Warum kaufst Du Dir überhaupt noch neue Spiele?

  • Durch die Diskussion mit einem Bekannten bin ich am Wochenende darauf gekommen, mich mal selbst zu fragen, warum ich mir eigentlich noch neue Spiele kaufe, obwohl ich bereits mehr besitze, als ich je spielen werde, und mit TI3:SE schon mein absolutes Lieblings-Ober-Super-Spiel gefunden habe.


    Auf folgende Antworten bin ich gekommen:

    • Grund 1: Das 'für jeden Anlaß das richtige Spiel'-Konzept
      Simpel - man hat nicht immer genug Zeit und genug Platz und genug Mitspieler für TI3. Also braucht man auch Spiele für weniger/mehr Mitspieler/Zeit.


    • Grund 2: Der Geschmack der Mitspieler
      Leider ist es sehr selten, dass andere Spieler auch die Spiele mögen, die ich auf Platz eins sehe (warum auch immer). Deswegen gibt es pro Nische mehr als ein Spiel - ECLIPSE z.B. ist für mich nur ein Kompromiß; will man zu sechst ein SF-Imperien-Spiel spielen, warum dann nicht gleich TI3, das wäre doch viel schöner? Aber gut, wenn die Mehrzahl für ECLIPSE ist, spiele ich halt notgedrungen auch das. Oder auch AGRICOLA, wenn es gar keine Raumschiffe sein sollen... +seufz+


    • Grund 3: Das Thema
      Manche Spiele kaufe ich, weil das Thema so toll ist, dass mich auch das X. Spiel dazu reizt. Luftkampfspiele z.B., Wirtschaftsspiele (am liebsten mit Airlines) oder alles, was mit SF zu tun hat.
      Das gehört eigentlich zu Grund 1, weil ich für jede Spielerzahl und verfügbare Spielzeit gern jeweils ein Spiel zu verschiedenen Themen haben will: SF, Mittelalter, Eisenbahn, Wenigspieler-Spiel, Vielspieler-Spiel usw. Gehört damit AUCH zu Grund 2, da Wenigspieler sich oft noch mehr vom Thema begeistern lassen als ich, und nur wenige andere stets auf SF-Spiele Lust haben.
      Leider gibt es hier aber auch wieder Spiele, wo ich alleine bin mit meiner Meinung - was nützt es mir, wenn ich CHAMPIONS 2020 supertoll finde, aber alle Welt lieber TWILLIGHT STRUGGLE spielen will?


    Die Gründe 1-3 führen zu einem iterativen Prozeß, bei dem ich ständig neue Spiele kaufe (und obsolet gewordene Spiele wieder abstoße), mit denen ich versuche, den optimalen Kompromiß zwischen dem, was ich eigentlich am liebsten spielen würde, und dem, was andere spielen wollen und was mir ja trotzdem auch einigermaßen Freude bereiten sollte, zu erreichen; ständig auf der Suche z.B. nach dem "besten 4-Personen-Mittelalter-Worker-Placement-in-120-Min"-Spiel.



    • 4.: Alle weiteren Gründe
      - Vorratskauf (für den Fall, das der aktuelle Favorit 'ausgespielt' werden sollte)
      - Liebhaberspiele (sehen schön aus/sind etwas besonderes/es ist cool, sie zu besitzen); z.B. BusenMemo
      U.v.a.m.


    Diese Gründe spielen nur am Rande eine Rolle.

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  • Lass mich für meine Antwort ein wenig ausholen.


    Ich beschäftige mich für meine Doktorarbeit mit dem Wettbewerb in der Filmindustrie. Dort wird vielfach mit dem Filmgenre (also Komödie, Action, Fantasy, ...) als Kategorisierungsinstrument gearbeitet. Es gibt dabei Forschungsergebnisse, die zeigen, dass es 2 Arten von Filmkonsumenten gibt. Die eine Gruppe ist relativ genretreu, d.h. diese Leute wissen, dass Sie z.B. nur Science Fiction und Fantasy mögen und beschränken ihre Auswahl dementsprechend auf diese wenigen Genres. Die zweite Gruppe hingegen zieht einen beträchtlichen Unterhaltungswert aus dem sogenannten "Variety Seeking", d.h. aus der Abwechslung, die ein Hin-und-Her-Springen zwischen verschiedensten Genres bietet. Dabei ist die konkrete Entscheidung (und der dabei empfundene Filmgenuss) abhängig von zahlreichen temporären Faktoren, insbesondere der individuellen Stimmung zum konkreten Zeitpunkt.


    Nun der Brückenschlag zurück zu Spielen: Für mich ist es definitiv ebenfalls ein Variety Seeking, weshalb ich auch weiterhin an verschiedensten neuen Spielen interessiert bin. Ich möchte für jede mögliche Stimmungslage und Laune meinerseits gern das passende Spiel haben, das dann auch noch zur gerade gegebenen Mitspieleranzahl und der möglichen Spieldauer passen sollte. Eine Beschränkung auf einige wenige Spiele, so toll sie auch objektiv sein mögen, würde bei mir dazu führen, dass ich in ganz vielen Situationen das Gefühl hätte, das ist jetzt das richtige Spiel zur falschen Zeit.


    Darum: Es gibt definitiv beträchtlichen Unterhaltungswert im Kaufen und Spielen neuer Spiele. :-)

  • Hi,


    Das ist auch ein "ewiges Thema" , oder?


    Also ich habe mehr als 2000 Spiele, bin aber nicht der Meinung dass es mehr sind als ich jemals Spielen werde: Ich habe Dieses Jahr bisher 62 Spiele gespielt (nicht 62 Partien), zumindest die ich auf BGg eingetragen habe - manchmal vergesse ich das. Das macht also hochgerechnet 120 Spiele pro Jahr (was auch 2011 meine Anzahl an unterschiedlichen Spielen ist) Ich weiss nicht wie alt du bist und wie lange du noch erwartest zu leben, aber angesischts dessen das ich die meisten (>50%) meiner Spiele schon min. einmal gespielt habe, sehe ich aktuell kein grösseres Problem darin.


    Wieso Sammeln Leute Briefmarken, Uhren, Enten, Drachen oder sonstwas?!
    Ich weiss es nicht. Es ist mir auch egal.
    Ich habe nicht so viele Spiele weil ich mir denke das es ja toll wäre für unterschiedliche Gruppen oder Anlässe oder Stimmungen immer das richtige Spiel parat zu haben. Es ist zwar schön das es so ist, aber ein nebeneffekt und nicht der Grund.
    Ich mag Spiele. Ich spiele gerne Spiele gerne oft das gleiche, ebenso gerne unterschiedliche Sachen. Ich habe natürlich Favoritenspiele, aber bei keinem sage ich das es niemals ein besseres geben wird. Und selbst wenn, wird das Spiel deswegen nicht schlechter. Auch sind für mich "neue" Spiele nicht automatisch "besser" als "alte" Spiele. Smallworld ist nunmal nicht besser als Vinci, oder das neue Blackbeard ist nicht bess als das alte - zumindest für meinen Spielegeschmack. Natürlich hängt der Spielspass massgeblich von der Spielegruppe ab.


    Ich schmeisse i.d.R. nur Spiele raus die für absolute Graupen halte. Aktuell wächst meine Sammlung speziell bei älteren Spielen - was nicht heissen soll, das ich keine neuen mehr bekomme.


    Warum wir tun was wir tun und wieso manche ins Kino gehen, manche in die Kneipe oder noch andere blauen Rauch inhalieren. Ich habe wirklich keine Ahnung. Vermutlich hat das was mit "Leben" zu tun.


    Atti

  • Sind 1-3 wirklich Antworten oder nur Symptome des einen wirklichen Grundes: Der Sammlertrieb!


    1. Wirst du jemals für alle Anläße das richtige Spiel haben? Wie oft stand ich schon mit Mitspielern vor meinem Spieleregal (ca. 150 Spiele) und irgendwie sprach uns teilweise nichts richtig an.


    2. Jedes Spiel ist ein Kompromiß. Natürlich gibt es Treffen, wo man sich für 1 bestimmtes Spiel verabredet. Aber sonst hat man zwischen Mitspielern doch immer verschiedene Meinungen und man sucht das Spiel, das alle am ehesten befriedigt.


    3. Das ist für mich Sammlertrieb pur. Bei mir ist es bei Fantasy so. Was da ist ein Drache drin, muss ich haben... :shoot:


    Der Mensch ist nie damit zufrieden, was er hat. Es gibt den Reiz des Neuen und diese Kraft ist für uns unwiderstehlich. Da kauft man sich das 50 Spiel zum Thema Fantasy, da schließt man eine angebliche Genrelücke (die meistens so klein ist, dass es nicht mal mehr ein Subgenre ist) und macht sich selbst noch vieles mehr vor. Meistens ist es in meinen Augen einfach ein Selbstschutz weil man sich nicht eingestehen will, dass man einfach immer wieder was neues braucht und will :sos:


    P.S: Das soll jetzt nicht negativ klingen. Ich selbst bin dem Reiz des Neuen absolut erlegen und habe mir das auch eingestanden. Ich sammle Spiele, weil ich gerne spiele, aber auch, weil ich gerne vieles habe :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Meister Yoda ()

  • 2010 und 2011 habe ich, im Verhältnis zu meiner damaligen Sammlungsgrösse (unter 10), viele Spiele relativ ungezielt gekauft um eine Sammlung zu bilden die verschiedenen Anforderungen gerecht wird (Stand heute: ca. 70). 2012 konzentriere ich mich bisher vor allem darauf, die gekauften Spiele alle mind. 1-2 mal zu spielen, um herauszufinden ob sie zurecht in meiner Sammlung gelandet sind (ansonsten werden sie wieder verkauft oder vertauscht). Habe stand heute noch 3 ungespielte Spiele, daher ist dieser Zustand also bald erreicht.


    Danach bzw. parallel versuche ich alle Spiele, die ich nach den ersten 1-2 Partien als für mich sammlungsrelevant eingestuft habe (weil sie mir aus irgendeinem Grund besonders gut gefallen haben), mind. 5 mal zu spielen, um zu schauen ob der Wiederspielreiz hoch genug ist, aber vor allem auch um das Spiel noch tiefer zu ergründen und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Bis ich diesen Zustand erreicht habe wird das Jahr sicher vergangen sein.


    Daher habe ich meine Neuwerbungen auf ein Minimum heruntergeschraubt, und bin momentan auch ganz zufrieden damit. Lieber lerne ich meine bisherigen Spiele, die ich sehr mag, noch besser kennen, als dutzene neue Spiele nur oberflächlich. Die Selektion neuer Titel ist nach diesem Entdeckungs-Prozess (Was gefällt mir selbst? Was "braucht" meine Gruppe? Was ist redundant? etc.) nun auch deutlich abgestimmter und treffsicherer, was wiederum auch dem Geldbeutel zugute kommt.


    Nichtsdestotrotz spiele ich auch gerne mal wieder was Neues, aber dieses Kriterium ist derzeit eher in den Hintergrund gerückt. Ich habe momentan einen Heidenspass mit Funkenschlag, Cuba, Puerto Rico und Co. Für viele zwar alte Kamellen und daher eher reizlos - aber wieso sollte ich daran was ändern, wenn es Spass macht? Einzig Village reizt mich aufgrund der putzigen Sterbethematik momentan so sehr, dass die Anschaffung wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt: Essen kommt wieder früh genug, bis dahin bin ich also gut versorgt.


    Ergänzung: Ich höre in Podcasts momentan immer wieder von der Jones-Theorie (in etwa: nur 1 Spiel pro "Thema/Mechanik" in der Sammlung? siehe z.B. game on! podcast, ca. ab Min. 25) - das könnte evtl. auch noch ein spannender Diskussionspunkt/-ansatz für unsere Runde hier sein.


    :)

    Status 12M12S 2020: 10M17S

    (TippiToppi, Kuhhandel, Oriflamme, Soviet Kitchen, Spicy, Junk Art, Kick Ass, Ulm, Imperial, Das Grimoire des Wahnsinns, Draftosaurus, Just One, Werwörter, Anno 1800, Switch & Signal, Paris - Stadt der Lichter, Greenville 1989)

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    8 Mal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Hi,


    Interessant.


    In der Tat ist das "haben" nicht. ganz zu verachten. Wobei ich von mir aus sagen kann, das ich kein Spiel nur "haben" möchte. Ich möchte es auch Spielen. Spiele die ich nicht spielen möchte will ich auch garnicht besitzen.
    Und es ist wohl die Triebfeder der Menschheit niemals zu frieden zu sein. Never give up, never surrender.
    Wenn der Reiz des neuen niemanden mehr erfasst, bricht wohl die Weltwirtschaft komplett zusammen. :-)


    Atti

  • Zitat

    Original von Meister Yoda
    1. Wirst du jemals für alle Anläße das richtige Spiel haben? Wie oft stand ich schon mit Mitspielern vor meinem Spieleregal (ca. 150 Spiele) und irgendwie sprach uns teilweise nichts richtig an.


    Meine Freundin hat eine zeitlang im Lebensmitteleinzelhandel gearbeitet und mir mal erklärt, dass es praktisch sinnlos ist, wenn man 150 verschiedene Sorten Marmelade anbietet ("Damit für JEDEN Kunden das Richtige dabei ist!") - denn angesichts einer so unglaublich großen Auswahl wird der Mensch unfähig, sich für ein Objekt - in diesem Falle eine Sorte - zu entscheiden.


    Ich denke, genau das passiert auch, wenn Spieler vor der Spielewand stehen. :)


    Einfacher wird es, wenn Du am Spieleabend drei Spiele auf den Tisch stellst, kurz erläuterst, worum es geht - und dann die Spielerunde entscheiden lässt. ;)


    Ganz abgesehen davon kaufe ich gerne neue Spiele und packe diese aus. Alleine das schon macht mir Spaß!

  • ich bin da ja voll und ganz Diktator: bevor die Gruppe eintrudelt, habe ich das Spiel bereits ausgewählt (meist nach meinem Gutdünken und gewissen Kriterien, siehe meinen vorherigen Beitrag, manchmal aber auch per Umfrage im Vorfeld) und aufgebaut.


    Vorteil: es kann gleich losgespielt werden und es gibt bzw. gab eigentlich nie Diskussionen, was denn nun gespielt werden soll. Im Gegenteil, es gibt meistens einen positiven Überraschungseffekt :)

    Status 12M12S 2020: 10M17S

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    2 Mal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Zitat

    Original von Elektro
    ich bin da ja voll und ganz Diktator: bevor die Gruppe kommt habe ich das Spiel bereits ausgewählt (meist nach meinem Gutdünken, siehe meinen vorherigen Beitrag, manchmal aber auch per Umfrage im Vorfeld) und aufgebaut. Vorteil: es kann gleich losgespielt werden und es gibt bzw. gab eigentlich nie Diskussionen, was denn nun gespielt werden soll :)


    Aus eigener Erfahrung weiß ich: Diese Gutmütigkeit wird einem früher oder später vorgehalten... ;)

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  • Zitat

    Original von [Tom]
    Ganz abgesehen davon kaufe ich gerne neue Spiele und packe diese aus. Alleine das schon macht mir Spaß!


    ...dieser Duft der Stanzbögen betört mich jedes mal aufs Neue (besonders intensiv bei der Puerto Rico Jubiläumsedition *) )

    Status 12M12S 2020: 10M17S

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    Original von Attila
    (...)Wobei ich von mir aus sagen kann, das ich kein Spiel nur "haben" möchte. Ich möchte es auch Spielen. Spiele die ich nicht spielen möchte will ich auch garnicht besitzen. (...)i


    Das geht mir auch so, deswegen sehe ich mich selbst auch nicht als Sammler.

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  • Zitat

    Original von [Tom]
    Aus eigener Erfahrung weiß ich: Diese Gutmütigkeit wird einem früher oder später vorgehalten... ;)


    Du meinst also ich soll mich für diesen Moment, der da eines Tages kommen wird, rechtzeitig rüsten? :mmhh: :box:

    Status 12M12S 2020: 10M17S

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  • Zitat

    Original von Elektro
    ich bin da ja voll und ganz Diktator: bevor die Gruppe eintrudelt, habe ich das Spiel bereits ausgewählt (meist nach meinem Gutdünken und gewissen Kriterien, siehe meinen vorherigen Beitrag, manchmal aber auch per Umfrage im Vorfeld) und aufgebaut. (...)


    Ich finde das Klasse, so würde ich mir das auch wünschen. Selber bringe ich das leider nicht über's Herz.

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  • Relativ simple Antwort meinerseits: Der Reiz des Neuen!
    Neue Spiele machen immer einen besonderen Reiz aus. Ich liebe das Sichten und Auswählen neuer Spiele, die Bestellung und die Vorfreude, wenn das Paket vor einem steht, das Auspacken, Ausstanzen, das Sichten des Materials, das Lesen der Regeln (zumindest meistens^^) und schließlich die erste Spielrunde. Dann folgen weitere Partien, das Spiel wird kategorisiert, bewertet, Strategien werden erarbeitet und getestet, und irgendwann ist es ziemlich ausgereizt und kommt immer seltener auf den Tisch (bis auf wenige Ausnahmen). Und dann muss eben wieder was Neues her. :-)

  • Attila hat auch meine Sicht sehr gut getroffen.


    Viele neue Spiele haben einfach interessante Mechanismen oder Mechaniken. Sie sind eben einfach anders als das was ich bisher besitze und daher möchte sie spielen. Würde es nur noch Neuheiten mit zu großer Ähnlichkeit zu allem was ich habe geben, dann würde ich sicher keine Neuheiten mehr kaufen.
    Auch bei mir gilt: Ich kaufe um zu spielen, nicht um zu besitzen und auch ich sehe mich als Spieler, nicht als Spiele-Sammler.

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Ich besitze über 4000 Spiele, habe davon erst knapp die Hälfte gespielt, bin schon im Vor-Ruhestand, habe keinen freien Platz mehr, und dennoch kaufe ich mir immer noch neue Spiele (hauptsächlich allerdings Erweiterungen).


    Warum tue ich das?


    Keine Ahnung.
    Es ist nahezu Schwachsinn, ich habe so gut wie keine vernünftige Begründung dafür, und trotzdem mache ich es ... 8-)


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hi,


    Hm. Ich sehe mich durchaus auch als Sammler.
    Sonst hätte ich kaum so viele Spiele.



    Atti

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  • Ich komme dieses Jahr auf etwa 40 neue Titel. 30 von diesen Spiele gehören mir gar nicht. Ich denke es ist ein Unterschied ob man alles besitzen muss oder etwas neues kennen lernen will.


    Zum Spieleabend nehme ich eigentlich nie ein Spiel von meiner Sammlung mit. Das kann man ja immer mal spielen. So habe ich das Gefühl viele Spiele kennen gelernt zu haben. Das ein oder andere findet dann immer noch dem Weg zu mir.


    Ich finde es zum Beispiele auch spannender für ein mir unbekannes Spiel mir eine Strategie zu suchen als für ein mir bekanntes. Bei einem mir bekannten Spiel kenne ich die Basicsstrategien. Da geht es dann um das Detail. Bei einem mir nicht bekannten Spiel ist das anders. Dort muss ich erstmal die Wechselwirkungen des Spieles verstehen, dann meine Strategie anpassen und dann schauen wie das Spiel wirklich läuft. Gerade diese Unwissenheit finde ich total spannend.


    Was die Mechanik angeht lese ich manchmal einfach nur Spielregeln. Ja ich kann mich daran freuen :-) Ich spiele dann in meinen Kopf, tauche in die Welt ohne das Spiel jemals vor mir gesehen zu haben.

  • Zitat

    Original von Attila
    Hm. Ich sehe mich durchaus auch als Sammler.
    Sonst hätte ich kaum so viele Spiele.


    Ich war mal Sammler, auch deshalb habe ich so viele Spiele.
    Seit fast 10 Jahren bin ich es bis auf wenige Ausnahmen (ASL, Age of Steam, etc.) nicht mehr wirklich - zumindest bilde ich mir das ein.


    Die Anzahl meiner Spiele ist dadurch aber nicht geringer geworden - eher im Gegenteil.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Naja, das ist am Ende des Tages eine reine Begriffsfrage.


    Für mich ist ein Sammler (bezogen auf unser Hobby) jemand, der auch Spiele kauft, die er eben nicht spielen will - z.B., weil sie von einem bestimmten Autor sind (der aber eben auch mal einen Mißgriff machen kann) oder zu einer Reihe gehören (ALEA läßt grüßen).
    Ich z.B. kaufe mir aber nicht blind alle Wallace-Spiele, obwohl ich fast alle von ihm liebe; ich habe auch STRUGGLE OF EMPIRES verkauft, weil mir ZEITALTER DER VERNUNFT besser gefällt. Ich habe eben auch nicht alle "großen" ALEA-Spiele (obwohl sie sogar nummeriert sind!), sondern nur die, die mir gefallen.


    Wäre einen eigenen Thread wert! :-)

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  • Zitat

    Original von Elektro
    [...] Jones-Theorie (in etwa: nur 1 Spiel pro "Thema/Mechanik" in der Sammlung [...]

    Cody hat neulich bei On Board Games allerdings nochmal ausdrücklich auf das übliche Missverständnis hingewiesen, dass eben nicht "nur 1 Spiel pro Thema/Mechanismus" gemeint war. Wenn ein Thema oder ein Mechanismus mein absolutes Überlieblingsding ist, spricht überhaupt nichts dagegen, mehrere Spiele der entsprechenden Gattung zu besitzen (und weiterhin neue zu kaufen). Nur für den Fall, dass ich z. B. Deckbauspiele nervig finde, sollte ich nicht Dominion plus etliche Erweiterungen, Thunderstone, etc. anhäufen, sondern mich eben auf eines beschränken, welches nach Möglichkeit mir (oder ggfls. auch nur meinen Mitspielern) gefällt.


    Zitat

    Original von [Tom]
    Meine Freundin hat eine zeitlang im Lebensmitteleinzelhandel gearbeitet und mir mal erklärt, dass es praktisch sinnlos ist, wenn man 150 verschiedene Sorten Marmelade anbietet ("Damit für JEDEN Kunden das Richtige dabei ist!") - denn angesichts einer so unglaublich großen Auswahl wird der Mensch unfähig, sich für ein Objekt - in diesem Falle eine Sorte - zu entscheiden.


    zum "Marmeladenparadoxon" vgl. http://www.spielbar.com/wordpress/2012/04/09/2717


    Eine Antwort auf Sternenfahrers Frage fehlt mir hier noch: craving ;)

  • Zitat

    craving


    ein Begriff aus der Drogenszene, einfach das Verlangen nach dem gewünschtem Spiel um kurz nen
    "Kick" zu bekommen. Ja, ich glaube das ist der wahre Grund wenn man ehrlich zu sich selbst ist.


    Das Gefühl, das Spiel in den Händen zu halten, zu öffnen das Material zu spüren, verleiht einem schon
    ein gewisses Glücksgefühl. Ist wie ne Sucht, man rennt wahrscheinlich dem Kick hinterher.
    Wenns nicht so wäre, hätte man ja eh genug Spiele, für was denn ein neues Spiel anschaffen.


    +Craving>neues Spiel kaufen>kurzeitig Euphorie (nach ner Weile fängt der Teufelskreis wieder an =)


    (natürlich meine Meinung)

    Viele Grüße , Blue Moon

  • Zitat

    Original von Warbear
    Ich war mal Sammler, auch deshalb habe ich so viele Spiele.
    Seit fast 10 Jahren bin ich es bis auf wenige Ausnahmen (ASL, Age of Steam, etc.) nicht mehr wirklich - zumindest bilde ich mir das ein.


    Die Anzahl meiner Spiele ist dadurch aber nicht geringer geworden - eher im Gegenteil.


    .


    Ich behaupte mal, Du warst Junkie und bist jetzt Sammler - sonst wären die Spiele vertickt worden.


    Wer Sucht (extra groß geschrieben), der findet. Spiele zu haben, ist auch für mich eine Leidenschaft - egal ob ich die Gruppe momentan habe oder die Lebensumstände in den nächsten 10 Jahren komplexe Spiele über mehr als einen Tag zu lassen - EGAL. Spiele sind Kulturgut und in der Wohnzimmerkultur gut. Es ist auch egal, ob 30 oder 3000 Spiele bei einem ihr Dasein fristen, allein mit der Aussicht es könnte der Tag ja kommen an dem Weihnachten auf Ostern und DIESES Spiel gespielt werden könnte. Manche berauschen sich alle Mechaniken im Regal zu haben, andere daran alle Spiele einer Autorin oder eines Verlags zu besitzen oder was wisst ihr für Kategorien (ich weiß es nicht). Spiele mal wieder hervorholen oder neue Spiele kaufen, auspacken, Regeln lesen, Probespielen - das entspannt auch, ist wie Zen: Es ist egal, ob gespielt wird oder nicht - man könnte auch im Wald Blätter fegen gehen.


    Ab wann man Sammler/in ist? Müßig - Für manche mehr als 50 für andere mehr als 5000.
    Warum kaufen? Warum nicht, solange man nicht in der Kaufsucht ist und sich materiell gefährdet.
    Warum nur 1 Spiel pro Monat? Weil man sich begrenzen will im Kaufrausch und sonst kein Ausschlusskriterium findet.
    Warm nur ein Spiel pro Mechanik? Weil man doch mehr als ein Spiel pro Monat kaufen will und die Mechaniken sich ja nun wirklich bei jedem Spiel unterscheiden.


    Warum ich mir überhaupt noch neue Spiele kaufe, obwohl ich genügend habe und in den nächsten Jahren nicht zum Spielen der ganzen Spiele komme? Weil ich gerne Spiele kaufe und vielleicht... nein, das wäre vorgeschoben, also bleibt: weil ich gerne Spiel kaufe, meine Sammung ergänze und hervorhole, Regeln lese, Probespiele nur für mich...

  • Zitat

    Original von Elektro
    ich bin da ja voll und ganz Diktator: bevor die Gruppe eintrudelt, habe ich das Spiel bereits ausgewählt (meist nach meinem Gutdünken und gewissen Kriterien, siehe meinen vorherigen Beitrag, manchmal aber auch per Umfrage im Vorfeld) und aufgebaut.


    Vorteil: es kann gleich losgespielt werden und es gibt bzw. gab eigentlich nie Diskussionen, was denn nun gespielt werden soll. Im Gegenteil, es gibt meistens einen positiven Überraschungseffekt :)


    Sehe ich auch so. Wenn ich jemanden zum Essen einlade, entscheide ich ja auch im Vorfeld was es gibt und bereite das entsprechend vor - und das hat nichts mit Diktatur zu tun.

  • Zitat

    Original von Herbert


    Sehe ich auch so. Wenn ich jemanden zum Essen einlade, entscheide ich ja auch im Vorfeld was es gibt und bereite das entsprechend vor - und das hat nichts mit Diktatur zu tun.



    Das mit dem Essen ist ein gutes Beispiel - ich frage da auch allerhöchstens, ob es denn irgendwelche Allergien oder Unverträglichkeiten gibt - sollte man beim Spielen evtl. auch tun - habe jedenfalls gehört dass manch einer schon allergische Reaktionen auf Worker Placement, Partyspiele oder Deckbuilding gezeigt hat ;)

    Status 12M12S 2020: 10M17S

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  • Ein interessantes Thema.


    Meine Sammlung hat inzwischen eine meiner Meinung nach respektable Größe erreicht, mit ca. 130 Spielen. Allerdings stelle ich fest, dass ich mir in letzter Zeit bei weitem nicht mehr so viele Spiele kaufe wie früher. Und vor allem vor dem Kauf sehr viel sorgfältiger auswähle.


    Mein Hauptantriebsgrund für den Kauf eines neuen Spiels ist das Gefühl, einen Mangel in einem bestimmten Bereich zu haben. So fehlt mir bis heute beispielsweise ein Brettspiel ähnlich zu Axis & Allies, weshalb ich mir demnächst Axis & Allies kaufen werde.
    Besitze ich aber in einem spezifischen Bereich schon Spiele, die ich als sehr gut empfinde und die ich gerne spiele, sinkt mein Interesse an neuen Spielen. Hier könnte ich Worker Placement (Agricola, Puerto Rico, Stone Age - alles abgedeckt, reicht mir) oder Zivilisations-Spiele (Through the ages, Civ, Antiquity, Roll through the ages - passt auch) mal als Beispiele anführen. Ich schaue zwar hin und wieder bei BGG, was an neuen Spielen so ansteht, aber dieser "Muss-ich-haben"-Effekt kommt lange nicht mehr so häufig wie früher.


    Natürlich gibt es auch das eine oder andere Genre, in dem ich recht leicht der Sammelwut anheim falle. Insbesondere bei Spielen, deren Thema/Setting mich ansprechen, in Verbindung mit schönem Material, ist die Gefahr groß. Taktische Miniaturen-Brettspiele sind da meine persönliche Schwachstelle. An sich habe ich hier mit Space Hulk, Hybrid, Descent, Doom, Earth Reborn und Dungeon Twister genug Auswahl, aber ich liebäugele seit geraumer Zeit damit, mir auch noch Gears of War und Claustrophobia zuzulegen. Die ganzen D&D Dungeon Crawler sowie das gehypte Super Dungeon Explore interessieren mich dagegen gar nicht.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Also, diese Lust daran, "neue Spiele auspacken", das kann ich gar nicht nachvollziehen. Ich hatte gerade Geburtstag und etliche Spiele, die ich mir selbst im Zuge dessen geschenkt habe oder geschenkt bekam, habe ich sogar im Karton ins Regal gestellt - das ist praktisch, wenn man sie wieder verkaufen will, denn dann sind sie schon verpackt! :-)


    Was ich aber auch an der Diskussion interessant finde - obwohl ich die Frage zwar provozierend in den Thread geschrieben habe ("...überhaupt noch..."), war sie gar nicht so böse gemeint. Mich hat einfach nur die Motivation interessiert. Allerdings haben dann doch einige relativ defensiv geantwortet, so, als müßten sie sich gegen einen Vorwurf verteidigen.


    Scheint, als hätten manche ein schlechtes Gewissen dabei, sich neue Spiele zu kaufen?

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Also, diese Lust daran, "neue Spiele auspacken", das kann ich gar nicht nachvollziehen. Ich hatte gerade Geburtstag und etliche Spiele, die ich mir selbst im Zuge dessen geschenkt habe oder geschenkt bekam, habe ich sogar im Karton ins Regal gestellt - das ist praktisch, wenn man sie wieder verkaufen will, denn dann sind sie schon verpackt! :-)


    Unpraktisch ist allerdings, dass wenn man sie doch spielen will und am Spieleabend oder am Tag zuvor auspackt, erst die Mängel festgestellt werden - wie fehlendes oder verdrucktes Spielmaterial...

  • Hi,


    Wo hat denn jemand "defensiv" geantwortet?
    Ich glaube da liesst du was zwischen den Zeilen was nicht da ist. "Folge dem weissen Kanninchen, Neo."


    Wieso bestellst du dir was, wenn du es dann überhaupt nicht auspackst und dann ggf. sogar unausgepack heiter verkaufst?
    Als reines Spekulationsobjekt oder wie?


    Atti

  • Siehe oben, Gründe 1-3.


    Oder, wie SirPech geschrieben hat - tief in meinem Inneren sitzt ein kleiner Junge, der eben wider besseren Wissens hofft, daß er die erworbenen Spiele tatsächlich mal spielen wird. Manchmal - nicht oft, aber zu oft - setzt dann aber irgendwann die Erkenntnis ein, daß dieser Tag nie kommen wird, und dann wird das entsprechende Spiel eben wieder verkauft.
    Einen Sinn ergibt das nicht.


    Defensive Formulierungen: Gut, habe ich mir nur eingebildet.

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  • Ich habe mal für mich festgestellt, dass ich am Liebsten nur EIN einziges Spiel zur Zeit bestelle (was angesichts der Versandkosten behämmert ist) - aber wenn ein Karton mit drei Spielen ankommt, dann kann ich nur ein einziges dieser Spiele zur Zeit würdigen:
    Auspacken, das Material begutachten, Alles einmal aufbauen, die Regeln lesen, es solo anspielen, etc, etc...


    Für mich persönlich ist der Kauf und das Erhalten eines Spieles an sich schon Teil des Hobbies und der Leidenschaft.


    Übrigens habe ich vor geraumer Zeit schon festgestellt, dass ich persönlich kein Sammler bin:
    Ein Sammler sammelt ja Objekte, und verfolgt das Ziel, eine Sammlung zu vervollständigen; nach von ihm selbst auferlegten Kriterien.
    Aber das tue ich nicht. Weder alle Spiele zu einem Thema, noch alle Spiele mit einem Mechanismus oder auch alle Spiele eines bestimmten Autors oder Verlags - nein, ich bin ein "Liebhaber": Ich möchte die Spiele spielen, besitzen, hegen & pflegen und ihren guten Zustand erhalten.
    (Ein "Spieler" würde sie nur Spielen wollen - das Material dabei in Mitleidenschaft gezogen wird, ist nunmal so - oft sogar im Gegenteil: Ein Kartenspiel MUSS zerspielt und "grindig" sein. Ausserdem ist es dem "Spieler" egal, wer das Spiel besitzt...)

  • Zitat

    Original von Sir Pech
    (...) Ab wann man Sammler/in ist? Müßig - Für manche mehr als 50 für andere mehr als 5000. (...)


    Es wurden im Thread schon einige Vorschläge dazu gemacht, wie man "Sammler" oder "Nicht-Sammler" unterscheiden bzw. definieren könnte, aber die bloße Zahl der Spiele im Besitz scheint aus meiner Sicht dafür jedenfalls nicht ausschlaggebend.

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer


    Es wurden im Thread schon einige Vorschläge dazu gemacht, wie man "Sammler" oder "Nicht-Sammler" unterscheiden bzw. definieren könnte, aber die bloße Zahl der Spiele im Besitz scheint aus meiner Sicht dafür jedenfalls nicht ausschlaggebend.


    ...denn dann wären die Messis die größten Sammler überhaupt. Es gibt aber einen Grund, weshalb "Sammler" und "Messi" etwas unterschiedliches meine... ^^

  • Jhi,


    Also ich habe "früher" schon mal Spiele verkauf wo ich der Meinung war das ich si enimals spielen werde, weil sie niemals auf den Tisch kommen bzw. bleiben.


    Die meisten dies Spiele habe ich mir inzwischen wieder zugelegt ... und gespielt.


    So kann gehen.


    Wenn MICH ein Spiel interessiert, dann braucht es idR nur einen weiteren Spieler damit man das auf den Tisch bekommt. Und was "früher" für mich undenkbar war, ist inzwischen überhaupt kein Problem mehr. Zumindest nicht mehr undenkbar.


    Atti

  • Sehr interessantes Thema ...
    Als am Wochenende wiedermal ein Päckchen mit einem Brettspiel kam, hat mich mein Mutter auch darauf angesprochen, warum ich schon wieder ein Brettspiel kaufe und ich doch eh nicht dazu komme alles zu spielen.
    Traurig aber wahr, eigentlich hat sie ja recht, und ich kann nichtmal erklären, warum ich das Spiel gekauft habe ...
    Ist es das Thema? der Sammlertrieb? die Spielmechanik? der Gedanke, dass es in der Spielerunde gut ankommen würde?
    Oder doch von jedem etwas?


    Ich sag immer, ob ich jetzt ein PC-Spiel für 50€ oder ein Brettspiel kaufe, gibt sich nicht viel, außer, dass ich beim Brettspiel was handfestes habe (Sammlertrieb?)


    Allerdings muss ich sagen, dass ich bei der Spielewahl doch sehr wählerisch bin und nicht alles einfach so kaufe.
    D.h. zuerst muss ein "Muss-haben"-Gefühl erzeugt werden und da muss eben Thema, Optik, Mechanik, Anzahl der Spieler, Preis, Spieldauer, Regeln, Komplexität usw. passen.
    Wobei die ein oder anderen Kriterien mehr oder weniger ins Gewicht fallen.


    Also eindeutig kann ich das beim besten Willen nicht sagen.


    Das ist wie das Klischee mit Frauen und Schuhen ... eigentlich braucht man ja nicht noch das 50. Pärchen aber sie sehen doch so toll aus (oder was auch immer) und schon steht das 51 Paar im Schrank. Es ist einfach wie gesagt der "Muss-haben"-Effekt, den auch jede Werbung erzeugen möchte.
    Das ist auch der Grund, warum es x Marmeladensorten und Spiele gibt, weil Geschmäcker und der "Muss-haben"-Effekt bei jedem anders sind.


    Warum kaufst Du Dir überhaupt noch neue Spiele?
    Weil ich es haben muss :-)

  • Zitat

    Original von fUnK3r
    Sehr interessantes Thema ...
    Als am Wochenende wiedermal ein Päckchen mit einem Brettspiel kam, hat mich mein Mutter auch darauf angesprochen, warum ich schon wieder ein Brettspiel kaufe und ich doch eh nicht dazu komme alles zu spielen.


    Stell' ihr doch die Gegenfrage, ob sie glücklicher wäre, wenn Du das Geld in Drogen, Alkoholika und Zigaretten investieren würdest, welche Du dann aber auch konsequent konsumieren wirst.


    :box:

  • Zitat

    Original von [Tom]


    Stell' ihr doch die Gegenfrage, ob sie glücklicher wäre, wenn Du das Geld in Drogen, Alkoholika und Zigaretten investieren würdest, welche Du dann aber auch konsequent konsumieren wirst.


    Genau, immer schön sachlich bleiben. Das ist die beste Grundlage um für Verständnis zu werben :sos:

  • Zitat

    Original von Nupsi


    Genau, immer schön sachlich bleiben. Das ist die beste Grundlage um für Verständnis zu werben :sos:


    Klar! Alternativ kann man auf kritische Fragen natürlich auch den Zimmermannshammer zücken, und dem Gegenüber die Kniescheibe zertrümmern. Als Warnung. Er hat ja noch eine zweite.


    Ernsthaft: Für Verständnis werben? Unfug. Es ist ein Hobby. Da geht es nicht um "Sinn" oder "Vernünftig". Ich vermute, wir alle haben mehr Spiele als "sinnvoll" wäre, oder als "nötig" wäre - aber das ist doch egal; bei einem Hobby legt man kein Geld an oder investiert - man gibt Geld für Freizeit aus...

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