Sedition Wars auf Kickstarter

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  • MOin,


    Hm. Spricht mich nicht wirklich an.
    Das Spiel mag gut sein (keine Ahnung, hab nie die Regeln gelesen) - aber das Thema geht sowas von an mir vorbei. Das wird das gleiche Schicksal wie Earth Reborn teilen. Wobei ich das schon gespielt habe, und es ist durchaus gut. Aber das Thema ... da könnte ich würgen.
    Das ganze mit einem WW2 Thema und schon wäre es der Burner! :-)


    Atti

  • Moin moin,


    ich find das Spiel ganz interessant aber 125$ sind mir einfach ein bisschen viel. Obwohl ich es ja schon sehr gut finde, dass sie für Leute aus Euroland von UK aus verschicken und man so zumindestens mal den Zoll sparrt.


    Gruß

  • Für mich als leidenschaftlichem Figurenbepinsler,wo das spielen zweitrangig is,is es ein Super Preis,die Minis sollten Super sein,da sie ja von Cool Mini or not sind. So nen haufen Hochwertiger Figuren bekommst sonst nicht für den Preis.



    Außerdem hat man halt was besonderes im Regal stehn,wenn man sich noch ein paar der Promos wie Ridley dazubestellt. Für 10 Dollar immer zwei Figuren is doch auch Klasse.

  • Ich finds klasse. Klar sind 125$ erst mal nen hohe Summe.
    Und vergleicht man das Spiel mit nem üblichen Tabletop, sind 125$ sogar ein Schnäppchen...


    Braucht man den anderen Krempel?
    - Nachtleuchtende Figuren? Da sieht man im Dunkeln eh sonst nix.
    - Durchsichtige Figuren? Okay, man spart sich das anpinseln. Der Witz war nach Frodo bei HdR-Tabletop schon alt.
    - zusätzliche Bretter? Der Spieledesigner sagt selbst: braucht man nicht.
    - Weiter Würfel? W6 sollte jeder genug haben...
    - 3D Gelände? liegt als Counter bei.
    - Promofiguren? Man kanns auch ohne Spielen...


    Ich vergleichs aber mal mit Spacehulk 3Ed. Das hat auch knapp den Betrag gekostet, hatte hübsche Püppchen.
    Aber die Regeln waren quasi die alten, eines der Scenarien ist komplett unspielbar, da der SM Spieler immer gewinnt, wenn er das System versteht. Und es wird definitiv nicht erweitert. Also nicht so der Hit, ich würds trotzdem immer wieder kaufen.


    Hier hingegen bekommt man auch hübsche Püppchen (nen ganzen Haufen mehr), das System wird erweitert (bzw. es gibt schon Figuren für die 3. Fraktion), die Regeln sind gut (zumindest das, was man in den Alpha-Regeln lesen konnte) und es gibt jede Menge Krempel, (siehe oben), den die Pooser, Sammler, Komplementisten und Freaks glücklich machen.



    Ja, ich hab mir alles bestellt. Das Geländeset aufgrund der Zusatzbretter sogar 2 mal. 8-)

  • Wahnsinn 951,254 Dollar hat das Projekt gebracht. Jetzt bekommt man echt verdammt viel für sein investiertes Geld. Da bin ich echt gespannt ob das Spiel auch gut ist. Die Minis sind es aber sicherlich allein schon wert.

  • Fast könnte man meinen, dass Kickstarter eine wahre Goldgrube ist.


    Dabei sind die Zutaten dafür (wenn ich die letzten erfolgreichen Brettspiele dort mal Revue passieren lasse), dass man eine auffällig gute Grafik präsentieren kann, die dem Zeitgeist entspricht und an Bekanntes anknüpft. Dann eine Ausstattung, die viel Material enthält und ein Versprechen auf noch mehr und besseres Material bei Kickstarter-Erfolg. Dazu ein Preview-Video, in dem das Spiel in höchsten Tönen gelobt wird. Wenn dann noch ausreichend viele "Fanboys" (= Leute, die das Spiel hochjubeln) den Hype in die Szene tragen und verbreiten und regelmässig neue Infos über den Herstellungsprozess angeboten werden, dann scheint ein Erfolg fast schon zwangsläufig zu sein.


    Summen im hohen 6-stelligen Bereich finde ich schon extrem heftig. Nur eines scheinen diese Spiele gemeinsam zu haben: Spielerisch wird eher wenig geboten. Zombies abschlachten? Kniffel mit Weltkriegs-Thematik? Klingt für den verwöhnten Eurogamer eher mau. Aber der US-Markt hat wohl genau auf sowas gewartet und hat auch ausreichend viele potentielle Käufer.


    Ich hoffe nur, dass diese Goldgräber-Stimmung nicht noch weiter zur Überflutung des Marktes mit redaktionell halbgaren Spielen führt, wo Thema und Ausstattung das Spiel alleine tragen müssen und der Rest nur noch Blendwerk ist. Ami-Trash at is best!


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Zitat

    Original von ravn


    Summen im hohen 6-stelligen Bereich finde ich schon extrem heftig. Nur eines scheinen diese Spiele gemeinsam zu haben: Spielerisch wird eher wenig geboten. Zombies abschlachten? Kniffel mit Weltkriegs-Thematik? Klingt für den verwöhnten Eurogamer eher mau. Aber der US-Markt hat wohl genau auf sowas gewartet und hat auch ausreichend viele potentielle Käufer.


    Ich hoffe nur, dass diese Goldgräber-Stimmung nicht noch weiter zur Überflutung des Marktes mit redaktionell halbgaren Spielen führt, wo Thema und Ausstattung das Spiel alleine tragen müssen und der Rest nur noch Blendwerk ist. Ami-Trash at is best!


    Ich finde solche Aussagen sehr gefährlich, da ich es nicht mit Kickstarter in Verbindung bringen wuerde. Wenn man sich, z.B. einige der letzten Titel von FFG, anschaut, scheint es doch kein Problem von Kickstarter zu sein.
    Und zu behaupten Ami-Trash hätte spielerisch nichts zu bieten finde ich noch gefährlicher. Hast du die Regeln vom Zombicide oder D-Day Dice gelesen oder wie kommst du zu den Aussagen in deinem letzten Absatz?


    Versteh mich nicht falsch, aber ich lese an verschiedenen Stellen immer wieder von so einer grundsätzlichen Abneigung gegenüber Kickstarter (fast schon als ob es Teufelszeug waere) und ich glaube, dass dies alles allgemeine Probleme sind. Es kommen doch genug Spiele ohne Kickstarter raus, die dem Eurogamer nicht zusagen oder die große redaktionelle Probleme haben.


    Gruß
    pbL`

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  • Diese Gedanken habe ich mir, in Anbetracht von den Riesenerfolgen Ogre, Zombiecide, Sedition Wars und D-Day Dice auch gemacht - keines davon lacht mich auch nur im Ansatz an. Viel Bling Bling, aber was sonst? Die Qualität müssen die Spiele erst noch im "Langzeittest" unter Beweis stellen. Mehrere Hundert bis Tausende Prozent overfunding... das ist doch Hype pur.


    Mich erstaunt dabei eher die Anzahl und Frequenz (und zuweilen auch die Kreativität) der Stretch-Goals, das ist inzwischen vermutlich fast schon schwieriger als die eigentlichen Basisspiele zu entwicklen. Vor allem können diese vielen Zusatzmodule doch niemals alle in so kurzer Zeit auf Taugklichkeit geprüft werden. Ein Schelm wer böses denkt? Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass die meisten Goals schon von vornherein eiskalt mit einkalkuliert sind, aus folgenden vorteilhaften Gründen für den Kickstartenden:


    1. man kann die Goals dann bei gegebener Zeit (resp. erreichter Level) einfach und locker aus dem Hut zaubern
    2. treffen die Goals nicht ein, kann man sie ja später immer noch als Expansions unters Volk jubeln
    3. heizen vorab präsentierte Goals den Hype um das Spiel und den Run auf das Bonusmaterial zusätzlich an



    Also gegen die oben genannte Riege finde ich jedenfalls jedes der bisherigen Queen Games auf Kickstarter spannender ;)

    Status 12M12S 2020: 9M13S

    (TippiToppi, Kuhhandel, Oriflamme, Soviet Kitchen, Spicy, Junk Art, Kick Ass, Ulm, Imperial, Das Grimoire des Wahnsinns, Draftosaurus, Just One, Werwörter)

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    2020: 13 | 2019: 15 | 2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20

  • Zitat

    Original von pbL
    Versteh mich nicht falsch, aber ich lese an verschiedenen Stellen immer wieder von so einer grundsätzlichen Abneigung gegenüber Kickstarter (fast schon als ob es Teufelszeug waere) und ich glaube, dass dies alles allgemeine Probleme sind. Es kommen doch genug Spiele ohne Kickstarter raus, die dem Eurogamer nicht zusagen oder die große redaktionelle Probleme haben.


    Kickstarter finde ich als Idee der Finanzierung und damit Realisierung interessant. Ist nur die Frage, ob die Spiele dort wirklich was taugen, nur weil es ausreichend Käufer gibt? Weil im Prinzip kauft man ein wenig die Katze im Sack, weil eben niemand bis auf ein paar Prototyp-Tester (die meist eine enge Verbindung zum Autor haben und deshalb nicht zwingend neutral sein können) diese Spiele gespielt hat im Praxiseinsatz. Alleine vom Material und der Online-Regel traue ich mir nicht zu, auf potentiellen Spielspaß zu schliessen und Fallstricke in den Mechanismen und Details fallen sowieso erst auf, wenn bezahlt wurde und sich die Fanboy-Meinungen durch die Masse an BGG-User relativieren und ein vielschichtigeres und kritischeres Bild bieten.


    Kickstarter und noch mehr Print-on-Demand-Dienste wie Azao (auf TricTrac gelesen) sind Brandbeschleuniger im scheinbar immer kürzer werdenden Prozess zwischen Spielidee und verkaufsfertigen Produkt. Der redaktionelle Feinschliff, den die früheren Eurogames (sorry, aber inzwischen schlampen teilweise selbst grosse Verlage) ausgezeichnet haben und die den guten Ruf der Eurogames erst begründet haben, ist bei einem solchen Tempo kaum zu gewährleisten. Warum auch, denn es gibt ja ausreichend Spieler, die es sogar noch toll finden, wenn sie ein halbgares Spiel kaufen und die Ehre haben, im Dialog mit dem Autor dann daran rumtüfteln zu dürfen.


    Der Markt ist meiner Meinung eh übersättigt von mittelprächtigen Spielen, denen etwas mehr Reifezeit wirklich gut getan hätte. Kickstarter fördert da eher die Fast-Food-Mentalität. Ein gelungen erzeugter Hype macht für die Goldgräber mehr Sinn, als ein wirklich überzeugendes Spiel für dessen Präsentation dann weniger Zeit übrig bleibt. Also ist der Schein wichtiger als das Sein? Dass Kundenverarsche wie bei TMG mit Eminent Domain geschehen, arg schnell vergessen ist, zeigt der Erfolg ihres neuen Kickstarter-Spiels nur allzu gut - selbst hier im Forum wird ja kräftig dafür geworben. Kunden ohne Gedächtnis sind schon was schönes!


    Deshalb bleibe ich (für manche unangenehm) kritisch als zahlender Kunde der Gegenwert erwartet und Fan von guten Brettspielen. Mit dem halbgaren Zeugs, mit dem der Markt aktuell zur Unübersichtlichkeit überschwemmt wird, könnt "Ihr" mir gestohlen bleiben - habe davon genug im Schrank stehen, weil ich ebenso dem Hype geglaubt habe (hallo Panic Station, hallo Colonial, hallo Quarriors). Wird Zeit, dass die Brettspiel-Blase platzt und sich endlich mal wieder Qualität durchsetzt. Kickstarter & Co setzen in der Grundausrichtung ihres Geschäftsmodells hingegen eher auf Hype als auf Qualität. Wenn es dann doch Qualität ist, hat man aktuell schlicht Glück gehabt.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

    Einmal editiert, zuletzt von ravn ()

  • Zitat

    Original von ravn
    Wird Zeit, dass die Brettspiel-Blase platzt und sich endlich mal wieder Qualität durchsetzt. Kickstarter & Co setzen in der Grundausrichtung ihres Geschäftsmodells hingegen eher auf Hype als auf Qualität. Wenn es dann doch Qualität ist, hat man aktuell schlicht Glück gehabt.


    Es ist aber nicht nur der Hype. Was inzwischen unglaublich gut zieht, sind die "Kickstarter-Exclusives". Da die Boardgamegeeks im Großen und Ganzen (bei Weitem nicht Alle, aber doch sehr viele) jede noch so seltene und abstruse Erweiterung zu einem ihrer Spiele haben wollen, sind Mini-Erweiterungen, die ausschliesslich die Kickstarter-Unterstützer bekommen, ein starkes Zugpferd bei den Projekten.


    Das Ganze kann man ja schon ausserhalb von Kickstarter beobachten: Bei Eclipse wurde für die Supernova-Vorbesteller-Erweiterung ja teilweise mehr bezahlt, als für das Spiel selbst! Was diese spielerisch dem Spiel beiträgt ist ja eher mässig bis egal. Aber "man" MUSSTE sie haben!!! :)


    Spätestens in einem Jahr wird die Ernüchterung eingesetzt haben - ich denke, dass momentan noch viele Spiele über Kickstarter auf den Markt kommen, die schon ein paar Jahre in den Schubladen von Spieleentwicklern geschlummert haben. Aber jetzt werden nach und nach die Spiele folgen, bei denen sich ein Spieler dachte: Hey, das wäre doch ein Tolles Spiel!
    Und es "mal eben" bei KS einstellt...

  • Hi,


    Also ich muss mal eine Lanze für Kickstarter brechen.
    Jeder kann sich doch wohl selber überlegen welches Projekt er unterstützt und welches nicht. Ich sehe das Problem nicht.
    Seit ihr nicht in der Lage für euch zu entscheiden welches Spiel euch interessiert und welches nicht? Und wenn euch das Spiel nicht interessiert, und es ein Riesenerfolg wird (z.B. D-Day Dice), dann braucht man nicht gleich wieder mit Worten wie "Fanboy", "Hype", "Fast-Food-Mentalität" oder "Brandbeschleuniger" um sich zu werfen. Manche hier tun so, also ob sie die Spiele-Weisheit mit Löffeln gefressen hätten. Das ist wirklich lächerlich. Das einfach Kindisch.


    Es ist vollkommen okay, wenn einem ein Spiel nicht gefällt. Es ist vollkommen okay seine Meinung über das Spiel im Forum auszubreiten. Dafür ist das Forum nunmal da.
    Aber "Fanboy", "Hype", "Fast-Food-Mentalität", "Brettspiel-Blase", "Reifezeit", "Fast-Food-Mentalität" und "Brandbeschleuniger"? - Da kann ich nur appellieren: Hände Weg von den Drogen!


    Ich habe schon einige Kickstarter-Projekte "gepledged" und ich kann mich bei wirklich keinem über die Qualität beschweren, und genauso wenig über das Spiel an sich. Ich weiss nicht welche Probleme manche hier haben, aber Freud wir es sicherlich auf unerfüllte sexuelle Wünsche zurückführen (... wie eigentlich alles :-) ).


    Meine Kickstarter:


    - 1955


    Ich finde es ziemlich gelungen. Gutes Material, stimmungsvolle Grafik und sehr schönes Spiel. Es erinnert mich immer an ein "Obma vs McCain"-Light. Aber im positiven Sinne. Klasse 2er.


    - Manhattan Projekt


    Wüsste nicht was man daran aussetzen soll. Material ist Top. Das Spiel ist rundum gut und setzt sich dazu von den "normalen" WP-Spielen ab.


    - Eminent Domain


    Sehr schönes Spiel, gefällt mir immer besser. Was ist genau dein Problem mit dem Spiel Ralf? Das du als Kickstarter in Europa beliefert wurdest nachdem das Spiel auf irgendeiner Messe in UK zu kaufen war? - Es kann echt ein Trauma sein ein Spiel 4 Wochen später zu bekommen ... du hast mein Mitgefühl.


    - Flash Point


    Ober. Geniales, Koop. Auch hier ist das Material ausgezeichnet.


    - Mutant Meeples


    Tja, das verzögert sich leider immer mehr. Da ist wirklich was schief gelaufen mit der Druckerei, die Ted am langem Arm verhungern lässt. Tja, ob er sich nochmal eine Druckerei in Deutschland aussucht? :-) - Naja, ich denke er weiss auch das es überall Schwarze Schafe gibt und bisher hat es ja wirklich immer gut geklappt (ist ja nicht sein erstes Spiel was er in Dt.land produzieren lässt). Das Spiel ist sicher keine Überraschung, da es ja im Grunde eine Neuauflage von Rasende Roboter ist.


    Wo wurde denn bitte bei der "Qualität geschlampt" bei einem Kickstarter Projekt?


    Wäre mal Prima, wenn man die Behauptungen auch mit Fakten untermauert. Es gibt sicherlich immer mal wieder Fehler die passieren, aber hier zu behaupten es wäre quasi mit System und die Regel, ist doch ein wenige Realitätsfremd. (Realitätsverlust ist nach Freud bestimmt ein Ausdruck unbefriedigter sexueller Wünsche)


    Atti

  • Zitat

    Original von [Tom]


    Es ist aber nicht nur der Hype. Was inzwischen unglaublich gut zieht, sind die "Kickstarter-Exclusives". Da die Boardgamegeeks im Großen und Ganzen (bei Weitem nicht Alle, aber doch sehr viele) jede noch so seltene und abstruse Erweiterung zu einem ihrer Spiele haben wollen, sind Mini-Erweiterungen, die ausschliesslich die Kickstarter-Unterstützer bekommen, ein starkes Zugpferd bei den Projekten.


    Was ist daran auszusetzen?
    Ich finde das richtig gut. Was wäre die Spieleszene ohne die Gimmicks? - Also die gehören einfach dazu. Wenn es ein eigener neuer Spielplan ist wie bei Flashpoint - ist das natürlich schon sehr ungewöhnlich (ist ja quasi eine komplette Erweiterung). Aber auch die Supernova finde ich klasse (die zugegeben wenig am Spiel an sich ändert).
    Wenn es nur "Deluxe"-Material ist (wie bei Tammany Hall) - ich finde es richtig gut wenn so was angeboten wird.


    Manche Sachen sind natürlich nicht wirklich der Hit (wie z.B. die Mini-Erweiterung von 1955 - das ist eine Postkarte). Aber damit komm ich zurecht.


    Atti

  • Was ich sehr fair fand ist das es bei den letzten Goals,ja immer was umsonst dazu gab,ich hab deswegen ja nicht mehr Geld in das Projekt reingepumpt,sondern hab mich gefreut das es es immer mehr Zeug dazu kam.


    Allerdings muß ich sagen,das ich eigentlich auch wenns jetzt ca 120 Minis sind die ich bekomm,doch relativ viel Kohle war mit 170 Euro incl. Porto Jäger und Sammler wie ich sind da hoffnungslos verloren.


    Bei Sedition Wars und Zombicide bekommt man wenigstens aber was fürs Geld(wenigstens zum Bemalen) Wobei ich zb die 900.000 Dollar von Ogre nicht nachvollziehen kann. Das Spiel mag ja vielleicht ganz toll sein,aber soviel Kohle für ein paar T-Shirts und hässliches Papp Spielmaterial,da entzieht es sich mir jeglicher Logik.


  • Das war von mir nicht als negative Kritik gemeint - das war einfach als Tatsache hingestellt: Die Spieler lieben exklusive kleine Goodies - und da diese bei Kickstarter angeboten werden, funktionieren die Projekte dort gleich doppelt so gut (Redewendung; wieviel besser sie genau deshalb funktionieren, weiß ich natürlich nicht).
    Ich für meinen Teil freue mich eher über die Aufwertungen der Spiele durch viele Backer und das Erreichen eines Vielfachens des Ziels; zum Beispiel die verschiedenen Erweiterungen zur Glory To Rome Black Box Edition; oder die Custom Meeples für Tammany Hall. Absolut exklusiv müsste es für mich nicht sein (Queen Games räumt ja auch ein, dass es die Extras auch später noch geben wird; nur nicht umsonst - und eben zeitlich später...)


    Wie gesagt: Finde ich nicht schlimm; und ein Geschenk für diejenigen, die an das Spiel glauben, ist nur fair. :)

  • Hi,


    Jo, das sehe ich wohl ganz genauso. Für mich müssen die Gimmicks nicht exklusiv sein. Wenn sie es sind, habe ich aber auch keine Probleme damit (soll ja Leute geben, die haben das).


    Atti

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  • Hi,


    Ich finde Kickstarter und ähnliche Projekte eine ziemliche Bereicherung.


    Imo gibt es genug "Runde" Spiele. Spiele ohne Ecken und Kanten, welche so rund sind, das man sich danach kaum noch dran erinnern kann was man gespielt hat.


    Spieleautoren mit einer "eckigen" Idee haben halt die Wahl ihr Spiel bei einem grossen Verlag "Rundspülen" zu lassen, oder es selber zu versuchen. Bisher waren das dann Kleinstauflagen - wenn man nicht 8 Monate vor Essen seine Order Platziert hat, waren die sowieso alle weg ... :-)
    Das ist ok, vollkommen. Natürlich produziert man als Mini-Selbst-Verleger nicht gleich gigantische Stückzahlen, sondern lieber weniger als mehr. Alles was nicht weg geht ist ja quasi Verlust.


    Durch Kickstarter (oder ähnliches) hat man als Autor und selber-Verleger viel mehr Möglichkeiten, gerade weil sicher das finanzielle Risiko reduziert. Tendenziell werden die Auflagen wohl dann auch grösser können und professioneller produziert werden.



    Colonial wurde hier genannt (obwohl es ja überhaupt kein Kickstarter-Projekt ist und auch nicht ähnlich finanziert wurde. Das ist den klassischen Weg gegangen). Und ich finde es ein hervorragendes Beispiel. Das Teil hat Ecken und Kanten, das es eine wahre Freude ist - kaum vorzustellen was es bei einem "normalen" Verlag geworden wäre: Vollkommen Rund, durchzogen von Wald-und-Wiesen-Eurogame-Mechanismen und belanglos.
    Freilich wurde noch ein wenig "nachgefeilt" - an manchen Ecken und Kanten reissen sich manche Gruppen wohl das ein oder andere Körperteil auf. :-)
    Und das ist auch vollkommen ok so - Colonial kann man mit manchen Spielertypen nicht spielen. Das ist tatsächlich so. Man kann das Spiel "kaputt" Spielen, wenn man möchte (man hat nix davon, aber es geht) und manche Spieler spielen lieber die Partie "gegen die Wand" als das sie irgend jemand anderes gönnen die Partie zu gewinnen. Und dann beschweren sie sich selbstverständlich. Muss man nicht verstehen. Kann man aber ignorieren.


    Atti

  • Ach Atti, mal wieder einen Internet-Helden gefrühstückt, wie Du mal wieder persönlich verunglimpfst und beleidigst. Ich finde so ein Verhalten assozial, wird aber hier im unknowns ja geduldet und Deine Beifall-Fans hast Du ja auch, die Deine Schmäh-Postings beklatschen. Erstaunlich, dass ich Dich persönlich ganz anders kennengelernt habe.

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • HI,


    War klar das da nicht mehr kommt.


    Atti, Fanboy (was nach Freud wohl Ausdruck unerfüllter sexueller Wünsche ist)

  • Ich habe die Diskussion mal nachgelesen und gar nicht verstanden, wo Ihr beide uneins seid?


    Ich halte Ravns Beobachtungen, daß die Dinge, die ein Kickstarter-Projekt im wesentlichen zum Erfolg führen, eher im Marketing als in der Substanz wurzeln, für durchaus korrekt (es ist jedenfalls nicht der gute Ruf, den sich ein Spiel über tausende von Partien mit abertausenden von Spielern über die Jahre erworben hat).
    Ich halte auch Attilas Aussage für korrekt, daß es jedem selbst überlasen bleibt, ob man sich auf das "Spiel" Kickstarter einläßt, oder nicht.


    Wo ist der Dissens?

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

  • Habe ich da etwas verpasst? Welche Beleidigung? Und ich bin kein Beklatscher.


    zu Colonial teile ich übrigens voll Attis Meinung.


    Erst vor zwei Monaten war ich zu einem Podium über die Urheberrechte von Buchautoren geladen, respektive deren Entwicklung im Zusammenhang mit Croudfunding...wieviele 'Anteil' darf ein Funder daran haben, läßt man ihn direkt am Plot mitwirken, wieviel bleibt dem Autor als Urheber usw. Hier ging es vor allem um ein Funding ausgehend vom 'Tag 0'.
    Also ich fide solche Entwicklungen spannend.
    Kickstarter, an sich eine feine Idee, bleibt allerdings ein Unternehmen, welches nur gegründet wurde, um möglichst bald zum Höchspreis verscherbelt zu werden. Das erklärt auch für mich, wieviele Projekte scheinbar aus Torschlusspanik eingestellt werden.
    Keine Ahnung, wieviel Anteil eigentlich der Spielesektor darin ausmacht. Dass ungare Spiele aus dem Hut gezaubert werden bzw große Verlage die Platform zum Teil auch als Werbemaßnahme wahrnehmen ist nachvollziehbar und legitim.
    Atti hat doch Recht, der Verbraucher hat die freie Wahl.


    Strange fand ich allerdings das von Atti erwänte Tammany Hall, bzw das "Deluxe"-Material, da das finale Produkt alle Strechgoals beinhaltet. Die Meepels extra zu ordern kam erst, als deren Produktion für das Basisspiel gedeckt war.
    Auf BGG zum Thema Exclusivität der Strechgoals zu TH habe ich mich dann auch voll in die Nessel gesetzt. Meine Meinung dazu war ja die, dass ich als Funder ja doch irgenwie belohnt werden möchte. Richtig sauer wurde ich dann, als ein europäischer Member die Frage stellte, ob er auch ja sicher gehen könnte, das Spiel später über den Handel billiger erstehen zu können, mit allen Strechgoals inklusive. Mein erstes 'Flag' auf BGG...immerhin ;-)

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Ich habe die Diskussion mal nachgelesen und gar nicht verstanden, wo Ihr beide uneins seid?


    Ich halte Ravns Beobachtungen, daß die Dinge, die ein Kickstarter-Projekt im wesentlichen zum Erfolg führen, eher im Marketing als in der Substanz wurzeln, für durchaus korrekt (es ist jedenfalls nicht der gute Ruf, den sich ein Spiel über tausende von Partien mit abertausenden von Spielern über die Jahre erworben hat).
    Ich halte auch Attilas Aussage für korrekt, daß es jedem selbst überlasen bleibt, ob man sich auf das "Spiel" Kickstarter einläßt, oder nicht.


    Wo ist der Dissens?



    Das kann ich dir genau sagen: (1) Ravns Behauptung/Bobachtung bildet die Grundlage für eine möglicherweise spannende Diskussion ("Welche Güte haben Kickstarter-Projekte?"), während (2) Attilas Reaktion, wie du ja auch bereits erwähnt hast, lediglich eine blosse Aussage/Meinungsäusserung darstellt ("Was nicht gefällt, soll gefälligst ignoriert werden"). Über Punkt 2 kann man sich nicht wirklich streiten, über Punkt 1 sehr wohl.

    Status 12M12S 2020: 9M13S

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    2020: 13 | 2019: 15 | 2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20

    3 Mal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Hi,


    Die vermeidlich mindere Qualität von Kickstarter Projekten ist immer noch dahingestellt.


    Während ich über keine meiner "Kicks" (oder wie nennt man das?) etwas schlechtes sagen kann in Bezug auf Qualität (sowohl vom Material als auch spielerisch) frage ich mich doch wie man pauschal behaupten kann das Kickstarter-Projekte ja sowieso immer Müll sind und nur "wenn man Glück hat" was raus kommt was ok ist.


    Tut doch mal Butter bei die Fische ...



    Atti

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  • Okay, EMPIRES OF THE VOID?

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  • Zitat

    Original von Elektro


    Das kann ich dir genau sagen: (1) Ravns Behauptung/Bobachtung bildet die Grundlage für eine möglicherweise spannende Diskussion ("Welche Güte haben Kickstarter-Projekte?"), während (2) Attilas Reaktion, wie du ja auch bereits erwähnt hast, lediglich eine blosse Aussage/Meinungsäusserung darstellt ("Was nicht gefällt, soll gefälligst ignoriert werden"). Über Punkt 2 kann man sich nicht wirklich streiten, über Punkt 1 sehr wohl.


    Moin moin,


    wer kann denn 1) wirklich gut beurteilen - hat jemand schon 5+ Partien, von den genannten 700k+ Kickstarterprojekten, gespielt? Und nur weil sie einem als Eurogamer nicht zusagen, zu behaupten sie hätten keinen Spielreiz und dies dann auch noch irgendwie auf Kickstarter schieben wollen, finde ich sehr bedenklich. Auch hier ist ja zu lesen, dass diese Spiele nur tolles Material, extra Gimmicks haben und sowieso alles nur Hype ist. Aber mal im Ernst, wie sollen sie denn spielerisch überzeugen, wenn das Spiel noch gar nicht auf dem Markt ist? Ich kann doch nur Leute mit gutem Material/Grafik locken, optimalerweise lade ich noch die Regeln runter aber wie das Spiel dann wirklich abläuft weiß ich immer noch nicht. Früher konnte man Sachen Preordern und wusste meist auch nicht was einen wirklich erwartet und war dies so schlimm und nur weil jetzt Kickstarter drüber steht ist alles schlecht?


    Gruß
    pbL`


    P.S.: Und auch bei diesem Post handelt es sich lediglich um meine Meinung

  • Moin,


    verstehe dieses Draufschlagen auf Kickstarter Projekt leider auch nicht.


    Ob mir das Spiel "Sedition Wars" Spass machen würde, weiss ich erst, wenn ich es gespielt habe oder zumindest mich mal damit beschäftigt habe.
    Ist aber ein reiner 2er, das hat mich diesmal abgeschreckt.


    Aber wieso Hype? Wieso Fanboy? Wieso Brettspielblase???
    Ich bin durch mein normales Anschauen der Projekte auf Kickstarter darauf aufmerksam geworden.
    Es muss nicht alles gehyped werden. Ehrlich gesagt, habe ich noch kein Kickstarter Projekt durch einen "Hype" (wer auch immer definiert, was ein "Hype" ist? Ist es auch ein "hype", sich über Kickstarter Projekte aufzuregen oder diese kritisch zu beäugen, wenn man selbst gerade mal keins oder eins kennt?) gepledged. Ich bin tatsächlich in der Lage, mir mein eigenes Bild zu machen ;)


    Ehrlich gesagt, sind mir die "Nörgelboys" mehr zuwider, die Spiele verurteilen, ohne sich überhaupt damit beschäftigt zu haben und diese als Ami-Trash abtun.
    Könnte aber auch Leute geben, denen Ami-Trash gefällt oder? Interessiert aber nicht, ist Kickstarter, hat Würfel = MIST!


    Zum einen reden wir hier über Kleinverlage, die zum Teil ihre Erstlinge rausbringen. Da wird es nie eine weitere redaktionelle Betreuung geben.
    So wie es auch bei Kleinverlagen, die nicht bei Kickstarter an den Start geben, passiert.
    Meistens habe ich gute Erfahrungen mit diesen Spielen gemacht, neue gute Ideen, gutes Material, manchmal sind die Regeln optimierungsbedürftig, aber
    das kommt durch die Erfahrung von selber.
    Die jetzigen etablierten Verlage haben auch nicht am Anfang direkt perfekte Regeln rausgebracht.
    Sicherlich sind Regeln, durch die ein Spiel nicht spielbar ist, nicht akzeptabel. Da hatte ich von Essen aber nur einen Fall (Panic Station habe ich nicht gespielt, daher keine Beurteilung, scheint aber zu stimmen). Oder grottige Übersetzungen sind auch ganz übel, wie bei Mundus Novus.


    Zum anderen habe ich bei den jetzigen Spielen, die ich bei Kickstarter "gepledged" habe oder besitze, keine Gurke dabei.


    Flash Point: sehr gutes Spiel, besser als das meiste von großen Verlagen in Essen


    Eminent Domain: Sehr gutes Spiel, gab Lieferverzögerungen, aber was soll es? Ich habe das Spiel erhalten und spiele es sehr gerne. Und Lieferverzögerungen gab
    es auch bei anderen Verlagen in Essen. Dumm nur, auf die wird ja dann auch geprügelt, wenn das Spiel in Essen nicht steht, weil noch was nachgebessert worden ist.
    Eigentlich machen die Verlage den Fehler, überhaupt Spiele rauszubringen ;)


    Empires of the Void (Aussage von einem Freund, im Juli spiele ich die nächste Partie mit, ist ja mein Spiel *g*): ein paar Regelunschärfen, aber es gibt eine FAQ, das Spiel selbst ist auch sehr gut.


    Habe noch ein paar Spiele mehr "gepledged" wie Groundfloor oder Zombicide, auf die ich mich schon freue.


    Manhattan Projekt habe ich leider nicht selbst und noch nicht gespielt, aber nur gutes darüber gehört.


    Das mal mein Statement zum Thema "Qualität" der Kickstarter Spiele, die ich kenne.


    Scheinbar kennt Ralf nur ein Spiel, Eminent Domain. Was er an dem Spiel auszusetzen hat, weiss ich nicht. Bis auf die Lieferverzögerung,
    aber das sehe ich nicht als Qualitätsmerkmal für ein Spiel.


    Ebenso ist Colonial ein hervorragendes Spiel, genau so, wie es ausgeliefert worden ist. Eine spätere Änderung der Kampfregel ist schön, aber man braucht sie nicht.
    Warum meckerst du an dem Spiel rum, Ralf. Erkläre doch mal bitte, was dieses Spiel in der ausgelieferten Version so schlecht macht?


    Es wäre halt mal schön, wenn hier auch mal konkrete Aussagen kommen würden, aber das kenne ich von einem anderen Thread, da zieht man sich lieber
    ins Schneckenhaus zurück, weil die Mehrheit die eigene Meinung nicht teilt und man leider auch keine Gegenargumente zu finden scheint.


    Viele Grüße
    freak

  • Zitat

    Original von pbL


    wer kann denn 1) wirklich gut beurteilen - hat jemand schon 5+ Partien, von den genannten 700k+ Kickstarterprojekten, gespielt?


    Obacht! ich habe nicht von beurteilen geredet, sondern von streitbar. Das ist nicht ganz dasselbe ;)


    Noch eine kleine, vielleicht nicht ganz uninteressante Ergänzung zur bisherigen Diskussion:
    Spiele (also die Überkategorie, worunter auch Computerspiele fallen) scheinen laut folgendem Artikel jedenfalls mit die geringsten Erfolgsraten bei Kickstarter zu haben (44% sind der Durchschnitt, die Spiele-Kategorie landet bei ca. 10% weniger). Dafür sorgen aber die Spiele-Projekte, die erfolgreich gebacken wurden konnten, wiederum für den höchsten Umsatz direkt hinter den Kategorien Design, Musik, Film und Video:


    http://gamasutra.com/view/news…an_initially_reported.php

    Status 12M12S 2020: 9M13S

    (TippiToppi, Kuhhandel, Oriflamme, Soviet Kitchen, Spicy, Junk Art, Kick Ass, Ulm, Imperial, Das Grimoire des Wahnsinns, Draftosaurus, Just One, Werwörter)

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    Einmal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Ein Hype ist ein mehrfach "überzeichnetes" Spiel. Beispiel, Kickstarter-Goal war 20.000 USD (vielleicht die Summe, die eben früher in ein Spiel investiert worden wäre), Resultat sind 80.000 USD - also ein mehrfaches.


    Warum ist das ein Hype? Weil "normal" hergestellte Spiele eben nicht um ein Vielfaches der produzierten Menge vorbestellt werden. Zumindest selten. Beispiele gibt es unendlich viele, die Mühe mache ich mir jetzt nicht.
    Wir sind uns doch alle einig: Sowohl auf Kickstarter ALS AUCH über normale Wege werden sehr gute Spiele produziert, aber auch viel Mittelmaß und eben auch Gurken.
    Das faszinierende an Kickstarter ist da für mich eben die Frage, warum dieselben Spieler, die bei einem "normal" produzierten Spiel mit einem gelassenen "ach, das spiele ich mal bei einem Freund an, ob's mir gefällt" reagieren, bei Kickstarter in den OH GOTT OH GOTT ICH MUSS ES KICKEN Modus verfallen und wie wahnsinnig anklicken, was vor die Maus gescrollt kommt (ich übertreibe natürlich).


    Also, die These ist, daß die "Leute" bei Kickstarter weniger überlegt einkaufen, wie sonst.
    Ein Indiz für die These ist, daß die vielfache Überzeichnung mancher Titel eben häufiger ist als die "vor Verkauf ausverkauft"-Erlebnisse, wie man sie z.B. von Spielen kleinerer Verlage in Essen kennt. Wenn ich Ravn richtig verstehe, kritisiert er auch die Käufer solcher Spiele in Essen, über die noch gar nichts bekannt ist, oder kennzeichnet sie mindestens als unvernünftig, daher nennt er in seiner Aufzählung auch Beispiele "normal" vertriebener Spiele jenseits von Kickstarter (wie eben PANIC STATION).


    Ich finde daher, daß die Bezeichnung "Fanboy" zwar durchaus beleidigende Konnotationen hat, aber nicht unbedingt ungerechtfertigt ist.

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  • Mal ein paar Beispiele für extremes Overfunding:


    Sedition Wars (4756%)
    goal: $20,000
    pledged: $951,254


    Ogre (4618%)
    goal: $20,000
    pledged: $923,680


    Zombicide (3907%)
    goal: $20,000
    pleged: $781,597


    Zpocalypse (1401%)
    goal: $15,000
    pledged: $210,237


    D-Day Dice (1321%)
    goal: $13,000
    pledged: $171,805

    Status 12M12S 2020: 9M13S

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  • Hi,


    wo ich Ravn teilweise recht gebe, ist das manche Leute scheinbar ihr Hirn ausschalten wenn sie sehen das irgendwo ein Spiel "Limited" ist. Wie Panik Station. Ich hab mich natürlich auch damit beschäftigt um zu schauen ob ich das pre-Ordere. Ich habe mich dann gefragt wo das Spiel ist und habe es nicht geordert. Das da so ein Run auf der Messe ist, hat mich echt überrascht. Irgendjemand hat sich einen Ast abgefreut als er noch eines der nicht abgeholten Exemplare bekommen hat (weiss nicht mehr wer es war, keiner hier aus dem Forum). Keine Ahnung wie die das hinbekommen haben.
    Aber sich darber zu wundern ist eine sache. Aber hingehen und zu behaupten es wären ja alles Fanboys und überhaupt ist das alles vom Verlag Marketingstrategie ... na, ich weiss nicht so recht. Ich kenne Leute die finden das Spiel total gut und ich gehe jede Wette ein, das sie nicht wissen von welchem Verlag das Spiel ist, wenn man sie fragt. Sie finden das Spiel klasse, und sagen das auch und sind halt begeistert. Ich meine was machen wir denn bitte anderes, wenn wir ein Spiel erklären welches uns gefällt? Man ist doch automatisch "Fan" von einem Spiel welches man gut findet. Das ist doch logisch. Ich mag Panik Station auch nicht. Naund?


    Zu Kickstarter speziell. Es ist nicht immer alles reibungslos verlaufen - aber bisher bin ich sehr zufrieden. Das es FAQs, Erratas und ggf. auch Regeländerungen gibt ist doch völlig normal. Das hat doch nix mit Kickstarter zu tun. Nimm mal "Rise and decline of the 3rd Reich" - das Teil. hat 40 Jahre auf dem Buckel und noch nach 30 Jahren gab es Regelklarstellungen und im Gamersguide haufenweise Erratas.


    Zu Colonial: Seit Mai (Ende April) gibt es eine vollständig revidierte Regel. Nur zur Info. (Da ist einiges im Detail geändert, das macht es imo etwas kompatibler zu mehr Spielgruppen - ist trotzdem nix für jedermann)


    Atti, the "Fanboy" himself

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  • Hi,


    Häh? Was willst du uns mit dem Overfunding sagen?


    Das sagt doch nur das die "Macher" mehr Geld gesammelt haben als sie für die Umsetzung ihres Projektes benötigt haben. Nicht mehr und nicht weniger.


    Atti

  • ich zeige lediglich einige konkrete Beispiele auf, über die wir hier schon die ganze Zeit reden (auffällig viel Ameritrash, übrigens ;)). Mitleser, die mit Kickstarter womöglich noch nicht so versiert sind, können sich dann einen besseren Eindruck darüber verschaffen mit welchen Zahlen hier gerechnet wird.

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  • Nein, nicht zwingend. Ich finde an diesen Beispielen lediglich faszinierend, wieviel Geld hier ingesamt gepledged wurde. Das hätte ich vor 1 Jahr noch nicht für möglich gehalten. Ich bin gespannt ob es ein Spiel bald schafft die Millionengrenze zu knacken (die Videospiele Double Fine Adventure, Wasteland 2 und Shadowrun Returns habens ja bereits vorgemacht).


    Von soviel Enthusiasmus und Goodwill und Vertrauen können manche alteingessenen & etablierten Verlage womöglich nur träumen.


    Episode #24 von Ludology-Podcast behandelt u.a. auch das Kickstarter-Phänomen, das von den Jungs sehr ausführlich und unterhaltsam diskutiert wird: http://www.ludology.libsyn.com…te-of-the-game-hobby-2012

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  • HI,


    Naja, sicher erscheint die Summe viel. Aber es sind so-und-so-viel Dollar pro Spiel. Das mal Anzahl der interessierten Leute da kommt mit rel. wenig Leuten rel. viel Geld zusammen.
    Es bleiben aber x Dollar pro Spiel (+ Versand, der ja auch "gepledged" wird, d.h. in der Endsumme enthalten ist).


    Atti


  • Sehr schöner und versöhnlicher Beitrag, nur: "zu behaupten es wären ja alles Fanboys und überhaupt ist das alles vom Verlag Marketingstrategie ... "
    Was ist denn daran falsch? Was verstehst Du unter einem Fanboy, und wo ist der Unterschied zu einem Kicker, der ohne allzuviel Vorinformation ein Spiel kicked? Und was ist falsch daran, einem Verlag Marketingstrategie zu unterstellen?

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  • Ja, die Anzahl der Backer fehlt noch in meiner Auflistung, diese Zahl ist natürlich auch nicht uninteressant. Z.b. hat Edo knapp 300 Backer erreicht, während Sedition beinahe die 4300 Backer Grenze geknackt hat. Das sind natürlich Welten in der Auflagengrösse.

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