Alte Schlachten und Kommunikation

  • Im Rahmen meiner neu entdeckten CoSim-Leidenschaft lese ich derzeit auch ein Buch über Rom (Aufstieg und Fall).


    Da sind auch die Punischen Kriege kurz beschrieben und ich habe mir dabei die Frage gestellt, wie damals eigentlich über längere Strecken kommuniziert wurde. Das ging ja eigentlich nur über Boten (die eventuell auch mal abgefangen wurden). Das muß ja ewig gedauert haben. Wenn der Bote endlich seine Nachricht abliefern konnte war der Krieg eventuell schon vorbei?!? Und vor allem stelle ich mir das etwas kompliziert vor, wenn Hannibal eine Nachricht nach Hause schicken wollte, kurz vor Italien stand und so eine arme Sau den ganzen Weg mit einem Brief zwischen den Zähnen alleine zurücklief/ -ritt?


    Für die Kriegsführung muß doch die Einführung neuzeitlicher Kommunikationsmittel eine erhebliche Umstellung gebracht haben (insbesondere durch die schnelleren Reaktionszeiten).

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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    Original von Sankt Peter


    Da sind auch die Punischen Kriege kurz beschrieben und ich habe mir dabei die Frage gestellt, wie damals eigentlich über längere Strecken kommuniziert wurde. Das ging ja eigentlich nur über Boten (die eventuell auch mal abgefangen wurden). Das muß ja ewig gedauert haben.


    Weisst du wie der Marathonlauf entstand :wech: :wech:

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    [ ... ]
    Für die Kriegsführung muß doch die Einführung neuzeitlicher Kommunikationsmittel eine erhebliche Umstellung gebracht haben (insbesondere durch die schnelleren Reaktionszeiten).


    Die Nachrichten-Übermittlung war noch bis zum 1. Weltkrieg ein Riesen-Problem.
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Na auch die Logistik für den Nachschub war doch nicht handhabbar - oder? Da mußten doch auf dem Weg immer Versorgungsquellen gefunden werden (z.B. eingenommene Städte)...

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    Original von Sankt Peter
    Aber der Hannibal Bote mußte glaube ich länger als 42,xyz km laufen.


    Die hatten auch damals schon Kavallerie (und Seefahrt) ...
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Na da gab es doch bestimmt Extra-Truppen, die losgeschickt wurden, um die gegnerischen Boten abzufangen. Der Entsender hat ja keine Rückmeldung darüber, ob seine Bote angekommen ist.


    Außerdem müssen die Befehlshaber an der Front schon sehr autark agiert haben. Viel autarker als heute! Sie waren halt auf sich selber gestellt.

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    Original von Sankt Peter
    Na da gab es doch bestimmt Extra-Truppen, die losgeschickt wurden, um die gegnerischen Boten abzufangen. Der Entsender hat ja keine Rückmeldung darüber, ob seine Bote angekommen ist.


    Außerdem müssen die Befehlshaber an der Front schon sehr autark agiert haben. Viel autarker als heute! Sie waren halt auf sich selber gestellt.


    Meines Wissens wurden da öfters mehrere Boten losgeschickt (auf unterschiedlichen Wegen), so nach dem Motto: Einer wird schon durchkommen.


    Autarkes Agieren der Befehlshaber:


    - Römische Befehlshaber hatte nur wenig Eigeninitiative, römische Soldaten hatten gar keine. Das führte dazu, daß römische Truppen nur solange effizient waren, wie sie Ordnng in ihren Linien hatten. Die Taktik der römischen Gegner war daher oftmals zu versuchen, die römischen Linien zu zerstückeln.
    Ich kann mich erinnern, daß Du SPQR vorbestellt hast. Dort wirst Du feststellen, daß diese Problematik im Spiel super umgesetzt wurde.


    - Befehls-Übermittlung war z.B. auch im American Civil War (ACW) mitentscheidend.
    In der CWB-Serie (Civil War Brigades Series von Gamers/MMP) wurde das in den Spielen toll umgesetzt: http://www.multimanpublishing.com/theGamers/cwbs.php
    Wenn Dich der ACW (ein tolles Thema) interessieren sollte, habe ich eine absolute Buchempfehlung für Dich: "Für die Freiheit sterben" (von James McPherson). Das sollte im modernen Antiquariat durchaus noch aufzutreiben sein.
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear
    [quote]Original von Sankt Peter
    Na da gab es doch bestimmt Extra-Truppen, die losgeschickt wurden, um die gegnerischen Boten abzufangen. Der Entsender hat ja keine Rückmeldung darüber, ob seine Bote angekommen ist.
    .


    Na da war man doch gerne Bote - oder. Erst latscht man den ganzen Weg mit in den Krieg und dann wieder auf gut Glück zurück. Super Sache! Gibt es auch ein Spiel, das das simuliert?


    Danke auch noch einmal für den Spiel- und Buchtipp. Werde ich mir in Ruhe mal anschauen...

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