Express 01 bei der Spieleschmiede

  • Habe mich gerade spontan entschieden, das erste Spiel de Spieleschmiede zu unterstützen:


    https://www.spiele-offensive.de/index.php?cmd=spieleschmiede&cfid=1


    Noch jemand dabei?

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  • Bin stark in Versuchung ... als gebürtigen Merseburger (ohne Link zur Spieleoffensive) reizt mich ein Spiel, zu dem es für die Supporter die Sonderkarte "Merseburg" gibt. Habe ich Spielregeln übersehen, oder gibt es diese noch nicht?


    EDIT: Das kommt davon, wenn man am Rechner seiner Freundin sitzt. Dieser Beitrag ist von LemuelG, nicht von wobo.

    Einmal editiert, zuletzt von wobo ()

  • Zitat

    Original von wobo/LemuelG
    Habe ich Spielregeln übersehen, oder gibt es diese noch nicht?


    Der Link zu den deutschen und englischen Regeln befindet sich am Ende der Beschreibung.

  • Zitat

    Original von Warbear
    Was genau hat zu Deinem spontanen Entschluß geführt?


    Spontan war er, da mir folgende Pluspunkte genügten:


    - 18xx Kartenspiel
    - Obwohl nur Karten im Spiel sind, wird Streckenbau abgebildet
    - kurze Spielzeit
    - gute Erfahrungen mit Spielen von Peter Eggert
    - Deutsches Pendant zu Kickstarter soll unterstützt werden
    - gute Erfahrungen mit der Spiele-Offensive


    Die Regeln hatte ich noch nicht gelesen, das Video gab den Ausschlag.

  • Hi,


    Naja, ein "pendant" zu KS ist es imo nicht. Nichtmal "Konkurrenz".


    Die Kohle ist erstmal weg - egal ob das Projekt zustande kommt oder nicht. Wenn nicht hat man hat lediglich die Zusicherung das man das Geld zurück bekommt. Irgendwann.
    Selbst bei P500 ist es seit einem Jahrzehnt so dass das Geld erst belastet wird, wenn das ganze zustande gekommen ist. (Und die Produktion losgeht)


    Das "erstmal Kohle einsammeln" hat für mich einen faden Beigeschmack.
    ich zweifel zwar nicht dran, das Spieleoffensive das vernünftig abhandeln wird. Besonders vertrauenserweckend ist das ganze aber nicht.


    Atti

  • Hallo,


    mich irritieren da viel mehr die Teilnehmer. Sind das Vielspieler? Ich dachte das wären Cleverls, die würden SICH die Vorteile herausspielen.


    aktueller Stand am Morgen


    verkaufte 50 (Karten-) Spiele zum Durchschnittspreis von 33€


    7 Personen sponsern eggert je 5€ ohne jede Gegenleistung


    33 Personen zahlen Mehrkosten (12€) für Erweiterungen (Promos?), die fertig entwickelt sind und locker beim Basisspiel zum Grundpreis beiliegen könnten


    Hmm - wo kommen wir da hin, dass wir den Verlagen die Spiele vorfinanzieren?


    Was macht eigentlich der neue Pegasus-Vertriebsweg?


    Wann ist das Spiel auf der Resterampe zu finden?
    Mein Tipp für ein nettes Kartenspiel
    http://www.spiele-offensive.de/Spiel/Havanna-1008011.html


    Liebe Grüße


    Nils (der Selbst- und Kleinverlegern schon helfen würde)


  • Ich habe das Video gesehen und die Regeln überflogen.
    Folgendes lässt mich wirklich zögern, obwohl (oder weil) ich ein Fan von guten Eisenbahnspielen bin:
    - der Autor:
    hat keine Spiele-Design-Erfahrung,
    lobt sich und sein Spiel selbst,
    brüstet sich damit, seit 30 Jahren 18xx zu spielen und gibt an, keine 18xx-Partien über 2-3 Tage mehr spielen zu wollen. Sowas gab's bei mir fast noch nie (nur 18C2C dauerte 2 Tage). Eher haben wir dreimal 18xx an einem Tag gespielt.
    - Spiele mit so kurzer Spieldauer lassen meist tiefergehende strategische Elemente vermissen, oberflächliche Eisenbahnspiele braucht die Welt aber nicht mehr
    - die Karten sehen nicht wirklich gut aus
    - die Boni für die Supporter sind weitgehend uninteressant
    - das Ganze scheint mir doch etwas unausgegoren: mal sehen, was passiert, wenn ein Australier 1000 Euro einstellt - fliegt dann Peter Eggert nach Australien, um das Spiel dort persönlich abzugeben?
    - mit 18xx hat das alles wohl nicht sehr viel zu tun, auch wenn ein paar Elemente davon stark vereinfacht verwendet wurden
    - daß das Geld gleich mal weg ist, wie Attila gesagt hat (auch wenn ich Peter Eggert, den ich schon seit zig Jahren gut kenne, absolut vertraue)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Aussagen aus dem Spiele-Offensive-Newsletter, die mir zu denken geben (wobei man den ganz lesen sollte, um den Kontext zu verstehen):


    "Da die Zielgruppe des Spiels aber zu klein ist, um eine übliche, große Auflagenzahl zu verkaufen, kam es für eine wirtschaftliche Produktion auf herkömmlichen Weg bisher leider nicht in Frage."


    => Gefällt mir, weil so eventuell ein paar Spiele das Licht der Welt erblicken, die nicht zwingend dem Massengeschmack entsprechen. Allerdings frage ich mich, ob ein einfaches 18xx-Spiel nicht genauso gut auf traditionellem Verlegerwege entstehen kann, besonders wenn es dann noch zu ESSEN 2012 fertig sein soll und dort sicher auch verkauft wird. Weil wenn davon nicht ausgegangen wird, warum traut man seinem Produkt diesen Erfolg nicht zu?


    "Wenn Sie das Spiel unterstützen, erhalten Sie Zugriff auf exklusives Bonusmaterial, das es später im Handel so nie wieder geben wird."


    => Gefällt mir nicht, weil so ein gezielter Druck einen wunden Punkt der Zielgruppe erzeugt wird, entweder jetzt oder nie. Zudem bin ich gespannt, ob dieses Bonusmaterial dann nicht doch irgendwann erneut auftauchen wird - ich erinnere nur an die exklusiven Messe-Goodies von Repos. Bin da eher der Skeptiker aus Erfahrung. Weil ansonsten müsste die Konsequenz heissen: Was wir an exklusiven Bonusmaterial im Zuge der Spieleschmiede nicht verteilt haben, das wird vernichtet (oder erst gar nicht produziert).


    Mein Fazit: Aktuell sehe ich eher alle Vorteile beim Produzenten, der das Risiko der Vorfinanzierung eines Projektes an die Käufer abgibt. War Crowdfunding nicht urprünglich dazu gedacht, dass ein Einzelner ohne Budget, eine Idee verwirklichen kann, wenn er ausreichend viele davon begeistern kann? Wenn etablierte Verlage es aber dazu nutzen, um ihren Spiele-Output pro Jahr zu erhöhen, wie viel ist von der Ursprungsidee noch übrig geblieben?


    Mir persönlich fehlt der wirkliche Mehrwert, ein mir zu unbekannten Spiel zu finanzieren, wenn es im Gegensatz dazu massenweise Verlagsspiele gibt, die ich erstmal vor dem Kauf auf Messen und öffentlichen Spieletreffs auch spielen kann, um zu sehen, ob sie mich von der Umsetzung und spielerisch überzeugen können.


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

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  • Ich bin ziemlich hin und hergerissen. Es ist die Art Spiele, welche ich wirklich gerne spiele und die Spielidee finde ich wirklich interessant.
    Der Preis lässt mich jedoch ein wenig zweifeln. 20€ für ein Kartenspiel? Nochmal 12€ mehr für eine Hand voll Holzklötzchen und wenige Karten?
    Die 20€ für das Spiel mit Versand sind ja noch irgendwie ok aber nochmal 12€ für diese Mini-Erweiterungen?


    Ich glaube, ich werde einfach darauf warten, dass enttäuschte SOler das Spiel billig verscherbeln. Denke viele von denen werden nur wegen dem Spieleschmiede-Hype backen. Train-Gamer mit Hang zu No-Luck-Spielen sind da ja eigentlich weniger stark vertreten.

  • Zitat

    Original von Herbert
    Habe mich gerade spontan entschieden, das erste Spiel de Spieleschmiede zu unterstützen:


    https://www.spiele-offensive.de/index.php?cmd=spieleschmiede&cfid=1


    Noch jemand dabei?


    Nein.


    Warum?


    a) In Vorkasse gehen habe ich einmal gemacht (bei Ascendancy von JKLM). Das war ein riesen Flop und für mein Geld bekam ich nach einigen Jahren nur minderwertiges Zeugs zurück.


    b) Das Projekt wirkt unprofessionell. Erst suchen die Leute einen Redakteur/Produzenten und gleich drauf ist schon ein Spiel in der Pipeline? Das muss also schon vorher verplant worden sein und der Redakteur darf sich nun damit herumschlagen? Hmmmm.



    Ich warte erst mal ab. Sollte das Spiel gut sein, bekomme ich das früher oder später ja über Foren oder auch über Messen und Zeitschriften mit. Dann kann ich das Spiel immer noch erwerben. Wenns weg ist, so what? Gute Spiele werden sowieso wieder aufgelegt: und das meistens sogar in verbesserter Qualität.




    Ich gönne der Spiele Offensive und Peter Eggert und dem Autoren die Veröffentlichung. Aber Du hast ja gefragt, ob wir Foren-Leser dabei sind. :-)

  • Zitat

    Original von dixijo
    Ich glaube, ich werde einfach darauf warten, dass enttäuschte SOler das Spiel billig verscherbeln. Denke viele von denen werden nur wegen dem Spieleschmiede-Hype backen. Train-Gamer mit Hang zu No-Luck-Spielen sind da ja eigentlich weniger stark vertreten.


    Sehe ich genauso!

    Salmei, Dalmei, Adomei!

  • Ich begrüße es sehr, dass hier ein Versuch gewagt wird, so etwas wie Kickstarter und Konsorten hierzulande auf die Beine zu bringen. Klar dass am Anfang nicht alles perfekt ist und es sicherhlich noch Optimierungsbedarf gibt.


    Trotz dieser positiven Grundhaltung werde ich das Projekt nicht unterstützen.


    1. Wie einige von euch empfinde auch ich die "Vorkasse" als absolutes NO GO
    2. Finde ich die "Vorteile" für eine Mehrfinanzierung dreist: Die persönliche Signatur des Autors kostet mich 8 € mehr und wenn mein Name als Sponsor in der Anleitung erscheinen soll darf ich noch einmal 10 € drauflegen. Das ist innovativ gar keine Frage. Vielleicht sollte man Platz in der Anleitung auch noch für Werbeanzeigen verkaufen... Gut das sind Optionen die kein must have sind. Mir geht's hier um's Prinzip. Die Preise sind in meinen Augen völlig überzogen aber das ist natürlich, wie so vieles, Geschmackssache.
    4. Ich halte den Grundpreis von 20 € für zu teuer
    5. Spricht mich das Spiel nicht an
    6. Kaufe ich ungern die Katze im Sack


    Just my opinion
    velvre

    Mb_adastra.JPG Mb_rftg.jpg


    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

  • Ich sehe das trotz der sich hier häufenden kristischen Meinungen anders.


    Die Vorkasse finde ich unproblematisch, wenn dort eine etablierte Firma wie Spieleoffensive dahinter steht. Man darf sich gewiss sein, wenn hier irgendetwas verkehrt läuft und irgendjemand übers Ohr gehauen würde, dann würde die entstehende miese Publicity der SO extrem weh tun. Daher ist das gewissermaßen eine Versicherung, dass SO dafür sorgen wird, dass das alles klappt. Bei einem Start-Up ohne eine etablierte Firma dahinter wäre ich hingegen auch sehr skeptisch.


    Das Ausmaß der Vorteile bei den verschiedenen Finanzierungsstufen und auch die Extrakosten für Mini-Erweiterungen finde ich im Kickstarter-Rahmen nicht unüblich. Bei der Vanuatu-Erweiterung und bei Massilia aus dem selben Verlag schaute das auch nicht arg anders aus. Man muss sich halt überlegen, ob man für eine (evtl. zeitlich begrenzte) Exklusivität ein paar Euro investieren möchte. Und nun ja nicht gerade in einen Großverlag ... auch eggertspiele gehört noch immer zu den kleinen Verlagen der Zunft.


    Ob der Grundpreis zu hoch ist, misst sich ja nicht immer nur am reinen Material, sondern eben auch am darin steckenden Entwicklungsaufwand, und zudem sendet das noch eine Botschaft hinsichtlich des eigenen Anspruchs. Ein sehr strategisches Spiel kann ich halt nicht für 6,90 EUR verramschen wie ein Amigo-Kartenspiel, sonst würde die Zielgruppe das intuitiv als wertlos abtun.


    Natürlich muss man immer noch entscheiden, ob einen das Spiel interessiert oder nicht. Aber eben darum ist man ja nicht verpflichtet, sich dort zu beteiligen ... und gerade die Befürchtung, dass viele potenzielle Käufer eben nicht daran interessiert sein könnten, ist ja die beste Rechtfertigung, das Projekt eben doch über Crowdfunding aufzuziehen.


    Schließlich - die Katze im Sack hat unsereiner schon so oft gekauft, wenn wir ein Spiel für Essen vorbestellt haben. Ist das hier jetzt wirklich so anders?


    Ich bin weit davon entfernt, zu sagen, da muss man jetzt zuschlagen. Ich für meinen Teil überlege noch immer. Aber ich finde einige der Kritikpunkte dann doch beim besten Willen überzogen.

  • Zitat

    Original von LemuelG
    Ich sehe das trotz der sich hier häufenden kristischen Meinungen anders.
    [ ... ]
    Ich bin weit davon entfernt, zu sagen, da muss man jetzt zuschlagen. Ich für meinen Teil überlege noch immer. Aber ich finde einige der Kritikpunkte dann doch beim besten Willen überzogen.


    Das Forum ist dazu da, daß man Meinungen äußern kann, subjektive persönliche Meinungen, die sich die anderen ganz oder teilweise zu eigen machen können, oder auch nicht, ganz wie man will.
    Solange man einigermaßen sachlich bleibt, können solche Meinungen gar nicht überzogen sein, denn sie entstehen aus den individuellen Umständen des Einzelnen.


    Natürlich kann man auch der Meinung sein, daß einige Kritikpunkte von anderen überzogen sind - meine Meinung ist aber, daß genau das nicht zu kritisieren ist ... 8-)


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Mensch-ärgere-mich
    Das Geld sprudelt ja nur so rein...


    Ich bin höchst überrascht, daß es 2 Interesssenten jeweils 250 Euro wert war, daß ihr Gesicht auf die Schachtel gedruckt wird.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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  • Zitat

    Original von Warbear


    Das Forum ist dazu da, daß man Meinungen äußern kann, subjektive persönliche Meinungen, die sich die anderen ganz oder teilweise zu eigen machen können, oder auch nicht, ganz wie man will.
    Solange man einigermaßen sachlich bleibt, können solche Meinungen gar nicht überzogen sein, denn sie entstehen aus den individuellen Umständen des Einzelnen.


    Natürlich kann man auch der Meinung sein, daß einige Kritikpunkte von anderen überzogen sind - meine Meinung ist aber, daß genau das nicht zu kritisieren ist ... 8-)


    Das sehe ich anders - natürlich kann ich in einem Diskussionsforum eine Kritik wiederum kritisieren, wenn sie meiner Ansicht nach nicht oder schlecht begründet ist, an den realen Umständen vorbeigeht bzw. durch reale Umstände zumindest teilweise entkräftet oder in Frage gestellt wird oder aber sie inkonsistent mit dem sonstigen individuellen Verhalten des Posters oder zumindest vieler der hier im Forum Aktiven ist.


    Wenn ich also nicht hinterfragen darf, was hier an Meinungen geäußert wird, dann beschränkt sich das hier doch auf einen langweiligen Austausch von Standpunkten, die ohnehin niemals für einen anderen Leser relevant sein werden.


    Nachtrag: Und ich kritisiere ja nicht die Schlussfolgerung (nicht backen), die manch einer aus seiner individuellen Perspektive zieht, sondern ich kritisiere vorgebrachte Argumente und eine meiner Ansicht nach in diesem Thread wahrzunehmende grundsätzliche negative Einstellung diesem Projekt gegenüber.

    Einmal editiert, zuletzt von LemuelG ()

  • Zitat

    Original von LemuelG
    Schließlich - die Katze im Sack hat unsereiner schon so oft gekauft, wenn wir ein Spiel für Essen vorbestellt haben. Ist das hier jetzt wirklich so anders?


    Ich nicht und ich habe auch noch nie ein Spiel für Essen vorbestellt bzw. habe ich es quasi in diesem Jahr mit Ground Floor zum ersten Mal getan...


    Grds. probiere ich Spiele gern vorher aus und kaufe sie wenn sie mir ziemlich gut gefallen (oder ich überrede jemanden aus meiner Spielegruppe sich das Spiel zu kaufen ^^).


    Zitat

    Original von LemuelG
    Nachtrag: Und ich kritisiere ja nicht die Schlussfolgerung (nicht backen), die manch einer aus seiner individuellen Perspektive zieht, sondern ich kritisiere vorgebrachte Argumente und eine meiner Ansicht nach in diesem Thread wahrzunehmende grundsätzliche negative Einstellung diesem Projekt gegenüber.


    Nun ja...die Frage war ja ob noch jemand das Projekt unterstützt. Es haben sich schon einige zu Wort gemeldet und eine solche Frage birgt auch das "Risiko" eines Negativtrends. Ein einfaches "bin dabei" oder "bin nicht dabei" würde theoretisch als Antwort genügen. Nun haben es die meisten begründet und genau diese Gründe werden nun kritisiert. Ich bin unentschlossen ob ich das nun gut oder schlecht finden soll...für beide Sichtweisen könnte ich eine plausible Begründung darlegen... *)

    Mb_adastra.JPG Mb_rftg.jpg


    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

    Einmal editiert, zuletzt von velvre ()

  • Zitat

    Original von LemuelG
    Wenn ich also nicht hinterfragen darf, was hier an Meinungen geäußert wird, dann beschränkt sich das hier doch auf einen langweiligen Austausch von Standpunkten, die ohnehin niemals für einen anderen Leser relevant sein werden.


    Das sehe ich auch so. Wo ein Platz ist für die These, da muss auch Platz sein für die Antithese. Wäre ja schlimm, wenn wir auf die Postings nicht eingingen. Auch wenn es hier fast nie zur Synthese kommt ...


    172 Schmiede sind schon gefunden, über 2/3 des Betrages sind gesammelt. Und erst ein bekennender Schmied aus diesem Forum.

  • Also, dass die 10T geknackt werden, da habe ich keine Zweifel.


    Auch wenn ich nicht verstehe, dass es einem 18 Euro wert ist, in der Spielanleitung zu erscheinen und dann das Spiel mit einem Autogramm eines
    Unbekannten "veredelt" wird ... ;)


    Allerdings finde ich die Darstellung sehr lieblos gemacht, ich muss in die Regl schauen, um zu sehen, was in dem Spiel überhaupt enthalten ist.


    Mir erscheint das hier wie ein Schnellschuss, ohne sich viel Mühe gegeben zu haben.
    Damit meine ich nicht das Spiel.

  • Hallo,


    Zitat

    Original von velvre
    2. Finde ich die "Vorteile" für eine Mehrfinanzierung dreist: Die persönliche Signatur des Autors kostet mich 8 € mehr und wenn mein Name als Sponsor in der Anleitung erscheinen soll darf ich noch einmal 10 € drauflegen.


    Die guten alten Zeiten. Ja, ja..


    Da hat man beim Autor oder Illustrator Stunden um eine Signatur angestanden. Mit ihm einige Worte über die Leistung und den persönlichen Eindruck gewechselt. Mit Stolz das Werk davon getragen.
    Der Vorgang war eine gegenseitige Würdigung und Ausdruck des Respekts.


    Und heut? Macht´s 8 €


    Nee, nee...


    Liebe Grüße
    Nils

  • Wenn das wirklich so einfach läuft und die Hemmschwelle der Kundschaft so niedrig scheint, ein Brettspiel aufgrund Hören-Sagen-Vertrauen vorfinanziert zu bekommen und eventuell bei x-facher Überzeichnung mit fettem Gewinn (grosses Fragezeichen dahinter!) einzustreichen, dann werde ich auch zum Spieleschmied. Wer noch? Fähiger Grafiker gibt es genug, Spielideen ebenso und ob das Spiel wirklich was taugt, weiss eh keiner der Kundschaft.


    Klar ist das an der Grenze zum Sarkasmus überspitzt formuliert, aber sind solche Auswüchse nicht ebenso denkbar und wer schützt die Kundschaft davor? Wenn ein Peter Eggert dahinter steht, kann man zumindest halbsicher sein, dass der kein Blender-Spiel unterstützt. Aber auch aus der Hand kenne ich etliche Spiele, die mir persönlich nicht wirklich zusagen (Sherwood Forest, Grand Cru, Heads of State, Im Schutze der Burg, Cuba), während ich Village, Pergamon, Die Speicherstadt gut finde. Also doch alles eine Sache des blinden Vertrauens?


    Cu / Ralf

    "Things fall apart; the centre cannot hold; Mere anarchy is loosed upon the world.", The Second Coming by W. B. Yeats

  • Jetzt müsste nur unsere Bundeskanzlerin die 500,00 Euro Option finanziert haben und keiner will mehr die Spieleschachtel haben ... ^^


    Und bevor jemand: "muss ein Mann sein" antwortet ... spräche das ernsthaft dagegen? :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Timo1977 ()

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  • Zitat

    Original von ravn
    Wenn das wirklich so einfach läuft und die Hemmschwelle der Kundschaft so niedrig scheint, ein Brettspiel aufgrund Hören-Sagen-Vertrauen vorfinanziert zu bekommen und eventuell bei x-facher Überzeichnung mit fettem Gewinn (grosses Fragezeichen dahinter!) einzustreichen, dann werde ich auch zum Spieleschmied. Wer noch? Fähiger Grafiker gibt es genug, Spielideen ebenso und ob das Spiel wirklich was taugt, weiss eh keiner der Kundschaft.


    Klar ist das an der Grenze zum Sarkasmus überspitzt formuliert, aber sind solche Auswüchse nicht ebenso denkbar und wer schützt die Kundschaft davor? Wenn ein Peter Eggert dahinter steht, kann man zumindest halbsicher sein, dass der kein Blender-Spiel unterstützt. Aber auch aus der Hand kenne ich etliche Spiele, die mir persönlich nicht wirklich zusagen (Sherwood Forest, Grand Cru, Heads of State, Im Schutze der Burg, Cuba), während ich Village, Pergamon, Die Speicherstadt gut finde. Also doch alles eine Sache des blinden Vertrauens?


    Cu / Ralf


    Sind nicht alle Arten von Kulturgütern (Bücher, Filme, Konzerte, Spiele, ...) letztlich Vertrauensgüter, bei denen wir vor dem Konsum (beim Spiel: dem Spielerlebnis) nur schwer sagen können, ob uns das zusagen wird? Selbstverständlich ist unter solchen Umständen das aufgebaute Vertrauen etablierter beteiligter Personen, dass sie etwas Gutes machen werden, ein maßgeblicher Faktor. Und selbstverständlich geht man mit einem Film eines Erstlings-Regisseurs anders um, als wenn das der neue Film von Herr-der-Ringe-Regisseur Peter Jackson ist. Und es ist sicher nicht ohne Grund, dass der später oscarnominierte Erstling "District 9" von Erstlings-Regisseur Neil Blomkamp prominent mit dem Produzenten Peter Jackson geworben hat. Warum sollte das in der Spielebranche anders ausschauen? Natürlich würde das hier anders laufen, wenn nicht eggertspiele dahinter stünde. Aber eben die Beteiligung eines etablierten Verlages und die Tatsache, dass die SO sich vermutlich ziemlich sicher keinen spielerischen Megaflop als erstes Projekt für ihre tolle neue Plattform aussuchen werden (wegen der negativen Effekte auf spätere Projekte), deutet doch in eine positive Richtung.


    Und mal ganz ernsthaft, welcher deutsche Verlag, der jetzt nicht zu den ganz großen gehört (wenn überhaupt einer), hat sich denn jemals mit Brettspielen eine goldene Nase verdient? Wie in den meisten Kulturbranchen halten in der Spieleindustrie einige erfolgreiche Titel pro Jahr den nicht erfolgreichen Rest des Programms am Leben. Tragen zu viele Titel wirtschaftlich nicht, dann droht die Pleite des kompletten Verlags. Einem Verlag vor diesem Hintergrund eine Absicherungsstrategie wie das Crowdfunding vorzuwerfen oder auch nur einen möglichen (und sicher nicht allzu großen) wirtschaftlichen Erfolg zu neiden, ist aus meiner Sicht nicht nur fragwürdig, sondern regelrecht ungerecht und widerspricht dem eigenen Interesse.


    Abschließend zur Preisdiskussion: Zum einen scheint es ja Leute zu geben, denen das Autogramm auf der Spieleschachtel, ohne dass sie dafür an den eggertspiele-Stand in Essen müssen, ein paar Euro wert ist. Aus welchem Grund sollte das Projekt dann darauf verzichten, diese Nachfrage abzuschöpfen?


    Und im Forum beim Projekt wurde noch etwas zur Preisdiskussion geschrieben:


    Zitat

    Original von Frank N.
    @Marco: Es würde nichts ändern an den anderen Stufen, wenn wir das Regelvideo weglassen. Die Stufen hängen eher an der wirtschaftlichkeit der Umsetzung, als an der Fundingsumme selbst. Eine Sortiereinlage ist z.B. eine recht teure Angelegenheit.


    Ich war sehr überrascht von den Kostenkonstellationen, gerade wenn die Auflagen für Spiele sehr klein sind. So sind bei Kleinauflagen Karten z.B. sehr sehr teuer im Vergleich zu Holzpöppeln oder so. Bei Großauflagen verschiebt sich die Relation total. Da ist es dann genau andersrum aufgrund von Degressionseffekten.
    am 14.07.2012-17:56:44 Uhr

  • Zitat

    Original von Herbert
    Wo ein Platz ist für die These, da muss auch Platz sein für die Antithese. Wäre ja schlimm, wenn wir auf die Postings nicht eingingen.


    Sehe ich ganz genau so, daraus kann sich eine Diskussion ergeben, und genau das wollen wir ja.
    Die Antithese sollte halt sachlich bleiben und begründet werden - und möglichst nicht die These ins Negative ziehen.


    Zitat

    Original von Herbert
    Auch wenn es hier fast nie zur Synthese kommt ...


    Das liegt wohl auch mit daran, daß oftmals recht starre Meinungen vertreten werden, die keine abweichende Meinung neben sich dulden.
    Das ist aber hier auch nicht anders als in anderen Foren, nur geht man hier meistens etwas besser miteinander um.


    Zitat

    Original von Herbert
    172 Schmiede sind schon gefunden, über 2/3 des Betrages sind gesammelt. Und erst ein bekennender Schmied aus diesem Forum.


    ... und (mindestens) ein bekennender Nicht-Schmied. :)


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear
    Die Antithese sollte halt sachlich bleiben und begründet werden - und möglichst nicht die These ins Negative ziehen.


    Da kommen wir sogar zur Synthese. Sätze wie "das ist doch Schwachsinn" braucht kein Mensch.


    Nach meinem Empfinden blieb in diesem Thread aber alles im Rahmen. Da mag die Synthese dann wieder schwer fallen :prost:

  • Zitat

    Original von Warbear


    Sehe ich ganz genau so, daraus kann sich eine Diskussion ergeben, und genau das wollen wir ja.
    Die Antithese sollte halt sachlich bleiben und begründet werden - und möglichst nicht die These ins Negative ziehen.


    Lieber Warbear,


    ich weiß nicht so recht, was Dir an meinem Post so sauer aufgestoßen hat. Offensichtlich bist Du ja der Meinung, ich hätte unsachlich argumentiert und die These der Kritikwürdigkeit des SO-Crowdfunding-Projekts ins Negative gezogen - zumindest hast Du diese Begriffe jetzt schon zwei Mal mit klarem Bezug zu meinem Post verwendet.


    Aus meiner Sicht habe ich nichts dergleichen getan - ich habe sachlich Argumente vorgebracht, die gegen einige der hier behandelten Kritikpunkte sprechen, und habe mit einem qualifizierten Urteil geschlossen, dass dieses Crowdfunding-Projekt aus meiner Sicht sicherlich nicht unentbehrlich ist, dass aber zugleich einige der Kritikpunkte (mit denen ich mich vorher inhaltlich auseinander gesetzt habe) zumindest in dieser Schärfe nicht haltbar sind. Das habe ich mit dem Satz "Aber ich finde einige der Kritikpunkte dann doch beim besten Willen überzogen" beschrieben. Das heißt für mich: die vorgebrachte Kritik ist aus meiner Sicht in Teilen zu scharf oder zumindest in dieser Form nicht berechtigt. Und aufgrund der Einschränkung "einige" sollte man doch auch herauslesen können, dass durchaus einige Kritikpunkte berechtigt sein können.


    Indem ich also keineswegs alle Kritikpunkte als negativ abkanzele, gleichzeitig aber die vorgebrachte Kritik argumentativ zu entkräften versuche und am Ende für mich ein Urteil irgendwo in Richtung Mitte bis positives Mittelfeld im Spektrum zwischen "uneingeschränkt toll" und "uneingeschränkt schlecht" fälle, versuche ich mich doch gerade an einer Synthese.


    Inwiefern das unsachlich, nicht begründet oder negativierend sein soll, kann ich nicht verstehen. Tut mir leid.

  • Zitat

    Original von Mensch-ärgere-mich


    Tja, die persönliche Eitelkeit ist wohl ein starkes Motiv. :-)


    Was hat das nun mit Eitelkeit zu tun?
    Für die paar Kröten bekommt man ein Spiel, was nicht gerade alltäglich ist ...


    Also: So what?


    Btw: Auch wenn ich das ganze durchaus kritisch sehe, habe ich es "geschmiedet".
    Von irgendwelchen "ich hab damals mal in Timbuktu irgendjemand jemanden Geld gegeben und 28 Jahre auf das Spiel gewartet" hlate ich nicht viel. Wir sind hier nicht in Timbuktu und SO ist nicht irgendjemand. Wo ist bitte der zusammenhang?
    Das finanzielle Risiko ist doch ziemlich überschaubar. Imo vernachlässigbar.


    Ob da wirklich ein dolles Spielrauskommt (also eins was MICH begeistert), weiss man nicht - so wie halt bei jedem Spiel auf KS oder was ich Pre-Ordere oder was ich ungespielt sonst kaufe. Auch bei Eggert ist schon ziemlicher Murks erschienen (= Spiele die mich absolut nicht begeistern können).


    Aber wie das halt mit ungelegten Eiern ist, man kann sich viel den Mund drüber zerreissen, letztendlich ist das aber nur warme Luft. Wie gut das Spiel ist, wie gut das Material (oder wie schlecht) weiss niemand. Vieleicht ist es auf Klopapier gedruck - ja, wer weiss?


    Atti

  • Hallo,


    der Erfolg gibt dem Projekt jedenfalls Recht.

    Aktueller Stand ist, das jedes Spiel zum Durchschnittspreis von knapp 43,00€ verkauft ist. Der Verkaufserlös dürfte erst schlechter werden, nachdem jemand den Peter-Spielelieferservice von 1000,- € in Anspruch genommen hat. Darauf wird er wohl jetzt auf Malle die zweite Champagnerflasche köpfen können. Sei´s ihm verkönnt.


    Leider hege ich ich die Befürchtung, dass nach solchen Erfolgen in KoOp mit Verlagen nur geringe Motivation vorliegen könnte, den Klein- und Selbstverlegern zu helfen.


    Werden nicht dann die Klein- und Selbstverlegern von den Verlagen in diesem Bereich wieder verdrängt?


    Und warum soll sich jemand ein mühseliges Geschäft ans Bein binden?


    Aber die Zeit wird es ja zeigen.


    Liebe Grüße
    Nils

  • Zitat

    Original von LemuelG
    ich weiß nicht so recht, was Dir an meinem Post so sauer aufgestoßen hat.


    Einfache Antwort: nichts! - von "sauer" keine Spur. Dies hier ist doch Freizeit und Vergnügen, zumindest sollte es das sein.
    Ich habe nur zu einem einzigen Punkt aus Deinem Beitrag meine Meinung gesagt - und das auch extra noch überdeutlich als "Meinung" gekennzeichnet.


    Zitat

    Original von LemuelG
    Offensichtlich bist Du ja der Meinung, ich hätte unsachlich argumentiert und die These der Kritikwürdigkeit des SO-Crowdfunding-Projekts ins Negative gezogen


    Nein, der Meinung bin ich nicht.
    Ich war nur der Meinung, daß man kritische Meinungen anderer nicht als "überzogen" bezeichnen sollte - denn die haben sich bestimmt auch was gedacht und nicht nur dumm dahergeschwätzt. Das hat m.E. ein wenig zu tun mit "Respekt vor anderen und vor der Meinung anderer".


    Zitat

    Original von LemuelG
    - zumindest hast Du diese Begriffe jetzt schon zwei Mal mit klarem Bezug zu meinem Post verwendet.


    Nein, nur 1x, und da auch nur eingeschränkt, wie gerade dargelegt.
    Das zweite Mal war eine allgemeine Antwort zu Herberts Beitrag - ich sehe keinen Bezug zu Dir, schon gar keinen "klaren", und ich wollte auch keinen.


    Zitat

    Original von LemuelG
    Aus meiner Sicht habe ich nichts dergleichen getan - ich habe sachlich Argumente vorgebracht, die gegen einige der hier behandelten Kritikpunkte sprechen, und habe mit einem qualifizierten Urteil geschlossen, dass dieses Crowdfunding-Projekt aus meiner Sicht sicherlich nicht unentbehrlich ist, dass aber zugleich einige der Kritikpunkte (mit denen ich mich vorher inhaltlich auseinander gesetzt habe) zumindest in dieser Schärfe nicht haltbar sind. Das habe ich mit dem Satz "Aber ich finde einige der Kritikpunkte dann doch beim besten Willen überzogen" beschrieben. Das heißt für mich: die vorgebrachte Kritik ist aus meiner Sicht in Teilen zu scharf oder zumindest in dieser Form nicht berechtigt. Und aufgrund der Einschränkung "einige" sollte man doch auch herauslesen können, dass durchaus einige Kritikpunkte berechtigt sein können.


    Das habe ich jetzt alles schon beantwortet (glaube ich).


    Zitat

    Original von LemuelG
    Indem ich also keineswegs alle Kritikpunkte als negativ abkanzele, gleichzeitig aber die vorgebrachte Kritik argumentativ zu entkräften versuche und am Ende für mich ein Urteil irgendwo in Richtung Mitte bis positives Mittelfeld im Spektrum zwischen "uneingeschränkt toll" und "uneingeschränkt schlecht" fälle, versuche ich mich doch gerade an einer Synthese.


    Das klingt so, als wärst Du der Meinung, ich wollte ich Dir das absprechen.
    Wollte ich nicht, und habe ich nicht (glaube ich).


    Zitat

    Original von LemuelG
    Inwiefern das unsachlich, nicht begründet oder negativierend sein soll, kann ich nicht verstehen. Tut mir leid.


    Nichts davon habe ich geschrieben (glaube ich).
    Ich hatte nur einen Punkt mit Deinem Beitrag, und zu dem habe ich kurz meine Meinung geschrieben - ich dachte, daß ich das darf, und ohne mich lang und breit dafür rechtfertigen zu müssen.


    :peace:
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat


    der Erfolg gibt dem Projekt jedenfalls Recht.


    Naja ... dat iss ja man ein suuuper Argumentation. So gesehen gibt der Erfolg von verbrechen den Verbrechern ja auch Recht ...


    Zitat


    Aktueller ist, das jedes Spiel zum Durchschnittspreis von knapp 43,00€ verkauft ist. Der Verkaufserlös dürfte erst schlechter werden, nachdem jemand den Peter-Spielelieferservice von 1000,- € in Anspruch genommen hat.


    Häh? Wozu soll der "durchschnittspreis" gut sein? Was soll mir das jetzt sagen?



    Zitat

    Leider hege ich ich die Befürchtung, dass nach solchen Erfolgen in KoOp mit Verlagen nur geringe Motivation vorliegen sollte, den Klein- und Selbstverlegern zu helfen.


    Auch hier: Warum? Ich mein du magst alles befürchten, das ist ok. Aber ich sehe den zusammenhang nicht. Es ist ja letztendlich auch nix anderes als eine "bedingte pre-order".

    Zitat


    Werden nicht dann die Klein- und Selbstverlegern von den Verlagen in diesem Bereich wieder verdrän


    Und warum soll sich jemand ein mühseliges Geschäft ans Bein binden?
    Nils


    Also die antwort auf die letzte frage ist doch wohl offensichtlich: Um damit Geld zu verdienen. Weswegen denn wohl sonst?


    Warum sollten die kKleinverlage "verdrängt" werden? Einfach so?


    Atti

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  • Zitat

    Original von Attila


    Was hat das nun mit Eitelkeit zu tun?
    Für die paar Kröten bekommt man ein Spiel, was nicht gerade alltäglich ist ...


    Wegen mir kann natürlich jeder mit seiner Kohle machen, was er will - ich finde das auch weder gut noch schlecht, ich war halt nur überrascht.
    Wenn das Spiel rauskommt, wird man ja wahrscheinlich auch sehen, wem das soviel wert war.


    Mir selbst wäre es wahrscheinlich eher 250 Euro wert gewesen, daß mein Konterfei nicht auf das Cover kommt ... :denk:


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear
    - das Ganze scheint mir doch etwas unausgegoren: mal sehen, was passiert, wenn ein Australier 1000 Euro einstellt - fliegt dann Peter Eggert nach Australien, um das Spiel dort persönlich abzugeben?


    Vermutlich schon, denn so steht es in der ausführlichen Beschreibung der Belohnungen:
    "Peter Eggert bringt es dir persönlich vorbei und spielt das Spiel mit euch, so dass ihr es direkt von ihm lernen könnt (Reisekosten in Deutschland inklusive, wer woanders wohnt, muss die Reisekosten für Peter zusätzlich übernehmen)."

  • Zitat

    Original von dixijoDer Preis lässt mich jedoch ein wenig zweifeln. 20€ für ein Kartenspiel? Nochmal 12€ mehr für eine Hand voll Holzklötzchen und wenige Karten?


    Die 20 € sind ja auch nicht der Kaufpreis für das Kartenspiel, sondern dein Finanzierungsbeitrag für das Projekt. Crowdfunding ist ja nicht als Vorbestellplattform gedacht, sondern als Finanzierungsplattform. Die 20€ sind eine Art Spende. Das Kartenspiel ist sozusagen ein "Dankeschön" für deine Spende. So würde ich das verstehen.

  • Zitat

    Original von thooomas


    Die 20 € sind ja auch nicht der Kaufpreis für das Kartenspiel, sondern dein Finanzierungsbeitrag für das Projekt. Crowdfunding ist ja nicht als Vorbestellplattform gedacht, sondern als Finanzierungsplattform. Die 20€ sind eine Art Spende. Das Kartenspiel ist sozusagen ein "Dankeschön" für deine Spende. So würde ich das verstehen.


    Nee, wenn das Projekt erfolgreich realisiert wird, ist ein Kaufvertrag zu Stande gekommen, halt nur einer, wo du vorab bezahlst und dann auf deine Ware warten musst. Ein ganz normaler Geld gegen Ware Deal. Eine Spende ist da schon was anderes.
    Und ich glaube auch nicht, dass die Spiele-Offensive jetzt ein gemeinnütziger Verein geworden ist. Die werden mit Sicherheit auch nicht aus Spaß an der Freud diese Plattform ins Leben gerufen haben.


    Ob der Preis zu hoch ist, muss jeder für dich selbst entscheiden, ich werde mit Sicherheit keine 18 Euro mehr zahlen, damit ich ein Autogram erhalte (wozu auch immer das gut sein soll, wenn man es nicht persönlich bekommt) und in der Regel als Sponsor erwähnt werde. Generell sponsoren ja alle Käufer das Spiel und hätten somit eine Erwähnung in der Regel verdient.

  • Zitat

    Original von thooomas


    Die 20 € sind ja auch nicht der Kaufpreis für das Kartenspiel, sondern dein Finanzierungsbeitrag für das Projekt. Crowdfunding ist ja nicht als Vorbestellplattform gedacht, sondern als Finanzierungsplattform. Die 20€ sind eine Art Spende. Das Kartenspiel ist sozusagen ein "Dankeschön" für deine Spende. So würde ich das verstehen.


    Also wenn ich etwas "finanziere", aus welchem Grund sollte ich das bitte tun? Für ein "Dankeschön" ?


    So in der Art: "Spende mir 20 Euro und du bekommst ein tolles Kartenspiel." - "Und wenn ich dir es nicht gebe?" - "Dann kannst du das Kartenspiel für 10 Euro einfach kaufen."


    Ähm - ich befürchte das wird auf Dauer so nicht klappen.

  • Zitat

    Original von freakNee, wenn das Projekt erfolgreich realisiert wird, ist ein Kaufvertrag zu Stande gekommen, halt nur einer, wo du vorab bezahlst und dann auf deine Ware warten musst.


    Wenn ein ganz normaler Kaufvertrag zustande käme, könnte jeder Käufer seinen Kaufvertrag bis zu 14 Tage nach Erhalt der Ware widerrufen (siehe Fernabsatzverträge im BGB). Damit wäre die Finanzierung eines Projekts aber auf sehr wackeligen Beinen.


    Bei Crowdfunding gebe ich mein Geld eben nicht in erster Linie, um eine Ware zu erwerben, sondern um ein Projekt zu fördern. Das ist für mich einer der wesentlichen Unterschiede von Crowdfunding zu einer normalen Vorbestellung, bei der der Kauf einer Ware im Vordergrund steht.

  • Zitat

    Original von thooomas


    Wenn ein ganz normaler Kaufvertrag zustande käme, könnte jeder Käufer seinen Kaufvertrag bis zu 14 Tage nach Erhalt der Ware widerrufen (siehe Fernabsatzverträge im BGB). Damit wäre die Finanzierung eines Projekts aber auf sehr wackeligen Beinen.


    Bei Crowdfunding gebe ich mein Geld eben nicht in erster Linie, um eine Ware zu erwerben, sondern um ein Projekt zu fördern. Das ist für mich einer der wesentlichen Unterschiede von Crowdfunding zu einer normalen Vorbestellung, bei der der Kauf einer Ware im Vordergrund steht.


    Letztendlich kommt eine übereinstimmende Willenserklärung über den Intermediär (Plattform) zwischen Projektinitiator und Unterstützer zustande. Der Initiator verplfichtet sich rechtlich bindend die vom Unterstützer gewählte Prämie (reward) zu liefern und der Unterstützer verpflichtet sich den Betrag X zu bezahlen. Im weitesten Sinne ist das ein Schuldverhältnis auf Gegenseitigkeit (also ein Kaufvertrag). Das ist dann auch rechtlich einklagbar wenn eine der beiden Parteien nicht leistet. Der Intermediär ist der Vermittler und ist keine der beiden Seiten verpflichtet. Zwischen ihm und dem Projektinitiator entsteht jedoch auch ein Schuldverhältnis (Online-Stellung des Projekts und Abwicklung der Zahlung vs. Provision). Allerdings sollte der Intermediär alleine schon aus Reputationsgründen die Identität des Initiators prüfen und ein wachsames Auge in Sachen Geldwäsche haben.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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