liegt versuchen sich passende Gebäude zu sichern um auf andere Weise der Kartenauswahl Herr zu werden.



    Zitat

    Original von Eric
    Dass den dann immer der vorderste Spieler auf der Reihenfolgeleiste davon gewinnt, ist auf Dauer unfair. Man könnte mal Statisitik führen, wie oft der Tiebreaker im Spiel benötigt wird, und wieviel Karten der Spieler, der diesen gewinnt, dafür in die Reihenfolge investieren musste, um den dann zu gewinnen. Und wieviel Karten die Spieler investiert/verschwendet haben, die trotzdem nie einen Tiebreaker gewinnnen.


    Es ist in der Tat sehr oft so, dass man sich für oder gegen bestimmte Sachen entscheiden muss. Ich habe das Anfangs auch kritisiert, dass man weniger Einfluss auf bestimmte Sachen hat, was mich ärgerte. Aber Ralph hat mir im Nachhinein klar machen können, dass ich mich meist auch gegen diese Sachen entschieden hatte und mich deswegen eigentlich nicht beschweren könne.


    Der Tie-Breaker wird oft genutzt. Das ist in der Tat so. Trotzdem ist das nicht unbedingt unfair. Es bleibt den anderen Spielern oft genug die Möglichkeit was dagegen zu tun. Und wenn sie dann andere Dinge als sinnvoller erachten ist es nicht das Problem der Leiste...



    Bei aller Rechnerei ist es bisher immer so gewesen, dass die Mehrheiten am Ende meist deutlich mehr Punkte gebracht haben als die Gebäude. Du darfst nicht vergessen, dass beim Bauen der Brücken jede Karte auch noch 1 SP wert ist und um die Mehrheiten am Ende möglichst optimal zu gestalten ist es natürlich sinnvoll sowohl beim Brückenbau als auch beim Aussenden der Gefolgswürfel dabei zu sein. Genau wie du für die Gebäude Baukarten und Geldkarten brauchst.


    Am Ende ist es so, dass die Gebäude sichere SP sind, um die man sich selber kümmert. Die Mehrheiten sind dafür nicht so sicher, können aber bei optimalem Spielverlauf deutlich höher ausfallen.


    Du darfst ebenso nicht übersehen, dass ein Gebäudebauer, der weiter hinten auf der Leiste liegt, auch von den Spielern nicht unbedingt Geldkarten vor die Nase gelegt bekommt. Facetten, die nach ein paar Partien klarer werden...


    Hier die Balance zu finden, ist zur Zeit Ziel der Testpartien.



    Zitat

    Original von Eric
    Andererseits sollte hier im Forum auch allen Leuten klar sein, dass bei einem Prototyp noch ziemlich viel "im Fluss" ist und sich bestimmte Elemente immer noch verändern können, d.h. alle Eindrücke und Aussagen können mit der nächsten Prototypversion schon wieder ganz anders aussehen.


    Es ist schon so, dass Rialto recht weit ist. Am Grundschema wird sich nicht mehr viel ändern. Eher beim Finetuning. Insofern kann man schon damit rechnen, dass sich da grundlegend nicht mehr viel ändern wird. Trotzdem können Eindrücke und Aussagen bei einer weiteren Partie sich ändern. Einmal, weil es wirklich noch nicht alles fix ist, andererseits, weil die Spieler evtl. mehr Erfahrung mit dem Spiel bekommen und es insgesamt besser einschätzen können.


    Und, wenn es aus meiner Sicht ein Qualitätsurteil über ein Spiel gibt, dann, wenn es immer wieder Leute gibt, die bestimmte Wege für zu stark halten, nur um im nächsten Spiel damit voll baden zu gehen... 8-)


    Eine interessante Disskussion! Gibt es noch mehr Eindrücke?

  • Hallo Eric, hallo ode,


    ich glaube, dass die Detaildiskussionen über Rialto hier für die Allgemeinheit wenig interessant ist und werde das über PN/Mail fortsetzen, OK?


    Gruß
    Ralph

  • Zitat

    Original von barandur
    Hallo Eric, hallo ode,


    ich glaube, dass die Detaildiskussionen über Rialto hier für die Allgemeinheit wenig interessant ist und werde das über PN/Mail fortsetzen, OK?


    Gruß
    Ralph


    Doch, mich interessiert das z.B. sehr. Aber vielleicht könnte man das in einen eigenen Thread verfrachten?

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  • Zitat

    Original von barandur
    Hallo Eric, hallo ode,


    ich glaube, dass die Detaildiskussionen über Rialto hier für die Allgemeinheit wenig interessant ist und werde das über PN/Mail fortsetzen, OK?


    Gruß
    Ralph


    Die Wochenthreads verlaufen meistens in Detail-Diskussionen zu bestimmten Spielen - also warum nicht auch zu einem Prototyp?
    Ich finde es interessant. Bitte weiter. :)


  • Ich kann die Begeisterung für Santa Cruz auch nicht nachvollziehen - ich fand es beliebig und hatte mit dem Flußkartenset das gleiche Problem.


    Vegas finde ich aber richtig gut. Selbstverständlich auch glücksabhängig, aber gerade wenn man in den ersten Runden nur wenig Würfel legt, kann man in den weiteren Runden noch echt was bewegen. Aber am Ende hat es durchaus auch etwas mit Schadenfreude zu tun. Jedenfalls unterhaltend und ich finde es auch als SdJ (wie an anderer Stelle im spielboxforum geäußert) durchaus geeignet.


    Gruß vom


    Spieteufel

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

    Einmal editiert, zuletzt von Spielteufel ()

  • Ein Auszug von vier Tagen in Bilstein (Sauerland)


    zweimal Trajan - immer wieder genial


    zwei Village - nach Trajan und Ora et Labora das Spielehighlight von Essen - zurecht Anwerter auf das Kennerspiel des Jahres


    Dominant species - nicht kompliziert von den Regeln, aber durchaus komplex - in einer Fünferrunde in 4 Stunden gespielt - gefällt mir mit jedem Spiel besser


    Takenako - hübsch gemacht, nett, aber mehr auch nicht


    Feudalherren - spaltet sehr - leider war unser Erklärbär nicht regelfit und deswegen hat es nicht wirklich Spaß gemacht, weil wir einiges falsch gemacht haben - möchte mir aber gefallen, weil es so niedlich ist und so viele es mögen


    Indigo - hat mir überraschend gut gefallen und wäre auch ein würdiges SdJ gewesen


    Vegas - immer wieder gut und zügig gespielt


    Civilization - ein Sieg der Wirtschaft - einfach ein tolles Spiel


    Pax - mir gefällt es, andere finden es sehr beliebig - ich nicht


    23 von Amigo - kann man auch spielen ...


    leider sind vier Tage zu kurz: kein Ora et Labora, kein zweites Mal Civi oder Dominat species - das Leben ist einfach zu kurz für mich ...


    ... und auf Edo warte ich immer noch ... und eigentlich wollte ich kein Queen-Spiel mehr kaufen, aber Edo ist einfach klasse ...

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

    Einmal editiert, zuletzt von Spielteufel ()

  • Carson City:
    Heute meine erste Runde zu dritt. Relativ simples und eingängiges Worker's Placement, das eigentlich durchaus Spaß gemacht hat. Man wählt zunächst eine Rolle, die einem einen gewissen Bonus verschafft, dann beginnt das eigentliche Platzieren der Figuren. So kann man u.a. Parzellen erwerben, dort Gebäude bauen (ähnlicher Mechanisums wie bei Ora et Labora), Geld verdienen, Siegpunkte erwerben. Und wenn sich mehrere Spiele für dasselbe Feld entscheiden, dann kommt es zu einem Duell, das durch die Anzahl an Pistolen, Figuren und durch einen Würfelwurf entschieden wird. Das alles machte durchaus Spaß, hat allerdings einen großen Haken. Siegpunkte kann man in größeren Mengen nur durch die Anzahl der Gebäude und vor allem durch das Ausgeben von Geld erwerben. Um das durchführen zu können, muss man ein entsprechendes Feld belegen. Allerdings wollen das meistens alle, so dass es zu Duellen kommt. Es entscheidet dann meist ein Würfelwurf, ob ein Spieler sein Geld zu Siegpunkten machen darf oder nicht. Letztlich ist es also reine Glückssache, wer das Spiel gewinnt. Und das machte allen vorherigen Spielspaß völlig zunichte. Schade, aber ohne Hausregelungen wird ein eigentlich ganz nettes Spiel so massiv entwertet.

  • Zitat

    Original von Spielteufel
    Ein Auszug von vier Tagen in Bilstein (Sauerland)


    (...)


    ... und auf Edo warte ich immer noch ... und eigentlich wollte ich kein Queen-Spiel mehr kaufen, aber Edo ist einfach klasse ...


    Gab es denn Edo und andere Queen Games-Spiele (Lancaster, Kingdom Builder) in Bilstein? Wir sind immer Pfingsten da, und letztes Jahr gab es leider gar keine Queen Games-Spiele.

  • Zitat

    Original von Spielteufel
    ...
    Feudalherren - spaltet sehr - leider war unser Erklärbär nicht regelfit und deswegen hat es nicht wirklich Spaß gemacht, weil wir einiges falsch gemacht haben - möchte mir aber gefallen, weil es so niedlich ist und so viele es mögen
    ...


    Darf ich mal fragen: Warum?


    Also, warum möchtest Du ein Spiel mögen, weil viele andere es mögen? Mir persönlich ist eigentlich der Geschmack von "vielen anderen" eher egal bei der Auswahl meiner Spiele. Mein eigener Geschmack steht da groß im Vordergrund, und dann vielleicht noch der Geschmack der Spielegruppe(n), mit der (denen) ich spiele - also, es kommt vor, dass ich ein Spiel kaufe, was ich mir normalerweise nicht unbedingt gekauft hätte, ich aber weiß, dass es in einer meiner Spielerunden Spaß machen wird - was dann meistens auch so ist.


    Aber ein Spiel mögen wollen, nur weil viele andere es mögen, dieses Bedürfnis verstehe ich irgendwie nicht...

  • Also, so zitiert ist das auch schwer verständlich. Ich glaube, die Idee dahinter ist allerdings, das man der Meinung ist, man macht halt was falsch oder hat was übersehen oder ist noch nicht dahinter gekommen, wo der Spaß liegt...

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